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Donnerstag, 7. August 2014

Ich schleppe es schon seit Monaten mit mir herum, Schokomousse…

….haha, Du denkst ich hätte mal so richtig zugeschlagen und seit Monaten werde ich die Schokosünde nicht los und die Mousse hängt mir auf den Hüften? Falsch!!! Ich habe sie, die Mousse, lediglich probiert. Das richtige Naschen habe ich Herrn GB überlassen. Kannst Du Dir ja denken, der ließ sich nicht lange bitten.
Was ich seit Monaten mit herumschleppe ist ein ganz reizendes Buch aus dem Kosmos Verlag. Wie hätte es auch anderes sein können, zumal ich hier ja schon häufig bekundet habe, dass mir die Bücher als praktische, mal schnell nachlesende, Ratgeber aus dem Kosmos Verlag sehr gefallen. An dieser Stelle möchte ich mich für die Verfügungstellung des Buches bedanken. Gleichzeitig versichere ich frei in meiner Meinung und unbeeinflusst zu sein.
Diesmal geht es um Fingerfood und die Autorin ist Christina Kempe. Ich weiß das Buch ist bereits Anfang des Jahres auf den Markt gekommen, aber verschiedene Umstände verhinderten bis heute die Vorstellung. Doch muss ich gestehen, es ist aktueller denn je, denn Fingerfood ist immer im Trend. Immer wieder habe ich mir Anregungen für diverse Kleinigkeiten geholt und ich werde nicht müde dieses Buch zu lesen.
Es startet mit einem Inhaltsverzeichnis mit der Bezeichnung Häppchen, Tapas & Fingerfood. Die einzelnen Rubriken unterteilen sich in Handlich, Aromatisch, Knusprig, Edel, wie auch Süß und fruchtig. Also für jeden etwas. Im Bereich Handlich findest Du Fingerfood & kleine Snacks, bunte Salate, Blitz Häppchen mit Dips & Co.
Cracker, Grissini, Brot und marinierte Häppchen ist im Fach für Aromatisch eingeteilt. Ja und so setzt sich das ganze Buch fort. Jede Sparte Ideenreich und spannend. Leichte Anleitungen, mit kreativen Rezepten. Die Zutaten gekonnt zusammen gestellt und teilweise sehr raffiniert gewürzt. Aber auch die einfache, schlichte Version ist vertreten.
Du weißt wie ich zum Salat Caprese stehe, aber wenn es sich dann doch einmal nicht umgehen lässt Tomaten mit Mozzarella zu servieren, dann ist die Idee Caprese-Spießchen zu basteln nicht wirklich die Schlechteste. Dort werden sie obendrein noch in Gläser serviert und das sieht noch sehr ansprechend aus.
Die Vielzahl und die Variationen der Ideen ist so umfangreich, da werden noch einige Anregungen von umgesetzt. Auch wenn im ersten Moment der Eindruck entsteht, es sind alles bekannte Speisen erkennt man gleich beim zweiten Blick, dass selbst die klassischen Häppchen modernisiert und aufgepeppt sind.
Herr GB erfreute sich ganz besonders an der süßen Rubrik. Mohn-Panna-Cotta, Beeren-Pavlova und Kirsch-Rahm-Ecken mit Marzipan ließen sein Herz höher schlagen. Für den Anfang habe ich ihm ein weißes Schokomousse mit Macadamia-Krokant gemacht. Aber eh ich dir jetzt von dem Rezept erzähle, schreibe ich dir mal vorher noch die ISBN und die nötigen Infos auf, damit Du die schon einmal hast. Wenn Du dann demnächst in die Buchhandlung Deines Vertrauens gehst, um dir dieses nette Buch zu besorgen, bist Du bestens ausgerüstet.
Das Buch ist als gebundene Ausgabe mit 144 Seiten im Kosmos Verlag erschienen. Es hat einen Integralband und die ISBN lautet 978-3440130056. Wie Du schon weiß ist die Autorin Christina Kempe. Christina Kempe ist erfolgreiche Kochbuchautorin, gestaltet und lektoriert Bücher und macht als Foodstylistin vom kleinen Häppchen bis zur großen Torte die verschiedensten Gerichte schick für ihren Auftritt vor der Kamera. Die Bilder in dieser Lektüre sind richtig hübsch und anregend. Mal klassisch modern, dann wieder stilvoll und edel, aber auch frühlingshaft und frisch.
So jetzt komme ich endlich zum Schokomousse.
Ein kleines Dessert das nicht zu schwer ist und doch einen schönen Abschluss bildet und den süßen Zahn auch noch schnell stillt.
Weisse Schokomousse mit Macadamia-Krokant:
Mark einer Vanillestange
200g weiße Schokolade
200g Creme fraîche
2 Esslöffel weißer Portwein oder Sherry (ersatzweise Birnensaft)
100 ml Sahne
50 g geröstete und gesalzene Macadamia
50 g Zucker
Creme fraîche mit dem Portwein, dem Vanillemark und der Schokolade erwärmen. Während des Erwärmens ständig rühren sodass sich die Schokolade langsam auflösen kann. Auf keinem Fall zu stark erhitzen, damit die Schokolade nicht klumpt. Die Schokocreme in eine Metallschüssel füllen und diese in ein eiskaltes Wasserbad stellen und kalt rühren. Die Sahne steif schlagen und unter die Schokocreme heben.
Die Mousse in kleine Portionsförmchen füllen und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
Die Macadamia grob hacken. Den Zucker in einer beschichteten Pfanne karamellisieren lassen und die Nüsse hineingeben.
Zusammen verrühren und sofort auf Backpapier verteilen. Erkalten lassen und den harten Krokant grob hacken. Kurz vor dem Servieren der Schokomousse den Krokant aufstreuen.


Dienstag, 25. März 2014

Jetzt ist es/er raus, der Bärlauch…

…die eigentliche Einkochzeit ist ja, im allgemeinem Glauben der Sommer und der Herbst, aber Einkochzeit ist immer. Du kannst gleich im Frühling mit dem Konservieren von wilden Kräutern und Blüten anfangen. Ein Kraut auf das alle warten ist der Bärlauch. Lange war er vom Speiseplan verschwunden, aber seit die Entdeckung von Natur und Landschaft wieder zurückgekommen ist wird er sogar selber gesammelt. Herr GB und ich sind zwar hier durch die Wälder geirrt, aber fündig sind wir letztendlich dann doch auf dem Markt geworden.
Den Bärlauch habe ich mindestens einmal im Frühling auf der Speisekarte. Bärlauchpesto ist schon Standardprogramm das hat ja eigentlich jeder auf seiner Bastelliste und die Bärlauchnudeln sind einfach nur genial. Aber jetzt gibt es hier bei uns auch noch einen Bärlauchessig. Aber einen ganz besonderen und zwar mit kandierten Orange. Jetzt bisste platt, oder?
Ich bin ja ehrlich, er ist nicht auf meinem Ideenmist gewachsen. Das Rezept habe ich in einem kleinen reizenden Buch aus dem Kosmos-Verlag gefunden. Es ist recht frisch erschienen und macht Lust auf die nächsten Monate. Der Titel "Meine Küchenschätze aus Natur & Garten" wurde von einer Gemeinschaft Autoren verfasst, und es ist eine Sammlung von richtig tollen Rezepten die Lust auf Vorratshaltung machen, entstanden. Ich muss ja gestehen, dass ich einige Bücher über Haltbarmachung habe, aber mit diesem Büchlein sind weitere sehr interessante Rezepte ins Büdchen eingezogen. Außerdem mag ich die Bücher aus dem Kosmos-Verlag nur schon alleine wegen ihrer Aufmachung. Richtig praktisch und von mir sehr geschätzt sind die Tipps unter dem Motto "Das ist wirklich wichtig".
Die Einteilung einzelner Abschnitte ist sehr übersichtlich. Die Küchenschätze sind in unterschiedlichen Rubriken auf 144 Seiten eingeteilt. Fruchtig und süß, Herzhaft und würzig, Flüssig und fein. Ich habe in jedem Bereich etwas gefunden was ich noch nicht kannte und was sich unglaublich spannend anhört. Du denkst das ist kein Buch für Dich, schließlich hast Du gar keinen Garten? Vergiss es gleich wieder, die meisten Zutaten für die Rezepte findest Du in der Natur. Du musst also nur mal feste Schuhe anziehen und hinaus ins Grüne wandern. Ich bin überzeugt Dich werden die meisten in Deinem Freundeskreis um Deine frische Gesichtsfarbe von der vielen frischen Luft beneiden und die Bewunderung, was Deine zukünftige Vorratshaltung angeht, ist Dir auch gewiss.
Möchtest Du noch die ISBN haben, helfe ich Dir gerne weiter: ISBN: 978-3-440-14116-8
Aber auf der Seite des Kosmos Verlages findest Du noch viele weitere Angaben.
Aber eh die Bärlauchsaison vorbei ist, hier noch schnell das Rezept. Damit kannst Du dann noch bis zum Herbst an den derzeitigen Frühling denken.
Bärlauchessig:
Für einen Liter Essig benötigst Du 30 Bärlauchblätter, 1 Bio-Orange, 1 Liter Weißweinessig und 2 Teelöffel Akazienhonig.
Die Schale der Bio-Orange musst Du erst einmal kandieren, das machst Du am besten wie es bei der Freundin mit der Cedri beschrieben ist. Das Rezept macht zwar etwas Arbeit, aber es ist genial und mit Gelingsicherheit.
Jetzt ist alles Weitere ein Kinderspiel.
Alle Zutaten vermischt Du in einem großen Glas und lässt den Bärlauch 14 Tage ziehen. Wenn Du sofort anfängst könntest Du für Ostern noch Essiggeschenke basteln, also worauf wartest Du noch? Schuhe an und ab in den Wald.

Dienstag, 18. März 2014

Leseecke aufgeräumt…

…so, das wurde aber auch mal langsam Zeit. Das letzte Buch das in der Liste eingetragen war, war sage und schreibe Buch Nummer 26. Du verstehst, es wurde langsam Zeit die Leseecke auf Vordermann zu bringen.
Also wenn Du jetzt ein Buch suchst das ich rezensiert habe, findest Du es wie gewohnt in der Leseecke. Da gehören sie schließlich hin.

Montag, 17. März 2014

Klärchens Brotbackstube ist eröffnet,…

...jetzt biste von den Socken, gell? Es hat mir einfach keine Ruhe gelassen, ich wollte es auch können. Der Ehrgeiz hatte mich ja neulich schon mit den Maisbrötchen gepackt und letztendlich wurde ich auch von dem Brotbackvirus, der ja mittlerweile durch sämtliche Foodblogs geistert, mächtig angesteckt.
Als dann auch noch das neue Buch von Martin Johansson mit dem Titel Sauerteigbrot im Büdchen eintraf, war dann endgültig kein Halten mehr.
Herrn GB´s Nerven werden jetzt bis aufs Äußerste strapaziert. Wobei nach den Maisbrötchen letztens ist sein Vertrauen in meine Brotbackkunst gestiegen.
Das Sauerteigbrotbackbuch ist für mein neues Forschungsprojekt eine absolute Bereicherung. Hast Du schon einmal selber einen Sauerteig angesetzt? Beobachtet wie aus Mehl und Wasser ein Triebmittel wird das als Grundlage für die tollsten Brote wird? Es ist so spannend das Experiment Sauerteig und selbst Herr GB ist interessiert und ganz fasziniert wie der Teig gärt und langsam aber sicher immer mehr wird.
Die Anleitung für den Sauerteig habe ich in dem neuen Buch gefunden. Aber jetzt mal ganz von vorne.
Also ein kleines handliches Buch mit Hardcover im Format von19 cm x 21 cm mit 23 Rezepten auf 104 Seiten. Vom schon erwähnten Autor Martin Johansson im AT-Verlag erschienen. Im Buchhandel ist es unter der ISBN: 978-3-03800-776-0 zum Preis von 16,90 € erhältlich.
Der Autor ein Hobbybrotbäcker der seit 2007 in Schweden einen sehr erfolgreichen Blog schreibt. In seinem Blog geht es ausschließlich ums Brotbacken, gerade Sauerteig hat er sich zum Thema gemacht. Dieses Buch ist bereits sein Drittes. Verschiedene Preise die ihn auszeichnen bestätigen ihn in seinem Tun.
Weder auf seinem Blog noch in diesem Buch sind ausschließlich Brotrezepte zu finden, sondern auch Anregungen zu Baguettes, leckere Pizza oder Kleingebäck wie Schwedische Zimtschnecken mit wilder Hefe.
Du weißt nicht was wilde Hefe ist? Ha, ich habe auch große Augen gemacht und fand es super spannend was Herr Johansson so alles noch zu erklären wusste, von denen ich im Leben noch nichts gehört habe. Na gut, bei mir ist das ja auch kein Wunder, da ich ja bekennender Brotbackdummy bin.
Du denkst ich bin verwirrt, erst rede ich von Sauerteig und jetzt bin ich bei Hefe und dann auch noch wild!? Lass Dich nicht irritieren es geht hier wirklich um Sauerteig.
Auf den ersten 26 Seiten wird alles zur Vorbereitung preisgegeben. Das Wichtigste der Sauerteigansatz, bzw. die Erzeugung einer Sauerteigkultur und wie die Kultur am Leben erhalten wird.
Es wird die Entstehung von zwei verschiedenen Sauerteigarten erklärt. Die Rede ist von Roggensauerteig und Weizensauerteig. Und wie Du aus Trockenfrüchten wilde Hefe herstellen kannst, ist in meinen Augen noch obendrein ein Schmankerl. Damit der Sauerteig nicht verhungert, hat der Autor eine extra Rubrik „ Sauerteig lagern und füttern“ eingebunden. Denn wenn Dich der Backvirus packt musst Du selbstverständlich immer einen Sauerteig auf Lager haben. Auf den nächsten Seiten gibt der Hobbybäcker Auskunft über Konsistenz und Geruch des angesetzten Sauerteigs. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man am Anfang recht unsicher ist, wie so ein Sauerteig riechen und aussehen soll. Auch die Übersicht und die Erklärung der aufgeführten Gerätschaften sind äußerst hilfreich. Damit man auch keine unnötigen Fehler macht, z.B. welches Wasser wird verwendet, kaltes, warmes oder heißes, hat sich der Verfasser auch hier Zeit genommen und sich entsprechend der Thematik angenommen. Alles in allem eh es zu den Rezepten geht bekommt man viele tolle Tipps und Tricks.
Backen mit Sauerteig ist also kinderleicht. *hüstel* oder besser ist für mich mit dieser Lektüre einfacher geworden.
Ich habe natürlich nicht nur gelesen, sondern auch gebacken und wieeeee. Wie ein Weltmeister, okay, wie ein kleiner Weltmeister.
Mein erstes richtiges Brot ohne Backmischung, ohne Brotbackautomat und ohne Hefe ist super geworden. Ich freue mich wie ein Schneekönig und meine Begeisterung kennt fast keine Grenzen. Wie es aussieht wird es demnächst im Büdchen wieder öfters Schnittchen geben.
Das ich von dem ursprünglichem Rezept etwas abweichen musste verstehst Du sicher, denn parallel zum Buch habe ich noch einige Blogs durchschnüffelt und die Topfbrote haben mir sehr gefallen. Also lag es auf der Hand dass ich mein Brot im Topf gebacken habe, mit dem Ergebnis, dass ich ein wunderbares, weiches Brot mit einer fantastischen Kruste bekam.
Roggensauerteigbrot:
Vorteig am Abend vorher:
100 g Roggensaueransatz
300 ml lauwarmes Wasser
180 g Roggenmehl
Sauerteigansatz, Wasser und Roggenmehl in einer großen Rührschüssel vermischen. Mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht bei 22 – 24 Grad ruhen lassen.
Am nächsten Tag:
Sauerteig vom Vortag
500 g Roggenmehl
100 ml lauwarmes Wasser (mit dem Wasser vorsichtig umgehen, lieber weniger nehmen)
200 ml Buttermilch
20 g Salz
Alle Zutaten vermischen und wieder mit Folie abdecken. Nun innerhalb von 3 – 5 Stunden auf die doppelte Größe gehen lassen.
Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsplatte stürzen und mit mehligen Händen zu einer Kugel falten.
Ein Gärkörbchen kräftig mit Mehl bestäuben, die Teigkugel mit der glatten Seite nach oben hineinlegen und den Brotlaib auf das Doppelte gehen lassen.

Und jetzt kommt´s, in den Backofen einen Gusseisernen Topf mit Deckel stellen und den Backofen samt Topf auf 250 Grad aufheizen. Nach guten 20 Minuten müsste der Topf heiß sein. Nun den Topf auf eine feuerfeste Unterlage stellen, Deckel abnehmen, Teigkugel mit der glatten Seite nach oben in den Topf geben, sofort wieder mit dem Deckel verschließen und in den heißen Backofen geben. Das Brot nun 15 Minuten mit Deckel backen. Die Temperatur auf 220 Grad reduzieren, den Deckel abnehmen und 25 bis 30 Minuten fertigbacken. Die Krume wird genial kross und innen bleibt das Brot himmlisch weich.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Ich war essen in Essen…

…aber nicht nur essen, sondern auch trinken, schauen, lesen, zuhören und nicht zuletzt zum Quatschen. Ich, das Klärchen, war zur Buchpräsentation eingeladen!!! Es sollte köstlich in „lecker werden“ zugehen und es war vortrefflich in der Kochschule „lecker werden“.
Ja, genauso hieß der Veranstaltungsort, eine Kochschule, in der die ganze Darbietung stattfand, einfach nur ein Genuss.
Okay, dieser Event war schon im November! Du denkst gerade, nichts ist älter als die Nachricht von gestern und diese hier ist älter wie die von Vorgestern?! Das Argument hat durchaus Berechtigung, passt in diesem Fall aber nicht so ganz. Bücher haben immer Saison und gerade dieses.
Solltest Du im Laufe des Jahres mal ein “Männergeschenk“ benötigen, habe ich hier jetzt genau das richtige Mitbringsel und Du wirst Dich spätestens dann freuen heute von mir einen Tipp bekommen zu haben.
Veröffentlicht wurde ein “Männer“-kochbuch! Aber aus dem Frauen genauso gut kochen können und die Speisen, man höre und staune, sogar den Mädels schmecken. Das Buch stammt aus dem Fackelträgerverlag und der Autor ist kein geringerer wie Patrick Jabs der in NRW durch die Sendung Kochalarm im WDR bekannt wurde. Jetzt kannst Du Dir denken, dass Du im WDR nicht so einfach eine Sendung bekommst, wenn Du ein schlichter Wald- und Wiesenkochtopfrührer bist.
Ist Herr Jabs auch nicht!
Du glaubst, nur alleine sein Buch zu kennen reicht nicht für eine Meinung aus?!
Ich gebe Dir recht, aber Herr Jabs hat uns verwöhnt und zwar nach Strich und Faden. Vor meinen Augen werkelte er an den Töpfen und Pfannen, brutzelte und briet, rührte und probierte, verteilte und dekorierte.
Das Ergebnis durften wir probieren und ich kann Dir sagen, es hat sich gelohnt.
Die kleinen Probierköstlichkeiten machten Neugierde auf das neue Buch, das übrigens sein Erstes ist. Und es macht auch noch Lust auf selber Kochen. Natürlich hat er uns auch etwas zu dem Buch erzählt, wie es z.B. entstanden ist, oder dass jedes Gericht in der Kochschule gekocht, fotografiert und anschließen gegessen wurde.
Die drei Tenöre Meister ihren Fachs, Herr Patrick Jabs (Autor und Koch) Frau Bianca Killmann (Koautorin) und der Fotograph Philipp Schäfer werkelten eineinhalb Jahre an der Fertigstellung bis sie uns das Meisterstück präsentierten. Sämtliche Speisen wurden natürlich von Herrn Jabs persönlich gekocht und zusammen mit Herrn Schäfer gegessen. Die beiden Männer, der Koch und der Fotograph, waren manchmal so in ihren Elementen, dass die Teller schneller leer waren, als die Fotos gemacht wurden.
Wieso erinnerte mich das so sehr an Herrn GB?
Wie schon erwähnt, zur Buchpräsentation wurden wir so richtig verwöhnt. Nicht nur dass die Drei mit Rede und Antwort auf unsere Neugierde eingingen, jede Frage mit Geduld und Fachwissen beantworteten, wir wurden auch genussvoll bekocht und freundlichst bedient.  Herr Jabs und sein Team haben da wirklich in jeder Hinsicht eine tolle Leistung abgeliefert.
Das Buch trumpft auf mit 60 leicht umsetzbaren Rezepten auf und für die Einführung  hat sich Ralf Bos Verantwortlich gezeigt. Es werden Küchentechniken wie auch Zubehör erklärt. Unterschiedliche Garmethoden definiert, die Tiefen der Warenkunde angerissen, auf die Zubereitung und Verwendung von Fonds eingegangen, die Wichtigkeit von Saucen und Dressings erläutert
Es folgen Rubriken mit Suppen, Fleisch, Fisch, Pasta, Risotto, Gemüse und nicht zu vergessen die Desserts.
Am Ende gibt es für den Leser noch Einblicke in die Kochschule in Essen, Bilder vom Team, Angaben zur Internetseite und die Adresse der Kochschule.
Was natürlich auch nicht fehlen darf ist des Register der Rezepte.
Wie schon erwähnt ist das Buch im Fackelträger-Verlag erschienen, hat 224 Seiten und ist unter der ISBN-13: 978-3771645137 erhältlich. Es hat ein festes Hardcover und in sehr stabiler Ausführung
A
uch als Frau macht es Spaß Rezepte aus dem Männer-Buch nachzukochen und die Rouladen, die ich nachgekocht habe werden einen festen Platz auf unserem Speiseplan bekommen.
Rouladen:
4 Scheiben Rinderoberschale á 120 – 140 g
8 Scheiben durchwachsener Bauchspeck
2 Esslöffel Senf
2 Esslöffel geräuchertes Paprikapulver
1 dicke Essiggurke geviertelt
1 Zwiebel geviertelt
Salz und Pfeffer
Sonnenblumenöl
4 Möhren
½ Knollensellerie
6 Zwiebeln
2 Esslöfffel Tomatenmark
500 ml Rotwein
2 Liter Rinderbrühe
Den Senf mit dem Paprikapulver mischen. Die Rouladen ausbreiten und mit der Paprikamischung bestreichen.Je 2 Scheiben Speck, ein Viertel Gurke und ein Viertel Zwiebel auf die Rouladen legen und die Rouladen stramm aufrollen und mit einer Rouladennadel feststecken. Die Rouladen Salzen und Pfeffern und in einem großen Topf mit Sonnenblumenöl von allen Seiten kräftig anbraten.
Das Fleisch herausnehmen. Das Wurzelgemüse in kleine Würfel schneiden und ebenfalls anbraten. Tomatenmark zufügen und kurz mit anrösten. Mit etwas Rotwein ablöschen und etwas einkochen. Diesen Vorgang noch 3 x wiederholen bis ein dunkler Ansatz entstanden ist. Die Rouladen wieder in den Topf geben und mit der Brühe auffüllen. Den Topf mit einem Deckel verschließen und gut 1 bis 2 Stunden leicht köcheln lassen, bis die Rouladen weich sind. Die Rouladen aus den Topf nehmen und bei 80°C im Backofen warm stellen. Den Bratensatz durch ein Sieb streichen, wieder in den Topf geben und nochmals etwas einkochen lassen. Eine zusätzliche Bindung ist eigentlich nicht erforderlich wie die Sauce durch das Gemüse schon sehr gut abgebunden ist.

Die Rouladen habe ich auf Kartoffelstampf mit Spitzkohl angerichtet.

Sonntag, 17. November 2013

Letzter Tag in dieser Woche, letztes Buch in dieser Woche...

Alle Rechte: Ariane Bille
Ich weiß, ich bin spät dran, heute ist der letzte Tag für eine Buchvorstellung. Also das soll nicht heißen, dass jetzt keine Bücher mehr ins Büdchen einziehen, oder sogar nicht mehr gelesen werden! Nur bei der Vorstellung wird mir schon ganz schlecht. Nein, im Rahmen der Buchwoche "jeden Tag ein Buch" ist heute der letzte Tag für eine Buchbesprechung.
Für heute habe ich mir ein Buch von Angelo Sosa ausgesucht. Mit dem Titel "Geschmack entscheidet" ist es im Jan Thorbecke Verlag erschienen und an dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich für die Unterstützung des Verlages bedanken.
Es ist ein Buch das sich mal so ganz von anderen Kochbüchern abhebt. Es heißt wohl nicht umsonst im Untertitel „Meine außergewöhnliche Aromenküche“
Die Rezepte sind geprägt von asiatischen Zutaten bzw. Gewürzen. Ganz klar Angelo Sosa beweist in diesem Buch schon dass er eine DER Kochgrößen ist. Vielfältige Kombinationen die man sonst nirgends findet, werden in diesem Buch geballt geliefert. 
Alain Ducasse hat das Vorwort zu diesem Werk verfasst. Na wenn das kein Zeichen ist. Es muss wohl schon etwas ganz besonderes sein, wenn Alain Ducasse sich die Zeit dafür nimmt.
Wie auch schon Herr Ducasse bemerkte, wurde jedes Rezept mit einer kleinen Geschichte begleitet und steht unter dem Stern der Kreativität.
Die ansprechenden warmen Fotos wurden von William Brinson beigesteuert.
So machen nicht nur die Rezepte Appetit.
Der Aufbau der Lektüre ist mal so ganz anders, was mich im ersten ansehen zwar etwas überraschte, aber wenn man sich mit dem Konzept befass, durchaus Sinn macht.
Nach dem Vorwort und der Einleitung geht es mit süß weiter. Falls Du jetzt glaubst die Desserts kommen als erstes, liegst Du falsch. Süß ist nicht gleichzusetzen mit Dessert, sondern es geht lediglich um den Geschmack süß. Hier findest Du eine Süße Tomatensuppe mit Currysahne oder Gegrillte Entenbrust mit Honig-Pfeffer-Glasur.
Nach süß kommt salzig, rauchig, bitter, sauer, umami, scharf, erdig und zum guten Schluss nussig.
Gleich am Anfang in den Rezepten findest Du neben den Portionsangaben die Zubereitungszeit und Angaben zum Geschmack. Hier werden von Herrn Sosa immer drei Angaben gemacht die den Geschmack in dem folgenden Gericht bestimmen.
Hühnchen in Soja-Tee-Marinade wird von umami-erdig-duftend bestimmt.
Nach den genannten Angaben folgt immer die bereits schon erwähnte kleine Geschichte. Immer sehr interessant und informativ.
Ebenfalls die Rezepte selbst, sie sind gut beschrieben und die Erklärungen sind ausführlich und detailliert.
Allerdings habe ich auch eine Anmerkung die mir weniger gut gefällt. In einigen Rezepten wird bei Zutaten auf ein anderes Rezept verwiesen und oft findet man dort eine Beschreibung wie die Zutat hergestellt wird. Das finde ich eher unpraktisch denn im schlimmsten Fall muss ich erst einmal ein Rezept nacharbeiten um ein anderes Gericht zubereiten zu können.
Das schmale Hochkantformat ist ungewöhnlich 28,8 x 17,8 x 2,2 cm und mit einem Hardcover im zusätzlichen Schutzeinband.
Es hat 208 Seiten und die ISBN: 978-3799503792 und wie schon erwähnt, im Jan Thorbecke Verlag erschienen.
Das sympathische Buch endet mit einem alphabetischen Register und letztendlich mit Danksagungen an, ihm wichtige, Wegbegleiter.
Ich habe mich für ein Rezept mit dem Geschmack bitter-säuerlich-kräuterwürzig entschieden.
Würdest Du bei dieser Geschmacksvorgabe auf Kartoffelsalat tippen? Ich hätte es nicht vermutet, aber ob Du es glaubst oder nicht, es ist einer der besten Kartoffelsalate die ich bisher gegessen habe.
Also im Büdchen gibt es ja selten Wiederholungen, aber dieser Salat steht auf der Liste für Wiederholungstäter. Probier es aus, Du wirst mir sicher zustimmen.
Kartoffelsalat mit Senfkörnern und Dill:
450 g mehlige Kartoffeln (war für mich ungewöhnlich, ich verwende gewöhnlich festkochende)
Meersalz
55 g Butter
3 Esslöffel gelbe Senfkörner
3 Esslöffel Dijon-Senf
2 Esslöffel Mayonnaise
60 ml Reisessig
2 Esslöffel Zucker
50 g fein geschnittene Schalotten (oder feinwürzige rote Zwiebeln)
3 Esslöffel fein gehackter frischer Dill und einige Dillspitzen für das Anrichten.
Die Kartoffel mit der Schale im Salzwasser ca. 20 Minuten gar kochen. Kartoffeln abgießen, abkühlen lassen, pellen, in Stücke (Scheiben) schneiden und abgedeckt zur Seite stellen.
Die Butter in einer kleinen Pfanne zerlassen und die Senfkörner darin rösten bis sie anfangen aufzuplatzen.
Die Butter mit den Senfkörnern in eine Schüssel geben. Den Senf und die Mayonnaise ebenfalls zugeben. Alles zusammen über die Kartoffeln geben und vermischen. Den fein gehackten Dill ebenfalls unter die Kartoffeln mischen
Nun den Zucker mit Salz und dem Essig gründlich verrühren bis sich der Zucker und das Salz aufgelöst haben. Die fein geschnittenen Schalotten in das Essiggemisch geben und ziehen lassen. Nach einiger Zeit die Schalotten herausheben und zu den Kartoffeln geben.
Mit einigen Dillspitzen anrichten. Wir haben den Salat mit klassisch paniert gebratenen Kabeljau gegessen, ich denke schon alleine wegen dem Senfgeschmack passt gebratener Fisch hervorragend. Ein Glas spitziger Weißwein macht diesen Gang rund.

Freitag, 15. November 2013

Herbst, Kastanien, Suppe oder einfach nur Buch 4...

Passend zur Bücherwoche "Jeden Tag ein Buch" und natürlich zur Jahreszeit ist ein außergewöhnliches Buch im Büdchen eingetroffen.
Alle Rechte: Ariane Bille
Also eingetroffen ist es schon vor Wochen, aber irgendwie war der richtige Zeitpunkt die Rezepte auszuprobieren noch nicht gekommen. Erst war es noch zu sommerlich, dann fehlte das Equipment, die Maronenernte hatte noch nicht begonnen und zum guten Schluss wollte ich mir dieses Buch als eins meiner kleinen Schmankerl für meine Rezensionen in dieser Woche aufheben.
Du kennst den 99Pages Verlag? Nicht? Hmm, das ist schade denn es ist ein Verlag der, so jung er selbst auch ist, seine Bücher entsprechend frisch und modern darbietet. Ein Verlag der von außergewöhnlicher Art geprägt ist sich zu präsentieren.
Das Buch das ich jetzt in Händen halte ist überaus interessant aufgemacht. Von Langeweile keine Spur, was ich recht witzig finde, dass 99Pages nicht nur der Name des Verlags ist, sondern die Bücher nach diesem Konzept aufgelegt werden. Jedes Buch aus diesem Verlag hat meines Wissens 99 Seiten. Bei diesem Buch findest Du auf 99 Seiten alles zum Thema Kastanie und genauso ist auch der Titel des Buches und das möchte ich Dir heute vorstellen. Was der Unterschied zwischen Kastanie und Marone ist, weiß ich zwar noch immer nicht, dafür habe ich aber fantastische Anregungen und Rezepte zur Verarbeitung dieser fast vergessenen Baumfrucht bekommen. Also Vergessen im Sinne der Kulinarik, Kastanienmännchen zu basteln hat in Deutschland mindestens genauso Tradition wie der Tannenbaum zu Weihnachten. Sicher findet man heutzutage wieder mehr Maronistände auf Weihnachtsmärkten als früher.
Auch ist sie beim Gänseessen eine Wichtige Komponente die genauso wenig fehlen darf wie die Klöße und der Rotkohl, evtl. gibt es noch ein Dessert mit einer Maronencreme, aber dann hört es meistens auch schon auf. Okay, in Deiner Region nicht? Wohnst Du evtl. in Frankreich, im Süden Deutschlands oder gar in Italien?
In Südtirol gibt es traumhafte Speisen mit Maronen, im Ruhrgebiet musst Du für derartige Gaumenkitzel selber sorgen.
Mit diesem Buch alles kein Problem mehr.
ClaudeBrioude, der Meister der Rezepte in diesem Buch hat die Kastanie in allen Facetten auferstehen lassen. Als rustikale Bratenfüllung, kräftige Konfitüre, Süppchen, Pasta, Cremes und Kuchen, der Vielseitigkeit Kastanie hat er keine Grenzen gesetzt.
Jedes seiner Rezepte plante er mit einer kleinen Skizze. Aber die Krönung, diese reizenden Skizzen sind ebenfalls abgedruckt. Sehr liebevoll und wunderhübsch.
Zwischen den Rezepten ist das Buch immer wieder mit Wissenswertes und auch Historisches über die Kastanie ausgestattet. Natürlich auch da wieder gefolgt von reizvollen Bilder die auf diese wiederbelebte Frucht aufmerksam machen. Wusstest Du dass die Kastanie mal als Zahlungsmittel, als Tauschwährung und Witwenrente diente?
Für die ansprechenden Fotografien ist Ansgar Pudenz verantwortlich. Sie drücken Behaglichkeit und Wohlgefallen aus. Sie machen Lust auf Herbst für die die Marone ja regelrecht Sinnbild ist.
In den Texten ist immer wieder die Rede davon, dass die Kastanie derzeit ihre Renaissance erlebt, dem kann ich nur zustimmen. Die Texte stammen aus der Feder Rainer Schillings und sind wunderbar interessant aufgeführt. Ein tolles Trio das sich da gefunden hat. Das Ergebnis ist ein rundum sympathisches Werk im schwarz/weiß gehaltenen Hardcover mit Schutzumschlag. Das handliche Format von 25,6 x 20 x 1,8 cm ist gerade so groß das es in der Küche auf der Arbeitsfläche nicht zuviel Platz einnimmt. 17 Rezepte auf 99 Seiten verteilt (okay es sind 104 Seiten, aber nur weil am Anfang noch das Register hinein musste.
Im Handel ist es unter der ISBN: 978-3942518130 erhältlich und wie schon erwähnt, im 99PAGES Verlag erschienen.
Wie schon geschrieben, mit diesem ansprechenden Buch sind die Maronen auch wieder ins Büdchen eingezogen und werden mit Sicherheit noch einige Male in diesem Winter zum Speisenhauptdarsteller avancieren.
Für heute habe ich ein Maronensüppchen mitgebracht. Meine anderen Experimente, wie Ravioli mit Kürbis-Maronenfüllung,  stelle ich Euch demnächst vor.
Kastanien-Samtsuppe mit Sellerie-Gemüsewürfeln und Nuss-Schäumchen:
500 g frische Kastanien
8 gekochte Kastanien
1 Liter Vollmilch
1 Selleriestaude
8 hauchdünne Scheiben Brot
Einige Sellerieblättchen
Salz und Pfeffer
Die Kastanien schälen, ein Drittel der Selleriestaude in feine Würfel schneiden und zusammen mit den Kastanien in der Milch kochen bis die Kastanien zerfallen. Den restlichen Sellerie ebenfalls würfeln und in einer Pfanne dünsten. Die vorgekochten Kastanien in Scheiben schneiden und kurz in einer Pfanne mit etwas Nussöl anbraten. Die Suppe mit einem Purierstab aufmixen und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Die Brotscheiben toasten
Für das Nuss-Schäumchen:
250 ml Wasser
25 ml Nussöl
3 g Soja-Lezithin
Wasser mit Nussöl und Soja-Lezithin in einem Topf eine Minute lang aufkochen. Danach mit dem Pürierstab kräftig aufschäumen.


Vor dem Servieren die gedünsteten Selleriewürfel in die Suppe geben, Suppe auf Teller verteilen und mit den Brotscheiben, gebratenen Kastanienstücken, dem Nuss-Schäumchen und Sellerie- oder Petersilienblättern servieren. Ich habe übrigens noch ein Jakobsmuschelspieß dazugemogelt, der ganz fantastisch passte.