Dienstag, 9. April 2013

Linsen bringen Glück, aber wohl nur in Italien und zum Jahreswechsel…


…wie ich auf diese wahnwitzige Idee komme willst Du wissen? Kann ich Dir ganz genau sagen, ich hatte neulich Linsen gekocht, aber mein Glück hält sich in Grenzen. Wobei die Definition von Glück ja doch sehr auf die Perspektive ankommt aus der man die Situation gerade betrachtet. Neulich als ich in der Küche meine ungeschickten Turnübungen machte, ja da, da hatte ich Glück. Das ich endlich alle Daten meiner unterschiedlichen Computer bzw. Notebooks auf eine Festplatte abgespeichert und die einzelnen Rechner aufgeräumt habe, da fühlte ich mich auch irgendwie glücklich etwas geschafft zu haben. Aber jetzt ist dieses portable schei.. Dingen abgeschmiert und jetzt frag mich bitte nicht nach Glück. Meine kompletten Daten sind weg, wobei sie eigentlich nicht weg sind, also sie sind noch da, aber diese Festplatte die per USB-Anschluss gestartet wird, fährt nur kurz an und dann bleibt sie hängen. Ich könnte schreien. Ich habe das komplette Internet schon nach Reparaturmöglichkeiten abgesucht, aber egal was ich gefunden habe, ganz gleich mit welchem Experten ich gesprochen habe, alle sagen mir das Gleich das ich nicht hören will. Ich könnte heulen, ach nee schreien. Ich habe beschlossen mein Linsengericht das ich neulich gekocht habe jetzt mal so aus dem Kopf aufzuschreiben. Vielleicht bringt es mir ja doch etwas Glück und einer von Euch hat noch einen Tipp, was ich wegen meiner defekten Festplatte veranstalten könnte.

Jetzt schreibe ich auf jedem Fall mal das Rezept von den Linsen auf die ich neulich gekocht habe, vielleicht möchtest Du sie nachkochen und ich wünsche diese Linsen bringen Dir Glück.

Sahnekartoffeln mit Tellerlinsen

500 g festkochende Kartoffeln
100 g mehlige Kartoffeln
2 Esslöffel Olivenöl
250 g Tellerlinsen
3 rote Zwiebeln in feine Würfel
30 g geriebenen Ingwer
1 Teelöffel gemahlenen Koriander
½ Teelöffel gemahlene Nelken
½ Teelöffel gemahlenen Muskatblüte
1 Teelöffel gemahlenes Ingwerpulver
½ Teelöffel gemahlenen Zimt
Pfeffer und Salz
2 Teelöffel getrocknetes Korianderkraut
1 Prise Chilipulver
500 g Sahne
750 ml Gemüsebrühe
Die Linsen in kaltem Wasser innerhalb von 15 bis 20 Minuten bissfest kochen. Inzwischen die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Das Öl in einem Topf erhitzen, die Kartoffeln mit den Zwiebelwürfeln und dem geriebenen Ingwer anschmoren. Sämtliche Gewürze zugeben und mit Sahne und Gemüsebrühe ablöschen. Die Kartoffeln in dem Sahnegemisch knappe 20 Minuten garen.
Die gegarten Linsen abgießen und zu den Sahnekartoffeln geben.
Evtl. nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Montag, 8. April 2013

Schokoladen-Karamell-Tarte mit Walnüssen für den süßen Zahn…


…von Herrn GB. Von dem schönen Kochbuch "Grüner Kochen" habe ich Dir ja erzählt und ich habe Dir ja auch vorgeschwärmt wie schön ich es finde. Die Rezepte die ich bisher nachgebastelt habe sind bei uns sehr gut angekommen. Wunderbar einfache Anleitungen mit schmackhaftem Ergebnis. Doch eine ganz bestimmte Besonderheit möchte ich Dir auf keinem Fall vorenthalten, eine himmlische Verführung. Es ist schon eine gewaltige Portion Hüftgold und auch nicht im Handumdrehen gemacht, doch die Arbeit lohnt. Ich verspreche Dir, solltest Du für einen besonderen Anlass eine Köstlichkeit benötigen, dann ist diese Tarte genau das Richtige. Also probiere diesen Leckerbissen und sag mir ob ich recht hatte.
Schokoladen-Karamell-Tarte mit Walnüssen
Für den Teig:
100 g Mehl
20 g gemahlene Walnüsse
15 g Puderzucker
75 g kalte Butter in kleine Würfel
1 kleines verquirltes Ei
Einige Tropfen kaltes Wasser
Aus allen Zutaten einen Mürbeteig kneten, dabei beachten, dass die Butter ganz zum Schluss unterkneten. Den Teig in Frischhaltefolie geben und im Kühlschrank mindestens 30 Minuten kühlen. Anschließend in einer eckigen Form, die mit Backpapier ausgelegt ist, ausrollen. Seitenlänge der Form ca. 22 Zentimeter. Nochmals 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
Den Teigboden mehrmals mit einer Gaben einstechen und gute 15 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 175°C blindbacken. (Blindbacken: Den ausgerollten Teig mit Backpapier abdecken und mit Hülsenfrüchten, wie Erbsen oder Bohnen, beschweren und backen.)

Nach 15 Minuten das Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen und den Teig weitere 15 bis 20 Minuten fertigbacken. Für den Belag:
400 g gesüßte Kondensmilch, die gibt es in der Dose fertig zu kaufen.
150 g dunkle gehackte Schokolade
115 ml Schlagsahne
100 g grob gehackte Walnüsse
In einem kleinen Topf gibst zu Wasser und bringst es zum Kochen. Die Dose mit der gesüßten Kondensmilch stellst Du ungeöffnete in das heiße Wasser. Das Wasser lässt Du jetzt nur noch leise köcheln, allerdings gute 3 ½ Stunden. Dann lässt Du die Dose abkühlen. In der Dose hast Du jetzt eine wunderbare Karamellcreme. Aber Vorsicht, diese Creme hat Suchtfaktor.
Diese Karamellcreme streichst Du auf den gebackenen Boden.
Jetzt musst Du die Sahne aufkochen und die Schokolade löst Du in der Sahne auf. Lass die Sahne etwas abkühlen und verteile die Schokosahne löffelweise auf der Karamellcremeschicht. Die gehackten Walnüsse streust Du oben auf die Schokoladenschicht. Jetzt stellst Du die Schokoladentarte zum durchkühlen in den Kühlschrank, dort sollte sie auch bis zum Verzehr bleiben. Leicht gekühlt serviert ist die Tarte ein wundervoller Hochgenuss, mit einer Tasse Kaffee eine vollendete Köstlichkeit.

Mittwoch, 3. April 2013

Fastenzeit ist vorbei, jetzt beginnt *Grüner Kochen*….


Du meinst bestimmt mir sind die Ostertage zu Kopfe gestiegen, habe zu viele Ostereier gegessen, oder mein Küchensturz neulich ist mir schlecht bekommen. Stimmt alles nicht! Also meinen Küchensturz habe ich mittlerweile gut überstanden, ach Du weiß von nichts? Ich habe in der Küche das Fenster geputzt und dabei bin ich auf der Arbeitsplatte auf der ich gestanden habe ausgerutscht. Im freien Fall bin ich ungebremst Richtung Fußbodenfliesen geflogen. In der Spüle bin ich mit dem linken Arm hängengeblieben und wurde so zum Glück in meinem Flug etwas gebremst und habe den Fußboden, Gott sei Dank, nicht geküsst. Es gab Stimmen die behaupteten, ich wollte das Bodenküssen üben um mich als Anwärterin als Päpstin zu bewerben. Aber ich kann Euch beruhigen, ich bleibe Euch im Büdchen erhalten und ich kann auch wieder auf Düvel komm raus tippen bis die Balken krachen. Ich kann Euch was sagen, ich habe gekocht und gelesen, dann wieder gelesen und gekocht. Tja und eins der ganz tollen Bücher liegt vor mir und ich muss sagen da sind so schöne Rezepte drin, im Moment ist das mein ganz großer Favorit.

Der Titel lautet *Grüner Kochen* und ist aus dem Jan Thorbecke-Verlag. Nicht das Du bei dem Titel falsche Schlüsse ziehst, es ist kein Vegetarisches Kochbuch, es animiert lediglich dazu weniger Fleisch und mehr Gemüse zu essen. Das ist genau das was mir vorschwebt, Fleisch als Beilage zu sehen, aber nicht gänzlich darauf verzichten zu wollen, oder gar müssen. Dieses Buch hängt sich nicht missionarisch an die Fersen der Verbote, sondern ist eher in Sachen Aufrüttelung zum bewussten Umgang mit Fleisch. Informationen zu *Statussymbol Fleisch*, *Verantwortungsvoller Tierhaltung*, *weniger Fleisch – mehr Gesundheit*, aber auch zum *Umweltaspekt* sind in diesem Buch zu finden. Die Autoren Juliana Neumann und Alexandra Medwedeff möchten mit diesem Buch an die Essgewohnheiten unserer Großeltern anknüpfen. Sie weisen darauf hin, dass regional und saisonal gekocht wurde, dass die Woche am Freitag mit Fisch endete, am Sonntag ein guter Braten auf dem Tisch stand und mit viel Glück die Woche mit Fleischresten startete. Sie verdeutlichen wie wichtig Gemüsegerichte sind um Krankheiten vorzubeugen.

Wie gesagt, ein Buch ganz nach meinem Geschmack.
Es startet mit einer Einleitung in der der Sinn und der Zweck des Buches aufgeführt wird, welches Ziel die Autorinnen verfolgen.
Dann geht es auch schon gleich weiter mit Kleinen Köstlichkeiten. Suppen, verschiedene Sorten Bruschette, Aufstriche und Dips, wunderschöne Salate, eben Einiges um die Sinne für einen genussvollen Hauptgang zu locken.
Dann hat Gemüse in einigen Rezepten seinen Auftritt als Hauptgang. Nicht ein Rezept das ich aus diesem Bereich ausprobiert habe, dem Fleisch fehlte. Das Rezept vom Blumenkohl ist auch aus diesem Buch und wie lecker es war hast Du bestimmt schon im März gelesen.
Nach den Gemüsehauptrezepten kommen Rezepte für den Freitagsfisch und da das Buch ja an Großmutters Gewohnheiten angelehnt ist, folgt logischerweise das Kapitel mit den Sonntagsbraten. Als Abschluss dürfen natürlich auch die süßen Genüsse nicht fehlen und auch hier gibt es eine wirklich köstliche Auswahl.
Am Ende wirst Du in diesem Buch noch mit Anregungen für Wochenmenüs für jede Jahreszeit verwöhnt. Also nur für den Fall das sich mal die Kochleere in Deinem Kopf breit macht. Wie in jedem guten Buch findest Du natürlich auch hier ein richtig gutes Register das keine Wünsche offen lässt.
Nun zu den Rezepten die mit hübschen natürlichen Bildern begleitet werden. Wie schon erwähnt, ich habe reichliche Rezepte nachgebastelt die ich hier im Gourmet-Büdchen bei Gelegenheit auch immer mal wieder vorstellen werde. Die Rezepte sind gut verständlich, schnell nachzuarbeiten und auch für überzeugte Fleischesser äußerst schmackhaft und wie ich von Herrn GB (der aus der Fraktion Fleischesser stammt) erfahren habe, fehlte ihm einfach nichts.
Das Buch ist als Erstauflage 2013 erschienen, hat ein Format von 22 x 25 cm mit 160 Seiten und zahlreichen Fotos. Es hat ein Hardcover mit Schutzumschlag und ist unter folgenden Daten zu erwerben:
ISBN: 978-3-7995-0228-3

Als kleinen Leckerbissen habe ich heute Polenta mit Kräuterkruste für Euch
4 rote Paprika
3 Esslöffel Schlagsahne
Thymianblättchen von 6 Zweigen
500 ml Gemüsebrühe
125 g Maisgries für Polenta
2 Esslöffel geriebenen Parmesan
50 g gemischte Kräuter
Kräutersalz, Pfeffer
4 Esslöffel geriebenen Parmesan
Olivenöl
Die Paprika putzen und in Stücke schneiden. Mit der Schnittseite nach unten auf ein Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 250° C solange braten bis die Haut braun ist und Blasen wirft. Die Paprikastücke mit nassem Küchenpapier, das unter kaltem Wasser angefeuchtet wurde, abdecken. Die Paprikahaut lässt sich jetzt ganz leicht abziehen. Die abgezogene Paprikastücke mit den Thymianblättchen und der Sahne pürieren.

Den Maisgries mit der heißen Gemüsebrühe übergießen und quellen lassen. Die zwei Esslöffel Parmesankäse unterrühren und in eine eckige Schale füllen, die vorher mit Backpapier ausgelegt wurde. Wenn man das am Tag vorher macht, wird sie in aller Ruhe schon fest zum Ausstechen.

Aus den Kräutern, dem Olivenöl und dem Parmesan eine schöne Kräuterpaste rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Aus der Polenta Blumen, oder andere Formen ausstechen in eine gebutterte Auflaufschale legen und mit der Kräuterpaste bestreichen. Die Polentablumen gute 20 Minuten im Backofen bei 220° C im vorgeheizten Backofen backen.
Zwischenzeitlich die Paprikasauce erwärmen. Alles zusammen auf Teller anrichten und servieren. Bei solch tollen Rezepten kann die Fastenzeit doch ruhig weitergehen, oder!?