Mittwoch, 31. August 2016

Gutgelaute Handwerker sind die halbe Miete, oder Rosmarineis im pochierten Pfirsich mit Krümmelkeks und karamellisierten Rosmarinzweig…

…Du hast es sicher schon gemerkt, ich mache mich im Moment mal wieder dünne hier im Büdchen, aber das hat Gründe. Hier zuhause wird renoviert und wenn ich von Renovierung spreche, dann meine ich Renovierung.
Hier wird nicht nur mal eben etwas Farbe auf den Wänden verteilt, nööö, der alte Fußboden wird erneuert und das ist mit Arbeit und Dreck verbunden. Logisch das anschließend noch die Wände dran sind und wer will bei diesen Veränderung noch alte Zöpfe Vorhänge hängen lassen.
Was jetzt alles erneuert wird, will ich hier gar nicht aufzählen, denn schließlich ist das hier ein Foodblog und kein Renovierungsblog.
Zeitweise ist das Haus voller Handwerker und wenn ich nicht im Büro bin, verdrücke ich mich am liebsten in die Küche. Der Gatte packt ganz schön mit an und deshalb muss ich den bei Laune halten.
Mit einem Dessert bin ich bei ihm immer im Grünenbereich und mit einem Eis quasi auf der hundert Prozent sicheren Seite.
Die ersten Pfirsiche konnte ich ergattern und auf dem Balkon sprießt der Rosmarin. Beides passt sehr gut zusammen und als Dessert sehr aromatisch, ein geniales Sommerdessert. Schokolade ist im Winter wieder dran.
Das Dessert hat viele Komponenten, aber jede einzelne ein Genuss. Schau doch mal ob Du auch mal Lust drauf hast.
Rosmarineis im pochierten Pfirsich mit Krümmelkeks und karamellisierten Rosmarinzweig:
5 Rosmarinzweige (Nadeln fein gehackt)
250 ml Milch
250 ml Sahne
100 g Zucker
5 Eigelbe
1 Esslöffel Zucker
Prise Salz
Milch mit Sahne, 100 g Zucker und den gehackten Rosmarinnadeln aufkochen. Die Milchmischung mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Zwischenzeitlich die Eigelbe mit dem Esslöffel Zucker schaumig schlagen.
Die gut abgekühlte Milchmischung durch ein Sieb filtern. Die aufgefangene Rosmarinmilch mit dem Eierschaum mischen und ganz langsam unter ständigem rühren auf 80°C erwärmen. Die Mischung bis zu einer cremigen Masse erwärmen. Sobald die Rosmarinmilch gebunden ist, alles in den Topf der Eismaschine gießen.
Die Eiscreme in der Eismaschine geben und bis zur gewünschten Konsistenz gefrieren lassen.
Pfirsich pochieren:
100 ml Riesling
200 ml Pfirsichsaft
2 Esslöffel Zucker
2 Pfirsiche, halbiert und entkernt
2 Teelöffel Speisestärke in etwas kaltem Wasser angerührt
Riesling, Saft und Zucker aufkochen. Die halbierten Pfirsiche in den Sud geben und 10 Minuten ziehen lassen. Sobald die Pfirsiche etwas weich pochiert sind, aus dem Sud heben und zur Seite stellen. Den Sud mit der angerührten Speisestärke binden und anschließend abkühlen lassen.
Karamellrosmarinzweige:
4 kleine Rosmarinzweige
2 Esslöffel brauner Zucker
Den Zucker in einer Pfanne erwärmen bis er flüssig und angebräunt ist. Die Rosmarinzweige darin wälzen und sofort auf eine Silikonmatte, oder Backpapier legen. Abkühlen lassen bis der Zucker fest geworden ist.
Für die Dekoration einige Karamellkekse zerbröseln und frische Himbeeren mit Pfirsichlikör marinieren.

Zum Anrichten die Pfirsiche mit etwas Pfirsichsauce auf einen Teller geben, jeweils eine Portion Rosmarineis auf eine Pfirsichhälfte geben. Obenauf einen karamellisierten Rosmarinzweig drapieren und mit marinierten Himbeeren umlegen. Zum Schluss noch mit zerbröselten Karamellkeksen betreuen und servieren.

Freitag, 19. August 2016

Herr der Gartengemüse, oder Zucchinilasagne…

…jedes Jahr aufs Neue. Ich kenne kaum einen Gartenbesitzer der keine Zucchini im Garten hat, also vorausgesetzt er hat nicht nur ein Herz für Blumen, sondern auch ein kleines Eckchen Gemüsegarten.
Glaub mir, ich kenn so den einen oder anderen Gemüsegärtner, der immer sehr verblüfft ist, wenn wieder über Nacht eine Zucchinibombe herangereift ist. Meistens ist es nicht nur eine Frucht die von jetzt auf gleich zur Keule mutiert, in aller Regel machen sie sich als Familienbande im Gemüsebeet breit. Zum Ärger des Gärtners, denn so schnell kann er sie meistens gar nicht aufessen. Das wiederum ist oft eine freudige Nachricht für Nichtgartenbesitzer wie mich.
Letztens hatte ich wieder das große Glück eine Zucchini abzustauben und sie hatte genau das richtige Format für mein Mittagessen. 800 g brauchte ich und die geschenkte Rakete brachte stolze 892 g auf die Waage.
Man muss schon wissen was man mit der Frucht anstellen möchte, denn ist die Schale zu fest, das passiert leicht bei sehr großen Zucchini, dann sollten schnelle Garmethoden, oder Salatversionen, eher die letztere Wahl sein.
Die kleinen zierlichen hingegen eignen sich total super für Salat. Und wenn Du sie dann auch noch mit Radieschen, aromatischen Tomaten und einem Kresse-Senf-Dressing kombinierst, sind sie fast unschlagbar.
Aber Salat gab es im Büdchen nicht, denn das Zucchinigeschenk war größentechnisch etwas aus der Form geraten.
Wie bereits erwähnt, stolze 800und Gramm brachte sie auf die Waage. Wobei das Tolle ist, so ein Monsterdingen hat kaum Kalorien. Du kannst quasi essen bis zum Platzen, wenn die anderen Zutaten nicht zu Buche schlagen würden.
Ich habe die Zutaten soweit es ging recht kalorienarm gehalten, denn es sollte ja ein genussvolles leichtes Sommeressen werden.
Der Genuss war auf jedem Fall da und Zucchini zwischen Nudelblättern versteckt wird es garantiert demnächst wieder geben……allerdings nur, wenn mir nichts anderes einfallen sollte, denn oberstes Gebot im Büdchen *Keine Zeit ein Gericht zweimal zu kochen*.
Zucchinilasagne mit Schinken
800 g Zucchini (ich hatte eine stattliche große Gelbe)
1 Bund Petersilie, fein gehackt
1 Kugel Mozzarella (evt. fettreduziert)
200 g Kräuterfrischkäse (evt. fettreduziert)
200 ml Milch (evt. fettreduziert)
Salz, Pfeffer
200 g gekochten Schinken
200 g Hartweizengrieß, ganz fein als Mehl
2 Eier
1 Teelöffel Salz
Mehl mit den Eiern und dem Salz zu einem geschmeidigen Nudelteig verkneten. In Klarsichtfolie einwickeln und ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Anschließend entweder mit einem Nudelholz hauchdünn ausrollen, oder per Nudelmaschine zu dünnen Nudelplatten verarbeiten. Ich habe 8 dünne Platten daraus bekommen.
Die Nudelplatten etwas mit Mehl einstäuben und zur Seite legen.
Für die Zucchinimasse raspelst Du die Zucchini in feine dünne Stückchen. In einer recht großen Schüssel wird der Kräuterfrischkäse mit der Milch und der gehackten Petersilie gut vermischt. Mit Salz und Pfeffer reichlich würzen.
Die Mozzarellakugel in kleine Würfelchen schneiden und unter die Frischkäsecreme mischen. Ebenfalls die geraspelten Zucchini zum Käsegemisch geben und gut untermischen.
Den gekochten Schinken in kleine Würfelchen schneiden.
Nun alles in eine gefettete Auflaufform einschichten. Die Auflaufform sollte ca. 20x30 cm groß sein.
Zuerst mit etwas Zucchinigemisch den Boden der Auflaufform ganz dünn bedecken. Dann mit Nudelblätter das Gemisch komplett abdecken. Auf die Nudelblätter etwas Schinken verteilen. Dann wieder Zucchinimatsch.
Von nun an abwechselnd Nudelblätter, Schinken, Zucchinimatsch. Den Abschluss muss auf jedem Fall Zucchinimatsch machen.
Die Auflaufschale schiebst Du in den Backofen, der vorher auf 180°C vorgeheizt wurde. Nach ca. 30-35 Minuten ist der Auflauf fertig.

Sonntag, 14. August 2016

Echt scharfes Wochenende, oder Pfeffereis mit Madeirakirschgrütze…

…Du weißt, Wochenende ist Eiszeit und im Moment sind Versuchswochen angesagt. Ich meine, eigentlich ist das Büdchen ja eh Versuchslabor, aber derzeit hat Herr GB einen erhöhten Eiskonsum und der will schließlich gestillt werden. Der Herr des Hauses ist ja genügsam verwöhnt und Du weiß, hast Du erst einmal so ein Exemplar heran gezüchtet, kannst Du keinen Rückwärtsgang mehr einlegen. Er ist es gewohnt, dass er Vielseitigkeit serviert bekommt. Da kann ich ihm doch jetzt nicht jede Woche Vanilleeis servieren.
Vor einigen Wochen habe ich mal eine Liste mit meinen Eis-Phantasien angelegt und aus dieser Liste kann er sich jetzt immer sein Wunscheis wählen. Wenn ich die Zutaten bekomme ist es kein Problem, dann wird der Wunsch des Herrn erfüllt, ansonsten wird ein Anderes gewählt und das Wunscheis gibt es später.
Bei dem heutigen Wunschprogramm passte alles. Die Eiszutaten waren im Haus, die Kirschen für die Begleitung hatte ich neulich schon bekommen und sofort zu Grütze verarbeitet.
Übrigens ein Begleiter der sich wunderbar einkochen lässt. Einige Gläser sind in das Vorratsregal gewandert und im Winter werden sie uns garantiert die langen Abende versüßen.
Die Kombination Pfeffereis mit den süßen Kirschen war ein ganz besonderer Gaumengenuss. Im ersten Moment schmeckt das Eis recht mild, aber dann, wenn das Eis schon lange im Mund geschmolzen ist, schmeckst Du ganz hinten am Gaumen die Schärfe. Die süße Kirschgrütze rundet den Geschmack ab und der feurige Eindruckt ebbt wieder ab.
Sicherlich kein Alltagseis, aber ein Erlebnis das man wirklich mal probieren sollte.
Du weißt schon, nur für den Fall dass Du es ausprobieren willst habe ich mal das Rezept aufgeschrieben.
Pfeffereis mit Madeirakirschgrütze
Madeirakirschgrütze:
400 g Kirschen, entsteint
100 g Gelierzucker 3:1
100 ml Madeira
Die Kirschen vierteln und zusammen mit dem Gelierzucker und dem Madeira in einen Topf geben. Das Kirschgemisch 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend aufkochen und ca. 5 Minuten sprudelnd kochen lassen.
Entweder in Twist-off Gläser füllen, oder in eine Schale zum abkühlen umfüllen und bis zur Verwendung zur Seite stellen.
Pfeffereis:
10 g schwarze Pfefferkörner
250 ml Sahne
250 ml Vollmilch, (mind. 3,5%)
75 g Läuterzucker
Abrieb einer Bio-Zitrone
5 Eigelbe
50 g Vollmilchschokolade
Die Pfefferkörner in einem Mörser andrücken. Die Sahne mit der Milch und dem Läuterzucker mischen. Die angedrückten Pfefferkörner zugeben und das Gemisch aufkochen. 10 Minuten ziehen lassen. Nach und nach die Eigelbe unterrühren und nochmals langsam erwärmen. Dabei kräftig rühren und nicht zu heiß werden lassen, denn sonst flocken die Eigelbe und Du hast Rührei. Sobald die Mischung bindet und cremig wird noch schnell die Schokolade darin auflösen und gut unterrühren. Nun vom Herd nehmen und durch ein Sieb streichen.
Die Creme in die Eismaschine füllen und nach Bedienungsanleitung der Maschine gefrieren lassen.
Das Eis zusammen mit der Madeirakirschgrütze servieren.

Samstag, 13. August 2016

Grillen oder nicht Grillen das ist hier die Frage, Hähnchenspieße mit Orangen Papaya Chutney…

…wir haben uns für nicht grillen entschieden und die Spieße wurden in der Pfanne gemacht, fertig.
Du glaubst doch nicht im Ernst dass ich diese Hampelei mit Geschirr und Stühle draußen – Geschirr und Stühle drinnen – mitmache, oder!?
Jetzt sag mal, wie oft hat Dich der Regen in diesem Jahr schon beim Grillen erwischt? Gerade ist der Grill gut aufgeheizt, das erste Stückchen Grillgut wird aufgelegt und quasi synchron dazu taucht die erste fette Gewitterwolke am Himmel auf. Fette als alles was Du jemals auf den Grill gelegt hast. Das linke Auge ist auf das Grillzeuchs gerichtet, das Rechte auf den schwarzen Himmel. Mit der Grillzange in der Hand presst Du die ersten Gebetstöße gen Himmel und Du betest auf Düvel komm raus um Dein Leben Grillgedöns was da vor Dir regelrecht tiefenentspannt auf dem Rost liegt. Dein Instinkt sagt Dir, Du musst es beschützen. Beschützen vor dieser tief dunkelgrauen Bedrohung. Trotz allem Beten passiert es dann trotzdem, Du packst was Du zu packen kriegst und ab rein in die vier Wände, in Sicherheit vor dem bedrohenden Nass.
Der nächste Schritt heißt Überlegen! Genau jetzt musst Du ganz genau nachdenken wie Du es am besten anstellst, dass Du Dein Grillgut doch noch schmackhaft zubereitet bekommst.
Und weil ich genau auf diese ganze Rödelei keine Lust habe, höre ich in letzter Zeit immer häufiger auf den Wetterbericht, und soll auch nur die Rede von irgendwelchen örtlichen Schäuerchen die Rede sein, wird nicht draußen gekocht. Ja, so einfach ist das. Gleich von Anfang an wird die Pfanne auf den Herd gestellt und auf klassische altertümliche Art und Weise werden die Spieße gebraten. Aber sollte es trocken bleiben, ist der Sitzplatz unter der Markise auf jedem Fall reserviert.
Hähnchenspieße mit Orangen Papaya Chutney
500 g Hähnchenbrust, in lange Streifen geschnitten
1 Esslöffel Tandooripaste
1 Esslöffel Honig
1 rote Chilischote, fein gehackt
100 g Joghurt
Frisch gemahlener Pfeffer
Etwas Salz
Rapsöl zum Braten
Holzspieße
Die Hähnchenbruststreifen auf Spieße stecken. Die Tandooripaste mit dem Honig, der gehackten Chilischote und dem Joghurt verrühren. Mit Salz und Pfeffer würden. Die Spieße mit der Joghurtcreme bestreichen und abgedeckt mindestens 60 Minuten marinieren. Noch besser über Nacht ziehen lassen.
Orangen Papaya Chutney
2 Orangen
1 rote Chilischote, fein gehackt
1 rote Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
1 Esslöffel Olivenöl
3 Esslöffel Weißweinessig
50 g Zucker
300 g Papaya
1 Esslöffel Minze, fein gehackt
Die Orangen so schälen, dass das Weiße ebenfalls abgeschnitten ist. Die Orangen in Würfel schneiden.
Das Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel zusammen mit der gehackten Chili anschwitzen. Mit Essig ablöschen. Den Zucker zusammen mit den Orangenwürfel zufügen und bei mittlerer Wärme langsam einkochen bis der größte Teil der Flüssigkeit verkocht ist. Zwischenzeitlich die Papaya schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Die Papayawürfel mit der Minze zu den Orangen geben und gut untermischen. In eine Schüssel geben, abdecken und zum abkühlen in den Kühlschrank stellen.
Das Chutney kann man wunderbar vorbereiten.
Die Hähnchenspieße aus der Marinade heben. In einer Pfanne etwas Rapsöl erhitzen und die Spieße von allen Seiten schnell und zügig braten.
Zusammen mit dem Chutney servieren.

Freitag, 12. August 2016

Im August Temperaturen wie an Heiligabend, oder Himbeerkokoseis im Neujahrshörnchen…

…im Radio haben sie gesagt, dass es am letzten Heiligabend morgens um 6 Uhr 8,2° C kalt war und gestern war es sage und schreibe morgens um 6 Uhr 7,2° C warm. Im Sommer sagt man doch warm, oder? Und weil wir Sommer haben gibt es Eis und zwar im Neujahrshörnchen, das sind die Besten. Den Temperaturen ist es egal welche Jahreszeit wir haben und mir auch und den Hörnchen erst recht.
Frag mich nicht wie viele Hörnchenrezepte ich schon ausprobiert habe, aber die Hörnchen die es eigentlich immer an Neujahr gibt, die sind so gut, da gibt es nichts zu verbessern.
Das einzige Problem, Du benötigst dafür ein Hörncheneisen. Ob sie vielleicht auch auf dem Backblech im Backofen etwas werden, wäre vielleicht ein Versuch wert. Der Teig ist etwas dicklich und kompakt genug, um ihn auf Backpapier aufzustreichen.
Aber eigentlich geht es heute gar nicht um die Hörnchen, der Hauptdarsteller ist eigentlich das Himbeereis.
Ein Himbeerkokoseis mit einem kleinen Klecks Cassissauce. Allerdings gibt es das Rezept von der Sauce erst in der nächsten Woche, dann wird es mit dem Eis kombiniert das ich ursprünglich damit servieren will. Also lass Dich überraschen was da noch kommen wird.
Herr GB liebt Eis, deswegen gibt es im Sommer auch jede Woche irgendeinen anderen Eis-Joker den ich aus dem Ärmel ziehe.
Gerade jetzt gibt es Beeren, alle Sorten, gerade so wie es das Herz begehrt. Mein Sein Herz begehrte Himbeeren und weil im Keller die Kokosmilch weg musste stand der Plan ganz schnell fest.
Himbeerkokoseis im Hörnchen.
3 Eigelbe
150 g Zucker
Mark einer Vanillestange
250 ml Kokosmilch
500 g Himbeeren
75 ml Likör (bevorzugt Batida de Coco, Bananenlikör oder ein Sahnecremelikör)
Die Himbeeren zusammen mit dem Likör pürieren und durch ein Sieb streichen. Das Püree zur Seite stellen.
Die Eigelbe mit dem Zucker über einem Wasserbad schaumig schlagen, nach und nach die Kokosmilch zugeben und solange schlagen bis es bindet. (Zur Rose abziehen)
Das Püree mit der Eiercreme vermischen und in die Eismaschine geben.
Nach Anleitung der Maschine das Eis bis zur gewünschten Festigkeit gefrieren lassen.
Das Eis in einem Hörnchen servieren.

Bei mir gab es als Topping eine sehr aromatische Cassissauce.

Dienstag, 9. August 2016

Synchronbacken, oder Flammkuchenschnecken mit altem Teig…

…jetzt denkst Du sicher *iiiiihhhhh* wie ekelig ist das denn, alten Teig zu verarbeiten. Jetzt bist Du leider reingefallen. Der frische Teig ist ja eigentlich nur im zweiten Sinne alt und wieso steht überhaupt in der Überschrift Synchronbacken!?
Irgendwann vor einigen Monaten haben sich einige Blogger zusammengerottet (wieder diese Blogger) und haben beschlossen an einem festgesetzten Tag, das gleiche Gebäck zu backen. Jeder Blogger natürlich in seiner eigenen Küche, versteht sich wohl von selbst. Hauptinitiatoren waren Zorra aus dem Kochtopf und Sandra von From-Snuggs-Kitchen.
#synchronbacken August 2016
Diesmal stellte die Grundlage ein Pizzateig, dieser Teig stammt aus der Küche von Eva. Die Autorin vom Blog Deichrunner und für mich immer wieder eine beliebte Anlaufstelle, auch wenn bei der lieben Eva im Moment etwas Flaute auf dem Deich herrscht.
Tolle Rezepte findest Du bei ihr und unter anderen eben auch diesen einfachen Pizzateig.
Er wird mit wenig Aufwand hergestellt und braucht dann eigentlich nur Zeit für sich.
Henau der richtige Teig für meine Flammkuchenschnecken. Genau genommen sind meine Flammkuchenschnecken eigentlich Flammkuchenpizzaschnecken. Ich kenne den ursprünglichen Flammkuchenteig als Mehl/Wasser/Öl-Gemisch. Als einfacher Knetteig der dünn ausgerollt wird. Pizzateig ist ein Hefeteig, Eva´s Teig ist auch ein Hefeteig, aber mit ganz wenig Hefe.
Also was für eine Pizza gut ist, kann für einen Flammkuchen nicht schlecht sein, wobei diese Flammkuchenschnecken nicht so hauchdünn und knusprig sind, wie man es vom eigentlichen Flammkuchen kennt.
Wenn Du neugierig bist, probiere es einfach aus, ich kann es nur empfehlen.
Flammkuchenschnecken:
Zutaten Teig
300 g Mehl Typ 00, oder Typ 550
180 g Wasser
1 Teelöffel Salz
Prise Zucker
6 g Hefe
2-3 Teelöffel Olivenöl
Hefe mit der Prise Zucker und ein bisschen vom Wasser vermischen. Ca. 10 -20 Min stehen lassen. Anschließend das Mehl und das Salz zufügen und alles gut kneten. Nun nach und nach das Olivenöl langsam dazu laufen lassen. Schauen wie die Konsistenz wir und entscheiden wie viel Öl beigemengt werden soll. Den Teig wenn möglich mit einer Küchenmaschine 10 Min kneten.
Den Teig zur Kugel formen. Eine Plastikschüssel mit Olivenöl hauchdünn einölen und die Teigkugel hineingeben. Die Schüssel mit Folie abdecken und in den Kühlschrank stellen. Dort kann er einige Tage stehen bleiben, aber mindestens 24 muss er dort bleiben. Eva Zitat: Man kann also gut mehrere Portionen im Voraus zubereiten und dann immer nur so viele Teigkugeln nehmen, wie man gerade braucht, den Rest dann wieder in den Kühlschrank stellen
Schnecken backen:
200 g Creme frâichè
100 g Schinkenwürfel
2 große Zwiebeln
2 Teelöffel Olivenöl
Pfeffer, Salz, etwas Kümmel
Den Backofen auf 250°C vorheizen.
Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erwärmen und die Zwiebelringe glasig dünsten, zur Seite stellen und abkühlen lassen.
Den Teig ausrollen. Dafür die Ausrollunterlage mit Mehl einstäuben und den Teig dünn auf die Größe eines Backblechs ausrollen.
Den Teig mit Creme frâichè bestreichen, die Schinkenwürfel und die gedünsteten Zwiebelringe darauf verteilen und mit Pfeffer, Salz und Kümmel würzen.
Den Teig zu einer Wurst aufrollen und in Scheiben schneiden.
Die einzelnen Scheiben wie Schnecken auf ein Backblech legen, das mit einer Backfolie oder Backpapier ausgelegt wurde.
Das Backblech in den Backofen geben und die Schnecken die ersten 10 Minuten bei 250°C backen, den Backofen auf 200°C herunterschalten und weitere 15 bis 20 Minuten backen. Öfters mal schauen dass sie nicht schwarz werden. Sobald sie goldbraun sind, sind sie genau richtig.
Wir haben einen bunten Tomatensalat dazu gegessen.

Kleiner Nachtrag, hier noch meine Mitstreiter die ich jedem ans Herz legen kann:

1x umrühren bitte aka kochtopf
From-Snuggs-Kitchen
auchwas
eine prise lecker
Kinder, kommt essen!
chiliblueten
Food for Angels and Devils
nur mal kosten
gourmandises végétariennes
The Apricot Lady
Dagmar's brotecke
tristezza
giftigeblonde
KochTrotz
Birgit D - Kreativität in Küche, Haus & Garten
MaltesKitchen
LanisLeckerEcke
Leberkassemmel und mehr
Kathrins Home

Dienstag, 2. August 2016

Ein Millefeuille ist nicht so schwör, oder Apfel, Forelle und Rote Beete zum Geburtstag…

…jetzt brüte ich seit Tagen über ein Geburtstagsgeschenk und weiß einfach nicht, ob ich mich damit nicht womöglich mit Pauken und Trompeten blamiere.
Du musst wissen der Blog Obers trifft Sahne hat Geburtstag und wird am 07.August fünf. Seit fünf Jahren werden wir mit wundervollen Rezepten beschenkt.
1. Außergewöhnliche, 2. bodenständige, 3. traditionelle, 4. regionale, 5. klassische Leckerbissen werden uns präsentiert.
Den Schreiberling kenne ich persönlich und sie ist zu einer liebgewonnenen Kochfreundin geworden, die ich ins Herz geschlossen habe.
Mit ihr 1. zu kochen, 2. zu quatschen, 3. zu braten, 4. zu lachen, 5. zu grillen ist höchstes Vergnügen.
Einige Male hatten wir schon die Gelegenheit uns zu treffen. Die Treffen sind rar, uns trennen knappe 500 400 Kilometer und trotzdem haben wir uns schon recht gut kennengelernt. Ich weiß sie mag es 1. fischig, sie mag es 2. herzhaft, die mag es 3. fruchtig, sie mag es 4. Würzig, sie mag es 5. scharf.
Zum Bloggeburtstag hat sie sich etwas mit der Zahl 5 gewünscht.



Also bekommt sie eine Art Törtchen, ein herzhaftes Türmchen, ein Türmchen mit 5 Zutaten.
Äpfel mit geräucherter Forelle ist ja schon eine schöne Kombination, aber wenn dann auch noch rote Beete und ein Meerrettichquark dazukommen, dann ist das schon ein ganz spezieller Gaumenkitzel. Das i-Tüpfelchen stellt noch der Staudensellerie da.
Quasi mit Fünf Zutaten einen sommerlichen leichten Genuss zum Festtag.
Schau Dir mal das Rezept an, glaubst Du ich könnte damit einen Blumentopf bei dem Geburtstagskind gewinnen?
Apfelmillefeuille mit Forelle und Roter Beete
2 große Knollen Rote Beete
1 Knoblauchzehe
1 Teelöffel Kümmelsamen
1 Esslöffel Rapshonig
1 Esslöffel Himbeeressig
2 Esslöffel Rapsöl
125 g Quark 40%
3 Teelöffel Sahnemeerrettich aus dem Glas
Frisch gemahlener Pfeffer, Salz
Pro Person 125 g geräuchertes Forellenfilet
2 Äpfel, Granny Smith
Saft einer ½ Zitrone
2 Stangen Staudensellerie
Einige gewaschene Salatblätter
2 Esslöffel Olivenöl
Saft einer ½ Limette
Salz zum Würzen
Die Rote Beete in Salzwasser zusammen mit der Knoblauchzehe und dem Kümmelsamen gar kochen. Die Knolle abgießen und schälen. In feine Scheiben hobeln.
Ein Dressing aus dem Honig, dem Himbeeressig und dem Rapsöl mischen und die Roten Beetescheiben hineinlegen. Mindestens 1 Stunde marinieren.
Den Quark mit dem Sahnemeerrettich vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zur Seite stellen.
Die Äpfel schälen und das Kerngehäuse ausstechen. Die Äpfel in dünne Scheiben schneiden und mit dem Saft der Zitrone beträufeln.
Den Staudensellerie schräg in kleine Scheiben schneiden.
Die Salatblätter und die Selleriescheiben mit dem Olivenöl und dem Saft der Limette mischen.
Zum Anrichten in die Mitte eines Tellers zwei bis drei Apfelscheiben aufeinander legen und darauf einen Teelöffel Meerrettichquark streichen.
Nun einige Selleriestückchen zusammen mit Salatblättern, Stückchen Forellenfilets und Rote Beetscheiben darauf verteilen. Diesen Vorgang nochmals wiederholen und auf diese Art kleine Türmchen bauen. Als Abschluss eine halbe Apfelscheibe mit Meerrettichquark und einem Petersilienblatt aufsetzen.