Freitag, 19. August 2016

Herr der Gartengemüse, oder Zucchinilasagne…

…jedes Jahr aufs Neue. Ich kenne kaum einen Gartenbesitzer der keine Zucchini im Garten hat, also vorausgesetzt er hat nicht nur ein Herz für Blumen, sondern auch ein kleines Eckchen Gemüsegarten.
Glaub mir, ich kenn so den einen oder anderen Gemüsegärtner, der immer sehr verblüfft ist, wenn wieder über Nacht eine Zucchinibombe herangereift ist. Meistens ist es nicht nur eine Frucht die von jetzt auf gleich zur Keule mutiert, in aller Regel machen sie sich als Familienbande im Gemüsebeet breit. Zum Ärger des Gärtners, denn so schnell kann er sie meistens gar nicht aufessen. Das wiederum ist oft eine freudige Nachricht für Nichtgartenbesitzer wie mich.
Letztens hatte ich wieder das große Glück eine Zucchini abzustauben und sie hatte genau das richtige Format für mein Mittagessen. 800 g brauchte ich und die geschenkte Rakete brachte stolze 892 g auf die Waage.
Man muss schon wissen was man mit der Frucht anstellen möchte, denn ist die Schale zu fest, das passiert leicht bei sehr großen Zucchini, dann sollten schnelle Garmethoden, oder Salatversionen, eher die letztere Wahl sein.
Die kleinen zierlichen hingegen eignen sich total super für Salat. Und wenn Du sie dann auch noch mit Radieschen, aromatischen Tomaten und einem Kresse-Senf-Dressing kombinierst, sind sie fast unschlagbar.
Aber Salat gab es im Büdchen nicht, denn das Zucchinigeschenk war größentechnisch etwas aus der Form geraten.
Wie bereits erwähnt, stolze 800und Gramm brachte sie auf die Waage. Wobei das Tolle ist, so ein Monsterdingen hat kaum Kalorien. Du kannst quasi essen bis zum Platzen, wenn die anderen Zutaten nicht zu Buche schlagen würden.
Ich habe die Zutaten soweit es ging recht kalorienarm gehalten, denn es sollte ja ein genussvolles leichtes Sommeressen werden.
Der Genuss war auf jedem Fall da und Zucchini zwischen Nudelblättern versteckt wird es garantiert demnächst wieder geben……allerdings nur, wenn mir nichts anderes einfallen sollte, denn oberstes Gebot im Büdchen *Keine Zeit ein Gericht zweimal zu kochen*.
Zucchinilasagne mit Schinken
800 g Zucchini (ich hatte eine stattliche große Gelbe)
1 Bund Petersilie, fein gehackt
1 Kugel Mozzarella (evt. fettreduziert)
200 g Kräuterfrischkäse (evt. fettreduziert)
200 ml Milch (evt. fettreduziert)
Salz, Pfeffer
200 g gekochten Schinken
200 g Hartweizengrieß, ganz fein als Mehl
2 Eier
1 Teelöffel Salz
Mehl mit den Eiern und dem Salz zu einem geschmeidigen Nudelteig verkneten. In Klarsichtfolie einwickeln und ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Anschließend entweder mit einem Nudelholz hauchdünn ausrollen, oder per Nudelmaschine zu dünnen Nudelplatten verarbeiten. Ich habe 8 dünne Platten daraus bekommen.
Die Nudelplatten etwas mit Mehl einstäuben und zur Seite legen.
Für die Zucchinimasse raspelst Du die Zucchini in feine dünne Stückchen. In einer recht großen Schüssel wird der Kräuterfrischkäse mit der Milch und der gehackten Petersilie gut vermischt. Mit Salz und Pfeffer reichlich würzen.
Die Mozzarellakugel in kleine Würfelchen schneiden und unter die Frischkäsecreme mischen. Ebenfalls die geraspelten Zucchini zum Käsegemisch geben und gut untermischen.
Den gekochten Schinken in kleine Würfelchen schneiden.
Nun alles in eine gefettete Auflaufform einschichten. Die Auflaufform sollte ca. 20x30 cm groß sein.
Zuerst mit etwas Zucchinigemisch den Boden der Auflaufform ganz dünn bedecken. Dann mit Nudelblätter das Gemisch komplett abdecken. Auf die Nudelblätter etwas Schinken verteilen. Dann wieder Zucchinimatsch.
Von nun an abwechselnd Nudelblätter, Schinken, Zucchinimatsch. Den Abschluss muss auf jedem Fall Zucchinimatsch machen.
Die Auflaufschale schiebst Du in den Backofen, der vorher auf 180°C vorgeheizt wurde. Nach ca. 30-35 Minuten ist der Auflauf fertig.