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Mittwoch, 20. Juni 2012

man kann sagen es ist Nudelsalat asiatisch...

Heute habe ich beim besten Willen keine Zeit, ich bin total in Eile, ich muss das trockene Wetter nutzen und meine Tomatenpflanzen auseinanderpflanzen. Sonst wird das in diesem Jahr nichts mehr mit meinen Tomaten. Die Pflänzchen habe ich geschenkt bekommen und der Samen stammt von Monstertomaten aus der Türkei. Tja und jetzt sind die Pflanzen hier bei mir im Büdchen und haben sogar schon Blütenansätze, hoffentlich kann ich die überhaupt noch umsetzten. Ich werde ihnen mal gut zureden. Ich werde mal die Teddybärensonnenblumen in ihre Nähe stellen, Tomaten mögen ja Sonne. Weil die Sonne sich aber im Moment etwas rarmacht versuche ich es mal mit Sonnenblumen, das wird schon. Ach ja und essen müssen wir zwischendurch ja auch noch was, und da die Tomaten erst noch wachsen müssen gibt´s heute mal nichts mit diesen roten Paradiesäpfeln.
Auf die Schnelle gab es einen Nudelsalat mit asiatischem touch. So ruck zuck wie ich den Salat gemacht hatte, so schnell war er auch gegessen. Er ist eine wunderbare Ergänzung zum gebratenen Hähnchenbrustfilet oder auch gebratenem Fisch.
Nudelsalat asiatisch
150 g feine asiatische Eiernudeln
1 Esslöffel Sesamöl
5 Esslöffel Sojasoße (kräftig)
2 Esslöffel Reisessig
1 Bund Frühlingszwiebeln in feine Ringe geschnitten
200 g Zuckerschoten in schräge Stücke geschnitten
2 Stangen Staudensellerie in kleine Würfel
1 Esslöffel geröstete Sesamkörner
Die Eiernudeln kochen, abgießen und in eine große Schüssel geben. Aus dem Öl, der Sojasoße und dem Reisessig ein Dressing rühren. Das Dressing über die Nudeln gießen und gut vermischen. Die übrigen Zutaten zu den Nudeln geben und alles vermischen. Die gerösteten Sesamkörner aufstreuen und noch etwas ziehen lassen.
Im Büdchen gab es Geflügelbrust dazu.


Dienstag, 5. Juni 2012

Nevette im Juni…


Der Genießer hatte es ja letztens mit den weißen Rüben schon vorgemacht, aber da hatten wir noch Mai. Er hatte Sonnenschein und ich jetzt im Juni Regen. Seine wurden auf dem Balkon serviert, meine bei mir in der Küche. Doch eh ich sie jetzt zusammen mit einer Lachsforelle auf den Tisch brachte, haben wir sie einfach mal so aus der Hand geknabbert. Wem die kleinen roten Radieschen zu scharf sind, könnte hiermit durchaus eine Alternative finden. So hatte ich es mir auf jedem Fall gedacht. Aber denken heißt nicht wissen!
Irgendwann im Mai waren mein Schatz und ich mal wieder auf Ausflugstrip und sind in einem Restaurant eingekehrt. Mein Spargelgelegenheitsesser hatte sich an diesem Tag dem Spargel verweigert und als Gemüse die Beilage der Saison gewählt. Bei der Bestellung aber gleich auf seine Spargelgelegenheitsvorliebe hingewiesen und direkt um alternatives Saisongemüse gebeten. Jetzt rate mal was er bekommen hat! Nevette!
Jetzt gucks Du! Genauso habe ich auch geschaut. Nach erstem Probieren stand für mich fest es sind Teltower Rübchen, ähnlich den Mairübchen. Aber wiederum hätten es auch Radieschen sein können denen man die rote Haut über die Ohren gezogen hat, ähhh abgezogen hat. Wofür hat man einen Mund, man könnte ja mal fragen. Antwort: Mairüben sind Nevetten oder auch Navet genannt, eine Art Teltower Rübchen. Irgendwie ließ mir das allerdings keine Ruhe und ich dachte, für was hat man Internet. Wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich jetzt verwirrter wie je zuvor. Also nach gefühlten 1000 Internetseiten ist eine Rübe nicht wie die Andere und manch eine Rübe sollte wegen der Bekömmlichkeit geschält werden, aber nur wenn sie roh gegessen wird, andere wieder auch vor dem Kochen schälen. Manche gar nicht roh essen, andere gerade roh essen. Na, hab Ihr jetzt auch den Durchblick verloren? Aber eins weiß ich jetzt ganz genau, sie gehören fast alle (aber eben auch nur fast alle) zur Familie der Kreuzblütengewächse und haben den Inhaltstoff Senfölglycoside. Was das ist könnt Ihr selber nachlesen, aber es soll gesund sein und auch wenn sie nicht gesund sind, uns haben die Rüben auch noch im Juni geschmeckt, vor allem mit dem Lachsforellenfilet und der Zuckerschotensoße. Ja, das ist ne Kombi, gell!? Probier doch mal aus und berichte mir von Deinem Gaumenkitzel…
Lachsforellenfilet mit Zuckerschotensauce und Navet
Lachsforellenfilet (pro Person ca. 160g) in ein, mit Pergamentpapier ausgelegten, kleinen feuerfesten Schalen legen und zur Seite stellen.

200 g Zuckerschoten putzen, waschen und in leicht gesalzenem Wasser knappe 3 Minuten kochen. Abschrecken und im Mixer pürieren.
Eine Schalotte in kleine Würfel schneiden in einem Teelöffel Butter glasig dünsten mit 100 ml Weißwein ablöschen. 300 ml Fischfond angießen und zu einem Drittel einkochen. Je einen Esslöffel von dieser Reduktion auf die Fischfilets geben und den Fisch bei 160°C im Backofen 10 bis 15 Minuten garen.
Den restlichen Fond mit 200 ml Crème double mischen und nochmals gute 2 Minuten erwärmen. Das Zuckerschotenpüree unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Zeitgleich die Rübchen putzen, waschen und in Stifte schneiden. Mit Salz und etwas Zucker würzen und zur Seite stellen damit sie etwas Feuchtigkeit ziehen können.
Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und die Rübenstifte zugeben. Kurz anbraten und auf kleiner Hitze gar dünsten. Mit Dill würzen und ggf. mit etwas Salz abschmecken.
Kurz vor dem Servieren die Zuckerschotensauce auf den Fisch geben und zusammen mit den Mairübchen anrichten.