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Dienstag, 7. Juni 2016

Wir feiern den sechsten Büdchengeburtstag, oder Dessertvariation von der Erdbeere…

…ja, Du hast richtig gelesen, heute vor 6 Jahren wurde das Büdchen eröffnet und ich habe den ersten Beitrag freigeschaltet. Angefangen hatte es damals mit der Landpartie auf Schloss Lembeck im Münsterland. Diese Veranstaltung besuchen wir übrigens unveränderter Dinge noch immer sehr gerne.
Sechs stolze Jahre ist mein Baby Blog alt und eigentlich müsste er jetzt in die Schule kommen, also wenn er ein Baby wäre. Aber mit so einem Blog ist das ja viel einfacher. So einen Blog kannst Du an- und abstellen wie ein Radio, das machst Du mit so einem echten Knirps eben nicht.
Mein Dreikäsehoch wurde in den letzten Jahren mit 670 Beiträgen gefüttert, 48 Kochbücher wurden in ihm vorgestellt, 92-mal konntest Du mit mir den *Genussmoment der Stille* erleben und mit manch einer Geschichte aus dem Büdchen habe ich Dich zugetextet.
Ich hoffe ich werde noch einige Jahre Gefallen an meinem Büdchen haben, Dich noch viele Male mit meiner Ausbeute aus meiner Küche bespaßen und mit dem einen oder andren Anekdötchen nerven.
Eh wir uns hier zur Feier des Tages eine Erdbeerbowle genehmigen, stelle ich noch eben schnell das Dessert vor, das es zum Büdchengeburtstag gibt. Du weißt doch, Herr GB liebt Desserts und jetzt ist Erdbeerzeit. So ganz nebenbei bringt sich der Rhabarber auch gerne mal ins Spiel und der Waldmeister möchte auch seinen Auftritt haben.
Aber schau doch einfach mal selber, vielleicht hast Du ja auch einen Anlass zu dem Du mit einem Dessert feiern möchtest.
Marinierter Erdbeersalat, mit Mascarpone-Erdbeereis, Rhabarbermus und Windbeutelchen mit einer Erdbeer-Rosen-Espuma-Füllung:
Marinierter Erdbeerensalat:
250 g Erdbeeren
1 Esslöffel Zucker
2 Esslöffel Waldmeistersirup
Erdbeeren putzen, in kleine Stücke schneiden. Den Zucker und den Waldmeistersirup zugeben und miteinander vermischen. Den Erdbeerensalat ein- bis zwei Stunden ziehen lassen.

Mascarpone-Erdbeereis:
250 ml Sahne
200 ml Milch
150 g Mascarpone
150 g Zucker
4 Eigelbe
1 Esslöffel Zitronensaft
500 g Erdbeeren
2 Esslöffel Zucker
Die Erdbeeren mit 2 Esslöffeln Zucker mischen und mit einem Mixstab pürieren. Das Erdbeermus durch ein feines Sieb streichen und den Erdbeerbrei dabei auffangen.
Die Eigelbe mit dem Zucker über ein heißes Wasserbad schaumig aufschlagen. Nach und nach die Milch und die Sahne zugeben. Die Mascarpone mit dem Erdbeerbrei mischen und anschließend die aufgeschlagene Eiersahne unter die Erdbeermasse ziehen.
Die Erdbeercreme in eine Eismaschine füllen und laut Betriebsanweisung der Maschine zu einer sahnigen Eiscreme gefrieren lassen. Anschließend in einen passenden Behälter umfüllen und noch gute 2 bis 3 Stunden im Gefrierschrank tiefkühlen.

Rhabarbermus:
200 g roter Rhabarber
Saft 1 Zitrone
40 g Zucker
Den Rhabarber waschen und mit der roten Schale in kleine Stücke schneiden, mit Zitronensaft und Zucker weich kochen. Den gekochten Rhabarber mit einem Mixstab pürieren.Das Mus im Kühlschrank abkühlen lassen.

Windbeutel:
150 ml Wasser
80 g Butter
1 Prise Salz
2 Teelöffel Zucker
120 g Mehl
3 Eier
Wasser mit Butter, Salz und Zucker zum Kochen bringen. Nun das Mehl einrühren und kräftig verschlagen bis sich ein großer Kloß bildet und sich im Topf ein weißer Schleier bildet. Den Topf von der Wärmequelle nehmen und nun nach und nach die Eier in den Teig einrühren. Das funktioniert mit einem Mixer sehr gut. Wenn Du einen zähen gleichmäßigen Teig hast, ist er richtig und kann in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle gefüllt werden.
Nun mit dem Spritzbeutel auf ein mit Bachpapier ausgelegtes Bachblech walnussgroße Kugeln spritzen.
Das Blech in den Backofen schieben der vorher auf 200°C Ober- Unterhitze aufgeheizt wurde. Die Windbeutel 25 Minuten backen. Dabei die Backofentür auf jedem Fall geschlossen halten. Dann den Backofen ausschalten und bei leicht geöffneter Tür die Windbeutel weitere 10 Minuten ruhen lassen. Nun die Windbeutel aus dem Backofen nehmen und komplett auskühlen lassen.

Erdbeer-Rosen-Espuma:
150 ml Sahne
50 ml Milch
100 ml Vanillejoghurt
20 ml Orangenlikör
2 Blatt Gelatine
Gelatine in 2 Esslöffel Wasser quellen lassen. Sahne, Milch, Vanillejoghurt, Erdbeersirup und Orangenlikör vermischen. Die Gelatine kurz erwärmen, auflösen und zum Sahnegemisch geben. Alles gut vermischen. Die Mischung mit Hilfe von einem Trichter und Sieb in einen Sahnesiphon füllen. Siphon verschließen, 2 Sahnekapseln aufschrauben und kräftig schütteln. Im Kühlschrank 1-2 Stunden kühlen.
Kleiner Tipp, ich stelle das Gerät immer auf den Kopf, dann setzt sich unten im Gerät nichts ab und das Schütteln ist effektiver.
Wenn Du alle Dessertbestandteile fertig hergestellt hast, kannst Du Anrichten. Das machst Du einfach so wie es Dir gefällt. Ich habe noch etwas mit geschmolzener Zartbitterschokolade, Puderzucker, Minzblättchen und einem Mon Cherie gespielt. Ja ich weiß, das ist kein Dessert das man jeden Tag mach, aber das Büdchen wird ja auch nicht jeden Tag 6 Jahre.

Mittwoch, 29. Februar 2012

Karibisches Espuma...

Die Idee ist mir neulich bei meinem Dessert mit der Kokosnusscreme und dem Schokoespuma gekommen. Genau heute ist der letzte Abgabetermin für die Teilnahme beim Uwe und seinem Farbenevent.
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors
Im Februar war hellblau angesagt. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen was ich alles ausprobiert habe um irgendetwas Essbares in Blau herzustellen. Irgendwie sah alles immer sehr unappetitlich aus. Meine Suppe neulich habe ich noch so gerade durchgehen lassen, aber auch die sah eher aus, als hätte ich eine nagelneue Jens in einer zu hoch konzentrierten Waschmittellauge gebadet. Woher ich weiß wie so eine Lauge aussieht? Ja, da gab es mal so eine Zeit, da badete man in Jeans... ach komm, lassen wir das Thema, das würde heute eh keiner mehr verstehen, warum die Jens fast mit der eigenen Haut verwachsen sollte und ihre frische tiefdunkelblaue Farbe in den Abfluss fließen musste. Und so ganz nebenbei, der Ausdruck “stone washed“ wurde sicher von unserer Generation erfunden, weil meine sämtlichen Freundinnen ihre Jeans mit dem Bimsstein bearbeiteten.Heute kann man sich die Jeans ja bereits “stone washed“ kaufen.
Also zurück zu hellblau, dunkelblau ist eh erst im kommenden Monat an der Reihe.
Hellblau war wirklich nicht leicht und dass ich Euch heute noch etwas präsentieren kann, hat einzig und allein unser Obstsalat und Herr GB zu verantworten. Mich erwischte der Hunger auf Exotische Früchte und weil die Litschis letztens schon so klasse geschmeckt haben musste es einfach eine Wiederholung geben.
Der Obstsalat bestand aus Ananas, Mango, Litschis, Kiwi, und Orangen. Mit einem Hauch Orangenlikör abgeschmeckt und weil die Ananas doch etwas viel Säure in den Salat brachte, wurde mit 2 Esslöffel Holundersirup und einem Esslöffel Vanillesirup einwenig getrickst.
Dann kam der Auftritt von Herrn GB. Er durfte probieren.
“Hmmm, lecker.“
Dann: “soll ich mal einen Vorschlag machen?“
ich: “klar“
Er: “dazu würde gut Kokosnussmilch passen“
ich “okay“
Er: “oder aufgeschlagene Sahne mit Kokosnussgeschmack, Du weiß schon, mit dem Kokosnusssirup“
ich “oho, ja klar, sehr okay“
Zum Erstaunen von Herrn GB nahm ich ihm die Schüssel mit dem Obstsalat wieder ab, denn den Salat musste ich im Kühlschrank zwischen parken. Jetzt machte ich die “Krönung“
200 ml Kokosnussmilch
200 ml Sahne
4 cl Blue Curacao
3 Blätter Gelatine
2 Kapseln für den Sahnesiphon
Die Gelatine in der Kokosnussmilch quellen lassen und leicht erwärmen. Dabei die Gelatine auflösen. Den blauen Likör in die Kokosnussmilch geben und verrühren. Die Milch abkühlen lassen und nun die Sahne einrühren.
Alles zusammen in einen ISI Sahnesiphon füllen, nach Angaben des Herstellers die Kapseln eindrehen und kräftig schütteln. Im Kühlschrank herunterkühlen. Ach ja, den Sahnesiphon idealerweise auf den Kopf stellen, dann klumpt nicht alles am Boden zusammen.
Nachdem alles gut durchgekühlt war hat Herr GB endlich exotischen Obstsalat mit seinem Karibikespuma bekommen und ich muss sagen, eine wirklich gelungene Kombination, farblich wie geschmacklich. Noch etwas, fast hätte ich es vergessen, wir mögen diesen blauen Likör der voller Lebensmittelfarbe steckt, ich denke auch er macht das genussvolle Leben ab und zu mal etwas bunter...