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Mittwoch, 6. Juli 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 21 Portugal gegen Wales mit Gedämpften Huhn an Zitronensabayon und Zucchinispaghetti…

…eiskalt hat es mich erwischt, gedanklich war ich in den letzten Tagen nur bei den Isländern und natürlich bei unseren Jungs. Und dann sagt Herr GB so ganz beiläufig: wir müssen heute noch tippen und Du musst noch kochen. Weißt Du schon ob Du für Portugal oder Wales kochst?
Hääää, wieso für Portugal oder Wales? Deutschland spielt gegen Frankreich!
Und dann kam dieser Satz: Ja, aber…..
Sätze die mit „Ja, aber…“ anfangen verheißen nichts Gutes.
Und so war es dann auch, ich hatte Portugal und Wales komplett ausgeblendet und genau in dieser besagten Minute holte es mich wieder ein.
Jetzt war guter Rat teuer. Wenn es nach dem Gatten gegangen wäre hätte ich ihm die Vanilletörtchen von neulich nochmal servieren können, oder auch die vegetarischen Röllchen, aber das geht ja nun nicht. Das wäre eindeutig ein Foul Ziel verfehlt. An Portugal habe ich schon zweimal gedacht, jetzt war wieder Wales dran und ich hatte keinen Schimmer.
Zu meiner Entschuldigung muss ich gestehen, es blieb nach Büroschluss nicht viel Zeit sich Gedanken über Walser-Küche zu machen und deswegen gibt es heute auch kein wirklich echtes Waliserrezept. Doch wenn Du ehrlich bist, es könnte durchaus aus der Inselküche stammen, schau Dir mal das Rezept an. Außerdem, seien wir doch mal ehrlich, der Bessere soll doch eh gewinnen und ob es die Waliser sind wird sich noch herausstellen müssen.
Gedämpftes Huhn an Zitronensabayon und Zucchinispaghetti (2 Personen)
6 Stiele glatte Petersilie
6 Halme Schnittlauch
2 Stiele Estragon
Jeweils 1 Messerspitze Kreuzkümmel, Fenchel, Koriander, Anis (Gewürze gemörsert)
Salz und Pfeffer
2 Hähnchenfilets
Frischhaltefolie
Die Filets würzen, jedes Filet auf eine Stück Frischhaltefolie legen, die Hälfte der Kräuter auf jeweils ein Filet legen und das Filet stramm in Folie aufrollen. Mit dem zweiten Filet genauso verfahren.
Die Filets in der Folie entweder im Dampfkörbchen garen, oder noch besser wenn Du einen Dampfgarer hast. Die 80°C nicht überschreiten, sonst flockt das Eiweiß aus. Gute 30 Minuten garen.
Zucchinispaghetti:
2 mittelgroße Zucchini
1 Esslöffel Öl
1 Esslöffel Butter
Salz und Pfeffer
Geriebene Schale einer halben Zitrone
Zucchini erst in dünne Scheiben schneiden, dann die Scheiben in dünne Streifen schneiden. Wenn Du einen Lurchi hast, kannst Du auch den verwenden.
In einer Pfanne die beiden Sorten Fett erwärmen, die Spaghetti dazugeben und ganz langsam garen. Mit Salz, Pfeffer und der geriebenen Zitronenschale würzen.
Zitronensabayon:
3 Eigelbe
50 ml Gemüsebrühe, warm
50 ml Noilly Prat
Pfeffer, Salz
Abgeriebene Schale einer halben Zitrone
Die Eigelbe weißschaumig über ein Wasserbad aufschlagen. Tröpfchenweise die Gemüsebrühe mit dem Noilly Prat einschlagen. Mit Pfeffer, Salz und der geriebenen Zitronenschale abschmecken.
Das gegarte Filet aus der Folie nehmen und mit den Kräutern auf Teller anrichten. Die Zucchinispaghetti anlegen und ebenfalls einen Löffel Sabayon auf die Teller geben. Mit einigen rosa Pfefferbeeren betreuen.
Die restliche Zabaione in eine Glasschüssel geben und dazu reichen.

Freitag, 1. Juli 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 18 für Wales gibt es vegetarisches…

…und zwar Wurst. Also keine echte Wurst, aber wenn ich Sausages übersetzte heißt das Wurst. Es soll ein traditionelles Rezept sein was ist da gefunden habe für Glamorgan Sausages. Und jetzt kommt es noch besser, in der Wurst ist Käse. Ein Käse von dem ich vorher noch nie etwas gehört habe, aber vielleicht kennst Du den Caerphilly-Käse. Laut Wiki ist es ein Kuhmilchkäse, aber lies doch hier einfach selbst.
Für die Waliser zu kochen war echt nicht einfach und den Käse habe ich natürlich nicht bekommen. Also kein originales Rezept was ich Dir hier serviere.
Diese Würstchen sollen in ganz Wales in vielen Restaurants angeboten werden, da ich noch nie in Wales war, kann ich dazu nichts sagen.
Für die Belgier etwas zu kochen wäre sicher einfacher gewesen, aber die waren schon dran und die Waliser eben noch nicht und ein vegetarisches Gericht war doch auch irgendwie mal fällig.
Aus meinem Rezept bekommt man 16 kleine Würstchen und so eine Mannschaft sind ja eigentlich nur 11, also rein theoretisch könnten welche übrig bleiben. Bei uns ist nichts übrig gewesen von den Würstchen, obwohl ich den empfohlenen Tomatensalat dazu gemacht habe. Also eine kleine Portion war das nicht. Aber schau mal selber:
Ich wünsche den Walisern so ein gutes Spiel, wie wir ein gutes Essen hatten. Die Belgier müssen sich anstrengen und ich bin überzeugt, der Bessere wird gewinnen.
Glamorgan Sausages 16 kleine Würste
225 g frische Semmelbrösel
125 g geriebener Käse (ich habe auf Parmesan zurück gegriffen)
3 Eier
Milch nach Bedarf
Salz und weißer Pfeffer
1/4 Teelöffel Senfmehl
175 g Lauch, fein geschnitten
1 gehäufter Esslöffel frische, gehackte Petersilie
etwas Butter

Panade
100 g frische Semmelbrösel
1 Ei
4 Esslöffel Sahne
Rapsöl

Etwas Butter auslassen und den Lauch darin weich dünsten.
Die Eier verquirlen, Semmelbrösel, Käse, Senf und Petersilie zu den Eiern geben.
Den abgekühlten Lauch untermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alle Zutaten so verkneten bis ein fester Teig entsteht. Sollte der Teig zu fest sein etwas Milch unter mischen. Den Teig in 16 Portionen teilen und aus jeder Portion eine kleine Wurst formen.
Für die Panade In einen Teller die Semmelbrösel geben und in einem anderen Teller die Sahne mit dem Ei verschlagen. Die Würstchen erst durch das verschlagene Ei ziehen und anschließend in den Semmelbrösel wälzen.
In eine Bratpfanne Rapsöl geben, erwärmen und die Würstchen rundherum langsam braun braten.
Man sollte die Würstchen schön langsam braten damit sie auch innen gut gar werden.

Wie ich gelesen habe serviert man sie mit einem Tomatensalat der mit roten Zwiebeln, Olivenöl, Balsamico-Essig und schwarzen frischen Pfeffer serviert wird.