Freitag, 27. März 2015

Fremdländische Tomatensuppe mit einheimischen Hühnchen…

Ich hatte es ja neulich hier verkündet, mindestens einmal in der Woche gibt’s einen Teller oder eine Tasse Suppe. Zwar ist im Moment nun absolut keine Tomatenzeit, aber ich hatte bei meinem Gemüsehändler Herrn Weitz auf dem Markt Aromatomaten gekauft. Die stammten zwar aus dem Gewächshaus aber machten ihrem Namen trotzdem alle Ehre. Okay, die eigentliche Suppe war wirklich etwas blass, warum das jetzt so war, weiß ich auch nicht, aber im Sommer werde ich die Suppe nochmals kochen, na vielleicht jetzt nicht ganz genau die gleiche Suppe, aber auch eine Tomatensuppe und dann will ich mal sehen, ob sie im Sommer auch so blass ist. Glaubst Du es liegt an der Jahreszeit dass sie so blass geblieben ist?
Als Einlage bei einer Tomatensuppe war mir bisher Reis oder Nudeln bekannt, aber Hühnchenfleisch war mir neu, fand ich aber eine tolle Idee. Ich habe dem Hühnchenfleisch durch Sojasoße eine kleine Asianote verliehen. Herr GB war erst sehr skeptisch, Tomatensuppe mit Hühnchenfleisch im Asiastyle hatte er noch nie gehört, geschweige denn je gegessen und jetzt würde ich wieder mit solch einer Nummer um die Ecke kommen. Ja, ich weiß, Herr GB hat es im Büdchen wirklich nicht einfach, aber ich kann Dir versichern, nicht ein Löffel Suppe ist übrig geblieben und glaub nicht dass ich alles gegessen habe.
Tomatensuppe mit Hühnchenfleisch
1 rote Zwiebel, ca. 50 g
1 Schalotte
1 Esslöffel Butter
1000 g geschälte und entkernte Tomaten
400 g Gemüsebrühe
2 Esslöffel Tomatenmark
1Teelöffel Paprikapulver
1 Prise Zucker
Pfeffer und Salz zum abschmecken
Zwiebel und Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. Die Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Restliche Zutaten zufügen und gute 30 Minuten garen. Die Suppe pürieren und mit Pfeffer und Salz abschmecken. 
1 Hühnerbrustfilet
1 Teelöffel englisches Currypulver
1 Teelöffel dunkle Sojasauce
1 Teelöffel Akazienhonig
Frischhaltefolie
Currypulver mit Sojasauce und Honig vermischen. Das Hühnchenfilet komplett mit der Marinade bestreichen und ganz stramm in Frischhaltefolie einwickeln. Einige Zeit, mindestens 60 Minuten, marinieren lassen und anschließend in einem Dampfkörbchen oder Dampfgarer 15 bis 20 Minuten garen.
Das Hühnchenfleisch aus der Folie nehmen und in Scheiben schneiden. Jeweils eins- zwei Scheiben Hühnchenfleisch in einen Suppenteller legen und mit Tomatensuppe auffüllen. Mit Basilikum- oder Petersilienöl dekorieren.

Donnerstag, 26. März 2015

Jetzt haste den Salat, mit Linsen und Steckrübenpüree auf dem Weg der Gesundheit...

Neulich hatte ich für eine gute Woche eine unfreiwillige Kochpause. Die Gesundheit spielte nicht so richtig mit, aber als ich dann wieder zurück im Büdchen war kribbelte es in den Fingern. Einkaufen war nicht wirklich nötig, denn da gibt es noch so einiges in diversen Vorratsschränken. Im Kühlschrank lag eine Steckrübe und eine Porreestange, Kartoffeln sind Standard, im Tiefkühler noch ein großes Lachsforellenfilet und im Vorratsregal noch eine Packung mit Linsen, um genau zusagen grüne Le Puy Linsen und jetzt halt Dich fest, abgelaufen im Oktober 2014.
Verdammt, wie konnte mir das passieren. Mich ärgert es wenn ich Lebensmittel vergesse. Die wurden aber trotzdem in die Pfanne den Topf gehauen.
Als ich in die Küche ging hatte ich eigentlich noch keinen wirklichen Plan, das einzige was klar war, der Fisch wird gebraten. Während ich dann die Steckrübe schälte ergab sich eine Bastelanleitung für lauwarmen Linsensalat auf Steckrübenpüree mit Lachsforellenfilet
Linsensalat:
200 g Puy Er Linsen
5 -6 getrocknete Tomaten in Öl eingelegt
1 Stange Porree
2-3 Esslöffel Olivenöl oder das Öl von den eingelegten Tomaten wenn es hochwertig ist
1 Teelöffel Honig
Pfeffer, Salz, Cayennepfeffer
4 Esslöffel Tomatenessig, alternativ 3 Esslöffel Tomatensaft und zwei Esslöffel Weißweinessig
Tomaten und Porree in kleine Stücke schneiden. Restliche Zutaten, bis auf die Linsen, zu den Tomaten geben und etwas marinieren. Zwischenzeitlich die Linsen kochen. Sobald die Linsen gar sind, diese abgießen und noch warm zu dem Tomatengemisch geben. 
Steckrübenpüree:
600 g Steckrübenwürfel
400 g mehlige Kartoffelwürfel
150 ml Milch
Blütensalz (nur wenn Du hast)
Schale einer halben Zitrone
30 g Butter
Evtl. noch etwas warme Milch
Die Steckrübenwürfel und die Kartoffelwürfel in der Milch gar kochen. Mit Salz und Zitronenschale würzen. Die Butter zugeben und die Würfel mit einem Kartoffelstampfer kräftig stampfen bis es ein feines Püree ist. Evtl. musst Du noch warme Milch angießen damit es richtig schön geschmeidig wird.
Aber ACHTUNG: nicht mit dem Mixer oder dem Zauberstab pürieren, sonst gibt es Kleister!
Sollte Dir das Püree nicht fein genug sein, streiche es durch ein Sieb. 
Die Lachsforellenfilets würzt Du lediglich mit Salz. Ich habe mir mal eine Gewürzmischung für gebratenen Fisch gemacht, das habe ich immer im Vorrat.
Du brauchst Salz, Basilikum, Zitronengras, Dill, Rosmarin, Knoblauch und Petersilie.
Das Filet habe ich in etwas Butterschmalz auf der Hautseite gebraten bis sie schön braun war. Dann umdrehen und nur ganz kurz anziehen lassen. Brate ihn nicht zu lange, sonst wird er trocken.
Alles zusammen auf angewärmten Tellern anrichten.

Dienstag, 24. März 2015

Buchvorstellung: A Tavola!

Wie der Titel es schon sagt, heute geht es um die italienische Küche, um genau zu sagen, Christian Henze hat die Feder geschwungen und seine Rezepte für die „Echte Cucina Italiana für zu Hause“ zusammengefasst. Das Buch ist frisch in diesem Monat im südwest Verlag erschienen
Damit Du im Bilde bist, das ist Christian Henze:
Christian Henze, Jahrgang 1968 und ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern, ist bekannt geworden durch Auftritte in TV-Kochsendungen wie „Kerners Köche“ (ZDF) oder „Promi-Kocharena“ (VOX). Aktuell ist er immer freitags auf MDR im Kochblock „iss' was“ im Rahmen der Sendung „Hier ab vier“ zu sehen. 2009 wurde Henze, der in Kempten eine große Kochschule betreibt, mit dem „Starcookers Gourmet Award“ ausgezeichnet – dem größten Publikumspreis für den beliebtesten Spitzenkoch im deutschsprachigen Raum. Ebenfalls 2009 wurde seine Kochschule im bayerischen Kempten von der Euro-Toques-Stiftung mit dem „Cooking Together Award“ ausgezeichnet, der jedes Jahr die besten Kochschulen ehrt.

Immer wieder bin ich von der italienischen Küche ganz fasziniert, zumal sie in meinen Augen alltagstauglich ist. Ich rede jetzt nicht von Pizza und der bekannten Nudelküche, sondern eher von den alltäglichen Raffinessen die in italienischen Haushalten tagtäglich auf den Tisch kommen.
Und genau das möchte Herr Henze mit seinem neuen Buch „A Tavola“ vermitteln.

A Tavola kommt mit einer Landhaus-, oder besser Landgarten-Atmosphäre daher und macht Lust auf Essen mit Freunden. Irgendwie kommt der Eindruck von Sommerküche auf. Die Bilder präsentieren die Lebensart der 60 – 70ziger. Retro eben, wenn man es so bezeichnen möchte. Die Landhausatmösphäre prägt das ganze Buch. Vor jedem Kapitel Impressionen.

Die Inhaltsübersicht unterteilt sich in Rubriken:
- Einleitung
- Antipasti
- Pasta
- Pizza
- Verdure
- Pesce
- Carne Dolci

Nach der Inhaltsübersicht kommt die Einleitung. Gleich über mehrere Seiten geht Herr Henze auf seine Erinnerungen ein und erklärt was für ihn in seinem Leben italienische Küche heiß und wie sie das Leben von Herrn Henze in allen Lebensepochen geprägt hat. Er schreibt über die Entstehung des Buches und was ihn dazu bewegt hat. Auch wenn das ganze Buch, also Bilder und Rezepte den Eindruck erwecken, dass der Schauplatz tatsächlich Italien war, so wurde ganz geschickt eine Täuschung hervorgerufen, aber das war gezielte Absicht, denn Herr Henze möchte damit beweisen, dass das Dolce Vita überall ausgelebt werden kann. Keins der Fotos ist in Italien gemacht worden, wie Herr Henze aufklärt, alle im Fränkischen, auf dem Holunderhof.
Nach seiner ausgiebigen Einleitung startet er mit den Rezepten.
In der Rubrik Antipasti lockt er nicht nur mit den Suppen, auch Hähnchenvitello oder seine Version vom Nizza-Salat Italiano möchte man gerne probieren.
Im Kapitel Pasta findet man die unterschiedlichsten Zubereitungen und Geschmacksrichtungen der Nudelküche, allerdings ein Rezept für die Herstellung von Nudelteig wirst Du leider nicht finden. Aber es ist ja auch kein Grundlagenkochbuch.
Anders im Bereich Pizza, hier startet das Kapitel gleich mit dem Grundrezept für Pizzateig und geht mit einem Rezept für einen Kartoffelpizzateig weiter. Für den Kartoffelpizzateig benötigst Du tatsächlich Kartoffeln, ich kenne es aus anderen Büchern, da ist lediglich Kartoffelmehl im Teig.
Unbedingt solltest man die Pizza Ciabatta mit Frischkäse und Parmaschinken ausprobieren, aber dazu später.
In der Abteilung Verdure wird Gemüse so zubereitet wie wir es mögen. Vegetarische Gerichte wie ich sie mir in so manch einem vegetarischen Kochbuch wünschen würde.
Dann geht es mit Fisch weiter. Lachs, Zander, Forelle, Saibling sind die Stars und Rezepte zu Scampi, Muscheln und Thunfisch fehlen auch nicht. Wobei die letztgenannten auch nur jeweils einmal ihren Auftritt verzeichnen können.
Nach dieser Vielseitigkeit geht es an die Fleischfraktion. Man findet Schwein-, Rind-, Kalb und Hähnchenfleisch. Alles sehr mediterran und ansprechend zubereitet.
Als letze Rubrik darf natürlich die süße Vertretung nicht fehlen. Die bekannten Verdächtigen wurden auf neue Art interpretiert. Mandeltiramisu mit Blaubeeren, Stracciatella-Creme mit Himbeeren, Panna Cotta mit Pistazien und natürlich etwas mit Kaffee, Amaretto oder Ricotta darf auch nicht fehlen.

Jedes Rezept ist mit Angaben zu Zutaten, Zubereitungszeit, dem so genannten „So geht´s“ und einer Anleitung zum Anrichten ausgestattet. Selbstverständlich rundet das passende Bild die Anleitung entsprechend ab.

Das Buch endet mit einem Register das nochmals in unterschiedliche Gruppen unterteil ist. Diesmal wird wie folgt unterschieden:
- Vorspeisen & Kleine Gerichte
- Suppen
- Hauptgerichte Pasta
- Hauptgerichte Pizza
- Hauptgerichte Gemüse
- Hauptgerichte Fisch & Meeresfrüchte
- Hauptgerichte Fleisch
- Desserts

Zum allerletzten guten Schluss gibt es dann noch eine Danksagung an alle Beteiligten von Herrn Henze.

Die Rezepte sind meines Erachtens auch für Anfänger gut umsetzbar, sehr vielseitig und Bekanntes neuzeitlich interpretiert.
Was die Zutaten allerdings angeht, sollte man eine gute Bezugsquelle italienischer Produkte haben und das Grundwissen zum Wareneinsatz der entsprechenden Zutaten besitzen.
Zu den Zutaten hätte ich mir schon eine Rubrik der Erklärungen gewünscht, denn nicht jeder weiß im Hieb was Condimento bianco, Taleggio, Fregola, Bresaola oder Strozzapreti ist.

In meinen Augen wird das Buch dem Titel gerecht und nicht nur dass ich schon einiges nachgekocht habe, es sind wenige Rezepte im Buch die ich nicht gerne probieren möchte.

Ausprobiert habe ich bisher:
- Ciabatta
- Tomatensugo
- Pizza Ciabatta mit Frischkäse und Parmaschinken
- Lachsspieße mit Zitronenkartoffeln
- Schweinefilet mit Zitrone und Tomaten-Auberginen-Gemüse
- Stracciatella-Creme mit Himbeeren Kirschen, für die Himbeeren muss ich noch auf den
  Sommer warten
- Amarettoeis mit Vanillegrissini

Ich muss gestehen, jede einzelne Speise war sehr schmackhaft und ich habe das ganz große Glück eine entsprechende Bezugsquelle zu besitzen.
Mit Sicherheit wird noch einiges aus dem Buch nachgekocht. Die oben aufgeführten Gerichte werde ich nach und nach hier im Büdchen vorstellen und Ihr könnt Euch auch auf die bisher noch nicht gekochten Speisen freuen.

Christian Henze
A Tavolla! (Die echte Cucina Italiana für zuhause)
südwest Verlag
ISBN: 978-3-517-09319-2
An dieser Stelle möchte ich noch ein Dankeschön an den südwest Verlag senden, der so freundlich war und mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.
Trotz der netten zur Verfügungsstellung ist meine Meinung zu diesem Buch meine eigene und ich bin in keinster Weise davon beeinflusst.
Als Zugabe gibt es heute das geniale Rezept des Ciabatta, aber ich kann Dir jetzt schon einen Tipp geben. Solltest Du die Pizza Ciabatta mit Frischkäse und Parmaschinken auch noch machen wollen, dann backe gleich zwei der köstlichen Brote. Das Ciabatta schmeckt so fantastisch, wenn Du erst einmal eine warme Scheibe mit etwas Butter oder Frischkäse probiert hast, wird es fast nicht mehr für die Pizza Ciabatta mit Frischkäse und Parmaschinken reichen.
Ciabatta:
100 g Weizenmehl
1 ¼ Teelöffel Trockenhefe
200 g Hartweizengrieß
1 Teelöffel Meersalz 3 Esslöffel Olivenöl
1 Teelöffel grobes Meersalz
¼ Teelöffel geschroteter schwarzer Pfeffer
¼ Teelöffel getrockneter Oregano
200 ml lauwarmes Wasser
Vorteig:
Mehl mit ¼ Teelöffel Trockenhefe und 100 ml lauwarmes Wasser vermischen und gute 15 Minuten gehen lassen. Anschließend den Hartweizengrieß, restliche Hefe, Salz, Olivenöl und weitere 100 ml Wasser zum Vorteig geben und alles gut durchkneten.

Den Teig mindestens 30 Minuten gehen lassen.
Danach zu einem Ciabattabrot formen mit geschroteten Pfeffer, groben Meersalz und Oregano bestreuen und bei 180°C Ober-/Unterhitze untere Schiene 40 Minuten backen.

Mittwoch, 18. März 2015

Das Auge isst mit, schön sollte es werden, Spinatcrêpes mit gebackener Quarkfüllung auf Gemüsevariation…

…man hatte ich mir Mühe gegeben und dann war es doch nicht so wie ich es gerne gehabt hätte. Herr GB war ganz begeistert, aber mir war es nicht genug frühlingsfröhlich. Wenn ich an Frühling denke kommt mir sofort ein helles leuchtendes Grün in den Sinn und so sollten auch eigentlich meine Crêpes werden. Aber dafür hätte ich dann wohl eher Lauch statt Spinat verwenden sollen. Aber der Spinat war jetzt fällig, also wurde er auch ins Spiel gebracht.
Vor ewigen Zeiten konnte ich die Schokoladenschwester von einem Dörrgerät überzeugen und jetzt macht sie nicht nur ihre Gemüsebrühe selber, sondern sämtliches Gemüse findet den Weg in den Dörrautomaten. So auch Spinat. Sie trocknete einen ganzen Schwung Spinatblätter und anschließend wurden die getrockneten Blätter zu feinem Pulver gemahlen. Ein Teil ihrer Ausbeute wanderte ins Büdchen und nun in meine Crêpes.
Das Spinatpulver war so farbintensiv, dass der Crêpesteig nach dem Abbacken ein tiefes dunkelgrün hatte, also nicht frühlingsfröhlich, aber durchaus ein guter Vorschlag für Karfreitag.
Ja, bald ist Ostern und so langsam kann man mal an ein Ostermenü denken, oder aber mal zumindest an ein Karfreitag-Essen.
Spinatcrêpes mit gebackener Quarkfüllung auf Gemüsevariation:
Crêpes:
1 Ei, groß
40 g Mehl
200 ml Milch
1 Esslöffel Spinatpulver
Salz
Die Milch mit dem Spinatpulver vermischen und aufkochen, abkühlen lassen und ca. 2 Stunden ziehen lassen. Die Milch durch ein Sieb geben.
Die restlichen Zutaten vermischen und nach und nach die grüne Milch zufügen. Mit Salz würzen. Mit einem Crêpes-Eisen oder in einer Crêpes-Pfanne vier Crêpes backen.

Quarkfüllung:
200 g Quark
1 Ei
100 g Frischkäse
1 Esslöffel Orangenöl
½ Teelöffel Orangenschale, gerieben.
Salz und Pfeffer
Alle Zutaten zu einer geschmeidigen Creme verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Crêpes einzeln jeweils auf ein großes Stück hitzebeständige Frischhaltefolie legen, Quarkcreme aufstreichen und mit Hilfe der Folie aufrollen. Jede Crêpesrolle stramm einzeln in Frischhaltefolie einpacken. Die eingepackten Rollen in ein Dampfkörbchen, oder wenn Du hast in einen Dampfgarer geben und 15 bis 20 Minuten dämpfen. Ich habe es im Dampfgarer bei 85°C gute 15 Minuten gemacht.
Für die Gemüsevariation benötigst Du folgende Zutaten:
1 große Aubergine
1 Thymianzweig
1 großen Zucchino
Zitronensalz
1 Teelöffel Rapsöl
200 g Prinzessbohnen
Bohnenkraut
50 g geräucherter Schinken, fein gewürfelt
Etwas Butter
500 g Tomatenwürfel, (unbedingt die Tomaten häuten und entkernen)
2 Esslöffel Basilikumstreifen
Zucker
Blütensalz
Fleur de Sel, Pfeffer
Olivenöl
Bergkäse oder Parmesan gerieben

Aubergine:
Aubergine in kleine Würfel schneiden und mit Zitronensalz mischen, den Thymian fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Auberginenwürfel zusammen mit dem Thymian gute 10 Minuten weich dünsten.

Zucchino:
Zucchino in kleine Würfel schneiden und in einen Topf geben. Mit Blütensalz vermischen und Wasser ziehen lassen, das dauert ungefähr 10 bis 15 Minuten. Rapsöl zugeben und ebenfalls wie die Aubergine gute 10 Minuten weich dünsten.
Bohnen:
Bohnen putzen und ca. 10 Minuten in Salzwasser garen. Abgießen und in kleine Stücke schneiden. Den Schinken mit ganz wenig Butter auslassen und die Bohnenstücke zufügen. Mit Bohnenkraut, Fleur de Sel und Pfeffer würzen.
Tomaten:
Etwas Olivenöl erhitzen und die Tomatenwürfel darin kurz anschmelzen bis sie warm sind. Mit einer Prise Zucker, Fleur de Sel und einem Hauch Pfeffer würzen. Kurz vor dem Servieren die Basilikumstreifen untermischen.
Teller anwärmen. Mit einem Dessertring jeweils von jedem Gemüse kleine Taler formen. Die Crêpesrollen schräg in Stücke schneiden und auf jedem Gemüsetaler ein Stück von der Crêpesrolle legen.
Leicht mit geriebenem Käse bestreuen. Schnell servieren denn es kühlt schnell aus.
PS: Soll es vegetarisch sein, einfach auf den Schinken verzichten ;-)

Dienstag, 17. März 2015

Daheim und unterwegs, oder der Kuchen des Monats, letztens Marcels Marmorkuchen...

…es passiert mir ja nicht oft, dass ich schon am Nachmittag Fernsehen schaue, aber wenn dann schalte ich sehr gerne die dritten Programme ein. Nachmittags ist mein Favorit eindeutig die Sendung im WDR *Daheim und unterwegs* und ganz besonders die kochende und backende Fraktion. Durch Zufall bin ich auf den Kuchen des Monats aufmerksam geworden und als neulich dort ein Marmorkuchen vorgestellt wurde und die Moderatoren in den höchsten Tönen schwärmten, war es um mich geschehen. Nun, ich bin ja jetzt keine Süße, ach ja das weißt Du ja, aber ich habe ein Herz für meinen Kuchenliebhaber. Am Wochenende bekommt er doch immer einen Kuchen und weil die dort im Fernsehen so schwärmten, habe ich nachgebacken.
Das Rezept habe ich also bei denen vom Fernsehen geklaut, allerdings habe ich es nach meinen Bedürfnissen zurechtgeschraubt. Ich weiß, der Herr Backprofi kann sicher besser backen als das Klärchen hier im Büdchen, aber mit seinen Backzeiten hätten wir den rohen Teig löffeln müssen. Also solltest Du auch einen haushaltsüblichen Backofen haben, versuch es mal lieber mit meinen Backofeneinstellungen und den angegebenen Zeiten.
Viel Spaß beim nachbacken.
Marcels Marmorkuchen aus dem WDR *Daheim und unterwegs*
Zutaten:
150 ml Sahne
250 g Zucker
250 g Butter, Zimmertemperatur
100 g Marzipanrohmasse
5 Eier
Mark einer Vanillestange
1 Prise Salz
etwas frischer Zitronensaft
300 g Weizenmehl
10 g Backpulver
100 g zartbitter Kuvertüre (70% Kakaogehalt)
100 g zartbitter Kuvertüre Drops
etwas Puderzucker
Die Sahne schlagen und kühl stellen. Die Kuvertüre schmelzen. Zucker, Butter, Marzipanrohmasse, Mark der Vanillestange, Salz und Zitronensaft in ein Schüssel geben und schaumig schlagen. Nach und nach die Eier zugeben und weiterschlagen. Die Eiermasse richtig gut schaumig schlagen. Nun die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben. Das Mehl zusammen mit dem Backpulver auf den Eierschaum sieben und vorsichtig unterheben. Ein Drittel von dem Teig abnehmen und in diesen Teig die flüssige Kuvertüre rühren.
In eine mit Backpapier ausgelegte Springform die Hälfte der weißen Teigmasse geben, einige Kuvertüredrops darauf verteilen, nun klecksförmig den dunklen Teig einfüllen, jetzt wieder Drops, dann den Rest des weißen Teiges obenauf füllen, jetzt wieder Drops. Alles mit einer Gabel kreisförmig grob unterziehen und die restlichen Drops darauf verteilen.

Ich habe den Kuchen im vorgeheizten Backofen auf Umluft bei 160°C gute 50 Minuten gebacken 

Montag, 16. März 2015

Neulich bei der Schnitzeljagd oder Polentaschnitzel auf wildem Salat…

…letztens war ja diese Schnitzeljagd beim Peter und ich ließ es mir nicht nehmen und habe auch ein Schnitzel geliefert. Ein schönes zartes Kalbsschnitzel, der Gatte hatte seine helle Freude. Ein Schnitzel mit Wildsalat und Polentanocken kombiniert. Wie immer wenn es im Büdchen Polenta gibt, habe ich immer ungewöhnlich viel übrig. Ich verschätze mich da regelmäßig. Kannst Dir sicher vorstellen, dass es mir unmöglich war die restliche Polenta einfach mal so zu entsorgen.
Als erfahrener Büdchenleser weißt Du, Herr GB liebt Schnitzel!
Die restliche Polenta hatte ich in eine flache Schale, die ich vorher mit Frischhaltefolie ausgelegt hatte, gestrichen.
Über Nacht konnte die Polenta abgedeckt aushärten, um am nächsten Tag fest genug zu sein, um sie ausstechen zu können.
Okay, ich hatte jetzt keinen Schnitzelausstecher, aber ein Dessertring hat auch gute Dienste geleistet.
Also mit einem Dessertring wurde die Polenta ausgestochen und in ein aufgeschlagenes Ei gegeben. Gut mit Ei überzogen und anschließend rundherum mit Paniermehl bestreut. In einer Pfanne hatte ich bereits Butterschmalz erhitzt, in das ich die panierten Polentaschnitten legte und rundherum goldgelb, ebenso wie die Kalbsschnitzel, gebraten habe.
Den Salat habe ich genau wie hier gemacht, aber da denke ich, solltest Du ganz nach Deinem Gusto handeln.
Den Salat habe ich zusammen mit den Polentaschnitzel auf Teller angerichtet und Herrn GB servieren. Auch wenn ihm sofort auffiel dass es eindeutig keine Kalbsschnitzel waren, hat es ihm trotzdem sehr gut geschmeckt und als vegetarisches Gericht darf ich es ihm bei Gelegenheit durchaus mal wieder vorsetzen. Ging doch schnell und ist obendrein auch noch eine perfekte Polentaverwertung, oder?

Sonntag, 15. März 2015

Leichte Frühlingskost, Erbsenfenchelsuppe…

…es hätte auch heißen können, leichte Frühlingskost, oder wie mache ich Herrn GB das Nichtessen schmackhaft.
Nein, nein, mach Dir keine Sorgen, wir im Büdchen sind weder dem Diät- noch dem Fastenwahn verfallen. Um es mal gleich klar zu stellen, wir machen keinen Trend mit, aber das weißt Du ja bereits. Im Büdchen wird sich nach gesundem Wissen und Gewissen ernährt.
Und jetzt kommt das große ABER.
Da wir ja auch nicht mit geschlossenen Augen durch die Welt sausen und für neue Erkenntnisse immer ein offenes Ohr haben, so lockte mal wieder der Selbstversuch. Vor fast 9 Jahren habe ich schon einmal einen Selbstversuch gemacht, da hatte ich aufgehört zu rauchen. Den damaligen Versuch habe ich mit Bravur abgeschlossen und meine letzte Zigarette liegt noch heute ungeraucht irgendwo in einer Schachtel.
Bei dem jetzige Selbstversuch baue ich wieder auf meinen Eigensinn und bin auf dem besten Weg zu gewinnen. Gewinnen an Gesundheit. Seit Januar ist an drei Tagen der Woche für Herrn GB und mich Schmalkost angesagt. Das hat hervorragende Auswirkungen auf Cholesterin und Leberwerte. Selbst der Kreislauf und der Blutdruck ticken im Takt.
Soweit, so gut. Also an drei Tagen ist Schmalhans zu besuch. Zu diesem System gibt es vielseitige Lektüre und so vielseitig sind auch die Ratschläge wie man diese Ernährungsumstellung durchführen sollte/kann. Ich denke das muss jeder für sich heraus finden. Wir haben uns auf das Dreitagesystem eingeschossen. Herr GB bekommt ein Süppchen, einen Salat oder sonst eine Mahlzeit am Abend, aber nicht mehr wie 600 kcal und ich greife nur zu, wenn mich der Hunger fast umbringt. Bisher ist das noch nicht passiert.
Bei Herrn GB ist das schon etwas anders. Er versicherte mir zwar immer, er würde nicht einen Gedanken an Essen verschwenden, aber dafür klappte abends dann doch erstaunlich oft die Kühlschranktür. Also musste ich für Abhilfe sorgen.
Du wirst jetzt zukünftig öfters hier ein Rezept für ein Süppchen lesen.
Süppchen deshalb, weil Süppchen schnell gehen, weil Süppchen wenig Arbeit machen, weil Süppchen nicht schwer im Magen liegen, weil Süppchen mit wenig Zutaten gekocht werden können, weil Süppchen wenig Kalorien haben, weil Süppchen satt und zufrieden machen.
Dann fange ich gleich mal heute an.
Erbsenfenchelsuppe:
2 Schalotten in kleine Würfel
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Teelöffel Butter, ausgelassen
500 g Fenchelknollen, in Streifen geschnitten, etwas Fenchelgrün zurück behalten
250 g Erbsen (wahlweise gefrorene)
2 Kartoffeln, mehlige, in kleine Würfel
1 Bund Petersilie, ebenfalls fein gehackt
1 Liter klare Gemüsebrühe
Zesten einer halben Bio-Zitrone
2 Sternanis, 2 Pimentkörner, Salz, Pfeffer, Zucker
50 g Frischkäse
Die Schalottenwürfel mit dem gehackten Knoblauch und der Petersilie in ausgelassener Butter glasig dünsten. Die Fenchelstreifen, die Erbsen und die Kartoffelwürfel zugeben und ebenfalls kurz mit anschwitzen. Aber bitte keine Farbe annehmen lassen. Mit der Brühe ablöschen. Die Gewürze zugeben und die Suppe gute 20 bis 25 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln und das restliche Gemüse gar sind. Den Sternanis und die Pimentkörner aus der Suppe entfernen. Nun noch den Frischkäse und die Zitronenzesten unterrühren und die ganze Suppe kräftig pürieren. Ggf. nochmals mit Pfeffer, Salz und Zucker abschmecken.
Die fertige Suppe in Tassen füllen und mit Fenchelgrün dekorieren.