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Sonntag, 14. August 2016

Echt scharfes Wochenende, oder Pfeffereis mit Madeirakirschgrütze…

…Du weißt, Wochenende ist Eiszeit und im Moment sind Versuchswochen angesagt. Ich meine, eigentlich ist das Büdchen ja eh Versuchslabor, aber derzeit hat Herr GB einen erhöhten Eiskonsum und der will schließlich gestillt werden. Der Herr des Hauses ist ja genügsam verwöhnt und Du weiß, hast Du erst einmal so ein Exemplar heran gezüchtet, kannst Du keinen Rückwärtsgang mehr einlegen. Er ist es gewohnt, dass er Vielseitigkeit serviert bekommt. Da kann ich ihm doch jetzt nicht jede Woche Vanilleeis servieren.
Vor einigen Wochen habe ich mal eine Liste mit meinen Eis-Phantasien angelegt und aus dieser Liste kann er sich jetzt immer sein Wunscheis wählen. Wenn ich die Zutaten bekomme ist es kein Problem, dann wird der Wunsch des Herrn erfüllt, ansonsten wird ein Anderes gewählt und das Wunscheis gibt es später.
Bei dem heutigen Wunschprogramm passte alles. Die Eiszutaten waren im Haus, die Kirschen für die Begleitung hatte ich neulich schon bekommen und sofort zu Grütze verarbeitet.
Übrigens ein Begleiter der sich wunderbar einkochen lässt. Einige Gläser sind in das Vorratsregal gewandert und im Winter werden sie uns garantiert die langen Abende versüßen.
Die Kombination Pfeffereis mit den süßen Kirschen war ein ganz besonderer Gaumengenuss. Im ersten Moment schmeckt das Eis recht mild, aber dann, wenn das Eis schon lange im Mund geschmolzen ist, schmeckst Du ganz hinten am Gaumen die Schärfe. Die süße Kirschgrütze rundet den Geschmack ab und der feurige Eindruckt ebbt wieder ab.
Sicherlich kein Alltagseis, aber ein Erlebnis das man wirklich mal probieren sollte.
Du weißt schon, nur für den Fall dass Du es ausprobieren willst habe ich mal das Rezept aufgeschrieben.
Pfeffereis mit Madeirakirschgrütze
Madeirakirschgrütze:
400 g Kirschen, entsteint
100 g Gelierzucker 3:1
100 ml Madeira
Die Kirschen vierteln und zusammen mit dem Gelierzucker und dem Madeira in einen Topf geben. Das Kirschgemisch 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend aufkochen und ca. 5 Minuten sprudelnd kochen lassen.
Entweder in Twist-off Gläser füllen, oder in eine Schale zum abkühlen umfüllen und bis zur Verwendung zur Seite stellen.
Pfeffereis:
10 g schwarze Pfefferkörner
250 ml Sahne
250 ml Vollmilch, (mind. 3,5%)
75 g Läuterzucker
Abrieb einer Bio-Zitrone
5 Eigelbe
50 g Vollmilchschokolade
Die Pfefferkörner in einem Mörser andrücken. Die Sahne mit der Milch und dem Läuterzucker mischen. Die angedrückten Pfefferkörner zugeben und das Gemisch aufkochen. 10 Minuten ziehen lassen. Nach und nach die Eigelbe unterrühren und nochmals langsam erwärmen. Dabei kräftig rühren und nicht zu heiß werden lassen, denn sonst flocken die Eigelbe und Du hast Rührei. Sobald die Mischung bindet und cremig wird noch schnell die Schokolade darin auflösen und gut unterrühren. Nun vom Herd nehmen und durch ein Sieb streichen.
Die Creme in die Eismaschine füllen und nach Bedienungsanleitung der Maschine gefrieren lassen.
Das Eis zusammen mit der Madeirakirschgrütze servieren.

Freitag, 12. August 2016

Im August Temperaturen wie an Heiligabend, oder Himbeerkokoseis im Neujahrshörnchen…

…im Radio haben sie gesagt, dass es am letzten Heiligabend morgens um 6 Uhr 8,2° C kalt war und gestern war es sage und schreibe morgens um 6 Uhr 7,2° C warm. Im Sommer sagt man doch warm, oder? Und weil wir Sommer haben gibt es Eis und zwar im Neujahrshörnchen, das sind die Besten. Den Temperaturen ist es egal welche Jahreszeit wir haben und mir auch und den Hörnchen erst recht.
Frag mich nicht wie viele Hörnchenrezepte ich schon ausprobiert habe, aber die Hörnchen die es eigentlich immer an Neujahr gibt, die sind so gut, da gibt es nichts zu verbessern.
Das einzige Problem, Du benötigst dafür ein Hörncheneisen. Ob sie vielleicht auch auf dem Backblech im Backofen etwas werden, wäre vielleicht ein Versuch wert. Der Teig ist etwas dicklich und kompakt genug, um ihn auf Backpapier aufzustreichen.
Aber eigentlich geht es heute gar nicht um die Hörnchen, der Hauptdarsteller ist eigentlich das Himbeereis.
Ein Himbeerkokoseis mit einem kleinen Klecks Cassissauce. Allerdings gibt es das Rezept von der Sauce erst in der nächsten Woche, dann wird es mit dem Eis kombiniert das ich ursprünglich damit servieren will. Also lass Dich überraschen was da noch kommen wird.
Herr GB liebt Eis, deswegen gibt es im Sommer auch jede Woche irgendeinen anderen Eis-Joker den ich aus dem Ärmel ziehe.
Gerade jetzt gibt es Beeren, alle Sorten, gerade so wie es das Herz begehrt. Mein Sein Herz begehrte Himbeeren und weil im Keller die Kokosmilch weg musste stand der Plan ganz schnell fest.
Himbeerkokoseis im Hörnchen.
3 Eigelbe
150 g Zucker
Mark einer Vanillestange
250 ml Kokosmilch
500 g Himbeeren
75 ml Likör (bevorzugt Batida de Coco, Bananenlikör oder ein Sahnecremelikör)
Die Himbeeren zusammen mit dem Likör pürieren und durch ein Sieb streichen. Das Püree zur Seite stellen.
Die Eigelbe mit dem Zucker über einem Wasserbad schaumig schlagen, nach und nach die Kokosmilch zugeben und solange schlagen bis es bindet. (Zur Rose abziehen)
Das Püree mit der Eiercreme vermischen und in die Eismaschine geben.
Nach Anleitung der Maschine das Eis bis zur gewünschten Festigkeit gefrieren lassen.
Das Eis in einem Hörnchen servieren.

Bei mir gab es als Topping eine sehr aromatische Cassissauce.

Dienstag, 7. Juni 2016

Wir feiern den sechsten Büdchengeburtstag, oder Dessertvariation von der Erdbeere…

…ja, Du hast richtig gelesen, heute vor 6 Jahren wurde das Büdchen eröffnet und ich habe den ersten Beitrag freigeschaltet. Angefangen hatte es damals mit der Landpartie auf Schloss Lembeck im Münsterland. Diese Veranstaltung besuchen wir übrigens unveränderter Dinge noch immer sehr gerne.
Sechs stolze Jahre ist mein Baby Blog alt und eigentlich müsste er jetzt in die Schule kommen, also wenn er ein Baby wäre. Aber mit so einem Blog ist das ja viel einfacher. So einen Blog kannst Du an- und abstellen wie ein Radio, das machst Du mit so einem echten Knirps eben nicht.
Mein Dreikäsehoch wurde in den letzten Jahren mit 670 Beiträgen gefüttert, 48 Kochbücher wurden in ihm vorgestellt, 92-mal konntest Du mit mir den *Genussmoment der Stille* erleben und mit manch einer Geschichte aus dem Büdchen habe ich Dich zugetextet.
Ich hoffe ich werde noch einige Jahre Gefallen an meinem Büdchen haben, Dich noch viele Male mit meiner Ausbeute aus meiner Küche bespaßen und mit dem einen oder andren Anekdötchen nerven.
Eh wir uns hier zur Feier des Tages eine Erdbeerbowle genehmigen, stelle ich noch eben schnell das Dessert vor, das es zum Büdchengeburtstag gibt. Du weißt doch, Herr GB liebt Desserts und jetzt ist Erdbeerzeit. So ganz nebenbei bringt sich der Rhabarber auch gerne mal ins Spiel und der Waldmeister möchte auch seinen Auftritt haben.
Aber schau doch einfach mal selber, vielleicht hast Du ja auch einen Anlass zu dem Du mit einem Dessert feiern möchtest.
Marinierter Erdbeersalat, mit Mascarpone-Erdbeereis, Rhabarbermus und Windbeutelchen mit einer Erdbeer-Rosen-Espuma-Füllung:
Marinierter Erdbeerensalat:
250 g Erdbeeren
1 Esslöffel Zucker
2 Esslöffel Waldmeistersirup
Erdbeeren putzen, in kleine Stücke schneiden. Den Zucker und den Waldmeistersirup zugeben und miteinander vermischen. Den Erdbeerensalat ein- bis zwei Stunden ziehen lassen.

Mascarpone-Erdbeereis:
250 ml Sahne
200 ml Milch
150 g Mascarpone
150 g Zucker
4 Eigelbe
1 Esslöffel Zitronensaft
500 g Erdbeeren
2 Esslöffel Zucker
Die Erdbeeren mit 2 Esslöffeln Zucker mischen und mit einem Mixstab pürieren. Das Erdbeermus durch ein feines Sieb streichen und den Erdbeerbrei dabei auffangen.
Die Eigelbe mit dem Zucker über ein heißes Wasserbad schaumig aufschlagen. Nach und nach die Milch und die Sahne zugeben. Die Mascarpone mit dem Erdbeerbrei mischen und anschließend die aufgeschlagene Eiersahne unter die Erdbeermasse ziehen.
Die Erdbeercreme in eine Eismaschine füllen und laut Betriebsanweisung der Maschine zu einer sahnigen Eiscreme gefrieren lassen. Anschließend in einen passenden Behälter umfüllen und noch gute 2 bis 3 Stunden im Gefrierschrank tiefkühlen.

Rhabarbermus:
200 g roter Rhabarber
Saft 1 Zitrone
40 g Zucker
Den Rhabarber waschen und mit der roten Schale in kleine Stücke schneiden, mit Zitronensaft und Zucker weich kochen. Den gekochten Rhabarber mit einem Mixstab pürieren.Das Mus im Kühlschrank abkühlen lassen.

Windbeutel:
150 ml Wasser
80 g Butter
1 Prise Salz
2 Teelöffel Zucker
120 g Mehl
3 Eier
Wasser mit Butter, Salz und Zucker zum Kochen bringen. Nun das Mehl einrühren und kräftig verschlagen bis sich ein großer Kloß bildet und sich im Topf ein weißer Schleier bildet. Den Topf von der Wärmequelle nehmen und nun nach und nach die Eier in den Teig einrühren. Das funktioniert mit einem Mixer sehr gut. Wenn Du einen zähen gleichmäßigen Teig hast, ist er richtig und kann in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle gefüllt werden.
Nun mit dem Spritzbeutel auf ein mit Bachpapier ausgelegtes Bachblech walnussgroße Kugeln spritzen.
Das Blech in den Backofen schieben der vorher auf 200°C Ober- Unterhitze aufgeheizt wurde. Die Windbeutel 25 Minuten backen. Dabei die Backofentür auf jedem Fall geschlossen halten. Dann den Backofen ausschalten und bei leicht geöffneter Tür die Windbeutel weitere 10 Minuten ruhen lassen. Nun die Windbeutel aus dem Backofen nehmen und komplett auskühlen lassen.

Erdbeer-Rosen-Espuma:
150 ml Sahne
50 ml Milch
100 ml Vanillejoghurt
20 ml Orangenlikör
2 Blatt Gelatine
Gelatine in 2 Esslöffel Wasser quellen lassen. Sahne, Milch, Vanillejoghurt, Erdbeersirup und Orangenlikör vermischen. Die Gelatine kurz erwärmen, auflösen und zum Sahnegemisch geben. Alles gut vermischen. Die Mischung mit Hilfe von einem Trichter und Sieb in einen Sahnesiphon füllen. Siphon verschließen, 2 Sahnekapseln aufschrauben und kräftig schütteln. Im Kühlschrank 1-2 Stunden kühlen.
Kleiner Tipp, ich stelle das Gerät immer auf den Kopf, dann setzt sich unten im Gerät nichts ab und das Schütteln ist effektiver.
Wenn Du alle Dessertbestandteile fertig hergestellt hast, kannst Du Anrichten. Das machst Du einfach so wie es Dir gefällt. Ich habe noch etwas mit geschmolzener Zartbitterschokolade, Puderzucker, Minzblättchen und einem Mon Cherie gespielt. Ja ich weiß, das ist kein Dessert das man jeden Tag mach, aber das Büdchen wird ja auch nicht jeden Tag 6 Jahre.

Dienstag, 24. Mai 2016

Kuchen, Dessert, Gebäck, Süßes, oder Nussbuttereis mit Gedöns…

…am letzten Sonntag hatten wohl alle Genuss-Blogger nur Eis im Kopf. Wo Du auch lesen wolltest, gefühlt wurden nur Eisrezepte gepostet.
Mein Trend ist es gegen den Trend zu rudern, also gab es im Büdchen keine Eis. Also ich meine jetzt so öffentlich, hinder der Tür könnte ich es dem Gatten nicht antun, keine Leckerei für ihn parat zu haben. Mit einem Himbeerbutterkekseis habe ich ihn verwöhnt. Aber zu meiner Schande muss ich gestehen, ich habe die Küchenknipse vergessen zu aktivieren. Auf dem Schreibtisch hat sie gemütlich herumgelungert. Okay, muss ich halt nochmal ran und den Gatten wird es freuen.
Vor längerer Zeit, als die Himbeeren, Erdbeeren und Frühlingskonsorten noch in weiter Ferne lagen und die letzen Äpfel weg mussten, stand hier ein Nussbuttereis auf dem Speiseplan.
Was Nussbutter ist weißt Du….oder doch nicht!? Also ich erkläre es mal kurz, Du legst ein Stück Butter (250 g) in einen Topf und lässt sie auf kleinster Hitze kochen. Du wirst sehen, das Eiweiß setzt sich ab und verkocht ganz langsam zu braune Krümel, das bisschen Wasser das in der Butter ist, verdunstet und übrig bleibt ein reines Butterfett das ganz angenehm nach Nüssen duftet. Diese Nussbutter ist sehr vielseitig einsetzbar. Gemüse in dieser Butter geschwenkt ist ein Genuss. Die berühmten Madeleines werden nur mit Nussbutter genial. Etwas Paniertes in dieser Butter gebraten, ist regelrecht ein Leckerbissen. Aber Du kannst sie auch zum Anbraten von Fleisch verwenden. Und mein absoluter Geheimtipp ist Nussbuttereis.
Willst Du richtig schön cremiges Eis haben, braucht es z.B. Fett. Mit diesem nussigen Aroma bastelst Du Dir einen Hochgenuss den Du so schnell in keiner Eisdiele finden wirst. Außerdem ist es sehr anpassungsfähig und fügt sich genussvoll in jede Dessertkomposition.
Ich habe das Nussbuttereis zwischen eine Apfeltarte, einem Apfelkompott und einem Apfelgelee geschummelt.
Versuche es doch auch mal. 
Apfeltarte:
250 g Mehl
50 g Zucker
eine Prise Salz
150 g Butter
3 Esslöffel Creme fraiche
Aus allen Zutaten einen gleichmäßigen Teig kneten und in Frischhaltefolie wickeln. So eingewickelt wie er ist etwa 30 Minuten im Kühlschrank kühlen. Anschließend ausrollen und eine Tarteform damit auskleiden.
1 kg Äpfel in Spalten schneiden. Die Apfelscheiben in der Form rosettenartig einlegen und mit 3 Esslöffel braunem Zucker bestreuen. Einige Butterflöckchen darauf verteilen.
Nun im vorgeheizten Backofen bei 220°C  ca. 25 – 30 Minuten goldgelb und knusprig backen.
Apfelkompott:
2 Cox Orange
1 Esslöffel Apfelsaft
1 Teelöffel Calvados
Schale einer unbehandelten Zitrone
1 ausgekratzte Vanilleschote zum aromatisieren
2 Esslöffel Vanillezucker
Äpfel schälen und entkernen. Einen Apfel in kleine Würfel schneiden, den anderen in schmale Spalten und zur Seite stellen. Die Apfelwürfel mit Saft, Calvados, Zucker, Zitronenabrieb und der Vanilleschote in einen Topf geben, zum Kochen bringen und gute 15 Minuten zu Mus kochen lassen. Die Apfelspalten zu dem Mus geben und weitere 5 Minuten garen. Das Apfelkompott zur Seite stellen und abkühlen lassen.
Apfelgelee:
100 ml Apfelsaft
1 Esslöffel Calvados
1 Esslöffel Zucker
2 Blatt Gelatine
Alle Zutaten mischen und die Gelatine im Apfelsaftgemisch quellen lassen. Das Apfelsaftgemisch erwärmen und dabei die Gelatine auflösen. Eine eckige Schale mit Frischhaltefolie auskleiden und die etwas abgekühlte Geleeflüssigkeit in die Form gießen. Im Kühlschrank das Gelee erstarren lassen. Sobald das Gelee fest ist in kleine Würfel schneiden.
Nußbuttereis:
250 ml Sahne 32% oder höher
100 g Mascarpone
150 ml Milch
125 g Butter zur Nussbutter gekocht
Mark einer Vanillestange
4 Eigelbe
100 g Zucker
Die Eigelbe mit dem Zucker und dem Vanillemark zur Rose über einem Wasserbad aufschlagen. Nun nach und nach die abgekühlte Nussbutter zugeben. Sie sollte aber noch flüssig sein, dann verbindet sie sich besser mit der Eiercreme.
Die Mich, Sahne und den Mascarpone gründlich verschlagen und ebenfalls untermischen. Die Eismasse auf ca. 5°C kühlen und anschließend in die Eismaschine geben. Das Eis nach Anweisung der Betriebsbeschreibung der Maschine gefrieren. Nach Fertigstellung in eine geeignete Gefrierdose füllen und noch ca. 2 bis 3 Stunden im Eisschrank nach gefrieren.

Montag, 13. April 2015

Eis in der Gefriertruhe ist wie ein Joker im Ärmel, Amarettoeis mit Vanillegrissini…

Ja, er ist und bleibt ein Schleckermäulchen, Du weißt schon, der Gatte ist gemeint. Wenn der einen süßen Zahn hat, läuft er wie ein Tiger im Käfig von einem Schrank zum anderen, schaut mal hier und schaut mal dort. Klar ist dann die rettende Lösung ein Riegel Schokolade oder so, aber noch lieber sind ihm die kleinen Überraschungen die ich gelegentlich aus dem Ärmel schüttel Gefrierschrank, Kühlschrank oder Backofen zauber. Bisschen Eis mit etwas Gebäck geht immer, manche Schleckereien kann man hervorragend auf Vorrat herstellen und für Notsituationen bunkern. Eis steht da bei mir an erster Stelle, denn selbst wenn mal das komplette Gebäck ausgegangen sein sollte, kannst Du auf Eis etwas Fruchtsoße, irgendwelche Schokosoßen, oder Liköre drüber schütten. Glaub mir, damit besänftigst Du jeden Süßtiger, allerdings bist Du schnell in der Pflicht diese Überraschungen immer und immer wieder zu hexen.
Amarettoeis mit Vanillegrissini
Amarettoeis:
200 ml Sahne
200 ml Milch
Mark einer Vanillestange und die Schote
100 g weiße Kuvertüre
4 Eigelbe
70 g feinster Zucker
100 g Schokoladenraspel (bei mir musste ein Schokoladennikolaus herhalten, der musste weg, schließlich ist Ostern vorbei und er kann nicht mehr in einen Hasen umgewandelt werden.)
60 ml Amaretto
Sahne und Milch mischen. Das Vanillemark zusammen mit der ausgekratzten Vanilleschote zum Milchgemisch geben und aufkochen. Abkühlen lassen. Das kann man auch ganz gut einen Tag vorher machen, denn je länger die Schote in dem Gemisch liegt, je mehr aromatisiert sie die Sahnemilch. Die Eigelbe mit dem Zucker über ein Wasserbad schaumig schlagen. Die Schote aus der Sahnemilch nehmen. In den Eigelbschaum langsam die Sahnemilch geben und die Eiermilch zur Rose abziehen. Kuvertüre schmelzen und zur Eiermilch geben. Den Amaretto ebenfalls zugeben und kräftig unterrühren. Die Schokoladenraspeln unterheben und die gesamte Masse in die Eismaschine geben. Nach Gebrauchsanweisung der Eismaschine das Eis gefrieren. 
Vanillegrissini:
½ Würfel frischer Hefe
40 g Vanillezucker
125 ml lauwarmes Wasser
Mark einer Vanillestange
180 g Weizenmehl
1 Prise Salz
Hefe mit 20 g Vanillezucker und 125 ml lauwarmen Wasser vermischen und gute 15 Minuten stehen lassen bis die Hefe etwas anfängt zu schäumen. Die restlichen Zutaten, bis auf den übrigen Vanillezucker, zu dem Vorteig geben und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Gute 30 Minuten abgedeckt mit einem feuchten Tuch gehen lassen bis der Teig sich gut verdoppelt hat. Den Hefeteig nun auf einer bemehlten Arbeitsfläche gut 0,5 cm dick ausrollen. Eine Seite der Teigplatte sollte 25 cm lang sein. Nun aus dem Teig 25 cm lange Stangen schneiden. Du kannst die Stangen jetzt lang auf ein Backblech legen, das Du vorher mit Backpapier ausgelegt hast, oder Du machst es wie ich und drehst Schleifenstränge daraus. Egal wie, sie müssen jetzt im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober-/ Unterhitze, mittlere Schiene gute 15 Minuten knusprig backen. Die fertig gebackenen Stangen in dem restlichen Vanillezucker wälzen.
Eis zusammen mit den Vanillegrissini in Schalen anrichten und servieren.

Sonntag, 7. September 2014

Pfirsicheis mit Speck, es gab ja auch noch ein Dessert auf dem Kochtreffen…

...von Geflügellebercremebrûlée und dem ganzen zugehörigen Gedöns habe ich Dir ja genug erzählt, doch es gab ja auch noch ein Dessert für das ich die Verantwortung zeichnete. Aber hätte ich die ganzen Helferlein nicht gehabt die mir grandios zur Seite standen, wäre es sicher nur halb so gut geworden. Allen voran war da die Kochfreundin, die auf dem Weg von Herrn GB und mir von der Straße aufgegabelt Zuhause abgeholt und eingeladen wurde. Sie kocht so toll, aber bei den Kochtreffen will sie nur die Küchenmagd mimen. Ihr Steckenpferd sind in meinen Augen ihre grandiosen Schnitzel. Die sehen so, so lecker aus und ich bin mal gespannt, wie viele Kochtreffen ich noch überleben muss bis ich endlich mal in den Genuss komme diese luftigen Schmankerl zu probieren.
Doch diesmal war es gar nicht so schlecht dass sie sich nicht mit Schnitzel beschäftigte sondern mit der Deko für das Dessert. Vor unserer Kochorgie waren wir ja noch ebenschnell im CORA, im einen Mega-Supermarkt jenseits der Grenze.  Dort wurden wir fündig und haben die diversen vergessenen Zutaten nachgeladen. Eigentlich sollten auch Himbeeren in den Einkaufskorb wandern, aber die Besten wurden vor uns bereits von Doc Eva und PE aufgekauft. Den leidlichen unansehnlichen Rest wollten wir auch nicht und haben auf Erdbeeren umgeschwenkt. Die Küchenmagd Zauberhilfe war der Meinung: „kann man alles nachschnitzen und ebenfalls füllen wie Himbeeren“. Denn der Plan war gefüllte Himbeeren mit Schokomousse. Wir sind flexibel und kauften Erdbeeren, extra kleine, die sahen so hübsch aus und machten sich genial als Deko-Highlight - dachten wir, welche Arbeit noch dahinter stecken sollte ahnte die Zauberhilfe noch nicht.
Am nächsten Tag konnte das große Schnitzen beginnen und die Herstellung der restlichen Komponenten des Desserts ebenfalls. Der Nachtisch bestand aus dem Lavendel-Panna-cotta und dem cremigen Marzipantörtchen von neulich, das hatten sich die Kochverrückten der Kochcrew gewünscht. Zusätzlich statt Avokadoeis noch ein Pfirsicheis mit Speck. Na und eben diese hübschen selbstgeschnitzten gefüllten Erdbeeren. Die Füllung der Erdbeeren bestand aus geschmolzener Zartbitterkuvertüre mit Sahne zu gleichen Teilen vermischt. Aber ich gebe Dir gleich den allerbesten Rat den Du je bekommen kannst, solltest Du nachbasteln wollen, KAUFE Himbeeren!!!
Um das ganze Programm zu veranstalten brauchst Du jetzt noch das Rezept vom Pfirsicheis mit Speck. Dann will ich Dich mal nicht zappeln lassen.
Zutaten:
500 g Pfirsichwürfel (Du solltest die Pfirsiche häuten und in kleine Würfel schneiden)
60 g Eichenwaldhonig
80 g Zucker
Saft einer Zitrone
250 g Quark 40 %
200 ml Sahne
30 ml Pfirsichlikör
8 Mäusespeck in kleine Würfel geschnitten
Pfirsichwürfel mit dem Honig, dem Zucker und dem Zitronensaft mischen und in einen Topf geben. Leise köcheln lassen bis die Pfirsichwürfelchen weich sind. Die Pfirsichwürfel abkühlen lassen und anschließend pürieren. Quark und Sahne gründlich verrühren, das Pfirsichmus untermischen und den Pfirsichlikör ebenfalls einrühren.
Die Creme in eine Eismaschine geben und gefrieren lassen. Zwischenzeitlich den Mäusespeck in kleine Würfel schneiden.
Fünf Minuten vor Ablauf der Eisfertigstellung die Mäusespeckwürfel zur Eismasse in die Eismaschine geben und gut untermischen.
Die gefrorene Masse in einen Kunststoffbehälter geben und noch gut 2-3 Stunden im Gefrierschrank nachgefrieren.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Basilikum liegt in der Luft, ach nee nicht in der Luft, es ist im Eis…

Wir hier im Büdchen lieben Eis, allerdings nur das Selbstgemachte. Früher besuchten wir das eine oder andere Eiscafé hier in der Umgebung dessen Eis wir sehr gerne mochten und auch immer noch mögen, aber nachdem ich das erste Eis selbstproduziert hatte, war es um uns geschehen. Nicht nur die eigenen Kreationen die es nirgends sonst wo gibt sondern auch die Frische, einfach einmalig. Hast Du schon einmal mit Deinem Schatz zusammen einen Riesenbecher Eiscreme ausgeschleckert und hinterher das Gefühl gehabt dir wäre der ganze Mund eingefroren? Mit Selbstgemachten passiert das öfters. Meistens fängt es mit einem Löffel frischem Eis mal so direkt aus der Eismaschine an und endet mit einem Eisgelage.
Herrn GB darf ich erst an die Eismaschine lassen, wenn es fertig ist. Kommt er früher in die Reichweite, ist die Eismaschine eher leer wie das Eis gefroren ist. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, mit dem selbstgemachten Eis bin ich zum absoluten Eisfreak geworden. Nicht nur Eis zum Dessert, sondern auch z.B. ein Paprikaeis oder ein Tomateneis in der Vorspeise kommt im Freundeskreis sehr gut an.
Jetzt im Frühling müssen die restlichen Äpfel vom letzten Jahr weg und das frische Basilikum ist direkt auf dem Weg in die Frühlingsküche. Diesmal wird es nicht als Pesto verarbeitet oder mit Tomaten anhingerichten, sondern es wird gehackt und gemischt, gerührt und gefroren. Mal so ganz unter uns, diese Eis geht auch ohne Eismaschine, du musst es nur häufiger während der Gefrierzeit durchrühren, aber nur rühren, nicht probieren, hörst Du, nicht probieren!
So, ich habe Dich jetzt lange genug auf die Folter gespannt, Du willst jetzt endlich das Rezept?
Du brauchst 300 g geschälte säuerliche Apfelwürfel, 150 ml Apfelsaft, ein großen Bund Basilikum, Schale und Saft einer unbehandelten Zitrone, 2 Esslöffel fein gehackte Pistazien, 130 g feinsten Zucker, Mark einer Vanillestange, 100 ml Sahne, 100 g Ricotta und grob gehackte Pistazienkerne für die Deko.
Die Apfelwürfel zusammen mit dem Apfelsaft in einem Topf aufkochen und zugedeckt 3 -5 Minuten zugedeckt auf kleinster Hitze garen. Das Apfelmus anschließend abkühlen lassen.
Basilikum mit den restlichen Zutaten und dem abgekühlten Mus in einem Blender (Mixer) fein pürieren.
Die Creme in die Eismaschine geben und gefrieren, oder in eine Metallschüssel gießen und unter gelegentlichen umrühren ca. 4 Stunden im Gefrierschrank gefrieren.
Mit Basilikumblättchen, einem Apfelschnitz und einigen gehackten Pistazienkernen servieren.