Donnerstag, 31. Juli 2014

Walnüsse das ganze Jahr, dieses Mal gibt es Schwarze…

…ich glaube ganz Südtirol ist ein Walnussbaumwald, an jeder Ecke steht einer von denen und hier im Pott nicht ein einziger, dachte ich. Bestimmt drei Jahre habe ich nach einen gesucht, aber nix. Selbst an Rhein und Mosel gibt es diese Bäume und was bitte ist mit der Ruhr? An Rhein, Mosel und in Südtirol gibt es fantastische Weinreben und nur weil wir einen Fluss vor der Haustür haben, musst Du nicht meinen dass hier die gleichen Voraussetzungen herrschen, leider nicht. Hier gibt es keine Weinhänge und auch keine Walnussbäume. Aber einen habe ich dann doch gefunden, was lange währt wird endlich gut, die drei Jahre Suche haben sich ausgezahlt. Fast vor der Büdchentür habe ich ihn gefunden, okay einen Spaziergang mussten wir schon machen.
Herr GB mit Besenstiel bewaffnet, die Walnüsse hängen schließlich hoch, und ich mit Eimerchen, sind wir losgezogen. Ich brauchte die grünen unreifen. Die die noch keine richtige Schale haben. Idealerweise werden sie am bzw. bis zum 24 Juni gepflückt, dann sind sie so wie sie sein sollen. Ich wollte sie einlegen und dafür müssen sie genauso sein, glaub mir, das kannst Du in jedem Rezept für schwarze Walnüsse nachlesen. Und Du wirst noch etwas lesen, und zwar dass sie mindestens 2 bis 3 Wochen gewässert werden müssen, nur so verlieren sie die Bitterstoffe und werden genießbar. Vorher müssen sie aber noch eingestochen werden. Ach ich beschreibe Dir den ganzen Vorgang mal von Anfang an.
Also, Du findest einen Walnussbaum und pflückst 500 g grüne Walnüsse (nach dem 24.Juni kannst Du das Pflücken vergessen, dann sind sie zu reif). Du ziehst Dir Handschuhe an und stichst die Walnüsse rundherum mit einer Gabel ein. Die Handschuhe sind nur so ein Tipp, Du kannst sie auch weglassen, dann hast Du eben über mehrere Tage braune Hände. Die eingestochenen Walnüsse legst Du in eine Porzellanschüssel, keinen Metalltopf und auch keine Metallschüssel, Porzellan!!!
Du übergießt die Nüsse mit kaltem Wasser bis sie bedeckt sind. Ab jetzt wirst Du für 3 Wochen täglich das Wasser wechseln müssen. Am Tag 22 kochst Du einen Sirup aus 500 g Zucker und 250 ml Wasser. Gibst die gewässerten Walnüsse in den Sirup und kochst sie auf.
Lässt alles etwas abkühlen, nun fischt Du die Nüsse aus dem Sirup und übergießt sie wieder mit kaltem Wasser und wässerst sie jetzt nochmals 24 Stunden. Am nächsten Tag stellst Du wieder einen Sirup aus 500 g Zucker und 250 ml Wasser her. Jetzt gibst Du nicht nur die Nüsse in den Sirup, sondern auch noch 3 Nelken und 3 Esslöffel kräftigen Rum. Du kochst alles zusammen auf und lässt es solange köcheln bis die Nüsse weich sind.
Jetzt musst Du Nüsse samt Sirup nur noch in ein sterilisiertes Glas füllen und verschließen. Das Glas kannst Du jetzt in Dein Vorratsregal stellen und getrost bis zur Winterzeit vergessen, denn sie müssen jetzt einige Monate ziehen. Du kannst Sie super zu einem Dessert verwenden, aber auch zu Wild, kräftige Käsesorten, Camembert, dunklem Fleisch und in Obstsalaten, oder Du probiert eine Nuss und lässt Dich für die Verwendung inspirieren.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Grillzeit ist Dipzeit, Aprikosen-Chili-Dip…

…öfter mal was Neues habe ich mir gedacht als wir neulich mal wieder grillten. Nein, nein, keine Sorge, es gab nicht nur Dip. Ein Würstchen haben wir immer auf dem Grill, zumal Würstchen auch nicht gleich Würstchen ist. Da gibt es die Würstchen die sich geschmacklich durchsetzen und dann auch wieder die mickrigen kleinen die eh keiner will. Hier bei uns im Büdchen haben wir auch lieber die tollen, die kleinen Würstchen ziehen hier erst gar nicht ein. Sind eben nicht gerne gesehen. Die Vielfalt der Würstchen ist so groß, Du könntest den Sommer durchgrillen und müsstest nun wirklich nicht immer die gleiche Wurste auf den Grill schmeißen. Genauso ist es auch bei den, ja genau, bei den Dips, wir hier im Büdchen lieben Dips. Ein Stück selbstgebackenes Brot frisch aus dem Backofen mit etwas „Guter Butter“ oder halt eben einen tollen Dip ersetzt mir ja schon fast das ganze Grillzeugs.
Herr GB besteht natürlich weiterhin auf sein heißgeliebtes Grillwürstchen, da können die Dips noch so klasse schmecken. Meine neueste Dip-Kreation kannst Du aber nicht nur zum Brot oder zur Kartoffel essen, sie passt auch ganz genial zu einem gegrillten Steak und selbst zur Wurst. Ich habe Aprikosen und Chili kombiniert, süß und scharf, was sagste jetzt? Zum ersten Mal hatte ich diesen Dip als kleinen Appetizer vor einem Menü gemacht, da wurde er schon gerne gegessen, aber zum Grillen passt er genauso ausgezeichnet. Außerdem ist es eine super Alternative zu Kräuterbutter, Supermarktajioli und Co. allemal. Versuchs doch mal.
Aprikosen-Chili-Dip:
5 getrocknete Aprikosen
150 g frische Aprikosen (schau mal ob Du die Sorte Sweetheart oder Goldrich bekommst)
250 g Fetakäse, hier kann ich den echten aus Schafsmilch empfehlen
100 g Frischkäse, Vollfett
Salz, Prise Chili, einige Chiliflocken, rosa Pfefferbeeren alles zusammen gemörsert
für die Deko eine getrocknete Aprikose fein gehackt und einige ganze rosa Pfefferbeeren
Beide Sorten Aprikosen fein hacken und zusammen mit den restlichen Zutaten zu einer geschmeidigen Paste verrühren.
Vor dem Servieren gut eine Stunde durchziehen lassen. Mit Rosa Pfefferbeeren und der gehackten Aprikose verzieren und servieren.

Montag, 28. Juli 2014

Bald ist das nächste Kochtreffen und mir fällt nichts ein als Kohlrabispagetti…

…seit Tagen wälze ich hier Bücher und Hefte, ich suche nach etwas richtig tollem womit ich mein Kochfreunde, die gefräßige Bande, verwöhnen kann. Im August ist wieder ein Kochtreffen angesagt und mir will einfach nichts Richtiges einfallen. Ich glaub ja das liegt an den warmen Temperaturen, man hat zwar hier und da ein Hüngerchen, aber eigentlich isst man nur Kleinigkeiten. Ich kann doch unmöglich mit Kleinigkeiten bei denen aufkreuzen und wer weiß wie das Wetter im August ist, vielleicht sollte ich mir bis dahin doch besser ein schmackhaftes Schmorgericht überlegen. Doch noch genialer wäre es, ich hätte für jede Wetterlage etwas im Ärmel Kochtopf.
Gestern war es ja auch so warm, obwohl eigentlich Gewitter angesagt waren die Abkühlung bringen sollten. Aber nix da, hier ging noch nicht einmal ein leichtes Lüftchen. Also habe ich die Ochsenbäckchen, die ich durch Zufall am Samstag ergattern konnte, in Rotwein und Madeira eingelegt und die Garnelen, die eigentlich für heute vorgesehen waren, wurden hemmungslos gedämpft. Es waren schon recht hübsche Tierchen die ich da gekauft hatte.
Mit Haut und Haaren, oder doch eher mit Kopf und Darm. Und genau das ist ja so mein Problem. Eine ganz liebe Kochfreundin macht die kleinen Flutschis ja ruck zuck sauber, entfernt Kopf und Darm und stört sich nicht im Geringsten an dieser, na sagen wir mal, unangenehmen Arbeit. Ich muss mich da schon etwas mehr überwinden, doch wer genießen will muss auch mal so die eine oder andere Hürde nehmen und die Freundin wohnt eh am gefühlten Ende der Welt, die kommt nicht mal eben vorbei und hilft. Nachdem ich die Garnelen aufgehübscht hatte kamen sie noch schnell für 5 Minuten in den Dampf. So fertig, jetzt waren die Kohlrabis dran.
Kohlraben haben selbstverständlich keinen Darm und das macht sie mir auch so sympathisch. Schälen ging schnell und dann wurden sie in den Lurchi eingespannt und zu Spagetti gedreht.
Heißes Wasser stand schon bereit und die Spagetti wurden mal eben schnell 5 Minuten ins heiße Wasser geschmissen. Ich sag doch, schnelle leichte Kost.

Eine Sauce wurde noch so ganz nebenbei schnell aus etwas Gemüsebrühe (bitte koche Dir Gemüseschalen aus und verwende nicht das Fertigzeugs), Weißwein, Noilly Prat, einer Schalotte, und einem Bund gehacktem Basilikum geklöppelt. Aufmontiert mit eiskalter Butter und mit Salz abgeschmeckt.
Die Kohlrabispagetti zusammen mit den gedämpften Garnelen auf Teller anrichten, etwas Sauce darüber und servieren, ach ja ein Basilikumblättchen als Deko macht sich auch noch ganz gut…

Freitag, 25. Juli 2014

Manchmal zählt einfach nur der Genuss…

…kennst Du diese Momente die dir ausdrücklich klar machen wie schön das Leben ist und nichts, aber auch gar nichts selbstverständlich ist. Du ein absoluter Glückspilz bist, wenn Zufriedenheit in Dir wohnt und Du nichts anderes benötigst um glücklich zu sein? Wenn Du diese Momente dann auch noch mit dem Dir wichtigsten Menschen in Deinem Leben und ggf. lieben Freunden teilen kannst, ist es in meinen Augen die Summe aller Dinge die das Leben ausmachen und bereichern.
Dieses Gefühl der Glückseligkeit haben wir erst neulich erlebt, Du weißt schon, wir waren unterwegs und haben unseren Urlaub in vollen Zügen genossen und ich dachte eh wir die nächste Reise antreten, erzähle ich Dir gelegentlich etwas von der Letzten.
Du kennst ja sicher den Satz „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“
Es war genauso wie wir es uns vorgestellt hatten, ach was sage ich, es war viel schöner.
Nicht nur dass es ein traumhaftes Anwesen ist, die Art wie wir umsorgt wurden war so lieb, wir fühlten uns, in einem bis dato uns unbekannten Haus, wie bei Freunden. Wir kamen an und wurden betüddelt, aber auf keinem Fall unangenehm, oder gar aufdringlich. Nein, ganz im Gegenteil, der Service in diesem Haus ist eins á und äußerst zuvorkommend. Es war warm an diesem Tag, die erste richtig heiße Wetterperiode in diesem Jahr. Für das anfängliche Stelldichein bot sich die wunderschöne Terrasse an. Wasser und Kaffee war jetzt genau das Richtige. Es gab keinen Keks und auch keine Schokolade zum Kaffee! Jetzt halt Dich fest, stattdessen gab es ein ganz reizendes kleines Stückchen Apfelkuchen serviert auf einer Miniaturschieferplatte. Wie nett war das denn!?

Der Abend wurde verheißungsvoll, wir hatten im Gourmet-Restaurant einen Tisch bestellt.
Ach Du weiß noch immer nicht wo wir waren? Kennst Du Harald Rüssel?
Ein grandioser Kochmeister, der Herrscher der ProbierKochlöffel in seinem Reich.
Herr GB und ich durften ja schon die eine oder andere besternte Küche genießen, aber hier in diesem Haus geht es nicht nur um den Kochgenuss, hier ist ein Ort des rundumwohlfühlen. Ein Haus über das es sich nicht nur lohnt zu reden, ein Besuch ist garantiert genussreich und entspannend.

Gehen Herr GB und ich auf Reisen, fängt der Urlaub an der Haustür an. Gerne fahren wir über Land und lassen die Autobahnen links liegen. Dabei haben wir schon das eine oder andere Fleckchen Erde gesehen, von dem Du nie glauben würdest dass es überhaupt existiert. Im Gepäck haben wir immer eine ganz besondere Kiste. Ich habe es ja schon mal erzählt, ich reise ja niemals ohne Lektüre. In dieser Kiste sind Ratgeber zu Restaurants, Hotels, Sehenswürdigkeiten und was weiß ich nicht noch für Mappen und Mäppchen in denen sich Reisetipps befinden, die ich mal aus irgendwelchen Zeitschriften ausgeschnitten habe.
Also gut bestückt sind wir bei unserem letzten Urlaub gestartet, erst am Rhein entlang um später die Fahrt an der Mosel Richtung Trier fortzusetzen. Unser erstes Etappenziel war Naurath.
Ein tolles Landhaus mit einer hervorragenden Küche. Okay, ich gebe es zu, wir hatten vorgebucht, ansonsten wäre es wohl eher schlecht gewesen ein Bett und einen Tisch zu bekommen.
Ich will Dich ja nicht länger auf die Folter spannen, Du willst sicher wissen wie das Menü war. Ich sage Dir: Ein Traum. Diese Nuancenvielfalt ist schon in gewisser Art spektakulär. Voraussetzung für so ein Spektakel, Du muss Dich drauf einlassen wollen, Deinen Geschmack solltest Du außerhalb von Currywurst und Pommes etwas geschult haben und Du musst genießen können, ich sag Dir gleich sonst wird das nix. Doch jetzt lass ich mal das Quasseln sein und du genießt die Bilder und kommst vielleicht auf den Geschmack…
Hummertatar im Hörnchen, Gänsestopfleber auf Cracker mit Aprikosenmus

Kalbstafelspitzröllchen auf Spitzkohl im Kräutersud

Feines vom Bachsaibling, grüne Sauce, Quinoa, Karottenvinaigrette, Macis

Zander mit Gewürzbrot, Kräuterseitlinge, Frühlingslauch, Kohlrabischaum

Steinbutt, Kerbel, Karottenschaum

Kalbsrücken, grüne Polenta, Pfifferlinge, Topinambur, Haxenjus

„Erdbeerbecher“, Schafsjoghurt, Kamillensud

auf keinem Fall durften die kleinen Pralinchen zum Espresso fehlen...

Mittwoch, 23. Juli 2014

Grün, Weiß, Rot oder Tomate-Mozzarella und doch ganz anders…

…Insalata capresees kennt ja eigentlich jeder, den haben wir hier im Büdchen auch gerne gegessen, aber das war damals, damals als man ihn nicht zu jeder Gelegenheit bekam und er nicht auf jedem Partybuffet zu finden war. Ganz schlimm ist er ertränkt mit diesem dicken süßen Balsamicoessigersatz, so findest Du ihn in ganz Italien nicht. Aber die Geschmäcker sind unterschiedlich und deshalb probieren wir gerne andere Versionen aus und überlassen die genannte Variante gerne den die nicht von lassen können. Lange konnte ich dem Mozzarella nichts abgewinnen, er schmeckte immer so nach, na sagen wir mal, nach nix. Bis ich dann mal den Richtigen essen durfte, aber das war direkt in Italien und in ganz Deutschland würdest Du vergebens nach diesem Gaumenkitzel suchen. Doch als Alternative ist der hier erhältliche Büffelmozzarella ganz okay. Für mein heutiges Gericht solltest Du auch wirklich auf gute Zutaten achten, Du wirst es schmecken. Als Tomatenpart gibt es Tomatengnocchi, keine aufgeschnittenen Tomatenscheiben, ich hab doch gesagt Tomaten-Mozzarella ganz anders. Die Basilikumblätter werden gegen Rucola eingetauscht. Die Tomatengnocchi brauchen einen starken Partner deswegen Rucola. Die Bitterstoffe mag nicht nur der Stoffwechsel, auch die Gnocchi werden mit ihm ins rechte Licht gesetzt. Du brauchst noch kleine aromatische Erdbeeren und schwarzen grob gemahlenen Pfeffer. Besorge Dir schwarzen Malabar-Pfeffer, er kommt aus Indien und zählt zu den aromatischsten unter den schwarzen Sorten. Die Süße der Erdbeeren unterstreichst Du indem Du die Erdbeeren ganz kurz in einer heißen Pfanne karamellisierst. Gute Erdbeeren bringen genug Eigensüße mit, die in der heißen Pfanne schmilzt und von den Erdbeeren wieder aufgesogen wird. Doch eh Du den Rucola wäscht, aus dem Büffelmozzarella mit einem Melonenausstecher kleine Kugeln ausstichst, die Erdbeeren karamellisierst und sie großzügig mit Malabar-Pfeffer berieselst, musst Du Tomatengnocchi machen.
Das geht so und Du brauchst folgendes: 600 g mehlige Kartoffeln 100 g getrocknete Tomaten in Öl 200 g Mehl 50 g Grieß 50 g Butter Salz und Pfeffer 3 Esslöffel Tomatenmark 2 Dotter etwas Olivenöl Die Kartoffeln in der Schale kochen, abkühlen lassen, pellen und sich dabei die Finger verbrennen. Anmerkung: Frische Pellkartoffeln sind immer heiß. Die Tomaten abtropfen lassen, erst in kleine Würfel schneiden, dann fein hacken. Die Kartoffel schälen und pressen. Pressen, nicht stampfen! Mit Mehl, Grieß und weicher Butter in eine Schüssel geben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Tomatenwürfel, Tomatenmark und Eidotter hinzufügen, jetzt noch einen kleinen Schuss Olivenöl für den Geschmack und alles zusammen zu einem Teig verarbeiten. Den Teig zu Rollen, von ca. 1,5 cm Durchmesser drechseln.
In Scheiben schneiden und zu Gnocchi formen (lassen). Herr GB hat mich grandios unterstütz und kleine zierliche Gnocchi geformt, wohlgemerkt bei 28°C. Wunder Dich nicht über die Gnocchi auf den Tellern, die habe ich geschnitzt, ich sage ausdrücklich geschnitzt, denn die Wohlgeformten hatten die Gäste gegessen und für die nächste Partie war Herr GB nicht greifbar und mal so ganz unter uns, für diese feine klebrige Fummelarbeit bin ich einfach nicht geschaffen. Also gab es fürs Foto Scheiben und keine hübschen Miniwürstchen.
Nun lässt Du die kleinen Dinger (Deine sind natürlich wunderschön) in einem großen Topf mit gekochtem Salzwasser sieden, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Übrigens Du kannst Sie auch im gelochten Einsatz im Dampfgarer garen, vorausgesetzt Du hast einen Dampfgarer. Im Dampf brauchen sie 12 Minuten bei 100°C, das weiß ich von einer lieben Bloggerkollegin. Irene Du bist ein Schatz, es hat super geklappt. Eh Du in eine Pfanne etwas Olivenöl gibst um die Gnocchi darin zu erhitzen, solltest Du alles andere jetzt vorbereiten was vorhin noch Zeit hatte. Also Erdbeeren, Mozzarella und Rucola präparieren. Du richtest jetzt alles nett an und beträufelst es noch mit bestem Aceto Balsamico Tradizionale di Modena, bitte nicht mit diesem billigen Balsamicoessigersatz, damit tust Du Dir keinen Gefallen und Du ruinierst die ganzen anderen Zutaten. Also kauf Dir immer gute Zutaten, dann wird das auch was mit dem Rot-Weißem Zeug.
Ich sag ja, Tomaten-Mozzarella, aber eben doch nicht wie gewohnt.



Dienstag, 22. Juli 2014

Marzipan geht auch im Sommer und als Törtchen sowieso…

…so hatte ich es mir gedacht am letzten Wochenende. Na Du weißt schon, wir hatten Besuch und ich hatte doch die Möglichkeit mal wieder meine Kochleidenschaft in vollen Zügen auszukosten. Das Büdchen ist ja eher unterbesetzt was die Esser angeht und deswegen freue ich mich immer riesig wenn sich Gäste ankündigen. Sind es dann auch noch probiermutige Menschen, steht einem Mehrgangmenü nichts mehr im Wege. Gestern konntest Du das Rezept der Gazpacho lesen und schon heute bin ich beim Dessert angelangt. Sicher gab es zwischenzeitlich auch noch andere Gänge, aber das Eine oder Andere kennst Du schon, dass muss ich ja nicht schon wieder bloggen, will Dich ja nicht langweilen. Also bekommst Du heute ein Dessert von mir. Was hältst Du von einem Marzipantörtchen, mit Lavendel-Panna-cotta und Avocadoeis.
Ja ich weiß, schon wieder das Avocadoeis, aber es ist einfach DAS Eis und mit diesem kühlen Genuss bleibt das Menü in bester Erinnerung. Aber ich glaube diesmal hätte ich auch auf das Avocadoeis verzichten können, denn das Marzipantörtchen und das Lavendel-Panna-cotta waren so gut, die Zwei hätten wirklich kein aufpeppen nötig gehabt. Aber schau mal selber und vielleicht machst Du beides einmal nach.
Marzipantörtchen:
Mark eine ½ Vanillestange
200 g Mehl
125 g Butter
80 g Zucker
1 Ei
1 Dotter
1 Prise Salz
1 Teelöffel Backpulver
Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Mürbeteig verkneten, in Frischhaltefolie einschlagen und gute 2 Stunden ruhen lassen.
Marzipanfüllung:
400 g Marzipanrohmasse
100 g Butter
50 g Zucker
150 g Sauerrahm
80 g gehobelte Mandeln
Marzipan in der Mikrowelle kurz anwärmen, etwa 20 Sekunden, dann ist es geschmeidiger und lässt sich besser verarbeiten.
Butter mit Zucker und Vanillemark schaumig schlagen. Marzipan und Sauerrahm dazu geben und zu einer glatten Masse verrühren. Sie soll weiß und flaumig sein.
Den Mürbeteig ca. 5 mm dick ausrollen und bei 180°C im Backofen ca. 10 Minuten backen.
Den Boden etwas abkühlen lassen und nun die Marzipanfüllung auf den Boden streichen. Die Mandeln aufstreuen und den Kuchen bei 175°C nochmals 20 Minuten backen.
Mit runden Dessertringen ausstechen und abkühlen lassen.

Lavendel-Panna-cotta:
4 Blatt weiße Gelatine (=7 g)
650 ml Sahne
Mark eine Vanillestange
Vier Zweige frische Lavendelblüten
90 g Zucker
Lavendelblüten und Himbeeren für die Deko
Die Sahne mit dem Vanillemark, den Lavendelblüten und dem Zucker kurz aufkochen und ziehen lassen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen und quellen lassen. Die Lavendelsahne nochmals kurz aufkochen und durch ein Sieb gießen, die Lavendelblüten gut ausquetschen. Die Gelatine ausdrücken und in der Sahne auflösen. Die Lavendelsahne in Förmchen füllen. Mindestens 4 Stunden erstarren lassen.
Jeweils ein Marzipantörtchen mit Lavendel-Panna-cotta und Avocadoeis auf Teller anrichten. Mit Himbeeren und Lavendelblüten dekorieren.

Montag, 21. Juli 2014

36°C und wir kühlen mit einer grünen Gazpacho…

 …war das ein schönes Wochenende! Herr GB hat ganz liebe Freunde eingeladen und ich konnte mich in der Küche austoben. Menschen die wir schon über dreißig Jahre kennen und bei denen Verwöhnen einfach Spaß macht. Herrn GB´s Geschmack kenne ich ja in und auswendig, aber Leute zu bekochen die man nicht täglich um sich hat, dessen Gusto zu treffen, ist ja immer etwas schwieriger. In solchen Fällen bastel ich gerne unterschiedliche Kleinigkeiten, irgendetwas Passendes wird dann schon dabei sein.
Man hatte ich ein Glück, so dankbare Esser, an nichts hatten sie etwas auszusetzen, ganz im Gegenteil, Komplimente habe ich gehört. Das macht Stolz und spornt an, mit 6 unterschiedlichen Gängen wurden unsere Gäste gequält. Einer der Gänge stellte eine Gazpacho dar, jetzt halt dich fest, eine GRÜNE Gazpacho.
Angestiftet haben mich die modernen Smoothies und wenn man mal ganz ehrlich ist, sind Smoothies abgewandelte Gazpachos nur eben nicht so gewürzt wie eine Gazpacho. Wie heißt eigentlich die Mehrzahl von Gazpacho? Vielleicht könnten mich die Insider mal aufklären.
Also weiter im Text mit dem Gemüse. Für mein grünes Gedöns brauche ich Salat, ich nehme Eichblattsalat. Das ist ein Lattichgewächs genauso wie der Kopfsalat, hat einen dezenten Geschmack mit den Aromen von Haselnuss und in Verbindung mit Knoblauch entfaltet er erst einmal so richtig seinen Geschmack.
Ein Smoothie wird mit kaltem Wasser gemixt, meine Suppe bekommt eine kalte Gemüsebrühe. Die habe ich vorher zu Eiswürfel gefroren und so wie sie waren kamen die Eiswürfel mit in den Blender. Soll ich Dir was sagen, das war die schnellste Suppe die ich in meinem Leben gekocht zubereitet habe. Eigentlich gehört in eine Gazpacho etwas Weißbrot ohne Rinde, altbackenes Brötchen oder auch Semmelbrösel. Ich denke das Brot soll Bindung bringen, doch jetzt kommt der Hammer, während wir die Suppe löffelten fiel mir siedend heiß das altbackene Brötchen ein. Das lag vergessen im Küchenschrank und vegetierte jetzt so vor sich hin und wir ließen es uns ohne schmecken.
Ich schreibe Dir mal das ganze Rezept auf, in den nächsten Tagen soll uns der Sommer ja noch so manch ein warmes Stündchen bescheren. Glaub mir, Du wirst Dich über diese flotte Anleitung freuen, gerade wenn es wieder heißt: 36° Grad und es wird noch heißer…
Grüne Gazpacho:
100 g Babyspinat (da kannst Du auch die kleinen Stängel mit verwenden)
100 g Eichblattsalat
10 Blätter Rucola
1 kleine Minigurke (das sind diese Salatgurken, die nur noch halb so groß sind und die Du mal eben so auch aus der Hand essen kannst)
1 grüne Paprika
1 frische Knoblauchzehe
Schale einer ½ unbehandelten Zitrone
Salz und schwarzer Pfeffer (natürlich frisch gemahlen)
500 ml Gemüsebrühe (eisgekühlt oder direkt als Eiswürfel eingefroren)
einen guten Schuss Olivenöl
Sherryessig
½ altbackenes Brötchen, das Du getrost vergessen kannst
1 hart gekochtes Ei in Scheiben schneiden
1 kleine rote Naschpaprika fein hacken
Ei und Naschpaprika benötigst Du für die Deko
Gemüse putzen und grob in kleine Stücke schneiden. Alles zusammen mit der Gemüsebrühe und den Gewürzen in einen Blender geben. Mit Olivenöl und Essig abschmecken. Einige Stunden in den Kühlschrank stellen. Zum Servieren die Suppe in Suppenteller geben und mit Eierscheiben und dem fein gehackten Naschpaprika dekorieren.