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Donnerstag, 21. April 2016

Gute Bezugsquellen quasi vor der Haustür oder Carpaccio mit Salsa Verde…

…Du kennst diese hauchdünnen Scheiben Fleisch aus feinstem Rinderfilet geschnitten, die förmlich auf der Zunge schmelzen!? Die kaum Würze benötigen und zu den Hochgenüssen der Esskultur gehören!?
Ich weiß, Rinderfilet ist kostspielig und man bekommt es nicht gerade zum Suppenfleischpreis, aber selbst gutes Suppenfleisch hat seinen Preis. Wobei Rinderfilet nun noch eine ganz andere Hausnummer ist. Aber manchmal hat man Appetit darauf, etwas Besonderes zu feiern oder einfach weil man sich selbst verwöhnen möchte.
Und eigentlich könnte ich jetzt mit dem Rezept loslegen. Mache ich aber nicht!
Erst einmal rede ich Dir noch ins Gewissen.
Ich habe das ganz große Glück einer der besten Metzger quasi vor der Haustür zu haben und das sehe ich als ganz großen Gewinn an, denn dadurch muss ich keine großen Wege auf mich nehmen. Denn eigentlich möchte ich nicht großartig durch die Gegend fahren um meine Nahrung einzukaufen. Das Glück einen Fleischer mit erstklassiger Ware vor der Tür zu haben war nicht immer so, um genau zu sagen, eigentlich erst seit dem Ersten April. Nein, das ist jetzt kein Scherz.
Na wenn man es genau nimmt, gab es den schon immer in unserem Dorf, aber er war recht abseits und hatte für mich auch etwas unpassende Öffnungszeiten. Aber seit dem Ersten ist unser Dorf schöner geworden und wir haben die beste Bezugsquelle für Fleisch jetzt mitten unter uns. Denn der Metzger hat jetzt einen richtigen Laden im Dorf eröffnet und mit Öffnungszeiten die besser nicht sein können. Von morgens 7 Uhr bis abends 18:00 Uhr. Er beginnt den Tag mit einem Frühstücksangebot, hat einen adäquaten Mittagstisch im Angebot und seine Fleisch und Wurstwaren können sich sehen lassen.
Letzten Samstag musste ich dann auch gleich richtig zulangen. Schinken, verschiedene Wurstwaren, und ein appetitliches Stück Rinderfilet sind mit ins Büdchen gewandert.
Ich wusste schon ganz genau was es geben sollte. Im Dezember hatte ich auf eine dieser beruflichen Tagungen zu denen ich gelegentlich unterwegs bin, ein Carpaccio mit einer Kräutersauce gegessen. Das war so genial, da wusste ich sofort „Klärchen das machst Du nach“

Na und jetzt mit diesem schönen Stück war es dann so weit. Ich bastelte ein Carpaccio mit einer Salsa Verde. Die Wildkräuter (zu meiner Schande muss ich gestehen, ich hatte sie gekauft) und die essbaren Blüten passten wunderbar zu dem zarten Fleisch und rundeten den Genuss.
Aber nun willst Du sicher wissen wie ich es gemacht habe, ich will Dich nicht länger auf die Folter spannen.
Carpaccio an Salsa Verde und Wildkräutersalat mit essbaren Blüten:
Pro Person 75 – 100 g Rinderfilet
Das Rinderfilet gut 1 Stunde vor dem Schneiden in der Gefriertruhe anfrieren.
Für die Salsa:
100 g Zwiebeln in feine Würfel geschnitten
2 Esslöffel Olivenöl
200 ml trockenen Vermouth
2 Bund Petersilie
1 Esslöffel Dijonsenf
weitere 4 Esslöffel Olivenöl
1 Esslöffel Zitronensaft
1 Esslöffel Kapern
Maldon Salzflocken, frischer Pfeffer
Die Zwiebelwürfel in 2 Esslöffel Olivenöl 5 Minuten andünsten. Mit dem Vermouth ablöschen und bei geringer Hitze 15 Minuten weich kochen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Die Blätter der Petersilie zu den Zwiebeln geben und alle restlichen Zutaten ebenfalls zufügen. Kurz mit dem Mixstab alles pürieren.

Das halbgefrorene Filet in hauchdünne (so ca. 3 mm) Scheiben schneiden. Idealerweise funktioniert das mit einer Aufschnittmaschine oder Brotmaschine mit Schinkenmesser. Die Filetscheiben auf Teller legen und im Ofen unter den Grill 1-2 Minuten bei starker Hitze erwärmen.
Nun die Fleischscheiben zusammen mit Wildkräutern und den Blüten auf Teller anrichten. Mit den Salzflocken und frischem Pfeffer würzen und mit der Salsa Verde bestreichen, dazu Brotscheibchen z.B. Baguette servieren.