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Dienstag, 2. August 2016

Ein Millefeuille ist nicht so schwör, oder Apfel, Forelle und Rote Beete zum Geburtstag…

…jetzt brüte ich seit Tagen über ein Geburtstagsgeschenk und weiß einfach nicht, ob ich mich damit nicht womöglich mit Pauken und Trompeten blamiere.
Du musst wissen der Blog Obers trifft Sahne hat Geburtstag und wird am 07.August fünf. Seit fünf Jahren werden wir mit wundervollen Rezepten beschenkt.
1. Außergewöhnliche, 2. bodenständige, 3. traditionelle, 4. regionale, 5. klassische Leckerbissen werden uns präsentiert.
Den Schreiberling kenne ich persönlich und sie ist zu einer liebgewonnenen Kochfreundin geworden, die ich ins Herz geschlossen habe.
Mit ihr 1. zu kochen, 2. zu quatschen, 3. zu braten, 4. zu lachen, 5. zu grillen ist höchstes Vergnügen.
Einige Male hatten wir schon die Gelegenheit uns zu treffen. Die Treffen sind rar, uns trennen knappe 500 400 Kilometer und trotzdem haben wir uns schon recht gut kennengelernt. Ich weiß sie mag es 1. fischig, sie mag es 2. herzhaft, die mag es 3. fruchtig, sie mag es 4. Würzig, sie mag es 5. scharf.
Zum Bloggeburtstag hat sie sich etwas mit der Zahl 5 gewünscht.



Also bekommt sie eine Art Törtchen, ein herzhaftes Türmchen, ein Türmchen mit 5 Zutaten.
Äpfel mit geräucherter Forelle ist ja schon eine schöne Kombination, aber wenn dann auch noch rote Beete und ein Meerrettichquark dazukommen, dann ist das schon ein ganz spezieller Gaumenkitzel. Das i-Tüpfelchen stellt noch der Staudensellerie da.
Quasi mit Fünf Zutaten einen sommerlichen leichten Genuss zum Festtag.
Schau Dir mal das Rezept an, glaubst Du ich könnte damit einen Blumentopf bei dem Geburtstagskind gewinnen?
Apfelmillefeuille mit Forelle und Roter Beete
2 große Knollen Rote Beete
1 Knoblauchzehe
1 Teelöffel Kümmelsamen
1 Esslöffel Rapshonig
1 Esslöffel Himbeeressig
2 Esslöffel Rapsöl
125 g Quark 40%
3 Teelöffel Sahnemeerrettich aus dem Glas
Frisch gemahlener Pfeffer, Salz
Pro Person 125 g geräuchertes Forellenfilet
2 Äpfel, Granny Smith
Saft einer ½ Zitrone
2 Stangen Staudensellerie
Einige gewaschene Salatblätter
2 Esslöffel Olivenöl
Saft einer ½ Limette
Salz zum Würzen
Die Rote Beete in Salzwasser zusammen mit der Knoblauchzehe und dem Kümmelsamen gar kochen. Die Knolle abgießen und schälen. In feine Scheiben hobeln.
Ein Dressing aus dem Honig, dem Himbeeressig und dem Rapsöl mischen und die Roten Beetescheiben hineinlegen. Mindestens 1 Stunde marinieren.
Den Quark mit dem Sahnemeerrettich vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zur Seite stellen.
Die Äpfel schälen und das Kerngehäuse ausstechen. Die Äpfel in dünne Scheiben schneiden und mit dem Saft der Zitrone beträufeln.
Den Staudensellerie schräg in kleine Scheiben schneiden.
Die Salatblätter und die Selleriescheiben mit dem Olivenöl und dem Saft der Limette mischen.
Zum Anrichten in die Mitte eines Tellers zwei bis drei Apfelscheiben aufeinander legen und darauf einen Teelöffel Meerrettichquark streichen.
Nun einige Selleriestückchen zusammen mit Salatblättern, Stückchen Forellenfilets und Rote Beetscheiben darauf verteilen. Diesen Vorgang nochmals wiederholen und auf diese Art kleine Türmchen bauen. Als Abschluss eine halbe Apfelscheibe mit Meerrettichquark und einem Petersilienblatt aufsetzen.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Schwitzen ist angesagt, oder Apfelsüppchen mit Joghurthonigwürfel, Melonenbällchen und Basilikumeis…

…nein, ich werde jetzt nicht herumnörgeln, dass es zu warm ist. Ich schwitze geduldig vor mich hin, ich sehne mich nach höchstens 25°C und ich singe Last Christmas, weil ich die Hoffnung habe, dass es bei einem Weihnachtslied gleich um 4-5° C kühler wird.
Man kann es versuchen, bringt aber nix.
Natürlich liebe ich den Sommer und auch Temperaturen um 30°C, aber nicht hier im Pott, sondern am Meer. Hier im Pott staut sich die Wärme, es wird stickig. Jede Bewegung fällt schwer und der Lorenz brennt von oben – gnadenlos und unerbittlich.
Es geht kein Lüftchen, die Räume heizen sich auf. Selbst die Schränke werden nicht verschont und die Hitze kriecht in jeden Winkel. Woher ich das weiß? Im letzten Jahr habe ich es erlebt. Alle Räume waren aufgeheizt, die Schranke natürlich auch. Übernacht gab es einen Temperatursturz und wir haben das Büdchen komplett durchgelüftet. Tagespäter habe ich einen Schrank geöffnet den ich selten öffne. Beim Aufsperren kam mir ein Schwall warmer Sommerluft entgegen. Also hatte ich den Sommer quasi gefangen. Den Sommer einzusperren ist jetzt ja auch keine so schlechte Idee, man könnte sich einen Sommervorrat anlegen. Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Könnte man doch mit dem Sommer auch so machen. Wobei ich bin ja froh, dass er vor diversen Schränken haltmacht. In den Kühlschrank und in die Gefriertruhe traut er sich nicht, ich denke er weiß das das Bereiche sind die ihm ein gnadenloses Aus bescheren würden.
Das ist auch sein Glück, denn schließlich muss auch er Respekt zollen. Wenn er allerdings wüsste welche Köstlichkeiten ich dort vor ihm verstecke, wäre ich mir nicht mehr so sicher ob meine Schätze sicher wären.
Genau dort lagere ich die erfrischenden Leckerbissen die uns durch die Hitze bringen. Diesmal verstecke ich dort ein Apfelsüppchen mit Joghurthonigwürfel, Melonenbällchen und Basilikumeis.
Exakt das was wir zur Abkühlung benötigen, vielleicht ist es auch etwas für Dich.
Apfelsüppchen mit Joghurthonigwürfel, Melonenbällchen und Basilikumeis:
Joghurthonigwürfel
2 Esslöffel Honig
250 g Joghurt mit hohem Fettanteil
3 Blätter Gelatine
Gelatine nach Anweisungen in kaltem Wasser einweichen. Den Honig gut erwärmen. Die gequollene Gelatine ausdrücken und im warmen Honig auflösen. Den Joghurt gut durchschlagen, es sollen keine Klümpchen im Joghurt sein. Etwas Joghurt zum Honig geben und glattrühren. Jetzt das Joghurthoniggemisch unter den Joghurt rühren.
Silikonformen oder Behälter die mit Frischhaltefolie ausgelegt wurden mit der Joghurtmasse füllen. Mindestens 3-4 Stunden im Kühlschrank erstarren lassen.
Apfelsüppchen 
400 ml Apfelsaft
2 säuerliche Äpfel (Granny Smith)
2 süßliche Äpfel (Cox Orange)
Saft ½ Zitrone
200 ml Riesling, lieblich spritzig
Ein größeres Stück Wassermelone
Den Apfelsaft zusammen mit dem Riesling und dem Zitronensaft zum Kochen bringen und auf die Hälfte reduzieren.
Jeweils einen Apfel jeder Sorte schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Apfelstückchen in den reduzierten Apfelsaft geben und darin garkochen. Mit einem Mixstab pürieren in eine Schüssel füllen und mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen.
Aus dem Melonenfruchtfleisch und den restlichen Äpfeln mit Melonenausstecher unterschiedlicher Größe Perlen ausstechen. Ebenfalls in den Kühlschrank stellen.
Basilikumeis:
250 ml Sahne
200 g Creme fraiche
1 großes Bund Basilikum, sehr fein gehackt
50 g Zucker
50 ml Honig
Saft und Schale einer unbehandelten Zitrone
4 Eigelbe
Sahne schlagen und zur Seite stellen. Den Honig leicht erwärmen und mit der Creme fraiche cremig rühren. Die Eier zusammen mit dem Zucker über einem Wasserbad aufschlagen und zur Rose abziehen. In die Eiermasse die Creme fraiche rühren, Zitronenschale und Saft zusammen mit dem Basilikum zufügen und alles zügig vermischen. Zum Schluss die geschlagene Sahne unterheben. Die luftige Eismasse in eine Eismaschine geben und nach Bedienungsanleitung der Maschine, das Eis gefrieren lassen.
Zum Anrichten das Jogurthoniggelee stürzen und in 1x1cm große Würfel schneiden.
Die Apfelsuppe in eine Schale geben, einige Melonen- und Apfelkugeln zusammen mit einigen Joghurthonigwürfeln in die Suppe geben.
In einem separaten Schälchen das Basilikumeis geben.
Evtl. mit Basilikumblättern verzieren.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Der Esstisch zieht nach draußen, oder Avocadocreme mit Apfel und Garnelen...

…ach wie herrlich sind diese schönen Frühsommertage mit der frischen Kühle am Morgen und dem lauen Lüftchen am Abend. Jetzt sag doch mal, da möchte man doch wirklich einfach nur raus an die frische Luft und den Sonnenschein genießen.
Jetzt kann man ja nicht ständig dem lieben Gott den Tag stehlen und sich ausschließlich mit seinem Freizeitvergnügen beschäftigen, aber so ein ganz kleines bisschen Freizeitglück kannst Du Dir durchaus in den Alltag hineinretten. Was hältst Du davon Dir zum Beispiel mal einen Picknickkorb zu packen, oder die Satteltaschen mit Leckereien zu befüllen und nach der Arbeit mal eine kleine Fahrradtour zu starten. Du bereitest Dir einfach einige Kleinigkeiten zu, die Du gut transportieren kannst und schon holst Du Dir etwas mehr Lebensqualität und Freude in Deinen Alltag.
Du meinst das ist nicht ganz so einfach? Dir fehlen die Ideen?
Vor mir liegt ein Buch das Dir eine gute Unterstützung für so ein Vorhaben sein könnte.
An dieser Stelle herzlichen Dank an den Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Eine Ansammlung von Rezepten für Köstlichkeiten die für Picknick, Party, Fahrradtour oder einfach nur für das draußen Essen gedacht sind. Ich liebäugle mit dem einen oder anderen Rezept das ich in das Büroversorgungsprogramm aufnehme.
Nee, ich habe jetzt nicht die Kantine meines Arbeitgebers übernommen, weiterhin bin ich im Büro Selbstversorger. Ich meide die Kantine und packe, wie sich das gehört, jeden Morgen schön das Lunchpaket ein, damit ich durch den Tag ohne Schokoriegel und Konsorten komme.
Aber geht es Dir nicht auch oft so, Dir fehlen Anregungen!? In diesem Buch bin ich fündig geworden, aber eh ich Dir zeige was ich als erstes aus dem Buch nachgebastelt habe, erzähle ich Dir noch etwas über das hübsche Buch.
Es ist mit den Abmaßen von 19 x 24 cm und mit einem Hardcover recht handlich. Es hat 139 Seiten und gleich am Anfang startet es mit einem Inhaltsverzeichnis. Danach ein kleines Vorwort zum Buch und was mir hier sehr gut gefällt, Du findest Hinweise und einige Tipps zur Verpackung der Speisen, damit Du sie auch gut transportieren kannst. Das Vorwort beschränkt sich auf zwei Seiten und auf Seite 10 findest Du auch schon gleich das erste Rezept.
Eingeteilt ist das Werk in folgende Gruppen:
Soupelicious – Suppe, Gazpacho & Friends
Es grünt so grün – Frische Salate on the go
Snack it – Leckere Kleinigkeiten für Unterwegs
I’ve got hungry eyes – Gerichte mit Sattmachergarantie
Sugar for my Honey – Süsse Leckerbissen
Das Register auf Seite 134 das nach dem Abc gegliedert ist, ist sehr hilfreich und übersichtlich.
Mit einer Auswahl von acht Suppen, die man zum Beispiel in Thermosflaschen transportieren kann, ist ein guter Start gelungen. Etwas irritiert war ich allerdings warum die Avocadocreme mit Apfel und Garnelen, die ich heute vorstellen werde, ebenfalls in der Suppenkategorie zu finden ist.
Zu jedem Rezept ist das passende Bild abgedruckt und obendrein ein Tipp zum Transport der Speise. Auch der Hinweis ob und wie das Gericht an Ort und Stelle angerichtet werden soll, oder ob das Anrichten schon Zuhause vorgenommen werden sollte, finde ich durchaus hilfreich.
Unter jedem Rezept ist die Personenzahl, die Zubereitungszeit, der Schwierigkeitsgrad und ob es vegetarisch oder vegan ist, vermerkt. Hier hätte es mir gefallen, nochmals eine kleine Aufstellung zu finden, die genau nach den genannten Kriterien unterteilt wäre.
Zwar ist jedes Rezept bebildert, aber der sogenannte Shabby Chick, ich weiß noch nicht einmal ob man das so bezeichnen kann, ist für mich nicht ganz so gelungen. Aber es mag auch an der Qualität der Bilder liegen, beziehungsweise an der Druckqualität. Da bin ich nicht der Profi, der ein respektables Urteil liefern kann. Da geht nur gefällt, oder gefällt nicht.
Zu einem Preis von 17,99 € ist es im einschlägigen Buchhandel unter unten genannter ISBN erhältlich. Ebenfalls ist es als eBook erschienen.
ISBN: 978-3-7995-1022-6
Mein Fazit: Ein Buch mit schönen, interessanten Rezepten die auch gleichzeitig zur eigenen Kreativität anregen. Für jeden etwas dabei und mit diesen Rezepten kommt man schnell weg vom Nudelsalat-Frikadellen-gekochte Eier-Klischee. Mit diesen Kleinigkeiten macht ein Ausflug ins Grüne jenseits der Massenverköstigung wieder Spaß. Also eins ist sicher, wir werden den Sommer für das eine oder andere Picknick nutzen und dann packe ich bestimmt auch die Avocadocreme mit Apfel und Garnelen ein.
Avocadocreme mit Apfel und Garnelen:
160 g gekochte Garnelen
Salz
Pfeffer aus der Mühle
2 Äpfel Granny Smith
Saft einer ½ Zitrone
1 ½ Avocado (ich habe 2 Avocados verarbeitet)
1 Messerspitze Koriander gemahlen
½ Teelöffel Zucker
Koriandergrün für die Deko
Die Garnelen klein schneiden. Die Äpfel waschen, entkernen und in Würfel schneiden.
Mit den Garnelen und einem Esslöffel Zitronensaft vermischen.
Die Avocado halbieren, ebenfalls entkernen und das Fruchtfleisch aus der Schale heben. Mit dem restlichen Zitronensaft und Salz, Pfeffer, Zucker und dem gemahlenen Koriander mit einem Mixstab pürieren. Die Äpfel mit der Avocadocreme in kleine Schalen oder Einmachgläser schichten. Mit dem Koriandergrün dekorieren und gut verschließen.
Anmerkung: Im eigentlichen Rezept sollen 1 ½ Avocados verwendet werden, aber wer Avocados kennt weiß wie schnell sie verderben und unansehnlich werden, deswegen habe ich die ganzen Avocados verarbeitet.

Dienstag, 24. Mai 2016

Kuchen, Dessert, Gebäck, Süßes, oder Nussbuttereis mit Gedöns…

…am letzten Sonntag hatten wohl alle Genuss-Blogger nur Eis im Kopf. Wo Du auch lesen wolltest, gefühlt wurden nur Eisrezepte gepostet.
Mein Trend ist es gegen den Trend zu rudern, also gab es im Büdchen keine Eis. Also ich meine jetzt so öffentlich, hinder der Tür könnte ich es dem Gatten nicht antun, keine Leckerei für ihn parat zu haben. Mit einem Himbeerbutterkekseis habe ich ihn verwöhnt. Aber zu meiner Schande muss ich gestehen, ich habe die Küchenknipse vergessen zu aktivieren. Auf dem Schreibtisch hat sie gemütlich herumgelungert. Okay, muss ich halt nochmal ran und den Gatten wird es freuen.
Vor längerer Zeit, als die Himbeeren, Erdbeeren und Frühlingskonsorten noch in weiter Ferne lagen und die letzen Äpfel weg mussten, stand hier ein Nussbuttereis auf dem Speiseplan.
Was Nussbutter ist weißt Du….oder doch nicht!? Also ich erkläre es mal kurz, Du legst ein Stück Butter (250 g) in einen Topf und lässt sie auf kleinster Hitze kochen. Du wirst sehen, das Eiweiß setzt sich ab und verkocht ganz langsam zu braune Krümel, das bisschen Wasser das in der Butter ist, verdunstet und übrig bleibt ein reines Butterfett das ganz angenehm nach Nüssen duftet. Diese Nussbutter ist sehr vielseitig einsetzbar. Gemüse in dieser Butter geschwenkt ist ein Genuss. Die berühmten Madeleines werden nur mit Nussbutter genial. Etwas Paniertes in dieser Butter gebraten, ist regelrecht ein Leckerbissen. Aber Du kannst sie auch zum Anbraten von Fleisch verwenden. Und mein absoluter Geheimtipp ist Nussbuttereis.
Willst Du richtig schön cremiges Eis haben, braucht es z.B. Fett. Mit diesem nussigen Aroma bastelst Du Dir einen Hochgenuss den Du so schnell in keiner Eisdiele finden wirst. Außerdem ist es sehr anpassungsfähig und fügt sich genussvoll in jede Dessertkomposition.
Ich habe das Nussbuttereis zwischen eine Apfeltarte, einem Apfelkompott und einem Apfelgelee geschummelt.
Versuche es doch auch mal. 
Apfeltarte:
250 g Mehl
50 g Zucker
eine Prise Salz
150 g Butter
3 Esslöffel Creme fraiche
Aus allen Zutaten einen gleichmäßigen Teig kneten und in Frischhaltefolie wickeln. So eingewickelt wie er ist etwa 30 Minuten im Kühlschrank kühlen. Anschließend ausrollen und eine Tarteform damit auskleiden.
1 kg Äpfel in Spalten schneiden. Die Apfelscheiben in der Form rosettenartig einlegen und mit 3 Esslöffel braunem Zucker bestreuen. Einige Butterflöckchen darauf verteilen.
Nun im vorgeheizten Backofen bei 220°C  ca. 25 – 30 Minuten goldgelb und knusprig backen.
Apfelkompott:
2 Cox Orange
1 Esslöffel Apfelsaft
1 Teelöffel Calvados
Schale einer unbehandelten Zitrone
1 ausgekratzte Vanilleschote zum aromatisieren
2 Esslöffel Vanillezucker
Äpfel schälen und entkernen. Einen Apfel in kleine Würfel schneiden, den anderen in schmale Spalten und zur Seite stellen. Die Apfelwürfel mit Saft, Calvados, Zucker, Zitronenabrieb und der Vanilleschote in einen Topf geben, zum Kochen bringen und gute 15 Minuten zu Mus kochen lassen. Die Apfelspalten zu dem Mus geben und weitere 5 Minuten garen. Das Apfelkompott zur Seite stellen und abkühlen lassen.
Apfelgelee:
100 ml Apfelsaft
1 Esslöffel Calvados
1 Esslöffel Zucker
2 Blatt Gelatine
Alle Zutaten mischen und die Gelatine im Apfelsaftgemisch quellen lassen. Das Apfelsaftgemisch erwärmen und dabei die Gelatine auflösen. Eine eckige Schale mit Frischhaltefolie auskleiden und die etwas abgekühlte Geleeflüssigkeit in die Form gießen. Im Kühlschrank das Gelee erstarren lassen. Sobald das Gelee fest ist in kleine Würfel schneiden.
Nußbuttereis:
250 ml Sahne 32% oder höher
100 g Mascarpone
150 ml Milch
125 g Butter zur Nussbutter gekocht
Mark einer Vanillestange
4 Eigelbe
100 g Zucker
Die Eigelbe mit dem Zucker und dem Vanillemark zur Rose über einem Wasserbad aufschlagen. Nun nach und nach die abgekühlte Nussbutter zugeben. Sie sollte aber noch flüssig sein, dann verbindet sie sich besser mit der Eiercreme.
Die Mich, Sahne und den Mascarpone gründlich verschlagen und ebenfalls untermischen. Die Eismasse auf ca. 5°C kühlen und anschließend in die Eismaschine geben. Das Eis nach Anweisung der Betriebsbeschreibung der Maschine gefrieren. Nach Fertigstellung in eine geeignete Gefrierdose füllen und noch ca. 2 bis 3 Stunden im Eisschrank nach gefrieren.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Ein Forellenhof ganz in der Nähe, das muss man doch nutzen…

Seit Monaten sage ich zu Herrn GB, wir müssen unbedingt zu diesem Forellenhof, der auf der anderen Seite der Ruhr ist, fahren. Herr GB als zuvorkommender Gatte, erfüllt mir jeden Wunsch und wir fahren dort hin. Bei unserem ersten Besuch waren wir zu früh (Du weißt schon Öffnungszeiten und sonn Gedöns), beim zweiten Mal waren Betriebsferien, doch der dritte Anlauf war dann endlich erfolgreich und sie hatten geöffnet.
Was uns erwartete, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt.
Nicht einfach Fischteiche, Räucherkammer und Verkaufstresen.
Ein richtig nettes kleines Lokal mit einer sehr schönen Speisekarte.
Wie hier kann man auch essen!?
Gegessen haben wir dort nicht, aber ganz hervorragende geräucherte Forellen und einen sehr schmackhaften geräucherten Saibling erworben. In welcher Form die den Weg auf unseren Tisch gefunden haben erzähle ich Euch demnächst. Aber was dieser Besuch noch so mit sich brachte war sehr interessant. Wir sind mit den Besitzern ins Gespräch gekommen und die Infos über ihre Produkte, über ihr Anwesen, die Art der Vermarktung, was und wie sie ihre Produkte anbieten hat uns begeistert. Um es für Euch auf den Punkt zu bringen, es geht nicht nur Geräuchertes über den Tresen, auch frisch geschlachtete Forellen, Lachsforellen und Saiblinge sind im Angebot. Das halten wir im Hinterkopf.
Tja und jetzt kannst Du Dir sicher schon denken was passierte. Wieder einige Wochen später, eine Idee nahm ihren Lauf.
Irgendwo hatte ich mal von Lachsforelle auf Rieslingkraut gelesen. Bei mir wurde kurzerhand daraus ein Filet und aus dem Rieslingkraut ein Rieslingrahmkraut.
Noch schnell ein Wan Tan dazu und fertig. Aber jetzt musste ich erstmal eine vernünftige Lachsforelle bekommen. Jetzt kommt wieder der Forellenhof ins Spiel. Ein Anruf genügte und die Forelle, die zum Zeitpunkt des Anrufs noch ihre morgendlichen Bahnen schwamm, lag pünktlich zur vereinbarten Zeit filetiert abholbereit. Jetzt sag mal, geht es noch frischer und regionaler?
Was ich daraus gemacht habe? Schau mal!
Lachsforellenfilet auf Rieslingrahmkraut und Blutwurst-Apfel Wan Tan
Rieslingrahmkraut:
500 g gewaschenes Sauerkraut
1 Zwiebel in ganz feine Streifen geschnitten
1 Esslöffel Butterschmalz
200 ml klare Gemüsebrühe
200 ml trockener Riesling
1 mittelgroße rohe mehlige Kartoffel, fein gerieben
70 g säuerlicher Apfel, ebenfalls fein gerieben
5 Wachholderbeeren
2 Nelken
3 kleine Lorbeerblätter
200 g Crème fraîche
Salz und Pfeffer
Im erhitzten Butterschmalz die Zwiebelstreifen glasig dünsten. Das Sauerkraut zugeben und auch ganz kurz andünsten. Mit dem Wein und der Brühe ablöschen. Die Gewürze, wie auch den geriebenen Apfel als auch die geriebene Kartoffel zugeben. Mit Salz und Pfeffer etwas würzen und mit geschlossenem Deckel ca. 30 Minuten auf kleiner Temperatur garen.
Die Gewürze entfernen und Crème fraîche unterrühren. Evtl. nochmals abschmecken. 
Blutwurst-Apfel Wan Tan:
Wan Tan-Blätter
1 Esslöffel Butter
1 Schalotte, ganz besonders fein gewürfelt
3 Esslöffel fein gewürfelte Blutwurst
½ säuerlichen Apfel fein gewürfelt
1 Teelöffel Thymianblättchen
1 verquirltes Ei
Butterschmalz
Butter auslassen und die Schalottenwürfel glasig dünsten. Die Blutwurstwürfel und Apfelstückchen zugeben und mit Thymianblätter würzen. Alles gut vermischen und 10 Minuten dünsten. Die Wan Tan-Blätter auslegen und in die Mitte jeweils einen Teelöffel Blutwurstmischung geben. Die Ränder vom Wan Tan-Blatt mit den verquirlten Ei bestreichen und zu einem Dreieck zusammen falten.
Die Wan Tan-Taschen in heißem Butterschmalz von beiden Seiten fritieren.
Das Lachsforellenfilet mit etwas Salz und Pfeffer würzen und in Butter, mit der Haut zuerst, braten.
Das Rieslingrahmkraut auf Teller anrichten, darauf das gebratene Lachsforellenfilet legen und mit einem Wan Tan obenauf dekorieren. Noch ein Salatblättchen anlegen und fertig.

Freitag, 24. Oktober 2014

Apfeldessert, oder die Fortsetzung der Topfenknödel mit Apfelmarzipanfüllung…

…gestern gab es die Topfenknödel und heute gibt es den Rest dazu. Um genau zu sagen, Bratapfelmousse und Paradiesäpfel. Für die Bratapfelmousse mussten die geschmacklichen Grundlagen eines Bratapfelkuchens herhalten und für die Paradiesäpfel wurde ich durch die Herbstkirmes im Nachbarstädtchen animiert. Kennst Du diese süßen Paradiesäpfel, die fürchterlich kleben und irgendwann hat man das Gefühl der ganze Mund ist zugekleistert!? Pfiffige Hersteller verwenden mittlerweile aromatische säuerliche Äpfel und die eher geschmacksflachen Golden Delicious werden außer Acht gelassen. Gut so!
Ich backe und koche äußerst gerne mit der Sorte Boskop, außerdem ist es eine alte Sorte und der Allergengehalt ist weitaus niedriger wie in so einem Golden Delicious. Doch das muss jeder für sich ausprobieren und wenn Du zu den Glücklichen gehörst die mit diesem ganzen Allergiegedöns und Unverträglichkeiten eh nichts am Hut hat, muss und sollte es Dir eh egal sein welchen Apfel du verwendest. Dann geht es nur noch um Geschmack und uns schmecken die Säuerlichen einfach besser. Für das Bratapfelmousse kannst Du einen Apfel verwenden der beim Kochen schnell zerfällt, für den Paradiesapfel brauchst Du einen festen, beständigen Apfel, denn der Zuckerguss ist sehr heiß und der Apfel soll ja nicht unter dem Guss garen.
Die Paradiesäpfel kannst Du auch gut einen Tag vorher zubereiten, dann können sie in Ruhe auskühlen, das machen die auf der Kirmes auch so.
Also fangen wir mal an.
Paradiesäpfel:
4 Esslöffel Wasser
½ Teelöffel Essig
½ Teelöffel Zitronensaft
1 Esslöffel Grenadine-Sirup
500 g Zucker
2 Äpfel
Aus den Äpfeln kleine Apfelkugeln ausstechen und auf Schaschlikspieße stecken.
Alle Zutaten bis auf die Apfelkugeln vermischen und langsam zum kochen bringen. Die Zuckerlösung kochen bis sie eine Temperatur von 145°C erreicht hat, dann die Apfelkugeln hinein tauchen und sofort in Eiswasser abschrecken. Das muss wirklich rasend schnell geschehen, denn wie schon erwähnt, garen die Äpfel und die Zuckerkruste wird nicht fest. Du musst also etwas experimentieren.
Die Bratapfelmousse geht wesentlich einfacher, die machst Du wie folgt.
Bratapfelmousse:
2 Äpfel
50 g getrocknete Aprikosen
1 Esslöffel Rum
2 Esslöffel Zucker
Die Äpfel und die Aprikosen in grobe Stücke schneiden, mit Zucker bestreuen und den Rum aufträufeln. Etwas stehen lassen und marinieren. Alles zusammen in einen Topf geben und gar dünsten. Abkühlen lassen und mit einem Mixstab superfein pürieren. Jetzt noch durch ein Sieb streichen, abkühlen lassen und die Apfelmasse für die Mousse ist fertig.
2 Eigelbe
2 Eiweiße
1 Esslöffel Zucker
Mark einer Vanillestange
3 Blatt Gelatine in Wasser 10 Minuten quellen lassen
200 ml Sahne
Die Eigelbe mit dem Zucker und dem Vanillemark schaumig schlagen. Die Eiweiße zu Schnee schlagen und die Sahne ebenfalls schlagen. Die Eigelbmasse mit dem Eischnee und der Sahne vermischen. Die Gelatine ausdrücken, erwärmen bis sie flüssig ist. Nun die Gelatine zur Sahnemischung geben, bzw. erst einige Esslöffel von der Sahnemischung zur Gelatine geben, verrühren und dann wieder zurück zur Sahnecreme geben. Nun noch die abgekühlte Apfelmasse untermischen und auf kleine Gläser verteilen. Die Bratapfelmousse für ca. 3 bis 4 Stunden im Kühlschrank erstarren lassen.
Die Mousse zusammen mit den Topfenknödeln und den Paradiesäpfeln anrichten und servieren.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Urlaubserinnerungen, Apfeldessert mit Topfenknödel und Paradiesäpfel, oder doch ganz anders…

…es ist Wochen her wann ich dieses Dessert gemacht habe, es war irgendwann im Spätsommer inspiriert noch von unserem Urlaub in Südtirol. Du weißt schon, wir waren im Juni dort und Südtirol ohne kulinarisches Schlemmen geht gar nicht. So viele Anregungen habe ich dort gesammelt und irgendwie reicht die Zeit nie so ganz alles umzusetzen. Auf der Nachbastelliste standen ganz oben Topfenknödel. Jetzt ist es ja nicht so, als würden Herr GB und ich dort nur essen und trinken, nööö, wir machen auch den einen oder anderen Wanderweg unsicher und das dann ausgerechnet auf dem Weg eine Raststation liegt, die die weltbesten Marillenknödel hat, ist jetzt wirklich nicht unsere Schuld.
Also unser Weg wurde von einer ganz reizenden Hütte gekreuzt und prompt hatten die eine Speisekarte. Die Marillenknödel wurden sofort bestellt, denn wir hatten vorher einen heißen Tipp bekommen, wir sollten nur alleine wegen der Knödel den Weg auf uns nehmen. Wie gesagt, wir haben es nicht bereut, das Einzige was wir bereuten, dass wir keine Gelegenheit hatten die Hütte noch ein zweites Mal zu besuchen.
Herr GB war so begeistert und drängte die Wirtin uns das Rezept zu geben. Na so ganz hat sie es nicht herausgerückt, aber Anhaltspunkte hat sie gegeben. Bis ich mich endlich durchdringen konnte nach Anhaltspunkten nachzubasteln war die Aprikosenzeit vorbei und jetzt stand ich da mit meinem kurzen Hemd ohne Marillen. Dann lachten mich die Äpfel so sehr an und da kam der Geistesblitz. Topfenknödel mit Apfelfüllung.
Es verselbstständigte sich der Apfelgedanke und Schwups war ein ganzes Dessert im Kopf. Von der Herbstkirmes im Nachbarstädtchen angestiftet kam dann auch noch die Idee für den Paradiesapfel hinzu, aber das ist eine andere Geschichte, die gibt es in den kommenden Tagen zusammen mit der Apfelmousse.
Heute Topfenknödel:
Für den Teig
3 Eier
120 g Butter
150 g Hartweizengrieß, fein
150 g Mehl
500 g Quark 20% (gute 12 Stunden abtropfen lassen)
Mark einer Vanilleschote
1 Prise Salz
Apfelstückchen ganz kurz dünsten, höchstens 3 Minuten
100 g Rohmarzipan
Die Butter schaumig schlagen. Nach und nach die Eier zugeben und gründlich mit der Butter verschlagen. Dann nach und nach die anderen Zutaten zugeben. Mehl und Quark immer im Wechsel. Den Teig so lange rühren bis ein glatter Teig entstanden ist. Den Teig zu einer Rolle formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde ruhen lassen. Je länger er ruht umso besser.
Den Teig in 12 Scheiben schneiden und jede Scheibe dünn ausrollen.
Jeweils in die Mitte jeder einzelnen Scheibe ein Stück Apfel legen, das Apfelstück mit dem überstehenden Teig umschließen und zu einer Kugel formen. Bitte den Nachtrag unten beachten!
Wasser zum kochen bringen, salzen und die einzelnen Knödel in das kochende Wasser legen. Die Hitze reduzieren und die Knödel ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen bis sie aufsteigen.
Für die Butterbrösel
150 g Butter
60 g Zucker
1 Esslöffel Vanillezucker
300 g Paniermehl / Semmelbrösel
Zimtzucker
Butter, Zucker, Vanillezucker und Paniermehl in einer Pfanne vermischen und erhitzen. Dabei kann man sie Brösel ruhig leicht anrösten.
Die Topfenknödel in die Butterbrösel geben und rundherum behutsam in den Bröseln wälzen. Auf Teller geben und mit etwas Zimtzucker bestäuben.

Nachtrag: Man, man, man, wie konnte mir das passieren!? Lag bestimmt daran weil es Wochen her ist wann ich die Knödel gemacht habe.

Eh die Apfelstücke in dem Topfenknödelteig versteckt werden, bitte vorher noch mit ausgerolltem Rohmarzipan umhüllen und dann erst den Knödelteig herum basteln. Ich habe das Rohmarzipan mit in die Zutatenliste aufgenommen.