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Samstag, 13. August 2016

Grillen oder nicht Grillen das ist hier die Frage, Hähnchenspieße mit Orangen Papaya Chutney…

…wir haben uns für nicht grillen entschieden und die Spieße wurden in der Pfanne gemacht, fertig.
Du glaubst doch nicht im Ernst dass ich diese Hampelei mit Geschirr und Stühle draußen – Geschirr und Stühle drinnen – mitmache, oder!?
Jetzt sag mal, wie oft hat Dich der Regen in diesem Jahr schon beim Grillen erwischt? Gerade ist der Grill gut aufgeheizt, das erste Stückchen Grillgut wird aufgelegt und quasi synchron dazu taucht die erste fette Gewitterwolke am Himmel auf. Fette als alles was Du jemals auf den Grill gelegt hast. Das linke Auge ist auf das Grillzeuchs gerichtet, das Rechte auf den schwarzen Himmel. Mit der Grillzange in der Hand presst Du die ersten Gebetstöße gen Himmel und Du betest auf Düvel komm raus um Dein Leben Grillgedöns was da vor Dir regelrecht tiefenentspannt auf dem Rost liegt. Dein Instinkt sagt Dir, Du musst es beschützen. Beschützen vor dieser tief dunkelgrauen Bedrohung. Trotz allem Beten passiert es dann trotzdem, Du packst was Du zu packen kriegst und ab rein in die vier Wände, in Sicherheit vor dem bedrohenden Nass.
Der nächste Schritt heißt Überlegen! Genau jetzt musst Du ganz genau nachdenken wie Du es am besten anstellst, dass Du Dein Grillgut doch noch schmackhaft zubereitet bekommst.
Und weil ich genau auf diese ganze Rödelei keine Lust habe, höre ich in letzter Zeit immer häufiger auf den Wetterbericht, und soll auch nur die Rede von irgendwelchen örtlichen Schäuerchen die Rede sein, wird nicht draußen gekocht. Ja, so einfach ist das. Gleich von Anfang an wird die Pfanne auf den Herd gestellt und auf klassische altertümliche Art und Weise werden die Spieße gebraten. Aber sollte es trocken bleiben, ist der Sitzplatz unter der Markise auf jedem Fall reserviert.
Hähnchenspieße mit Orangen Papaya Chutney
500 g Hähnchenbrust, in lange Streifen geschnitten
1 Esslöffel Tandooripaste
1 Esslöffel Honig
1 rote Chilischote, fein gehackt
100 g Joghurt
Frisch gemahlener Pfeffer
Etwas Salz
Rapsöl zum Braten
Holzspieße
Die Hähnchenbruststreifen auf Spieße stecken. Die Tandooripaste mit dem Honig, der gehackten Chilischote und dem Joghurt verrühren. Mit Salz und Pfeffer würden. Die Spieße mit der Joghurtcreme bestreichen und abgedeckt mindestens 60 Minuten marinieren. Noch besser über Nacht ziehen lassen.
Orangen Papaya Chutney
2 Orangen
1 rote Chilischote, fein gehackt
1 rote Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
1 Esslöffel Olivenöl
3 Esslöffel Weißweinessig
50 g Zucker
300 g Papaya
1 Esslöffel Minze, fein gehackt
Die Orangen so schälen, dass das Weiße ebenfalls abgeschnitten ist. Die Orangen in Würfel schneiden.
Das Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel zusammen mit der gehackten Chili anschwitzen. Mit Essig ablöschen. Den Zucker zusammen mit den Orangenwürfel zufügen und bei mittlerer Wärme langsam einkochen bis der größte Teil der Flüssigkeit verkocht ist. Zwischenzeitlich die Papaya schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Die Papayawürfel mit der Minze zu den Orangen geben und gut untermischen. In eine Schüssel geben, abdecken und zum abkühlen in den Kühlschrank stellen.
Das Chutney kann man wunderbar vorbereiten.
Die Hähnchenspieße aus der Marinade heben. In einer Pfanne etwas Rapsöl erhitzen und die Spieße von allen Seiten schnell und zügig braten.
Zusammen mit dem Chutney servieren.

Sonntag, 22. August 2010

Kurztrip nach Indien

Wir reise ja sehr gerne, früher hatten wir ja förmliches Fernweh. Ein fester Bestandteil unseres Bücherregals ist mein uralter Schul-Atlas, den würde ich um nichts hergeben, auch wenn er schon uralt ist und sich halb Europa bereits umstrukturiert hat.
Es stimmt aber auch nichts mehr in diesem Atlas und trotzdem hat er mich mein Leben begleitet und nichts wird sich daran ändern. Selbst Castrop-Rauxel findet man.
Einige Orte außerhalb vom Ruhrgebiet die wir bereisten, habe ich erstmal in meinem Atlas ausfindig gemacht. Manche Länder- oder Städtenamen lösten in mir eine regelrechte Faszination aus und lassen mich auch heute noch sehnsüchtig schmunzeln und träumen. Aber die Realität hat mir gezeigt, dass gerade diese Länder sehr an Armut leiden und der Tourist nicht immer ein Gewinn ist, aber das ist ein anderes Thema.
Was mich aber an anderen Ländern bzw. Kontinenten fasziniert, die verschiedenen Kulturen, andere Vegetationen, andere Klimaverhältnisse und natürlich die landestypischen Küchen, deren Gewürze und Geschmäcker. Soweit ich weiß, kochen zwar alle Kulturen irgendwie auch im Pott, aber eben nicht wie im Pott. Deswegen ist das für mich auch so interessant.
Im Pott sind solche Gewürze wie Ingwer, Kreuzkümmel oder Kurkuma ja eher nicht in der Alltagsküche bekannt. Das haben die Reiselustigen und die Zugereisten mitgebracht.
Im Pott kocht ja jeder so sein eigenes Süppchen, nicht so wie in Indien, wo die Frauen zusammen für die Mehrgenerationsfamilie kochen. Aber die kochen da nicht so einen Eintopf wie wir, die kochen da ganz anders, außerdem heißt der Eintopf da auch Curry. Dann haben die auch solche Köstlichkeiten, die heißen Chutneys.
Aber die gibt es jetzt bei uns im Pott auch, z.B. bei mir, die mache ich selber, sehr gerne mögen wir das Kirsch-Chutney mit Ingwer, Senfkörner und Koriander.
Eben ganz so wie in Indien.

Ähm, wachsen in Indien eigentlich Kirschen.....
Rezept: Kirschchutney
500 g Kirschen
3 Schalotten
1 saurer Apfel
1 Teelöffel Ingwerwurzel feingehackt
2 Teelöffel Senfkörner
½ Teelöffel Korianderpulver
2 Esslöffel Grenadinesirup
4 Esslöffel Balsamessig
Salz, Pfeffer, Zucker

Kirschen entsteinen, Schalotten und den Apfel schälen und jeweils in feine Würfel schneiden. Kirschen, Schalotten und Apfelstückchen unter ständigem rühren aufkochen und Saft ziehen lassen. Die Gewürze, den Sirup und den Essig zugeben und alles 45 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und heiß in Twist-Off-Gläser füllen.
Gläser auf den Kopf stellen und auskühlen lassen.