Donnerstag, 30. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 17 mit Portugal im Vanilletörtchenrausch…

…das Spiel hat noch nicht angefangen, da sind die Törtchen schon verschwunden. Der Meeresfrüchteeintopf neulich war ja schon echt die Schau auch wenn dem Gatten das ganze Meerestieregezeuchs etwas viel war. Na er ist eben nicht ganz so für Muscheln, okay Tintenfische, Krabben und Garnelen werden akzeptiert. Jakobsmuscheln ja sowieso, aber diese Miesmuscheln machen dem Gatten einfach keinen Spaß. Das Rezept vom Eintopf hatte der Gatte vom Arbeitskollegen besorgt, das Rezept von den portugiesischen Vanilletörtchen hatte ich mal irgendwann in einem meiner Kochbücher gefunden, abgescannt und auf die Nachbackliste gesetzt. Endlich ist es soweit, ein würdiger Anlass dieses Gebäck nachzubastelt. Hätte ich, oder besser gesagt der Gatte, gewusst wie köstlich diese kleinen Törtchen sind, wären sie schon vor ewigen Zeiten auf die Liste der Standard Kaffeetafelköstlichkeiten gesetzt worden. Ein Gebäck das man unbedingt mal probiert haben sollte. Eine super Belohnung für gute Leistung, oder auch ein Seelentröster, falls mal etwas in die Hose geht und nicht so läuft wie man es sich wünscht. Wir wünschen heute Portugal alles Gute, aber auch den Polen wünschen wir Glück, der Bessere soll gewinnen.
Portugals Pastel de Nata - Vanilletörtchen
300 g Blätterteig, tiefgekühlt
250 g Schlagsahne
250 ml Milch
Mark von 1 Vanilleschote
50 g Speisestärke
2 Eigelb (Gewichtsklasse M)
30 g Zucker
20 g Vanillezucker
Puderzucker zum Bestäuben
Blätterteig auftauen lassen. Die aufgetauten Blätterteigplatten aufeinander legen und auf einer bemehlten Fläche auf 45 x 35 cm ausrollen und in 12 Kreise von 11 cm Ø schneiden. Papierförmchen in die Mulden einer Muffinform legen, dort hinein die Teigkreise legen und leicht andrücken.
Die Sahne mit 200 ml Milch und dem Mark der Vanilleschote mischen und aufkochen. 50 ml Milch mit der Speisestärke, den Eigelben und den beider Zuckersorten verrühren. Zur kochenden Sahnemilch geben und nochmals aufkochen. In eine Schüssel füllen und abkühlen lassen. Dabei öfters rühren damit sich keine Haut bildet.
Vanillecreme nochmals gut durchrühren und in die Blätterteigmulden füllen.
Den Backofen auf 230° C Ober- und Unterhitze aufheizen. Die Törtchen in den Backofen schieben und auf der untersten Schiene 20 Min. bei Ober-und Unterhitze backen (Umluft nicht empfehlenswert). Abkühlen lassen und wenn sie überleben sollten, mit Puderzucker bestäuben.

Montag, 27. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 16 – England, Chicken Tikka Masala statt Fish and Chips…

…unsere Jungs haben gestern eine super Leistung hingelegt und das auf einem Sonntag, wobei der Sonntag doch eigentlich arbeitsfrei ist. Okay, nicht überall aber im Büdchen. Wobei anlässlich der EM werden hier die freien Tage ja auch ganz außer Acht gelassen und vor allem wenn unsere Jungs spielen, wird hier gekocht bis das Büdchen brummt.
Unsere Elf ist gestern ins Viertelfinale eingezogen und nun spielen sie am kommenden Samstag um 21:00 Uhr gegen Italien. Das muss ich erst einmal verdauen, irgendwie ist mir 2006 noch sehr gut in Erinnerung, aber okay, ich bin ja nicht nachtragend.
Jetzt muss ich echt etwas ganz besonderes zaubern, damit sie Ansporn zum Gewinnen bekommen und sich nicht wieder austricksen lassen. Denn nur Gewinner und faire Spieler bekommen aus dem Büdchen eine Belohnung.
Heute spielt England und für die habe ich noch nicht gekocht, also wird das jetzt wohl mal langsam Zeit und Du kannst Dir vorstellen was es heute gibt. Neeee, nicht Fish and Chips sondern Chicken Tikka Masala. Also ehrlich, bei den Engländern gibt es durchaus mehr als Fish and Chips.
Durch ihre Kolonien auf der ganzen Welt ist der Gewürzschrank gut gefüllt und das brauchen wir für das Chicken Tikka Masala. Dieses Gericht hat seine Wurzeln irgendwo in der Indischen Küche und wie Wiki zu berichten weiß, wurde es in Großbritannien 2001 als beliebtestes Gericht erhoben, also nix mit Fish an Chips. Vielleicht hilft es den Engländern ja heute bei ihrem EM-Spiel, wenn nicht kann ich es leider auch nicht ändern. Doch den eigentlichen Zweck hat es erreicht, uns hat es sehr gut geschmeckt.
Aber eine Anmerkung habe ich noch, auch wenn dieses Gericht heute den Engländern gewidmet ist, aber die sollen mal schön mit Island teilen und ich würde mich freuen, wenn wir Island in Viertelfinale wiedersehen.
Chicken Tikka Masala
3 Knoblauchzehen
frischer Ingwer (ca 4 cm lang und Daumen dick)
1 entkernte, rote Chilischoten
Olivenöl
1 Esslöffel Senfsaat
1 Teelöffel Paprikapulver, scharf
1 Teelöffel gemahlener Cumin (Kreuzkümmel)
1 Teelöffel gemahlener Koriander
2 Esslöffel Garam Masala
200 g Naturjoghurt
4 Putenschnitzel, in große Würfel geschnitten
1 Esslöffel Butter
2 mittelgroße Zwiebeln, geschält und in feine Würfel geschnitten
1 Esslöffel Tomatenmark
500 ml Wasser
eine Handvoll Cashewkerne (ganz oder sehr grob gehackt)
Meersalz
150 g Crème double
2 Esslöffel frischer Koriander, gehackt
Saft von 1 Limetten
Knoblauch und Ingwer fein reiben, oder hacken. Die Chili sehr fein hacken und mit dem Knoblauch und dem Ingwer mischen.
Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Senfsaat hineingeben. Sobald sie zu platzen beginnen, zusammen mit Cumin, Paprikapulver, dem gemahlenen Koriander und 1 Esslöffel Garam Masala zur Knoblauch-Ingwer-Mischung geben.
Die Hälfte der Mischung mit dem Joghurt vermengen, mit den Putenstücken in eine Schüssel geben, umrühren und ca. 30 Minuten marinieren.
Butter in einen Topf geben und erwärmen. Zwiebeln und die restliche Hälfte der Gewürzmischung bei sanfter Hitze ca. 15 min. dünsten. Tomatenmark, die Cashewkerne, 500 ml Wasser und einen halben Teelöffel Salz dazugeben. Gut verrühren und einige Minuten köcheln lassen. Die Soße etwas reduzieren und dabei dicklicher einkochen, anschließend zur Seite stellen.
Die marinierten Putenstücke in eine heiße Pfanne geben und anbraten.
Die Soße erwärmen, Crème Double und den restlichen Esslöffel Garam Masala hinzugeben. Die Putenstücke zugeben und gute 10 bis 15 Minuten auf kleinster Hitze garziehen lassen. Nach Geschmack mit gehacktem Koriander und Limettensaft abschmecken, evtl. nochmals etwas nachwürzen, bzw. salzen.
Mit Reis oder Naan-Brot servieren.

Sonntag, 26. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 15 – natürlich für unsere Jungs, aber heute belgisches Schwarzbierrindfleisch…

…ich hoffe unsere Jungs gewinnen und hinterher können sie sich dann eine Portion abholen. Vor dem Spiel ist das zu schwer, obwohl da schon viel Gemüse drin ist, aber auch Bier, und zwar Schwarzbier. Alkohol vor dem Spiel geht ja gar nicht. Du fragst Dich sowieso wieso ich unseren Jungs etwas Belgisches koche? Du weißt doch, jeden Spieltag ein anderes Gericht aus einem anderen Land, aber nur aus Ländern die an der EM teilnehmen, oder teilgenommen haben.
Dreimal haben unsere Jungs schon gespielt und dreimal habe ich schon für sie gekocht. Das erste Spiel gegen die Ukraine, da gab es ein Süßkartoffelingwersüppchen und prompt hatten sie 2:0 gewonnen. Das zweite Spiel gegen Polen ist 0:0 ausgefallen, war aber auch klar, denn ich hatte die polnischen Piroggen ja irgendwie für beide gekocht. Im dritten Spiel haben die kroatischen Cevapcici unseren Jungs Glück gebracht, mit einem 1:0 gegen Nordirland konnten sie ins Achtel hinein feiern.
Tja und jetzt habe ich mich wieder in die Küche geschwungen.
Ein Gulasch mit Schwarzbier, kräftig im Geschmack aber mit viel Gemüse, ein Rezept aus Belgien und weil die Belgier heute auch noch spielen, ist das hoffentlich eine gute Wahl für beide Mannschaften.
Das Rezept habe ich wieder bei Essen und Trinken gefunden.
Rindfleisch-Eintopf mit Schwarzbier
350 g Perlzwiebeln (oder kleine Schalotten)
5 Möhren
500 g Sellerieknolle
Salz
2 Esslöffel Mehl
6 Stiele frischen Thymian
1 Prise Zucker
800 g Rindergulasch
2 Esslöffel Butterschmalz
Pfeffer (frisch gemahlen)
3 Esslöffel Tomatenmark
½ Liter dunkles Bier (z. B. Köstritzer, Guinnes, oder Andechser Doppelbock Dunkel)
1 Knoblauchzehe fein gehackt
2 Lorbeerblätter
250 g Prinzessböhnchen
Zwiebeln schälen. Je nach Größe die Zwiebeln eventuell halbieren. Möhren und Sellerie putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Fleisch portionsweise bei starker Hitze im heißen Butterschmalz im Bräter anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und herausnehmen. Zwiebeln, Möhren und Sellerie im Bratfett anbraten. Fleisch und Tomatenmark wieder zum Gemüse geben und kurz mitbraten. Mit Mehl bestäuben und etwa 2-3 Minuten andünsten. 750 ml Wasser und Bier dazugießen, gut verrühren, aufkochen lassen.
Thymian, Knoblauch und Lorbeer dazugeben. Alles aufkochen und etwa 2 Stunden zugedeckt bei kleiner Hitze köcheln lassen. Gelegentlich umrühren und eventuell etwas Wasser angießen.
Zwischenzeitlich die Bohnen putzen und halbieren. Kurz im heißen Salzwasser aufkochen, im kalten Wasser abschrecken und zum Rindfleisch in den Topf geben.
Jetzt nochmals gute 30 Minuten weiter garen. Die Thymianstiele und Lorbeerblätter entfernen. Den Rindfleischtopf mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
 Dazu Kartoffel oder ein selbstgebackenes rustikales Baguette. Ich hatte noch einige Möhren übrig, deswegen habe ich sie kurz gegart, in etwas Butter geschwenkt und mit auf den Teller gelegt. Gemüse hat ja noch nie geschadet, oder!?

Samstag, 25. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 14 – für Nordirland Shepherd´s Pie mit Polenta …

…also nach einer kurzen Pause geht es weiter, schließlich muss man sich auf so ein Achtelfinale auch vorbereiten. Man muss mal den Kopf frei bekommen und jeden Tag Höchstleistung bringen, also mal Butter bei die Fische, ich bekomme ja schließlich nicht die Gagen wie die Spieler. Wie im echten Leben muss eben alles gut dosiert sein. War gar nicht so einfach das Richtige zu finden und jetzt sach doch mal, hast Du gesehen für welche Spieler Länder ich in den letzten Tagen schon alles gekocht habe? Da bleibt nicht mehr viel übrig. Okay, das eine oder andere Land habe ich natürlich verpasst, aber was kann ich dafür, wenn die ausscheiden. Meine Konzentration liegt im Moment auf die, die noch im Spiel sind. Für das Viertelfinale wünsche ich mir dann natürlich die Länder die ich noch nicht bekocht habe, wie z.B. die Schweiz, aber die EM ist ja kein Wunschprogramm.
Heute ist meine Kochwahl auf Nordirland gefallen. Ich könnte jetzt lästern und mich über die unterirdische Küche der Insel lustig machen, aber das wäre gemein und sicherlich so auch nicht richtig. Man muss auch mal schauen wieso die Inselküche so verpönt ist. Die Inseln da oben im Nordatlantik sind halt nicht so klimaverwöhnt wie die Staaten am Mittelmeer, oft fehlt eben die Intensivität der Sonne und zu viel Regen tut auch nicht gut und dann ist die Produktauswahl auch schon mal begrenzt.
Lange habe ich gesucht, denn es sollte ja auch nicht das Übliche sein. Ein Pie ist bezeichnend,, also gibt es Pie. Kein Applepie, das ist auch eher Ammiland, ich habe mich für Shepherd´s Pie mit Polenta entschieden. Das war echt gut, mit wenigen Zutaten ein tolles Gericht. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob Tomaten und Parmesan so wirklich authentisch sind. Schau einfach mal selbst. Das Rezept habe ich übrigens bei Essen und Trinken gefunden.
Shepherd´s Pie mit Polenta
für na sagen wir mal 3 Personen
150 g Staudensellerie
150 g Lauch
250 g Rindergehacktes
2 Esslöffel Öl
2 Esslöffel Tomatenmark
1 Teelöffel edelsüßes Paprikapulver
500 g passierte Tomaten
100 ml Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer
250 ml Milch
125 ml Wasser
80 g Polenta-Maisgrieß
30 g Parmesan (frisch gerieben)
25 g Butter

Sellerie und Lauch putzen und fein würfeln. Das Gehackte im heißen Öl krümelig und braun anbraten.
Lauch, Sellerie, Tomatenmark und Paprikapulver kurz mitrösten. Mit den passierten Tomaten und der Brühe ablöschen. Mit Salz und Pfeffer würzen und gute 20 Minuten köcheln lassen.
Zwischenzeitlich das Wasser mit der Milch und 1/4 Teelöffel Salz zum Kochen bringen. 70 g Polenta-Maisgrieß unter Rühren in das Milchgemisch rieseln lassen und bei milder Hitze und unter Rühren ca. 5 Min. garen. Den Käse zusammen mit der Butter unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Rindfleischsauce abschmecken und ggf. mit etwas Salz nachwürzen. In eine Auflaufform (ca. 20 cm Ø) geben. Den Polenta-Brei vorsichtig löffelweise gleichmäßig obenauf verteilen und ziemlich glatt streichen. Die restlichen 10 g Polenta-Maisgrieß aufstreuen. Im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad (Umluft 200 Grad) auf der mittleren Schiene 20 Minuten knusprig backen.
Wegen der Optik am Besten in der Schale servieren.

Mittwoch, 22. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 13 – noch ein Tor, Portugal vor…

…für die Ungarn hatte ich neulich Paprikahuhn gekocht, heute sind die Portugiesen mit Feijoada de Marisco dran. Ich habe keine Kosten und Mühen gescheut und quasi alles gegeben. Der Gatte hat bei einem portugiesischem Arbeitskollegen das Rezept erbettelt, der Kollege hat es für mich übersetzt, ich habe dann noch die Zutaten besorgt und ab an den Ofen.
Ein Eintopf der den Siegeszug in Portugal startete und über die Kolonien Mosambik, Macau und Brasilien ferne Teile der Welt eroberte.
Der Gatte wollte es unbedingt serviert bekommen, aber mal so ganz unter uns, ich glaube er wusste nicht so ganz auf was er sich da eingelassen hat. Ein Rezept mit so viel Meeresgezeuchs würde ich mich niemals trauen zu kochen, aber er hat es nicht anders gewollt.
So ein ganz kleines Bisschen sehe ich Parallelen zur portugiesischen EM-Mannschaft, ich glaube, sie hatten auch keine Ahnung auf was sie sich da einließen. Die Ungarn waren schließlich von neulich noch gestärkt und wie ich gehört habe bei Oberst trifft Sahne wurde auch für die Ungarn gekocht, ich bin auf den Beitrag gespannt.
Die Portugiesen hatten es nicht einfach und wenn man mal ganz ehrlich ist, mit ihrem 3:3 waren sie bestens bedient.
Und jetzt nach dem Spiel können sie sich an dem besagten Eintopf erfreuen, uns hat er geschmeckt, auch wenn Herr GB die Muscheln aus dem Gericht fischte und auf meinem Teller entsorgte, auch wenn ich ihm die Garnelen auseinander puhlen musste und auch wenn wir vergaßen ein Glas Wein dazu zu trinken. Ein gelungenes Essen das zur WM gerne wiederholt werden kann.
Feijoada de Marisco:
1 Chilischote fein gehackt
1 große Zwiebel in Würfel geschnitten
1-2 dicke Knoblauchzehen fein gehackt
2 Möhren in Würfel
1 Lorbeerblatt
100 g Baconwürfel
1 Esslöffel Tomatenmark
400 g weiße Bohnen, gekocht
½ Bund Koriander
300 g Meeresfrüchte (Tintenfisch, Muschelfleisch, Krabbenfleisch) zur Not TK
250 ml frischen Weißwein
1 Esslöffel Olivenöl
Garnelen
Olivenöl erwärmen und die Zwiebelwürfel, die gehackte Chilischote, den Knoblauch und die Möhrenwürfel gute 4 Minuten anschwitzen. Lorbeerblatt, Baconwürfel und Tomatenmark zufügen, weiter anschwitzen.
Die Meeresfrüchte zufügen und alles zusammen nochmals 4-5 Minuten anschwitzen. Solltest Du keine Frischen bekommen, geht als Alternative auch eine Tüte Meeresfrüchte aus der Tiefkühlung.
Mit dem Weißwein ablöschen.
10 Minuten köcheln lassen. Die Bohnen zufügen und den Koriander hacken und untermischen. Weitere 20 Minuten leise köcheln.
Zwischenzeitlich die Garnelen in Wasser gar kochen und anschließend zu dem Bohnengemisch geben. Mit Salz und evtl. mit Pfeffer abschmecken nochmals 5 Minuten garen.
Das Lorbeerblatt entfernen, auf Teller anrichten und servieren.

Dienstag, 21. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 12 – Kroatisches für unsere Jungs…

…es tut mir wirklich leid, aber heute spielten wieder die Jungs aus der deutschen Ecke und da kann ich nicht anders wie fast nur noch daran denken und an die Frage, schaffen sie es oder nicht.
Wie, Du fragst was sie schaffen sollen? Na Mensch, ob sie ins Achtel kommen oder nicht. Gibt es heute wichtigere Fragen? Na okay, vielleicht noch eine, was ich für sie kochen soll.
Gleich vorweg, sie haben es geschafft, sie kommen ins Achtel.
Eigentlich wollte ich heute für die Kroaten kochen, Du weißt schon, der Plan lautete an jedem Spieltag ein anderes Land.
Aber die Realität sieht dann doch ganz anders aus. Ich würde es an den Tagen, wenn MEINE Jungs spielen, gar nicht übers Herz bringen, nichts für sie auf den Tisch zu bringen.
Du kannst ruhig lachen, ich weiß auch selber, dass sie vor Ort fürstlich bekocht werden und ich mit meiner Büdchenküche nicht mithalten kann, aber jetzt stell Dir mal vor, ich koche nichts für sie und die Jungs hätten das Spiel vergeigt. Ja meinst Du ernsthaft ich könnte mit den Gewissensbissen unbeschwert weiterleben?
Außerdem, am Ende wird abgerechnet. Sollten sie, also meine Jungs, Europameister werden, kann ich mir auf die Schulter klopfen. Schließlich kann nicht jeder von sich behaupten für sie gekocht zu haben, ich dann aber schon.
Aber ich quatsche und quatsche wieder und Du weißt immer noch nicht was es auf die Gaben gibt.
Tatatataaaaaa: Cevapcici mit Djuvek und Ajvar. Natürlich alles hausgemacht, versteht sich von selbst. Und damit es auch für die kroatischen Buschen reicht eine große Portion. Die einzigen die es verfluchen werden, werden morgen die Kollegen sein, die sich in mein Büro trauen. Gut dass es noch kein Geruchsinternet gibt, denn mit Knoblauch habe ich nicht gespart.
Cevapcici mit Djuvek und Ajvar
500 g Rindergehacktes (die originalen werden aus vier verschiedenen Fleischsorten vom Rind gemacht, Schulter, Brust, Bauch und Hals)
100 g geräucherte Schinkenspeck
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer
Alles ganz gründlich verkneten und zu kleine ca. 8 cm lange Röllchen formen.
Die Röllchen langsam grillen bis sie rundherum schön braun sind.
Djuvec:
2 Tassen Langkornreis
1 Zwiebel in feine Würfel
2 Knoblauchzehen fein gehackt
1 rote Paprika, ebenfalls in Würfel geschnitten
4 Tassen Gemüsebrühe
2 Esslöffel Tomatenmark
½ Teelöffel Rosenpaprika
Salz
2 Esslöffel Öl
Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebelwürfel, Knoblauch und Paprikawürfel gute 2 Minuten andünsten. Reis, Tomatenmark, Rosenpaprika und Salz zufügen. Solange dünsten bis der Reis das Öl aufgesogen hat. Die Brühe angießen und einmal aufkochen lassen. Auf kleiner Hitze den Reis 20 Minuten gar ziehen lassen.
Ajvar:
4 rote Paprikaschoten
2 Esslöffel Öl
Salz
Paprikaschoten in Segmente schneiden und auf ein Backblech legen. Im Backofen unterm Grill rösten bis die Haut schwarz ist und aufplatzt. Aus dem Backofen nehmen und ein kaltes feuchtes Tuch auf die dunklen Schoten legen. Das Tuch abnehmen und dann die Haut abziehen. In einem Topf das Öl geben und erhitzen. Den Paprika zufügen und auf kleiner Stufe so lange kochen bis der Paprika komplett zerfällt. Den Paprika mit einem Pürierstab aufmixen und mit Salz abschmecken.
Das Mus in Gläser füllen und abkühlen lassen. Wenn Du es haltbar machen möchtest dann fülle das Mus in Schraubgläser und koche sie 20 Minuten ein.

Montag, 20. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 11 – für Russland gibt es Blini mit Hackfleischbeilage und Salat…

…den Salat habe ich dazu geschmuggelt, aber jetzt sei doch mal ehrlich, wir müssen den Spielern doch auch mal etwas Leichtes, Frisches bieten. Die Buchweizenblini sind osteuropäische Verwandte unserer klassischen Pfannkuchen. Nur sind unsere Pfannkuchen aus Weizenmehl und ohne Hefe, der Pfannkuchenteig bekommt mehr Milch und Eier und ist im Ganzen flüssiger. Die Buchweizenblinis sind recht schwer und fressen Salz. Du darfst den Teig nicht zu zaghaft würzen, sonst schmeckt er nach nichts. Was Du vorher nicht in den Teig gibst, bekommst Du hinterher nicht mehr rein. Die Russische Küche ist deftig und kompakt, die Blinis auch, die Hackfleischbeilage wird leicht zubereitet und frischt das ganze Gericht wieder auf. Aber ich denke der Chefkoch der russischen Mannschaft verzichtet sicher während der EM auf Blinis, es sei denn es gibt eine Leichtversion von der ich nichts weiß.
Doch sollte einer der Jungs während der EM in Frankreich Heimweh bekommen, ist dieses Gericht ein super Hilfsmittel das über noch so schlimme Katerstimmung hinweg helfen könnte.
Und weißt Du wobei es auch hilft!? Es hilft Dir über die Sommerregenstimmung. Es ist quasi auch ein Regenessen das in jeder Jahreszeit serviert werden kann. Außerdem ist es schnell gemacht und wir haben Zeit die Spiele der EM zu verfolgen
Also heute Blinis für die Russen:
Blini aus Buchweizenmehl mit Hackfleischbeilage und Salat.
Zutaten (für ca. 8 Stück)
150 g Buchweizenmehl (extra fein, Bioladen)
1 Prise Salz
10 g frische Hefe
1 TL Zucker
150 ml lauwarme Milch
1 Ei
Salz und Pfeffer
Rapsöl
Zubereitung:
Das Buchweizenmehl zusammen mit dem Salz in eine Schüssel geben. In die Mitte eine Mulde drücken. Hefe in die Mulde bröseln. Zucker und 3 EL Milch zugeben. Die Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken und ca. 15 Minuten gehen lassen.
Das Ei und die restliche Milch zur Hefe-Mehlmischung in die Schüssel geben. Alles mit dem Rührbesen des elektrischen Handrührgerätes zu einem glatten, geschmeidigen Teig verrühren. Wieder mit dem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunden gehen lassen.
In einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen. Teig esslöffelweise in die Pfanne geben. Nach und nach kleine Küchlein (ca. 5–7 cm groß) von beiden Seiten goldbraun backen. Fortfahren, bis der Teig verbraucht ist. Fertige Blini warm stellen.
Hackfleischbeilage:
250 g Gehacktes halb und halb
1 Zwiebel in Würfel geschnitten
4 Lauchzwiebeln in feine Ringe
1 rote Paprika in kleine Würfel geschnitten
Pfeffer und Salz
2 Esslöffel Schichtkäse
Etwas Rapsöl
Das Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebelwürfel zusammen mit den Frühlingszwiebelringen andünsten. Das Hackfleisch zu den Zwiebeln geben und mit einer Gabel zerdrücken. Etwas braun anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Paprikawürfel zufügen und alles zusammen gar dünsten. Den Schichtkäse unterrühren und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Blinis zusammen mit dem Hackfleisch anrichten. Dazu passt Blattsalat mit saurer Sahne.