Montag, 29. Juli 2013

Eine Überraschung nach der Anderen, Spaghettisalat...

…ich habe mal wieder alte gesammelte Rezepte durchstöbert und was da zum Vorschein kam löste eine Lawine von Erinnerungen und Überraschungen aus. Als erstes viel mir eine Sonderbeilage aus dem Jahr 1993 einer bekannten Frauenzeitschrift in die Finger. Ganze 20 Jahre war die Zeitschrift dem Trend *Köstlich Essen ohne Fleisch* voraus. Das überraschte mich jetzt nicht wirklich, denn ich kenn die Zeitschrift ja und weiß dass sie durchaus das Näschen für Trends hat, auch wenn die erst 20 Jahre später richtig zum Ausbruch kommen. Aber weder ist eine Frauenzeitschrift heute mein Thema noch soll es hier heute fleischlos zugehen. Doch ich verspreche Dir, dass es demnächst hier im Büdchen etwas Leckeres aus diesem kleinen Extra geben wird. Aber wie gesagt, ich habe in alten Rezepten geschnüffelt und dabei ist mir nicht nur diese besagte Extrabeilage in die Finger gefallen, sondern auch ein Rezept von einem Spaghettisalat. Dieser Spaghettisalat war einer der Salate der schnell mal eben gemacht wurde, wenn wir von unerwartetem Besuch überrascht wurden. Der Salat wurde sehr gerne gegessen, wer mag nicht gerne mal einen Nudelsalat?! Warum er im Büdchen ausgestorben ist hat Herr GB zu verantworten. Herr GB verabscheut kalte Dosenchampignons. Die verabscheue ich zwar heutzutage auch, aber vor 25 oder 30 Jahren waren frische Champignons eine Seltenheit und selbst Champignons aus der Dose waren nun nicht wirklich die preiswertesten Zutaten, vorausgesetzt man nahm die erste Wahl und ganze Köpfe. Außerdem war es sehr praktisch so ein Döschen im Vorratsregal zu haben. Und wenn nur schon alleine für diesen geliebten Spaghettisalat und um den Überraschungsbesuch mit einem Überraschungssalat zu überraschen. Um das dieser Salat in die heutige Zeit passt musst Du nur zwei Dinge beachten.
Erstens frische Champignons und zweitens den Salat in einem Glas servieren und schon hast Du fast ein Festmahl.
Heutzutage wo es schon in jedem Supermarkt täglich frische Champignons aus der Zucht gibt und Dosenchampignons, ob man sie mag oder auch nicht, eh verpönt sind, ist es schon besser sich die Mühe zu machen die Champignons frisch zu verarbeiten.
Der Salat schmeckt natürlich aus Gläsern nicht anderes wie von einem Teller, aber das Auge ist mit und die Präsentation ist alles. Übrigens der Rest schmeckt überraschender weise sogar aus der Schüssel.
Ich will Dich nicht länger auf die Folter spannen, hier kommt jetzt das Rezept:
Spaghettisalat:
250 g Spaghetti
500 g Champignons
5 Eier, hart gekocht
3 Gewürzgurken
120 g gekochten Schinken
250 g Mayonnaise
2 Esslöffel Remoulade
1 Esslöffel Tomatenmark
Champignons putzen und blättrig schneiden. In etwas Salzwasser gar kochen. Abgießen und abkühlen Lassen. Die Spaghetti in 3-5 cm lange Stücke brechen und in Salzwasser bissfest kochen. Die Eier, Schinken und die Gewürzgurken in kleine Würfel schneiden. Aus Mayonnaise, Remoulade und Tomatenmark ein Dressing rühren. Mit Salz und etwas Pfeffer abschmecken.
Spaghetti, Champignons, Eier, Schinken und Gurken in eine Schüssel geben und mit dem Dressing vermischen.
In Gläser füllen und mit einem Fleischspießchen oder Gehacktesbällchen servieren.
Übrigens für die Gehacktesbällchen habe ich auch einen Tipp. Ich brate immer gleich die Bällchen aus einem ganzen Kilo. Die Frikadellen forme ich extra als kleine Bällchen, weil ich dann gleich mehr in ein Einkochglas bekomme. Ja, Du hast richtig gelesen! Ich fülle die übriggebliebenen Bällchen in ein Einkochglas und koche sie für den Vorrat ein. Ist doch total praktisch und genauso genial wie damals die Dosenchampignons, nur dass die Fleischbällchen einfach total fantastisch schmecken und auch Herr GB sie nicht verschmäht.


Mittwoch, 24. Juli 2013

Ingwer nicht nur für den Magen gut…

…wusstest Du dass Ingwer das Mittel für Reisekrankheit ist? Gerade jetzt wo doch alle in den Urlaub aufbrechen ist es doch die ultimative Hilfe die Anreise gut zu überstehen. Aber jetzt sag mal ehrlich, kennst Du jemanden der gerne an einem Stück Ingwerwurzel nagt? Schon als Kind möchte ich Ingwerstäbchen in Zartbitterschokolade, oder auch kandierte Ingwerstäbchen. In unserer Familie mussten sich lediglich meine Mutter und ich mir die ungewöhnliche Leckerei teilen, alle anderen machten gleich Reißaus, boten wir diese Süßigkeit an. Ingwer als Gewürz bzw. als frische Wurzel ist in meiner Küche erst in den letzten 10-15 Jahren eingezogen. Mit dem Appetit auf asiatische Küche war auch der Ingwer immer präsenter. Die pikante Schärfe lässt sich auch fantastisch in Süßspeisen einbinden, man sieht es ja schon an der Kombination von Ingwer und Schokolade. Auch in Ginger Ale ist das Aroma des Ingwers. Heute zeige ich Dir ein Eis, das meine Ingwergerichteliste erweitert hat. Es ist süß, aber nicht widerlich. Es ist scharf, aber nicht schmerzhaft. Es ist eine Leckerei, aber erfrischend.
Ingwereistörtchen:
200 g Puffreiskekse mit Vollmilchschokolade
50 g Zartbitterschokolade 85%
2 Esslöffel Sahne
Alle Zutaten zusammen in eine Schüssel geben und im warmen Wasser schmelzen bzw. erwärmen. Alles gut miteinander verrühren bis es eine einheitliche Masse ergibt. Diese Schokopuffreiscreme in eine Quadratische Form geben und im Kühlschrank erhärten lassen.
150 ml Milch
½ Vanilleschote aufgeschlitzt
10 g geriebene Ingwerwurzel
Milch mit Vanilleschote und Ingwer vermischen und aufkochen. Die Milch durch ein Sieb geben und abkühlen lassen.
3 Eier getrennt
100 g Zucker
1 Prise Salz
300 ml Sahne
100 g kandierten Ingwer gehackt
Eigelbe mit 50 g Zucker auf einem warmen Wasserbad aufschlagen Nach und nach die Milch zugeben und die Eiercreme zu einer Rose abziehen. Die Eiweiße mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Die Sahne ebenfalls aufschlagen. Erst die Sahne in die Eigelbcreme geben und anschließend den Eischnee unter heben.
Zum Schluss noch die Ingwerstückchen in die Eiscreme geben. Die Eismasse auf den Puffreisboden geben und im Eisschrank gefrieren lassen.



Montag, 22. Juli 2013

Jetzt was kühles helles, Safran-Orangen-Drink…

…der Appetit auf Nahrungsaufnahme beschränkt sich bei 30°C Sommertemperaturen hier bei uns im Büdchen meistens auf flüssige Nahrung. So eine richtige Esslust kommt nicht auf, aber man kann sich ja auch nicht den ganzen Tag nur von Wasser ernähren. Auch wenn jede Tätigkeiten der Nahrungszubereitung immense Anstrengungen erfordern, etwas Einsatz muss man schon bringen. Wie heißt es doch so schön: Ohne Fleiß kein Preis.
Ich bin ja noch immer mit dem (Ge)Würze Buch beschäftigt, da sind so tolle Anregungen drin, ich glaube es wird sich zu meiner „Gewürzanregungsbibel“ entwickeln. Na, mal sehen. Aber der Orangendrink den ich heute vorstelle, wird es garantiert auf die Sommergetränkeliste schaffen. Wenn Du Lust hast probiere ihn doch einfach mal!
Safran-Orangen-Drink:
2 Messerspitzen Safranfäden
500 ml frisch gepresster Orangensaft
1 unbehandelte Orange
2 Esslöffel Ahornsirup
300 g Naturjoghurt
1 Esslöffelfrisch gepresster Limettensaft
1-2 Prisen Cayenne
1 Prise Salz
einige Eiswürfel
4 kleine Zweige Minze
Safranfäden im Mörser zerreiben, mit etwas Orangensaft vermischen und ziehen lassen. Orange heiß abwaschen, Schale in dünnen Streifen abschälen, Saft auspressen und zu dem anderen Orangensaft geben.
250 ml Orangensaft abmessen, mit dem Ahornsirup und der Orangenschale aufkochen und zu einem Sirup einkochen.Abkühlen lassen, Schale entfernen. Den Sirup mit Saft, Safranmischung, Eiswürfel und Joghurt zusammen in einen Blender (Standmixer) geben und kräftig mixen.
Mit Limettensaft, Cayenne und Salz abschmecken. Den Drink auf Gläser verteilen, die Minze gründlich reinigen und die Drinks mit der Minze verzieren.



Freitag, 19. Juli 2013

Kirschenschwämme versteckt im Quarkreisauflauf…

…hah, jetzt hast Du dich sicher gefragt was sind den Kirschenschwäemme? Schon mal etwas von Überhang oder Überschuss gehört? Letztes Wochenende hat Herr GB doch über die Stränge geschlagen. Wie, Du weißt von nichts? Aber klar doch, er hat mir doch Unmengen von Kirschen angeschleppt und ich wusste schon gar nicht mehr wohin mit dem ganzen Zeug. Hast Du doch gelesen! Ach Du hattest keine Zeit? Okay, kannste alles hier nachlesen.
Wenn Du sehr aufmerksam gelesen hast, weißt Du ja auch dass ich Dir einen Quarkreisauflauf mit Kirschen angedroht habe. Übrigens mal so ganz nebenbei, das Rezept von der Kirschkaltschale mit den Mehlklößchen habe ich wiedergefunden. Aber nachdem ich es mir durchgelesen habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich das unmöglich bloggen kann. Das ist auf gar keinem Fall etwas für das Gourmet-Büdchen. Also für die Schleckermäuler hier im Büdchen schon, aber es ist eben kein Rezept zum Veröffentlichen. Es ist zwar wirklich sehr lecker, aber ich denke nur alleine schon bei dem Wort "Mehlklößchen" drehen sich meinen Lesern die Mägen um. Mal so ganz im Vertrauen, wenn das super Sommerwetter weiter anhält werde ich diese Kaltschale garantiert machen. Denn mal angenommen, ich würde dieses Mehlkloßsüppchen nicht mindestens einmal während der Kirschzeit machen, würde das Gefühl keinen richtigen Sommer gehabt zu haben, nicht verschwinden und mit diesen trostlosen Gedanken müsste ich mich Richtung Herbst begeben, durch den nächsten Winter kommen, dann auch noch einen Frühling überstehen bis wir endlich wieder Sommer hätten. Geht doch nicht, oder? Also werde ich die Kirschkaltschale mit Mehlklößchen in der abgedunkelten Küche fabrizieren, nur Herrn GB etwas abgeben und das Zeug hier im Blog mit keinem Sterbenswörtchen erwähnen. Ich denke selbst die Küchenknipse würde sich zu keinem Foto hinreißen lassen. Doch ein Kirschbastelrezept habe ich Dir ja versprochen und das sollst Du auch bekommen.

Quarkreisauflauf mit Kirschen:
750 g Kirschen
1 Esslöffel Zucker
50 ml Wasser
2 Esslöffel Grenadinesirup
Die Kirschen mit den anderen Zutaten in einen Topf geben, kurz aufkochen und bei kleiner Hitze gar köcheln lassen. Die Kirschen abkühlen lassen, in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Übrigens der Saft soll total lecker als Getränk sein, fragt mal Herrn GB. Die Kirschen waren im Übrigen entsteint, ist doch angenehmer als das Kirschsteinspucken.
1 Liter Milch
175 g Milchreis
Ein großes Stück Zitronenschale
½ Vanilleschote aufgeschlitzt und ausgeschabt
Die Milch zusammen mit der Zitronenschale und der Vanilleschote und dem Vanillemark das Du ausgeschabt hast erhitzen. Den Milchreis einrühren und gute 30 bis 35 Minuten ausquellen lassen. Schale und Schote entfernen und die Schüssel auf ein Eisbett stellen, dann kühlt der Reis schneller aus.

4 Eier
250 g Magerquark
50 g zimmerwarme Butter
100 g Zucker
Butter für die Auflaufformen
Puderzucker zum bestäuben
Prise Salz
Du trennst vier Eier. Das Eiweiß schlägst Du mit dem Salz zu festem Schnee und stellst es kalt.

Die Eigelbe vermischt Du mit dem Zucker und schlägst sie kräftig zu Schaum. Du schlägst noch die Butter unter und anschließend wird noch der Quark eingerührt. Den abgekühlten Milchreis rührst Du in die Eigelbquarkmasse. Zum Schluss hebst Du den Eischnee unter den Quarkmilchreis. Jetzt verteilst Du die Masse auf die ausgebutterten Auflaufförmchen und obenauf kommen die abgetropften Kirschen.

Den Backofen hattest Du bereits vorgeheizt und kannst jetzt die Formen in den Backofen schieben und bei 180°C Umluft 30 – 40 Minuten backen.
Die Auflaufportionen kannst Du heiß oder kalt servieren, aber vorher noch eben schnell mit Puderzucker bestäuben. Du weißt doch, das Auge isst mit…



Mittwoch, 17. Juli 2013

Tatar vegetarisch, aber nix mit Soja oder so…

…nee, einfach mit Kartoffeln. Mit schönen frischen festkochenden Kartoffeln und frischen Champignons, die Pfifferlinge waren aus. Die Champignons kamen aus der Zucht aus NRW so hat es mir mein Gemüsedealer gesagt. Ja und die Kartoffeln waren aus dem Münsterland. Ich hätte welche aus Israel, von Zypern oder sogar von Arizona haben können, aber nein, ich entschied mich für die aus dem Münsterland. Als Beilage gab es eine Blattsalatmischung. Natürlich frisch!!! Nicht diese Mischungen aus dem Beutel, wobei ich mir vorstellen kann, dass diese Beutelmischungen für Singlehaushalten so verkehrt nicht sind, denn selbst bei zwei Personen isst Du eine Woche Salat, meinst Du es mal gut und machst Dir eine Mischung selber. Für meine Mischung benötigte ich schon gleich drei Sorten. Der Radicchio ist ja recht klein, aber da er auch viele Bitterstoffe hat ist er jetzt bei uns nicht der Favorit Nummer eins, also gibt’s von ihm nur einige Blättchen. Der Feldsalat in meiner Mischung ist mal ebenschnell auf dem Markt gekauft, dort bekomme ich ihn fast blätterweise. Nicht nur hübsch sondern auch wirklich lecker ist der Endiviensalat, allerdings hat auch er Bitterstoffe. Um die Bitterstoffe etwas zubinden eignen sich übrigens ganz hervorragend Kartoffeln. Sicher hast Du schon mal von einer Kartoffel-Vinaigrette gehört, aber auf die habe ich verzichtet, denn als Beilage gab es ja das Kartoffeltatar.
Für das Tatar brauchst Du auch nicht viel, vor allem brauchst Du wenig Zeit.
Kartoffeltatar mit Pfifferlinge Champignons
200 g Kartoffeln in feine Würfel geschnitten
500 g Pfifferlinge Champignons fein gehackt
1 Esslöffel Knoblauchöl von den confierten Zehen
Ein Zwiebel, in feine Würfel gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Salz, Pfeffer, 1 Bund glatte Petersilie fein gehackt
Olivenöl
Gemischter Salat
Salatvinaigrette aus Olivenöl, Akazienhonig und Zitronensaft
Die Kartoffelwürfel zusammen mit der gehackten Zwiebel und den Knoblauchwürfeln im Knoblauchöl anbraten und auf kleiner Temperatur garen. In einer weiteren Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Champignonwürfelchen darin gar braten. Die Pilzwürfel zu den Kartoffelwürfeln geben uns alles gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Hälfte der gehackten Petersilie unterheben.
Das Tatar mit Hilfe von Portionsringen auf Teller geben, mit dem Salat anrichten und das Dressing auf den Salat geben. Das Kartoffeltatar mit Petersilie bestreuen, mit etwas größeren gebratenen Pilzen dekorieren und servieren. Total vegetarisch, es fehlt nichts und man benötigt auch keinen sogenannten Fleischersatz.


Dienstag, 16. Juli 2013

Fruchtig, frisches Sommerdessert, Melonenkugeln unter Erdbeersauce…

...für diese Woche ist Sommer angesagt, Temperaturen bis 27°C da geht nur leichte Küche. Vielleicht ein Stückchen Fleisch auf dem Grill oder ein Salat mit fruchtigem Dressing. Ein leichter Pudding oder eine Kaltschale. Seit Tagen suche ich mein Rezept von einer Kirschkaltschale mit kleinen Mehlklößchen, ich mache jede Wette, das Rezept taucht wieder auf, wenn wir Winter haben und die Zeit der Kaltschalen und natürlich der frischen Kirschen vorbei ist. Am letzten Wochenende hat sich Herr GB auf dem Kirschbaum eines Freundes getummelt. Ich hatte mich so auf zwei oder drei Kilo Kirschen gefreut, angeschleppt kam er locker mit der vierfachen Menge.
Jetzt habe ich zwar Unmengen an Kirschkompott und Kirschkonfitüre, einen tollen Quarkauflauf mit Kirschen gab es auch noch, aber die Kirschkaltschale wartet noch, wie gesagt, das Rezept ist noch nicht aufzufinden. Das derzeitige Wetter tut nicht nur den Kirschen gut, auch die Erdbeeren schießen wie Pilze aus dem Boden. Ich komme täglich an einem Erdbeerfeld vorbei und da ist es doch naheliegend mal das eine oder andere Körbchen mit nach Hause zu schleppen fahren.
Herr GB liebt Erdbeersirup für seinen Quark oder Joghurt, aber er schmeckt auch wunderbar über Pudding oder Eis. Aber jetzt habe ich den leckeren Sirup über eisgekühlte Melonenkugeln gegossen, das Ganze noch mit Minze dekoriert und schon hatte ich eine fantastische Sommerspeise fertig. Genau das Richtige für heiße Sommertage. Du benötigst lediglich eine Honig-oder Galiamelone (oder eine Melone Deiner Wahl) und den Erdbeersirup.
Als Alternative für den Erdbeersirup kannst Du aber auch aus 500 g Erdbeeren eine Erdbeersauce herstellen. Die Erdbeeren pürierst Du mit dem Saft einer Zitrone und 100 g Zucker. Wir mögen die Erdbeersauce am liebsten ohne diese feinen Kerne (Nüsschen) darum streiche ich die pürierten Erdbeeren immer durch ein Sieb. Aus dem Melonenfleisch stichst Du mit einem Melonenausstecher kleine Kugeln ab. Diese Kugeln füllst Du in die ausgehölte Melone und nicht vergessen, wie ich schon schrieb, nun die Erdbeersauce noch über die Kugeln gießen. Fertig! Jetzt hast Du Zeit für ein Stündchen Sonne, so kann es von mir aus weitergehen…


Montag, 15. Juli 2013

Erbsenminzsuppe mit Blümchencroutons…

…war ja abzusehen dass mich die Leserei in der letzten Woche nicht ganz so schnell loslässt. Es ist einfach unmöglich fünf tolle Bücher durchzublättern, zu lesen, sie zu beschreiben, sich eins-zwei oder drei Rezepte herauszufischen und ihnen dann, nach der Kochaktion, ein Plätzchen im Bücherregal zuzuweisen. Ich bin zwar über diese Leseaktion sehr dankbar, denn auf diese Art ist mein Stapel mit ungelesenen Büchern geschrumpft, aber dafür ist meine Nachkochliste jetzt wieder so unglaublich lang, da muss will ich unweigerlich wieder viele Stunden in meinem Hobbyraum Küche verbringen. Aber damit Herr GB und ich nicht mal irgendwann platzen, muss es auch mal etwas Leichtes geben. Im Küchenkrambuch habe ich ein sehr schönes aber auch schnelles Rezept für eine Erbsensuppe gefunden. Das Geniale an dem Rezept, in die Suppe kam als Zutat Minze. Unter unserer Clematis wuchert Marokkanische Minze.
Eine Minze die für eine Tasse süßen Minztee einfach super klasse ist. Du brauchst 3-4 Stiele Minze, gießt heißes Wasser drüber, lässt den Aufguss 5-10 Minuten stehen, entfernst die Minze, gibst jede Menge Zucker hinein den Du sorgfältig auflöst, nun ab mit dem Tee in den Kühlschrank und richtig gut durch kühlen. Je kälter der Tee ist, umso besser. Jetzt servierst Du ihn bei 25°–30°C und Du wirst sehen es gibt nichts was erfrischender ist wie dieser phantastische Tee. In Marokko oder Tunesien ist dieser Tee eine Selbstverständlichkeit und nur Original mit genau dieser Minze. Also, solltest Du im Garten noch ein Eckchen freihaben, oder einen Blumenkübel der unbedingt noch bepflanz werden könnte, besorg Dir das Zeug und sollte sie alles überwuchern, kochst Du Tee oder isst sie auf. Gesund ist sie übrigens auch und der absolute Begleiter von Erbsen.
Wie super Erbsen und Minze zusammenpassen kannst Du mit der Erbsenminzsuppe ausprobieren, sie geht total fix, lecker und für einen Sommertag genauso geeignet wie der kalte Tee, nur die Suppe wird warm gegessen.
Erbsenminzsuppe mit Blümchencroutons:
1 Bund Frühlingszwiebeln
1,5 Liter Hühnerbrühe (aus einem ½ Huhn gekocht, die Mühe schmeckt man)
Olivenöl
900 g Erbsen (es gehen auch Tiefkühlerbsen)
200 ml Milch (wer es etwas fetter mag nimmt Sahne)
1 Bund frische Minze (bei mir waren es 2 Esslöffel gehackte Minze)
Salz und Pfeffer
Toastbrot
Butter
Ausstechform in Blumenform
Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und im Olivenöl anschwitzen.
Die Erbsen zufügen, mit den Zwiebelringen gut vermischen und mit der Brühe ablöschen. Gute 15 bis 20 Minuten kochen bis die Erbsen gar sind. Mit einem Mixstab die Suppe pürieren. Die Suppe von der Hitzequelle nehmen, Milch oder Sahne und Minze zufügen. Die Suppe darf jetzt nicht mehr kochen nur noch warm gehalten werden. Noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Aus den Toastbrotscheiben mit einer Blumenausstechform kleine Blumen ausstechen, etwas Butter in einer Pfannes auslassen und die Blumen von beiden Seiten goldbraun rösten.
Die Suppe in Suppentassen füllen, die Croutons aufsetzen und servieren. Na jetzt sag mal das war doch jetzt megaschnell, oder?