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Montag, 27. August 2012

Butterkuchen mit Aprikosen und Ingwergeschmack…

Herr GB ist eine Zuckerschnute, aber die Stammleser wissen das ja bereits. So ganz beiläufig hat er mal wieder passend zum Wochenende erwähnt das ein Butterkuchen neulich in irgendeiner Zeitung abgebildet war. Der sah natürlich super lecker aus und vor allem so sehr saftig. Kurzerhand habe ich das Altpapier durchsucht und das Blättchen gefunden. Mein Schatz hatte Recht, der Kuchen sah wirklich sehr saftig aus. Die Zutaten hatte ich im Haus und laut Rezept dauerte die Zubereitung 15 Minuten. Ich habe zwar jetzt nicht auf die Uhr geschaut, aber mit Hilfe meiner Kitty brauchte ich gefühlte 10 Minuten.

250 g Mehl, 175 g feinen Zucker, 1 Prise Salz und 225 g Süßrahmbutter (schön kalt und in kleine Würfel geschnitten) hat die Kitty zu einer Teigkugel geknetet.
Diese Teigkugel habe ich in zwei Teile geschnitten. Mit einem Teil habe ich eine Tarteform ausgekleidet.
Den zweiten Teil habe ich zwischen zwei Seiten Frischhaltefolie zu eine glatten Platte, in Größe der Tarteform ausgerollt.
Während die Kitty am Teig arbeitete habe ich 100 g getrocknete Aprikosen mit zwei Esslöffeln Ingwersirup und 50 g Mandelblätter vermischt. Die Aprikosen habe ich vorher schön fein gehackt, dann nehmen sie besser den Ingwersirup auf. Diese Aprikosenmasse in die mit Teig ausgekleideten Form geben, gleichmäßig verteilen und mit der ausgerollten Teigplatte abdecken. Am Rand der Form den überstehenden Teig in die Form drücken. Mit der stumpfen Seite, also dem Rücken eines Messers ein Kreuzmuster in den Teig drücken.
Als Abschluss die Oberseite mit einem Esslöffel Milch bepinseln und bei 180°C gute 20 Minuten im vorgeheiztem Backofen goldbraun backen.
Das Längste was an diesem Kuchen dauert ist das Abkühlen bis man ihn essen kann.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Eine Woche gewonnen...

Letzte Nacht wurde ich blitzartig wach und auf meinem Wecker stand 2:40 Uhr. Nicht das ich Schlafstörungen hätte, nee eher im Gegenteil, ich hab eher Wachstörungen, oder besser gesagt Aufstehstörungen. Würde dieser dämliche Störenfried mich nicht morgens aus dem Bett schmeißen, ich würde sicher locker bis 8:00 Uhr durchschlafen wie ein Baby. Aber eben nicht in der vorletzten Nacht. Wie bereits erwähnt, um 2:40 Uhr wandelte sich die Nacht zum Tag. In Gedanken ging ich die bevorstehenden, oder besser die restlichen Tage bis Weihnachten durch. Was wollte ich alles erledigen, was habe ich bereits erledigt und was muss ich noch erledigen. Meine gedankliche Liste wurde abgehakt. Dann stand da Weihnachtsmenü......
WIEEEE Weihnachtsmenü??? In Klammern dahinter, zusammenstellen.

Gedanklich habe ich gekreischt und stand senkrecht vor Schreck in meinem Bett. Gut dass ich das nicht real gemacht habe, sonst wäre spätestens zu diesem Zeitpunkt die Nacht von Herrn GB auch beendet.
Jetzt aber weiter in meinen Gedankengängen! Moment, den wievielten haben wir heute, okay, es ist der 6.te Dezember. 24 minus 6 sind 18, eine Woche vorher muss ich das Fleisch bestellen, also noch mal 7 Tage abziehen, dann müsste es der 15.te sein, der 15.te ist kein Samstag, der Samstag vor dem 15.ten ist der 10.te und der ist in 3 Tagen!!! Alles in allem habe ich noch 3 Tage Zeit, dann muss ich mein Weihnachtsmenü geplant haben, noch mal kreisch.
Halt Stopp, da ist doch ein Rechenfehler, bis Samstag sind es noch 3 Tage, 7 Tage weiter ist der 17.te, also habe ich noch 10 Tage, plus 7 weitere Tage bis zum 24.ten dürften zusammen 17 Tage machen. Volle 17 Tage Zeit um ein Weihnachtsmenü zu kochen, das wird doch wohl reichen, aber was koche ich?
Zum Dessert wird es irgendetwas geben, wozu ich meinen selbstgemachten Cranberryzucker verwenden kann. Der ist so schön fruchtig und durch die vielen Vitaminen die reinste Gesundheitsbombe. Dieser Zucker ist eigentlich aus Abfall ein Nebenprodukt geworden, das aber so schmackhaft ist, dass es auch gerne als Geschenk angenommen wird.
Cranberryzucker:
500 g frische Cranberry
200 g Zucker
Die frischen Cranberry`s mit dem Messer zerteilen und durchgeschnitten in Beutel verpacken und ein bis zwei Tage einfrieren. Die Beeren auftauen, pürieren und durch ein Sieb streichen.
Den Saft auffangen und die Kerne wie auch die Schalenreste kräftig ausdrücken. Idealer weise mit einer selbstgebauten Pressvorrichtung (siehe Bild) ausfiltern.
Bei meinem nächsten Versuch werde ich die Beeren in meinem elektrischen Entsafter entsaften, ich bin auf das Ergebnis gespannt.
Die ausgepressten Schalen und Kerne auf Backpapier streichen und im Backofen einige Stunden über längere Zeit auf geringer Hitze 70-80°C trocknen, oder wie ich es gemacht habe, bei 70°C im Dörrautomat.
Die getrocknete „Fruchtmatte“ mit Zucker in einen Blender geben und kräftig mahlen und vermischen. Je länger man das Gerät laufen lässt, umso feiner wird die Beeren-Zucker-Mischung.
Der zartrosa Zucker eignet sich für Desserts, für Obstsalat, zum Abschmecken von Salatdressings usw.



Nachtrag: habe am 11.12.2011 das vergessene Bild meiner selbstgebauten Saftpressvorrichtung eingestellt.

Montag, 4. Juli 2011

Ich denke von diese zuckersüßen Idee musste ich auch nochmal erzählen…

Montagmorgen und die Woche nimmt kein Ende. Dabei war das Wochenende doch so schön, aber irgendwie wieder locker 2 Tage zu kurz. Es war ein Wochenende das nur gefühlte 12 Stunden dauerte, ich denke das liegt sicher daran, dass wir wieder einiges unternommen haben. Der Samstag fing mit Einkaufen an. Also Ihr kennt das sicher, das Wichtigste zuerst, also ab zum Weinhändler und Nachschub für den Keller. Anschließend natürlich noch alles Frische was wir so für das Wochenende brauchen bzw. für den gesunden Wochenstart.Als dann alles erledigt war, wurde es endlich nett. Der erste Weg ging Richtung Düsseldorf zur Galopprennbahn. Der Himmel sah eher aus sollte es ein Rheinfall werden, aber der Herrscher aller Wolken meinte es gut mit uns und es kam kein einziges Tröpfchen vom Himmel. Also haben wir unser Vorhaben ganz mutig ohne Regenschirm in Angriff genommen. Ach ich war ganz gespannt und machte die 8 € für den Eintritt gerne locker. Auch wenn die ganze Veranstaltung recht schlecht ausgeschildert war, spätestens am Eingang freuten wir uns, dass wir das eine oder andere „Besetzt“ Schild ignorierten und einfach weiter gefahren sind.
Wie jetzt? Ich habe Euch noch gar nicht erzählt um welche Veranstaltung es sich handelt? Ja sag ich doch Montagmorgen und die Woche nimmt kein Ende!
Wir waren auf der ersten Gourmetmesse die je in Düsseldorf bisher stattgefunden hat. Ich kann Euch was erzählen, ein Stand verlockender wie der Andere. Viele Kochanregungen habe ich bekommen, allerdings bin ich mal wieder einiges an Geld losgeworden. Ich kann mich einfach nicht bremsen wenn ich diese ganzen schönen Dinge sehe, die ich dringend benötige. Ausstechfisch mit Rezept! Das Rezept brauche ich jetzt nicht wirklich, aber die beiden Fische unbedingt.
Getrocknete Kornblumen waren ganz wichtig und die Kubebenpfefferkörner mussten unbedingt mit. Ich kann Euch verraten da sind noch einige Dinge zusammen gekommen, logischerweise natürlich auch einiges für den Gaumen von süß bis herzhaft. An einem Stand zeigte Herr GB auf Vanillezucker und meinte, ach schau mal den machst Du doch immer selber.
Und er hat recht, Vanillezucker kaufe ich seit Jahren nicht mehr, der macht sich förmlich von alleine. Ich habe eine Kunststoffbox in die ich immer meine ausgeschabten Vanillestangen lege.
Die Stangen werden mit feinem Zucker bestreut und da können sie dann vor sich hin aromatisieren. Irgendwann wenn zu viele Stangen in der Box liegen und mich beim umrühren stören, breche ich sie in kleinere Stücke und mahle sie mit Zucker in meiner Zaubermühle.
Die Zaubermühle ist mit dem Zauberstab verwand, das nur zur Info, damit Ihr den Durchblick der Familienverhältnisse behaltet. Ich mahle so lange bis ich fast Vanillepuderzucker habe.
Etwas größere Stücke siebe ich heraus und verwende sie z.B. wenn ich Liköre herstelle.
Ob Ihr es jetzt glaubt oder nicht, selbst diese kleinen Stücke geben noch immer Vanillearoma ab.
Sicher bin ich nicht die erste Bloggerin die Euch den selbstgemachten Vanillezucker vorstellt, aber ich denke von diese zuckersüßen Idee musste ich auch nochmal erzählen…

Montag, 27. Juni 2011

Also ja, ich habe es wieder getan und auch noch Erdbeersirup gemacht!!!

Ich wollte es ja nicht, aber Herr GB hatte mich mehrmals darauf hingewiesen, dass im Moment Erdbeerzeit ist und dann konnte ich nicht mehr anders. Ich habe damit argumentiert nicht genügend Zucker im Hause zu haben, diese Hürde war schnell überbrückt, mein Schatz zauberte wie aus dem Nichts Zucker aus dem Ärmel. Mein Einwand dass die Vorratsregale im Keller eigentlich schon überlaufen, zog nicht wirklich. Eh ich mich versah war ein Stück im Regal freigeräumt. Ich äußerte meine Bedenken nicht genügend Flaschen zu haben. Schwupps standen leere feingesäuberte Flaschen in der Küche. David Copperfield könnte sich Tipps holen. Ich weiß zwar nicht was den David veranlasst zu zaubern, aber Herr GB´s Antrieb sind die Erdbeeren. Hab ich ja schon erzählt, mein Schatz ist ein Erdbeerbärjunkie und deshalb kann ich ihm auch einfach keinen Erdbeerwunsch abschlagen. Letzte Woche leerte er die letzte Flasche Erdbeersirup vom letzten Jahr, natürlich nicht ohne diese Tatsache laut bekanntzugeben. “Ach, sieh an, hat der Sirup so lange gehalten, hat wohl nicht geschmeckt?“ Diese Aussage von mir wurde natürlich sofort vehement abgestritten. “Nein, ich war mit der letzten Flasche nur besonders sparsam“ Okay, das glaube ich ihm sogar, da sind wir beide ähnlich. Wenn ich etwas ganz besonders gerne mag und ich weiß es geht zur neige, hebe ich mir auch den Rest lieber auf bis ich Nachschub besorgen konnte. Was den Sirupnachschub angeht, da ist Herr GB eindeutig auf mich angewiesen. Also ich gebe es zu, ich habe mich erweichen lassen.
Wem der Sirup bereits aus den Ohren kommt, der sollte spätestens jetzt den Büdchenblog verlassen und zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommen.
Also ja, ich habe es wieder getan und auch noch Erdbeersirup gemacht!!! Aber nur auf Wunsch einen einzelnen Herrn! Ehrlich gez!
Aber den Erdbeesirup mache ich ganz anderes als Rhabarber-, Holunderblüten-, oder Waldmeistersirup. Ist also jetzt wirklich mal was ganz Neues, oder man kann auch sagen etwas ganz Anderes.
Ich erklär mal wie ich den Erdbeersirup mache.
Man braucht nicht viel, lediglich 2 KG Erdbeeren, 500 g Gelierzucker 1:1 und 500 g Haushaltszucker.
2 kg Erdbeeren reinigen und von den Blättchen entfernen. Die Erdbeeren entsaften. Das habe ich mit einem elektrischen Entsafter gemacht.
Man kann sie auch pürieren und durch ein Sieb streichen. Auf diese Art entkernt man die Beeren. Durchs Sieb streichen ist allerdings sehr mühsam. Also wie gesagt die Erdbeeren durch den Entsafter, übrigbleibt knapp 1,5 Liter Erdbeersaft.
Den Saft mit 500 g Gelierzucker und 500 g Zucker mischen. Die Zucker-Saftmischung ziehen lassen und immer wieder umrühren bis der Zucker aufgelöst ist. Nun das Gemisch langsam aufkochen. Während des Aufkochens immer wieder rühren.
Vorsicht, nicht das es überschäumt. Nun den Zucker-Erdbeersaft auf kleiner Temperatur 30 Minuten köcheln lassen, bis er etwas eingekocht ist. Jetzt in gut gesäuberte Flaschen füllen und sofort verschließen.
Herr GB mag den Erdbeersirup gerne im Quark, Joghurt oder in Milch, der Sirup ist super geschmacksintensiv. So intensiv, dass meinem Schatz selbst das Erdbeereis das ich mit diesem Sirup mache besser schmeckt, wie in seiner Lieblingseisdiele. Das Erdbeereis gibt es dann demnächst, versprochen.

Samstag, 28. Mai 2011

Nach dem ganzen süßen Sirupzeugs wird´s hier sauer, Holunderblütenessig…

Eigentlich wollte ich ja noch Gurkensirup machen, so als extra Highlight für Arthurs Tochter. So als kleines Geschenk, ich dachte darüber freut sie sich garantiert. Außerdem sollen ja Gurken im Moment besonders preiswert sein, vor allem nachdem die Presse alle Welt verrückt gemacht hat und zum Gurkenboykott mehr oder minder aufrief. Aber darauf will ich hier nicht weiter eingehen. Wer interessiert ist findet genug Lektüre im Internet darüber.
Nun aber zurück zu meinem Gurkensirup den ich nicht habe. Damit hätte man z.B. hervorragend Espuma aromatisieren können, oder eine Salatsoße aufhübschen. Nur warum sollte ich den machen? Für die Tochter? Neee, willse ja nich, hat wohl was gegen Sirup. Na ok, dann eben nicht. Aber mal so ganz unter uns, ich habe gar kein Rezept von Gurkensirup, doch ich experimentiere und wenn es was wird, dann komme ich im kommenden Jahr damit aussem Gebüsch, ähhh natürlich aussem Büdchen.
Jetzt habe ich mir was ganz anderes überlegt, jetzt ist erst mal Siruppause, dafür greif ich jetzt den Essig an. Obendrein sind Essige, die etwas außergewöhnlich sind und die man nicht überall kaufen kann, beliebte Geschenke. Das kommt mir wiederum gut zu Passe, da ich ja in diesem Monat Gastgeberin bei Zorra auf ihrem Blog, 1xumrühren bitte, bin und den Blog-Event durchführen darf.
Das Thema lautet "Geschenke aus meiner Küche“ das passt zu mir. Ich schenke gerne und stehe nicht minder gerne in meiner Küche und kümmere mich um Leckereien. Da war das Thema wohl vorprogrammiert. Aber an dieser Stelle möchte ich mich mal ganz herzlich bei Zorra bedanken das ich auf ihrem Blog mein Geschreibsel veröffentlichen darf.
Logischer Weise beteilige ich mich selbst natürlich auch an diesem Event, ich habe so viele Ideen die müssen raus sonst platze ich.
Blog-Event LXVIII - Geschenke aus der Küche
Ich fange heute mal mit Holunderblütenessig an, weil ich ja noch einige Blüten vom Sirup kochen übrig hatte. Mein Schatz hat so viele gepflückt, würde ich die alle zu Sirup verarbeiten, könnte ich wirklich einen Sirupshop eröffnen und die Tochter würde sich kaputt lachen. Aber nach dem ganzen süßen Sirupzeugs wird´s hier sauer, Holunderblütenessig…
Für den Essig benötigt man 6 bis 10 Holunderblütendolden
750 ml Balsamessig
2 Esslöffel Zucker
Die Dolden in ein großes Glas mit Deckel geben, den Zucker zufügen und den Essig aufgießen. Das Glas verschließen und gut schütteln. Das Glas kühl stellen und gute 4 Wochen ziehen lassen. Dann den Essig durch ein Tuch abseihen und den Essig in hübsche Flaschen füllen. Ich binde gerne eine Blume an die Flasche und ggf. ein Schildchen aufkleben oder anbinden.

Freitag, 27. Mai 2011

Das Büdchen ein Kloster-, Saft-, ähhh Sirupladen...

Heute habe ich Euch mal etwas ganz anderes mitgebracht, ich dachte eh er in voller Blüte steht ernte ich ihn und mache na, was daraus??? Salat? Nein! Marmelade? Nein! Naaa? Was bleibt da noch übrig?
RICHTIG, Sirup!
Ja Ihr könnt ruhig rum moppern, das Moppern kenn ich schon von Herrn GB, zwar bei anderen Dingen, aber moppern ist moppern. Und wenn es dann um leckeres Eis geht für das ich den Sirup z. B. benutze, oder Sirup in Mineralwasser, oder im Sektchen, oder, oder, dann hat keiner seltsamerweise etwas zu moppern, dann essen und trinken alle mit.
Außerdem habe ich hier einen guten Namen zu vertreten, Klärchen Kompott alias Hildegard v. Bingen die heilige, the Queen of Sirup, also bitte, noch Fragen?
Damit ich Euch nicht zu sehr mit diesem Schlabberwasser auf die Nerven gehe, mache ich es heute kurz und schmerzlos. Allerdings möchte ich mir doch noch eine gewisse Großzügigkeit vorbehalten.
Großzügig wie ich bin, habe ich Euch heute gleich zwei Siruprezepte mitgebracht, da freut Ihr euch jetzt aber sicher alle wie Bolle.
Zwei bestimmte Sorten Sirup sind im Büdchen so oder so Pflicht, zum Ersten Holunderblüten- und zum Zweiten Waldmeistersirup. Die Holunderblüten stehen hier in voller Blüteknapp schon vor der Abblühte und der Waldmeister blüht auch schon in einem Eckchen, aber im anderen Eckchen treibt er noch und die ersten Triebe zur Blüte lassen noch etwas auf sich warten. Also wird der Holunderbusch geplündert und der Waldmeister im Eckchen gemäht.
Welche Gesundheitswerte jetzt die Holunderblüten oder der Waldmeister haben kann ich Euch leider nicht sagen, denn ich bin weder die Hl. Hildegard noch eine Enkelin von ihr. Das letztere ist wohl selbsterklärend und ach ja , hier wir sind hier nicht im Kloster, nicht im Saft und auch nicht im Sirupladen. Nööö, wir sind noch immer im Büdchen…
Holunderblüten pflücken, mindestens 30 Dolden, ach ja und nur bei Sonnenschein. Die Dolden gut ausschütteln und von allem Getier befreien. Nach Möglichkeit nicht waschen, sonst wäscht man den ganzen Blütenstaub ab. Die Dolden in eine große Schüssel geben und mit 3 Liter abgekochtem Wasser übergießen. Dieses Gemisch abgedeckt gut 2 Tage in der Sonne stehen lassen. Nach 2 Tagen die Blüten durch ein Tuch filtern und das Blütenwasser auffangen. Mit 2 kg Zucker und 20 g Zitronensäure mischen und aufkochen. Abschäumen und gute 45 bis 60 Minuten auf mittlerer Temperatur zu einem Sirup einkochen.
Heiß in Flaschen füllen und sofort verschließen.
Für den Waldmeistersirup ein dickes Bund Waldmeister (ca. 30g) entweder einfrieren und mindestens 3 Tage bis zum Verbrauch eingefroren lassen,
oder ein Bund Waldmeister gut 2 Tage welken lassen eh er Verwendung findet.
Ein Liter Wasser mit 750 g Zucker zu einem Sirup aufkochen und abkühlen lassen. Eine Zitrone gut waschen halbieren und in feine Scheiben schneiden. Den eingefrorenen oder angewelkten Waldmeister mit den Zitronenscheiben in eine Schüssel geben und mit dem Sirup übergießen. Im Kühlschrank abgedeckt gut 1 Woche ziehen lassen. Das Waldmeistergemisch durch ein Tuch filtern, den Sirup aufkochen und ggf. abschäumen.
Wer ihn gerne richtig grün haben möchte sollte einige Tropfen grüne Lebensmittelfarbe in den Sirup mischen.
Dann aber auf jedem Fall heiß in Flaschen füllen und gut verschließen. Auf diesem Erfolg kann man aber auch sofort eine eiskalte Berliner Weiße trinken…

Dienstag, 24. Mai 2011

OHMMM, OHMMM..... jawohl, heute ist Melissentag...

War das am Sonntag nicht eine maßlose Unverschämtheit, ich meine das mit dem Regen!? Ist ja schon okay, ich weiß selbst dass mir derzeitig die Zeit für Ausflüge oder gar Sonnenbäder fehlt, wobei das Letztere für mich ja eh nicht in Frage kommt. Ich bin ja schließlich kein Hähnchen das gegrillt werden muss. Obendrein war früher bei Hofe die zarte Blässe weitaus vornehmer, wie die sonnengebräunte Haut des Gesindes. Aber trotzdem wäre ich über Sonnenschein nicht traurig gewesen, nur schon alleine wegen den Viehchern. Ich meine diese kleinen Viehcher die sich z. B. in die Holunderblüten verziehen eh Gewitter aufkommt. Irgendwo habe ich mal gelesen, man soll sie bei Sonnenschein pflücken und zwar wenn der Morgentau abgetrocknet ist. Das hatte zum Glück mein Schatz am Samstag übernommen, aber am Sonntag zum Kaffe sollte es dann auch diese leckeren Holunderküchlein geben. Vor dem Gewitter frisch gepflückt, gebacken und serviert, aber bitte ohne Viehchzeugs lieber mit Eis und Sahne und das ging gar nicht. Angekuschelt saßen die Spinnen, Raupen und Gewittertierchen im tiefsten Innern der Blüten und widerstanden jeglicher Aufforderungen ihre Bleibe zu verlassen. Mietnomaden eben. Also habe ich sie ignoriert und mich auf den Melissenbusch gestürzt. Eh ein falscher Verdacht aufkommt, nein, natürlich habe ich jetzt keine Melissenküchlein gebacken! Zum Kaffee gab es Marzipankuchen, den hatte ich noch von Samstag und weil der Mensch ja eine Beschäftigung braucht, habe ich Melissensirup gemacht. Ich lass mich doch von solch einem undankbaren Viehgedöns nicht ärgern. Den ganzen Sommer können sie noch draußen durch die Büsche schwirren, aber nein, sie müssen es machen wenn ich die Blüten brauche. Mal so unter uns, das war doch geplant von denen, die wollten das sonntäglich Kaffeetrinken boykottieren, weil ich an den meisten Fenstern Fliegengitter habe und sie zum Kuchen nicht einlade. Die können froh sein wenn ich sie nicht demnächst mit Seifenlauge ins Nirwana schicke, oder so. Aber ich rege mich nicht auf, nein das mache ich nicht. Ich bringe die Flaschen mit dem Sirup jetzt in den Keller, erfreue mich daran und dann werde ich mich in die wohlverdiente Entspannungsphase begeben.
OHMMM, OHMMM..... jawohl, heute ist Melissentag...
30-35 g Melissenblätter
750 ml Wasser
600 g Zucker
½ Teelöffel Zitronensäure
Melissenblätter reinigen und mit dem Wasser in einen Topf geben. Das Wasser aufkochen lassen, dann fünf Minuten köcheln, anschließend der Ofen ausschalten und die Melissenblätter nun bei ausgeschalteter Hitze weitere 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.
Das Melissengemisch durch ein Sieb geben und dabei das Melissenwasser auffangen. Die Blätter noch gut ausdrücken und nun den Zucker in das Melissenwasser geben. Den Zucker gut auflösen und nochmals kurz aufkochen. Wieder die Hitze reduzieren und diesmal bei geringer Wärme die Zuckermelissenlösung gute 20 bis 25 Minuten köcheln lassen, bis ein gut fließender Sirup entstanden ist.
Nun noch die Zitronensäure in den Sirup geben, gut verrühren und noch heiß in Flaschen abfüllen, danach sofort verschließen.