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Sonntag, 14. August 2016

Echt scharfes Wochenende, oder Pfeffereis mit Madeirakirschgrütze…

…Du weißt, Wochenende ist Eiszeit und im Moment sind Versuchswochen angesagt. Ich meine, eigentlich ist das Büdchen ja eh Versuchslabor, aber derzeit hat Herr GB einen erhöhten Eiskonsum und der will schließlich gestillt werden. Der Herr des Hauses ist ja genügsam verwöhnt und Du weiß, hast Du erst einmal so ein Exemplar heran gezüchtet, kannst Du keinen Rückwärtsgang mehr einlegen. Er ist es gewohnt, dass er Vielseitigkeit serviert bekommt. Da kann ich ihm doch jetzt nicht jede Woche Vanilleeis servieren.
Vor einigen Wochen habe ich mal eine Liste mit meinen Eis-Phantasien angelegt und aus dieser Liste kann er sich jetzt immer sein Wunscheis wählen. Wenn ich die Zutaten bekomme ist es kein Problem, dann wird der Wunsch des Herrn erfüllt, ansonsten wird ein Anderes gewählt und das Wunscheis gibt es später.
Bei dem heutigen Wunschprogramm passte alles. Die Eiszutaten waren im Haus, die Kirschen für die Begleitung hatte ich neulich schon bekommen und sofort zu Grütze verarbeitet.
Übrigens ein Begleiter der sich wunderbar einkochen lässt. Einige Gläser sind in das Vorratsregal gewandert und im Winter werden sie uns garantiert die langen Abende versüßen.
Die Kombination Pfeffereis mit den süßen Kirschen war ein ganz besonderer Gaumengenuss. Im ersten Moment schmeckt das Eis recht mild, aber dann, wenn das Eis schon lange im Mund geschmolzen ist, schmeckst Du ganz hinten am Gaumen die Schärfe. Die süße Kirschgrütze rundet den Geschmack ab und der feurige Eindruckt ebbt wieder ab.
Sicherlich kein Alltagseis, aber ein Erlebnis das man wirklich mal probieren sollte.
Du weißt schon, nur für den Fall dass Du es ausprobieren willst habe ich mal das Rezept aufgeschrieben.
Pfeffereis mit Madeirakirschgrütze
Madeirakirschgrütze:
400 g Kirschen, entsteint
100 g Gelierzucker 3:1
100 ml Madeira
Die Kirschen vierteln und zusammen mit dem Gelierzucker und dem Madeira in einen Topf geben. Das Kirschgemisch 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend aufkochen und ca. 5 Minuten sprudelnd kochen lassen.
Entweder in Twist-off Gläser füllen, oder in eine Schale zum abkühlen umfüllen und bis zur Verwendung zur Seite stellen.
Pfeffereis:
10 g schwarze Pfefferkörner
250 ml Sahne
250 ml Vollmilch, (mind. 3,5%)
75 g Läuterzucker
Abrieb einer Bio-Zitrone
5 Eigelbe
50 g Vollmilchschokolade
Die Pfefferkörner in einem Mörser andrücken. Die Sahne mit der Milch und dem Läuterzucker mischen. Die angedrückten Pfefferkörner zugeben und das Gemisch aufkochen. 10 Minuten ziehen lassen. Nach und nach die Eigelbe unterrühren und nochmals langsam erwärmen. Dabei kräftig rühren und nicht zu heiß werden lassen, denn sonst flocken die Eigelbe und Du hast Rührei. Sobald die Mischung bindet und cremig wird noch schnell die Schokolade darin auflösen und gut unterrühren. Nun vom Herd nehmen und durch ein Sieb streichen.
Die Creme in die Eismaschine füllen und nach Bedienungsanleitung der Maschine gefrieren lassen.
Das Eis zusammen mit der Madeirakirschgrütze servieren.

Freitag, 12. August 2016

Im August Temperaturen wie an Heiligabend, oder Himbeerkokoseis im Neujahrshörnchen…

…im Radio haben sie gesagt, dass es am letzten Heiligabend morgens um 6 Uhr 8,2° C kalt war und gestern war es sage und schreibe morgens um 6 Uhr 7,2° C warm. Im Sommer sagt man doch warm, oder? Und weil wir Sommer haben gibt es Eis und zwar im Neujahrshörnchen, das sind die Besten. Den Temperaturen ist es egal welche Jahreszeit wir haben und mir auch und den Hörnchen erst recht.
Frag mich nicht wie viele Hörnchenrezepte ich schon ausprobiert habe, aber die Hörnchen die es eigentlich immer an Neujahr gibt, die sind so gut, da gibt es nichts zu verbessern.
Das einzige Problem, Du benötigst dafür ein Hörncheneisen. Ob sie vielleicht auch auf dem Backblech im Backofen etwas werden, wäre vielleicht ein Versuch wert. Der Teig ist etwas dicklich und kompakt genug, um ihn auf Backpapier aufzustreichen.
Aber eigentlich geht es heute gar nicht um die Hörnchen, der Hauptdarsteller ist eigentlich das Himbeereis.
Ein Himbeerkokoseis mit einem kleinen Klecks Cassissauce. Allerdings gibt es das Rezept von der Sauce erst in der nächsten Woche, dann wird es mit dem Eis kombiniert das ich ursprünglich damit servieren will. Also lass Dich überraschen was da noch kommen wird.
Herr GB liebt Eis, deswegen gibt es im Sommer auch jede Woche irgendeinen anderen Eis-Joker den ich aus dem Ärmel ziehe.
Gerade jetzt gibt es Beeren, alle Sorten, gerade so wie es das Herz begehrt. Mein Sein Herz begehrte Himbeeren und weil im Keller die Kokosmilch weg musste stand der Plan ganz schnell fest.
Himbeerkokoseis im Hörnchen.
3 Eigelbe
150 g Zucker
Mark einer Vanillestange
250 ml Kokosmilch
500 g Himbeeren
75 ml Likör (bevorzugt Batida de Coco, Bananenlikör oder ein Sahnecremelikör)
Die Himbeeren zusammen mit dem Likör pürieren und durch ein Sieb streichen. Das Püree zur Seite stellen.
Die Eigelbe mit dem Zucker über einem Wasserbad schaumig schlagen, nach und nach die Kokosmilch zugeben und solange schlagen bis es bindet. (Zur Rose abziehen)
Das Püree mit der Eiercreme vermischen und in die Eismaschine geben.
Nach Anleitung der Maschine das Eis bis zur gewünschten Festigkeit gefrieren lassen.
Das Eis in einem Hörnchen servieren.

Bei mir gab es als Topping eine sehr aromatische Cassissauce.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Schwitzen ist angesagt, oder Apfelsüppchen mit Joghurthonigwürfel, Melonenbällchen und Basilikumeis…

…nein, ich werde jetzt nicht herumnörgeln, dass es zu warm ist. Ich schwitze geduldig vor mich hin, ich sehne mich nach höchstens 25°C und ich singe Last Christmas, weil ich die Hoffnung habe, dass es bei einem Weihnachtslied gleich um 4-5° C kühler wird.
Man kann es versuchen, bringt aber nix.
Natürlich liebe ich den Sommer und auch Temperaturen um 30°C, aber nicht hier im Pott, sondern am Meer. Hier im Pott staut sich die Wärme, es wird stickig. Jede Bewegung fällt schwer und der Lorenz brennt von oben – gnadenlos und unerbittlich.
Es geht kein Lüftchen, die Räume heizen sich auf. Selbst die Schränke werden nicht verschont und die Hitze kriecht in jeden Winkel. Woher ich das weiß? Im letzten Jahr habe ich es erlebt. Alle Räume waren aufgeheizt, die Schranke natürlich auch. Übernacht gab es einen Temperatursturz und wir haben das Büdchen komplett durchgelüftet. Tagespäter habe ich einen Schrank geöffnet den ich selten öffne. Beim Aufsperren kam mir ein Schwall warmer Sommerluft entgegen. Also hatte ich den Sommer quasi gefangen. Den Sommer einzusperren ist jetzt ja auch keine so schlechte Idee, man könnte sich einen Sommervorrat anlegen. Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Könnte man doch mit dem Sommer auch so machen. Wobei ich bin ja froh, dass er vor diversen Schränken haltmacht. In den Kühlschrank und in die Gefriertruhe traut er sich nicht, ich denke er weiß das das Bereiche sind die ihm ein gnadenloses Aus bescheren würden.
Das ist auch sein Glück, denn schließlich muss auch er Respekt zollen. Wenn er allerdings wüsste welche Köstlichkeiten ich dort vor ihm verstecke, wäre ich mir nicht mehr so sicher ob meine Schätze sicher wären.
Genau dort lagere ich die erfrischenden Leckerbissen die uns durch die Hitze bringen. Diesmal verstecke ich dort ein Apfelsüppchen mit Joghurthonigwürfel, Melonenbällchen und Basilikumeis.
Exakt das was wir zur Abkühlung benötigen, vielleicht ist es auch etwas für Dich.
Apfelsüppchen mit Joghurthonigwürfel, Melonenbällchen und Basilikumeis:
Joghurthonigwürfel
2 Esslöffel Honig
250 g Joghurt mit hohem Fettanteil
3 Blätter Gelatine
Gelatine nach Anweisungen in kaltem Wasser einweichen. Den Honig gut erwärmen. Die gequollene Gelatine ausdrücken und im warmen Honig auflösen. Den Joghurt gut durchschlagen, es sollen keine Klümpchen im Joghurt sein. Etwas Joghurt zum Honig geben und glattrühren. Jetzt das Joghurthoniggemisch unter den Joghurt rühren.
Silikonformen oder Behälter die mit Frischhaltefolie ausgelegt wurden mit der Joghurtmasse füllen. Mindestens 3-4 Stunden im Kühlschrank erstarren lassen.
Apfelsüppchen 
400 ml Apfelsaft
2 säuerliche Äpfel (Granny Smith)
2 süßliche Äpfel (Cox Orange)
Saft ½ Zitrone
200 ml Riesling, lieblich spritzig
Ein größeres Stück Wassermelone
Den Apfelsaft zusammen mit dem Riesling und dem Zitronensaft zum Kochen bringen und auf die Hälfte reduzieren.
Jeweils einen Apfel jeder Sorte schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Apfelstückchen in den reduzierten Apfelsaft geben und darin garkochen. Mit einem Mixstab pürieren in eine Schüssel füllen und mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen.
Aus dem Melonenfruchtfleisch und den restlichen Äpfeln mit Melonenausstecher unterschiedlicher Größe Perlen ausstechen. Ebenfalls in den Kühlschrank stellen.
Basilikumeis:
250 ml Sahne
200 g Creme fraiche
1 großes Bund Basilikum, sehr fein gehackt
50 g Zucker
50 ml Honig
Saft und Schale einer unbehandelten Zitrone
4 Eigelbe
Sahne schlagen und zur Seite stellen. Den Honig leicht erwärmen und mit der Creme fraiche cremig rühren. Die Eier zusammen mit dem Zucker über einem Wasserbad aufschlagen und zur Rose abziehen. In die Eiermasse die Creme fraiche rühren, Zitronenschale und Saft zusammen mit dem Basilikum zufügen und alles zügig vermischen. Zum Schluss die geschlagene Sahne unterheben. Die luftige Eismasse in eine Eismaschine geben und nach Bedienungsanleitung der Maschine, das Eis gefrieren lassen.
Zum Anrichten das Jogurthoniggelee stürzen und in 1x1cm große Würfel schneiden.
Die Apfelsuppe in eine Schale geben, einige Melonen- und Apfelkugeln zusammen mit einigen Joghurthonigwürfeln in die Suppe geben.
In einem separaten Schälchen das Basilikumeis geben.
Evtl. mit Basilikumblättern verzieren.

Montag, 11. Juli 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 23 am Sonntag das Finale, das Rennen machte Portugal und Frankreich…

…und für den Verlierer gibt es aus dem Büdchen ein Dessert. Einen süßen Balsam, so heißt die Creme eigentlich. Es ist eine Safrancreme mit Sauerkirschen. Die tut der Seele gut.
Aber seien wir doch mal ehrlich, glaubst Du Frankreich und Portugal wären soweit gekommen, hätte ich nicht für sie gekocht!? Gleich am Anfang der EM bekamen die Franzosen ein fantastisches Entrecote, damit habe nicht nur ich den Startschuss gemacht. Damit startete die Glückssträhne von den Franzosen.
Aber auch die Portugiesen wurden von mir verwöhn und zwar ganz gewaltig.
Erst mit Feijoada de Marisco und dann mit den sündhaft schmackhaften Vanilletörtchen Pastel de Nata.
Jetzt ist die EM vorbei und nach der EM heißt vor der WM. Auch wenn die erst 2018 ist, aber der Mensch braucht Ziele und Pläne. Mein Plan ist wieder zu kochen, dann wird es etwas komplexer, denn dann kommen Produkte bzw. Speisen aus der ganzen Welt in den Pott. Na warten wir mal ab, ich habe ja Zeit und kann vorher noch ins Trainingslager gehen, machen die Spieler ja auch.
Eins ist jedoch sicher, ich werde mich besser vorbereiten, die Rezepte frühzeitig sammeln, die Zutaten rechtzeitig besorgen und genügend Zeit fürs Kochen nehmen.
Ich bin schon voller Tatendrang, aber solltest Du noch etwas die Wunden lecken müssen weil Du noch zerknirscht vor Dich hin grollst, dann bereite Dir mal den süßen Balsam zu, der lässt Dich leicht Deinen Ärger vergessen.
Süsser Balsam
150 ml Milch
1 Vanillestange, aufgeschlitzt und ausgeschabt
2 Messerspitzen Safranfäden, gemörsert
200 ml Schlagsahne, geschlagen
500 g Quark
3 Esslöffel Ahornsirup
Abgeriebene Schale einer Zitrone
Milch mit der Vanillestange und dem Vanillemark aufkochen. Den Safran zufügen und lange ziehen lassen, ruhig 3-4 Stunden.
Die Schlagsahne aufschlagen. Den Quark in eine Schüssel geben, die Safranmilch durch ein Sieb zum Quark geben, ebenfalls den Ahornsirup und die Zitronenschale.
Alles cremig gut vermischen. Zum Schluss noch die Schlagsahne in die Creme rühren.
Sauerkirschen mariniert:
150 g entsteinte Sauerkirschen
50 ml Grenadine
Die Sauerkirschen einige Stunden mit der Grenadine marinieren.
Anrichten;
Sauerkirschen auf vier Gläser verteilen und darauf die Safrancreme verteilen. Zwei bis drei Stunden kalt stellen, noch besser über Nacht kühlen. Mit einer Kirsche und Minzblatt dekoriert servieren.

Dienstag, 7. Juni 2016

Wir feiern den sechsten Büdchengeburtstag, oder Dessertvariation von der Erdbeere…

…ja, Du hast richtig gelesen, heute vor 6 Jahren wurde das Büdchen eröffnet und ich habe den ersten Beitrag freigeschaltet. Angefangen hatte es damals mit der Landpartie auf Schloss Lembeck im Münsterland. Diese Veranstaltung besuchen wir übrigens unveränderter Dinge noch immer sehr gerne.
Sechs stolze Jahre ist mein Baby Blog alt und eigentlich müsste er jetzt in die Schule kommen, also wenn er ein Baby wäre. Aber mit so einem Blog ist das ja viel einfacher. So einen Blog kannst Du an- und abstellen wie ein Radio, das machst Du mit so einem echten Knirps eben nicht.
Mein Dreikäsehoch wurde in den letzten Jahren mit 670 Beiträgen gefüttert, 48 Kochbücher wurden in ihm vorgestellt, 92-mal konntest Du mit mir den *Genussmoment der Stille* erleben und mit manch einer Geschichte aus dem Büdchen habe ich Dich zugetextet.
Ich hoffe ich werde noch einige Jahre Gefallen an meinem Büdchen haben, Dich noch viele Male mit meiner Ausbeute aus meiner Küche bespaßen und mit dem einen oder andren Anekdötchen nerven.
Eh wir uns hier zur Feier des Tages eine Erdbeerbowle genehmigen, stelle ich noch eben schnell das Dessert vor, das es zum Büdchengeburtstag gibt. Du weißt doch, Herr GB liebt Desserts und jetzt ist Erdbeerzeit. So ganz nebenbei bringt sich der Rhabarber auch gerne mal ins Spiel und der Waldmeister möchte auch seinen Auftritt haben.
Aber schau doch einfach mal selber, vielleicht hast Du ja auch einen Anlass zu dem Du mit einem Dessert feiern möchtest.
Marinierter Erdbeersalat, mit Mascarpone-Erdbeereis, Rhabarbermus und Windbeutelchen mit einer Erdbeer-Rosen-Espuma-Füllung:
Marinierter Erdbeerensalat:
250 g Erdbeeren
1 Esslöffel Zucker
2 Esslöffel Waldmeistersirup
Erdbeeren putzen, in kleine Stücke schneiden. Den Zucker und den Waldmeistersirup zugeben und miteinander vermischen. Den Erdbeerensalat ein- bis zwei Stunden ziehen lassen.

Mascarpone-Erdbeereis:
250 ml Sahne
200 ml Milch
150 g Mascarpone
150 g Zucker
4 Eigelbe
1 Esslöffel Zitronensaft
500 g Erdbeeren
2 Esslöffel Zucker
Die Erdbeeren mit 2 Esslöffeln Zucker mischen und mit einem Mixstab pürieren. Das Erdbeermus durch ein feines Sieb streichen und den Erdbeerbrei dabei auffangen.
Die Eigelbe mit dem Zucker über ein heißes Wasserbad schaumig aufschlagen. Nach und nach die Milch und die Sahne zugeben. Die Mascarpone mit dem Erdbeerbrei mischen und anschließend die aufgeschlagene Eiersahne unter die Erdbeermasse ziehen.
Die Erdbeercreme in eine Eismaschine füllen und laut Betriebsanweisung der Maschine zu einer sahnigen Eiscreme gefrieren lassen. Anschließend in einen passenden Behälter umfüllen und noch gute 2 bis 3 Stunden im Gefrierschrank tiefkühlen.

Rhabarbermus:
200 g roter Rhabarber
Saft 1 Zitrone
40 g Zucker
Den Rhabarber waschen und mit der roten Schale in kleine Stücke schneiden, mit Zitronensaft und Zucker weich kochen. Den gekochten Rhabarber mit einem Mixstab pürieren.Das Mus im Kühlschrank abkühlen lassen.

Windbeutel:
150 ml Wasser
80 g Butter
1 Prise Salz
2 Teelöffel Zucker
120 g Mehl
3 Eier
Wasser mit Butter, Salz und Zucker zum Kochen bringen. Nun das Mehl einrühren und kräftig verschlagen bis sich ein großer Kloß bildet und sich im Topf ein weißer Schleier bildet. Den Topf von der Wärmequelle nehmen und nun nach und nach die Eier in den Teig einrühren. Das funktioniert mit einem Mixer sehr gut. Wenn Du einen zähen gleichmäßigen Teig hast, ist er richtig und kann in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle gefüllt werden.
Nun mit dem Spritzbeutel auf ein mit Bachpapier ausgelegtes Bachblech walnussgroße Kugeln spritzen.
Das Blech in den Backofen schieben der vorher auf 200°C Ober- Unterhitze aufgeheizt wurde. Die Windbeutel 25 Minuten backen. Dabei die Backofentür auf jedem Fall geschlossen halten. Dann den Backofen ausschalten und bei leicht geöffneter Tür die Windbeutel weitere 10 Minuten ruhen lassen. Nun die Windbeutel aus dem Backofen nehmen und komplett auskühlen lassen.

Erdbeer-Rosen-Espuma:
150 ml Sahne
50 ml Milch
100 ml Vanillejoghurt
20 ml Orangenlikör
2 Blatt Gelatine
Gelatine in 2 Esslöffel Wasser quellen lassen. Sahne, Milch, Vanillejoghurt, Erdbeersirup und Orangenlikör vermischen. Die Gelatine kurz erwärmen, auflösen und zum Sahnegemisch geben. Alles gut vermischen. Die Mischung mit Hilfe von einem Trichter und Sieb in einen Sahnesiphon füllen. Siphon verschließen, 2 Sahnekapseln aufschrauben und kräftig schütteln. Im Kühlschrank 1-2 Stunden kühlen.
Kleiner Tipp, ich stelle das Gerät immer auf den Kopf, dann setzt sich unten im Gerät nichts ab und das Schütteln ist effektiver.
Wenn Du alle Dessertbestandteile fertig hergestellt hast, kannst Du Anrichten. Das machst Du einfach so wie es Dir gefällt. Ich habe noch etwas mit geschmolzener Zartbitterschokolade, Puderzucker, Minzblättchen und einem Mon Cherie gespielt. Ja ich weiß, das ist kein Dessert das man jeden Tag mach, aber das Büdchen wird ja auch nicht jeden Tag 6 Jahre.

Dienstag, 24. Mai 2016

Kuchen, Dessert, Gebäck, Süßes, oder Nussbuttereis mit Gedöns…

…am letzten Sonntag hatten wohl alle Genuss-Blogger nur Eis im Kopf. Wo Du auch lesen wolltest, gefühlt wurden nur Eisrezepte gepostet.
Mein Trend ist es gegen den Trend zu rudern, also gab es im Büdchen keine Eis. Also ich meine jetzt so öffentlich, hinder der Tür könnte ich es dem Gatten nicht antun, keine Leckerei für ihn parat zu haben. Mit einem Himbeerbutterkekseis habe ich ihn verwöhnt. Aber zu meiner Schande muss ich gestehen, ich habe die Küchenknipse vergessen zu aktivieren. Auf dem Schreibtisch hat sie gemütlich herumgelungert. Okay, muss ich halt nochmal ran und den Gatten wird es freuen.
Vor längerer Zeit, als die Himbeeren, Erdbeeren und Frühlingskonsorten noch in weiter Ferne lagen und die letzen Äpfel weg mussten, stand hier ein Nussbuttereis auf dem Speiseplan.
Was Nussbutter ist weißt Du….oder doch nicht!? Also ich erkläre es mal kurz, Du legst ein Stück Butter (250 g) in einen Topf und lässt sie auf kleinster Hitze kochen. Du wirst sehen, das Eiweiß setzt sich ab und verkocht ganz langsam zu braune Krümel, das bisschen Wasser das in der Butter ist, verdunstet und übrig bleibt ein reines Butterfett das ganz angenehm nach Nüssen duftet. Diese Nussbutter ist sehr vielseitig einsetzbar. Gemüse in dieser Butter geschwenkt ist ein Genuss. Die berühmten Madeleines werden nur mit Nussbutter genial. Etwas Paniertes in dieser Butter gebraten, ist regelrecht ein Leckerbissen. Aber Du kannst sie auch zum Anbraten von Fleisch verwenden. Und mein absoluter Geheimtipp ist Nussbuttereis.
Willst Du richtig schön cremiges Eis haben, braucht es z.B. Fett. Mit diesem nussigen Aroma bastelst Du Dir einen Hochgenuss den Du so schnell in keiner Eisdiele finden wirst. Außerdem ist es sehr anpassungsfähig und fügt sich genussvoll in jede Dessertkomposition.
Ich habe das Nussbuttereis zwischen eine Apfeltarte, einem Apfelkompott und einem Apfelgelee geschummelt.
Versuche es doch auch mal. 
Apfeltarte:
250 g Mehl
50 g Zucker
eine Prise Salz
150 g Butter
3 Esslöffel Creme fraiche
Aus allen Zutaten einen gleichmäßigen Teig kneten und in Frischhaltefolie wickeln. So eingewickelt wie er ist etwa 30 Minuten im Kühlschrank kühlen. Anschließend ausrollen und eine Tarteform damit auskleiden.
1 kg Äpfel in Spalten schneiden. Die Apfelscheiben in der Form rosettenartig einlegen und mit 3 Esslöffel braunem Zucker bestreuen. Einige Butterflöckchen darauf verteilen.
Nun im vorgeheizten Backofen bei 220°C  ca. 25 – 30 Minuten goldgelb und knusprig backen.
Apfelkompott:
2 Cox Orange
1 Esslöffel Apfelsaft
1 Teelöffel Calvados
Schale einer unbehandelten Zitrone
1 ausgekratzte Vanilleschote zum aromatisieren
2 Esslöffel Vanillezucker
Äpfel schälen und entkernen. Einen Apfel in kleine Würfel schneiden, den anderen in schmale Spalten und zur Seite stellen. Die Apfelwürfel mit Saft, Calvados, Zucker, Zitronenabrieb und der Vanilleschote in einen Topf geben, zum Kochen bringen und gute 15 Minuten zu Mus kochen lassen. Die Apfelspalten zu dem Mus geben und weitere 5 Minuten garen. Das Apfelkompott zur Seite stellen und abkühlen lassen.
Apfelgelee:
100 ml Apfelsaft
1 Esslöffel Calvados
1 Esslöffel Zucker
2 Blatt Gelatine
Alle Zutaten mischen und die Gelatine im Apfelsaftgemisch quellen lassen. Das Apfelsaftgemisch erwärmen und dabei die Gelatine auflösen. Eine eckige Schale mit Frischhaltefolie auskleiden und die etwas abgekühlte Geleeflüssigkeit in die Form gießen. Im Kühlschrank das Gelee erstarren lassen. Sobald das Gelee fest ist in kleine Würfel schneiden.
Nußbuttereis:
250 ml Sahne 32% oder höher
100 g Mascarpone
150 ml Milch
125 g Butter zur Nussbutter gekocht
Mark einer Vanillestange
4 Eigelbe
100 g Zucker
Die Eigelbe mit dem Zucker und dem Vanillemark zur Rose über einem Wasserbad aufschlagen. Nun nach und nach die abgekühlte Nussbutter zugeben. Sie sollte aber noch flüssig sein, dann verbindet sie sich besser mit der Eiercreme.
Die Mich, Sahne und den Mascarpone gründlich verschlagen und ebenfalls untermischen. Die Eismasse auf ca. 5°C kühlen und anschließend in die Eismaschine geben. Das Eis nach Anweisung der Betriebsbeschreibung der Maschine gefrieren. Nach Fertigstellung in eine geeignete Gefrierdose füllen und noch ca. 2 bis 3 Stunden im Eisschrank nach gefrieren.

Freitag, 29. Januar 2016

Der triste Winter schreit nach Farbe, oder Möhren-Ingwer-Muffin mit Pfefferglasur …

…hatte ich ja angekündigt es kommt noch mehr vom Ingwer. Mein Ingwer-Repertoire ist nahezu unendlich und nachdem ich jetzt Diverses in herzhaft mit ihm präsentierte, muss jetzt logischer Weise die süße Variante noch aufgetischt werden.
Außerdem hustet und schnupft es weiter um mich herum und wir geben den Krankheitserreger keine Chance. Was macht mehr Spaß, wie Ungewolltes mit Süßem zu vertreiben. Wobei Süß muss auch nicht gleichbedeutend widerlich, oder klebrig heißen.
Du weißt, neulich die Freundin, die ein Fest plante half mir auf die Ingwer-Sprünge. Wir suchten nach Desserts mit Ingwer. Dann kam die Blitzidee, in einem Kochkurs den ich vor Jahren besuchte, wurden damals Möhren-Ingwer-Muffins gebacken, in meiner Erinnerung waren die so köstlich und passten jetzt genau in das Menü der Freundin. Das Rezept hatte ich in meiner alten Rezeptmappe von Anno Tobak, ich musste es ins Reine schreiben, die Kopie war so schlecht, weder scannen noch abfotografieren funktionierte. Während des Schreibens bekam ich richtig Lust die kleinen Dinger mal wieder zu backen. Und ich wäre nicht Klärchen aus dem Büdchen, wenn ich aus diesen hübschen Minikuchen nicht gleich ein ganzes Dessert fabriziert hätte.
In Kombination an Bananen-Kokosnusseis und Blutorgangengelee mit kandiertem Ingwer hatten sie dann hier im Büdchen ihren Auftritt. Und damit die kleinen Kuchen nicht trocken wurden, bekamen sie noch einen Lack Guss aus Puderzucker, Zitronensaft und Szechuanpfeffer.
Falls Du nachbasteln willst, hier die Anleitungen:
Möhren-Ingwer-Muffin mit Pfefferglasur
1 Ei
200 g Zucker
120 ml Öl
250 ml Buttermilch
½ Teelöffel Natron
½ Päckchen Backpulver
280 g Mehl
1 Teelöffel Zimt
220 g Karotten
50 g Ingwer
100 g Puderzucker
Limettensaft
1 Esslöffel Szechuanpfeffer (geschrotet)
Die Karotten und den Ingwer fein reiben und zur Seite stellen. Ei mit dem Zucker schaumig schlagen. Öl und Buttermilch unterrühren und weiter schaumig schlagen. Natron, Backpulver und Zimt mit dem Mehl vermischen und unter die Eiercreme heben. Nun die geriebene Karotten/Ingwermasse unter den Teig mischen. Den Teig sofort in die Muffinförmchen geben und im vorgeheizten Backofen bei 160°C Heißluft ca. 20 Minuten backen.
Den Puderzucker mit etwas Limettensaft verrühren und die fertiggebackenen Muffins mit damit verrühren. Den geschroteten Pfeffer in homöopathischer Dosis auf die Puderzuckerglasur streuen.
 Bananen-Kokosnusseis
2 sehr reife Bananen
200 ml Sahne (hoher Fettanteil)
150 g Mascarpone
250 ml Kokosnussmilch, cremig
100 g Palmzucker
4 Eigelbe
Die Eigelbe mit dem Palmzucker über dem Wasserbad aufschlagen. Anschließend alle anderen Zutaten zugeben und weiter aufschlagen bis die Creme ein Temperatur von 80°C erreicht hat. Die Masse abkühlen lassen und in die Eismaschine geben und bis zur gewünschten Festigkeit gefrieren lassen.
Blutorgangengelee
500 ml Blutorangensaft
6 Blatt Gelatine
1 Esslöffel Zucker
100 g kandierter Ingwer

Gelatine in etwas Wasser einweichen und quellen lassen. Den Saft erwärmen. Die Gelatine ausdrücken und in dem erwärmten Saft auflösen. Eine Schale mit Frischhaltefolie auslegen und den Blutorangen in die Schale geben. Das Blutorangengelee leicht anziehen lassen. Den Ingwer in kleine Würfel schneiden und in den halbflüssigen Saft geben. Das Blutorgangengelee im Kühlschrank aushärten lassen.