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Freitag, 29. Juli 2016

Für die nächste Hitzewelle geübt, oder Grüne Gazpacho mit Garnelen…

…letzte Woche bist Du bei dem Gedanken Dich zu bewegen schon förmlich dahin geschmolzen und diese Woche sind fast schon wieder Temperaturen, um an den nächsten Schmorbraten zu denken. Aber ganz so schnell lass ich den Sommer nicht aus den Fängen. Ich locke ihn nochmal hier im Büdchen mit einer grünen Gazpacho. Die hatte ich am letzten Samstag gekocht zubereitet. Es war recht schwül und Herr GB hatte genauso wenig Appetit wie ich. Wir waren den ganzen Tag unterwegs, im Büdchen startet die nächste Renovierungswelle und nächsten Monat ist es dann wieder soweit. Im letzten Jahr wurde hier die Hälfte des Büdchens von links nach rechts umgekrempelt und renoviert und jetzt ist die andere Hälfte dran. Aber das Schlimmste haben wir hinter uns, das was jetzt kommt ist erträglich.
Bei der letzten Renovierung wurden die Handwerker gebührend bewirtet und somit bei Laune gehalten. Da hatte ich allerdings auch Zeit, ich hatte Urlaub. Diesmal sieht das Ganze etwas anders aus, diesmal habe ich nicht so viel Zeit, da wird das Beköstigungsprogramm nebenher absolviert.
Ich hoffe auf warme Tage und wenn ich Glück habe, kommt die Gazpacho von letztem Samstag nochmal zum Einsatz.
Grüne Gazpacho mit Garnelen
1 kleine Salatgurke
1 grüne Paprikaschote
2 Stangen Staudensellerie
½ Bund Basilikum
½ Bund glatte Petersilie
½ Bund Brunnenkresse
½ Päckchen Kresse
2 Zehen Knoblauch
500 ml Gemüsebrühe
Saft und abgeriebene Schale einer Zitrone
2 Teelöffel Olivenöl
3 Esslöffel Apfelessig
3 Esslöffel Zucker
1 Teelöffel Chilisauce, asiatisch
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Alle Zutaten in kleinere Stücke schneiden und in einen leistungsstarken Mixer/Blender geben. Auf höchster Stufe zu einer cremigen, homogenen Suppe pürieren. In eine geeignete Kanne füllen und einige Stunden im Kühlschrank herunter kühlen.
Kurz vor dem Anrichten pro Person 3-4 küchenfertige Garnelen in etwas Öl in wenigen Minuten von beiden Seiten braten. Die gegarten Garnelen zusammen mit der Suppe anrichten und servieren.

Mittwoch, 20. Juli 2016

Büdchen Hot Pott, oder Gemüsesuppe mit Fisch…

…man soll es doch nicht glaubt, kaum habe ich den Speiseplan den Wetterbedingungen angepasst, schon kommt der Wechsel auf schön. Also beim Wetter auf schön, der Speiseplan ist selbstverständlich immer super - sagt die Köchin und das bin ich.
Die Temperaturen um die 20°C herum ließen jetzt nicht wirklich Rückschlüsse darauf zu, dass wir Sommer haben.
Was macht man dann in solchen Situationen? Man passt sich an.
Auch wenn ich eine Gänsekeule hätte verputzen können, habe ich das logischerweise natürlich nicht gemacht. In die Aufpolsterungsabteilung geht es frühestens erst wieder ab November.
Jetzt ist leichte Küche angesagt, wie z.B. einen Hot Pott. Ich meine hier im Pott geht es ja immer heiß zu, selbst bei frischen Temperaturen, doch ist die Umgebungstemperatur zu kühl hilft man halt mit etwas Heißem nach.
Dieser Hot Pott steht schon seit einiger Zeit auf meinem Ofen Nachkochwunschzettel, er ist jetzt auch nichts super Außergewöhnliches, aber bei 30°C stürze ich mich lieber auf Salat statt auf eine heiße Suppe. Außerdem wird mein Hot Pott erst so richtig gut mit Fisch und verschiedenen Meerestieren wie mit Jakobsmuscheln, Garnelen, Tintenfisch und Miesmuscheln. Okay, die Miesmuscheln streichen wir wieder, die werden hier im Büdchen nicht von jedem geliebt.
Aber Du weißt sicher schon worauf ich hinauswill, heiße Suppe mit Fisch bei 30°C muss man nicht unbedingt haben. Aber!!!!!! Der nächste kalte Temperaturschock kommt bestimmt und dann weißt Du was Du kochen kannst. Natürlich nur, wenn Du weiterließt und das Rezept verinnerlichst. Einen Tipp habe ich noch, und mal so ganz unter uns man sieht es auch auf den Bildern, die Konsistenz ist nicht ganz so schön. (Ist übrigens auch einer lieben Freundin im Social Net aufgefallen, nochmal Danke) Möchtest Du die Suppe homogener haben, mache Dir die Mühe und streiche sie durch ein Sieb, es lohnt sich wirklich.
Büdchen Hot Pott
1 Stange Lauch, in Scheiben
2 mittelgroße Möhren, in kleine Würfel
3 Zwiebeln, fein gehackt
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Knolle Fenchel mit Grün, in kleine Stücke geschnitten
Ca. 70 g Knollensellerie in kleine Würfel
2 Stangen Staudensellerie, in kleine Scheibchen
Ca. 1 kg. San Marzano Tomaten, in kleine Stücke geschnitten
Ca. 500 g Fisch / Meerestiere (Seeteufel, Jakobsmuscheln, Garnelen)
0,1 g Safranfäden
1 Teelöffel Sternanis, ganz
2-3 Stiele Oregano
2-3 Stiele Bohnenkraut
2-3 Stiele Thymian
2 Lorbeerblätter
1 Chilischote, ohne Kerne fein gehackt
Pfeffer frisch gemahlen
Salz
100 ml Noilly Prat
500 ml Fischfond
500 ml Gemüsebrühe
2 Esslöffel Tomatenmark
Olivenöl
Essbare Blüten
Knoblauchmayonnaise
Brot z.B. Ciabatta oder Baguette
Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebeln zusammen mit dem Knoblauch unter Rühren glasig dünsten. Anis zusammen mit dem Tomatenmark zufügen und kurz mit dünsten.
Mit 50 ml Noilly Prat ablöschen und weiterdünsten. Nun alles Gemüse, außer die Tomaten, zugeben und anbraten. Nach einigen Minuten den restlichen Noilly Prat, wie auch den Fischfond und die Gemüsebrühe angießen. Jetzt die Tomaten zusammen mit den Gewürzen und den Kräutern zufügen. Alles auf kleiner Hitze im geschlossenen Topf gute 25 Minuten garen.
Anis, Lorbeerblätter und die Stiele der Kräuter entfernen.
Die Suppe gründlich pürieren und ggf. durch ein Sieb passieren (Du weißt schon, sie wird dann geschmeidiger) Die Suppe wieder zurück in den Topf und nochmals erhitzen. Den Seeteufel und die geputzten Garnelen in die Suppe legen, die Suppe nicht mehr kochen lassen, der Fisch und die Garnelen sollen jetzt nur noch garziehen.
Zwischenzeitlich in etwas Olivenöl die Jakobsmuscheln braten.
Die Suppe in tiefen Tellern anrichten, einen Klecks Knoblauchmayonnaise hineingeben, den Fisch mit Garnelen und Jakobsmuscheln in die Mitte setzten und als Deko z.B. noch eine Kapuzinerblüte. Etwas Brot dazu.

Glaub mir, damit rettest Du jeden kühlen Sommertag.

Mittwoch, 22. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 13 – noch ein Tor, Portugal vor…

…für die Ungarn hatte ich neulich Paprikahuhn gekocht, heute sind die Portugiesen mit Feijoada de Marisco dran. Ich habe keine Kosten und Mühen gescheut und quasi alles gegeben. Der Gatte hat bei einem portugiesischem Arbeitskollegen das Rezept erbettelt, der Kollege hat es für mich übersetzt, ich habe dann noch die Zutaten besorgt und ab an den Ofen.
Ein Eintopf der den Siegeszug in Portugal startete und über die Kolonien Mosambik, Macau und Brasilien ferne Teile der Welt eroberte.
Der Gatte wollte es unbedingt serviert bekommen, aber mal so ganz unter uns, ich glaube er wusste nicht so ganz auf was er sich da eingelassen hat. Ein Rezept mit so viel Meeresgezeuchs würde ich mich niemals trauen zu kochen, aber er hat es nicht anders gewollt.
So ein ganz kleines Bisschen sehe ich Parallelen zur portugiesischen EM-Mannschaft, ich glaube, sie hatten auch keine Ahnung auf was sie sich da einließen. Die Ungarn waren schließlich von neulich noch gestärkt und wie ich gehört habe bei Oberst trifft Sahne wurde auch für die Ungarn gekocht, ich bin auf den Beitrag gespannt.
Die Portugiesen hatten es nicht einfach und wenn man mal ganz ehrlich ist, mit ihrem 3:3 waren sie bestens bedient.
Und jetzt nach dem Spiel können sie sich an dem besagten Eintopf erfreuen, uns hat er geschmeckt, auch wenn Herr GB die Muscheln aus dem Gericht fischte und auf meinem Teller entsorgte, auch wenn ich ihm die Garnelen auseinander puhlen musste und auch wenn wir vergaßen ein Glas Wein dazu zu trinken. Ein gelungenes Essen das zur WM gerne wiederholt werden kann.
Feijoada de Marisco:
1 Chilischote fein gehackt
1 große Zwiebel in Würfel geschnitten
1-2 dicke Knoblauchzehen fein gehackt
2 Möhren in Würfel
1 Lorbeerblatt
100 g Baconwürfel
1 Esslöffel Tomatenmark
400 g weiße Bohnen, gekocht
½ Bund Koriander
300 g Meeresfrüchte (Tintenfisch, Muschelfleisch, Krabbenfleisch) zur Not TK
250 ml frischen Weißwein
1 Esslöffel Olivenöl
Garnelen
Olivenöl erwärmen und die Zwiebelwürfel, die gehackte Chilischote, den Knoblauch und die Möhrenwürfel gute 4 Minuten anschwitzen. Lorbeerblatt, Baconwürfel und Tomatenmark zufügen, weiter anschwitzen.
Die Meeresfrüchte zufügen und alles zusammen nochmals 4-5 Minuten anschwitzen. Solltest Du keine Frischen bekommen, geht als Alternative auch eine Tüte Meeresfrüchte aus der Tiefkühlung.
Mit dem Weißwein ablöschen.
10 Minuten köcheln lassen. Die Bohnen zufügen und den Koriander hacken und untermischen. Weitere 20 Minuten leise köcheln.
Zwischenzeitlich die Garnelen in Wasser gar kochen und anschließend zu dem Bohnengemisch geben. Mit Salz und evtl. mit Pfeffer abschmecken nochmals 5 Minuten garen.
Das Lorbeerblatt entfernen, auf Teller anrichten und servieren.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Der Esstisch zieht nach draußen, oder Avocadocreme mit Apfel und Garnelen...

…ach wie herrlich sind diese schönen Frühsommertage mit der frischen Kühle am Morgen und dem lauen Lüftchen am Abend. Jetzt sag doch mal, da möchte man doch wirklich einfach nur raus an die frische Luft und den Sonnenschein genießen.
Jetzt kann man ja nicht ständig dem lieben Gott den Tag stehlen und sich ausschließlich mit seinem Freizeitvergnügen beschäftigen, aber so ein ganz kleines bisschen Freizeitglück kannst Du Dir durchaus in den Alltag hineinretten. Was hältst Du davon Dir zum Beispiel mal einen Picknickkorb zu packen, oder die Satteltaschen mit Leckereien zu befüllen und nach der Arbeit mal eine kleine Fahrradtour zu starten. Du bereitest Dir einfach einige Kleinigkeiten zu, die Du gut transportieren kannst und schon holst Du Dir etwas mehr Lebensqualität und Freude in Deinen Alltag.
Du meinst das ist nicht ganz so einfach? Dir fehlen die Ideen?
Vor mir liegt ein Buch das Dir eine gute Unterstützung für so ein Vorhaben sein könnte.
An dieser Stelle herzlichen Dank an den Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Eine Ansammlung von Rezepten für Köstlichkeiten die für Picknick, Party, Fahrradtour oder einfach nur für das draußen Essen gedacht sind. Ich liebäugle mit dem einen oder anderen Rezept das ich in das Büroversorgungsprogramm aufnehme.
Nee, ich habe jetzt nicht die Kantine meines Arbeitgebers übernommen, weiterhin bin ich im Büro Selbstversorger. Ich meide die Kantine und packe, wie sich das gehört, jeden Morgen schön das Lunchpaket ein, damit ich durch den Tag ohne Schokoriegel und Konsorten komme.
Aber geht es Dir nicht auch oft so, Dir fehlen Anregungen!? In diesem Buch bin ich fündig geworden, aber eh ich Dir zeige was ich als erstes aus dem Buch nachgebastelt habe, erzähle ich Dir noch etwas über das hübsche Buch.
Es ist mit den Abmaßen von 19 x 24 cm und mit einem Hardcover recht handlich. Es hat 139 Seiten und gleich am Anfang startet es mit einem Inhaltsverzeichnis. Danach ein kleines Vorwort zum Buch und was mir hier sehr gut gefällt, Du findest Hinweise und einige Tipps zur Verpackung der Speisen, damit Du sie auch gut transportieren kannst. Das Vorwort beschränkt sich auf zwei Seiten und auf Seite 10 findest Du auch schon gleich das erste Rezept.
Eingeteilt ist das Werk in folgende Gruppen:
Soupelicious – Suppe, Gazpacho & Friends
Es grünt so grün – Frische Salate on the go
Snack it – Leckere Kleinigkeiten für Unterwegs
I’ve got hungry eyes – Gerichte mit Sattmachergarantie
Sugar for my Honey – Süsse Leckerbissen
Das Register auf Seite 134 das nach dem Abc gegliedert ist, ist sehr hilfreich und übersichtlich.
Mit einer Auswahl von acht Suppen, die man zum Beispiel in Thermosflaschen transportieren kann, ist ein guter Start gelungen. Etwas irritiert war ich allerdings warum die Avocadocreme mit Apfel und Garnelen, die ich heute vorstellen werde, ebenfalls in der Suppenkategorie zu finden ist.
Zu jedem Rezept ist das passende Bild abgedruckt und obendrein ein Tipp zum Transport der Speise. Auch der Hinweis ob und wie das Gericht an Ort und Stelle angerichtet werden soll, oder ob das Anrichten schon Zuhause vorgenommen werden sollte, finde ich durchaus hilfreich.
Unter jedem Rezept ist die Personenzahl, die Zubereitungszeit, der Schwierigkeitsgrad und ob es vegetarisch oder vegan ist, vermerkt. Hier hätte es mir gefallen, nochmals eine kleine Aufstellung zu finden, die genau nach den genannten Kriterien unterteilt wäre.
Zwar ist jedes Rezept bebildert, aber der sogenannte Shabby Chick, ich weiß noch nicht einmal ob man das so bezeichnen kann, ist für mich nicht ganz so gelungen. Aber es mag auch an der Qualität der Bilder liegen, beziehungsweise an der Druckqualität. Da bin ich nicht der Profi, der ein respektables Urteil liefern kann. Da geht nur gefällt, oder gefällt nicht.
Zu einem Preis von 17,99 € ist es im einschlägigen Buchhandel unter unten genannter ISBN erhältlich. Ebenfalls ist es als eBook erschienen.
ISBN: 978-3-7995-1022-6
Mein Fazit: Ein Buch mit schönen, interessanten Rezepten die auch gleichzeitig zur eigenen Kreativität anregen. Für jeden etwas dabei und mit diesen Rezepten kommt man schnell weg vom Nudelsalat-Frikadellen-gekochte Eier-Klischee. Mit diesen Kleinigkeiten macht ein Ausflug ins Grüne jenseits der Massenverköstigung wieder Spaß. Also eins ist sicher, wir werden den Sommer für das eine oder andere Picknick nutzen und dann packe ich bestimmt auch die Avocadocreme mit Apfel und Garnelen ein.
Avocadocreme mit Apfel und Garnelen:
160 g gekochte Garnelen
Salz
Pfeffer aus der Mühle
2 Äpfel Granny Smith
Saft einer ½ Zitrone
1 ½ Avocado (ich habe 2 Avocados verarbeitet)
1 Messerspitze Koriander gemahlen
½ Teelöffel Zucker
Koriandergrün für die Deko
Die Garnelen klein schneiden. Die Äpfel waschen, entkernen und in Würfel schneiden.
Mit den Garnelen und einem Esslöffel Zitronensaft vermischen.
Die Avocado halbieren, ebenfalls entkernen und das Fruchtfleisch aus der Schale heben. Mit dem restlichen Zitronensaft und Salz, Pfeffer, Zucker und dem gemahlenen Koriander mit einem Mixstab pürieren. Die Äpfel mit der Avocadocreme in kleine Schalen oder Einmachgläser schichten. Mit dem Koriandergrün dekorieren und gut verschließen.
Anmerkung: Im eigentlichen Rezept sollen 1 ½ Avocados verwendet werden, aber wer Avocados kennt weiß wie schnell sie verderben und unansehnlich werden, deswegen habe ich die ganzen Avocados verarbeitet.

Montag, 28. Juli 2014

Bald ist das nächste Kochtreffen und mir fällt nichts ein als Kohlrabispagetti…

…seit Tagen wälze ich hier Bücher und Hefte, ich suche nach etwas richtig tollem womit ich mein Kochfreunde, die gefräßige Bande, verwöhnen kann. Im August ist wieder ein Kochtreffen angesagt und mir will einfach nichts Richtiges einfallen. Ich glaub ja das liegt an den warmen Temperaturen, man hat zwar hier und da ein Hüngerchen, aber eigentlich isst man nur Kleinigkeiten. Ich kann doch unmöglich mit Kleinigkeiten bei denen aufkreuzen und wer weiß wie das Wetter im August ist, vielleicht sollte ich mir bis dahin doch besser ein schmackhaftes Schmorgericht überlegen. Doch noch genialer wäre es, ich hätte für jede Wetterlage etwas im Ärmel Kochtopf.
Gestern war es ja auch so warm, obwohl eigentlich Gewitter angesagt waren die Abkühlung bringen sollten. Aber nix da, hier ging noch nicht einmal ein leichtes Lüftchen. Also habe ich die Ochsenbäckchen, die ich durch Zufall am Samstag ergattern konnte, in Rotwein und Madeira eingelegt und die Garnelen, die eigentlich für heute vorgesehen waren, wurden hemmungslos gedämpft. Es waren schon recht hübsche Tierchen die ich da gekauft hatte.
Mit Haut und Haaren, oder doch eher mit Kopf und Darm. Und genau das ist ja so mein Problem. Eine ganz liebe Kochfreundin macht die kleinen Flutschis ja ruck zuck sauber, entfernt Kopf und Darm und stört sich nicht im Geringsten an dieser, na sagen wir mal, unangenehmen Arbeit. Ich muss mich da schon etwas mehr überwinden, doch wer genießen will muss auch mal so die eine oder andere Hürde nehmen und die Freundin wohnt eh am gefühlten Ende der Welt, die kommt nicht mal eben vorbei und hilft. Nachdem ich die Garnelen aufgehübscht hatte kamen sie noch schnell für 5 Minuten in den Dampf. So fertig, jetzt waren die Kohlrabis dran.
Kohlraben haben selbstverständlich keinen Darm und das macht sie mir auch so sympathisch. Schälen ging schnell und dann wurden sie in den Lurchi eingespannt und zu Spagetti gedreht.
Heißes Wasser stand schon bereit und die Spagetti wurden mal eben schnell 5 Minuten ins heiße Wasser geschmissen. Ich sag doch, schnelle leichte Kost.

Eine Sauce wurde noch so ganz nebenbei schnell aus etwas Gemüsebrühe (bitte koche Dir Gemüseschalen aus und verwende nicht das Fertigzeugs), Weißwein, Noilly Prat, einer Schalotte, und einem Bund gehacktem Basilikum geklöppelt. Aufmontiert mit eiskalter Butter und mit Salz abgeschmeckt.
Die Kohlrabispagetti zusammen mit den gedämpften Garnelen auf Teller anrichten, etwas Sauce darüber und servieren, ach ja ein Basilikumblättchen als Deko macht sich auch noch ganz gut…

Mittwoch, 23. Januar 2013

Nicht wirklich regional, Garnelen auf Bandnudeln in Möhrensafransauce…

…kennst Du das auch, dass Du je kritischer Du wirst, Du umso verwöhnter bist? Ich meine jetzt nicht, dass nichts mehr gut genug für Dir ist, sondern Du feststellst, gewisse Lebensmittel auch nur noch in einer bestimmten Qualität haben willst, Du aber ansonsten lieber darauf verzichtest?
Im November letzten Jahres war ich ja mit der Freundin in Bremen auf der Slowfood Fisch und wir hatten die Gelegenheit Garnelen aus Vietnam, aus einer Biozucht zu probieren. Die schmeckten wirklich sehr gut, die Konsistenz des Fleisches war fest und sehr aromatisch. Dann servierte man uns frei gefangene Ostseegarnelen. So etwas Delikates habe ich schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gegessen. Den Geschmack kann ich gar nicht beschreiben, aber sie erinnerten mich an die Garnelen die ich vor über 30 Jahren auf den Kanarischen Inseln gegessen habe. Ich kann mich noch gut erinnern wie begeistert ich damals war. Ich hätte täglich etwas mit Garnelen essen können. Von Zuhause kannte ich sie nicht, schließlich gab es im Ruhrgebiet kein Gewässer das diese kleinen Krabbeltiere beherbergte. Aus Erzählungen weiß ich, dass es früher hier in den Bächen und Flüssen Flusskrebse gab. Doch die haben natürlich nicht mit Garnelen zutun. Also wieder zurück zur Ostsee und diesen kleinen schmackhaften Genussbomben.
Jetzt ließ mich der Gedanke ja nicht los, ein schmackhaftes Essen für Herrn GB, mit diesen Tierchen, zu machen. Ich kann Dir was sagen, das halbe Ruhrgebiet habe ich seit November umgekrempelt und nach Ostseegarnelen aus freiem Fang gesucht. Sicher hätte ich auch noch die andere Hälfte durchsuchen können, aber eigentlich verließ mich schon die Hoffnung als ich mit meiner Aktion startete, denn die Fachleute auf der Messe in Bremen machten uns schon von vorneherein keine Hoffnung auf freiverkäufliche Garnelen in dieser Qualität. Sie sollten Recht behalten.
Nach langem Suchen habe ich Garnelen aus Vietnam bekommen die aus Biozucht stammten (naja, das glaube ich jetzt auch mal). Normal essen wir so gut wie nie Garnelen, doch ich wollte Herrn GB unbedingt eine Kombination aus Garnelen mit Möhren und Safran servieren. Was passte da besser als Nudeln, um genau zu sagen Bandnudeln. Die habe ich natürlich wie immer selbst gemacht und weil ich zu faul war den Nudeltrockner aufzustellen mussten die Stangengriffe meiner Küchenschubladen herhalten. Folie über die Griffe und darauf die frischen Nudeln. Dort konnten sie dann vor sich hin trocknen.
Die Garnelen quetschte ich einfach in meinen Kontaktgrill und rasend schnell waren die gar. Mit der Sauce habe ich mich auch nicht lange aufgehalten. Möhren geputzt und in Würfel geschnitten. Die Würfel in einen Topf geben und mit einer Prise Zucker und Salz würzen. Ein Esslöffel Wasser zugeben und knappe 15 Minuten stehen lassen. Jetzt haben die Möhren Zeit noch etwas Wasser ziehen zu können, so braucht man keine zusätzliche Flüssigkeit und die Mähren garen im eigenen Sud. In ungefähr 200 ml Sahne einige Fäden Safran auflösen. Die Möhren zum Kochen bringen und anschließend auf niedrige Hitze herunter schalten. Die Safransahne zu den Möhren geben und die Möhren garziehen lassen.
Die Bandnudeln garst Du in Salzwasser bissfest. Gießt sie ab und richtest die Nudeln mit den Möhren, etwas Safransauce und den Garnelen an.
Ging doch schnell und die Zeit die Du bei der Garnelensuche vergeudet hast, die hast Du doch jetzt locker wieder raus.

Montag, 16. April 2012

Spinatgarnelen auf Wildreis...

Sind die Osterferien tatsächlich schon wieder vorbei? Kaum zu glauben, aber spätestens auf dem Weg zur Arbeit ist es hundertprozentig sicher. Die Schulbusse sind wieder unterwegs und die Mamaprivattaxis, die die Straßen rund um Schulen blockieren, auch. Jetzt freue ich mich auf die Sommerferien und das heißt dann sechs Wochen an einem Streifen keine überfüllten Straßen und locker eine viertel Stunde weniger morgens unterwegs. Aber es heißt auch Sommerzeit und Badezeit. Tja und selbst das Klärchen hat dann auch irgendwann Urlaub und will in ihre Bademode wieder hineinwachsen, eigentlich wie jedes Jahr. Also wird der Speiseplan wieder bunt gestaltet. Dafür gibt’s wieder jede menge Gemüse und das ganze wird unterstützt mit Eiweiß.Na, schon gespannt was es gibt?
Spinatgarnelen auf Wildreis
200 g Wildreis
6 Tomaten
2 Blutorangen
2 Schalotten
1 Esslöffel geriebenen Ingwer
300 g feinen Blattspinat
1 Esslöffel Sonnenblumenöl
Salz und Pfeffer
Pro Person 4-6 küchenfertige Garnelen
Reis mit doppelter Menge gesalzenes Wasser garen.
Die Tomaten häuten, entkernen und in Stücke schneiden. Orangen schälen und filetieren, dabei den Saft auffangen. Schalotten fein Würfeln.
Das Öl erhitzen die Schalottenwürfel kurz anschwitzen, Spinat zugeben und zusammenfallen lassen. Tomatenwürfel, Orangenfilets mit Saft und Ingwer unterheben. Die Garnelen auflegen, mit einem Deckel schließen und bei geringer Temperatur 5 bis 10 Minuten garen. Den Reis auf Teller zusammen mit den Spinatgarnelen arrangieren.
Jetzt im Frühling mögen wir gerne einen spritzigen Weißwein dazu. So macht die Vorfreude auf den Sommer doch richtig Spaß…


Montag, 27. Februar 2012

Sitzwohl oder Safran-Kasspatzln mit Rotweingarnele...

Richtig gemütlich haben wir es uns am Wochenende gemacht und endlich Zeit gefunden in aller Ruhe Bücher zu blättern. Kochen ist logischerweise auch nicht zu kurz gekommen, aber erst einmal war lesen und Bücher blättern angesagt.Letztens ist wieder ein tolles Buch im Büdchen eingezogen und vor lauter Begeisterung hätte ich fast an meine Besucher im Büdchen nicht mehr gedacht. Dabei warten die doch immer auf meine Büdchennews.
Ja wie gesagt, es ist ein neues Buch eingezogen, aber nicht nur einfach irgendein Kochbuch, sondern ein absolutes Genussbuch.
Sitzwohl! Nein ich frag jetzt nicht ob du gut sitzt, das Buch heißt Sitzwohl.
Es ist im Verlag COLLECTION ROLF HEYNE erschienen und irgendwie haben die Bücher aus diesem Verlag es von Haus aus so an sich, in der Optik schon kleine Kunstwerke zu sein.
Folglich liegt ein kleines Kunstwerk vor mir, aus dem ich Euch etwas kochen werde.
Doch erst möchte ich es beschreiben:
Das Buch kommt mit einem stattlichen Format daher und ist in dezenten Grautönen, die einen puristischen Eindruck hinterlassen, gehalten. Der Schutzumschlag ist dem Hardcover nachempfunden und auf ihm sind zwei Frauen abgebildet die ein Bild tragen auf dem sie wiederum abgebildet sind. Witzige Idee und sehr ansprechend, für mich strahlt es Lebensfreude und Spaß am Moment aus.
Die abgebildeten Damen sind in Kochkleidung wie man es aus der Profiküche kennt, unverkennbar sie sind Küchenchefinnen. Um genau zusagen, es ist Frau Elisabeth Geisler und Frau Irmgard Sitzwohl. Ja richtig, hier taucht der Begriff Sitzwohl wieder auf. Auf den ersten Seiten wird geschildert wie die Damen zu Ihrem Restaurant gekommen sind. Ja korrekt, sie betreiben ein Restaurant in Innsbruck und es heißt Sitzwohl. Hier scheint der Name Programm zu sein und was ich auf den folgenden Seiten lese bestätigt meinen Eindruck. Die Autorinnen, oder besser die Köchinnen, geben in einem Interview persönliche Einstellungen und Wünsche frei. Sie äußern sich über ihre Schwerpunkte in ihren Leben und ihrer praktizierten Küche. Das Buch macht nicht nur Lust zum Kochen, es macht auch Lust nach Innsbruck zu fahren und sich von den Damen bewirten zu lassen.
Aber eh eine Reise angetreten wird, muss noch aus dem Buch gekocht werden, schließlich ist es ein Kochbuch.
Es ist nach Jahreszeiten gegliedert. Derartige Bücher kommen mir immer sehr entgegen, so kann ich nach der Saison kochen und muss mich nicht verbiegen. Es wir mit recht bodenständigen Zutaten gekocht und auch das macht es dem Hobbykoch um einiges leichter. Der Mediterrane und Asiatische Einschlag ist zeitgemäß und die Damen spielen förmlich mit unterschiedlichen Aromen. Das macht Spaß zu lesen.
Doch vor allem macht es einem Hobbykoch, wie mir Spaß wenn die Rezepte für einen nicht Profi umsetzbar sind und gelingen.
Die Rezepte die ich mir aussuchte hielten was sie versprachen und die leichte Umsetzbarkeit machte Lust auf mehr.

Mein Fazit: ein gelungenes Buch mit puristischen, aussagekräftigen Bildern, genialen Genusskombinationen in den Rezepten und verständliche Rezepte die für einen ambitionierten Hobbykoch leicht umsetzbar sind. Nebenbei noch ein wunderschönes Buch für Genussmomente der Stille...

Der Verlag sagt folgendes:
ELISABETH GEISLER
IRMGARD SITZWOHL
SITZWOHL - UNSER KOCHBUCH
IHRE SINNE WERDEN SICH FREUEN
Sitzwohl - nomen est omen! Egal ob auf der Terrasse vor dem Lokal, an der Bar, in der Lounge oder im ersten Stock im Restaurant, dieser ruhige Ort entschleunigt und lädt ein, sich einzulassen auf besondere Geschmackserlebnisse. Aus jeder Hektik herausgelöst, wohlsitzend und wohlfühlend, präsentiert sich eine abwechslungsreiche Küche, die nicht ihre lokale Herkunft leugnet, zugleich aber auch mit überregionalen und internationalen Anmerkungen verzaubert: modern, schnörkellos und verlässlich. Bereits im Wiener Novelli überzeugte Irmgard Sitzwohl mit ihren toskanischen Aromen, Nudelteigen und Risotti. Sie hegt eine offensive Liebe zu Geflügel wie Wachtel oder Zitronenhendl, aber auch zu feinen Innereien, sowie zu Schmorfleisch in starken Säften. Mittlerweile neigt sie sich — seit zwei Jahrzehnten unterstützt von ihrer kongenialen Partnerin Elisabeth Geisler — auch gelegentlich in die spanische Richtung oder bringt eine Prise Asia ein: Irmgard Sitzwohl und Elisabeth Geisler haben sich auf eine wunderbar zeitgemäße Küche konzentriert, ihre Kochkunst feiert das Mediterrane und spielt virtuos mitunter ins Asiatische hinein.
In ihrem ersten Kochbuch präsentieren Irmgard Sitzwohl und Elisabeth Geisler ca. 80 puristische, ehrliche, leichte und hocharomatische Gerichte.

ELISABETH GEISLER
IRMGARD SITZWOHL
SITZWOHL - UNSER KOCHBUCH
208 Seiten
25x29 cm
Gebunden mit Schutzumschlag, durchgehend vierfarbig
ISBN-13: 978-389910414-1
€(D) 49,90 / €(A) 51,30 / sFr 66,90

Die Photographin Luzia Ellert
Geboren in Wien. Lebt in Wien. Liebt Wien.
Ausbildungsjahre bei einem Wiener Industriefotografen.
Assistenzjahre bei einem Wiener Modefotografen.
Seit 1985 eigenes Fotostudio mit Schwerpunkt Stillife-und Foodfotografie.
Fotografiert für Werbung, Zeitschriften und Buchverlage.
http://www.ellert-fotografie.at
Ich habe mich an das Rezept für die Safran-Kasspatzln mit Rotweingarnele getraut:
Rotweingarnelen:
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
2 Esslöffel Öl
200 ml Rotwein
20 g eiskalte Butter
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
450 g geschälte und entdarmte Garnelen
Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. 1 Esslöffel Olivenöl erhitzen und die Schalotten- und Knoblauchwürfel darin anschwitzen. Mit dem Rotwein ablöschen und fast komplett einkochen lassen. Die Sauce mit der eiskalten Butter aufmontieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Garnelen mit Salz und Pfeffer würzen und im restlichen Olivenöl anbraten. Die Garnelen herausnehmen und in der Rotweinsauce warm halten.

Kasspatzln:
40 ml Milch
1 g Safranfäden
5 Eier
300g Mehl
100 ml süße Sahne
120 g Parmesan, frisch gerieben
50 g Gorgonzola
Milch mit den Safranfäden erwärmen und die Fäden darin auflösen. Eier verquirlen, mit der Safranmilch mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Nun das Mehl in die Eiermilch rühren. Es muss ein zähfließender Teig entstehen. Den Teig gute 30 Minuten ruhen lassen. In einem großen Topf Salzwasser aufkochen und den Teig durch eine Spätzlepresse in das Salzwasser drücken. Die Profis können natürlich auch von Hand schaben! Die Spatzln aus dem Wasser heben sobald sie an der Oberfläche schwimme. Kaltes Wasser bereithalten und sie sofort darin abschrecken.
Die Sahne in einer Pfanne erwärmen und die Spatzln dazugeben. Den Parmesan zusammen mit dem Gorgonzola vorsichtig unter die Spatzln heben. Alles zusammen weiter erwärmen bis eine cremige Sauce entsteht.

Knusprige Zwiebelringe und Petersilienblätter:
1 Zwiebel
Etwas Mehl zum Bestäuben
Petersilienblätter
Pflanzenöl zum braten und frittieren.
Die Zwiebel in Ringe schneiden und mit Mehl bestäuben. In eine Pfanne Öl erhitzen und die Zwiebelringe knusprig backen. Die knusprigen Zwiebelringe auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Petersilienblätter im gleichen Öl frittieren und auch auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Die Kasspatzln mit den Rotweingarnelen und etwas Sauce anrichten. Mit den Röstzwiebeln und der frittierter Petersilie garnieren.
Natürlich muss ich noch etwas üben, denn so chic wie im Buch kann ich es natürlich nicht und ich möchte mich bei weitem nicht mit ihren grandiosen Leistungen messen, aber so ein kleines bisschen Stolz bin ich auch, denn es hat hervorragend geschmeckt.
Morgen geht es süß weiter und ich verspreche Euch, ich habe eine traumhaftgenussvolle Torte nach Anleitung der Damen fabriziert. Würde es nach Herrn GB gehen, stände diese Torte ab sofort täglich in der Kühlung für den Bedarfsfall “süßer Zahn“


Freitag, 19. August 2011

Safrannudeln mit Fenchel in Safran-Anis-Sauce mit Jakobsmuscheln und Garnelen

Fenchel ging bis neulich ja fast gar nicht...Hier im Büdchen ist es ja manchmal gar nicht so einfach etwas auf den Tisch zu bringen, gerade wenn es so in Richtung Gemüse geht. Das Gemüse von Herrn GB heißt Fleisch und das Fleisch von mir heißt Gemüse. Ist ja allgemein bereits bekannt, dass ich Herrn GB das eine oder andere unterjuble, aber es gibt auch Dinge mit denen geht das nicht. Entweder sie sind zu aussagekräftig in der Farbe, wie die rote Bete, oder zu dominant im Geschmack wie der Fenchel.
Beim letzteren habe ich das auf jedem Fall immer so gedacht. Im Gärtnerblog hatte ich den Aufruf von Sus zum Blogevent für August gesehen "Fenchel“ na klasse.
Garten-Koch-Event August 2011: Fenchel [31.08.2011]
Erst kam mir in den Sinn, ob man aus Fenchel vielleicht Sirup machen kann, denn es gibt ja auch Fenchelhonig, aber da ich ja nur dat Klärchen bin und keine Kräuterhexe, war dieser Gedanke auch schnell wieder verworfen. Aber es kann doch nicht sein, dass mir nichts einfällt, ich wollte doch so gerne mal wieder mitmachen. Es ist schon fast eine Katastrophe, mal bin ich zu spät, mal verfehlt die angesagte Zutat unseren Geschmack, mal fällt mir nichts ein! Dann plötzlich die Idee, ich brauche dominante Aromen. Herr GB mag Fenchelhonig, also musste es in die süßliche Richtung gehen. Anis ist auch sehr eigen, aber in Verbindung mit Fenchel wieder gefällig.
Cayennepfeffer bringt Schärfe. Schärfe mit süß kombiniert macht es wieder runder. Safran ist ein großartiges Gewürz, zwar auch sehr eigen, aber z.B. in Verbindung mit Nudeln sehr apart.
Jetzt hatte ich mein Gericht, Safrannudeln in Fenchel-Anis-Sauce mit Jakobsmuscheln und Garnelen. Soll ich euch was sagen, wenn ich dem Gatte Fenchel immer so serviere, wird er noch zum Fenchelfreund...
Die Safrannudeln habe ich von hier genommen und in Salzwasser gar ziehen lassen. Die Jakobsmuscheln und die Garnelen waren Pipifax, einfach nur mit Cayennepfeffer bestäubt und in etwas Butter mit Öl braten. Doch für die Sauce habe ich mir etwas mehr Zeit genommen.
250 g Safrannudeln
Pro Person 2 Jakobsmuscheln, idealerweise frisch
5-6 Garnelen pro Person
Zutaten für die Sauce:
2g Safranfäden
1 frische Fenchelknolle
3 Schalotten
2 cl Anislikör
Olivenöl
Butter
Salz, Pfeffer
Cayennepfeffer
1 gestrichener Esslöffel Gemüsebrühe als Pulver
150 ml Wasser
Schalotten schälen und in kleine Würfel schneiden. Ebenfalls die Fenchelknolle in kleine Würfel schneiden. Beides zusammen in etwas Butter andünsten. Mit dem Wasser und dem Anislikör ablöschen und die Gemüsebrühe zugeben. Die Safranfäden zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Alles ca. 15 Minuten einkochen.
Nudeln mit der Fenchelsauce, den Jakobsmuscheln und den Garnelen anrichten.