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Samstag, 11. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 2 – die Slowakei ist auch dabei mit Sauerkrautsuppe…

… fast wäre es für die Slowakei in die Hose gegangen. Also nicht für die Nationalmannschaft der Slowenen, nee, die hatten sich ja nominiert, sondern für den Fußballfan der sich heute das Spiel von den Slowaken ansieht. Eigentlich sollte der Fan stilecht beköstigt werden, aber das ist manchmal gar nicht so einfach.
Ein ganz klassisches Gericht, quasi das Nationalgericht sind Brimsennocken mit Speck. Eine Art Spätzle aus Kartoffelteig, die genauso in Wasser gekocht werden wie übliche Spätzle und anschließend mit einem landestypischen Schafskäse, den sogenannten Brimsen, gemischt werden. Als Toping kommen in Butter geschwenkte Speckwürfel – fertig. Na, wenn es mal so einfach wäre.
Mein Versuch ist voll in die Hose gegangen und zwar weil ich mich auf ein ORIGINAL REZEPT verlassen habe, das von einem Foodblogger ins Netz gestellt wurde. Der Blogger konnte vom Glück sagen, dass ich 1. seine Adresse nicht hatte, 2. er sicherlich eh zu weit entfernt wohnt. Sonst hätten wir uns kennengelernt, denn ich war versucht ihm den Mist an die Haustür zu nageln. *so, jetzt habe ich mir Luft gemacht*
Kurzerhand habe ich umdisponiert.
Vor ewigen Zeiten wurde die Slowakei mal in einer Kochzeitschrift vorgestellt und dort hatte ich ein Rezept einer Sauerkrautsuppe abgekupfert. Und genau dieses alte Schätzchen hat mir die Stimmung für die EM erhalten.
Also gibt es heute Sauerkrautsuppe statt dieser Brimsennockerln und der Gatte kann das Spiel gut gestärkt verfolgen.
Sauerkrautsuppe mit sauerer Sahne:
Zutaten:
100 g Schinkenwürfel geräuchert
2 Mettwürstchen geräuchert
1 Zwiebel, gewürfelt
500 g Sauerkraut, gut waschen
400 g gekochte weiße Bohnen (zur Not ein Glas)
1 Liter Gemüsebrühe
1 rote Paprikaschote in kleine Würfel
1 Esslöffel Tomatenmark
2 Knoblauchzehen, gehackt
2 Lorbeerblätter
Pfeffer frisch gemahlen
Saure Sahne
Die Mettwürstchen in Scheiben geschnitten und zusammen mit dem Speck anbraten. Evtl. etwas Öl auf den Topfboden geben. Abschließend die Zwiebelwürfel zufügen und alles zusammen leicht dünsten.
Das abgespülte Sauerkraut zerrupfen und in den Topf geben. Leicht anbraten. Das Tomatenmark zufügen und weiter leicht braten.
Knoblauchzehen und Lorbeerblätter zufügen.
Alles mit Gemüsebrühe ablöschen. Gute 25 Minuten kochen lassen. Jetzt die Bohnen zugeben, weitere 10 Minuten garen. Nun die Paprikawürfel in den Topf, alles einmal umrühren und den Paprika gute 5-10 Minuten gar ziehen lassen.
Evtl. mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Auf Teller anrichten und in die Mitte einen Klecks saurer Sahne geben.
Ich bin ja mal gespannt was die Slowakei sich so zurecht spielt, also an der Sauerkrautsuppe kann es nicht gelegen haben.

Mittwoch, 18. März 2015

Das Auge isst mit, schön sollte es werden, Spinatcrêpes mit gebackener Quarkfüllung auf Gemüsevariation…

…man hatte ich mir Mühe gegeben und dann war es doch nicht so wie ich es gerne gehabt hätte. Herr GB war ganz begeistert, aber mir war es nicht genug frühlingsfröhlich. Wenn ich an Frühling denke kommt mir sofort ein helles leuchtendes Grün in den Sinn und so sollten auch eigentlich meine Crêpes werden. Aber dafür hätte ich dann wohl eher Lauch statt Spinat verwenden sollen. Aber der Spinat war jetzt fällig, also wurde er auch ins Spiel gebracht.
Vor ewigen Zeiten konnte ich die Schokoladenschwester von einem Dörrgerät überzeugen und jetzt macht sie nicht nur ihre Gemüsebrühe selber, sondern sämtliches Gemüse findet den Weg in den Dörrautomaten. So auch Spinat. Sie trocknete einen ganzen Schwung Spinatblätter und anschließend wurden die getrockneten Blätter zu feinem Pulver gemahlen. Ein Teil ihrer Ausbeute wanderte ins Büdchen und nun in meine Crêpes.
Das Spinatpulver war so farbintensiv, dass der Crêpesteig nach dem Abbacken ein tiefes dunkelgrün hatte, also nicht frühlingsfröhlich, aber durchaus ein guter Vorschlag für Karfreitag.
Ja, bald ist Ostern und so langsam kann man mal an ein Ostermenü denken, oder aber mal zumindest an ein Karfreitag-Essen.
Spinatcrêpes mit gebackener Quarkfüllung auf Gemüsevariation:
Crêpes:
1 Ei, groß
40 g Mehl
200 ml Milch
1 Esslöffel Spinatpulver
Salz
Die Milch mit dem Spinatpulver vermischen und aufkochen, abkühlen lassen und ca. 2 Stunden ziehen lassen. Die Milch durch ein Sieb geben.
Die restlichen Zutaten vermischen und nach und nach die grüne Milch zufügen. Mit Salz würzen. Mit einem Crêpes-Eisen oder in einer Crêpes-Pfanne vier Crêpes backen.

Quarkfüllung:
200 g Quark
1 Ei
100 g Frischkäse
1 Esslöffel Orangenöl
½ Teelöffel Orangenschale, gerieben.
Salz und Pfeffer
Alle Zutaten zu einer geschmeidigen Creme verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Crêpes einzeln jeweils auf ein großes Stück hitzebeständige Frischhaltefolie legen, Quarkcreme aufstreichen und mit Hilfe der Folie aufrollen. Jede Crêpesrolle stramm einzeln in Frischhaltefolie einpacken. Die eingepackten Rollen in ein Dampfkörbchen, oder wenn Du hast in einen Dampfgarer geben und 15 bis 20 Minuten dämpfen. Ich habe es im Dampfgarer bei 85°C gute 15 Minuten gemacht.
Für die Gemüsevariation benötigst Du folgende Zutaten:
1 große Aubergine
1 Thymianzweig
1 großen Zucchino
Zitronensalz
1 Teelöffel Rapsöl
200 g Prinzessbohnen
Bohnenkraut
50 g geräucherter Schinken, fein gewürfelt
Etwas Butter
500 g Tomatenwürfel, (unbedingt die Tomaten häuten und entkernen)
2 Esslöffel Basilikumstreifen
Zucker
Blütensalz
Fleur de Sel, Pfeffer
Olivenöl
Bergkäse oder Parmesan gerieben

Aubergine:
Aubergine in kleine Würfel schneiden und mit Zitronensalz mischen, den Thymian fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Auberginenwürfel zusammen mit dem Thymian gute 10 Minuten weich dünsten.

Zucchino:
Zucchino in kleine Würfel schneiden und in einen Topf geben. Mit Blütensalz vermischen und Wasser ziehen lassen, das dauert ungefähr 10 bis 15 Minuten. Rapsöl zugeben und ebenfalls wie die Aubergine gute 10 Minuten weich dünsten.
Bohnen:
Bohnen putzen und ca. 10 Minuten in Salzwasser garen. Abgießen und in kleine Stücke schneiden. Den Schinken mit ganz wenig Butter auslassen und die Bohnenstücke zufügen. Mit Bohnenkraut, Fleur de Sel und Pfeffer würzen.
Tomaten:
Etwas Olivenöl erhitzen und die Tomatenwürfel darin kurz anschmelzen bis sie warm sind. Mit einer Prise Zucker, Fleur de Sel und einem Hauch Pfeffer würzen. Kurz vor dem Servieren die Basilikumstreifen untermischen.
Teller anwärmen. Mit einem Dessertring jeweils von jedem Gemüse kleine Taler formen. Die Crêpesrollen schräg in Stücke schneiden und auf jedem Gemüsetaler ein Stück von der Crêpesrolle legen.
Leicht mit geriebenem Käse bestreuen. Schnell servieren denn es kühlt schnell aus.
PS: Soll es vegetarisch sein, einfach auf den Schinken verzichten ;-)

Dienstag, 12. Februar 2013

Hast Du Lust auf BBC Schweinefilet mit Birnenbohnenragout…

…jahrelang war ich ein Gegner von Birnen und Bohnen, doch frag mich nicht warum. Heute kann ich mir es beim besten Willen nicht erklären, weil ich die Kombination total lecker finde. Sicher kennst Du das bekannte Rezept Birnen, Bohnen undSpeck. Tja und genau mit diesem Gericht bin ich auf den Trichter gekommen und habe mich regelrecht in diese Geschmackszusammensetzung verguckt. Bei dem bekannten Bohnengericht kommt die Raffinesse noch obendrein von dem Speck. Das ist schon etwas ganz Besonderes, diese dreier Kombi ist unglaublich geschmackvoll. Doch jetzt habe ich für den Speck einen Ersatz gefunden. So ein richtiger Speckfreund bin ich ja nun auch nicht wirklich, deshalb kommt mir das Schweinefilet gerade recht. Ja richtig, Schweinefilet! Aber nicht etwa nur einfach rundum braun gebraten und fertig. Nöö, also rundum wird es schon braun gebraten, aber nur leicht angebraten das es etwas Farbe bekommt und dann wird es mariniert. Du machst eine köstliche Sauce und ich erzähl Dir wie.
Die Sauce:
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Zwiebel und Knoblauch dünstest Du in etwas Öl an. Du löschst mit 50 ml Orangensaft ab. 300 ml Ketchup und 125 g Rübensirup wird untergerührt. 1 Esslöffel Senf, 1 Teelöffel Chilisauce, 2 Esslöffel Worcestershiresauce, 1 Zimtstange, 2 Sternanis und 1 Prise Cayennepfeffer verfeinern das ganz noch. Du vermischt alles gut miteinander und lässt die Sauce gute 30 Minuten leicht köcheln. Du entfernst Zimtstange und Sternanis. Die angebratenen Schweinefilets verteilst Du entweder zusammen in eine Auflaufschale, oder wenn Du hast, gibst Du jeweils ein großes Stück angebratenes Schweinefilet in eine Mini-Cocottes.
Die Sauce verteilst Du auf den Filets und eh Du es weitergarst lässt Du es aber mindestens 30 Minuten marinieren. Du kannst es auch für den nächsten Tag vorbereiten und über Nacht marinieren.
Wenn Du einen Dampfgarer hast, garst Du die Cocottes 25 Minuten auf 90 °Grad. Willst Du im Backofen garen, würde ich 25 Minuten auf 160° Grad garen. Es soll noch schön rosa sein.
Das Birnenbohnenragout machst Du ganz einfach. Etwas Fett in eine Pfanne und darin einen Teelöffel Zucker karamellisieren. Pro Person eine geschälte, entkernte und geachtelte Birne im Zucker-Fett andünsten.
Gekochte Bohnen dazugeben und alles zusammen kurz durch schwenken. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Das Birnenbohnenragout zusammen mit dem BBC Schweinefilet anrichten und wenn Du noch Spätzle dazu serviert, ist es eine perfekte Speise.


Freitag, 12. Oktober 2012

Kochen im September…

Neulich musste ich unbedingt noch einige Tomaten unterkriegen und Bohnen lungerten hier auch noch herum. Wie Ihr euch denken könnt, war neulich natürlich vor unserem Urlaub und es war klar, ich musste alles noch vor unserer Abreise verarbeiten. So ganz nebenbei wucherte die Marokkanische Minze als wollte sie einen Wucherwettbewerb gewinnen. Da aber gerade kein Wucherwettbewerb anstand musste die auch noch irgendwo untergebracht werden.
Tomaten, Bohnen und Minze ist jetzt nicht die Kombination die mir täglich unterkommt, aber warum nicht mal neue Wege gehen und es heiß ja nicht umsonst "probieren geht über studieren".
Herr GB ist mit fleischloser Kost ja jetzt nicht unbedingt zu locken also entschloss ich mich noch Hähnchenbrust in die Kombi einzubauen. Die Idee Minzhähnchenbrust mit Tomatenbohnen war geboren.
Erst einmal habe ich eine Marinade aus Öl, Zitronensaft, Knoblauch, Pfeffer, Salz, roter Chilischote und Minze angerührt. Die Hähnchenbrust konnte sich 3 Stunden gemütlich darin aalen.
Zwischenzeitlich wurden die Bohnen knappe 3 Minuten gekocht. Ganz wichtig, bissfest müssen sie bleiben. Die Bohnen abgießen und in eine Auflaufschale geben, darauf die Brustfilets legen und die Minzemarinade gleichmäßig über die Bohnen und die Filets verteilen. Obenauf noch einige Kirschtomaten geben. Die Schale in den vorgeheizten Backofen geben und bei 160° in 35-40 Minuten garen. Also uns hat diese Kombination überzeugt.


Freitag, 10. Februar 2012

Reste von der blauen Suppe...

Also keine Panik, die blaue Suppe ist gegessen und hier wird jetzt auch nichts aufgewärmt, höchstens noch einmal erinnert. Für die Suppe hatte ich 2 Forellen gekauft die super zart und sehr aromatisch waren. Also genau das Richtige für den Suppenansatz und schlank waren sie nun auch nicht gerade. Ich denke genau weil sie etwas pummeliger um die Hüften waren, hatte ich am nächsten Tag noch zwei Filets übrig. Jetzt stellte sich wieder die Frage der Resteverwertung.Seit Tagen schwirrten mir weiße Bohnen im Kopf herum, als Salat mit Thunfisch. Ich hatte es mir so fest vorgenommen, dass diese Bohnen kurzfristig auf die Büdchenspeisekarte kommen und nun kamen mir diese Filets in den Weg.
Organisieren, umdisponieren oder arrangieren sind mir bekannte Fähigkeiten. Ich organisierte weiße Bohnen, disponierte mein Rezepttitel um, arrangierte mich mit den Forellenfilets und brachte keinen Bohnen-Tomaten-Thunfischsalat auf den Tisch. Denn genau den sollte es eigentlich geben. Jetzt mussten eben, wie schon angekündigt, die Forellenfilets herhalten.
Um genau zusagen, wurde es ein Salat aus 2 Salaten und einer eigenen Idee.
Bohnen-Tomaten-Avocadosalat an Forellenfilets
2 Forellenfilets
Ca. 400 g gekochte weiße Bohnen
16 kleine Cherrytomaten
1 Avocado
1 rote Zwiebel
2 Esslöffel gehacktes Oregano
Olivenöl
Saft einer Zitrone
3 Esslöffel aromatischen Balsamessig
Tomaten halbieren, Avocado in kleine Würfel schneiden, Zwiebel in feine Würfel hacken und alles zusammen mit den Bohnen in eine Schüssel geben.
Olivenöl mit Zitronensaft, dem Balsamessig, Pfeffer und Salz und dem gehackten Oregano mischen und zu einem Dressing aufschlagen, über das Gemüse geben.
Den Salat 30 Minuten ziehen lassen. Die Forellenfilets bei 50° im Backofen leicht erwärmen und auf warmen Tellern anrichten. Den Salat zu den Forellenfilets arrangieren und evtl. mit einer Scheibe Baguette servieren.
Übrigens: einige Stangen Frühlingszwiebeln wären farblich sicher auch noch hübsch gewesen, aber die haben sich vorher verdrückt und waren zum gegebenen Zeitpunkt aus...


Dienstag, 27. September 2011

Ich koch Dich türkisch...

diesen Spruch finde ich so doof. Keiner sagt "ich koch dich deutsch oder ich koch dich italienisch“. Aber ich koche heute weder etwas Deutsches, noch etwas Italienisches, ich koche Euch etwas Türkisches.Hier ins Büdchen ist ein wirklich sehr schönes türkisches Kochbuch eingezogen und ich habe mich recht lange mit diesem Buch beschäftigt um nicht vorschnell zu urteilen und zu handeln. Erst tat ich mich etwas schwer. Ein Buch mit gemalten Bildern, sehr persönlichen Geschichten und schönen Rezepten die von gewisser Einfachheit geprägt sind. Trotz Schnörkellosigkeit sind die Rezepte außergewöhnlich und äußerst lecker. Was ich aus dem Buch gekocht habe, hatte den typischen Geschmack den ich mit der türkischen Küche verbinde. Vielleicht liegt es aber einfach nur daran, dass die Speisen, die ich bisher aus der türkischen Küche gegessen habe, die gleichen Gewürze hatten.
Das Buchformat ist handlich und geht schon fast in Richtung Taschenbuch, das Cover ist bunt und sehr hübsch illustriert. Ach ich habe Euch noch gar nicht erzählt wie es heiß. „Die wunderbaren Rezepte meiner türkischen Familie“ oder Afiyet olsun! es kommt aus dem Gerstenberg-Verlag und die Autorin ist Semiha Stubert, die Illustrationen sind von Claudia Lieb. Die Autorin schreibt Rezepte und Geschichten die ihre Kindheit bestimmten.
Direkt am Anfang gibt es ein Inhaltsverzeichnis. Die Rezepte sind nach Jahreszeiten und nach sehr ihren besagten persönlichen Gegebenheiten aufgeführt. Am Ende des Buches gibt es ein weiteres Inhaltsverzeichnis. In dieser Aufstellung sind die Rezepte nach den Gruppen Salat, Vorspeisen, Eier, Suppen, Gemüse, Fleisch und Fisch, Bratlinge, Bulgur und Reis, Brot und Pasteten, Nudeln, Süßspeisen, Getränke.
Am Anfang jeder Rubrik werden sehr familiäre Erinnerungen preis gegeben, hat man das ganze Buch gelesen, bleibt ein verbundenes Gefühl zurück. Man könnte meinen die Großeltern bzw. einen Teil der Familie von der Autorin kennengelernt zu haben. Der Leser wird in die Region Anatolien geführt und bekommt einen tiefen Einblick in ein Familienleben das unwesentlich anders ist, wie es einst in Deutschland in Großfamilien üblich war.
An den Rezepten gefiel es mir sehr gut, dass alles irgendwie kombinierbar ist.
Wer einen Schimmer von den türkischen Gaumenfreuden bekommen möchte, ist mit diesem Buch auf dem besten Weg in eine Küche zu finden, die nichts mit dem in Deutschland bekannten Dönner gemein hat.

Das sagt der Verlag:

Semiha Stubert hat ihre Kindheit bei ihren Großeltern in Anatolien verbracht. Im Zentrum des Familienlebens stand gutes Essen, im Alltag und an Festtagen wurde gemeinsam geerntet, zubereitet und geschmaust. Die Autorin gewährt stimmungsvolle Einblicke in die Bräuche Anatoliens. Anhand sorgsam zusammengestellter traditioneller und neuer Rezepte vermittelt sie eine authentische und zeitgemäße türkische Küche, die betört und inspiriert.
Claudia Lieb hat den Zauber dieser kulinarischen Reise an den Fuß des Taurus-Gebirges mit fantasievollen Bildkompositionen eingefangen.

Autoren / Künstler
Semiha Stubert, geb. 1969 in Eregli-Konya, Türkei, studierte in München und ist Juristin und Mediatorin. Sie verbrachte ihre Kindheit bei den Großeltern in Anatolien und lernte dort das Kochen. Mit über 30 Jahren Kocherfahrung zeigt sie hier die Feinheiten der türkischen Küche. Zurzeit lebt sie in Oslo.

Semiha Stubert
Claudia Lieb (Illustr.)

Afiyet olsun!
Die wunderbaren Rezepte meiner türkischen Familie

176 Seiten, 17 x 23,5 cm
flexibler Einband, mit zahlreichen Illustrationen s/w und farbig.
ISBN 978-3-8369-2642-3
EUR (D) 19.95 | EUR (A) 20.60 | SFr 28.90


Wie immer habe ich etwas nachgekocht, um mir ein Bild von der Handhabung der Rezepte machen zu können. Herausgekommen ist eine Kombination von grünen Bohnen mit Tomaten und dazu Hackfleischbällchen mit Feta. Da im Büdchen das Lammfleisch nicht wirklich gerne gegessen wird, habe ich die Hackbällchen etwas abgewandelt.

Taze Fasülye Kavurmasi (Grüne Bohnen mit Tomaten)
500 g grüne Bohnen
4 Esslöffel Olivenöl
2 Zwiebeln, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1 türkische milde Peperonischote, fein gewürfelt
4 Tomaten, gehäutet und gewürfelt
1 Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
Salz, frischer Pfeffer
½ Bund glatte Petersilie, gehackt
Bohnen putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. In Salzwasser kurz blanchieren.
Olivenöl erhitzen, Zwiebelwürfel, Knoblauch- und Peperoniwürfel im Öl andünsten. Die Bohnen zugeben, mit Salz Pfeffer und Paprikapulver würzen. Tomatenwürfel unterheben und mit geschlossenem Deckel 10 bis 15 Minuten garen.
Kurz vor dem Servieren die Petersilie unterheben.
Beyaz Peynirli Köfte (Hackfleischbällchen mit Fetakäse)
1 Esslöffel Olivenöl
1 große Zwiebel, sehr fein gewürfelt
1-2 türkische grüne milde Peperonischoten, sehr fein gewürfelt (hier hatte ich noch eine gelbe Paprika die ich ersatzweise verwendet habe)
500 g Rinderhack (im Original Lamm und Rind zu gleichen Teilen)
1 Ei
50 g Weißbrot vom Vortag, eingeweicht und ausgedrückt
2 Esslöffel glatte Petersilie
Je ½ Teelöffel Thymian, Oregano und Basilikum
½ Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
Je ¼ Teelöffel Zimt-, Nelken- und Pimentpulver
¼ Teelöffel gemahlener Kreuzkümmel
Salz und frischer Pfeffer fein gemahlen

200 g milder Fetakäse, in 12 Stücke geschnitten
Öl zum Braten
In Öl die Zwiebelwürfel und Peperoniwürfel kurz anbraten. Hackfleisch in eine Schüssel geben und alle anderen Zutaten, inkl. der geschmorten Zwiebeln und Peperoniwürfel, allerdings bis auf den Fetakäse, zum Hack geben und einen geschmeidigen Fleischteig kneten. Aus dem Fleischteig Bratlinge formen, diese etwas platt drücken, einen Würfel Fetakäse in die Mitte geben und den Fleischteig um den Käse formen.
So mit dem ganzen Fleischteig vorgehen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischbällchen von allen Seiten gar braten.
Die Köfte mit den Bohnen anrichten und servieren.