Dienstag, 11. November 2014

Ich habe den Kaffee auf, oder Hähnchenschnitzel mit Gemüse in Kaffeesauce…

…bist Du eher ein Kaffeetrinker oder doch lieber ein Teegenießer? Also ich habe mich mit der Zeit eher zum Teetrinker entwickelt. Geplant war das so nicht, früher habe ich täglich mindestens eine Kanne Kaffee getrunken, aber jetzt nur noch so zwei große Tassen. Okay, wenn es Kuchen gibt kann es auch mal mehr sein und während der kalten Jahreszeit, die wir derzeit zweifelsohne haben, auch wenn sich draußen die Temperaturen noch immer im zweistelligen Bereich tummeln, brauche ich den Kaffee morgens nur schon alleine um wach zu werden.
Letztens ist mir mal eine Kaffeelektüre in die Hände gefallen. So ein kleines Heftchen mit Unmengen an Informationen über die schwarzen Bohnen. Wo er überall angebaut wird, über die unterschiedlichsten Zubereitungsarten, Aufklärungen der verschiedenen Röstungsarten und natürlich in welchen Rezepten er in der Küche verwendet wird.
In Desserts wird er ja sehr häufig verwendet. Beim Kaffeeeis angefangen, über Espressomousse, Cappuccinoparfait bis hin zur Mokkatorte und andere Köstlichkeiten ist das ja nichts Neues. Aber von Kaffeechips zu Fisch hatte ich bisher noch nichts gehört und auch nur am Rande von einer Kaffeemarinade in der Fleisch eingelegt wurde. Doch richtig interessant fand ich Gemüse in Kaffeesauce. Das Rezept habe ich aufs Büdchen zugeschnitten und ich muss sagen, echt toll! Erst konnte ich es mir gar nicht so recht vorstellen, aber in der Kombination zu den Hähnchenschnitzeln hat es mich vollkommen überzeugt.
Ach ja, außerdem ging es rasend schnell, ist alltagstauglich und entsprach auch dem Geschmack von Herrn GB. Aber der mag Kaffee sowieso sehr gerne.
Hähnchenschnitzel mit Gemüse in Kaffeesauce
4 Geflügelfilets
3 kleine Zucchini
2 Bund Frühlingszwiebeln
6 mittelgroße Möhren
1 Ei
Mehl
Salz, Pfeffer
Butter und Erdnussöl zu gleichen Teilen
1/8 Liter Weißwein
1/8 Liter Espresso
30 ml Portwein
1 Teelöffel braunen Zucker
1 -2 Messerspitze/n Zimt
Saft einer halben Zitrone
Zitronenzesten
1 Esslöffel glatte Petersilie fein gehackt
Die Geflügelfilets mit Pfeffer und Salz würzen. Das Ei in einem tiefen Teller mit einer Gabel kräftig aufschlagen. Das Mehl ebenfalls auf einen Teller geben. Nun das gewürzte Filet mit Ei und Mehl panieren. Butter und Erdnussöl erhitzen und die panierten Geflügelfilets rundherum braun braten. Die gebratenen Filets zur Seite stellen und warm halten.
Das Gemüse putzen und in gleichgroße, mundgerechte Stücke schneiden. Die Gemüsestücke im restlichen Fett in der Pfanne unter rühren einige Minuten braten. Mit Portwein ablöschen, den Zucker zugeben, zusammen etwas einkochen lassen und dabei leicht karamellisieren. Mit dem Weißwein und dem Espresso ablöschen. Mit Zimt nach Geschmack würzen. Die Zitronenzesten unter mischen und ggf. mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Die gebratenen Geflügelfilets auf das Gemüse geben, mit Zitronensaft beträufeln und zugedeckt zusammen mit dem Gemüse knappe 5 bis 10 Minuten garen bzw. wärmen.
Wer gerne eine Beilage möchte, sollte sich etwas Wildreis dazu kochen. Alles zusammen mit der glatten Petersilie anrichten.

Donnerstag, 6. November 2014

Nicht jedes Rezept ist zu gebrauchen, oder Schoko-Shooter statt Marshmallow…

…ganz großes Kino sollte es werden, jahaaa ganz großes Kino und was war es? Na, was glaubst Du? Genau das mega Fiasko der Woche. Nee Herr Pranschke, das war nix. Eigentlich bin ich ja von Ihrem neuen Buch überzeugt, so wie von den vielen anderen Büchern die aus Ihrer Feder stammen, aber das Rezept mit den Marshmallows war einfach nur, gelinde ausgedrückt, Mist! Wabbeliges Glibberzeugs das zwar nach Marshmallows schmeckte, aber weit von der Konsistenz echtem Mäusespeck entfernt ist.
Gut ausgesehen haben sie ja, die Glibberdinger, aber ich wollte sie zu einem Dessert meinem Besuch anbieten. Nee, mit dem Zeugs hätte ich mir komplett meinen guten Ruf in Sachen Geschmack ruiniert. Das konnte ich keinem anbieten, selbst vor Herrn GB habe ich mich irgendwie geschämt.
Aber mal so ganz unter uns, ich weiß ja welche Rolle ich im Leben bei Herrn GB spiele, aber das er echt soweit gehen würde, sich für so ein Quaddelzeugs opfern würde, wäre mir im Traum doch nicht eingefallen.
Einen Teil des Zeugs hat er tatsächlich gegessen, oder sagen wir mal probiert, aber der Hauptteil ist dann wirklich in den Abfall gelandet. Kannst Du Dir vorstellen wie weh mir das tat? Die wertvollen Zutaten, die Arbeit und ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich habe mich so sehr über die Bilder gefreut. Jetzt schau mal selbst, die sind doch so schlecht nicht geworden.
Wieder mal ein Beweis wie sehr in so manch einem Kochbuch gefuscht wird. Schöne Bilder alleine bringen es eben auch nicht.
Herrn GB konnte ich jetzt nicht mit den Bildern einfach mal so abspeisen. Als kleine Entschädigung habe ich ihm auf die Schnelle einen Schoko-Shooter serviert. Den habe ich übrigens auch in dem Schokoladenbuch gefunden. Allerdings habe ich da von vorneherein das Rezept abgewandelt, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich 2 cl Sahne mit 6 cl Whisky-Creme-Likör zu einem Sahneschaum schlagen kann. Meine Befürchtung dass die Sahne gerinnt bestätigte sich übrigens bei einem Versuch den ich einen Tag später ausprobierte.
Hier jetzt mein Rezept mit Gelinggarantie:
150 ml geschlagene Sahne
8 cl Sahnelikör
2 Teelöffel süßes Kakaopulver
4 Espresso
Wenn Du hast, 4 Espressotassen aus Glas
Den Sahnelikör mit einem Pürierstab schaumig aufschlagen. Die geschlagene Sahne mit dem aufgeschlagenen Sahnelikör vermischen.
Jeweils einen halben Teelöffel Kakaopulver in eine Espressotasse geben und einen heißen Espresso aufgießen. Dann obenauf auf jeden Espresso einen großen Löffel von der Likörsahne geben.
Mit diesem kleinen Trostpflaster konnte ich Herrn GB wieder fröhlich stimmen.
Nichtsdestotrotz werde ich sicherlich viele weitere Rezepte aus dem Buch ausprobieren, denn die Backrezepte hören sich richtig gut an.