Sonntag, 31. März 2013

Frohe Ostern...

...wünsche ich allen meinen Lesern/Leserinnen und dass es jetzt ganz schnell Frühling wird...

Wer das Rezept für das Lämmchen haben möchte, verdoppelt einfach das Rezept vom Häschenkuchen das man hier findet.

Montag, 18. März 2013

Lemoncurd oder so…

…nie, nie, nie habe ich mich daran getraut. Aber alle Welt erzählte immer wie toll das Zeug schmeckt und dass man es unbedingt mal probiert haben müsste und wenn man es erst einmal probiert hat, will man nie, nie, nieeeeemals mehr darauf verzichten. Ja, ja, ich rede unverändert noch vom Lemoncurd.
Genau aus den genannten Gründen habe ich mal irgendwo ein kleines Glas zu einem sündhaft teuren Preis ergattert, mit dem Erfolg, dass Herr GB mich mit verwunderten Blick anschaute und mich fragte, ob ich zu heiß getrunken oder gegessen hätte und meine Geschmacksknospen mit Brandblasen besetzt wären.
Ich hatte meine Geschmacksknospen nicht beschädigt, aber dieses komische Zeugs, was sich Lemoncurd nannte, war schon eine harte Probe, wenn nicht gar ein terroristischer Angriff auf die Geschmacksnerven. Die Creme in dem kleinen Glas leuchtete zitronig Gelb, so verführerisch, so unglaublich verlockend. Gelb macht gute Laune, zum anschauen war das Zeug auch wirklich geeignet und ich hätte es wirklich nicht probieren sollen. Die Bindemittel in diesem Gemisch klebten einem förmlich den Mund zu. Richtig mehlig schmeckte es und ansonsten einfach nur sauer. Unangenehm sauer. Nicht die eigentlich spritzige Frische die man von Zitronen kennt, sondern genauso fies und abstoßend im Geschmack wie die unerträglichen Bindemittel. Die ersten paar Tage nach öffnen des Glases habe ich noch ganz tapfer mein Frühstücksbrot damit gegessen, bis zum Tag X an dem ich mir sagte: „Neee, Klärchen, jedes Gramm was Du auf den Hüften hast, sollen genussvolle Pfündchen sein und nur weil etwas weg muss, frisst Du dir nichts an was einfach nur ekelhaft ist!“
Das Glas wanderte halbvoll in den Müll! Ähhhh, das stimmt jetzt nicht ganz, der Inhalt wurde im Müll entsorgt, das Glas habe ich behalten, man weiß ja nie für was es nochmal gebraucht wird.
Soviel zu meinen ersten Berührungspunkten zu Lemoncurd. Für die ganzen Rezepte zu Lemoncurd in den verschiedensten Foodblogs war ich immun.
Dann im letzten Dezember bei der großen Wichtelaktion habe ich ein wunderschönes Wichtelpacket bekommen. Jetzt rate mal was unter anderem in dem Päckchen war! Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, genau meine Wichtelmama hat mir ein Glas Lemoncurd geschickt.
Erst habe ich mich gar nicht getraut es zu öffnen, bis Herr GB ganz neugierig fragte: „Was ist das, mach doch mal auf!“ Scheinbar hatte er das Ekelzeugs vergessen. Mit einem kleinen Löffel probierte er, spülte den Löffel ab und probierte nochmal. Die Löffelreinigungsaktion wiederholte er noch zwei oder drei Mal. Halt stopp, das ist mein Geschenk! Eh Herr GB sich komplett in das Glas knien konnte hatte ich auch einen Löffel am Wickel. Man oh man, war das eine Delikatesse.
Das Glas war ruck zuck leer gegessen, hätte ich wohl nicht erwähnen müssen, oder!?
Neulich hatte ich das große Glück richtig tolle Zitronen zu ergattert und ich hatte sie noch nicht nach Hause getragen, da stand ihre Bestimmung schon fest, LEMONCURD!
Jetzt musste ich erst mal nach einem vernünftigen Rezept suchen und dass ich schnell ein gefunden habe kannst Du dir ja denken.
Lemoncurd
2 Eier
2 Eigelbe
125 g Zucker
1 Prise Salz
125 ml Zitronen- und Limonensaft (Gemisch halb/halb)
Die Eier und Eigelbe mit dem Zucker vermischen und über ein warmes Wasserbad aufschlagen nach und nach den Saft zugeben und unverändert weiter schlagen.
Die Masse sollte solange geschlagen werden bis sie gut dicklich ist.
Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und nun 75 g eiskalte Butter Stückchenweise unterschlagen. Die Creme in Gläser füllen, abkühlen lassen und im Kühlschrank lagern. Das Lemoncurd sollte innerhalb von ca. 4 Wochen verbraucht werden.

 

Mittwoch, 13. März 2013

Seelachsfilet mit Couscouskruste, alles nur nicht trocken...

...jetzt frag mich nicht wie lange ich schon keinen Seelachs mehr gegessen habe. Als Kind habe ich den geliebt, also jetzt nicht wirklich geliebt, aber ich habe ihn gegessen und am liebsten mochte ich die Panade. Den panierten Seelachs gab es immer mit Kartoffelpüree und Senfsauce. Ach ja und nicht zu vergessen ein Schälchen grünen Salat und jetzt halt Dich fest! Das Dressing hat meine Mutter mit der heutzutage allseits verpönten Kondensmilch zubereitet. Soll ich Dir was sagen, es war total lecker, in die Salatsauce hätte ich mich hineinlegen können. Ich hab auch mal versucht diese Kondensmilchsauce zu fabrizieren, aber sie ist mir nicht gelungen. Nicht gelungen ist schon fast ein Kompliment, sie schmeckte eher ekelhaft. Bewundernswert was meine Mutter damals hinbekommen hat. Auch den Fisch hat sie immer super hinbekommen. Der Fisch mit Paniermehlpanade war nicht etwa trocken, nee, überhaupt nicht. Richtig saftig war er immer und in blendender Erinnerung, bis ich ihn dann mal selber gebraten habe. Von Stund an habe ich Seelachsfilet mit Paniermehlpanade und grünen Salat mit Kondensmilchdressing vom Speiseplan verbannt. Tja und ausgerechnet jetzt fällt mir dieses Rezept von dem Seelachsfilet mit Couscous-Kruste in die Hände. Ich war versucht den Seelachs in saftigen Rotbarsch auszutauschen, aber letztendlich dachte ich mir, ich mach es jetzt so wie im Rezept und fertig. Soll ich Dir was sagen? Das war eine super Entscheidung und von Trockenheit keine Spur. Zum Fisch gab es eine Gemüsepfanne, nur auf den grünen Salat mit der besagten Sauce hab ich verzichtet.
Mit den folgenden Zutaten müsstest Du für 4 Personen hinkommen.
Seelachsfilet mit Couscouskruste:
Pro Person ca. 200 g Seelachsfilet
2 gehäufte Esslöffel Couscous
75 ml heiße Gemüsebrühe
1 Esslöffel gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer
1 Ei, getrennt
4 Teelöffel Senf
Den Couscous mit der Brühe übergießen und gute 10 Minuten quellen lassen. Etwas abkühlen lassen und den Senf mit der Petersilie untermischen. In die abgekühlte Couscousmasse das Eigelb unterrühren und mit Pfeffer und Salz würzen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz schaumig schlagen. Den Eiweißschaum ebenfalls in die Couscousmasse geben.
Das Seelachsfilet in eine Auflaufschale geben und mit der Couscousmasse bestreichen. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft gute 20 bis 25 Minuten garen.
Ich habe dazu eine Gemüsepfanne mit Kartoffel-, Karotten- und Zucchiniwürfel serviert. Die Pfanne wurde mit reichlich Thymian gewürzt. Als i-Tüpfelchen gab es noch einen Kräuterquark dazu.

Dienstag, 12. März 2013

Es geht auch ohne Fleisch, wie wäre es mit Kartoffel-Blumenkohl-Curry?

Im Moment ist hier im Büdchen grüne Küche angesagt, was das genau heißt werde ich Dir noch in den nächsten Tagen genauer erzählen. Hier ist ein Buch eingezogen das ich aber nicht mal eben im Vorrübergehen erklären kann. Nee, das ist so toll, dafür benötige ich etwas mehr Zeit und weil ich es so schön finde, habe ich auch schon einiges daraus gekocht. Ich spanne Dich gerade auf die Folter? Ja, Du kannst auch mächtig gespannt sein. Es ist kein reines vegetarisches Kochbuch, sondern es animiert lediglich zu weniger Fleisch. Es geht nicht so dogmatisch vor wie reine vegetarische Kochbücher, aber es macht neugierig. So, mehr werde ich Dir heute aber nicht erzählen, dafür habe ich aber schon einmal ein richtig schönes Rezept für Dich. Vielleicht macht es Dich ja wissbegierig und Du freust Dich schon auf die nächsten Rezepte aus dem Buch. Den Reigen eröffne ich mit Kartoffel-Blumenkohl-Curry. Ein Rezept das absolut alltagstauglich und äußerst schmackhaft ist. Tja und so ganz nebenbei ist es auch noch total schnell gemacht. Das die Zutaten frisch sein sollen brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen, oder?
Kartoffel-Blumenkohl-Curry
2 rote Zwiebeln, geviertelt und in Scheiben geschnitten
600 g festkochende Kartoffeln geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten
1 kleiner Blumenkohl in kleine gleichmäßige Röschen geteilt
2 Esslöffel Sonnenblumenöl
2 Teelöffel Currypulver, mittelscharf
100 g ausgelöste Erbsen (hier habe ich geschummelt und TK-Erbsen gekauft)
70 g Ingwerwurzel
Salz
100 g Creme Fraiche, mein Töpfchen hatte 125 g und ich habe die komplette Creme verarbeitet.
In einem Topf mit schwerem Boden das Öl erhitzen. (ich habe einen Gusseisenbräter, der ist genial für dieses Gericht). Die Zwiebelscheiben in dem heißen Öl anbraten. Das Currypulver drüberstreuen und alles kräftig durchrühren, bis das Currypulver anfängt zu duften. Die Kartoffelwürfel und die Blumenkohlröschen zufügen, kurz mitbraten und mit Wasser ablöschen.
Das Curry mit Wasser soweit angießen, bis das Gemüse halb davon bedeckt ist. Auf kleiner Stufe knapp 35 Minuten köcheln lassen. Die Erbsen zufügen und gar ziehen lassen.
Den Ingwer reiben und gut ausdrücken. Wir benötigen nur den Ingwersaft. Den Ingwersaft zum Curry geben und das Curry mit Salz abschmecken. Evtl. noch mit etwas Currypulver nachwürzen. Die Creme frâiche untermischen und vielleicht einige Kartoffeln zerdrücken um eine Bindung zu erzielen. Bei Bedarf das Curry nochmals erhitzen, aber nicht mehr kochen lassen.


Dienstag, 5. März 2013

Mit Avocado-Eis den Frühling locken…

der letzte Samstag glänze mit Sonnenschein und machte so richtig Lust auf Frühling, allerdings brachte er auch diverse Nebenerscheinungen mit. Die Frühlingssonne ist eine ganz Gemeine, jedes Staubkrümelchen lässt sie erscheinen, als hättest du den ganzen Winter nicht einmal auch nur einen Putzlappen angesehen. Herr GB opferte sich und brachte die Autos in die Wagenwaschanlage. Wer mag schon mit Winterdreck auf dem Auto durch die Sonne fahren!? Den einzigen Vorteil den die Frühlingstage mit sich bringen, der Abend ist schneller da, eh Du Deinen Hausputz beendet hast und sobald die Sonne untergegangen ist, ist auch der Staubspuck vorbei und Du kannst Dich wieder ganz gelassen Deinen Hobby zu wenden. Ach Dein Hobby ist putzen? Dann komm doch mal vorbei, das Büdchen ist noch lange nicht frühlingsfein und während Du mit meinem Staub in den Krieg ziehst, zieh ich in die Küche und mach Dir ein super Avocado-Eis. Das hatte ich neulich für Herrn GB gemacht und er war von der Cremigkeit so begeistert, dass er das Avocado-Eis am liebsten als Standarteis im Büdchen einführen würde. Solltest Du jetzt keine Lust auf einen Frühlingshausputz im Büdchen haben, dann kannst Dir auch Dein Eis selber machen….
Avokadoeis:
450 g Avocadofruchtfleisch
100 ml Limetten und Zitronensaft
200 ml Sahne
6 Esslöffel Puderzucker
2 Esslöffel Läuterzucker
Das Avocadofruchtfleisch mit dem Saft und allen anderen Zutaten vermischen und mit einem Mixstab pürieren. Wer es besonders cremig haben will, der streicht die Masse durch ein feines Sieb. Die Creme entweder in eine Eismaschine geben und bis zur gewünschten Festigkeit gefrieren, oder die Masse in eine Metallschüssel geben,
eine Stunde gefrieren und dann halbstündlich gründlich durchrühren. Nach einer Gefrierzeit von 3 bis 4 Stunden ist das Eis verzehrfertig.