Mittwoch, 29. Oktober 2014

Ein schönes Buch und Schokolade, oder New-York-Cheese-Cake with Chocolate…

…Pünktlich zur kalten Jahreszeit ist im Kosmos-Verlag ein Buch erschienen das uns die dunklen Monate im Jahr nicht nur erhellen will, sondern auch kräftig versüßen möchte. Womit könnte das Versüßen besser gelingen wie mit Schokolade.
Als Autor steht Rafael Pranschke dahinter. Herr Pranschke ist mir bereits aus anderen Büchern bekannt und konnte mit seinen Bücher schon in der Vergangenheit kräftig punkten.
Wie aus anderen Büchern aus dem Kosmos-Verlag gewohnt, gibt es auch in dieser Lektüre ersteinmal etwas Wissen über das Buch Thema. In diesem Fall über die Schokolade. Woher sie stammt, wie sie nach Europa gekommen ist und aus was sie hergestellt wird. Es werden die unterschiedlichen Sorten erklärt, praktische Helfer, die man in der Schokoladenküche gut gebrauchen kann, vorgestellt und natürlich wie man mit ihr richtig umgeht. Das Buch ist voller hübscher Geschenke und Leckereien die man gerne anbietet, verschenkt und auch selber gerne verzehrt.
Für diese Menge an Ideen ist eine Winterzeit definitiv viel zu kurz. Das ganze Buch ist Hüftgold pur. Cupcakes, Getränke, Dekorationen, Kleingebäck, Desserts & Eis, Trüffel, Pralinen & Konfekt, Torten & Tartes, Sossen und Kuchen, Süßigkeiten und Tafelschokoladen, wie man sieht, alles ist dabei. Was ich an den Büchern von Herrn Pranschke mag, er hält einige Joker im Ärmel und gibt richtig gute Küchentechniken preis.
Du merkst schon, ich bin begeistert.
Aber wer hier im Büdchen die eine oder andere Rezension schon gelesen hat der weiß auch, dass ich mir erst eine Meinung erlaube, sobald ich verschiedene Rezepte selber ausprobiert habe.
Vorher gebe ich Dir aber eben noch schnell von diesem kleinen handlichen Buch die ISBN und die Maße durch. Ach ja, dieses Schokoladenwerk hat ein 144 Seiten und 85 wunderschöne Farbfotos. Es ist in der 1. Auflage im Oktober 2014 erschienen. Es ist 221 mm lang und 195 mm breit.
So und nun gibt es einen ganz fantastischen New-York-Cheese-Cake. Der ist wirklich super toll und wird fest ins Büdchenprogramm aufgenommen.
Zutaten:
1 kg Quark
125 g weiche Butter
300 g Zucker
3 Eier
3 Esslöffel Hartweizengrieß
1 Päckchen Backpulver
60 g Kakaopulver
3 – 5 Esslöffel Milch
Etwas Butter zum Einfetten
Der Quark in einer Schüssel glatt rühren. Butter, Zucker und Eier in einer weiteren Schüssel ganz besonders cremig rühren und nun den Quark unterheben. Hartweizengrieß und das Backpulver untermischen.
Den Backofen auf 180°C (Umluft160°C) vorheizen. Eine Springform gut fetten, oder mit Backpapier auskleiden und 2/3 der Käsekuchenmasse in die Form geben.
Die restliche Käsekuchenmasse mit dem Kakaopulver und der Milch vermischen. Die dunkle Teigmasse auf die helle Kuchenmasse geben und mit einer Gabel beide Teige musterartig miteinander vermischen.
Den Kuchen 60 Minuten auf mittlerer Schiene backen, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Er ist herrlich cremig und wunderbar fluffig.

Anmerkung: ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und erkläre dass meine Meinung davon komplett unbeeinflusst ist und ich hier mit eigenen Worten meine freie Meinung veröffentliche.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Erst Panne dann Penne, oder Orangenbutternudeln und andere Gewinne…

…Du glaubst nicht was hier in der letzten Woche los war. Erst war ich mega sauer weil der achso geliebte Paketbringmann ein Paket verschlammt hatte. Im Paket steckte das Geburtstagsgeschenk für Herrn GB. Also gab es zum Geburtstag ein Notgeschenk. Das wiederaufgefundene Präsent gibt es jetzt vom Christkind. Wie sich dann doch noch herausstellte war für die Schlamperei auch nicht der Lieblingspaketbringmann verantwortlich (hätte ich mir auch gar nicht denken können) sondern seine Urlaubsvertretung. Liebe DHL, die Urlaubsvertretung braucht Ihr mir nicht mehr schicken!!!
Dann habe ich mir ein Kochbuch bestellt das schon seit Jahren in meinem Regal steht, aber unter anderem Titel. Wer billig kauft, kauft zweimal. Und zu guter Letzt waren die Marshmallow, die ich ausprobiert habe, etwas für die Tonne. Aber das erzähle ich Euch demnächst.
Eine Woche voller Pannen und dann der Wochenhöhepunkt der alles heraus gehauen hat.
Ich habe gewonnen!!! Kannst Du dich erinnern, ich habe bei PE von oberstrifftsahne beim Würzevent mitgemacht und wurde prompt von ihrem Glücksboten aus dem Lostopf gefischt. Dann am letzten Freitag, der Höhepunkt der Woche, jetzt kommt wieder mein Lieblingspaketbringmann ins Spiel, erhalte ich das gewonnene Paket mit den köstlichen Produkten der Firma activcooking, Du weißt schon, dieses junge Unternehmen mit der tollen Idee, Catering im Baukastensatz, oder so ähnlich. Du solltest Dich auf jedem Fall mal hier informieren, denn dort findest Du auch die fantastischen Zutaten die ich in meinem Päckchen hatte. Im September beim Kochtreffen hatte uns Frau PE in homöopathischen Dosen von dem genialen Orangenöl probieren lassen und mir klingt es noch immer in den Ohren, wie sie schwärmte. So und jetzt schwärme ich Frau PE, hörst Du!?
Direkt noch am Freitag war es beschlossene Sache, damit wird gekocht und zwar sofort! Nicht gleich mit allen Zutaten, aber das Orangenöl, das musste sofort herhalten, okay bis Samstag musste es sich gedulden.
Im Kühlschrank lag noch ein Hokkaido-Kürbis, Bandnudeln lungern immer im Schrank herum und am Samstag auf dem Markt jaulten die Jakobsmuscheln dass sie unbedingt mit ins Büdchen wollten. Ungern lass ich mich lange bitten!
Die Bandnudeln wurden zu Orangenbutterbandnudeln, der Kürbis machte Bekanntschaft mit dem großen, scharfen Messer und wurde zu Coulis geschnibbelt und eine Orange schäumte vor Wut, weil ich sie auspresste wie eine Zitrone.
Also nochmal zum Mitschreiben:
Orangenbutternudeln mit Kürbis-Coulis an Orangenschaum auf Jakobsmuscheln.
Zutaten:
Pro Person 3 Jakobsmuscheln
Feine Bandnudeln
½ Hokkaido-Kürbis
Rapsöl
Gemahlenen Koriandersamen
Gemahlenen Fenchelsamen
Salz, weißer Pfeffer, Cayenne
¼ Bund Petersilie
50 ml frischen Orangesaft
50 ml Sahne
Orangenöl
1 Esslöffel Butter
Bandnudeln kochen.
Den Kürbis mit Schale in kleine Coulis schneiden. Rapsöl erhitzen, den Kürbis anbraten und mit Koriandersamen, Fenchelsamen, Salz, Pfeffer und Cayenne würzen.
Orangensaft mit der Sahne erhitzen, mit einem Pürierstab aufschäumen und mit einem ½ Teelöffel Orangenöl würzen. Ggf. nochmals aufschäumen.
Die Jakobsmuscheln mit einem Hauch Cayenne würzen und in erhitztem Rapsöl von beiden Seiten zügig gar braten.
Die gekochten Bandnudeln mit der Butter mischen und mit einen ½ Esslöffel Orangenöl aromatisieren. Die Petersilie fein hacken und ebenfalls unter die Bandnudeln geben.
Die Orangenbutternudeln zusammen mit den Kürbiscoulis, den Jakobsmuscheln und dem Orangenschaum anrichten.


Montag, 27. Oktober 2014

Getrocknete Tomaten, oder ich spiele Eichhörnchen…

…die letzten heimischen Tomaten konnte ich ergattern und ich weiß ja nicht wie es Dir geht, aber ich meine sie gehören ins Vorratsregal. Jetzt sind Tomaten ja nicht so pflegeleicht wie Kartoffeln, oder Äpfel die man mal eben so überwintern kann. Wenn Du Glück hast, bleiben sie bei kühler Lagerung mal so knappe 14 Tage fest und frisch. Wenn ich von kühler Lagerung spreche meine ich natürlich nicht den Kühlschrank. Um Gotteswillen auf keinen Fall in den Kühlschrank. Der kalte Diener ist der totale Aromakiller bei Tomaten. Wenn Du einen kühlen Keller hast, oder womöglich eine Speisekammer, ist das schon die halbe Miete. Aber ich will Dir ja heute zeigen wie Du Deine Tomaten über den Herbst hinaus retten kannst, damit Du im Winter auch noch etwas von den roten Früchtchen hast.
Ganz einfach, Du trocknest sie! Klar kannst Du sie als Tomatensauce verarbeiten, oder als Tomatenpaste, aber mit getrockneten Tomaten kannst Du viel mehr anfangen und all diese anderen Sachen kannst Du auch mit getrockneten Tomaten machen. Ich finde Tomaten trocknen ist eine geniale Methode wenn es schnell gehen soll. Du wäschst die Tomaten, schneidest den Stielansatz heraus, viertelst sie, entfernst die Kerne, die Kammerwände und natürlich auch das Glibberzeugs. Wenn Du auch stolzer Besitzer eines Dörrgerätes bist, hast Du es gut, denn Deine Tomaten benötigen mit einem Dörrautomaten wesentlich weniger Strom wie ein Backofen. Hast Du kein Dörrgerät, geht das Trocknen im Backofen genauso gut.
Du legst jetzt Deine Tomatenviertel entweder in Deine Körbe vom Dörrdingens oder auf ein Backblech das Du vorher mit Backpapier ausgelegt hast. Den Backofen stellst Du auf 80°C, Du lässt die Backofentür einige Millimeter geöffnet und trocknest die Tomaten gute 10 bis 12 Stunden. Deinen Dörrknecht bedienst Du nach Anweisung Deiner Bedienungsanleitung. Ich stelle mein Gerät immer auf 70°C und das dauert dann auch gut 10 bis 12 Stunden.
Die getrockneten Tomaten schichtest Du entweder in Twist-off-Gläser und begießt sie mit einem guten aromatischen Olivenöl, oder verpackst sie gut in Klarsichttüten. Das Olivenöl wird von den Tomaten noch aromatisiert und ist sehr schmackhaft auf Salaten. Beide Versionen der getrockneten Tomaten sind übrigens auch sehr gern gesehene Mitbringsel.
Du kannst die getrockneten Tomaten auch als Ersatz für Chips knabbern, das ist bestimmt gesünder und nicht weniger schmackhaft. Probier es mal aus, ich gehe jetzt auch wieder Eichhörnchen spielen…

Freitag, 24. Oktober 2014

Apfeldessert, oder die Fortsetzung der Topfenknödel mit Apfelmarzipanfüllung…

…gestern gab es die Topfenknödel und heute gibt es den Rest dazu. Um genau zu sagen, Bratapfelmousse und Paradiesäpfel. Für die Bratapfelmousse mussten die geschmacklichen Grundlagen eines Bratapfelkuchens herhalten und für die Paradiesäpfel wurde ich durch die Herbstkirmes im Nachbarstädtchen animiert. Kennst Du diese süßen Paradiesäpfel, die fürchterlich kleben und irgendwann hat man das Gefühl der ganze Mund ist zugekleistert!? Pfiffige Hersteller verwenden mittlerweile aromatische säuerliche Äpfel und die eher geschmacksflachen Golden Delicious werden außer Acht gelassen. Gut so!
Ich backe und koche äußerst gerne mit der Sorte Boskop, außerdem ist es eine alte Sorte und der Allergengehalt ist weitaus niedriger wie in so einem Golden Delicious. Doch das muss jeder für sich ausprobieren und wenn Du zu den Glücklichen gehörst die mit diesem ganzen Allergiegedöns und Unverträglichkeiten eh nichts am Hut hat, muss und sollte es Dir eh egal sein welchen Apfel du verwendest. Dann geht es nur noch um Geschmack und uns schmecken die Säuerlichen einfach besser. Für das Bratapfelmousse kannst Du einen Apfel verwenden der beim Kochen schnell zerfällt, für den Paradiesapfel brauchst Du einen festen, beständigen Apfel, denn der Zuckerguss ist sehr heiß und der Apfel soll ja nicht unter dem Guss garen.
Die Paradiesäpfel kannst Du auch gut einen Tag vorher zubereiten, dann können sie in Ruhe auskühlen, das machen die auf der Kirmes auch so.
Also fangen wir mal an.
Paradiesäpfel:
4 Esslöffel Wasser
½ Teelöffel Essig
½ Teelöffel Zitronensaft
1 Esslöffel Grenadine-Sirup
500 g Zucker
2 Äpfel
Aus den Äpfeln kleine Apfelkugeln ausstechen und auf Schaschlikspieße stecken.
Alle Zutaten bis auf die Apfelkugeln vermischen und langsam zum kochen bringen. Die Zuckerlösung kochen bis sie eine Temperatur von 145°C erreicht hat, dann die Apfelkugeln hinein tauchen und sofort in Eiswasser abschrecken. Das muss wirklich rasend schnell geschehen, denn wie schon erwähnt, garen die Äpfel und die Zuckerkruste wird nicht fest. Du musst also etwas experimentieren.
Die Bratapfelmousse geht wesentlich einfacher, die machst Du wie folgt.
Bratapfelmousse:
2 Äpfel
50 g getrocknete Aprikosen
1 Esslöffel Rum
2 Esslöffel Zucker
Die Äpfel und die Aprikosen in grobe Stücke schneiden, mit Zucker bestreuen und den Rum aufträufeln. Etwas stehen lassen und marinieren. Alles zusammen in einen Topf geben und gar dünsten. Abkühlen lassen und mit einem Mixstab superfein pürieren. Jetzt noch durch ein Sieb streichen, abkühlen lassen und die Apfelmasse für die Mousse ist fertig.
2 Eigelbe
2 Eiweiße
1 Esslöffel Zucker
Mark einer Vanillestange
3 Blatt Gelatine in Wasser 10 Minuten quellen lassen
200 ml Sahne
Die Eigelbe mit dem Zucker und dem Vanillemark schaumig schlagen. Die Eiweiße zu Schnee schlagen und die Sahne ebenfalls schlagen. Die Eigelbmasse mit dem Eischnee und der Sahne vermischen. Die Gelatine ausdrücken, erwärmen bis sie flüssig ist. Nun die Gelatine zur Sahnemischung geben, bzw. erst einige Esslöffel von der Sahnemischung zur Gelatine geben, verrühren und dann wieder zurück zur Sahnecreme geben. Nun noch die abgekühlte Apfelmasse untermischen und auf kleine Gläser verteilen. Die Bratapfelmousse für ca. 3 bis 4 Stunden im Kühlschrank erstarren lassen.
Die Mousse zusammen mit den Topfenknödeln und den Paradiesäpfeln anrichten und servieren.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Urlaubserinnerungen, Apfeldessert mit Topfenknödel und Paradiesäpfel, oder doch ganz anders…

…es ist Wochen her wann ich dieses Dessert gemacht habe, es war irgendwann im Spätsommer inspiriert noch von unserem Urlaub in Südtirol. Du weißt schon, wir waren im Juni dort und Südtirol ohne kulinarisches Schlemmen geht gar nicht. So viele Anregungen habe ich dort gesammelt und irgendwie reicht die Zeit nie so ganz alles umzusetzen. Auf der Nachbastelliste standen ganz oben Topfenknödel. Jetzt ist es ja nicht so, als würden Herr GB und ich dort nur essen und trinken, nööö, wir machen auch den einen oder anderen Wanderweg unsicher und das dann ausgerechnet auf dem Weg eine Raststation liegt, die die weltbesten Marillenknödel hat, ist jetzt wirklich nicht unsere Schuld.
Also unser Weg wurde von einer ganz reizenden Hütte gekreuzt und prompt hatten die eine Speisekarte. Die Marillenknödel wurden sofort bestellt, denn wir hatten vorher einen heißen Tipp bekommen, wir sollten nur alleine wegen der Knödel den Weg auf uns nehmen. Wie gesagt, wir haben es nicht bereut, das Einzige was wir bereuten, dass wir keine Gelegenheit hatten die Hütte noch ein zweites Mal zu besuchen.
Herr GB war so begeistert und drängte die Wirtin uns das Rezept zu geben. Na so ganz hat sie es nicht herausgerückt, aber Anhaltspunkte hat sie gegeben. Bis ich mich endlich durchdringen konnte nach Anhaltspunkten nachzubasteln war die Aprikosenzeit vorbei und jetzt stand ich da mit meinem kurzen Hemd ohne Marillen. Dann lachten mich die Äpfel so sehr an und da kam der Geistesblitz. Topfenknödel mit Apfelfüllung.
Es verselbstständigte sich der Apfelgedanke und Schwups war ein ganzes Dessert im Kopf. Von der Herbstkirmes im Nachbarstädtchen angestiftet kam dann auch noch die Idee für den Paradiesapfel hinzu, aber das ist eine andere Geschichte, die gibt es in den kommenden Tagen zusammen mit der Apfelmousse.
Heute Topfenknödel:
Für den Teig
3 Eier
120 g Butter
150 g Hartweizengrieß, fein
150 g Mehl
500 g Quark 20% (gute 12 Stunden abtropfen lassen)
Mark einer Vanilleschote
1 Prise Salz
Apfelstückchen ganz kurz dünsten, höchstens 3 Minuten
100 g Rohmarzipan
Die Butter schaumig schlagen. Nach und nach die Eier zugeben und gründlich mit der Butter verschlagen. Dann nach und nach die anderen Zutaten zugeben. Mehl und Quark immer im Wechsel. Den Teig so lange rühren bis ein glatter Teig entstanden ist. Den Teig zu einer Rolle formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde ruhen lassen. Je länger er ruht umso besser.
Den Teig in 12 Scheiben schneiden und jede Scheibe dünn ausrollen.
Jeweils in die Mitte jeder einzelnen Scheibe ein Stück Apfel legen, das Apfelstück mit dem überstehenden Teig umschließen und zu einer Kugel formen. Bitte den Nachtrag unten beachten!
Wasser zum kochen bringen, salzen und die einzelnen Knödel in das kochende Wasser legen. Die Hitze reduzieren und die Knödel ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen bis sie aufsteigen.
Für die Butterbrösel
150 g Butter
60 g Zucker
1 Esslöffel Vanillezucker
300 g Paniermehl / Semmelbrösel
Zimtzucker
Butter, Zucker, Vanillezucker und Paniermehl in einer Pfanne vermischen und erhitzen. Dabei kann man sie Brösel ruhig leicht anrösten.
Die Topfenknödel in die Butterbrösel geben und rundherum behutsam in den Bröseln wälzen. Auf Teller geben und mit etwas Zimtzucker bestäuben.

Nachtrag: Man, man, man, wie konnte mir das passieren!? Lag bestimmt daran weil es Wochen her ist wann ich die Knödel gemacht habe.

Eh die Apfelstücke in dem Topfenknödelteig versteckt werden, bitte vorher noch mit ausgerolltem Rohmarzipan umhüllen und dann erst den Knödelteig herum basteln. Ich habe das Rohmarzipan mit in die Zutatenliste aufgenommen.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Herbstessen, Spitzkohlauflauf mit Bier…

…hast Du es auch schon gemerkt, er gibt sich alle Mühe sich unbeliebt zu machen. Ungemütlich, unangenehm stürmisch und unberechenbar. Morgens noch nett und freundlich, mittags so lala und abends, ja abends wenn es eigentlich nett werden sollte, dann haut er mal so richtig rein und versaut Dir den Feierabend. Von den Wochenenden will ich gar nicht reden. Hast Du dich gerade auf richtig schöne leuchtende Stunden gefreut, wird es genauso wie Du es im Leben nicht wolltest, trübe und unausstehlich grau. Du fragst Dich die ganze Zeit von wem oder was ich hier herum fasle? Vom Herbst natürlich! Er treibt es im Moment nicht nur recht bunt, sondern auch stürmisch. Wobei mal so ganz unter uns, ich mag den Herbst ja ausgesprochen gerne. Der Geruch von feuchtem Laub, im Wald duftet es nach Pilzen und der Appetit auf herzhafte Gerichte steigt von Tag zu Tag. In Weingegenden duften ganze Orte nach geerntetem Wein der frisch angesetzt wurde. Und dann die weiten Felder voller Kohl.
Herbst hat genauso einen ganz speziellen Duft wie jede andere Jahreszeit auch, aber eben vergleichbar mit Nichts. Herbst ist halt Herbst und riecht auch wie Herbst. Und mein Spitzkohlauflauf mit Bier schmeckt auch am besten jetzt. Okay, vielleicht auch noch in den Wintermonaten, aber dann ist auch gut. Im Frühling tischen wir dann wieder etwas Frisches auf, aber bis dahin dauert es noch einige Monate und deshalb gibt es den heute, hier und jetzt.
Den Spitzkohlauflauf mit Bier:
1 kg Spitzkohl fein gehobelt
250 g Schinkenwürfel
3 Zwiebeln in kleine Würfel
Rapsöl
1 Flasche 0,5 Liter Alt-Bier
400 g Schmand
3 Eier
Pfeffer, Salz, Muskatnuss
1 Teelöffel Zucker
8 mittelgroße Pellkartoffeln
Nochmal 2 Zwiebeln in Ringe geschnitten
2 Esslöffel Rapsöl
1 Esslöffel Butter
Rapsöl in einen großen Topf geben. Zwiebel- und Schinkenwürfel leicht dünsten bis die Zwiebelwürfel glasig sind. Nun den fein gehobelten Spitzkohl zugeben, den Zucker untermischen und anbraten.
Das muss schnell und auf hoher Temperatur geschehen. Nun mit der Hälfte des Altbiers ablöschen und einkochen lassen. Wenn das Bier herunter gekocht ist, den Rest des Alts zugeben. Nochmals aufkochen lassen.
Die frisch gekochten Pellkartoffeln heiß schälen, grob in Scheiben schneiden und leicht quetschen. In eine große Auflaufschale geben. Die Kartoffeln mit Salz und Pfeffer würzen. Die Spitzkohlmischung mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf die Kartoffeln geben. Den Schmand und die Eier verquirlen, mit Pfeffer, Salz und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Die Eiermischung über den Spitzkohl gießen und die Auflaufschale in den vorgeheizten Backofen stellen. Den Auflauf bei 180°C gute 30 Minuten garen, zwischendurch mal schauen das er nicht zu braun wird, sonst mit Alufolie abdecken.
In einer kleinen Pfanne Rapsöl und Butter erhitzen und im Fett die Zwiebelringe braun frittieren.
Anrichten: Jeweils eine Portion von dem Auflauf auf einen Teller geben und mit den braunen Zwiebelringen belegen, fertig!