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Dienstag, 2. August 2016

Ein Millefeuille ist nicht so schwör, oder Apfel, Forelle und Rote Beete zum Geburtstag…

…jetzt brüte ich seit Tagen über ein Geburtstagsgeschenk und weiß einfach nicht, ob ich mich damit nicht womöglich mit Pauken und Trompeten blamiere.
Du musst wissen der Blog Obers trifft Sahne hat Geburtstag und wird am 07.August fünf. Seit fünf Jahren werden wir mit wundervollen Rezepten beschenkt.
1. Außergewöhnliche, 2. bodenständige, 3. traditionelle, 4. regionale, 5. klassische Leckerbissen werden uns präsentiert.
Den Schreiberling kenne ich persönlich und sie ist zu einer liebgewonnenen Kochfreundin geworden, die ich ins Herz geschlossen habe.
Mit ihr 1. zu kochen, 2. zu quatschen, 3. zu braten, 4. zu lachen, 5. zu grillen ist höchstes Vergnügen.
Einige Male hatten wir schon die Gelegenheit uns zu treffen. Die Treffen sind rar, uns trennen knappe 500 400 Kilometer und trotzdem haben wir uns schon recht gut kennengelernt. Ich weiß sie mag es 1. fischig, sie mag es 2. herzhaft, die mag es 3. fruchtig, sie mag es 4. Würzig, sie mag es 5. scharf.
Zum Bloggeburtstag hat sie sich etwas mit der Zahl 5 gewünscht.



Also bekommt sie eine Art Törtchen, ein herzhaftes Türmchen, ein Türmchen mit 5 Zutaten.
Äpfel mit geräucherter Forelle ist ja schon eine schöne Kombination, aber wenn dann auch noch rote Beete und ein Meerrettichquark dazukommen, dann ist das schon ein ganz spezieller Gaumenkitzel. Das i-Tüpfelchen stellt noch der Staudensellerie da.
Quasi mit Fünf Zutaten einen sommerlichen leichten Genuss zum Festtag.
Schau Dir mal das Rezept an, glaubst Du ich könnte damit einen Blumentopf bei dem Geburtstagskind gewinnen?
Apfelmillefeuille mit Forelle und Roter Beete
2 große Knollen Rote Beete
1 Knoblauchzehe
1 Teelöffel Kümmelsamen
1 Esslöffel Rapshonig
1 Esslöffel Himbeeressig
2 Esslöffel Rapsöl
125 g Quark 40%
3 Teelöffel Sahnemeerrettich aus dem Glas
Frisch gemahlener Pfeffer, Salz
Pro Person 125 g geräuchertes Forellenfilet
2 Äpfel, Granny Smith
Saft einer ½ Zitrone
2 Stangen Staudensellerie
Einige gewaschene Salatblätter
2 Esslöffel Olivenöl
Saft einer ½ Limette
Salz zum Würzen
Die Rote Beete in Salzwasser zusammen mit der Knoblauchzehe und dem Kümmelsamen gar kochen. Die Knolle abgießen und schälen. In feine Scheiben hobeln.
Ein Dressing aus dem Honig, dem Himbeeressig und dem Rapsöl mischen und die Roten Beetescheiben hineinlegen. Mindestens 1 Stunde marinieren.
Den Quark mit dem Sahnemeerrettich vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zur Seite stellen.
Die Äpfel schälen und das Kerngehäuse ausstechen. Die Äpfel in dünne Scheiben schneiden und mit dem Saft der Zitrone beträufeln.
Den Staudensellerie schräg in kleine Scheiben schneiden.
Die Salatblätter und die Selleriescheiben mit dem Olivenöl und dem Saft der Limette mischen.
Zum Anrichten in die Mitte eines Tellers zwei bis drei Apfelscheiben aufeinander legen und darauf einen Teelöffel Meerrettichquark streichen.
Nun einige Selleriestückchen zusammen mit Salatblättern, Stückchen Forellenfilets und Rote Beetscheiben darauf verteilen. Diesen Vorgang nochmals wiederholen und auf diese Art kleine Türmchen bauen. Als Abschluss eine halbe Apfelscheibe mit Meerrettichquark und einem Petersilienblatt aufsetzen.

Dienstag, 14. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 5 – Österreich–Frittatensuppe, eine Speise der Alpenküche…

…jetzt sag mal selbst, dieser Tage redet alle Welt von der Fußball-EM da kommt doch keinem die Alpenküche in den Sinn, oder?
Du schüttelst auch mit dem Kopf und schwenkst schon wieder Deine Landesfähnchen?
Da vertue Dich mal nicht und werfe mal einen Blick in Zora´s Kochtopf. Da redet ja jeder nur noch von den guten Schmankerln die man mit den Alpen verbindet.

Blog-Event CXX - Alpenkueche (Einsendeschluss 15.
Juni 2016)

Verzapft hat das Ganze kebo. Sie ist die Ausrichterin in diesem Monat und sie trägt die Verantwortung dafür, dass ich im Moment eine Winterlandschaft vor Augen habe und das mitten im Sommer.
Wenn ich an die Alpen denke, fallen mir die unzähligen Wintertage ein die wir in den Bergen verbracht haben. Wie sehr erholsam ein Winterurlaub mit Skifahren und Wandern ist, weißt Du erst, wenn Du es ausprobiert hast. Mir fallen die deftigen Jausen in Südtirol ein und der eine oder andere Apre ski ist auch noch in bleibender Erinnerung. Egal ob Sommer wie Winter um eins komme ich nie herum wenn ich in den Bergen bin, um meine heißgeliebte Frittatensuppe.
Und passend zum Spiel ist sie heute auch. Ich hoffe die Spieler aus Österreich haben sich ebenfalls mit einem Süppchen gestärkt. Verkehrt wäre das nicht, denn mit so einer Suppe ist man immer auf der Gewinnerseite, oder was meinst Du.
Frittatensuppe:
2 Eier
1/8 Liter Milch
¼ Teelöffel Salz
80 g Mehl
1 Esslöffel Schnittlauchröllchen
3 x 10 g Butter zum Braten
1 Liter heiße Fleischbrühe
Einige Schnittlauchröllchen für die Dekoration
Die Eier mit der Milch und dem Salz verquirlen, nach und nach das Mehl zugeben. Zum Schluss noch die Schnittlauchröllchen hinein.
Alle zu einem klumpen freien Teig vermischen.
In einer Pfanne die ersten 10 g Butter zerlassen und ein Drittel des Teiges in die Pfanne geben. Die Pfanne hin und her schwenken bis der Teig auf dem Pfannenboden dünn verteilt ist. Den Teig stocken lassen und hellbraun backen. Mit einem Pfannenheber den Teig leicht anheben und schauen. Ist der Boden leicht braun, den Teig mit Hilfe des Pfannenhebers umdrehen und von der anderen Seite braten. Die Frittaten auf ein Brett geben, aufrollen und abkühlen lassen.
Den beschriebenen Bratvorgang noch zweimal wiederholen, dann dürfte der Teig aufgebraucht sein.
Die Frittatenrollen in dünne Streifen schneiden, jeweils einige Frittatenschnecken auf Suppenteller verteilen und mit der heißen Fleischbrühe aufgießen. Mit Schnittlauchröllchen bestreuen und servieren.

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Es gab Spaghetti, keine Nudeln, aber genauso schnell – Spaghettikürbis…

…jetzt frag mich nicht wie lange ich schon Spaghettikürbis machen will. Tagelang freut man sich auf die lange Kürbissaison und schwupps ist sie vorbei.
Herr GB wollte immer zum Kürbisessen überredet werden. Der ganz große Fan war er eigentlich nie bis ich ihn immer mal wieder mit einem leckeren Kürbisgericht überrascht habe.
Die hübschen bunten Dinger sind in den Auslagen aber auch recht verführerisch und ganz schnell ist es passiert! Dann liegen mal ebenso zwei – drei Kürbisse in Deinem Einkaufswagen. Es sieht aus als hättest Du eine Großfamilie zu versorgen, oder es steht eine Halloween- Party an, auf der unbedingt Kürbiscremesuppe serviert werden muss.
Aber Kürbis ist ja haltbar, einige Wochen sogar wenn er richtig gelagert wird. Bei mir wird er zwar kühl gelagert, ist aber trotzdem lange vor dem Verfaulzeitpunkt gegessen.
Denn er geht ja schnell! Ich sag Dir, so aus dem Stehgreif wirst Du selten schneller das Essen auf dem Tisch haben. Ganz fix geht der Spaghettikürbis, der ist so pflegeleicht, er könnte sich zu einem Lieblingsgemüse entwickeln.
Der Spaghettikürbis lebt von Beilagen und Gewürzen, eigentlich genauso wie die Spaghetti aus Nudelteig. Ein wenig Salz und Öl untermischen und schon ist das beste Mittagessen fertig.
Aber ganz so stiefmütterlich wollte ich den Spaghettikürbis dann doch nicht behandeln und habe mir bei der Zubereitung etwas mehr Mühe gegeben. Denn während ich so an meinem Kürbis schnitzte und ich mir alle Komponenten für mein Rezept durch den Kopf gehen ließ, fiel mir das Rapsöl bei meinen Zutaten auf. Rapsöl!!! Da war doch was!!! Na klar, die Peggy von multikulinarisches bekommt ein zweites Rezept für ihren Rapsölevent. Erst das Maronenrisotto und nun noch den Spaghettikürbis. Was sagste jetzt!?
Zum Spaghettikürbis gibt es noch eine Rinderhüfte, die natürlich auch in Rapsöl angebraten wurde. Wie schon beim Maronenrisotto habe ich auch hier wieder das Rapsöl aus der Geistenbecker Ölmühle verwendet. Ein geschmacklich vortreffliches Öl. Der Bratensatz bildete die Grundlage für ein richtig tolles Topping auf dem Spaghettikürbis. Ein sehr schönes und schnelles Gericht, aber schau einfach mal selbst was ich gebastelt habe:
Spaghettikürbis mit Rinderhüfte und Tomatentopping
1 Spaghettikürbis
Den Kürbis quer durchschneiden und die Kerne herauslöffeln. Die Hälften in einem großen Topf mit Salzwasser garen. Das dauert vielleicht so 15 bis 25 Minuten, es kommt auf die Größe des Kürbisses an.
Als Alternative kannst Du den Kürbis auch im Dampfgarer kochen. Bei 100°C 20 Minuten, oder im Backofen bei 160°C Heißluft. Dann dürfte es nach guten 30 Minuten fertig sein.
Die gegarten Kürbishälften schabst Du mit einer Gabel aus, dabei zerfällt das Kürbisfleisch in spaghettiähnliche Fasern, daher hat der Spaghettikürbis auch seinen Namen.
Als weitere Zutaten benötigst Du pro Person 150 g Rinderhüfte, 2 Tomaten, 1/2 Teelöffel eingelegten grünen Pfeffer, 1/2 Esslöffel gesalzene Kapern, einige Zweige Rosmarin und ganz wichtig: Rapsöl!!!
In einer Pfanne erwärmst Du das Rapsöl und brätst die Rinderhüfte von allen Seiten zügig an. Aber sie sollte schon schön gebräunt sein, die Hüfte.
Du legst sie in eine angewärmte backofenfeste Schale und lässt sie bei 120°C Heißluft garen bis sie eine Kerntemperatur von 65°C hat, dann ist sie fertig. Lass sie noch einige Minuten im geöffneten Backofen ruhen.
In die Pfanne gibst Du zu dem Bratensatz, der sich beim braten der Hüfte gebildet hat, noch etwas Rapsöl. Das kann ruhig ein großer Schuss sein. Das Rapsöl erwärmst Du, zwischenzeitlich hast Du die Tomaten schon in Stücke geschnitten. Die dünstest Du im Rapsöl an, gibst die Kapern und den grünen Pfeffer hinzu. Schwenkst alles gründlich durch. Jetzt noch mit den Rosmarinnadeln, die vorher fein gehackt wurden, würzen. Nun abschmecken, den Spaghettikürbis auf Teller geben, das Tomatentopping auf den Kürbis verteilen, die gebratene Hüfte anlegen und noch gehackte Rosmarinnadeln aufstreuen.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Vom Rapsöl begeistert oder einfach Maronenrisotto mit Steinpilzen…

…ist ja schon einige Tage, um nicht Wochen zu sagen her, als Peggy Schatz von multikulinarisches zum Rapsölevent aufgerufen hat.
Als ich von dem Aufruf hörte, war ich sofort begeistert, weil Rapsöl in unserem Büdchen genauso einen festen Platz hat wie Olivenöl und natürlich auch Butter. Es gibt Speisen die verbinde ich mit einem ganz bestimmten Geschmack und fehlt diese eine gravierende Note ist es nicht richtig, Also für meine Zunge ist es nicht richtig. Eine andere Geschmacksrichtung einzuschlagen ist ja jetzt nicht unbedingt das verkehrteste, aber so ein ganz kleines bisschen Gewohnheit ist ja so schlimm nun auch nicht. Was wäre ein Wiener Schnitzel ohne feinen Buttergeschmack, oder kennst Du eine richtig gute Aioli die ohne den runden Geschmack eines aromatischen Olivenöls auskommt?
Experimentierfreudig wie ich bin, Du weißt schon „Jugend forscht“ bin ich das ganz große Wagnis eingegangen und habe Risotto für diesen interessanten Event gezaubert gekocht. Du schlägst schon die Hände über dem Kopf zusammen und denkst, Grundlage für Risotto ist Olivenöl. Ich kann Dich ja verstehen und irgendwie denke ich ganz genauso, aber probieren geht über studieren. Also war die erste Amtshandlung die ich tätigte, Rapsöl in den Topf. Der Reis wird bei Risotto immer vorher in Öl glasig angedünstet, daran geht kein Weg vorbei! Das Nächste was Du Dir für Risotto noch merken musst, immer warme Flüssigkeit zugeben. Gießt Du kalte Flüssigkeit an wird der Garprozess des Korns gestoppt und irgendwann ist das einzelne Reiskorn zwar außen gar, aber innen der Kern bleibt hart. Das Ergebnis ist ein halbrohrer Reismatsch. Das will keiner und da hilft dann auch das beste Öl nichts mehr und es ist einfach nur ärgerlich um die Zutaten. Aber da Du ja Stammleser im Büdchen bist weißt Du das schon lange, denn das erwähne ich fast immer wenn ich ein Risottorezept poste.
Eben, ärgerlich um die Zutaten und Zutaten ist das Stichwort. Ich verwende zwei verschiedene Sorten Rapsöl. Zum einen das aus der Teutoburger Ölmühle und zum anderen das Rapsöl der Geistenbecker Ölmühle. Der Bezug vom Teutoburger ist einfach, das bekomme ich auch im gutsortierten Supermarkt. Da ist es mit der Beschaffung von dem Rapsöl aus der Geistenbecker Ölmühle schon etwas schwieriger. Aber da es sich um ein regionales Öl handelt hat eine regionsansässige Supermarktkette das tolle Öl in sein Programm aufgenommen. Ich finde das gleich dreifach klasse, zum ersten wie schon erwähnt ist es regional. Zum zweiten wird der Volksverein Mönchengladbach unterstützt der sich wiederum um Langzeitarbeitslose kümmert und zum dritten was ja gerade den Sinn des regionalen ausmacht, kurze Wege. Da reist kein Fläschchen Öl erst über den halben Kontinent um von uns letztendlich verbraten zu werden.
Während ich mich ausgiebig mit dem Thema Rapsöl beschäftigt habe, ist mir aufgefallen wie häufig ich gerade dieses Öl einsetze. Beide Öle die im Büdchen verwendet werden haben einen nussigen Geschmack. Gerade für Gebäck finde ich Rapsöl unschlagbar. Auch Rühreier in Rapsöl gebraten entwickeln ganz eigene besondere Geschmäcker. Mir scheint, als würde der eigentliche Eiergeschmack noch kräftiger hervorgehoben. Aber auch der Duft, ja ich spreche wirklich von Duft, ist aromatisch, rund und weich. Gerade das Öl aus der Geistenbecker Ölmühle ist sehr harmonisch rund. Du wirst es nicht glauben, aber da ist auch schnell mal ein Löffel abgeschleckert wenn noch ein Tröpfchen drauf ist.
Nun aber mal zurück zu meinem Rezept. So mitten im Herbst, schließlich haben wir Oktober, wird es mal langsam Zeit für Maronen. Wie Du weißt liebe ich Südtirol, eigentlich zu jeder Jahreszeit, aber so ganz besonders ist der Herbst dort. Ich mag die Törggele-Feste, die eigentlich nichts anderes untermahlen, wie ein bewusstes Erntedank. Kennst Du den Duft von Erntedankfesten? Es riecht nach Trauben, Birnen und reifen Äpfeln, ein Geruch von erster Weingärung liegt in der Luft und ganz wichtig, das Aroma frischgerösteter Kastanien.
Ups, fast hätte ich es vergessen die Würze von feuchtem Laub und frischen Pilzen zu erwähnen.
Nur wie bekomme ich diese wunderbaren Zutaten in ein Gericht? Ich gestehe, es hat nicht jede genannte Herbst-Zutat in meinem Rezept seinen Platz gefunden, aber der Herbst ist noch lang, die Rapsölflaschen noch gut gefüllt und das Risotto mit Maronen und Steinpilzen wird Dir sicher auch ohne Äpfel und Birnen gefallen.
Maronenrisotto mit Steinpilzen (für 4 Pers.)
300 g Risottoreis
3 Esslöffel Rapsöl
1 Zwiebel
200 g Maronen, gegart
50 g getrocknete Steinpilze
150 ml Riesling
650 ml Gemüsebrühe, evtl. etwas mehr
1 Teelöffel Thymianblättchen
Cubebenpfeffer und Salz
1 Esslöffel Butter
30 g Parmesankäse gerieben
Einige Thymianblätter für die Deko
Die Steinpilze in Riesling einlegen und quellen lassen. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden.
Das Rapsöl erwärmen und die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Nun den Risottoreis zufügen und zusammen mit den Zwiebelwürfeln andünsten bis auch die Reiskörner glasig sind. Mit dem gesamten Riesling der eingeweichten Steinpilze die Reiskörner ablöschen. Die Maronen, die Steinpilze und die Thymianblättchen ebenfalls zufügen und untermischen. Mit etwas Salz und Cubebenpfeffer würzen, aber erst nur wenig, Du kannst später nachwürzen. Jetzt nach und nach die Brühe angießen und von den Reiskörnern aufsaugen lassen.
Rühren nicht vergessen. In guten 20 bis 25 Minuten müsste Dein Risotto fast fertig sein, jetzt kommen noch die Butter und der geriebene Parmesan hinein. Beides gut unterrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Auf Teller anrichten und mit wenigen Thymianblättchen bestreuen.

Einige Zeit vor unserem Urlaub habe ich ein kleines Überraschungspaket mit richtig schönen Produkten bekommen. Es war so passend, weil kurz vorher hatten wir doch das Vergnügen beim Kochtreffen, mal eben drüben im kulinarischen Frankreich, auf Lebensmittelfang gegangen zu sein. Da hatte ich noch so bei mir gedacht, es wäre nicht verkehrt eine gute Adresse im Internet zu haben, wo man für die eine oder andere Delikatesse mal herumschnüffeln könnte.
Mit dem Päckchen ist eine hervorragende Bezugsadresse ins Büdchen eingezogen. Ich denke der verwöhnte Gaumen wird hier mit Sicherheit diverse Leckerbissen finden. Den Cubebenpfeffer findest du garantiert und zwar in hervorragender Qualität.
Auch wenn mir das Päckchen kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, ist meine Meinung davon unberührt. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch bei Edélices bedanken und ja, mir gefällt Ihr Onlineshop , und zwar sehr gut.

Freitag, 12. September 2014

Es wird würzig, Schweinefilet im Kräutermantel, Blumenkohlcurrypüree usw. usw….würzig halt...

…eigentlich habe ich im Moment gar keine Zeit hier rumzuschreiben, ich habe noch soooo viel auf meiner Nachkochliste, aber dieses Event kann ich mir nun wirklich nicht entgehen lassen. Es geht ums Würzen und ich schwärme geradezu für Gewürze, also verstehst Du meine Freude.
Frau P. von Oberst trifft Sahne hatte mit der Königin Doc Eva auf dem Weg zu unserem gemeinsamen Kochtreffen ein richtig tolles Erlebnis, sie waren bei active cooking und sie schwärmten das ganze Wochenende, wenn sie nicht gerade selbst kochten, von diesen zwei jungen Männern die eine richtig tolle Idee in die Tat umgesetzt haben. Von der Idee hat Frau P. hier erzählt und Du kannst ja mal bei Gelegenheit zu ihr rüber springen und Dich informieren. Aber erst einmal bleib mal noch hier, das eine oder andere könnte Dich nämlich durchaus noch interessieren.
Also zurück zu den Reisemädels. Du kannst Dir vorstellen wenn zwei Mädels so begeistert sind dass sie kaum ein anderes Thema haben, dann haben sie auch das Shoppen nicht ausgelassen. Ich gehörte zu den Glücklichen die auch eine großzügige Kostprobe einige Tropfen probieren durfte und ich kann nur sagen, KÖSTLICH! Dass die Kostprobe recht mickrig ausgefallen ist, konnte ich durchaus verstehen, ich hätte auch nicht mehr abgegeben von den vortrefflichen Delikatessen. Diese wenigen Tropfen der Kostprobe sind es mir wert beim Event, zu dem Frau P. aufgerufen hat, mitzumachen.
Frau P. will wissen ob ich nur mit Pfeffer und Salz würze, oder ob ich auch noch andere Gewürze verwende. Ja Frau P., ich habe tatsächlich Unmengen von Gewürzen im Gebrauch. Sie will nicht nur wissen wie ich würze, sie möchte auch noch gerne in meinen Gewürzschrank schauen, neugieriges Weib. Okay Frau P., Du hast es so gewollt!
Aber auch Salze sind mir äußerst wichtig, und Gewürzmühlen hätte ich sicherlich im Dutzend hier stehen, hätte ich nur mehr Platz. Zum Würzen gehören für mich auch Essige und Öle.
Nicht dass Du jetzt denkst mein Essen ist komplett überwürzt. Frau P. weiß dass ich gut dosiert würze. Das Wichtigste ist für mich das Produkt, egal ob Fleisch, Fisch, Gemüse oder sonstiges, das Produkt selbst steht absolut auf Platz eins und das Letzte was ich möchte, den eigentlichen Geschmack mit Gewürzen übertünchen. Ganz schlimm wenn Speisen nur noch nach Gewürzen schmecken und der eigentliche Geschmack ganz verloren geht. Mit Gewürzen spielen, das Eigentliche damit unterstreichen, oder auch den Ursprungsgeschmack verstärken. Zum Glück ist der Wahn des Überwürzens wieder in seine Schranken zurück gedrängt und der Genuss steht wieder im Vordergrund.
Genuss soll Spaß machen und uns bespaßte ein Schweinefilet im Kräutermantel auf Blumenkohlcurrypüree an würzigem Knuspergemüse mit brauner Sauce. Ja Frau P. jetzt staunst Du nicht schlecht, da hättest Du jetzt sicher auch gerne etwas von gehabt. Heute müssen Bilder reichen, aber wenn ich Dich mal wieder treffe, dann lass ich mir etwas einfallen, so wie Du es auch für uns mich immer machst, aromatisch-genussvoll-feinwürzig, eben mit Gewürzen gespielt. So, Frau P. jetzt bekommst Du noch ein Rezept zum Event und dann muss ich aber wieder in die Küche.
Schweinefilet im Kräutermantel auf Blumenkohlcurrypüree an würzigem Knuspergemüse mit brauner Sauce
Schweinefilet im Kräutermantel
Zutaten:
Schweinefilet pro Person ca. 150 g
1 Esslöffel Butter
2 Scheiben Toastbrot ohne Rinde gerieben
50 g geriebenen Parmesankäse
2 Esslöffel Naturjoghurt
Eine Handvoll gehackte Kräuter (z.B. Petersilie, Schnittlauch, Dill, Kerbel, Liebstöckel)
Pfeffer und Salz
Das Schweinefilet in der Butter von allen Seiten anbraten und leicht bräunen.
Aus dem geriebenen Toastbrot, dem Parmesankäse, den Kräutern und dem Joghurt eine Creme herstellen. Mit Pfeffer und Salz würzen. Ruhig etwas kräftiger, denn der Joghurt braucht Salz und Pfeffer.
Das angebratene Schweinefilet in eine Auflaufform geben und die Joghurtmasse auf das Filet streichen. Das Filet soll komplett rundherum bedeckt sein. Den Backofen auf 180°C vorheizen und das umhüllte Filet gute 30 bis 35 Minuten im Backofen garen.
Nach der Garzeit aus dem Backofen holen und ca. 5 Minuten ruhen lassen eh es angeschnitten wird.
Blumenkohlcurrypüree
Zutaten:
Blumenkohl
Kartoffeln
Creme frâiché
Milch
Salz und englische Currypulver
Blumenkohl in kleine Röschen geteilt und in Salzwasser kochen. Gewichtsmäßig den gleichen Anteil Kartoffeln schälen und ebenfalls kochen. Die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse geben und den Blumenkohl mit einem Mixstab pürieren. Beides miteinander vermengen, mit etwas Milch und Creme frâiché glatt rühren. Mit Salz und Currypulver würzen.
Würziges Knuspergemüse
Zutaten:
Pro Person je eine große Möhre, ein Viertel einer großen Kohlrabe, ein großes Blumenkohlröschen in kleine Röschen geteilt.
Etwas Zucker
Etwas Salz
Butter und Paniermehl
Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Ingwerpulver, Nelkenpulver, schwarzer Kardamom, Senfkörner, Muskatnuss, Muskatblüte und langer Pfeffer jeweils nur ein Prise
Die Möhren und die Kohlrabe in kleine Würfel schneiden, anschließend zusammen mit den kleinen Blumenkohlröschen in einen Topf geben. Mit Salz und Zucker bestäuben. Gut eine 1/4 Stunde stehen lassen damit das Gemüse Wasser ziehen kann. Jetzt das Gemüse aufkochen und auf kleiner Hitze gar ziehen lassen. Die Butter erwärmen und das Paniermehl zufügen. Das Paniermehl anbräunen. Die Gewürze zusammen in einen Mörser geben und zu feinen Gewürzstaub mahlen. Das Gewürzmehl zur Paniermehlbutter geben und verrühren.
Die Paniermehlbutter beim Anrichten tropfenweise auf dem Gemüse verteilen.
Braune Sauce:
Zutaten:
1 Schalotte
1 Teelöffel Butter
250 ml Rinderfond (ich hatte noch einen Fond von Ochsenbäckchen)
50 ml Madeira
100 ml kräftigen Rotwein
100 g eiskalte Butterflöckchen
Pfeffer und Salz
Die Schalotte in feine Würfelchen hacken. Die Butter erwärmen und die Schalottenwürfel glasig dünsten. Mit Madeira und Rotwein ablöschen und etwas einkochen lassen. Den Fond hinzufügen und alles zusammen auf gute 175 ml einkochen. Mit den Butterflöckchen aufschlagen bis eine gute Bindung erreicht ist. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Bis zum Servieren warmhalten.
Alle Einzelkomponenten zusammen anrichten.

Mittwoch, 13. August 2014

Seems it never rains in Southern California...

…Seems I've often heard that kind of talk before…. *träller* ja so oder so ähnlich geht’s mir ja auch, der Albert Hammond sang es eins 1972 und mir geht dieser Ohrwurm seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf. Immer wenn ich an Walnüsse denke, und im Moment denke ich verdammt oft an diese Dinger, summe ich das Lied vor mich hin. Du glaubst das Klärchen verträgt die Sommerhitze nicht, ich müsste mich mal dringend etwas mehr im Schatten aufhalten? Nein es wird bei mir nicht schlimmer, ich erzähle es Dir mal ganz genau, also mache es Dir bequem.
Du kennst doch die Zorra und ihren Kochtopf, also ihren Blog, und in diesem Kochtopf wird in diesem Jahr gefeiert bis die Herdplatte glüht. Die Zorra hat ein Event nach dem Anderen und ein Höhepunkt in diesem Jahr ist ihre Pressereise mit dem Thema Kalifornische Walnussernte. Zu dieser Pressereise ist Zorra zusammen mit Sandra und Simone von Kalifornische Walnüsse eingeladen und zwar genau wie schon vor zwei Jahren, allerdings war damals Zorra alleine dort.
Und jetzt halt Dich fest, die Verantwortlichen von Kalifornische Walnüsse haben der Zorra noch einen weiteren Platz für einen Teilnehmer zur Verfügung gestellt und den hat die Zorra als Gewinn ausgeschrieben. Dafür muss man aber an zwei Runden teilnehmen. Man muss die erste Runde bestehen um in die Zweite zu kommen. Die erste Runde ist gelaufen.
Ich hoffe Du hältst Dich immer noch gut fest! Denn jetzt pass auf, ich, das Klärchen, habe die erste Runde geschafft und bin mit 14 weiteren tollen Blogschreibern für die zweite Runde nominiert. Was sagst Du jetzt? Du bist platt? Ging mir genauso!
Ich sag Dir, das musst ich erst einmal verdauen. War das eine Freude.
Kaum sind zwei Tage vergangen, klingelt der Paketmann und überreicht Dir ein Überraschungspaket, das hat man sich mit dem Einzug in Runde 2 erobert.
Ein ganz reizendes Päckchen überreicht von Kalifornische Walnüsse mit dem Hinweis, dass sie dich mit diesen hübschen Geschenken in kalifornische Stimmung versetzen möchten, das ist ihnen gelungen. Jetzt trällere ich nicht nur den Albert nach, sondern schmettere auch noch sämtliche Songs von den Beach Boys rauf und runter. Ganz herzlichen Dank an Kalifornische Walnüsse.
Nun muss ich meine Kalifornische Mission erfüllen. Die ganze Sonne Kaliforniens soll möchte ich auf den Teller bringen, der Geschmack muss so bleibend sein, wie die Eindrücke die Zorra vor zwei Jahren aus Kalifornien mitnehmen konnte.
Ich bastle ein nussiggefülltes Kalbsfilet, mit Walnuss-Topfenknödel an Samt(iger)sauce und Saisongemüse
Meine Zutaten:
1 Portion Leichtigkeit des kalifornischen Strandlebens
1 Fläschchen Eleganz der kalifornischen Weinregion
1 Handvoll Bodenständigkeit des Landlebens
1 großen Löffel mit dem Mut der Einwanderer und
1 kleine Prise Klärchens-Geheimnis
Alles zusammen gut verrührt und genussvoll angerichtet kann es kalt und warm gegessen werden und zu jeder Tages- und Nachtzeit.
Solltest Du jetzt auf den Geschmack gekommen sein und möchtest mein Rezept nachkochen, dann verwende vielleicht doch besser folgende Zutaten:
500 g Kalbsfilet
1 Ei
50 g grob gehackte Walnüsse
3 Esslöffel verschiedene Kräuter (Majoran, Thymian, Petersilie usw.) fein gehackt
50 g fein geriebener Parmesan
Butterschmalz zum Braten
Pfeffer und wenig Salz (der Parmesan bringt schon Salz mit)
In das Kalbsfilet eine Tasche schneiden und gut pfeffern.
Die restlichen Zutaten gründlich zu einer Paste vermischen und das Kalbsfilet damit bestreichen bzw. füllen. Das Filet wieder schließen und mit Rouladennadeln zusammen stecken.
Butterschmalz in einer Pfanne auslassen (hier bietet sich eine Gusseiserne an) und das Filet rundherum kurz anbraten. In Alufolie geben, die geöffnet lassen und im vorgeheizten Backofen bei 100° C gute 30 Minuten gar ziehen lassen.
Hier kommt es wirklich auf die Dicke des Filets an und ein Bratenthermometer wäre sehr hilfreich. Das Filet soll zart rosa bleiben aber die Füllung trotzdem gar!
Walnuss-Topfenknödel:
250 g abgetropfter Magerquark (24 Stunden in einem Sieb abtropfen lassen)
50 g Butter, zimmerwarm
1 Ei, Raumtemperatur
Prise Salz
125 g Mehl
Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten und diesen gut 2 Stunden im Kühlschrank abbinden lassen.
Wenn Du hast, mit einem Eisportionierer kleine Bällchen formen, ansonsten wie gewohnt mit den Händen.
Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen, die Knödel hineingeben und gar ziehen lassen. Kannst Du gut vorbereiten.
Kurz vor dem Servieren röstest Du 100 g feingemahlene Walnusskerne in 100 g ausgelassener Butter an. Diese Walnussbutter würzt Du mit Salz und Pfeffer. Nun  gibst Du die Topfenknödel dazu und schwenkst sie hin und her, bis sie rundherum mit den Walnussbröseln überzogen sind.
Außerdem werden sie dabei wieder gut warm. Gut zu wissen für den Fall, solltest Du vorgearbeitet haben.
Samt(ige)sauce:
500 ml Rinderfond (ich hatte das große Glück noch einen Fond von Ochsenbäckchen im Vorrat gehabt zu haben)
50 ml Madeira
150 ml kräftigen Rotwein
125 g eiskalte Butter (sie kann ruhig angefroren sein)
Pfeffer, Salz
Fond, Madeira und Rotwein in einen Topf geben und bis auf 150 ml einkochen. Die eiskalte Butter in kleine Stücke schneiden und nach und nach in den eingekochten Fond geben und aufmontieren. Aber bitte aufpassen, nicht zu viel Butter auf einmal hineingeben, nicht dass sie vor lauter Fett *absäuft*
Jetzt noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Kleine Anmerkung: aus meiner ursprünglich geplanten Samtsauce ist die samtige Sauce geworden. Eine Samtsauce hat als Grundlage eine Mehlschwitze und eine Sahnebindung, das wollte ich den Walnüssen aber nicht zumuten und der schmackhafte Ochsenbäckchenfond hatte es auch nicht verdient verpfuscht zu werden, Du verstehst sicher was ich meine ;-)
Saisongemüse:
250 g Dicke Bohnen (ohne Hülsen)
50 g magere Speckwürfel, ganz fein in kleine Würfel geschnitten
1 Esslöffel Rapsöl
Bohnenkraut, aber nur ganz wenig und Pfeffer
Die Dicke Bohnen gut 3 Minuten in kochendem Wasser blanchieren. Herausnehmen, mit kaltem Wasser abschrecken und die Haut jeder einzelnen Bohne entfernen. Wir nehmen nur die Bohnenkerne ohne Haut!!!
Das Rapsöl erwärmen, die Speckwürfel und die Bohnenkerne im Öl schwenken und erhitzen. Mit einem Hauch von Bohnenkraut und Pfeffer würzen. Kein Salz! Salzige Würze bringt schon der Speck mit.
Kalbsfilet mit Walnusstopfenknödel, Samt(iger)sauce und Saisongemüse anrichten und servieren.
…und jetzt wo alles fertig ist werde ich mich gemütlich in die Ecke setzen, die restlichen Walnüsse knabbern und so ganz nebenbei über Herrn GB schmunzeln, der immer mal wieder an den Kühlschrank geht und nach Resten vom nussiggefülltem Kalbsfilet sucht.