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Montag, 11. Februar 2013

Für heute Chips auf die Schnelle, ist doch Rosenmontag…

Ja sag mal, hast du das schon mal erlebt, Du hast Besuch eingeladen, willst Dir mit ihm einen schönen Abend machen und Du hast nichts zum knabbern im Haus? Du kannst mir jetzt nicht erzählen, Du wärst jetzt so ganz cool und lässt Dir einfach mal nichts anmerken. Ich gebe ja zu, ich habe auch nicht immer die große Lust auf Käsefüße oder Gissini und die sind ja auch nicht innerhalb einer halben Stunde fertig. Aber so gar nichts hinstellen ist auch doof, oder? Aber jetzt habe ich für Dich die Lösung. Nein, ich schick Dich jetzt nicht zur Tanke, wo denkst Du hin. Also bitte! Etwas Einsatz musst Du schon bringen. Was hältst Du von selbstgemachten Kartoffelchips? Kaufen kann doch jeder, aber diese sind so genial und der Hammer, mit den Fettigen aus der Tüte nicht zu vergleichen. Aber ich gebe Dir einen Tipp, mach dir die doppelte Menge von der Menge, von der Du glaubst Du benötigst sie. Du wirst sehen, es wird nicht reichen, bei mir war es bisher immer Zuwenig. Aber probier es einfach aus.
Du schälst 5-7 festkochende, große Kartoffeln. Mit einem Hobel auf ganz dünner Stufe hobelst Du die Kartoffeln in Scheiben. In kaltem Wasser wäschst Du die Kartoffelscheiben, bis die Stärke gut abgewaschen ist, dann legst Du die Kartoffelscheiben auf Küchenrolle und trocknest sie gut ab.
Ein bis zwei Teelöffel vermengst Du mit Salz. Die Kartoffelscheiben gibst Du in eine Schüssel und vermischt sie mit dem Salz-Öl-Gemisch. Backbleche mit Backpapier auskleiden. Die Kartoffelscheiben auf den ausgekleideten Backblechen auslegen. Die Kartoffelscheiben sollten sich nicht berühren.
Du backst die Kartoffelscheiben im Backofen auf 180° C den Du vorher aufgeheizt hast. Nach 25 Minuten solltest Du ein waches Auge auf Deine Chips haben, jetzt geht es eigentlich wirklich nur um Sekunden bzw. Minuten, aber spätestens nach 30 Minuten sind sie garantiert goldbraun gebacken und knusprig.
Du holst sie aus dem Backofen und lässt sie kurz auskühlen, sie lösen sich wie von selbst vom Backpapier. Einfach in eine Schüssel geben und servieren.
Sollten sie ihre Knackigkeit verlieren, kannst Du sie wieder aufpeppen indem Du sie für 10 Sekunden bei 600 Watt in die Mikrowelle gibst, wieder abkühlen lassen und weiter knuspern. So, und jetzt kannst Dich auf Deinen Rosenmontagbesuch freuen.


Dienstag, 4. September 2012

Füße zum Knabbern oder Hände im Dip…

Das hätte ich mir mal als Kind erlauben sollen, ich glaube meine Mutter hätte vor Entsetzen am Kronleuchter gehangen.
Füße zum knabbern gab es hier im Büdchen ja schon, sicher könnt Ihr Euch noch an die Käsefüße erinnern. Aber dass ich jetzt auch noch mit den Händen esse, das hättet Ihr sicher auch nicht von mir erwartet. Also ich habe schon ausgesprochen gute Tischmanieren mitbekommen, aber wer möchte nicht mal mit den Fingern im Dip stecken?! Die Idee ist mir gekommen als ich neulich diese schönen roten Kekse gebacken habe. Die Anregung habe ich im Dörrbuch bekommen. Eigentlich wollte ich nur bunte Fische backen, aber dann kam mir die Idee den Teig mit den Handformen auszustechen.
Jetzt schau mal, würdest Du mit diesen Händen nicht auch gerne in einem leckeren Dip herumpatschen?

Rote-Bete-Kekse
50 g getrocknete und gemahlene Rote Bete
150 g Mehl
Salz nach Geschmack
100 g Schweineschmalz
1 Eigelb
2-3 Esslöffel Rote-Bete-Saft (wenn kein Saft vorhanden ist kann man auch Wasser mit etwas Rote-Bete-Pulver färben)

Alle Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten, zu einer Kugel formen, in Folie einwickeln und ca. 30 Minuten kühlen.
Den gekühlten Teig dünn ausrollen und mit gewünschter Form (bei mir waren es Fische und Hände) ausstechen.
Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und 20 Minuten im vorgeheizten Backofen backen.
Die Kekse nicht zulange backen, sonst werden sie hart.



Dienstag, 7. Juni 2011

Ein Geschenk, ganz ohne Rosinen und ohne Marzipan…

Hab ich ja gestern voller Stolz schon angekündigt, genau heute pünktlich vor einem Jahr wurde dem Büdchen Leben eingehaucht. Das Gourmet-Büdchen feiert heute den ersten Geburtstag und ich habe eine riesige Freude wenn ich sehe, was in dem kleinen Büdchen alles bereits steckt.
Gekocht habe ich ja schon immer super gerne, ein Faible für Kochbücher muss einer meiner Gene sein und das Verlangen lebe ich seit Urzeiten aus. Die erste Tupperschüssel mit Gelinggarantie für Hefeteige habe ich mir im stolzen Alter von 17 Jahren zugelegt. Ich weiß sie hatte damals einen stolzen Preis von über 20 DM, was für mich schon fast ein kleines Vermögen war. Das ist über 30 Jahre her und ich habe sie noch immer. Interessant finde ich die Geschmacksepochen die wir durchgemacht haben und noch schöner wie das eine oder andere Gericht in moderner Version die Auferstehung derzeitig feiert. Der Hawaii-Toast darf selbst heute in keiner Studentenbude fehlen. Das letzte Jahr mit dem Gourmet-Büdchen hat mir so enormen Spaß gemacht und ich frage mich mal wieder wo ist die Zeit geblieben. Gelegentlich schaue ich meine Fotoalben durch und stelle immer wieder fest wie viel von mir nicht veröffentlicht wurde. Außerdem bin ich mit so vielen liebenswerten Menschen in Kontakt gekommen, die mittlerweile genauso zu meinem Alltag gehören wie das Büdchen. Aber ich denke das ist nun mal so bei Stammkundschaft.

Zum Festtag gibt es heute hier im Büdchen etwas ganz besonderes, natürlich ein Geschenk.
Außerdem läuft ja auch noch immer der Geschenke-Event bei Zorra im Kochtopf-Blog und ich denke dieses leckere Geschenk sollte über die Grenzen des Büdchens hinausgetragen werden.
Blog-Event LXVIII - Geschenke aus der Küche
Kokos-Keks-Kugeln sehen nicht nur wunderschön aus, sie sind auch wirklich sehr lecker. Ein Geschenk, ganz ohne Rosinen und ohne Marzipan…

50 g Löffelbiskuits
1 Esslöffel Rum (ich nehme immer Stohrum wie Herr Lafer)
150 g weiße Schokolade
50 g Sahne
30 g Kokosraspel

Die Löffelbiskuits zerbröseln ( z.B. im Blitzhacker, hier kommt der Elektrogerätejunkie durch). Die Schokolade in Stücke hacken und mit der Sahne in eine kleine Metallschüssel geben und über ein heißes Wasserbad langsam unter rühren schmelzen. Nun die Keksbrösel einrühren und ebenfalls den Rum tröpfchenweise dazugeben. Alles gut verrühren. Nun im Kühlschrank gute 2 Stunden kühlen. Wenn die Masse fest ist, mit einem Teelöffel kleine Kugeln abstechen, mit kalten Händen schnell zu Kugeln formen. Die Kokosraspeln sollen parat in einem Schüsselchen bereit stehen. Die Kugeln in die Kokosraspeln geben, das Schüsselchen schwenken und die Kugeln so rundherum mit Kokosraspeln bedecken. Die Kugeln auf eine Klarsichtfolie geben und wieder in den Kühlschrank stellen. Zum Lagern bis die Kugeln verschenkt werden in eine luftdichte Dose füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Man kann auch klein die doppelte Menge herstellen. Die einfach Menge ergibt ca. 20 Stück und sind bis zu 2 Wochen haltbar.

Verpackungstipp: Auf Trödelmärkten gibt es oft wunderschöne alte Kristallschälchen, hauchdünne Porzellantassen, kleine Bonbonieren oder Einzelteile von unvollständigen Service. Diese meistens für wirklich kleines Geld, ich denke über so ein Geschenk kann man sich auch durchaus freuen.

Dienstag, 31. Mai 2011

Präsente kann man doch auch selber essen…

 Irgendwie habe ich den Eindruck alle sind im Geschenkewahn, wenn ich es nicht besser wüsste würde ich annehmen wir haben kurz vor Weihnachten. Vor Weihnachten springe ich gelegentlich mal von einem Laden zum anderen und im Moment springe ich von einem Blog zum anderen. Dauernd zwischen Küche, Schlepptop, Keller und Büro. Überall liegt irgendwie Bastelkram herum, oder ich suche nach einem Rezept. Mal muss ich Etiketten ausdrucken, bringe gerade fertiggestellte Geschenke in den Keller, suche nach neuen Anregungen oder stehe in der Küche und probiere neue Geschenke aus. Herr GB der fleißig die Wände im Esszimmer aufreißt und alles unter Strom legt, weil ich mehr als 2 Steckdosen zukünftig in Beschlag nehmen will, ist sehr geduldig und kostet jeden Löffel den ich ihm zum Probieren gebe. Also bekommt er auch indirekt Geschenke für seine Arbeit. Aus dem Geschenkebuch  hatte ich ja das eine oder andere Rezept schon nachgebastelt und jetzt stand das Caponata Siciliana und die Mozzarellakugeln im Kühlschrank und lachten uns an. Klar hätte ich jetzt irgendein leckeres Brot bei unserem Bäcker kaufen können, aber das wäre stillos gewesen. Also habe ich das erste Buch von Frau Stich hervorgekramt und die super köstlichen Pittole gemacht. Einfach so als kleines Geschenk für meinen Schatz der mal wieder unser „Nest“ so herrichtet, dass ich mich wohlfühle.Die wundervollen Pittole passten hervorragend zu meinen Geschenkevorräten und da ich in dieser Woche wohl kaum zu einem Besuch komme, bei dem ich ein Mitbringsel loswerden könnte, essen wir es eben selber. Präsente kann man doch auch selber essen…
Die Pittole waren schnell gemacht.

300 g Mehl und etwas Mehl zum Kneten
1 Teelöffel Salz
20 g frische Hefe
1 Prise Zucker
2 Esslöffel Olivenöl
200 ml lauwarmes Wasser

Zum Frittieren:
2 Knoblauchzehen
Einige Zweige Rosmarin
Olivenöl

Die Hefe mit dem Zucker und dem Wasser auflösen. Mehl mit dem Salz mischen und die aufgelöste Hefe dazugeben. Ebenfalls das Olivenöl. Aus diesen Zutaten einen geschmeidigen nicht klebenden Teig kneten. Sollte er kleben,, ggf. etwas Mehl zufügen. Wenn man ihn gut durchgeknetet hat zu einer Kugel formen mit etwas Mehl bestäuben und mit einem feuchten Tuch abdecken und gehen lassen. Der Teig sollte sich gut um das doppelte vergrößern.
Zwischenzeitlich den Knoblauch schälen und den Rosmarin waschen und trocknen. Das Öl, mindestens so viel dass es 3 cm hoch im Topf steht, erhitzen. Es sollte die 180°C nicht überschreiten. Die Knoblauchzehen und den Rosmarin zum Öl geben und das Öl damit aromatisieren.
Den Teig fingerdick auf einer bemehlten Fläche ausrollen und Quadrate schneiden von 4x4 cm.
Diese Teigstücke in das heiße Öl geben und frittieren bis sie goldgelb sind.
Richtig sind sie wenn sie aufgehen wie ein kleines Kissen. Während des Frittierens die Teigstücke mehrmals wenden. Wenn sie die gewünschte Farbe haben, aus dem Öl heben und auf Küchenpapier das überschüssige Fett abtropfen lassen.
Warm gegessen sind sie natürlich sowas von lecker, dass man sich kaum bremsen kann, aber auch kalt sind sie ein Hochgenuss. Übrigens, die kann man auch wunderbar verschenken, gerade die Grillzeit bietet sich an. Pittole kombiniert mit eingelegten Mozzarellakugeln und Caponata Siciliana, da wird das Grillwürstchen zur Nebensache.

Montag, 9. Mai 2011

Grissinis, das italienische Brotgebäck, weg mit einem Happs…

Bekomme ich Besuch und schaffe es nicht Brot zu backen, kaufe ich bei einem Bäcker in Bochum immer Brötchen-Konfekt. Das sind so kleine Minibrötchen die sind ratz fatz mit einem Happs weg. Mal so ganz unter uns, ich kaufe sowieso von vorneherein die doppelte Menge, denn eh wir zuhause sind ist die Hälfte eh schon weg. Mein Schatz ist sie ja gerne mal ebenso auf dem Weg nach Hause. Sie eignen sich aber auch genial als Car-Food weil sie ja nicht krümeln, können sie ja auch nicht, sind ja, wie schon erwähnt, mit einem Happs weg.
Gestern kam Besuch ins Büdchen, nee nee, nicht weil Muttertag war, das Büdchen ist ohne Kinder, abgesehen von den Patenkindern bzw. Nichten, Neffen und eine kleine Großnichte die gerade mal ein Jahr alt ist. Ach das ist eine süße Knutschebacke, ich denke dieses Brötchen-Konfekt würde ihr auch schmecken, allerdings nicht mit einem Happs. Die kleine Maus würde es sich wohl erst mal mundgerecht zusammen sabbern.
Dabei fällt mir gerade ein, was haben Babys mit ihren Opis gemeinsam? Na, habt ihr eine Ahnung?
Während Ihr überlegt kann ich Euch ja mal erzählen, dass diesmal aus meinem Brötchen-Konfekt nichts geworden ist. Irgendwie ist mir alles Mögliche dazwischen gekommen nach Bochum zu fahren. Kein Ausflug nach Bochum, also auch kein Brötchen-Konfekt. Kurzerhand habe ich schnell selbst gebacken. Ein Gebäck, das auch mit einem Happs in den Mund passt, wenn man es nicht zu groß macht. Grissinis, das italienische Brotgebäck, weg mit einem Happs…

½ Würfel frische Hefe
1 Teelöffel Honig
250 ml lauwarmes Wasser
1 Esslöffel Olivenöl
420 g Mehl und Mehl zum ausrollen
1 Teelöffel Salz
2 Esslöffel Parmesan gerieben
3 Esslöffel Gruyère gerieben
1 Zweig frischen Rosmarin gehackt
1 Messerspitze Cayennepfeffer
2 Messerspitzen Fenchelsamen gemahlen
1 Teelöffel Paprika edelsüß
Grobkörniges Meersalz

Hefe in dem Honig und dem Wasser auflösen. Mehl mit Salz, Öl und der angesetzten Hefe gut vermischen und verkneten.
Den Teig zu einer Kugel formen, die Rührschüssel mit Olivenöl ausschwenken und anschließend die Teigkugel durch die Schüssel schwenken bis die ganze Teigkugel mit einem leichten Ölfilm bedeckt ist. Nun den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und locker 1-2 Stunden gehen lassen. Noch besser wer eine Gärstufe am Herd hat, sollte die nutzen.
Wenn der Teig gut sich verdoppelt hat ihn zusammen boxen und auf einer gut bemehlten Arbeitsplatte ausrollen. Nicht zu dick! Aus dem Teig bekommt man gut 2 Platten á 15x40cm.
Während der Gehzeit konnte man schon den Käse mit den Gewürzen vermischen.
Diesen nun auf die Teigplatten streuen. Den Teig von der breiten Seite aus einrollen und die Teigstange nun in lange Stäbe schneiden.
Die Stäbe in sich leicht verdrehen und auf ein mit Backpapier ausgelegtem Ofenblech legen. So vorgehen bis der ganze Teig verbraucht ist.
Die Stangen mit etwas Öl beträufeln und bei 200°C Ober- und Unterhitze im vorgeheizten Backofen 10-15 Minuten backen bis der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist.

Übrigens die Antwort zu meiner Frage, was die Babys mit ihren Opis gemeinsam haben lautet: keine Haare und keine Zähne. Na hättet Ihr es gewusst?

Sonntag, 1. Mai 2011

Wir waren eingeladen und ich hatte Käsefüße…

…im Gepäck. Boah, die waren so lecker und natürlich super frisch. Ich schenke ja gerne was aus meiner Küche, oder besser gesagt, etwas das in der Büdchenküche gefertigt wurde. Für kurzfristige Geschenke habe ich ja immer einen Joker im Ärmel, oder Blätterteig in der Gefriertruhe und jetzt im Frühling gedeiht das Basilikum auch wieder prächtig auf der Fensterbank.
Was Blätterteig mit Basilikum zu tun hat? Diese zwei Zutaten sind die beste Voraussetzung für ein spontanes Mitbringsel. Okay, das Olivenöl will ich Euch nicht unterschlagen und damit es ein richtig nettes Geschenk wird braucht man Ausstecher in Form von Füßen. Ja, richtig, Füße!
Jetzt ist nur noch die Frage wie Blätterteig, Basilikum, Olivenöl und Fußausstecher zu einer Überraschung werden und was das Ganze mit diesen Käsefüßen auf sich hat! Des Rätsels Lösung lautet: Parmesan! Aber ppppppssssst! Der Gatte vom Büdchen isst doch eigentlich keinen Parmesan.
Ich schreib Euch das Rezept, was eigentlich keins ist, mal auf. Eins ist sicher, der der dieses Gebäck nachbastelt hat dann auch Käsefüße…
Käsefüße:
5 Scheiben Blätterteig
2 Hände voll Basilikumblätter
50 bis 100 ml Olivenöl
3-5 Esslöffel geriebenen Parmesan
Basilikumblätter und Olivenöl mit dem Pürierstab pürieren.
Nun den geriebenen Parmesan zufügen bis eine sämige Masse entstanden ist.
5 Scheiben Blätterteig etwas ausrollen. Mit den Ausstechern Füße ausstechen und die einzelnen Füßchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Gut 1 bis 1,5 cm Platz zwischen den einzelnen Gebäckstücken lassen. Nun die Blätterteigfüße mit der Basilikummasse bestreichen und im vorgeheizten Backofen auf 180°C ca. 15 Minuten backen.
Das Gebäck gut auskühlen lassen und anschließend in kleine Klarsichttüten verpacken.

Dienstag, 19. April 2011

Geburtstagsboykott...

Irgendwie stecke ich noch im März und Schuld ist eindeutig Ostern. Seit Wochen warte ich auf dieses Fest und will Osterstimmung im Büdchen machen. Nur es war doch immer noch nicht der richtige Zeitpunkt und nun ist es keine Woche mehr hin. Sämtliche Dekohasen vom letzten Jahr wohnen noch im Keller, in ihrem Winterquartier bzw. Sommerwohnsitz. In jedem Jahr zieht hier ein neuer Hase ein, manchmal auch zwei und nach Ostern ziehen sie zu den Anderen. Ja und in den letzten Tagen war ich nur mit dem kulinarischen Teil von Ostern beschäftigt und deshalb sind sie alle noch unten schön eingepackt vor Sonnenstrahlen und Bodenfrost. Außerdem ist die Vorfreude auf Ostern schon wieder etwas abgeklungen, weil ich mich jetzt auf etwas anderes freue will und zwar auf meinen Geburtstag.
In diesem Jahr ist Ostern blöd, erst so spät und dann hab ich Ostersonntag auch noch Geburtstag. An Geburtstagen gehen Herr und Frau GB eigentlich immer chic essen, Ostern auch an einem Tag, nur wir zwei, ganz gemütlich und schön. Aber Ostern ist eben Ostern und Geburtstag ist eben Geburtstag. Ich will nicht beides an einem Tag haben! Ich will mich erst auf Ostern freuen und dann auf meinen Geburtstag und zwar richtig lange auf jedes Fest einzeln, so.
Außerdem gibt es zu Ostern immer Osterglocken und schöne Zweige die geschmückt werden und zum Geburtstag sind die Tulpen dran. Allerdings gibt’s vom Schatz immer einen dicken Strauß Rosen, den werde ich mir in diesem Jahr wohl auch vonne Backe putzen können, ich sach nur Ostermontag!!! Wenn ich mir so überlege, ich soll zu meinem Geburtstag Eier färben, wie blöd ist das denn?
Nööö, die bunten Eier werde ich erstmal boykottieren, da mach ich nur Soleier und vielleicht boykottiere ich auch den Geburtstag und geh nicht hin...


Für 18 Soleier braucht man ein großes Glas mit Deckelverschluss in dem die Eier zwischen 3 Tagen und einer Woche ziehen können. Die Eier werden hart gekocht, und mit dem Griff eines Messers leicht angeklopft, dass die Schale reißt aber nicht auf- oder abspringt. Die Eier müssen abkühlen und in der Zwischenzeit kann die Sole hergestellt werden. Dafür mischt man 1Liter Wasser mit 200 g Meersalz, kocht es auf und löst das Salz darin auf. Die Eier werden mit Lorbeerblätter, Nelken und Piment in das große Glas gefüllt. Nun die Sole über die Eier gießen bis die Eier komplett bedeckt sind. Es ist normal, das die Eier oben schwimmen, das liegt an dem Salzgehalt im Wasser.
Da wir zu einem Osterfeuer gehen und jeder Leckereien mitbringt, habe ich außerdem auch noch ein Glas Soleier mit Wachteleier gemacht.
Das ist das gleiche Verfahren wie bei den großen Hühnereiern.

Aber wie werden sie gegessen?
Zu den großen Soleiern reicht man Essig, Öl, Senf und Pfeffer.
Man halbiert das Ei, nimmt das Eigelb heraus, gibt in die Aushöhlung Essig und Öl. Setzt das Eigelb wieder ein, betupft es mit Senf und mahlt feinen Pfeffer auf. Und nun kommt der Moment!!! Die ganze Hälfte mit einem Haps in den Mund schieben. Die ganz Harten trinken einen klaren Schnaps nach.
Die kleinen Wachteleier werden etwas anders gegessen. Allerdings das Wachtelei auch nach dem Pellen halbieren, nun aber auf das Eigelb Balsamicoessig träufeln. Kein Senf, kein Öl, kein Pfeffer, aber auch mit einem Haps in den Mund. Bei so einem edlen Haps sollte man schon Wert auf einen richtig guten Balsamicoessig legen.
Es muss zwar nicht der sündhaft teure, in alten Eichenfässer dachbodengelagerte Essig sein, aber auf handelsübliche Balsamicoreduktionen oder auf diese karamellisierten Billigessige, sollte man sich selbst zur Liebe verzichten. Dann lieber einen anderen aromatischen, gutgereiften Essig nehmen.

Freitag, 7. Januar 2011

Fast alles geklaut, aber nicht die Vanilletrüffel…

Ich weiß ja nicht wie es Euch so geht, aber im Büdchen entstehen oft neue Gerichte aus Mangel an Zutaten die gerade nicht im Vorrat sind, nicht in die Jahreszeit passen,, oder beim Einkauf vergessen wurden. Manchmal auch aus einzelnen Bestandteilen verschiedener Gerichte aus verschiedenen Kochbüchern, die dann so lange gemischt werden, bis eben eine neue Speise, oder eine neue Speisenzusammenstellung gebastelt ist.
Manchmal klaue ich auch bei Bloggern, aber das ist von den Bloggern auch gewollt. Bisher ist mir noch kein Blogbetreiber untergekommen der enttäuscht war, wurde von ihm ein Rezept, oder ein Bestandteil eines Rezepts nachgekocht. Selbst wenn es als Anregung gedient hat, ist es doch schon ein Kompliment.
Ja und so habe ich es mir auch neulich im Blog bei Lamiacucina gedacht. Kurzerhand habe ich bei ihm geklaut, na so richtig geklaut ja nun auch nicht, ich habe etwas abgekupfert und zwar eine Trüffelabkühlhalterung. Er hatte die Halterung aus Zucchini für seine Tonkabohnentrüffel gebaut. Ich habe sie aus Schlangengurke für meine Vanilletrüffel hergestellt und die Vanilletrüffel sind nicht geklaut, die habe ich mir ganz alleine ausgedacht…


Vanilletrüffel:
200 g weiße Kuvertüre, grob gehackt
Mark einer Vanillestange
90 ml Sahne
30 g Butter
Ca. 100 g Zartbitterkuvertüre
2 Esslöffel Kakaopulver
Zahnstocher
Eine Schlangengurke oder eine Zucchini oder ein Apfel oder sonst irgendein Obst/Gemüse das als Halterung dienen könnte ;-)


Sahne, Butter, Vanillemark in einem Topf aufkochen, vom Herd ziehen und die grob gehackte weiße Kuvertüre darunter rühren. Dabei muss die Masse evtl. nochmals leicht erwärmt werden. Nun die Masse glattrühren. Abkühlen lassen, gut abdecken und im Kühlschrank erkalten lassen. Sollte sich die Creme trennen, mit etwas Sahne und dem Handrührer langsam wieder zu einer einheitlichen Masse rühren.
Nun mit einem kleinen Löffel Portionen abstechen und mit kalten Händen zu Kugeln (normale Trüffelgroße) formen.
Die Kugeln nochmals abgedeckt für ca. 2 Stunden zum kühlen in den Kühlschrank geben.
Zwischenzeitlich die Zartbitterkuvertüre schmelzen, die Gurke oder ähnlich halbieren und auf ein Brettchen legen. Zahnstocher in jede Kugel stecken. Jetzt jede Kogel in die Zartbitterkuvertüre tauschen und mit dem anderen Ende in die vorbereitete Gurke stecken. Nach dem Trocknen durch das Kakaopulver rollen bis sie gut bestäubt sind.