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Freitag, 1. Juli 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 18 für Wales gibt es vegetarisches…

…und zwar Wurst. Also keine echte Wurst, aber wenn ich Sausages übersetzte heißt das Wurst. Es soll ein traditionelles Rezept sein was ist da gefunden habe für Glamorgan Sausages. Und jetzt kommt es noch besser, in der Wurst ist Käse. Ein Käse von dem ich vorher noch nie etwas gehört habe, aber vielleicht kennst Du den Caerphilly-Käse. Laut Wiki ist es ein Kuhmilchkäse, aber lies doch hier einfach selbst.
Für die Waliser zu kochen war echt nicht einfach und den Käse habe ich natürlich nicht bekommen. Also kein originales Rezept was ich Dir hier serviere.
Diese Würstchen sollen in ganz Wales in vielen Restaurants angeboten werden, da ich noch nie in Wales war, kann ich dazu nichts sagen.
Für die Belgier etwas zu kochen wäre sicher einfacher gewesen, aber die waren schon dran und die Waliser eben noch nicht und ein vegetarisches Gericht war doch auch irgendwie mal fällig.
Aus meinem Rezept bekommt man 16 kleine Würstchen und so eine Mannschaft sind ja eigentlich nur 11, also rein theoretisch könnten welche übrig bleiben. Bei uns ist nichts übrig gewesen von den Würstchen, obwohl ich den empfohlenen Tomatensalat dazu gemacht habe. Also eine kleine Portion war das nicht. Aber schau mal selber:
Ich wünsche den Walisern so ein gutes Spiel, wie wir ein gutes Essen hatten. Die Belgier müssen sich anstrengen und ich bin überzeugt, der Bessere wird gewinnen.
Glamorgan Sausages 16 kleine Würste
225 g frische Semmelbrösel
125 g geriebener Käse (ich habe auf Parmesan zurück gegriffen)
3 Eier
Milch nach Bedarf
Salz und weißer Pfeffer
1/4 Teelöffel Senfmehl
175 g Lauch, fein geschnitten
1 gehäufter Esslöffel frische, gehackte Petersilie
etwas Butter

Panade
100 g frische Semmelbrösel
1 Ei
4 Esslöffel Sahne
Rapsöl

Etwas Butter auslassen und den Lauch darin weich dünsten.
Die Eier verquirlen, Semmelbrösel, Käse, Senf und Petersilie zu den Eiern geben.
Den abgekühlten Lauch untermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alle Zutaten so verkneten bis ein fester Teig entsteht. Sollte der Teig zu fest sein etwas Milch unter mischen. Den Teig in 16 Portionen teilen und aus jeder Portion eine kleine Wurst formen.
Für die Panade In einen Teller die Semmelbrösel geben und in einem anderen Teller die Sahne mit dem Ei verschlagen. Die Würstchen erst durch das verschlagene Ei ziehen und anschließend in den Semmelbrösel wälzen.
In eine Bratpfanne Rapsöl geben, erwärmen und die Würstchen rundherum langsam braun braten.
Man sollte die Würstchen schön langsam braten damit sie auch innen gut gar werden.

Wie ich gelesen habe serviert man sie mit einem Tomatensalat der mit roten Zwiebeln, Olivenöl, Balsamico-Essig und schwarzen frischen Pfeffer serviert wird.

Dienstag, 14. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 5 – Österreich–Frittatensuppe, eine Speise der Alpenküche…

…jetzt sag mal selbst, dieser Tage redet alle Welt von der Fußball-EM da kommt doch keinem die Alpenküche in den Sinn, oder?
Du schüttelst auch mit dem Kopf und schwenkst schon wieder Deine Landesfähnchen?
Da vertue Dich mal nicht und werfe mal einen Blick in Zora´s Kochtopf. Da redet ja jeder nur noch von den guten Schmankerln die man mit den Alpen verbindet.

Blog-Event CXX - Alpenkueche (Einsendeschluss 15.
Juni 2016)

Verzapft hat das Ganze kebo. Sie ist die Ausrichterin in diesem Monat und sie trägt die Verantwortung dafür, dass ich im Moment eine Winterlandschaft vor Augen habe und das mitten im Sommer.
Wenn ich an die Alpen denke, fallen mir die unzähligen Wintertage ein die wir in den Bergen verbracht haben. Wie sehr erholsam ein Winterurlaub mit Skifahren und Wandern ist, weißt Du erst, wenn Du es ausprobiert hast. Mir fallen die deftigen Jausen in Südtirol ein und der eine oder andere Apre ski ist auch noch in bleibender Erinnerung. Egal ob Sommer wie Winter um eins komme ich nie herum wenn ich in den Bergen bin, um meine heißgeliebte Frittatensuppe.
Und passend zum Spiel ist sie heute auch. Ich hoffe die Spieler aus Österreich haben sich ebenfalls mit einem Süppchen gestärkt. Verkehrt wäre das nicht, denn mit so einer Suppe ist man immer auf der Gewinnerseite, oder was meinst Du.
Frittatensuppe:
2 Eier
1/8 Liter Milch
¼ Teelöffel Salz
80 g Mehl
1 Esslöffel Schnittlauchröllchen
3 x 10 g Butter zum Braten
1 Liter heiße Fleischbrühe
Einige Schnittlauchröllchen für die Dekoration
Die Eier mit der Milch und dem Salz verquirlen, nach und nach das Mehl zugeben. Zum Schluss noch die Schnittlauchröllchen hinein.
Alle zu einem klumpen freien Teig vermischen.
In einer Pfanne die ersten 10 g Butter zerlassen und ein Drittel des Teiges in die Pfanne geben. Die Pfanne hin und her schwenken bis der Teig auf dem Pfannenboden dünn verteilt ist. Den Teig stocken lassen und hellbraun backen. Mit einem Pfannenheber den Teig leicht anheben und schauen. Ist der Boden leicht braun, den Teig mit Hilfe des Pfannenhebers umdrehen und von der anderen Seite braten. Die Frittaten auf ein Brett geben, aufrollen und abkühlen lassen.
Den beschriebenen Bratvorgang noch zweimal wiederholen, dann dürfte der Teig aufgebraucht sein.
Die Frittatenrollen in dünne Streifen schneiden, jeweils einige Frittatenschnecken auf Suppenteller verteilen und mit der heißen Fleischbrühe aufgießen. Mit Schnittlauchröllchen bestreuen und servieren.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Ein Tag im Supermarkt oder einkaufen für den Feiertag, es gibt Zucchini-Tortilla mit Räucherlachs und Ruccolapesto…

…Du hast noch immer keinen Plan für den Feiertag morgen und so wie die Wettervorhersage ist, wirst Du auch sicherlich nicht das Haus verlassen wollen!? Musst Du auch nicht, allerdings nur, wenn Du eine bestimmte Verhaltensregel für heute einplanst. Du musst einkaufen! Aber auch nur, wenn Du nicht alle Zutaten im Hause hast.
Fangen wir mal an.
Hast Du Räucherlachs, Zucchini, Eier, Sahne, Pinienkerne, Rucola und Parmesan im Haus? Du bist ein Glückspilz und an Dir ist soeben der Kelch mit den Warteschlangen im *Einkaufsland* vorbeigegangen.
Wenn nicht, bist Du jetzt auch nicht so schlecht dran, denn die genannten sieben Sachen sind schnell gefangen und es werden Dich so einige im Einkaufsland beneiden, wenn sie sehen wie schnell Du wieder draußen bist.
Hat allerdings auch einen Nachteil, das Gezicke und Geschubse der Anderen wird Dir entgehen und Du hast nichts Spannendes zu erzählen, wenn Du nach Hause kommst. Aber sollte es Dir wichtig sein etwas zu erleben, kannst Du ja auch ganz langsam durch die Reihen spazieren, quasi schlendernd den anderen vor dem Wagen herlaufen. Deinen Einkaufswagen lässt Du permanent quer in den Wegen stehen. Du suchst Dir Regale vor denen Leute stehen die etwas suchen, dort drängelst Du Dich zwischen dem Suchenden und dem Regal. Die Suchenden sind garantiert höchst erfreut. Oder an der Käsetheke drängelst Du Dich mit dem Spruch *ich will nur mal gucken* zwischen die Wartenden und bleibst dann doch dort so lange stehen bis die Käsefrau sagt *wer ist jetzt dran* Du natürlich. Besonders gut kommt das, wenn Du dich ziemlich weit vorne in die Warteschlange gedrängelt hast.
In der Schlange an der Kasse schiebst Du den Einkaufswagen mehrmals so ganz unauffällig dem Wartenden vor Dir in den Po. Irgendwann wird er erbost sagen *Wollen Sie vielleicht vorgehen* Du konterst ganz freundlich und mit einem zuckersüßen Lächeln *ja gerne*
Wenn ich noch länger überlege, hätte ich sicher noch den einen oder anderen Ratschlag, aber Du willst ja auch irgendwann mal ins traute Heim und nicht den Feiertag auch noch im Supermarkt verbringen.
Kommen wir mal zum Rezept. Das ist garantiert schneller zubereitete, wie Deine Shoppingtour im Supermarkt. Also hast Du noch jede Menge Zeit zu feiern, ist ja schließlich Feiertag.
Zucchini-Tortilla
3 Zucchini
200 ml Sahne
4 Eier
Muskat, Pfeffer, Salz
Die Enden oben und unten an jeden Zucchino abschneiden. Die Zucchini auf einem Hobel in dünne feine Scheiben hobeln. Mit Küchenpapier abtupfen. Eine eckige Auflaufform mit Backpapier auslegen und die Scheiben in die Form schichten. Die Eier mit der Sahne und den Gewürzen verquirlen und über die Zucchinischeiben gießen.
Den Backofen auf 200°C vorheizen und die Tortilla 25 bis 30 Minuten im Ofen stocken bzw. garen.
Rucolapesto:
50 g Pinienkerne
1 Handvoll Rucola
100 g frisch geriebener Parmesan
60 – 75 ml Olivenöl
Salz und Pfeffer
Genannte Zutaten in einen hohen Mixtopf geben und mit einem Pürierstab alles vermischen und ganz fein mixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Tortilla kann kalt oder warm gegessen werden. Aber auf jedem Fall etwas auskühlen lassen und dann in Würfel schneiden.
Zusammen mit Räucherlachs und dem Pesto auf Teller anrichten und servieren. So kannst Du Dir trotz schlechtem Wetter etwas sommerliche Atmosphäre an den Esstisch holen.
Schönen Feiertag morgen.

Mittwoch, 18. Mai 2016

Pfingsten ist vorbei aber der nächste Feiertag steht vor der Tür, oder Rhabarber-Schaumtorte zum Fest…

…Du weißt schon Feiertage und ihre Traditionsspeisen sind irgendwie ungeschriebene Gesetze. Natürlich erkennst Du sofort an den Gerichten die Jahreszeit und wer es richtig macht, wird sich an das halten was die Saison anbietet. Lang vor dem letzten Wochenende suchte ich nach typischen Pfingstspeisen. Was ich fand, waren Pfingstrosen, Pfingstferien, das Pfingstgedicht von Joachim Ringelnatz, Pfingstsingen und natürlich einiges über den berühmten Pfingstochsen. Wenn Du jetzt glaubst genau das wäre mein Pfingstgericht, irrst Du.
Der Pfingstochse gehört auch heute noch zu einer Prozession die in manchen Gegenden am Pfingstsonntag abgehalten wird. Das Vieh wird das erste Mal auf die Weide geführt. Allen voran das kräftigste Tier, das mit Blumen und Bändern reichlich geschmückt wird, also der sogenannte Pfingstochse.
Sicher kennst Du den Ausdruck *er/sie sieht aus wie ein Pfingstochse*, also hüte Dich davor Dich zu sehr aufzubrezeln, sonst könntest Du schnell mit Selbigen verglichen werden.
Natürlich wird es bei dem einen oder anderen auch ein Ochse auf den Spieß geschafft haben, aber wir haben im Büdchen überhaupt gar keinen so großen Spieß, und wollten wir einen braten und verzehren, müssten wir schon das ganze Dorf dazu einladen.
Ich habe mich für eine Torte entschieden und Herr GB hat sie kurzerhand zur ultimativen Pfingsttorte gekürt.
Eine Rhabarber-Schaumtorte die vor Leichtigkeit fast schwebt. Mal so ganz unter uns, er hat nicht so ganz unrecht. So cremig und doch so fluffig, und keinerlei sauer wie man es eigentlich vom Rhabarber kennt.
Übrigens auch das Biskuit der Torte war für mich Premiere. Unzählige Male habe ich schon Biskuit gebacken, aber noch nie vorher die Eier mit dem Zucker übers Wasserbad aufgeschlagen. Das kannte ich so nicht.
Aber schau mal selbst, vielleicht backst Du die Torte für den nächsten Feiertag oder Sonntag solange es noch Rhabarber gibt.
Rhabarber-Schaumtorte
Biskuit:
250 g Eier (ca. 4 Große)
150 g Zucker
75 g Maisstärke
75 g Weizenmehl
7 g Weinsteinbackpulver
45 g flüssige abgekühlte Butter
Eier mit Zucker über dem Wasserbad schaumig zu einer weißlichen Creme aufschlagen. Über ein Eiswürfelbad kalt schlagen. Maisstärke mit Mehl und Backpulver mischen und unter die Eiercreme heben. Langsam die flüssige Butter in die Masse rühren.
Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form füllen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C 20 bis 25 Minuten backen. Vorsichtshalber aber die Nadelprobe machen. Wenn kein Teig an der Nadel klebt, ist der Boden okay. Aus der Form nehmen, Backpapier abziehen und auskühlen lassen.

Rhabarberschaum:
200 g roter Rhabarber
Saft 1 Zitrone
40 g Zucker
2 Gelatineblätter
2 Eiweiß
40 g Puderzucker
250 ml Sahne
Den Rhabarber mit der roten Schale in kleine Stücke schneiden, mit Zitronensaft und Zucker weich kochen. Die Gelatineblätter in Wasser einweichen und 10 Minuten quellen lassen. Die Gelatine in dem gekochten Rhabarber auflösen und mit einem Mixstab den gekochten Rhabarber pürieren. Die Sahne steif schlagen. Das Eiweiß zu festem Schnee schlagen und den Puderzucker nach und nach unterschlagen. Das Rhabarbermus erst mit der Sahne vermischen, dann den Eischnee unterheben. Verrühren bis sich alles gut vermischt hat.

Mascarponecreme:
1 Eigelb
30 g Puderzucker
Abgeriebene Schale einer ungespritzten Orange
1 Blatt Gelatine
150 g Mascarpone
1 Eiweiß
30 g Puderzucker
Eigelb mit Puderzucker schaumig weiß aufschlagen. Die Gelatine in Wasser einweichen und 10 Minuten quellen lassen. Auch hier wieder das Eiweiß zu festem Schnee schlagen und den Puderzucker nach und nach unterschlagen. Die Gelatine ausdrücken und mit etwas kochenden Wasser auflösen. Zur Eigelcreme die Mascarpone geben und cremig rühren. Die aufgelöste Gelatine unterrühren, erst mit wenig Creme mischen, dann die Gelatine komplett zur Eier-Mascarponecreme geben. Jetzt noch die geriebene Orangenschale untermischen. Im Anschluss den geschlagenen Eischnee unterheben und alles verrühren.

Die Tortenbiskuite einmal durchschneiden. Tortenring um den Tortenboden legen. Auf den unteren Boden die Rhabarbercreme streichen. Darauf den zweiten Boden legen. Nun die Mascarponecreme aufstreichen und im Kühlschrank 2 bis 3 Stunden erstarren lassen.

Tortenring vorsichtig mit einem erwärmten Messer entfernen. Kakaopulver mit einem Sieb aufstäuben. Mit halbierten Erdbeeren und Schokoröllchen garnieren.

Wenn Du willst machst Du noch als Garnitur etwas Rhabarberkompott und Erdbeergel

Rhabarberkompott:
150 ml Weißwein mit 150 ml Wasser und 150 g Zucker vermischen und auf die Hälfte einkochen. 400 g Rhabarber schälen und in Stücke schneiden. Den Rhabarber in den warmen Sud geben und 1-2 Stunden ziehen lassen.
Rhabarberstücke abgießen und den Saft auffangen. Die Rhabarberstücke zur Seite stellen.

Erdbeergel:
200 g Erdbeeren mit 50 ml des aufgefangenen Saftes mischen und auf kleiner Hitze weich kochen. Sobald die Erdbeeren gar sind mit einem Mixstab pürieren. Die Erdbeermasse durch ein Sieb streichen. Bis zum Verzehr zur Seite stellen.

Jetzt viel Spaß beim Basteln und das nächste Pfingstfest kommt schneller als man denkt.

Dienstag, 17. März 2015

Daheim und unterwegs, oder der Kuchen des Monats, letztens Marcels Marmorkuchen...

…es passiert mir ja nicht oft, dass ich schon am Nachmittag Fernsehen schaue, aber wenn dann schalte ich sehr gerne die dritten Programme ein. Nachmittags ist mein Favorit eindeutig die Sendung im WDR *Daheim und unterwegs* und ganz besonders die kochende und backende Fraktion. Durch Zufall bin ich auf den Kuchen des Monats aufmerksam geworden und als neulich dort ein Marmorkuchen vorgestellt wurde und die Moderatoren in den höchsten Tönen schwärmten, war es um mich geschehen. Nun, ich bin ja jetzt keine Süße, ach ja das weißt Du ja, aber ich habe ein Herz für meinen Kuchenliebhaber. Am Wochenende bekommt er doch immer einen Kuchen und weil die dort im Fernsehen so schwärmten, habe ich nachgebacken.
Das Rezept habe ich also bei denen vom Fernsehen geklaut, allerdings habe ich es nach meinen Bedürfnissen zurechtgeschraubt. Ich weiß, der Herr Backprofi kann sicher besser backen als das Klärchen hier im Büdchen, aber mit seinen Backzeiten hätten wir den rohen Teig löffeln müssen. Also solltest Du auch einen haushaltsüblichen Backofen haben, versuch es mal lieber mit meinen Backofeneinstellungen und den angegebenen Zeiten.
Viel Spaß beim nachbacken.
Marcels Marmorkuchen aus dem WDR *Daheim und unterwegs*
Zutaten:
150 ml Sahne
250 g Zucker
250 g Butter, Zimmertemperatur
100 g Marzipanrohmasse
5 Eier
Mark einer Vanillestange
1 Prise Salz
etwas frischer Zitronensaft
300 g Weizenmehl
10 g Backpulver
100 g zartbitter Kuvertüre (70% Kakaogehalt)
100 g zartbitter Kuvertüre Drops
etwas Puderzucker
Die Sahne schlagen und kühl stellen. Die Kuvertüre schmelzen. Zucker, Butter, Marzipanrohmasse, Mark der Vanillestange, Salz und Zitronensaft in ein Schüssel geben und schaumig schlagen. Nach und nach die Eier zugeben und weiterschlagen. Die Eiermasse richtig gut schaumig schlagen. Nun die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben. Das Mehl zusammen mit dem Backpulver auf den Eierschaum sieben und vorsichtig unterheben. Ein Drittel von dem Teig abnehmen und in diesen Teig die flüssige Kuvertüre rühren.
In eine mit Backpapier ausgelegte Springform die Hälfte der weißen Teigmasse geben, einige Kuvertüredrops darauf verteilen, nun klecksförmig den dunklen Teig einfüllen, jetzt wieder Drops, dann den Rest des weißen Teiges obenauf füllen, jetzt wieder Drops. Alles mit einer Gabel kreisförmig grob unterziehen und die restlichen Drops darauf verteilen.

Ich habe den Kuchen im vorgeheizten Backofen auf Umluft bei 160°C gute 50 Minuten gebacken 

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Ein schönes Buch und Schokolade, oder New-York-Cheese-Cake with Chocolate…

…Pünktlich zur kalten Jahreszeit ist im Kosmos-Verlag ein Buch erschienen das uns die dunklen Monate im Jahr nicht nur erhellen will, sondern auch kräftig versüßen möchte. Womit könnte das Versüßen besser gelingen wie mit Schokolade.
Als Autor steht Rafael Pranschke dahinter. Herr Pranschke ist mir bereits aus anderen Büchern bekannt und konnte mit seinen Bücher schon in der Vergangenheit kräftig punkten.
Wie aus anderen Büchern aus dem Kosmos-Verlag gewohnt, gibt es auch in dieser Lektüre ersteinmal etwas Wissen über das Buch Thema. In diesem Fall über die Schokolade. Woher sie stammt, wie sie nach Europa gekommen ist und aus was sie hergestellt wird. Es werden die unterschiedlichen Sorten erklärt, praktische Helfer, die man in der Schokoladenküche gut gebrauchen kann, vorgestellt und natürlich wie man mit ihr richtig umgeht. Das Buch ist voller hübscher Geschenke und Leckereien die man gerne anbietet, verschenkt und auch selber gerne verzehrt.
Für diese Menge an Ideen ist eine Winterzeit definitiv viel zu kurz. Das ganze Buch ist Hüftgold pur. Cupcakes, Getränke, Dekorationen, Kleingebäck, Desserts & Eis, Trüffel, Pralinen & Konfekt, Torten & Tartes, Sossen und Kuchen, Süßigkeiten und Tafelschokoladen, wie man sieht, alles ist dabei. Was ich an den Büchern von Herrn Pranschke mag, er hält einige Joker im Ärmel und gibt richtig gute Küchentechniken preis.
Du merkst schon, ich bin begeistert.
Aber wer hier im Büdchen die eine oder andere Rezension schon gelesen hat der weiß auch, dass ich mir erst eine Meinung erlaube, sobald ich verschiedene Rezepte selber ausprobiert habe.
Vorher gebe ich Dir aber eben noch schnell von diesem kleinen handlichen Buch die ISBN und die Maße durch. Ach ja, dieses Schokoladenwerk hat ein 144 Seiten und 85 wunderschöne Farbfotos. Es ist in der 1. Auflage im Oktober 2014 erschienen. Es ist 221 mm lang und 195 mm breit.
So und nun gibt es einen ganz fantastischen New-York-Cheese-Cake. Der ist wirklich super toll und wird fest ins Büdchenprogramm aufgenommen.
Zutaten:
1 kg Quark
125 g weiche Butter
300 g Zucker
3 Eier
3 Esslöffel Hartweizengrieß
1 Päckchen Backpulver
60 g Kakaopulver
3 – 5 Esslöffel Milch
Etwas Butter zum Einfetten
Der Quark in einer Schüssel glatt rühren. Butter, Zucker und Eier in einer weiteren Schüssel ganz besonders cremig rühren und nun den Quark unterheben. Hartweizengrieß und das Backpulver untermischen.
Den Backofen auf 180°C (Umluft160°C) vorheizen. Eine Springform gut fetten, oder mit Backpapier auskleiden und 2/3 der Käsekuchenmasse in die Form geben.
Die restliche Käsekuchenmasse mit dem Kakaopulver und der Milch vermischen. Die dunkle Teigmasse auf die helle Kuchenmasse geben und mit einer Gabel beide Teige musterartig miteinander vermischen.
Den Kuchen 60 Minuten auf mittlerer Schiene backen, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Er ist herrlich cremig und wunderbar fluffig.

Anmerkung: ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und erkläre dass meine Meinung davon komplett unbeeinflusst ist und ich hier mit eigenen Worten meine freie Meinung veröffentliche.

Freitag, 17. Oktober 2014

Von Missverständnissen, Kindheitserinnerung und Biersuppe…

…Herr GB ist von uns derjenige, der häufiger zum Lebensmitteldealer geht als ich. Der Einkaufzettel wird zusammen abgestimmt damit nicht nur Süßkram und Fleisch drauf stehen. Neulich hatten wir mal wieder so ein Abstimmungsgespräch…

Herr GB: soll ich noch etwas Bestimmtes mitbringen?
Ich: ah ja, gute Idee, ich brauche eine Flasche Bier für Biersuppe!
Herr GB: Pils oder Alt?
Ich: Wie Pils oder Alt? Dunkles!
Herr GB: Also egal?
Ich: Ja eigentlich egal, ich wusste ja gar nicht das es da auch noch Unterschiede gibt!? Nee, also wirklich, ist eigentlich egal!
Wobei, man kann sie mit hellem oder mit dunklem machen, aber ich mache sie lieber mit Dunkelbier! (Dunkelbier!!! Man achte auf die feine Ausdrucksweise!!!)
Herr GB fragt noch ob ein oder zwei Flaschen, ich entscheide mich für eine!
Stunden nach dem Einkauf schaue ich auf den gutgefüllten Flaschenkorb in der Küche. Stelle irritiert fest dass zwei Flaschen Alt im Korb stehen.
Ich: Ach du hast auch noch Alt mitgebracht!? Können wir ja mal ein Krefelder trinken. (Krefelder ist bei uns Alt mit Cola)
Herr GB: ja, wenn Du nicht alles brauchst.
Ich: ich brauche doch kein Alt. *kicher*
Herr GB: wieso brauchst Du denn jetzt doch keins? Gibt’s jetzt doch keine Biersuppe?
Ich: Ähhh, doch schon, aber doch nicht mit Alt, ich brauche Dunkelbier! Aber ist kein Problem, mach ich es halt damit.
Herr GB: Wie jetzt!? Du hast doch von dunklem Bier gesprochen!
Ich: Iiiich???? ich habe von Dunkelbier gesprochen, nicht von dunklem Bier.
Herr GB: ich habe Dich doch noch extra gefragt ob Du Alt haben willst, war Dir doch egal.
Ich: ich wollte doch nur schlichtes einfaches Dunkelbier, auch Malzbier genannt.
Herr GB: ach das! Das haben wir noch im Keller!
Wie Du siehst sind Herr GB und ich bekennende Nichtbiertrinker, wir schlürfen also weiterhin Wasser und Wein. Doch sollte es mal Bier im Hause Kompott geben, dann nur als Suppe.
Biersuppe mit Schneeklösschen:
1 Liter Milch
80 g Speisestärke
2 Esslöffel Zucker
1 Handvoll Rosinen, aber nur wenn Du magst
Mark einer Vanillestange
1 Flasche Dunkelbier (Malzbier) 0,33 l
2 Eier, getrennt
1 Prise Salz
Milch, Rosinen und die Prise Salz zum Kochen bringen. Vorher einige Esslöffel Milch abnehmen, die werden zum Anrühren der Speisestärke benötigt. Speisestärke mit den Eigelben, dem Zucker und der Milch gründlich verrühren.
Sobald die Milch kocht, den Topf zu Seite ziehen und die angerührte Speisestärke in die Milch rühren. Zurück auf die Herdquelle und nochmals aufkochen. Nun das Dunkelbier einrühren, aber langsam, das schäumt.
Nebenher musst Du das Eiweiß zu steifen Schnee schlagen. Der Eischnee wird löffelweise auf die Suppe gegeben und untergehoben.
Jetzt nochmals für 5 Minuten einen Deckel auflegen dass die Schneeklößchen so leicht gar ziehen.
Kleine Anmerkung: Herr GB ist Rosinenverächter, deshalb habe ich die Rosinen nicht in die Milch gegeben!!! Also unsere Biersuppe war Rosinenfrei!
Aaaaaaber, ich mag Rosinen in der Biersuppe und deshalb habe ich mir ne halbe Handvoll obenauf geschmissen, lecker wars.
Tja und Herr GB war auch ganz begeistert, aber auch etwas fassungslos! Er konnte es nicht glauben, dass ich ihm diese Suppe bisher vorenthalten habe, zumal ich ihm immer vorgeschwärmt hatte wie gerne ich diese Suppe als Kind schon mochte.

Montag, 5. August 2013

Man sind die dick, die Dicke Bohnen, Ackerbohnen…

…aber auch Saubohnen genannt sind fast in Vergessenheit geraten, aber nicht hier bei uns im Büdchen. Wir essen sie ja auch sehr gerne ganz klassisch mit Specksoße, aber jetzt wo in ganz Deutschland mediterranes Klima herrscht tritt die deftige Küche doch eher in den Hintergrund. Weiß Du eigentlich wieso die Dicke Bohne auch Saubohne heiß?
Erstens weil sie sauteuer ist.
Zweitens weil sie sauviel Arbeit macht.
Drittens weil sie saulecker sind.
Du meinst der Name rührt eher davon, dass die leckeren Bohnen an Schweine bzw. an Vieh verfüttert werden? Ich glaube du könntest recht haben.
Du fragst Dich wie ich zu meinen Erkenntnissen gekommen bin?

1. Sauteuer? Auf den Punkt gebracht habe ich für ein knappes essbares Kilo 6 Euro bezahlt, das ist ja nicht gerade wenig, oder? Aber ich will es Dir mal genau erklären. Für 3 Kilo frische Bohnen in Hülsen habe ich 6 Euro bezahlt.
Nachdem pahlen (also Bohnen aus der Hülse lösen) werden die Bohnen 5 Minuten gekocht. Abgießen und in kaltem Wasser abschrecken.
2. sauviel Arbeit? Weil es für mein heutiges Rezept etwas feiner zugehen soll, müssen die zarten Bohnenkerne noch aus ihrer Schale geschält werden. Das ist zwar etwas mühsam, aber es lohnt sich. Übrig bleibt von den ursprünglichen 3 Kilos noch knapp ein Kilo übrig. Der ganze Aufwand lohnt sich, glaub mir, du wirst es nicht bereuen.
3. Saulecker? Und somit erklärt sich Punkt drei von ganz alleine, es bleibt nur der feine grüne Bohnenkern übrig. Ein unglaublich feiner Geschmack, saulecker eben. Nichtmehr vergleichbar mit dem Geschmack der derben Dicke Bohne wie man sie eigentlich kennt.
So, nun willst Du sicher noch wissen wie ich die Sau Dicke Bohnen zubereitet habe!? Okay, hier kommt jetzt das Rezept zu meinen mediterranen Bohnen.
Dicke Bohnen mit Schinken:
1 kg ausgelöste Bohnenkerne wie oben beschrieben.
150 g Zwiebeln, feingehackt
100 ml Weißwein, trocken
4 Esslöffel Olivenöl
50 g geräucherte Schinkenwürfel
1 Knoblauchzehe, feingehackt
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 hartgekochte Eier, feingehackt
50 g glatte Petersilie, gehackt
4 kleine Tomaten, gehäutet, entkernt und in Würfel geschnitten
Öl erhitzen, die Schinkenwürfel kurz anbräunen und die Zwiebelwürfel zufügen. Die Temperatur herunterschalten und die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Die Bohnenkerne zufügen, mit dem Weißwein ablöschen alles zusammen erhitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Tomatenwürfel und die Petersilie unterrühren. Die gehackten Eier mit dem Bohnengemisch vermengen und die SauBohnen auf Teller anrichten.