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Samstag, 23. April 2016

Für manche Nudelgerichte benötigst Du Zeit, oder Pasta mit Zucchini-Bandnudeln an Zitronenschaum mit Walnüssen…

…Freitagnachmittag, es ist 17:00 Uhr, Du bist froh die Arbeitswoche geschafft zu haben und auf dem Weg ins traute Heim. Du weißt genau was Du kochen möchtest, denn das Rezept hast Du dir am Abend vorher zurechtgelegt. Den Einkaufszettel hast Du zwischendurch in der knappen Mittagspause geschrieben. Die Mittagspause war knapp, weil der Kollege, der immer freitags anruft, wie jeden Freitag ein unaufschiebbares Problem noch zu klären hatte. Aber nachmittags um Fünf hast Du das eigentlich schon wieder vergessen, Dir wird es erst wieder nächsten Freitag einfallen, aber bis dahin ist noch lang.
Jetzt hast Du nur Deine Nudeln im Kopf, denn Du hast Hunger und Nudeln gehen schnell. Sollte man meinen.
Kurze Unterbrechung des Heimwegs beim Zucchini-Dealer, der hat auch noch ein Sträußchen Blumen Petersilie für Dich.
Alle anderen Zutaten hast Du Zuhause, denn schließlich hat jeder Zitronen, Bandnudeln, Walnusskerne und Zwiebeln im Haus.
In der heimischen Küche angekommen, enthäutest Du die Zwiebeln. Natürlich passiert das alles erst nachdem Du Dich aufs Wochenende eingerichtet hast, nachdem Du das Arbeits-Notebook in die letzte Ecke verstecktest und nachdem Du die Hände gewaschen hast.
Versteht sich ja eh von selbst das man nur mit gewaschenen Händen in die Küche geht.
Wie gesagt, jetzt häutest Du die Zwiebeln und schneidest sie in Würfel. Du freust Dich, Pasta geht schnell! Nebenbei überfliegst Du das Rezept… Du schneidest weiter an Deinen Zwiebeln…. Lauter schöne kleine Würfel… Laut Rezept kommen die Zwiebelwürfel jetzt in einen Topf und 200 ml Wasser noch dazu. Die Würfel sollst Du aufkochen und dann auf kleiner Hitze ganz langsam eine Stunde garen. WAS??? Eine Stunde garen??? In dem Moment würdest Du genauso wie ich denken, warum lese ich das erst jetzt? Pasta geht doch eigentlich schnell. Eine Stunde garen! Für was bitte soll das gut sein!? Zwiebelwürfel sind wesentlich schneller gar. Aber nein, diese müssen eine Stunde gar ziehen.
Das war dann der Augenblick, wo ich fast schwach geworden und beinahe zum Imbiss gefahren wäre. Ich habe tief durchgeatmet und wusste ich hab Zeit, schließlich ist Wochenende.
Logisch das ich das Rezept fertig gekocht habe, denn wir hatten ja schließlich Hunger und soll ich Dir was sagen, es hat sich gelohnt, so sehr hat es sich gelohnt. Das Zwiebel-zitronensößchen ein Traum, ich hätte sie auch so löffeln können. Versuche es auch mal, spätestens im Sommer, denn es ist herrlich frisch und aromatisch. Trotz der Leichtigkeit war es sehr sättigend.
Pasta mit Zucchinibandnudeln an Zitronenschaum mit Walnüssen
Zutaten:
5 Zwiebeln in Würfel schneiden
1 Bio-Zitrone
1 Bund Petersilie
2 mittelgroße Zucchini
Pro Person 100 g Bandnudeln (400 g)
Pfeffer und Salz, Olivenöl
3-4 Esslöffel Walnusskerne
Zwiebeln häuten und in Würfel schneiden. Die Würfel zusammen mit 200 ml Wasser und zwei Esslöffeln Olivenöl in einen Topf geben und aufkochen. Auf kleine Heizstufe zurück schalten und eine Stunde langsam mit geschlossenem Deckel gar kochen. Anschließend salzen und Pfeffern.
Die Schale der Zitrone abreiben und zur Seite stellen. Komplett die weiße Haut an der Zitrone entfernen und die Zitrone filetieren. Die Zitronenfilets ebenfalls zur Seite stellen.
Die Petersilie fein hacken und auch diese im Abseits parken.
Die Zucchini mit einem Sparschäler in lange schmale Streifen schneiden. Etwas Olivenöl in eine Pfanne geben und die Zucchinistreifen in ca. 10 Minuten gar dünsten. Nicht salzen, sie ziehen sonst zu viel Wasser.
Nebenbei die Bandnudeln in reichlich Salzwasser nach Anweisung garen.
Nach einer Stunde die Zitronenfilets und den Zitronenabrieb zu den gekochten Zwiebelwürfeln geben, weitere 10 Minuten garen. Im Anschluss die Zwiebeln mit einem Mixstab fein pürieren. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Nudeln in einen Topf, oder in eine große angewärmte Schüssel geben. Die Zucchini zufügen und beides vermischen. Die Walnusskerne grob hacken und zusammen mit der gehackten Petersilie über das Nudelgemisch geben. Die heiße Zitronencremesauce über die Nudeln gießen und alles vermischen.
Auf Teller geben und endlich kann gegessen werden.

Jetzt mal ganz ehrlich, kann ein Wochenende besser anfangen!?

Donnerstag, 14. Januar 2016

Ein Huhn kommt selten allein, oder Landhuhn trifft Ingwer…

…haa, Du denkst jetzt bestimmt ich will Dir was von einer Hühnersuppe berichten in der ich Ingwer ausgekocht habe, so frei nach dem Motto, doppelt gemoppelt hält besser.
In der Erkältungszeit Hühnersuppe zu essen ist ja nicht das verkehrteste und dann auch noch Ingwer, da halten keine Erkältungskrankheiten stand – sagt man.
Aber all die guten Gesundheitstipps will ich gar nicht weiter geben, da gibt es richtig schlaue Leute die das besser können.
Ich habe Dir ja gestern schon von so einigen netten Menschen in meinem Umfeld erzählt. Partout wollen sie Rezepte von mir haben. Ich zeige ihnen ein Bild von meinem Mittagessen und zack kommt die Frage *Gibt es ein Rezept?* Ganz Clevere würden sich am Liebsten direkt an meinen Tisch beamen und über Töpfe und Teller herfallen.
Nun das Büdchen ist ja kein Restaurant, auch wenn es da solche Experten gibt, die mir das immer noch nicht glauben.
Aber nehmen wir mal an es wäre anderes, dann hätte ich für mein Landhuhn einige Gäste locken können. Ob sie genauso begeistert wären wie der Gatte und ich kann ich ja nun nicht sagen, denn wir haben es ja alleine gegessen, aber auf einen Versuch käme es garantiert mal an. Also jetzt nicht hier bei mir, sondern Du kochst es und berichtest mir, ob es geschmeckt hat, oder nicht. Aber Du musst Dir schon mindestens die gleiche Mühe machen, die ich mir gemacht habe. Mein Huhn hat quasi eine Wellnessbehandlung vorher bekommen. Wie in einem Hühnerkosmetiksalon wurde es behandelt. Erst mit frischem GesichtsWasser gereinigt. Dann das die eine oder andere Haar Feder gezupft. Eine Massage mit Duftöl guter Butter bekommen, anschließend ein Peeling mit Meersalz.
Als Krönung wurde es auf einem Meer aus Rosen Kartoffeln, Karotten, Ingwer und Zitronen gebettet. Und damit die Wellnessbehandlung rund wurde, ging es eine Zeitlang gut temperiert auf dem Wasserbett mit Weißwein angegossen ins Solarium in den Backofen. Tiefenentspannt und knackig gebräunt konnte es anschließend seinem ganz großen Auftritt entgegenfiebern. Ach Fiebern ist ja doof, wir hatten doch mit Ingwer vorgebeugt. Also das Huhn faszinierte in seiner ganzen Darbietung, aber wie man es richtig zubereitet kommt jetzt:
Landhuhn mit Ingwerzitronenkartoffeln:
1 dickes geputztes Landhuhn
Meersalz
100 g Ingwer, geschält und in Stücke geschnitten
300 g Drillinge (kleine Kartoffeln) gründlich gewaschen, aber mit Schale
2 unbehandelte Zitronen, geviertelt
1 Bund kleine Möhren, geputzt und in 3 cm große Stücke geschnitten
1 Knoblauchzehe
1 Handvoll geschälte Perlzwiebeln
15 weiße Pfefferkörner
2 Esslöffel Olivenöl
50 g warme weiche Butter
¼ Liter Weißwein
Ingwer, Drillinge, Zitronen, Möhren, Knoblauchzehe, Perlzwiebeln und Pfefferkörner in einen Bräter mit Deckel geben. Den Weißwein angießen. Butter mit Olivenöl vermischen und in die Haut vom Huhn einmassieren. Nun das Huhn mit Meersalz einreiben und in den Topf auf das Gemüse legen. Den Bräter mit dem Deckel verschließen und in den auf 190°C vorgeheizten Backofen schieben. Im geschlossenen Topf das Huhn 1 Stunde garen, den Topf öffnen und 10 bis 15 Minuten unterm Grill nach bräunen.


Sonntag, 5. April 2015

Auf dem Weg in den Frühling mit Lachsspießen und Zitronenkartoffeln…

….wunderschönes Osterwetter das wir im Moment haben, zwar kalt, nur so 6 oder 7,5 Grad, aber die Sonne drängt sich immer mehr in den Vordergrund. Das musste jetzt mal festgehalten werden, denn schließlich ist ein Blog eine Art Tagebuch.
So, nun aber zum eigentlichen Thema, ich habe gekocht! Du denkst jetzt, ach was!? Ja, Lachsspieße mit Zitronenkartoffeln gab es. Die Zutaten hatte ich vom Markt. Dort gibt es einen phantastischen Stand, der italienische Produkte führt und ich alles erhalten habe, was ich für mein Vorhaben brauchte. Schließlich bekommt man auch nicht gleich an jeder Ecke Scamorza, oder Taleggio und das von hervorragender Qualität.
Das Rezept habe ich aus dem Buch von Herrn Henze, es verfolgt mich regelrecht. Es gibt noch so einige ansprechende Rezepte in dem Buch die ich unbedingt nachkochen möchte, hatte ich ja auch schon angedroht.
Also der Scamorza war gekauft und genau den brauchte ich für meine Lachsspieße. Ich habe mir mit den Lachsspießen und den Zitronenkartoffeln regelrechtes Frühlingswetter gekocht. Herrlich frisch und irgendwie frühlingsleicht schmeckte es,, wenn Du es auch mal ausprobieren willst:
Lachsspießen und Zitronenkartoffeln:
4 Pers.
600 g Lachsfilet in Würfel geschnitten
1 Kugel Scamorza ebenfalls in Würfel geschnitten
12 Scheiben Parmaschinken
12 getrocknete Tomaten
12 Salbeiblätter
8 Spieße
Alle Zutaten gleichmäßig verteilt auf die Spieße stecken und die Spieße auf ein Backblech legen.
2 Esslöffel Oliventapenade
2 Esslöffel Olivenöl
1 rote Chilischote, fein gewürfelt
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Alle Zutaten gut vermischen und auf die Fischspieße streichen.
Ich habe die Spieße abgedeckt gute 45 Minuten marinieren lassen, eh ich sie im vorgeheizten Backofen bei 200° C Ober-/Unterhitze auf zweiter Schiene 15 Minuten gegart habe.
Zwischenzeitlich habe ich die Kartoffel zubereitet.

Zitronenkartoffeln:
700 g kleine festkochende Kartoffeln
Salz
Die Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen, abgießen und schälen. Aus folgenden Zutaten eine Gewürzmischung zubereiten.
Saft und Schale einer Bio-Zitrone
1 Knoblauchzehe
1 Chilischote, fein gehackt
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
In eine Pfanne 5 Esslöffel Olivenöl geben und erhitzen. Die Kartoffeln in die Pfanne geben und die Zitronenmischung auf die Kartoffeln geben. Die Kartoffel von allen Seiten leicht gebräunt anbraten.
Die Kartoffeln zusammen mit den Fischspießen anrichten und mit gehackter Petersilie bestreuen.

Dienstag, 6. Mai 2014

Ananas-Zitronen-Marmelade, oder alles zu seiner Zeit…

Erst das Riesling-Chili-Gelee und jetzt auch noch Marmelade. Tja was soll ich machen, so ist der Terminkalender nun mal, im Sommer habe ich nur Zeit für Sirups und Konfitüren. Du denkst das Klärchen spinnt! Was faselt sie da von Marmelade und Konfitüre? Ist das nicht das Gleiche! Ja, es gleicht sich, aber es ist doch anders. Hab ich zwar schon einmal erklärt, aber manche Dinge sind so kurios, die kann man nicht oft genug erwähnen. Also laut Konfitürenverordnung, ja, so etwas gibt es, wird der Unterschied wie folgt erklärt:
Erzeugnisse mit einem Zuckergehalt von mindestens 55% werden als Konfitüre oder Marmelade bezeichnet.
Allerdings heißen die Erzeugnisse nur dann Marmelade, wenn sie aus Zitrusfrüchten hergestellt wurden bzw. auf örtlichen Märkten, Bauern- oder Hofmärkten zu erstehen sind. Was soll mir das sagen, ich bin etwas verunsichert. Kann ich dann also meine Erdbeerkonfitüre weiterhin Marmelade nennen ohne dass sie mir das übel nimmt? Das muss wohl so sein, denn schließlich habe ich sie ja nicht im Supermarkt oder was weiß ich wo gekauft sondern selbstgebastelt. Aber was ist jetzt mit meiner Ananas-Zitronen-Marmelade, könnte ich die auch Konfitüre nennen? Konfitüre hört sich auch viel eleganter und vornehmer an als Marmelade. Außerdem gab es doch auch mal diesen Witz mit dem Breitmaulfrosch der Konfitüre sagen sollte, doch stattdessen nur ein Marmelade herausbrachte, wobei doch jeder weiß das Frösche eh nicht reden können, ob mit Breitmaul oder ohne. Es sei denn, er ist Froschkönig, aber das würde jetzt zu weit führen. Doch eins ist Dir mit meiner Ananas-Zitronen-Marmelade gewiss, wenn Du sie auf den Frühstückstisch stellst, wird es geradezu ein Froschkönigliches Schmausen. Vergiss Käse, Wurst und sonstige Aufstriche.
Besorge Dir einfach einen leckeren frischen Stuten, ein Stück gute Butter, eine frische Tasse duftenden Kaffees und dann streichst Du ganz genüsslich die Ananas-Zitronen-Marmelade auf Dein Brot. Spätestens nach dem ersten Bissen ist es Dir egal ob es eine Konfitüre oder eine Marmelade ist und von der Konfitürenverordnung hast Du auch nicht mehr und nicht weniger.
1 frische Ananas geschält, den festen Strunk aus der Mitte entfernt und in kleine Würfel geschnitten. Die Ananaswürfel mit dem Saft von 3 Zitronen marinieren. Die Ananaswürfel samt Zitronensaft wiegen und genau die gleiche Menge Gelierzucker 1:1 zufügen. Du kochst das Ananas-Zucker-Gemisch auf und lässt es nach Anleitung einige Minuten kochen.
Mach auf jedem Fall eine Gelierprobe. Es könnte sein dass Du noch Gelierzucker zufügen musst. Du weißt schon, Säure verändert das Verhalten von Pektin und da kann es vorkommen, dass die gleiche Menge Gelierzucker in diesem Fall nicht ausreichend ist.
Sobald Du Deine Marmelade für gelungen erklärst füllst Du sie in sterile Twist-off-Gläser und verschließt sie mit den, ebenso sterilen, Deckeln.


Dienstag, 5. März 2013

Mit Avocado-Eis den Frühling locken…

der letzte Samstag glänze mit Sonnenschein und machte so richtig Lust auf Frühling, allerdings brachte er auch diverse Nebenerscheinungen mit. Die Frühlingssonne ist eine ganz Gemeine, jedes Staubkrümelchen lässt sie erscheinen, als hättest du den ganzen Winter nicht einmal auch nur einen Putzlappen angesehen. Herr GB opferte sich und brachte die Autos in die Wagenwaschanlage. Wer mag schon mit Winterdreck auf dem Auto durch die Sonne fahren!? Den einzigen Vorteil den die Frühlingstage mit sich bringen, der Abend ist schneller da, eh Du Deinen Hausputz beendet hast und sobald die Sonne untergegangen ist, ist auch der Staubspuck vorbei und Du kannst Dich wieder ganz gelassen Deinen Hobby zu wenden. Ach Dein Hobby ist putzen? Dann komm doch mal vorbei, das Büdchen ist noch lange nicht frühlingsfein und während Du mit meinem Staub in den Krieg ziehst, zieh ich in die Küche und mach Dir ein super Avocado-Eis. Das hatte ich neulich für Herrn GB gemacht und er war von der Cremigkeit so begeistert, dass er das Avocado-Eis am liebsten als Standarteis im Büdchen einführen würde. Solltest Du jetzt keine Lust auf einen Frühlingshausputz im Büdchen haben, dann kannst Dir auch Dein Eis selber machen….
Avokadoeis:
450 g Avocadofruchtfleisch
100 ml Limetten und Zitronensaft
200 ml Sahne
6 Esslöffel Puderzucker
2 Esslöffel Läuterzucker
Das Avocadofruchtfleisch mit dem Saft und allen anderen Zutaten vermischen und mit einem Mixstab pürieren. Wer es besonders cremig haben will, der streicht die Masse durch ein feines Sieb. Die Creme entweder in eine Eismaschine geben und bis zur gewünschten Festigkeit gefrieren, oder die Masse in eine Metallschüssel geben,
eine Stunde gefrieren und dann halbstündlich gründlich durchrühren. Nach einer Gefrierzeit von 3 bis 4 Stunden ist das Eis verzehrfertig.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Zitronenbasilikum, zuckersüß und eisgekühlt…

So, endlich kann ich jammern dass mir total warm ist, mir die drückende Schwüle nicht gefällt und wir den langersehnten Sommer haben, dem wir seit Wochen entgegengefiebert haben. Auf dem Markt habe ich ein dickes Bund Zitronenbasilikum ergattert, das ist natürlich viel zu schade für ein Basilikumpesto oder einen schnöden Tomaten-Mozzarella-Salat.
Diesen wunderbaren Duft von dem Zitronenbasilikum konnte ich mir herrlich in Form von Eis vorstellen. Ein ähnliches Dessert hatte ich vor einigen Jahren mal gegessen und nun war der Tag gekommen an dem ich mal wieder Eis basteln musste.
Für diese frischen Törtchen durfte Gina, die Eismaschine, faulenzen, dafür musst die Kitty ran und auch noch der bezaubernde Mixstab, auch Zauberlehrling genannt.
Uns hat dieses Eisdessert so sehr gefallen, dass ich jetzt Zitronenbasilikum selbst ausgesät habe. Zitronenbasilikum ist in unserer Region relativ schwierig zu bekommen
Basilikumeistörtchen:
1 Bund Zitronenbasilikum
2 Esslöffel Zucker
Saft und Schale einer unbehandelten Zitrone
4 Eigelbe
3 Esslöffel Akazienhonig
200 g Mascarpone
200 ml Sahne
Himbeeren und Honig für die Dekoration
Zitronenbasilikum, Zitronenschalenabrieb, Zitronensaft und den Zucker vermischen und mit dem Mixstab pürieren. Mascarpone in das Basilikumpüree rühren und gut vermischen.
Eigelbe mit dem Akazienhonig über einem warmen Wasserbad kräftig schaumig schlagen. Sahne steifschlagen. Das Basilikumpüree mit der aufgeschlagenen Eiercreme vermischen.
Vorsichtig die geschlagene Sahne unterheben und die Creme in kleine Förmchen oder Tassen füllen.
Jede einzelne Form mit Frischhaltefolie abdecken und gute 5 Stunden gefrieren.
Zum Servieren jeweils ein Törtchen stürzen mit je einem kleinen Teelöffel Honig beträufeln und mit Himbeeren dekorieren.


Dienstag, 17. April 2012

Französische Landhausküche, Zitronentarte…

Dass eine meiner Lieblingslektüren Kochbücher sind, wisst Ihr ja. Sicher könnt Ihr Euch auch denken, dass das eine oder andere Kochbuch der französischen Küche in meiner Sammlung vorkommt. Aber was Euch sicher aus den Socken haut, wenn ich Euch jetzt verrate, dass ein super schönes Buch ins Büdchen gezogen ist, mit dem Titel „Die französische Landhausküche“ und ich in dieses Buch schon sage und schreibe 26 Rezepte mit Markierungsfähnchen kennzeichnete. 5 Rezepte bereits nachgekocht/gebacken habe und nur keine weiteren Fähnchen kleben konnte, weil mir die Fähnchen ausgegangen sind.
Ich mag dieses Buch aus dem Jan Thorbecke Verlag mit diesen hinreißenden Bildern die mich gedanklich in bäuerliche Landküchen oder gemütliche Rosengärten versetzen. Die Rezepte sind genauso bodenständig und ohne chi chi. Bilder und Rezepte sind im absoluten Einklang.
Nach der Einführung von der Autorin Laura Washburn folgt der Bereich der Vorspeisen der mit Leckereien wie Markrelen-Rillettes, Knoblauchgarnelen oder einer Ziegenfrischkäsetarte aufwartet. Okay den Ziegenkäse brauch ich jetzt nicht, aber man bekommt ja auch mal Besuch.
In der Rubrik der Suppen ist die klassische Zwiebelsuppe zu finden, aber auch eine Küchengartensuppe oder eine Gemüse-Bouillabaisse fehlt nicht.
Nach Suppe kommt Fleisch. Schweinefleisch in Apfelwein mit Kartoffeln und Äpfeln, seid froh dass Ihr das Bild nicht seht. Die Anleitung zum marinierten Schweinebraten, dessen Grundlage ein Schweinerücken ist, lässt mir das Wasser im Mund zusammen laufen. Das Bild vom geschmorten Steak mit Anchovis und Kapern muss ich vor Herrn GB verstecken.
Als nächstes werden Geflügel und Wildspeisen dargestellt. Wie bereits in den anderen Gruppierungen wird der Leser wieder mit genussvollen Anregungen gelockt. Ente, Hähnchen, Perlhuhn, Kaninchen machen Appetit.
Fisch und Meeresfrüchte kommen auch nicht zu kurz. Gebackener Seeteufel, Muscheln und geschmorter Wolfsbarsch sind zu finden.
Die Rubrik „Einfache Gerichte“ lässt mich schmunzeln. Hier erwartet mich Gemüse über Gemüse, aber teilweise so außergewöhnlich zubereitet, dass „einfach“ leicht untertrieben ist.
Salate und Beilagen komplettieren den Bereich des Herzhaften bis der süße Abschluss kommt.
Wie zu erwarten ist das süße Feld sehr umfangreich, allerdings zu meinem Wohlwollen genauso echt und ehrlich wie alle anderen Rezepte.
Sehr schön empfand ich die Erklärung zu einzelnen Käsesorten die gelegentlich in Rezepten vorkamen und vor allem die Alternativen die benutzt werden können.
Sicherlich ist dieses Buch nur ein kleiner Auszug aus der hervorragenden französischen Küche, doch mir verschafft es einen netten Einblick in die Landhausküche in der gradlinig gekocht wird und vor allem mit Zutaten die auf irgendeine Art in jeder Region zu finden sind.
Den Anfang aus diesem Buch mache ich mit einer Zitronentarte, doch eh ich die vorstelle verrate ich noch was der Verlag zu diesem Buch sagt:

Die französische Landhausküche
Die ländliche Küche Frankreichs ist außergewöhnlich. Sie basiert auf regionalen Zutaten und Rezepten und sehr viel Respekt für Tradition.
Viele der in der französischen Küche verwendeten Zutaten gibt es fast überall auf der Welt: Gartenfrisches Gemüse und Kräuter, Geflügel, Lamm und Rindfleisch etwa; in den Küstenregionen gibt es ein reichhaltiges Angebot an Fisch und Meeresfrüchten, und die französische Tradition der Käseherstellung ist weltweit bekannt.
Was also stellen die Franzosen mit diesen Grundzutaten an, sodass ihre Kochkunst sich von der anderer Länder abhebt?
Ein wesentliches Merkmal ist Einfachheit. Die ländliche französische Küche ist nicht kompliziert, sondern bietet alltägliches Essen für ganz normale Leute.
Die Franzosen nehmen sich außerdem für ihr Essen Zeit – Zeit, es herzustellen, einzukaufen und zuzubereiten.
Die Sammlung von Rezepten in diesem Buch ist ein Zeugnis für die Großartigkeit französischen Essens in all seiner Einfachheit, aber mit einem Geschmack, der auf der Welt seinesgleichen sucht.
Format 19 x 24 cm
160 Seiten mit zahlreichen Fotos
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-7995-3577-9
Die Autorin Laura Washburn, geboren in Los Angeles, hat in Paris studiert und dort die namhafte »École de Cuisine La Varenne« besucht. Heute lebt sie als Kochbuch-Autorin in London.

Zitronentarte:
Standard Mürbeteig:
200 g Mehl
2 Teelöffel feiner Zucker
100 g Butter
1 Prise Salz
Für die Zitronentarte noch die Schale einer Zitrone, das macht den Teig schon richtig zitronig. Ist eine Empfehlung aus dem Büdchen und stand nicht im Rezept.
Aus allen Zutaten einen Teigkugel herstellen und dies gute 60 Minuten kühlen.
Anschließend ausrollen und eine gefettete Tarteform damit auskleiden.

Zitronenfüllung:
1 Saft und Schale einer Bio-Zitrone
Saft einer halben Orange
200 g feiner Zucker
3 große Eier und 2 Eigelb
200 ml Creme double
Eier, Eigelb mit Zucker und Creme double gründlich vermischen, den Zitronen- und Orangensaft, wie auch die Zitronenschale unter die Eiermasse geben und glattrühren.
Die Mischung in die Tarteform auf den Teig gießen und bei 150° C gute 25 Minuten im vorgeheizten Backofen backen bis der Belag gerade fest geworden ist. Etwas abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und lauwarm servieren.


Freitag, 6. April 2012

Sauer macht lustig, manche eher hungrig...

Na da hab ich ja was angerichtet. Ich glaube ich muss jetzt öfters mal wieder backen. Eigentlich bin ich ja der Meinung dass mir das Backen nicht so wirklich liegt. Also bei Brot glaube ich trifft das auch hundertprozentig zu, oder wie würdet Ihr es deuten, wenn Euer Schatz schneller Brot besorgt hat wie Ihr die Knethaken für die Küchenmaschine auspacken könnt. Wobei für Brot braucht man Ruhe, die habe ich einfach nicht. Sicher ist das eine oder andere Brot schon ganz gut geworden, doch wir sind von unserem Bäcker so verwöhnt, da ist es für mich als Laie echt schwer. Doch was Kuchen angeht, da habe ich meine Fans gefunden. Da hatte ich neulich ein echt interessantes Zitronenkuchenrezept ausfindig gemacht, das schreite förmlich -backe mich-. Okay, dann werde ich das mal in Angriff nehmen. Der Plan war schnell in die Tat umgesetzt und herausgekommen ist ein super saftiger, zitroniger Kastenkuchen. Ganz frisch morgens gebacken, mittags serviert, hat Herr GB diesen Kuchen mit in die Firma genommen. Die Herren an denen er die Stücke verteilte waren wohl ganz begeistert und mein Schatz meinte ich müsste ihn unbedingt noch mal backen, damit ich ihn auch mal probieren kann. Also gerochen hatte er ganz ausgezeichnet, das kann ich bestätigen und da ich weiß was alles in den Teig bzw. in den fertigen Kuchen kam, wäre es einfach unmöglich das er trocken sein könnte. Also wer gerne trockenen Kuchen saftig mag sollte dieses Rezept unbedingt ausprobieren, nur schon alleine wegen den ganzen Vitaminen...und so...
Zitronenkuchen mit Limoncello
175 g Süßrahmbutter
175 g Zucker
3 Eier verquirlt
225 g Mehl
2 Teelöffel Backpulver
2 Esslöffel Milch
Abgeriebene Schale einer Zitrone
2 Esslöffel Zitronensaft
4 Esslöffel Limoncello
3 Esslöffel Ahornsirup
Butter und Zucker schaumig schlagen, nach und nach die verquirlten Eier, immer mit etwas Mehl, unterschlagen. Restliche Zutaten ebenfalls zugeben und alles zusammen zu einem geschmeidigen Teig verrühren.
Den Teig in eine gefettete und bemehlte Kastenform geben und im vorgeheizten Backofen bei 180°C eine Stunde backen. Mit einem Holzstäbchen in der Mitte des Kuchens eine Probe machen. Wenn kein Teig am Stäbchen kleben bleibt, ist der Kuchen fertig.
Dekoration:
1 Bio-Zitrone in Scheiben geschnitten und halbiert
50 g feiner Zucker
100 ml Wasser
1 Esslöffel Zitronensaft
Etwas kaltes Wasser
50 g gesiebten Puderzucker
Während der Kuchen backt, die 100ml Wasser mit dem feinen Zucker vermischen und die Zitronenscheiben in die Lösung legen. Alles aufkochen und gute 15 Minuten zu einem Sirup kochen. Während des Kochens das Zitronenfleisch von der Schale lösen und gut auskochen. Die Schale abgießen und dabei den Sirup auffangen. Löcher in den Kuchen stechen und mit dem Sirup den Kuchen tränken.
Die Schale ganz fein hacken.
Zitronensaft mit der gehackten Schale vermischen und den Puderzucker unterrühren. Noch etwas kaltes Wasser zugeben, bis eine geschmeidige Glasur entstanden ist.
Den Kuchen damit bestreichen und fest werden lassen.