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Dienstag, 24. Mai 2011

OHMMM, OHMMM..... jawohl, heute ist Melissentag...

War das am Sonntag nicht eine maßlose Unverschämtheit, ich meine das mit dem Regen!? Ist ja schon okay, ich weiß selbst dass mir derzeitig die Zeit für Ausflüge oder gar Sonnenbäder fehlt, wobei das Letztere für mich ja eh nicht in Frage kommt. Ich bin ja schließlich kein Hähnchen das gegrillt werden muss. Obendrein war früher bei Hofe die zarte Blässe weitaus vornehmer, wie die sonnengebräunte Haut des Gesindes. Aber trotzdem wäre ich über Sonnenschein nicht traurig gewesen, nur schon alleine wegen den Viehchern. Ich meine diese kleinen Viehcher die sich z. B. in die Holunderblüten verziehen eh Gewitter aufkommt. Irgendwo habe ich mal gelesen, man soll sie bei Sonnenschein pflücken und zwar wenn der Morgentau abgetrocknet ist. Das hatte zum Glück mein Schatz am Samstag übernommen, aber am Sonntag zum Kaffe sollte es dann auch diese leckeren Holunderküchlein geben. Vor dem Gewitter frisch gepflückt, gebacken und serviert, aber bitte ohne Viehchzeugs lieber mit Eis und Sahne und das ging gar nicht. Angekuschelt saßen die Spinnen, Raupen und Gewittertierchen im tiefsten Innern der Blüten und widerstanden jeglicher Aufforderungen ihre Bleibe zu verlassen. Mietnomaden eben. Also habe ich sie ignoriert und mich auf den Melissenbusch gestürzt. Eh ein falscher Verdacht aufkommt, nein, natürlich habe ich jetzt keine Melissenküchlein gebacken! Zum Kaffee gab es Marzipankuchen, den hatte ich noch von Samstag und weil der Mensch ja eine Beschäftigung braucht, habe ich Melissensirup gemacht. Ich lass mich doch von solch einem undankbaren Viehgedöns nicht ärgern. Den ganzen Sommer können sie noch draußen durch die Büsche schwirren, aber nein, sie müssen es machen wenn ich die Blüten brauche. Mal so unter uns, das war doch geplant von denen, die wollten das sonntäglich Kaffeetrinken boykottieren, weil ich an den meisten Fenstern Fliegengitter habe und sie zum Kuchen nicht einlade. Die können froh sein wenn ich sie nicht demnächst mit Seifenlauge ins Nirwana schicke, oder so. Aber ich rege mich nicht auf, nein das mache ich nicht. Ich bringe die Flaschen mit dem Sirup jetzt in den Keller, erfreue mich daran und dann werde ich mich in die wohlverdiente Entspannungsphase begeben.
OHMMM, OHMMM..... jawohl, heute ist Melissentag...
30-35 g Melissenblätter
750 ml Wasser
600 g Zucker
½ Teelöffel Zitronensäure
Melissenblätter reinigen und mit dem Wasser in einen Topf geben. Das Wasser aufkochen lassen, dann fünf Minuten köcheln, anschließend der Ofen ausschalten und die Melissenblätter nun bei ausgeschalteter Hitze weitere 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.
Das Melissengemisch durch ein Sieb geben und dabei das Melissenwasser auffangen. Die Blätter noch gut ausdrücken und nun den Zucker in das Melissenwasser geben. Den Zucker gut auflösen und nochmals kurz aufkochen. Wieder die Hitze reduzieren und diesmal bei geringer Wärme die Zuckermelissenlösung gute 20 bis 25 Minuten köcheln lassen, bis ein gut fließender Sirup entstanden ist.
Nun noch die Zitronensäure in den Sirup geben, gut verrühren und noch heiß in Flaschen abfüllen, danach sofort verschließen.