Posts mit dem Label Filoteig werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Filoteig werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 27. Januar 2016

Strudel-, Filo-, Yufkateig, oder Jakobsmuschel im Mäntelchen…

…ich habe es extra nicht gleich oben mit in die Überschrift genommen, aber ein Teilnehmer ist wieder dabei, der Ingwer. Der Gesunde. Diesmal ganz verschwiegen mit Jakobsmuschel und Filoteig im Einklang. Schau Dir die Bilder an, wie Du siehst, siehst Du nichts. Wandert Dein Blick weiter, fällt er auf den roten Paprika, der auf dem Teller ebenfalls einen glänzenden Auftritt hat. Angeschmiegt an Frühlingszwiebeln, Orangen und Reis. Gerade die Frühlingszwiebeln habe es mir angetan, wenigstens schon einmal etwas Frühling in Sicht. Ich weiß, ich bin mit meinen Wünschen früh dran. Aber das ist wie mit Weihnachten, lieber schon mal im Sommer Wünsche aussprechen, eh Du unterm Tannenbaum stehst und dann machste ein langes Gesicht, weil die Hände leer bleiben.
Ganz einfach, haste keinen Wunsch, bekommst Du auch kein Geschenk.
Deswegen wünsch ich mir im Winter schon mal den Frühling und der kommt, glaub es mir, das ist so wahr, wie die Frühlingszwiebeln auf meinem Teller.
Die sich übrigens auch immer sehr anpassungsfähig zeigen.
In jeder Jahreszeit drängeln sie sich in irgendwelche Rezepte, eigentlich genau wie der Ingwer. Was den Ingwer angeht, da habe ich ja noch ein ganzes Repertoire von Rezepten und Ideen. Vorspeisen, Hauptgerichte und auch Desserts, oder Gebäck. Ich werde den Ingwer also hier noch öfter ins Büdchen lassen, aber heute erstmal in vereinter Harmonie mit Jakobsmuschel und anderem Gedöns.
Jakobsmuschel im Filoteig mit schwarzem Sesam-Ingwer-Butter an Orangen-Paprika und Reis:
1 Packung Filoteig
100 g weiche Butter
Meersalz
2 Teelöffel schwarzer Sesam
1 Teelöffel Ingwerpulver (nur frisches Pulver verwenden)
6 Jakobsmuscheln
2 rote Paprikaschoten
Olivenöl
2 Orangen
Saft einer Saftorange
1 Bund Frühlingszwiebeln
Pfeffer und Salz
Die Jakobsmuscheln jeweils einmal quer durchschneiden.
Die Butter mit Meersalz, schwarzem Sesam und Ingwerpulver verrühren. Die Filoteigblätter in ca. 10 cm schmale Streifen schneide, auslegen und mit der Sesambutter einstreichen. Unten auf den Filoteig eine Jakobsmuschel legen. Nun die linke, untere Ecke nach oben, rechts umlegen. Dann die rechte untere Ecke gerade hoch legen. Jetzt die rechte untere Ecke nach oben links legen. Nun wieder mit links unten anfangen und solange falten bis der Filoteigstreifen aufgebraucht ist. Die restlichen Jakobsmuschen mit gleicher Falttechnik einpacken.
Die Dreiecke im vorgeheizten Backofen bei 180°C gute 15 Minuten goldgelb backen.
Die Paprikaschoten entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Orangen filetieren und den Saft dabei auffangen. Von vier Frühlingszwiebeln das Grün etwas einkürzen und die Frühlingszwiebeln zur Seite legen. Das eingekürzte Grün und die restlichen Frühlingszwiebeln in kleine Stücke schneiden. In einer Pfanne das Olivenöl erwärmen die Paprikastücke zusammen mit den Frühlingszwiebeln kurz gar dünsten. Mit Pfeffer und Salz würzen.
Das Gemüse aus der Pfanne nehmen, den Bratensatz mit dem Orangensaft ablöschen und stark reduziere. Das Gemüse in den Orangensud geben die vier „großen“ Frühlingszwiebeln ebenfalls in die Pfanne geben, nochmals kurz mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Gemüse kurz erhitzen, die Orangenfilets zugeben, kurz schwenken und anschließend alles zusammen mit den Filoteigecken auf Teller anrichten und sofort servieren.
Wir haben Reis dazu gegessen.

Dienstag, 28. Januar 2014

Wut auf die Filoteigtante….

Es war einfach nicht mein Wochenende. Samstags hatte ich einen Ciabattateig angesetzt den ich am Sonntag backen wollte. Extra Samstag vorbereitet denn die Hefe sollte über Nacht aufgehen und in dem Teig herrliche Luftblasen bilden. Fluffig wie das Original in Italien sollte es werden. Sonntagmorgen ein Blick in den Rührtopf, der Teig hatte nicht eine Luftblase gebildet und er ist auch nicht einen Zentimeter gegangen. Okay dachte ich, gibst Du ihm jetzt noch eine Chance außerhalb des Kühlschranks. Aber so wie sich herausstellte, wurden wir keine Freunde, er bewegte sich keinen Millimeter von alleine, also beförderte ich ihn und zwar in den Abfall. Ich weiß, normal ist das der pure Frevel, doch ich weiß auch wann ich verloren habe und jegliche Mühe vergebens ist.
Das Wochenende war noch nicht vorbei und es hatte noch diverse Überraschungen für mich parat.
Es sollte Garnelen im Bananenblatt geben. Eigentlich schon seit drei Wochen, doch ständig kam etwas dazwischen. Mal bekam ich kein Thai-Basilikum, mal war das Bananenblatt braun geworden. Diesmal hatte ich alle Zutaten im perfekten Zustand zusammen. Also nur noch die Garnelen auftauen. Ich hatte sie vor einigen Tagen auf dem Markt gekauft und eingefroren. Jetzt frag mich nicht wieso ich die Garnelen zum auftauen nicht in den Kühlschrank gestellt habe, das ist mir noch nie passiert. Du kannst Dir nicht annähernd vorstellen wie schlechtgewordene Garnelen stinken können. Also hatte sich das Bananenblattschmankerl auch erledigt.
Wenn Du jetzt glaubst ich war mit den Pannen für dieses Wochenende fertigt, hast Du dir in den Finger geschnitten.
Eigentlich wollten Herr GB und ich jetzt essen gehen, doch es war so gemütlich zuhause und im Kühlschrank lungerten noch Möhren und Frühlingszwiebeln herum. In der Gefriertruhe noch eine Packung fertiger Filoteig von dieser Tante.
Also schnell mal eben aus Frühlingszwiebeln und Möhren eine Füllung hergestellt, die aufgetauten Filoblätter mit einem Gewürzöl eingepinselt, die Füllung auf die geölten Blätter verteilen und zu kleinen Taschen falten. Das funktioniert allerdings auch nur, sofern die Teigblätter nicht wie bekloppt aneinanderkleben oder an den verschiedenen Stellen brechen.
Kannst Du dir vorstellen welch prickelndes Gefühl in dir aufkommt wenn Du nur noch einen Klumpen Irgendwas vor dir liegen hast? Du die Füllung über die Arbeitsplatte verteilst, weil diese verdammten Taschen an allen Ecken auseinanderbrechen? Du aber trotzdem am Ende froh bist etwas aufs Blech legen zu können, weil Du inzwischen richtigen Hunger bekommen hast?

Die Idee für die knusprigen Taschen hatte ich neulich mal als ich aus dem Teig eine Art Flammkuchen machte, davon erzähl ich Dir demnächst mal. Doch für die Taschen kannst Du heute schon das Rezept bekommen. Aber beherzige auf jedem Fall einen Rat. Verwende keinen aufgetauten Filoteig, gönn Dir für diese Päckchen nur frischen, hörst Du!!! Nur absolut frischen Teig!!!
Knusprige Filoteigtaschen:
4 Möhren
5 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Teelöffel Fenchelsamen
1 Teelöffel Koriandersamen
2 Teelöffel Zucker
Salz, Pfeffer
Olivenöl
1 Packung frischen Filoteig
Möhren in kleine Würfel schneiden, Frühlingszwiebeln in dünne Ringe und die Knoblauchzehen fein hacken. Alles drei gut vermischen.
Fenchelsamen und Koriander in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Die angerösteten Gewürze mit Salz, Zucker und Pfeffer fein mörsern. Die Gewürze mit Olivenöl verrühren und anschließend die Filoteigblätter damit einpinseln.
Die Gemüsemischung auf die eingepinselten Blätter geben und zu kleinen Taschen falten. Die Taschen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180° C im vorgeheiztem Backofen 15 Minuten garen.

Die Taschen können heiß, warm oder kalt gegessen werden.