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Mittwoch, 22. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 13 – noch ein Tor, Portugal vor…

…für die Ungarn hatte ich neulich Paprikahuhn gekocht, heute sind die Portugiesen mit Feijoada de Marisco dran. Ich habe keine Kosten und Mühen gescheut und quasi alles gegeben. Der Gatte hat bei einem portugiesischem Arbeitskollegen das Rezept erbettelt, der Kollege hat es für mich übersetzt, ich habe dann noch die Zutaten besorgt und ab an den Ofen.
Ein Eintopf der den Siegeszug in Portugal startete und über die Kolonien Mosambik, Macau und Brasilien ferne Teile der Welt eroberte.
Der Gatte wollte es unbedingt serviert bekommen, aber mal so ganz unter uns, ich glaube er wusste nicht so ganz auf was er sich da eingelassen hat. Ein Rezept mit so viel Meeresgezeuchs würde ich mich niemals trauen zu kochen, aber er hat es nicht anders gewollt.
So ein ganz kleines Bisschen sehe ich Parallelen zur portugiesischen EM-Mannschaft, ich glaube, sie hatten auch keine Ahnung auf was sie sich da einließen. Die Ungarn waren schließlich von neulich noch gestärkt und wie ich gehört habe bei Oberst trifft Sahne wurde auch für die Ungarn gekocht, ich bin auf den Beitrag gespannt.
Die Portugiesen hatten es nicht einfach und wenn man mal ganz ehrlich ist, mit ihrem 3:3 waren sie bestens bedient.
Und jetzt nach dem Spiel können sie sich an dem besagten Eintopf erfreuen, uns hat er geschmeckt, auch wenn Herr GB die Muscheln aus dem Gericht fischte und auf meinem Teller entsorgte, auch wenn ich ihm die Garnelen auseinander puhlen musste und auch wenn wir vergaßen ein Glas Wein dazu zu trinken. Ein gelungenes Essen das zur WM gerne wiederholt werden kann.
Feijoada de Marisco:
1 Chilischote fein gehackt
1 große Zwiebel in Würfel geschnitten
1-2 dicke Knoblauchzehen fein gehackt
2 Möhren in Würfel
1 Lorbeerblatt
100 g Baconwürfel
1 Esslöffel Tomatenmark
400 g weiße Bohnen, gekocht
½ Bund Koriander
300 g Meeresfrüchte (Tintenfisch, Muschelfleisch, Krabbenfleisch) zur Not TK
250 ml frischen Weißwein
1 Esslöffel Olivenöl
Garnelen
Olivenöl erwärmen und die Zwiebelwürfel, die gehackte Chilischote, den Knoblauch und die Möhrenwürfel gute 4 Minuten anschwitzen. Lorbeerblatt, Baconwürfel und Tomatenmark zufügen, weiter anschwitzen.
Die Meeresfrüchte zufügen und alles zusammen nochmals 4-5 Minuten anschwitzen. Solltest Du keine Frischen bekommen, geht als Alternative auch eine Tüte Meeresfrüchte aus der Tiefkühlung.
Mit dem Weißwein ablöschen.
10 Minuten köcheln lassen. Die Bohnen zufügen und den Koriander hacken und untermischen. Weitere 20 Minuten leise köcheln.
Zwischenzeitlich die Garnelen in Wasser gar kochen und anschließend zu dem Bohnengemisch geben. Mit Salz und evtl. mit Pfeffer abschmecken nochmals 5 Minuten garen.
Das Lorbeerblatt entfernen, auf Teller anrichten und servieren.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Ein Tag im Supermarkt oder einkaufen für den Feiertag, es gibt Zucchini-Tortilla mit Räucherlachs und Ruccolapesto…

…Du hast noch immer keinen Plan für den Feiertag morgen und so wie die Wettervorhersage ist, wirst Du auch sicherlich nicht das Haus verlassen wollen!? Musst Du auch nicht, allerdings nur, wenn Du eine bestimmte Verhaltensregel für heute einplanst. Du musst einkaufen! Aber auch nur, wenn Du nicht alle Zutaten im Hause hast.
Fangen wir mal an.
Hast Du Räucherlachs, Zucchini, Eier, Sahne, Pinienkerne, Rucola und Parmesan im Haus? Du bist ein Glückspilz und an Dir ist soeben der Kelch mit den Warteschlangen im *Einkaufsland* vorbeigegangen.
Wenn nicht, bist Du jetzt auch nicht so schlecht dran, denn die genannten sieben Sachen sind schnell gefangen und es werden Dich so einige im Einkaufsland beneiden, wenn sie sehen wie schnell Du wieder draußen bist.
Hat allerdings auch einen Nachteil, das Gezicke und Geschubse der Anderen wird Dir entgehen und Du hast nichts Spannendes zu erzählen, wenn Du nach Hause kommst. Aber sollte es Dir wichtig sein etwas zu erleben, kannst Du ja auch ganz langsam durch die Reihen spazieren, quasi schlendernd den anderen vor dem Wagen herlaufen. Deinen Einkaufswagen lässt Du permanent quer in den Wegen stehen. Du suchst Dir Regale vor denen Leute stehen die etwas suchen, dort drängelst Du Dich zwischen dem Suchenden und dem Regal. Die Suchenden sind garantiert höchst erfreut. Oder an der Käsetheke drängelst Du Dich mit dem Spruch *ich will nur mal gucken* zwischen die Wartenden und bleibst dann doch dort so lange stehen bis die Käsefrau sagt *wer ist jetzt dran* Du natürlich. Besonders gut kommt das, wenn Du dich ziemlich weit vorne in die Warteschlange gedrängelt hast.
In der Schlange an der Kasse schiebst Du den Einkaufswagen mehrmals so ganz unauffällig dem Wartenden vor Dir in den Po. Irgendwann wird er erbost sagen *Wollen Sie vielleicht vorgehen* Du konterst ganz freundlich und mit einem zuckersüßen Lächeln *ja gerne*
Wenn ich noch länger überlege, hätte ich sicher noch den einen oder anderen Ratschlag, aber Du willst ja auch irgendwann mal ins traute Heim und nicht den Feiertag auch noch im Supermarkt verbringen.
Kommen wir mal zum Rezept. Das ist garantiert schneller zubereitete, wie Deine Shoppingtour im Supermarkt. Also hast Du noch jede Menge Zeit zu feiern, ist ja schließlich Feiertag.
Zucchini-Tortilla
3 Zucchini
200 ml Sahne
4 Eier
Muskat, Pfeffer, Salz
Die Enden oben und unten an jeden Zucchino abschneiden. Die Zucchini auf einem Hobel in dünne feine Scheiben hobeln. Mit Küchenpapier abtupfen. Eine eckige Auflaufform mit Backpapier auslegen und die Scheiben in die Form schichten. Die Eier mit der Sahne und den Gewürzen verquirlen und über die Zucchinischeiben gießen.
Den Backofen auf 200°C vorheizen und die Tortilla 25 bis 30 Minuten im Ofen stocken bzw. garen.
Rucolapesto:
50 g Pinienkerne
1 Handvoll Rucola
100 g frisch geriebener Parmesan
60 – 75 ml Olivenöl
Salz und Pfeffer
Genannte Zutaten in einen hohen Mixtopf geben und mit einem Pürierstab alles vermischen und ganz fein mixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Tortilla kann kalt oder warm gegessen werden. Aber auf jedem Fall etwas auskühlen lassen und dann in Würfel schneiden.
Zusammen mit Räucherlachs und dem Pesto auf Teller anrichten und servieren. So kannst Du Dir trotz schlechtem Wetter etwas sommerliche Atmosphäre an den Esstisch holen.
Schönen Feiertag morgen.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Ausgefallener Karnevalsumzug, oder wie bringe ich meine Rollmöpse unter die Leute…

…tja ich kann Dir was sagen, das hat ja vielleicht gestürmt. Nicht jetzt unbedingt am Rosenmontag, aber so überhaupt und im Allgemeinen. Laut Wetterbericht sollte es winden, sehr sogar, so stark, dass die Umzugswagen der Rosenmontagszüge weg stürmen sollten. Und was ist passiert, nichts ist wegeflogen, in Köln nicht und auch nirgends wo anders. Zum Glück.
Aber ging ja auch nicht, über Köln lachte die Sonne und über Düsseldorf lachte Köln und ihrem Umzugsausfall gab es Diskussionen. Nicht nur die Düsseldorfer haben ihren Umzug abgesagt, auch bei uns im Pott war nix los. Da haben Städte ihren Korso storniert, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt, also jetzt nicht die Städte, sondern die Rosenmontagszüge.
Aber ob Du es glaubst oder nicht, selbst die sturen Westfalen aus dem Münsterland feiern Karneval, sogar mit Festzügen. Aber in diesem Jahr auch nicht. Münster hat auch abgeblasenmeldet.
Ist ja schön wie sich die Verantwortlichen alle einig waren, aber hat sich irgendeiner mal Gedanken gemacht was jetzt mit den ganzen Rollmöpsen passieren soll? Schließlich habe ich mich auf die Tage danach eingerichtet. Selbst an den Gatten, der die Bratrollmöpse bevorzugt, habe ich gedacht. Muss ich ja jetzt nicht extra erwähnen, dass ich eigens für ihn einen Vorrat an Bratrollmöpsen angelegt habe, oder!? Ich bin ja eher der saure Rollmopsesser, nur bei den Beilagen sind wir uns einig.
Pellkartoffeln oder Bratkartoffeln, nix anderes. Gibt es Bratkartoffeln, dann lege ich gerne noch ein saures Gürkchen dazu, bei den Pellkartoffeln muss Mayonnaise, Butter oder sonst irgendetwas Gehaltvolles das Ganze rund machen.
Klar Du kannst jetzt sagen der Rollmops ist doch schon rund und als Hering bringt er auch genügend Fett mit, doch das Runde was ich meine passiert im Mund, an den Geschmacksknospen. Der saure Fisch benötigt etwas Geschmeidiges, wie schon erwähnt, ruhig etwas Fettes. Also Bratkartoffel oder Pellemänner (so heißen die Pellkartoffeln im Ruhrgebiet) mit z.B. Remoulade
Ich hatte noch einen Rest Remoulade, aber der hätte Herrn GB nicht satt gemacht und ich hätte vor lauter Anstand, weil ich ihm nichts wegessen möchte, eh in die Röhre geguckt.
Also habe ich den Rest Remoulade verlängert. Nachdem Verzehr habe ich dann mal noch so ein kleines bisschen in der Internetwelt geschaut, wie man die Remoulade noch hätte verändern können. Und was musste ich feststellen, ich habe auf kurzem Weg eine Sauce Tartar fabriziert. Also ist eine Sauce Tartar nichts Anderes wie eine aufgepimte Remoulade. Irgendwie genauso ein Blender die der nicht dagewesene Sturm am Rosenmontag.
Rezept von heute:
Rollmops an Pellkartoffeln mit aufgepimter Remoulade:
Die Grundlage für meine Remoulade ist eine Mayonnaise
Mayonnaise:
2 Eigelb
1 Teelöffel Senf
Salz und Pfeffer
1 Teelöffel Zitronensaft
1 Teelöffel Apfelessig
150 ml Rapsöl
Alle Zutaten, das Öl ganz zum Schluss, in einen hohen Schlagbecher gebe. Mit dem Stabmixer langsam aufschlagen. Wie man das richtigmacht, dazu gibt es übrigens einige Videos im Internet.

Remoulade:
Die fertige Mayonnaise
Je ½ Esslöffel Petersilie, Estragon und Kerbel.
1 Esslöffel Kapern
2-3 Sardellenfilets
5 kleine Cornichons, in kleine Würfel geschnitten
Alles zusammen nochmals mit dem Stabmixer aufschlagen.
Und nun kommen wir zur aufgepimten Version:

Grundlage, logisch, die Remoulade:
2 Esslöffel Créme Frâiche
5 gekochte Eier
5 weitere kleine Cornichons
3 kleine Schalotten
Pfeffer und Salz
1-2 Esslöffel Gurkenwasser
Die Eier, die Schalotten und die Gurken feinhacken und in die Remoulade geben. Gurkenwasser und Créme Frâiche zufügen und untermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wir haben die Sauce mit Rollmops, Bratrollmops und Pellkartoffeln gegessen. Doch ich kann mir auch einen Tafelspitz, Roastbeef oder dünn aufgeschnittenen Kalbsbraten dazu vorstellen. Selbst panierter und gebratener Rotbarsch oder Kabeljau wären geniale TischTellernachbarn.

Sonntag, 5. April 2015

Auf dem Weg in den Frühling mit Lachsspießen und Zitronenkartoffeln…

….wunderschönes Osterwetter das wir im Moment haben, zwar kalt, nur so 6 oder 7,5 Grad, aber die Sonne drängt sich immer mehr in den Vordergrund. Das musste jetzt mal festgehalten werden, denn schließlich ist ein Blog eine Art Tagebuch.
So, nun aber zum eigentlichen Thema, ich habe gekocht! Du denkst jetzt, ach was!? Ja, Lachsspieße mit Zitronenkartoffeln gab es. Die Zutaten hatte ich vom Markt. Dort gibt es einen phantastischen Stand, der italienische Produkte führt und ich alles erhalten habe, was ich für mein Vorhaben brauchte. Schließlich bekommt man auch nicht gleich an jeder Ecke Scamorza, oder Taleggio und das von hervorragender Qualität.
Das Rezept habe ich aus dem Buch von Herrn Henze, es verfolgt mich regelrecht. Es gibt noch so einige ansprechende Rezepte in dem Buch die ich unbedingt nachkochen möchte, hatte ich ja auch schon angedroht.
Also der Scamorza war gekauft und genau den brauchte ich für meine Lachsspieße. Ich habe mir mit den Lachsspießen und den Zitronenkartoffeln regelrechtes Frühlingswetter gekocht. Herrlich frisch und irgendwie frühlingsleicht schmeckte es,, wenn Du es auch mal ausprobieren willst:
Lachsspießen und Zitronenkartoffeln:
4 Pers.
600 g Lachsfilet in Würfel geschnitten
1 Kugel Scamorza ebenfalls in Würfel geschnitten
12 Scheiben Parmaschinken
12 getrocknete Tomaten
12 Salbeiblätter
8 Spieße
Alle Zutaten gleichmäßig verteilt auf die Spieße stecken und die Spieße auf ein Backblech legen.
2 Esslöffel Oliventapenade
2 Esslöffel Olivenöl
1 rote Chilischote, fein gewürfelt
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Alle Zutaten gut vermischen und auf die Fischspieße streichen.
Ich habe die Spieße abgedeckt gute 45 Minuten marinieren lassen, eh ich sie im vorgeheizten Backofen bei 200° C Ober-/Unterhitze auf zweiter Schiene 15 Minuten gegart habe.
Zwischenzeitlich habe ich die Kartoffel zubereitet.

Zitronenkartoffeln:
700 g kleine festkochende Kartoffeln
Salz
Die Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen, abgießen und schälen. Aus folgenden Zutaten eine Gewürzmischung zubereiten.
Saft und Schale einer Bio-Zitrone
1 Knoblauchzehe
1 Chilischote, fein gehackt
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
In eine Pfanne 5 Esslöffel Olivenöl geben und erhitzen. Die Kartoffeln in die Pfanne geben und die Zitronenmischung auf die Kartoffeln geben. Die Kartoffel von allen Seiten leicht gebräunt anbraten.
Die Kartoffeln zusammen mit den Fischspießen anrichten und mit gehackter Petersilie bestreuen.

Donnerstag, 26. März 2015

Jetzt haste den Salat, mit Linsen und Steckrübenpüree auf dem Weg der Gesundheit...

Neulich hatte ich für eine gute Woche eine unfreiwillige Kochpause. Die Gesundheit spielte nicht so richtig mit, aber als ich dann wieder zurück im Büdchen war kribbelte es in den Fingern. Einkaufen war nicht wirklich nötig, denn da gibt es noch so einiges in diversen Vorratsschränken. Im Kühlschrank lag eine Steckrübe und eine Porreestange, Kartoffeln sind Standard, im Tiefkühler noch ein großes Lachsforellenfilet und im Vorratsregal noch eine Packung mit Linsen, um genau zusagen grüne Le Puy Linsen und jetzt halt Dich fest, abgelaufen im Oktober 2014.
Verdammt, wie konnte mir das passieren. Mich ärgert es wenn ich Lebensmittel vergesse. Die wurden aber trotzdem in die Pfanne den Topf gehauen.
Als ich in die Küche ging hatte ich eigentlich noch keinen wirklichen Plan, das einzige was klar war, der Fisch wird gebraten. Während ich dann die Steckrübe schälte ergab sich eine Bastelanleitung für lauwarmen Linsensalat auf Steckrübenpüree mit Lachsforellenfilet
Linsensalat:
200 g Puy Er Linsen
5 -6 getrocknete Tomaten in Öl eingelegt
1 Stange Porree
2-3 Esslöffel Olivenöl oder das Öl von den eingelegten Tomaten wenn es hochwertig ist
1 Teelöffel Honig
Pfeffer, Salz, Cayennepfeffer
4 Esslöffel Tomatenessig, alternativ 3 Esslöffel Tomatensaft und zwei Esslöffel Weißweinessig
Tomaten und Porree in kleine Stücke schneiden. Restliche Zutaten, bis auf die Linsen, zu den Tomaten geben und etwas marinieren. Zwischenzeitlich die Linsen kochen. Sobald die Linsen gar sind, diese abgießen und noch warm zu dem Tomatengemisch geben. 
Steckrübenpüree:
600 g Steckrübenwürfel
400 g mehlige Kartoffelwürfel
150 ml Milch
Blütensalz (nur wenn Du hast)
Schale einer halben Zitrone
30 g Butter
Evtl. noch etwas warme Milch
Die Steckrübenwürfel und die Kartoffelwürfel in der Milch gar kochen. Mit Salz und Zitronenschale würzen. Die Butter zugeben und die Würfel mit einem Kartoffelstampfer kräftig stampfen bis es ein feines Püree ist. Evtl. musst Du noch warme Milch angießen damit es richtig schön geschmeidig wird.
Aber ACHTUNG: nicht mit dem Mixer oder dem Zauberstab pürieren, sonst gibt es Kleister!
Sollte Dir das Püree nicht fein genug sein, streiche es durch ein Sieb. 
Die Lachsforellenfilets würzt Du lediglich mit Salz. Ich habe mir mal eine Gewürzmischung für gebratenen Fisch gemacht, das habe ich immer im Vorrat.
Du brauchst Salz, Basilikum, Zitronengras, Dill, Rosmarin, Knoblauch und Petersilie.
Das Filet habe ich in etwas Butterschmalz auf der Hautseite gebraten bis sie schön braun war. Dann umdrehen und nur ganz kurz anziehen lassen. Brate ihn nicht zu lange, sonst wird er trocken.
Alles zusammen auf angewärmten Tellern anrichten.

Donnerstag, 12. März 2015

Orangen, Orangen, Orangen mit Lachs und Spinat…

auf meinem Saisonkalender für Obst sind definitiv keine Orangen oder Apfelsinen auffindbar, aber ist ja auch logisch, es ist nicht nur ein saisonaler sondern auch regionaler Kalender. Also müssen Zitrusfrüchte eigentlich draußen bleiben. Eigentlich!!!
Doch dann ist mir der Lachs in den Korb geschwommen gekommen. Im Moment liegt uns der Fisch irgendwie sehr nahe und die saftigen Orangen auf dem Markt haben förmlich geschrien kauf mich! Lachs mit Orangen ist eine herrliche Kombination.
Ach schau mal selbst.
Orangenlachs auf Spinat (2 Portionen)
500 g Lachs
4 dünne Bio-Orangenscheiben mit Schale
1 Esslöffel Butterschmalz
Orangenfilets einer großen Orange (ca. 8 Filets)
300 g Babyspinat
2 Esslöffel Butter

Sauce:
2 feingehackte Schalotten
1 Esslöffel Butter
100 ml Orangensaft
100 ml Gemüsebrühe
75 ml Noilly Prat
Pfeffer, Cayennepfeffer, Zucker, Salz
150 g geschlagene Sahne
Schalotten in ausgelassener Butter glasig dünsten. Mit Noilly Prat ablöschen und den Orangensaft zugeben. Alles auf die Hälfte reduzieren. Die Gemüsebrühe zufügen und nochmals etwas einkochen lassen. Mit Pfeffer, Cayennepfeffer, Zucker und Salz würzen. Die geschlagene Sahne unterschlagen und mit einem Mixstab alles kräftig aufschlagen. Ggf. nochmals abschmecken.
Butter in einem Topf erwärmen, den Spinat zugeben und ganz kurz zusammenfallen lassen. Erst unmittelbar vor dem Servieren mit Salz würzen.
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, die Orangenscheiben in die Pfanne geben und auf jede Scheibe ein Stück Lachs legen. Anbräunen lassen und sofort umdrehen. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen und nur noch ganz kurz braten. Er sollte innen noch leicht glasig sein. Also nicht zulange, sonst wird er trocken.
Spinat auf einen Teller anrichten, einige Orangenfiletstücke um den Spinat verteilen und sie Sauce angießen. Den Lachs mit der Orangenscheibe oben auf legen.

Samstag, 28. Februar 2015

Halb Winter- und halb Frühlingsessen, Skrei auf mariniertem Wintergemüse mit Meerrettichmousse...

Also bei aller Liebe, aber der Februar ist definitiv ein Wintermonat und auch wenn die Schneeglöckchen sich der Sonne entgegen recken, es ist und bleib noch Winter. Ja, ich habe eigentlich auch keine Lust mehr auf Schnee und Kälte, aber zum Glück haben wir ja noch keine Wettermaschine an der man mal eben auf Frühling schalten kann. Sicherlich könnte man schon in der Küche das Frühlingsprogramm abspulen, aber das wollen wir nicht. Im Moment genießen wir noch Wintergemüse. Rote Beete, Steckrübe und als kleine Schmuggelware noch Kohlraben. Lange habe ich überlegt, ob ich tatsächlich Skrei kaufen will. Er hat schon ein ganz besonderes saftiges Fleisch, die Skreizeit ist kurz und es könnte sein, dass ich mich hinterher ärgere, wenn die Saison für Skrei vorbei ist.
Keine langen Diskusionen, ich habe ihn gekauft.
Bei dem Rote Bete-Kauf stand Herrn GB ganz geduldig neben mir. Ich möchte gar nicht wissen was er so dachte als ich total begeistert auf die Bete stürmte. Du weißt schon, er isst sie zwar mittlerweile, aber enge Freunde werden die zwei nie.
Aber ich kann Dir versichern, Herrn GB hat der Skrei samt Beilagen auch Spaß gemacht und selbst bei der roten Bete hat er Nachschlag verlangt.
Skrei auf mariniertem Wintergemüse mit Meerrettichmousse
Skrei, pro Person 200 g. mit Haut
Rote Beete, pro Person eine ½ Beete
Steckrübe, pro Person ca. eine Scheibe von 1 cm dicke
Kohlrabi, pro Person eine ½ Knolle
Rote Beete mit Schale in einem Topf mit Salzwasser garen. Achte darauf dass die Schale auf keinem Fall beschädigt ist, sonst blutet sie aus und wird unschön. Ist sie gar, schäle sie,, aber ziehe Dir vorher Handschuhe an!!! Das Zeug färbt! Geschält schneidest Du sie in fingerdicke Stücke.
Steckrübe und Kohlraben schälen und ebenfalls in fingerdicke Stifte schneiden. Wenn Du einen Dampfgarer hast dann gare sie 10 Minuten im Dampf, sonst wie gewohnt in wenig Wasser.
Für die Marinade vermischt Du einfach einen Teil Balsamessig mit 3 Teilen gutem Olivenöl. Diese Mischung würzt Du mit Salz und Pfeffer. Sobald das Gemüse gegart ist, gießt Du es ab und gibst es jeweils in eine Schale. Nun löffelst Du etwas von der Marinade über jede Gemüsesorte. Das kann man gut vorbereiten.

Für die Meerrettichmousse benötigst Du:
50 g Meerrettich aus dem Glas
100 g Joghurt mit hohem Fettanteil
150 g Sauerrahm
50 g geschlagene Sahne
2 Blatt Gelatine
Pfeffer und Salz
Alle Zutaten bis auf die Gelatine gründlich verrühren. Die Gelatine nach Anweisung in Wasser quellen lassen. Ausdrücken und im Wasserbad oder Mikrowelle kurz erwärmen bis sie flüssig ist. Etwas Meerrettichgemisch in die Gelatine geben, verrühren und zurück in die Meerrettichcreme geben. Gut untermischen, mit Folie abdecken und im Kühlschrank mindestens 3 Stunden erstarren lassen.

Petersilienöl:
200 ml Olivenöl
100 g Petersilienblätter
Beides in einen Mixer, oder Blender geben und fein pürieren.
Kleiner Tipp, in Petersilienöl kannst Du auch wunderbar Nudeltaschen schwenken, oder Du kannst es als Grundlage für eine Salatsauce verwenden.

Den Skrei schneidest Du in schmale Streifen. Er wird lediglich mit Salz und Pfeffer gewürzt und in Butterschmalz gebraten. Zuerst einige Minuten auf der Hautseite, dann 1-2 weitere Minuten auf der Fleischseite.

Fürs Anrichten hast Du auch noch pro Person eins bis zwei Büschchen Feldsalat besorgt.
Nun geht es los. Von jeder Sorte Gemüse legst Du 3 Stifte auf den Teller. Von der Meerrettichmousse stichst Du pro Person mit zwei Esslöffeln eine Nocke ab. Nun legst Du den Feldsalat an und träufelst über den Teller einige Tropfen von dem Petersilienöl.
Jetzt noch auf jedes Gemüsepäckchen ein Stück Fisch legen und schnell servieren eh der Fisch kalt ist.

Mittwoch, 23. April 2014

Zucchinirisotto und Seeteufelfilet, das etwas andere Osteressen…

…am letzten Wochenende zum Osterfest wusste ich mal wieder nicht was ich kochen sollte. In den verdächtigen Foren konntest Du alles finden. Fleisch, Fisch, Gemüse, mehrgängige Menüs in denen alles vertreten war was Du Dir denken kannst. Da gab es die einen die Tage vorher mit einkaufen beschäftigt waren und dann die, oder besser die EINE die mal eben einfach in Ihren Garten ging um auf die Schnelle kurzfristig die dollsten Delikatessen zu ernten.
Unbeirrt von all dem Hype habe ich nur das gekauft was mir so einfiel und war überzeugt, dass Gefrier- und Kühlschrank, wie auch Vorratsschränke und Kellerregale mir den Weg zeigen werden. In der Gefriertruhe lungerte Seeteufelfilet herum. Fisch zum Osterfest ist ja jetzt nicht so verkehrt, aber was dazu? Nudeln! Nee, Nudeln fand ich jetzt blöd. Kartoffeln, ja kleine Drillinge waren noch in der Vorratskammer. Aber dann hätte ich auch noch schönes frisches Gemüse gebraucht. Eine Stange Lauch, fünf Möhren, eine Knoblauchknolle und zwei entzückende Zucchini hatte ich im Kühlschrank deponiert. Neee, das war alles nicht das was ich mir so vorstellte.
Dann kam der Geistesblitz, Seeteufelfilet in Butter gebraten auf schlotzigem Zucchinirisotto. Risotto kann ich zu jeder Tages- und Nachtzeit essen, und das nicht nur weil ich die Zutaten immer im Hause habe, sondern weil ich Risotto liebe.
Risotto ist nicht nur einfach Reis, sondern eine spezielle Art der Zubereitung wie man es aus der italienischen Küche kennt. Zwar ist die Konsistenz von Region zu Region recht unterschiedlich, aber die Garmethode ist immer gleich. Der Reis wird bei geringer Temperatur in Öl oder Butter glasig gedünstet. Dann mit etwas Säure, das kann Wein oder Zitronenwasser sein, angegossen. Anschließend mit warmer Gemüsebrühe, Kelle für Kelle, gar gekocht. Doch das Wichtigste ist die Reissorte. Wenn Du glaubst es geht mit jedem Reis, Hauptsache es ist ein Rundkornkreis, dann geh jetzt lieber Kartoffeln kochen. Die Sorten Arborio oder Carnaroli sind ideal, sie haben die nötige Stärke mit denen die cremige Konsistenz erreicht wird.
Meine Wahl, Arborio.
Ich dünste den Reis immer aus einem Gemisch von Butter und Olivenöl an, in dem ich vorher eine fein gewürfelte Schalotte glasig gedünstet habe. Die Gemüsebrühe ist schnell gemacht. Einige Löffel meines Brühpulvers in knapp 1,5 Liter kochendem Wasser aufgelöst und schon kann es losgehen. Halt stopp, fast das Wichtigste vergessen, ich brauche doch noch zwei Gläser Wein, diesmal Weißwein. Eins fürs Risotto, eins für mich. Das ist auch noch so etwas, was ich am Risotto mag, er teilt mit mir den Wein.
So, jetzt aber weiter. Der Reis ist mit der Schalotte glasig gedünstet und wird nun mit dem Wein abgelöscht. Jetzt gieße ich nach und nach die Gemüsebrühe an. Der Reis saugt bei geringer Temperatur die Brühe auf, aber ich gieße nie zu viel auf einmal an. Wirklich immer nur ein wenig, das ist wichtig. Und rühren muss ich auch, damit er nicht anhängt. Ach ja, was ich auch noch berücksichtige. Niemals mit kalter Brühe angießen, sonst erschrecken sich die warmen Reiskörner und sie nehmen die Flüssigkeit nicht bis in den Kern auf. Denn wenn ich Pech habe werden die Reiskörner außen matschig und der eigentliche Kern bleibt hart wie Stein. Das ist kein Genuss.
Mittlerweile ist der Reis weich, die Brühe aufgesogen und zwei kleine Zucchini sind in Würfel geschnitten. Die Zucchiniwürfel sind unter den Reis gerührt und garen im heißen Risotto. Was natürlich nicht fehlen darf ist Käse. Gut zwei bis drei Esslöffel fein geriebenen Parmesan habe ich ins Risotto gestreut und gründlich untergerührt. Und jetzt kommt das i-Tüpfelchen, zwei Esslöffel Sahne.
Sicherlich hätte ich auch einen Stich Butter untermischen können, aber in Butter hatte ich ja schon eingangs die Reiskörner glasig gedünstet, doch jetzt der kleine Schuss Sahne unterstreicht die Schlotzigkeit. Zum Finale noch das Ganze mit etwas Salz abgeschmeckt und fertig. So ganz nebenbei hatte ich das Seeteufelfilet gesalzen, in Mehl gewälzt und in Butter gar ziehen lassen. Na, was sagst Du jetzt, geht ein ungeplantes Osteressen noch besser?