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Mittwoch, 18. Mai 2016

Pfingsten ist vorbei aber der nächste Feiertag steht vor der Tür, oder Rhabarber-Schaumtorte zum Fest…

…Du weißt schon Feiertage und ihre Traditionsspeisen sind irgendwie ungeschriebene Gesetze. Natürlich erkennst Du sofort an den Gerichten die Jahreszeit und wer es richtig macht, wird sich an das halten was die Saison anbietet. Lang vor dem letzten Wochenende suchte ich nach typischen Pfingstspeisen. Was ich fand, waren Pfingstrosen, Pfingstferien, das Pfingstgedicht von Joachim Ringelnatz, Pfingstsingen und natürlich einiges über den berühmten Pfingstochsen. Wenn Du jetzt glaubst genau das wäre mein Pfingstgericht, irrst Du.
Der Pfingstochse gehört auch heute noch zu einer Prozession die in manchen Gegenden am Pfingstsonntag abgehalten wird. Das Vieh wird das erste Mal auf die Weide geführt. Allen voran das kräftigste Tier, das mit Blumen und Bändern reichlich geschmückt wird, also der sogenannte Pfingstochse.
Sicher kennst Du den Ausdruck *er/sie sieht aus wie ein Pfingstochse*, also hüte Dich davor Dich zu sehr aufzubrezeln, sonst könntest Du schnell mit Selbigen verglichen werden.
Natürlich wird es bei dem einen oder anderen auch ein Ochse auf den Spieß geschafft haben, aber wir haben im Büdchen überhaupt gar keinen so großen Spieß, und wollten wir einen braten und verzehren, müssten wir schon das ganze Dorf dazu einladen.
Ich habe mich für eine Torte entschieden und Herr GB hat sie kurzerhand zur ultimativen Pfingsttorte gekürt.
Eine Rhabarber-Schaumtorte die vor Leichtigkeit fast schwebt. Mal so ganz unter uns, er hat nicht so ganz unrecht. So cremig und doch so fluffig, und keinerlei sauer wie man es eigentlich vom Rhabarber kennt.
Übrigens auch das Biskuit der Torte war für mich Premiere. Unzählige Male habe ich schon Biskuit gebacken, aber noch nie vorher die Eier mit dem Zucker übers Wasserbad aufgeschlagen. Das kannte ich so nicht.
Aber schau mal selbst, vielleicht backst Du die Torte für den nächsten Feiertag oder Sonntag solange es noch Rhabarber gibt.
Rhabarber-Schaumtorte
Biskuit:
250 g Eier (ca. 4 Große)
150 g Zucker
75 g Maisstärke
75 g Weizenmehl
7 g Weinsteinbackpulver
45 g flüssige abgekühlte Butter
Eier mit Zucker über dem Wasserbad schaumig zu einer weißlichen Creme aufschlagen. Über ein Eiswürfelbad kalt schlagen. Maisstärke mit Mehl und Backpulver mischen und unter die Eiercreme heben. Langsam die flüssige Butter in die Masse rühren.
Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form füllen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C 20 bis 25 Minuten backen. Vorsichtshalber aber die Nadelprobe machen. Wenn kein Teig an der Nadel klebt, ist der Boden okay. Aus der Form nehmen, Backpapier abziehen und auskühlen lassen.

Rhabarberschaum:
200 g roter Rhabarber
Saft 1 Zitrone
40 g Zucker
2 Gelatineblätter
2 Eiweiß
40 g Puderzucker
250 ml Sahne
Den Rhabarber mit der roten Schale in kleine Stücke schneiden, mit Zitronensaft und Zucker weich kochen. Die Gelatineblätter in Wasser einweichen und 10 Minuten quellen lassen. Die Gelatine in dem gekochten Rhabarber auflösen und mit einem Mixstab den gekochten Rhabarber pürieren. Die Sahne steif schlagen. Das Eiweiß zu festem Schnee schlagen und den Puderzucker nach und nach unterschlagen. Das Rhabarbermus erst mit der Sahne vermischen, dann den Eischnee unterheben. Verrühren bis sich alles gut vermischt hat.

Mascarponecreme:
1 Eigelb
30 g Puderzucker
Abgeriebene Schale einer ungespritzten Orange
1 Blatt Gelatine
150 g Mascarpone
1 Eiweiß
30 g Puderzucker
Eigelb mit Puderzucker schaumig weiß aufschlagen. Die Gelatine in Wasser einweichen und 10 Minuten quellen lassen. Auch hier wieder das Eiweiß zu festem Schnee schlagen und den Puderzucker nach und nach unterschlagen. Die Gelatine ausdrücken und mit etwas kochenden Wasser auflösen. Zur Eigelcreme die Mascarpone geben und cremig rühren. Die aufgelöste Gelatine unterrühren, erst mit wenig Creme mischen, dann die Gelatine komplett zur Eier-Mascarponecreme geben. Jetzt noch die geriebene Orangenschale untermischen. Im Anschluss den geschlagenen Eischnee unterheben und alles verrühren.

Die Tortenbiskuite einmal durchschneiden. Tortenring um den Tortenboden legen. Auf den unteren Boden die Rhabarbercreme streichen. Darauf den zweiten Boden legen. Nun die Mascarponecreme aufstreichen und im Kühlschrank 2 bis 3 Stunden erstarren lassen.

Tortenring vorsichtig mit einem erwärmten Messer entfernen. Kakaopulver mit einem Sieb aufstäuben. Mit halbierten Erdbeeren und Schokoröllchen garnieren.

Wenn Du willst machst Du noch als Garnitur etwas Rhabarberkompott und Erdbeergel

Rhabarberkompott:
150 ml Weißwein mit 150 ml Wasser und 150 g Zucker vermischen und auf die Hälfte einkochen. 400 g Rhabarber schälen und in Stücke schneiden. Den Rhabarber in den warmen Sud geben und 1-2 Stunden ziehen lassen.
Rhabarberstücke abgießen und den Saft auffangen. Die Rhabarberstücke zur Seite stellen.

Erdbeergel:
200 g Erdbeeren mit 50 ml des aufgefangenen Saftes mischen und auf kleiner Hitze weich kochen. Sobald die Erdbeeren gar sind mit einem Mixstab pürieren. Die Erdbeermasse durch ein Sieb streichen. Bis zum Verzehr zur Seite stellen.

Jetzt viel Spaß beim Basteln und das nächste Pfingstfest kommt schneller als man denkt.

Sonntag, 15. Mai 2016

Bei mir heißt der Spirali Lurchi, oder Zucchinispaghetti mit Erdbeeren und Honigdressing….

…nein, ich mache heute keine Werbung für irgendwelche Haushaltsgeräte, wobei es schon so einiges in der Büdchenküche gibt was mir sehr ans Herz gewachsen ist und viel zu selten benutzt, oder gar erwähnt wird.
Mein Lurchi ist kein Salamander er ist weder schwarz, noch hat er gelbe Flecke oder ist das Maskottchen eines Schuhherstellers, dessen Schuhe für Kinder geradezu Pflicht waren, also früher, wollte man "in" sein. Eltern die ihren Kindern und dessen Füße etwas ganz besonders Gutes tun wollten, kauften genau diese Schuhe und keine anderen. Obendrein gab es noch ein Heftchen für die Kinder mit den Abenteuern des Schuh-Lurchis. Na das alles ist für mich lange her und der Lurchi von dem ich heute erzähle ist von einer Firma mit fast demselben Namen und kann ganz super schöne Spaghetti aus Gemüse schneiden. Kompaktes Gemüse wie Gurken, Kartoffeln, Kohlraben, jegliche Art von Wurzelgemüse und natürlich die Zucchini eignen sich ganz hervorragend für dieses Gerät. Gemüsespaghetti sind derzeit eh der Renner. Außerdem ist es leichte Kost die sich im Sommer geradezu anbietet.
Neulich als es so warm war hatte man keine Lust auf großes Gedöns in der Küche, also ich auf jedem Fall nicht.
Wiedermal komplett ohne Plan zum Gemüsehändler und das am späten Nachmittag mitten in der Woche. Klar hat der so einiges im Angebot, aber vergleicht man das mit dem Angebot zum Wochenende, dann findet man freitags und samstags regelrechte Schätze vor. Mein Fang waren an diesem Tag Zucchini und Erdbeeren, nicht gerade die größte Ausbeute, aber schon einmal ein Anfang.
Der Fleischdealer (im Ruhrgebiet nennt man ihn auch Metzger) gleich in der Nähe hatte lächelnde Filetspieße in der Auslage liegen und wie Du sicher verstehst, wer so schön lächelt darf mit ins Büdchen.
Mit meiner Tagesbeute stürzte ich mich in die Küche und was dabei herausgekommen ist war ein Zucchinispaghettisalat mit Erdbeeren, Honigdressing und einem Filetspieß. Ach ja, und dann war da noch ein Rest der Käsecreme der neulich von der Tomatensuppe übriggeblieben ist.
Zucchinispaghettisalat mit Erdbeeren und Honigdressing (2 Personen)
Zutaten:
3 kleine Zucchini
250 g Erdbeeren
1 Esslöffel Rapshonig
3 Esslöffel Rapsöl
Saft einer Zitrone
2 Teelöffel rosa Pfefferbeeren
Pfeffer und Salz
Die Zucchini in Spagetti schneiden. Die Erdbeeren waschen und vierteln. Spagetti und Erdbeeren mischen.
Den Honig leicht erwärmen und mit den restlichen Zutaten kräftig mixen. Das Dressing erst ganz kurz vor dem Servieren über den Salat geben.
Als kleine Beilage gab es noch die restliche besagte Mozzarellacreme, etwas Brot und die lächelnden Fleischspieße.

Donnerstag, 21. April 2016

Gute Bezugsquellen quasi vor der Haustür oder Carpaccio mit Salsa Verde…

…Du kennst diese hauchdünnen Scheiben Fleisch aus feinstem Rinderfilet geschnitten, die förmlich auf der Zunge schmelzen!? Die kaum Würze benötigen und zu den Hochgenüssen der Esskultur gehören!?
Ich weiß, Rinderfilet ist kostspielig und man bekommt es nicht gerade zum Suppenfleischpreis, aber selbst gutes Suppenfleisch hat seinen Preis. Wobei Rinderfilet nun noch eine ganz andere Hausnummer ist. Aber manchmal hat man Appetit darauf, etwas Besonderes zu feiern oder einfach weil man sich selbst verwöhnen möchte.
Und eigentlich könnte ich jetzt mit dem Rezept loslegen. Mache ich aber nicht!
Erst einmal rede ich Dir noch ins Gewissen.
Ich habe das ganz große Glück einer der besten Metzger quasi vor der Haustür zu haben und das sehe ich als ganz großen Gewinn an, denn dadurch muss ich keine großen Wege auf mich nehmen. Denn eigentlich möchte ich nicht großartig durch die Gegend fahren um meine Nahrung einzukaufen. Das Glück einen Fleischer mit erstklassiger Ware vor der Tür zu haben war nicht immer so, um genau zu sagen, eigentlich erst seit dem Ersten April. Nein, das ist jetzt kein Scherz.
Na wenn man es genau nimmt, gab es den schon immer in unserem Dorf, aber er war recht abseits und hatte für mich auch etwas unpassende Öffnungszeiten. Aber seit dem Ersten ist unser Dorf schöner geworden und wir haben die beste Bezugsquelle für Fleisch jetzt mitten unter uns. Denn der Metzger hat jetzt einen richtigen Laden im Dorf eröffnet und mit Öffnungszeiten die besser nicht sein können. Von morgens 7 Uhr bis abends 18:00 Uhr. Er beginnt den Tag mit einem Frühstücksangebot, hat einen adäquaten Mittagstisch im Angebot und seine Fleisch und Wurstwaren können sich sehen lassen.
Letzten Samstag musste ich dann auch gleich richtig zulangen. Schinken, verschiedene Wurstwaren, und ein appetitliches Stück Rinderfilet sind mit ins Büdchen gewandert.
Ich wusste schon ganz genau was es geben sollte. Im Dezember hatte ich auf eine dieser beruflichen Tagungen zu denen ich gelegentlich unterwegs bin, ein Carpaccio mit einer Kräutersauce gegessen. Das war so genial, da wusste ich sofort „Klärchen das machst Du nach“

Na und jetzt mit diesem schönen Stück war es dann so weit. Ich bastelte ein Carpaccio mit einer Salsa Verde. Die Wildkräuter (zu meiner Schande muss ich gestehen, ich hatte sie gekauft) und die essbaren Blüten passten wunderbar zu dem zarten Fleisch und rundeten den Genuss.
Aber nun willst Du sicher wissen wie ich es gemacht habe, ich will Dich nicht länger auf die Folter spannen.
Carpaccio an Salsa Verde und Wildkräutersalat mit essbaren Blüten:
Pro Person 75 – 100 g Rinderfilet
Das Rinderfilet gut 1 Stunde vor dem Schneiden in der Gefriertruhe anfrieren.
Für die Salsa:
100 g Zwiebeln in feine Würfel geschnitten
2 Esslöffel Olivenöl
200 ml trockenen Vermouth
2 Bund Petersilie
1 Esslöffel Dijonsenf
weitere 4 Esslöffel Olivenöl
1 Esslöffel Zitronensaft
1 Esslöffel Kapern
Maldon Salzflocken, frischer Pfeffer
Die Zwiebelwürfel in 2 Esslöffel Olivenöl 5 Minuten andünsten. Mit dem Vermouth ablöschen und bei geringer Hitze 15 Minuten weich kochen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Die Blätter der Petersilie zu den Zwiebeln geben und alle restlichen Zutaten ebenfalls zufügen. Kurz mit dem Mixstab alles pürieren.

Das halbgefrorene Filet in hauchdünne (so ca. 3 mm) Scheiben schneiden. Idealerweise funktioniert das mit einer Aufschnittmaschine oder Brotmaschine mit Schinkenmesser. Die Filetscheiben auf Teller legen und im Ofen unter den Grill 1-2 Minuten bei starker Hitze erwärmen.
Nun die Fleischscheiben zusammen mit Wildkräutern und den Blüten auf Teller anrichten. Mit den Salzflocken und frischem Pfeffer würzen und mit der Salsa Verde bestreichen, dazu Brotscheibchen z.B. Baguette servieren.

Sonntag, 5. Juni 2011

Das wird ein toller Spätsommer doch jetzt genießen wir noch Spargel…

Ich freue mich schon so sehr auf September, klar wir haben Juni und Ihr haltet mich endgültig für total bescheuert, aber macht mir nichts. Eigentlich freue ich mich ja immer auf irgendetwas. Im Januar auf den Winterurlaub, im Februar auf Karneval, im März auf Fastenzeit, im April auf Ostern, im Mai auf Renovierungsurlaub, im Juni aufs neue Esszimmer, auf Büdchengeburtstag und auf den September. Was im Juli und August kommt weiß ich noch nicht. Ich weiß nur, bis zum September muss ich noch den Juni, den Juli und den August überstehen. Eigentlich bin ich eher froh wenn die Zeit recht langsam vergeht, aber ich freue mich so sehr auf neue Kochbücher. Nicht auf irgendwelche Kochbücher, nein auf ganz bestimmte Kochbücher. Herr Rafael Pranschke war wieder fleißig und was soll ich sagen, im Herbst bringt der Becker Joest Volk Verlag zwei neue Bücher von ihm heraus. Wenn das wieder solche Knaller sind wie die beiden Ersten Exemplare hier und hier, dann komme ich zukünftig gar nicht mehr aus meiner Küche heraus. Ich meine, das ist ja auch nicht weiter schlimm, denn das Kochen ist ja wirklich eines meiner liebsten Hobbys. Das erste Buch wird sich mit dem Thema Desserts beschäftigt und das Zweite befasst sich mit Partys und Feste. Ich bin überzeugt, das sind wieder solche tollen Bücher mit denen man Eindruck schinden kann. Herr GB freut sich schon immer wenn eins der ersten Bücher in der Küche liegt, fehlt nur noch dass er fragt, ob wieder Kunststunde stattfindet.Kunststunde hatte ich heute mal wieder. Ich dachte solange wie wir noch Spargelzeit haben können wir diese Köstlichkeit auch ruhig auf den Tisch bringen. Mein Schatz hat sich mittlerweile an den Geschmack gewöhnt und findet es sogar sehr lecker, wenn er als Spargelrisotto, Spargelsüppchen, oder wie heute mit Schweinefilet im Zucchinimantel serviert wird. Ich kann Euch was erzählen, das ist so ein Schleckerschnäutzchen, da bin ich echt begeistert, wenn ich Bücher finde die meine Ideen unterstützen, die Kreativität fördern und mich inspirieren. Was jedoch an den Büchern bzw. an den Erklärungen so genial ist, sie sind so wunderbar nachzuarbeiten, dass ich mal behaupten möchte, wenn man etwas kochen kann und ein recht gutes Kochverständnis hat, kann man diese Rezepte nachkochen und die Grundlage kochsüchtig zu werden ist gelegt.Ich sag Euch was, ich freue mich so sehr auf September, das wird ein toller Spätsommer doch jetzt genießen wir noch Spargel…

Schweinefilet im Zucchinimantel mit Spargel
1 Schweinefilet ca. 700g
Salz, Pfeffer
Rapsöl
250 g Hähnchenfilet
200 ml Sahne
ca. 200 g Zucchini
ca. 800 g grüner Spargel

Das Schweinefilet mit Pfeffer und Salz würzen, z.B. mit Steinsalz

und in einer Pfanne in Rapsöl von allen Seiten gut braun anbraten.


Hähnchenfilet in kleine Würfel schneiden mit Sahne vermischen und dem Pürierstab zu einer Face verarbeiten. Ebenfalls mit Pfeffer und Salz würzen.


Zucchini in hauchdünne Scheiben schneiden.

Den Spargel im unteren Drittel schälen. Spargel und Zucchinischeiben kurz blanchieren.
Frischhaltefolie ca. 30 cm lang auslegen. Zucchinischeiben überlappend auf der Folie ausbreiten.

Die Face, idealerweise mit einer Palette auf die Zucchinischeiben streichen.
Dicht nebeneinander den Spargel auf die Face legen.

Nun das Schweinefilet mittig auflegen

und den Rest der Face aufstreichen.

Jetzt die Seiten der Folie hochklappen, um das Filet legen und einrollen. Die Enden der Folie zum Fixieren eindrehen.

Die Rolle in Alufolie wickeln und im vorgeheizten Backofenbei 165°C ca. 40 Minuten gar ziehen lassen.

Dazu eine Rotweinsauce und Kartoffelpüree.

Wir fanden, es hat nicht nur schön ausgesehen, auch die Komination war sehr schmackhaft.


Donnerstag, 5. Mai 2011

Frühlingsroastbeef und auch noch scharf wie ein Radieschen…

Gab ja schon länger kein Fleisch mehr im Büdchen, aber die Kalbshaxe bei Robert ließ kleine Pfützchen im Mund zusammenlaufen und wie jetzt der Beitrag bei Slow Food Ruhrgebiet über den Schultenhof kam, den ich auch persönlich kenne, also ich meine jetzt den Schultenhof, den kenne ich, da war es um mich geschehen. Tief in meinem Herzen scheine ich Jäger zu sein und doch kein Sammler. Gibt ja auch immer mehr Frauen die die Flinte in die Hand nehmen und sich ihre Nächte auf Hochsitzen um die Ohren schlagen. Wobei ich anmerken möchte das es sich hierbei noch lange nicht um Flintenweiber handelt.
Also nichts desto trotz, der Appetit war jetzt da und wollte gestillt werden, aber es sollte etwas sehr schön Zartes sein und wie immer ist Fleisch, auf jedem Fall bei mir, die Beilage. Herr GB ist da ja anders verpackt, nur bluten darf es nicht mehr.
Dann hatte ich ne echt scharfe Idee, ich könnte ja mal eins meiner 2 Kochbücher, oder waren es doch mehr, zu Rate ziehen. Also habe ich das Buch delicious days von Nicole Stich mal durchgeblättert und prompt bin ich auf Seite 88 hängengeblieben. Okay, das kann eigentlich auch ganz egal sein, so egal wie eben 88 ist, ist es aber nicht. Genau auf Seite 88 steht ein echt tolles Rezept und auf der nächsten Seite, also 89, ist ein wirklich schönes Bild und genau dieses Bild hatte es mir angetan.
Fleisch! Zart! Und frühlingsfrisch.
Ruck zuck habe ich Roastbeef gekauft, Frühlingszwiebeln und Radischen, alles andere hatte ich im Haus. Die Ölsorte für das Dressing habe ich ausgetauscht, Ihr wisst schon, lieber Omega 3 statt Omega 6. Das Roastbeef hat sich genau nach Anleitung einige Runden im Pfeffer gewälzt und mit dem Frühlingszwiebel-Radieschensalat war es ein echtes Frühlingsroastbeef und auch noch scharf wie ein Radischen…
1 kg. Roastbeef
2-3 Esslöffel Pfefferkörner, frisch gemahlen
1 Teelöffel feines Meersalz
2 Esslöffel Butterschmalz
Nun zum Gemüse:
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Bund Radieschen
10 Esslöffel Rapsöl
1 ½ Esslöffel Weißweinessig
Feines Meersalz
Küchengarn und Fleischthermometer
Das Fleisch gut eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen damit es Temperatur annimmt. Nun das Roastbeef mit dem Küchengarn fest verschnüren, damit es in Form bleibt und anschließen in dem frischgemahlenen Pfeffer wälzen. Den Backofen auf 100°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Fleisch in einer Pfanne von allen Seiten mit starker Hitze gut anbraten, anschließend in eine vorgewärmte hitzebeständige Form mit der Fettschicht nach oben setzen. Das Fleisch in den Backofen schieben und die Hitze auf ca. 85°-90°C herunter regulieren. Das Roastbeef 2 bis 2 ½ Stunden garen. Wenn das Roastbeef eine Innentemperatur von 60°C erreicht hat ist das Fleisch genauso wie Herr GB es mag, schön rosa und zart. Nun das Fleischstück in Alufolie einschlagen und gut 10 Minuten ruhen lassen.
Zwischenzeitlich Die Radieschen und die Frühlingszwiebeln klein schneiden, ein Dressing aus Essig, Öl und feinem Meersalz herstellen. Das Dressing ca. 5-10 Minutenvor dem Verzehr über das Gemüse geben und durchmischen.
Ich habe dazu Rosmarinkartoffeln gemacht. Die Radieschen habe ich auf etwas Feldsalat angerichtet. Trotz Feldsalat war es ein herrliches Frühlingsessen.

Montag, 2. Mai 2011

Wünsch-Dir-was-Service eingerichtet, ich fange mal mit Rhabarbersirup an…

Lange wollte ich mich ja bei diesen Social Communitys nicht anmelden. Ich weiß noch nicht einmal wie die alle heißen, wobei mir jetzt Twitter und Facebook am bekanntesten sind. Für Twitter bin ich einfach zu blond und naja, Facebook werde ich wohl richtig verstanden haben, wenn es als Antiquarat in einigen Jahrzehnten eingestampft wird. Okay, ich bin zwar mittlerweile dazu in der Lage mich dort auszutauschen, das eine oder andere einzustellen, aber sicher verbirgt Facebook noch Möglichkeiten die mir zeitlebens verschlossen bleiben. Aber ich muss ja auch nicht alles wissen, können oder gar kennen. Aber das Austauschen dort macht richtig Spaß, vor allem man lernt ungemein dazu und bekommt ungeahnte Ideen. Neulich habe ich mich mit Juliane ausgetauscht. Sie will Rhabarbersirup selber machen, aber sie will keinen Grünen sondern Roten. Ich glaube sie darf Rhabarber aus dem Garten ihrer Schwiegermutter kostengünstig stibitzen, nur ist es nicht unbedingt der Rhabarber den sie sich für ihren Sirup gewünscht hätte. Juliane hätte gerne Erdbeerrhabarber gehabt, der ist so schön rot und macht auch schönen roten Sirup. Der Schwiegermuttersirup macht keinen Roten, wie gesagt, ist ja auch kein Erdbeerrhabarber. Weil Juliane darüber ganz traurig war, habe ich ihr versprochen mein Rhabarbersiruprezept hier im Büdchen zu veröffentlichen. Da verrate ich ihr jetzt wie man roten Rhabarbersirup bekommt, auch wenn man nur Grünen hat.
Aber so ganz nebenbei hatte ich dann noch eine gute Idee. Juliane meinte, das wäre ja ein „Wünsch-Dir-was-Service“. Und genau das ist die Idee. Ich werde hier einen Wünsch-Dir-was-Service einrichten. Aber daran muss ich noch etwas arbeiten und überlegen wie das aussehen sollte. Gerne möchte ich Rezepte einstellen bzw. für Euch nachkochen. Über Anregungen würde ich mich super freuen.
Nun aber zum ersten Auftrag von Juliane und zum „Wünsch-Dir-was-Service“, der mit Rhabarbersirup anfängt…
Rhabarbersirup rot:
Schalen von 1,5 kg Rhabarberstangen. Die Schalen sind meistens rot und geben eine super Farbe ab. Den eigentlichen Rhabarber kann man für Kuchen, Kompott oder leckere Dessert verwenden.
Dann braucht man noch 1,5 Liter Wasser und 2 kg Zucker. Beim Zucker bitte auf den weißen zurückgreifen, der Braune macht eine unschöne Farbe und wir wollen ja Roten haben.
Schalen mit dem Wasser und 1 kg Zucker in einen sehr großen Topf füllen und gut verrühren. Alles zusammen aufkochen und ca. 5 Minuten leicht sprudeln lassen, nun herunterschalten und ca. 2 Stunden auf ganz kleiner Stufe köcheln lassen. Den Sud abkühlen lassen, durch ein Tuch gießen und die Schalen abseihen. Die Schalen kräftig im Tuch ausdrücken.
Den Sud abgedeckt über Nacht ruhen lassen. Am nächsten Tag den Rhabarbersirupansatz mit weiteren 500 g Zucker mischen und aufkochen. Wieder über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag die letzten 500 g Zucker in den Ansatz rühren, wieder aufkochen, diesmal aber noch ca. 30 weitere Minuten leicht kochen lassen bis es ein etwas dickerer Sirup ist. Diesen Sirup so heiß wie er ist sofort in Flaschen füllen und verschließen.
Der Sirup ist sehr lecker in Mineralwasser, auf Pudding oder Eis. Wobei für mich ist er eine geniale Grundlage für Rhabarberquark, -Mousse oder Rhabarbereis.
Aber trotzdem habe ich noch eine Anmerkung! Rhabarber hat eine abführende Wirkung und sollte daher nicht übermäßig zu sich genommen werden, vor allem Kinder und ältere Menschen nur in Maßen.
So Juliane, jetzt wünsche ich Dir viel Spaß, Schöner Tag noch und

Freitag, 22. April 2011

Heute tu ich mal Seezungenfiletröllchen machen...

Hier im Büdchen bin ich ja oft am Scheideweg, tu ich es oder tu ich es nicht. Wobei meine Lehrerin in der Grundschule früher immer sagte, das Wort „tu“ gibt es nicht, das steht noch nicht einmal im Duden! Soll ich Euch was sagen, die hat gelogen!!! Das steht drin! Ich meine, ich muss zwar etwas kleinlaut zugeben, dass meine Grundschulzeit schon etwas länger, ähhhm, oder vielleicht auch etwas sehr lange her ist, aber kann es denn echt möglich sein, dass dieses Wort erst später in den Duden aufgenommen wurde und ich es heute erst finde? Eh irgendwelche Fragen kommen, ja zu meiner Grundschulzeit gab es schon den Duden! Wenn ich das damals gewusst hätte das es das Wort doch gibt und in ihm steht, na ich kann Euch was verraten, dann hätte ich ihr aber den Duden auf die Nase gesetzt. Naja, eigentlich ist es ja auch egal, durch sie habe ich ja doch das eine oder andere gelernt. Ich kann es ja auch anders formulieren. Wie z.B.: nicht ich habe es getan, sondern, ich habe ihn gedämpft und zwar in meinem geliebten Dampfgarer. Genau, ich habe mir nicht einfach nur die Zeit in der Küche vertrieben, nein, ich habe für das leibliche Wohl im Büdchen gesorgt und weil der Gatte gerne Fisch ist, gab es Zunge. Seezunge, wie immer selbstverständlich Filet.
Mit Grätengedöns hat mein Schatz es ja nicht so, also gab es gefüllte Seezungenfiletröllchen auf grünem Spargel mit Weißweinsauce und Drillingen. Eigentlich isst der Gatte auch keinen Spargel, aber der Grüne ist ja nur so ein entfernter Verwandter, der schmeckt ja nicht so penetrant nach Spargel wie der Weiße (Worte des Gatten).
Damit mein Schätzchen sich langsam an den Spargelgeschmack gewöhnt, bekommt er natürlich nur die ganz zarten Spitzen, aber ich fange mit dem Rezept mal von Vorne an.
8 Seezungenfilets
120 g Lachsfilet
100 ml Sahne
1 - 2 Esslöffel Milch
Salz, Pfeffer
Grüner Spargel pro Person ca. 5-6 Stangen
Drillinge gekocht mit Schale
150 ml Weißwein
150 ml Fischfond
1 Esslöffel Zitronensaft
100 ml Sahne
2 - 3 Esslöffel eiskalte Butter
Pfeffer, Salz, Zucker


Aus dem Lachsfilet, der Sahne und der Milch eine Face herstellen. Wie das genau funktioniert habe ich hier schon mal erklärt. Nun die Seezungenfilets damit einstreichen und aufrollen. Mit Rouladennadeln feststecken oder mit Schnittlauch umwickeln und verknoten. Die Fischröllchen bei 85°C im Dampfgarer garen. Den Spargel kochen wie gewohnt, ich habe ihn auch im Dampfi gemacht, und wer einen Dampfgarer hat, kann sich schon denken, dass die Kartoffeln auch dorthinein gewandert sind.
Die Kartoffeln habe ich anschließend in Olivenöl gebraten, das war so lecker, noch schön gesalzen und fertig.
Für die Sauce Weißwein, Fischfond, Zitronensaft auf ca. 150 ml einkochen. Die Sahne zugeben und leicht köcheln lassen. Mit Pfeffer, Salz und Zucker würzen. Die Butter unterschlagen bis die Sauce bindet. Ggf. nochmals mit den Gewürzen abschmecken.
Den Spargel auf Teller anrichten, die Seezungenfiletröllchen aufsetzen, die gebratenen Drillinge auf dem Teller anrichten und mit der Sauce garnieren.

Montag, 11. April 2011

Grüner Monat…

Es ist immer noch Frühling und der Appetit auf leichte Küche wird nicht weniger, ganz im Gegenteil. Auch wenn die Tage gerade immer länger werden, bin ich wie immer etwas eilig. Die letzte Woche war gar keine richtige Woche, also ich meine jetzt eine richtige Arbeitswoche, denn gelegentlich muss man auch mal an einer Tagung teilnehmen. Bildung, Informationen, Teamarbeit belebt zwar den Alltag, aber die eigentliche Arbeit wird dadurch nicht weniger und wenn man sich im Hotel herumdrückt, hungert das Büdchen aus und der Gatte im Büdchen auch. Also gibt´s wieder mal was Gesundes. Gesund sind z.B. Omega 3 Fettsäuren. Die Omega 6 Fettsäuren soll man besser von seinem Speisezettel streichen, weil sie eben nicht ganz so gesund sind. Omega 6 Fettsäuren behindern die Produktion wichtiger Gewebehormone und Gewebehormone beeinflussen chronische Krankheiten. So steht es auf jedem Fall in einem der Kochbücher von Herrn Dieter Müller.
Ganz oben auf der Liste der gesunden Öle steht Leinöl. Ich kannte es eigentlich nur aus Erzählungen der etwas älteren Leute die es wohl in der Nachkriegszeit aßen. In verschiedenen Medien wurde immer wieder auf die wertvollen Bestandteile und dem Gesundheitsgrad hingewiesen. Ja und dann haben wir es einfach mal probiert und es ist einfach super lecker. Ich kann gar nicht beschreiben nach was es schmeckt, es schmeckt einfach wie Leinöl und etwas vergleichbares kenn ich eben nicht. Seitdem steht Leinöl öfter auf unserem Speisezettel, allerdings immer in folgender Version: Pellkartoffeln, Quark mit Schnittlauch, Champignons mit Frühlingszwiebeln und Leinöl. Gesund und schön grün, passend zum sonnigen April, der grüne Monat…

Sonntag, 10. April 2011

Suppengeneralprobe für Ostern mit Mälzer und Co…

Ich liebe den Frühling, für mich ist er die schönste Jahreszeit. Alles erwacht zur Blüte und krabbelt aus dem Winterschlaf. Die Luft ist rein und klar, die Sonne wärmt, aber piekt noch nicht auf der Haut. Morgens ist es zwar noch kühl, doch im Laufe des Tages erwärmt sich die Luft und die zarte Wärme ist schmeichelnd und nicht stickig. Natürlich hat jede Jahreszeit seinen Reiz und ist wunderschön, nur der Frühling hat für mich einen klitzekleinen Kick mehr. Hmm, ob es daran liegen könnte, dass ich im Frühling geboren bin, oder weil ich nur schöne Erinnerungen an den Frühling habe? Es ist müßig das zu erforschen, also wird es wohl immer ein Geheimnis bleiben.
Im Frühling gibt es auch die ersten frischen Kräuter wieder und gestern auf dem Markt konnte ich mich fast wieder nicht entscheiden welche Kräuter ich kaufen soll. Hinterher habe ich mich für Kerbel, Sauerampfer, Estragon, Schnittlauch, Bärlauch und Petersilie, natürlich die Glatte, entschieden.
An einem Anderen Stand sah ich diese super schönen Wachteleier, also gingen die auch noch mit.
Ich klapperte mit Herrn GB noch den einen oder anderen Stand ab und die Taschen wurden immer voller!
Tja und dann hatte ich ein Blackout, was soll ich denn jetzt kochen?
In solchen Fällen hilft mir immer der Stapel neue, unbenutzte, noch nicht gelesene Kochbücher. Ich bringe es nur nochmal eben kurz und bündig in Erinnerung, meine Lieblingslektüre: Kochbücher, Kochbücher, Kochbücher.
Im Stapel habe ich das Buch vom Mälzer und Witzigmann gefunden.
Die Zwei haben darin eine legierte Kräutersuppe mit Wachteleier. Die Zutaten waren wie maßgeschneidert und überschaubar, solche Rezepte gefallen mir.
Ich habe das Süppchen mit Abwandlungen nachgebastelt und bin zum Entschluss gekommen, das ist ein Süppchen für Ostern, dann aber ohne Mälzer und Co…
1 Bund Kerbel
1 Bund Estragon
1 Bund Sauerampfer
1 Bund glatte Petersilie
1 Scheibe Toastbrot ohne Rinde
1 Esslöffel Butter
400 ml Gemüsebrühe
Salz und Muskatnuss
200 ml Sahne
200 ml Milch
14 Wachteleier
4 Eigelbe
3 Esslöffel eiskalte Butter
Die Kräuter hacken und 8 Teelöffel für die Dekoration zur Seite stellen. Das Toastbrot in kleine Würfel schneiden, ein Esslöffel Butter in einer Pfanne erhitzen und die Würfel rundherum braun anbraten, ebenfalls zur Seite stellen. Die Wachteleier in kochendem Salzwasser ca. 3 Minuten kochen, in kaltem Wasser sofort abspülen und pellen.
Die Milch mit der Sahne und den Eigelben verschlagen.
Die Gemüsebrühe erhitzen, die Kräuter in die Brühe geben und nicht mehr kochen. Nun etwas Brühe in die Sahne-Milchmischung geben, verrühren und anschließend alles nach und nach in die Brühe gießen. Nun die Suppe nur noch ganz langsam erwärmen und dabei ständig rühren. Die Suppe darf nicht mehr kochen sonst gerinnt sie. Nun noch die eiskalte Butter in die Suppe schlagen und so die Suppe binden. Suppe in vorgewärmte Teller geben, Wachteleier halbieren und jeweils 7 Hälften in die Suppenteller geben, mit den restlichen Kräutern bestreuen und wenn man hat, noch Schnittlauch auflegen. Die gerösteten Brotwürfel nach Bedarf zur Suppe reichen. *ich habe die Brotwürfel zwar gemacht, aber prompt vergessen*