Samstag, 28. Februar 2015

Halb Winter- und halb Frühlingsessen, Skrei auf mariniertem Wintergemüse mit Meerrettichmousse...

Also bei aller Liebe, aber der Februar ist definitiv ein Wintermonat und auch wenn die Schneeglöckchen sich der Sonne entgegen recken, es ist und bleib noch Winter. Ja, ich habe eigentlich auch keine Lust mehr auf Schnee und Kälte, aber zum Glück haben wir ja noch keine Wettermaschine an der man mal eben auf Frühling schalten kann. Sicherlich könnte man schon in der Küche das Frühlingsprogramm abspulen, aber das wollen wir nicht. Im Moment genießen wir noch Wintergemüse. Rote Beete, Steckrübe und als kleine Schmuggelware noch Kohlraben. Lange habe ich überlegt, ob ich tatsächlich Skrei kaufen will. Er hat schon ein ganz besonderes saftiges Fleisch, die Skreizeit ist kurz und es könnte sein, dass ich mich hinterher ärgere, wenn die Saison für Skrei vorbei ist.
Keine langen Diskusionen, ich habe ihn gekauft.
Bei dem Rote Bete-Kauf stand Herrn GB ganz geduldig neben mir. Ich möchte gar nicht wissen was er so dachte als ich total begeistert auf die Bete stürmte. Du weißt schon, er isst sie zwar mittlerweile, aber enge Freunde werden die zwei nie.
Aber ich kann Dir versichern, Herrn GB hat der Skrei samt Beilagen auch Spaß gemacht und selbst bei der roten Bete hat er Nachschlag verlangt.
Skrei auf mariniertem Wintergemüse mit Meerrettichmousse
Skrei, pro Person 200 g. mit Haut
Rote Beete, pro Person eine ½ Beete
Steckrübe, pro Person ca. eine Scheibe von 1 cm dicke
Kohlrabi, pro Person eine ½ Knolle
Rote Beete mit Schale in einem Topf mit Salzwasser garen. Achte darauf dass die Schale auf keinem Fall beschädigt ist, sonst blutet sie aus und wird unschön. Ist sie gar, schäle sie,, aber ziehe Dir vorher Handschuhe an!!! Das Zeug färbt! Geschält schneidest Du sie in fingerdicke Stücke.
Steckrübe und Kohlraben schälen und ebenfalls in fingerdicke Stifte schneiden. Wenn Du einen Dampfgarer hast dann gare sie 10 Minuten im Dampf, sonst wie gewohnt in wenig Wasser.
Für die Marinade vermischt Du einfach einen Teil Balsamessig mit 3 Teilen gutem Olivenöl. Diese Mischung würzt Du mit Salz und Pfeffer. Sobald das Gemüse gegart ist, gießt Du es ab und gibst es jeweils in eine Schale. Nun löffelst Du etwas von der Marinade über jede Gemüsesorte. Das kann man gut vorbereiten.

Für die Meerrettichmousse benötigst Du:
50 g Meerrettich aus dem Glas
100 g Joghurt mit hohem Fettanteil
150 g Sauerrahm
50 g geschlagene Sahne
2 Blatt Gelatine
Pfeffer und Salz
Alle Zutaten bis auf die Gelatine gründlich verrühren. Die Gelatine nach Anweisung in Wasser quellen lassen. Ausdrücken und im Wasserbad oder Mikrowelle kurz erwärmen bis sie flüssig ist. Etwas Meerrettichgemisch in die Gelatine geben, verrühren und zurück in die Meerrettichcreme geben. Gut untermischen, mit Folie abdecken und im Kühlschrank mindestens 3 Stunden erstarren lassen.

Petersilienöl:
200 ml Olivenöl
100 g Petersilienblätter
Beides in einen Mixer, oder Blender geben und fein pürieren.
Kleiner Tipp, in Petersilienöl kannst Du auch wunderbar Nudeltaschen schwenken, oder Du kannst es als Grundlage für eine Salatsauce verwenden.

Den Skrei schneidest Du in schmale Streifen. Er wird lediglich mit Salz und Pfeffer gewürzt und in Butterschmalz gebraten. Zuerst einige Minuten auf der Hautseite, dann 1-2 weitere Minuten auf der Fleischseite.

Fürs Anrichten hast Du auch noch pro Person eins bis zwei Büschchen Feldsalat besorgt.
Nun geht es los. Von jeder Sorte Gemüse legst Du 3 Stifte auf den Teller. Von der Meerrettichmousse stichst Du pro Person mit zwei Esslöffeln eine Nocke ab. Nun legst Du den Feldsalat an und träufelst über den Teller einige Tropfen von dem Petersilienöl.
Jetzt noch auf jedes Gemüsepäckchen ein Stück Fisch legen und schnell servieren eh der Fisch kalt ist.

Freitag, 27. Februar 2015

WEINRALLYE #83 “WEIN IN FILM UND FERNSEHEN”

Na ich trau mich was! Sicher bin ich kein Weinkenner und schon gar kein Spezialist. Aber ich mag Wein und ich schaue auch gelegentlich Fernsehen. Mit Vorliebe Krimis. Wie hieß es doch noch gleich in diesem Lied vom Billy *Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett, nie ins Bett, nie ins Bett…..* Aber hier gibt es lediglich ein Klärchen und keine Mimi.
Ich schweife ab. Also, jetzt halt Dich fest, ich mach mit bei der monatlichen Weinrally, die in diesem Monat von edelste weine veranstaltet wird.
Ja sag ich doch, ich trau mich was.
Brisantes Thema sag ich Dir „Wein in Film und Fernsehen“
Machst Du Dir eigentlich einen Plan davon wie oft Alkohol in Filmen präsentiert wird?
Erst dachte ich so, Klärchen vergiss es, bei der Weinrally mitmachen ist schon eine ganz eigene Hausnummer. Doch je mehr ich mich damit beschäftigte, je mehr ist mir bewusst geworden dass eigentlich keine Krimiserie ohne Wein oder Sekt auskommt. Mal wurde das Gift in den Wein gemischt, mal nimmt einer Tabletten und trinkt bis zur Besinnungslosigkeit einen guten Tropfen dazu, ist ja eh der Letzte. Gerne wird ein Fläschchen Wein auch als Mitbringsel missbraucht, um sich bei dem zu ermordenden Zutritt in sein Heim zu verschaffen. Ganz fatal die Fälle wo ein Mensch den Tod durch erschlagen gefunden hat, erschlagen mit einer Weinflasche.
Erzähl mir nichts, ich kenne alle Tricks! Wein öffnet Türen und Tore, löst Zungen und minimiert die Hemmschwelle.
Wie viele tausend Weingläser wurden von der SpuSi schon sichergestellt, aber keiner spricht über Weinsorte, gibt mal einen Tipp zum Weingut oder macht sich Gedanken, ob der Wein Kork hatte oder gar zu lange bei Zimmertemperatur auf dem Tisch rum stand, gerade bei den Weißen. Aber egal, es werden eh die Roten bevorzugt.
Das Ganze ist eigentlich ein Frevel an der gesamten Weinkultur.

Aber den Höhepunkt gab es neulich im Fall für Zwei. Da gab es doch tatsächlich die Idee Wein in Dosen abzufüllen. Ja geht’s denn noch. Aber wie real das ist, ist mir bewusst geworden als ich mich näher damit beschäftigte. Das eine oder andere ist dann doch faktisch.


Donnerstag, 26. Februar 2015

Ein Forellenhof ganz in der Nähe, das muss man doch nutzen…

Seit Monaten sage ich zu Herrn GB, wir müssen unbedingt zu diesem Forellenhof, der auf der anderen Seite der Ruhr ist, fahren. Herr GB als zuvorkommender Gatte, erfüllt mir jeden Wunsch und wir fahren dort hin. Bei unserem ersten Besuch waren wir zu früh (Du weißt schon Öffnungszeiten und sonn Gedöns), beim zweiten Mal waren Betriebsferien, doch der dritte Anlauf war dann endlich erfolgreich und sie hatten geöffnet.
Was uns erwartete, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt.
Nicht einfach Fischteiche, Räucherkammer und Verkaufstresen.
Ein richtig nettes kleines Lokal mit einer sehr schönen Speisekarte.
Wie hier kann man auch essen!?
Gegessen haben wir dort nicht, aber ganz hervorragende geräucherte Forellen und einen sehr schmackhaften geräucherten Saibling erworben. In welcher Form die den Weg auf unseren Tisch gefunden haben erzähle ich Euch demnächst. Aber was dieser Besuch noch so mit sich brachte war sehr interessant. Wir sind mit den Besitzern ins Gespräch gekommen und die Infos über ihre Produkte, über ihr Anwesen, die Art der Vermarktung, was und wie sie ihre Produkte anbieten hat uns begeistert. Um es für Euch auf den Punkt zu bringen, es geht nicht nur Geräuchertes über den Tresen, auch frisch geschlachtete Forellen, Lachsforellen und Saiblinge sind im Angebot. Das halten wir im Hinterkopf.
Tja und jetzt kannst Du Dir sicher schon denken was passierte. Wieder einige Wochen später, eine Idee nahm ihren Lauf.
Irgendwo hatte ich mal von Lachsforelle auf Rieslingkraut gelesen. Bei mir wurde kurzerhand daraus ein Filet und aus dem Rieslingkraut ein Rieslingrahmkraut.
Noch schnell ein Wan Tan dazu und fertig. Aber jetzt musste ich erstmal eine vernünftige Lachsforelle bekommen. Jetzt kommt wieder der Forellenhof ins Spiel. Ein Anruf genügte und die Forelle, die zum Zeitpunkt des Anrufs noch ihre morgendlichen Bahnen schwamm, lag pünktlich zur vereinbarten Zeit filetiert abholbereit. Jetzt sag mal, geht es noch frischer und regionaler?
Was ich daraus gemacht habe? Schau mal!
Lachsforellenfilet auf Rieslingrahmkraut und Blutwurst-Apfel Wan Tan
Rieslingrahmkraut:
500 g gewaschenes Sauerkraut
1 Zwiebel in ganz feine Streifen geschnitten
1 Esslöffel Butterschmalz
200 ml klare Gemüsebrühe
200 ml trockener Riesling
1 mittelgroße rohe mehlige Kartoffel, fein gerieben
70 g säuerlicher Apfel, ebenfalls fein gerieben
5 Wachholderbeeren
2 Nelken
3 kleine Lorbeerblätter
200 g Crème fraîche
Salz und Pfeffer
Im erhitzten Butterschmalz die Zwiebelstreifen glasig dünsten. Das Sauerkraut zugeben und auch ganz kurz andünsten. Mit dem Wein und der Brühe ablöschen. Die Gewürze, wie auch den geriebenen Apfel als auch die geriebene Kartoffel zugeben. Mit Salz und Pfeffer etwas würzen und mit geschlossenem Deckel ca. 30 Minuten auf kleiner Temperatur garen.
Die Gewürze entfernen und Crème fraîche unterrühren. Evtl. nochmals abschmecken. 
Blutwurst-Apfel Wan Tan:
Wan Tan-Blätter
1 Esslöffel Butter
1 Schalotte, ganz besonders fein gewürfelt
3 Esslöffel fein gewürfelte Blutwurst
½ säuerlichen Apfel fein gewürfelt
1 Teelöffel Thymianblättchen
1 verquirltes Ei
Butterschmalz
Butter auslassen und die Schalottenwürfel glasig dünsten. Die Blutwurstwürfel und Apfelstückchen zugeben und mit Thymianblätter würzen. Alles gut vermischen und 10 Minuten dünsten. Die Wan Tan-Blätter auslegen und in die Mitte jeweils einen Teelöffel Blutwurstmischung geben. Die Ränder vom Wan Tan-Blatt mit den verquirlten Ei bestreichen und zu einem Dreieck zusammen falten.
Die Wan Tan-Taschen in heißem Butterschmalz von beiden Seiten fritieren.
Das Lachsforellenfilet mit etwas Salz und Pfeffer würzen und in Butter, mit der Haut zuerst, braten.
Das Rieslingrahmkraut auf Teller anrichten, darauf das gebratene Lachsforellenfilet legen und mit einem Wan Tan obenauf dekorieren. Noch ein Salatblättchen anlegen und fertig.

Mittwoch, 25. Februar 2015

Jäger, Sammler, Männeressen, oder einfach Büdchenschnitzel …



Frage jeden Mann den du kennst, ob er Schnitzel mag und ich bin überzeugt der eine oder andere bekommt leuchtende Augen und Speichelfluss. Männeressen!
Herr GB ist auch so einer, er liebt Schnitzel und es gab Zeiten, da hätte er wohl kaum eine Woche überstanden, ohne nicht wenigstens einmal ein Schnitzel gegessen zu haben. Natürlich ganz klassisch das Wiener. Heutzutage ist der Speiseplan wesentlich vielseitiger geworden und der Fleischkonsum weitaus geringer. Aber wenn es ein Schnitzel sein soll, dann gibt es unverändert ganz klare Vorgaben. Kalb, Panade und Buttergeschmack. Dem Drumherum sind eigentlich keine Grenzen gesetzt, da darf ich meinen Phantasien freien Lauf lassen.
Passend zur Schnitzeljagd beim Peter, lag im Büdchen ein Schnitzel auf dem Teller. Was für ein Zufall.
In Peters Kochtopf wurde zur Schnitzeljagd aufgerufen und ihm ist jedes Schnitzel willkommen.
Blogevent Schnitzeljagd
Da hat der eine oder andere schon ganz schön gezaubert und bei jeder weiteren Schnitzelpräsentation lief mir das Wasser im Mund zusammen. Denn nicht nur Herr GB liebt Schnitzel.
Also vom Peter animiert, habe ich nicht nur für den Gatten und für mich ein Schnitzel gebraten, sondern der Peter bekommt auch etwas ab. Wenn auch nur den Beitrag und die Bilder, aber er wollte es ja so und nun kann er alle Beiträge beherzt sammeln.
Aus dem Büdchen gibt es Büdchenschnitzel auf Wildkräutersalat mit Kirschenvinaigrette und Polentanocken
Zutaten Schnitzel:
2 Kalbschnitzel aus der Oberschale
Mehl
Ei
Paniermehl
1 - 2 Esslöffel geschlagene Sahne
Gewürzmischung: Salz, Pfeffer, Senfkörner, Koriandersamen, etwas Chili, Paprika, Knoblauch
Butterschmalz, oder halb Öl und Butter, aber reichlich!
Die Gewürzmischung mörsern oder fein mahlen. Das Ei zusammen mit der Gewürzmischung und der Sahne verschlagen.
Die Schnitzel gut mit Küchenrolle abtrocknen.
Jetzt baust Du Dir eine Panierstraße.
Einen Teller mit Mehl, einen mit dem verschlagenen Ei und den Dritten mit Paniermehl. Das Kalbfleisch erst in Mehl wenden und etwas abklopfen, dann in dem Ei wenden und zu guter Letzt ab ins Paniermehl. Die Panade nicht andrücken, sonst geht sie nicht auf!
Das Fett hast Du bereits in einer großen Pfanne erhitzt. Nun die Schnitzel hinein, sie müssen schwimmen können. Du denkst jetzt sicher, boah so viel Fett! Ja, so muss das, keiner hat gesagt dass Schnitzel ein Diätessen ist!!!
Also die Dinger schwimmen und nun kommt der richtige Trick, mit einem Esslöffel schaufelst Du immer wieder das heiße Fett auf die Oberseite der Schnitzel, selbstverständlich drehst Du sie auch mal um und lässt sie von der anderen Seite braten. Schließlich muss sich ja die ganze Panade mit Fett vollsaugen! *hüstel*
Aber wie gesagt, immer wieder mit heißem Fett begießen! Ein richtig gutes Schnitzel erkennst Du an der luftigen Panade, richtige Luftblasen müssen entstehen. Dieses angeklatschte gepresste Zeugs ist nicht richtig. Sind die Schnitzel goldbraun gibst Du sie auf einen Teller den Du mit Küchenrolle ausgelegt hast. Die Küchenrolle saugt einiges von dem Fett auf. Also Du kannst Dich wieder beruhigen.
Jetzt kommt der diätische Ausgleich, Wildkräutersalat:

Wildkräuter pro Person eine Handvoll (Sauerampfer, Löwenzahn, Giersch etc.)
1 Teil Zitronensaft
1-2 Esslöffel Kirschbalsamessig, oder Himbeeressig
Salz, Pfeffer,
½ Teelöffel Zucker
3 Teile Walnussöl
½ Schalotte kleingewürfelt
2 Esslöffel Gartenkräuter (Petersilie, Dill, Schnittlauch, Kerbel etc.)
Wildkräuter waschen und trockenschleudern. Salz, Pfeffer und Zucker im Zitronensaft auflösen. Kirschbalsamessig zugeben. Das Walnussöl unterschlagen.
Die Gartenkräuter und die Schalottenwürfel hinzufügen und über die Wildkräuter geben.
Kleiner Tipp: Wildkräuter mögen Frucht und Süße, also es ist auch durchaus okay etwas mehr zu süßen. Probiere es einfach aus.

Für die Polentanocken kochst Du 500 ml Wasser und da rührst Du 100 g Polentagrieß hinein. Polenta wird kräftig mit Salz gewürzt und dann muss er ausquellen. Eh die Polenta zu fest wird müssen schnell noch zwei Esslöffel Butter untergerührt werden und dann die Polenta luftig aufschlagen.

Den Salat mit der Vinaigrette beträufeln und zusammen mit den Schnitzeln und den abgestochenen Polentanocken anrichten. Na, dann lass es Dir mal schmecken.

Dienstag, 24. Februar 2015

Jutta kocht vor, Kartoffelpüree mit Zitronennote an geräucherten Lachs und marinierten Radieschen, oder so ähnlich…

Ich hab mir gedacht, was die Jutta kann, kann ich schon lange und jetzt mal ganz ehrlich! Wir haben alles gegeben! Wobei es für uns nun auch nicht wirklich so unmöglich war, es nicht zu schaffen. Juttas Vorkochen hat nichts mit der Vorratshaltung zutun, oder so. Es war auch nur bedingt so, dass sie vorkochte und ich nach, aber irgendwie ging es dann doch um etwas ganz anderes.
Ach warte, ich erzähl mal von Anfang an.
Jutta, ich nehme an Du kennst Jutta? Jutta hat gekocht. Das an sich ist nichts Ungewöhnliches. Das was Jutta gekocht hat war wiederum eine schöne Anregung um es nach zu basteln, sehr delikat und äußerst schmackhaft, aber auch das ist nichts Ungewöhnliches, denn so kennen wir Jutta. Doch eine Speise die für 4 Personen vorgesehen ist, mit 2 Personen zu verputzen, das nenne ich mal ne Hausnummer.
Jutta hat mit ihrem Gatten vorgelegt, also mussten wir auch alles geben! Obwohl unsere Zusammenstellung in einigen Punkten abgewandelt wurde, haben Herr GB und ich so kräftig reingehauen, dass dann letztendlich auch alles verputzt war.
Sag ich doch, was die Jutta kann, kann ich schon lange, zusammengerechnet haben wir also für acht Personen gegessen.
Wie sag ich immer: uns könnte man besser kleiden statt ernähren, das würde preiswerter ;-)

Kartoffelpüree mit Zitronennote an geräucherten Lachs und marinierten Radieschen
Radieschen:
2 Bund Radieschen (die waren klein, ehrlich)
4 Esslöffel Grenadine
20 g Zucker
100 ml Apfelessig (Jutta hatte Walnussessig)
1 Esslöffel Kirschbalsamessig (nur wenn Du hast)
Radieschen fein hobeln. Apfelessig, Zucker und Grenadine mischen und aufkochen. Den Kirschbalsamessig zur Marinade geben und unterrühren. Alles über die Radieschen gießen und ziehen lassen.
Kartoffelpüree mit Zitronennote
600 kg Kartoffeln, mehlig
Ca. 150 ml -250 ml klare Gemüsebrühe
1 Esslöffel Rapsöl
Salz und einen Hauch Pfeffer
Gut einen Esslöffel geriebene Zitronenschale, kann auch mehr sein.
Kartoffeln schälen und in Salzwasser garen. Die Kartoffeln abgießen und mit einem Kartoffelstampfer stampfen. Das Rapsöl untermischen. Nach und nach die Gemüsebrühe in den Stampf rühren. Da musst Du schauen wieviel Deine Kartoffeln aufnehmen, es kann auch sein, dass die 250 ml Brühe nicht reichen und Du mehr benötigst. Die Konsistenz sollte schön cremig bzw. geschmeidig sein. Nun noch die geriebene Zitronenschale untermischen und fertig.

Pro Person ein Stück Graved Lachs von ca. 150 g

Die Radieschen abtropfen lassen und zusammen mit dem Kartoffelpüree auf einen Teller anrichten. Den Lachs anlegen, oder wie Jutta es gemacht hat, mit geräucherter Forelle belegen. Als Deko Petersilie oder sonstige grüne Blättchen auf die Kartoffeln stecken und servieren.
Ach ja, ich habe Juttas Tipp beherzigt und die Radieschen auf dem Teller mit etwas Salz bestreut, das war perfekt.

Sonntag, 22. Februar 2015

Am Wochenende gibt es Kuchen, magst Du Mohnkuchen?

Kennst Du das, Du möchtest zum Wochenende backen und Dir fällt einfach nichts Vernünftiges ein? Eine Torte ist zu üppig, ein Rührkuchen zu trocken. Waffeln hattest Du erst neulich und die Berliner sind zu fett. Jetzt komm mir nicht mit Fastenzeit, das ist ein anderes Thema und wird hier und heute nicht thematisiert.
Also egal zu welcher Zeit, im Büdchen gibt es am Wochenende entweder Kuchen, oder ein Dessert und manchmal, aber wirklich nur ganz selten (Finger hinterm Rücken über Kreuz) auch schon mal beides.
So, nun sollte es aber Kuchen geben und jetzt frag mich welche Backbücher in nicht alle geblättert habe und nirgends DAS Rezept gefunden. Dann habe ich in verschiedenen Rezeptdatenbanken gesucht und natürlich auch bei einigen Bloggerkollegen, ob es was zu klauen gab.
Zum guten Schluss hab ich etwas gemopst und ein bisschen gebastelt, ein wenig probiert und nochmals eine Nuance verändert.
Herausgekommen ist ein üppiger, aber köstlicher Mohnkuchen. Saftig und cremig zugleich. Ich gebe Dir einen Tipp, probiere um Himmelswillen und auf gar keinem Fall die Füllung vor dem Backen. Sie ist süß und sahnig, ja, sehr sahnig und sehr, sehr, sehr lecker süß. Wer will das schon im rohen Zustand essen. Herr GB war zum Glück mit anderen Dingen beschäftigt, ich bin mir ziemlich sicher, dass er es sich sonst in einer stillen Ecke mit dem Topf gemütlich gemacht hätte.
Eins solltest Du aber beachten, für die Zubereitung benötigst Du etwas Zeit, Zeit die sich aber wirklich lohnt. Oh man, ich preise den Mohnkuchen an, wie faule Butter, aber das ist er nun wirklich nicht. Ach was erzähle ich hier, jetzt kommt das Rezept:
Als erstes machst Du die Mohnfüllung, für die benötigst Du die meiste Zeit.Mohnfüllung:
200 ml Sahne
1 Liter Milch
500 ml Wasser
200 g Zucker
1 Prise Salz
2 Esslöffel Honig
Alle Zutaten vermischen, 4 Esslöffel von dem Gemisch zur Seite stellen und den Rest des Gemischs einmal aufkochen, dabei den Zucker auflösen.

4 Esslöffel Milchmischung von oben
60 g Speisestärke
Mark einer Vanillestange
Alle Zutaten verrühren und in die Milchmischung geben.

150 g Grieß (Weichweizen)
500 g gemahlenen Mohn
Grieß und Mohn mischen und ebenfalls in die heiße Milchmischung geben.

250 g zimmerwarme Butter
3 Esslöffel Amaretto
Den Amaretto in die Masse gießen und die Butter Stückchenweise in die warme Mohnmasse rühren.
Die Mohncreme in dem warmen Topf belassen und mit geschlossenem Deckel auf dem warmen Ofen stehen lassen. Den Herd evtl. auf kleinste Stufe schalten und die Mohncreme noch gute 15 Minuten quellen lassen. Gelegentlich umrühren, nicht das die Masse anhängt.
Nach der angegebenen Zeit die Creme abkühlen lassen. Sie sollte gut abkühlen!

3 Eier
Wenn die Masse gut abgekühlt ist, verschlägst Du 3 Eier. Die Eiercreme rührst Du unter die Mohnmasse.

Mürbeteigboden:
100 g Zucker
200 g kalte Butter
300 g Mehl
1 Ei
1 Prise Salz
Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und zu einer Kugel formen. Die Teigkugel in Frischhaltefolie verpacken und gute 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
Die Bratenpfanne des Backofens mit Backpapier auslegen und den Mürbeteig auf die Größe der Pfanne ausrollen. Das geht übrigens sehr gut wenn Du auf den Teig die Klarsichtfolie legst und dann ausrollst, denn mit dieser Methode klebt nichts.
Den ausgerollten Mürbeteig stellst Du wieder kalt und schaltest den Backofen auf 180°C zum vorheizen ein.
Streusel:
200 g Butter
200 g Zucker
350 g Mehl
1 Prise Salz
Butter, Zucker und Salz gut miteinander zu einer schön cremigen Masse vermengen. Jetzt das Mehl zugeben und vermengen bis der Teig eine streuselige Struktur hat.
Sollten Dir die Streusel nicht gleichmäßig genug sein, gebe sie durch ein Sieb, dann werden sie ganz fein und wunderbar streufähig.
Nun gibst Du die Mohnmasse auf den ausgerollten Mürbeteig und streichst ihn glatt. Auf die Mohnmasse streust Du die Streusel.
Die Bratenpfanne mit dem Mohngedöns schiebst Du in den vorgeheizten Backofen und backst ihn auf 160°C Umluft gute 60 bis 65 Minuten. Mach auf jedem Fall die Stäbchenprobe, Du weißt schon, mit einem Holzstäbchen in den Kuchen stechen und sollte Teig am Stäbchen kleben, den Kuchen weiterbacken und nach einigen Minuten wieder probieren. Ggf. solange testen bis nichts mehr an dem Hölzchen kleben bleibt.
Dann den Backofen herunterschalten und den Kuchen im geöffneten Backofen abkühlen lassen. Kleiner Tipp: der Kuchen ist sehr köstlich wenn er noch lauwarm ist.

Freitag, 20. Februar 2015

Wiedereinstieg mit leichter Kost, Blumenkohlsüppchen…

Ja, ja, ich weiß, mit mir hast Du schon seit ewiger Zeit nicht mehr gerechnet. Doch dazu kann ich nur eins sagen, mit mir muss man immer rechnen. Okay, ich gebe zu ich hatte jetzt hier eine etwas längere Blogpause, aber zu meiner Entschuldigung, das geht ganz vielen Bloggern so und wie ich selbst festgestellt habe, sind derzeit so einige Blogger von dem Virus der Schreibblockade betroffen.
Nach knappen 15 Wochen Winterschlaf habe ich beschlossen wieder voll durchzustarten.
Heute als Einstieg mit Leichter Kost. Die Wahl traf auf ein leichtes Blumenkohlsüppchen. Es ist nicht nur leicht, sondern auch super schnell gemacht.
Auch wenn ich hier durch Abwesenheit glänzte, war ich nicht ganz untätig. Es ist auch ein neues Gerät ins Büdchen gezogen. Zwar hatte ich schon seit ewigen Zeiten mit dem Spielzeug geliebäugelt, aber doch habe ich mich immer gewehrt und behauptet ich brauche so ein Teil nicht, denn schließlich kann ich ohne kochen.
Du kannst Dir sicher schon denken um welche Spielerei es sich handelt, oder!? Genau, es ist der TM5 von Vorwerk der mich hier seit November letzten Jahres bespaßt.
Allen Spekulationen vorweg, ich habe ihn selbst bezahlt und mich aus freien Stücken entschieden. Na gut, das mit den freien Stücken stimmt nicht so ganz, Herr GB drängte mich nahezu und meinte ich sollte ihn endlich kaufen. Ich glaube er konnte meine Argumente, die ganzen Fürs und Wider, schon im Schlaf herunter predigen. Abrupt wurde meine Zeit der Vorfreude durch die Bestellung beendet und jetzt bin ich glücklich und zufrieden mit dem neuen Küchengerät. Eine optimale Ergänzung zu meiner Kitty.
Nun aber zu meinem angekündigten Blumenkohlsüppchen. Sicher kann man sie auch in dem neuen Küchengerät zubereiten, aber hier in meinen Rezepten bleibt es bei der konservativen Zubereitung.
Blumenkohlcremesüppchen:
50 g Zwiebelwürfel
1 Teelöffel Öl
500 g Blumenkohlröschen
700 g Gemüsebrühe
Spritzer Zitronensaft
1 TL Salz
Pfeffer nach Geschmack
Muskatnuss frisch gemahlen nach Geschmack
2 Esslöffel Frischkäse
Zwiebelwürfel mit dem Öl in einen Topf geben und glasig dünsten. Die Blumenkohlröschen und den Zitronensaft zugeben, mit der Gemüsebrühe angießen.
Gute 15 Minuten köcheln lassen bis die Röschen weich sind. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Den Blumenkohl pürieren und den Frischkäse in die Suppe rühren und nochmals mit dem Mixstab aufschlagen.In Suppentassen füllen und servieren, Ach ja, vielleicht vor dem Pürieren noch einige Blumenkohlröschen für die Dekoration zurück behalten, die machen sich gut oben auf der Suppe.