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Donnerstag, 30. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 17 mit Portugal im Vanilletörtchenrausch…

…das Spiel hat noch nicht angefangen, da sind die Törtchen schon verschwunden. Der Meeresfrüchteeintopf neulich war ja schon echt die Schau auch wenn dem Gatten das ganze Meerestieregezeuchs etwas viel war. Na er ist eben nicht ganz so für Muscheln, okay Tintenfische, Krabben und Garnelen werden akzeptiert. Jakobsmuscheln ja sowieso, aber diese Miesmuscheln machen dem Gatten einfach keinen Spaß. Das Rezept vom Eintopf hatte der Gatte vom Arbeitskollegen besorgt, das Rezept von den portugiesischen Vanilletörtchen hatte ich mal irgendwann in einem meiner Kochbücher gefunden, abgescannt und auf die Nachbackliste gesetzt. Endlich ist es soweit, ein würdiger Anlass dieses Gebäck nachzubastelt. Hätte ich, oder besser gesagt der Gatte, gewusst wie köstlich diese kleinen Törtchen sind, wären sie schon vor ewigen Zeiten auf die Liste der Standard Kaffeetafelköstlichkeiten gesetzt worden. Ein Gebäck das man unbedingt mal probiert haben sollte. Eine super Belohnung für gute Leistung, oder auch ein Seelentröster, falls mal etwas in die Hose geht und nicht so läuft wie man es sich wünscht. Wir wünschen heute Portugal alles Gute, aber auch den Polen wünschen wir Glück, der Bessere soll gewinnen.
Portugals Pastel de Nata - Vanilletörtchen
300 g Blätterteig, tiefgekühlt
250 g Schlagsahne
250 ml Milch
Mark von 1 Vanilleschote
50 g Speisestärke
2 Eigelb (Gewichtsklasse M)
30 g Zucker
20 g Vanillezucker
Puderzucker zum Bestäuben
Blätterteig auftauen lassen. Die aufgetauten Blätterteigplatten aufeinander legen und auf einer bemehlten Fläche auf 45 x 35 cm ausrollen und in 12 Kreise von 11 cm Ø schneiden. Papierförmchen in die Mulden einer Muffinform legen, dort hinein die Teigkreise legen und leicht andrücken.
Die Sahne mit 200 ml Milch und dem Mark der Vanilleschote mischen und aufkochen. 50 ml Milch mit der Speisestärke, den Eigelben und den beider Zuckersorten verrühren. Zur kochenden Sahnemilch geben und nochmals aufkochen. In eine Schüssel füllen und abkühlen lassen. Dabei öfters rühren damit sich keine Haut bildet.
Vanillecreme nochmals gut durchrühren und in die Blätterteigmulden füllen.
Den Backofen auf 230° C Ober- und Unterhitze aufheizen. Die Törtchen in den Backofen schieben und auf der untersten Schiene 20 Min. bei Ober-und Unterhitze backen (Umluft nicht empfehlenswert). Abkühlen lassen und wenn sie überleben sollten, mit Puderzucker bestäuben.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Das Büdchen backt für die EM – Tag 6 – Rumänien –ich besänftige Dracula mit einem süßen Maiskuchen…

…wer kennt nicht den britischen Horrorfilm Dracula von 1958, oder gar die vorherige Verfilmung in schwarzweiß von 1931. Auf einem Schloss in Transsilvanien soll er sein Unwesen getrieben haben, der Graf. Angeblich sollen Knoblauchzöpfe gegen Vampire helfen, aber ich versuche es lieber mit dem landestypischen süßen Kuchen. Bis kürzlich war es mir gar nicht so bewusst, dass Mais in Rumänien ganz oben auf der Lebensmittelliste steht. Gerne salzig als Brei oder süß, als Kuchen.
Den eingefleischten Sportlern könnte man höchstens ein Stückchen als Dessert anbieten, denn wirklich leicht ist dieser Kuchen nicht. Nur weil Buttermilch verarbeitet wird, ist es noch nicht gleich ein Diätkuchen. Aber saftig ist er und das macht ihn sympathisch. Wie sympathisch die Jungs aus Rumänien sind kann ich noch nicht sagen, aber wir drücken die Daumen und der Bessere soll gewinnen, zur Not auch ohne Maiskuchen.
Süßer Maiskuchen (Malai)
300 g Maismehl
120 g Weizengrieß (Weichweizen)
1 Päckchen Weinsteinbackpulver
200 g Zucker
3 Eier
2 Esslöffel Vanillezucker
1 Prise Salz
100 g ausgelassene Butter
1 Liter Buttermilch (oder Kefir)
Abgeriebene Schale einer Zitrone
Den Backofen auf 160°C Heißluft/Umluft  vorheizen.
Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Anschließend alle weiteren Zutaten zugeben und gründlich mit dem Eierschaum vermischen.
Eine Springform mit Backpapier auslegen oder gut fetten und den Teig in die Form füllen.
Die Form in den Backofen auf die untere Schiene stellen und ca. 45 – 60 Min. backen. Hier ist es wichtig die Stäbchenprobe zu machen.

Freitag, 20. Mai 2016

Für lange Winterabende und laue Sommernächte, oder Olivencracker wirst du immer los…

…es ist schon eine ganze Weile her als ich diese verführerischen Dinger gemacht habe, aber das war auch volle Absicht. Diese kleinen leckeren Knabbereien sind so verführerisch, wenn die im Hause sind, bist Du nur mit einem beschäftigt und zwar mit knabbern. Du weißt es schon längst, ich rede von Olivenölcrackern.
Abgesehen davon, dass Olivenöl einer der gesunden Fette ist, bleibt Fett aber Fett und wenn Du zu viele davon isst, wirst Du auch fett. Du bist dann quasi Dein eigenes Olivenöllager für schwere Zeiten.
Ab und zu kann man ja mal, aber eben nicht ständig und schon gar nicht vor dem Essen. Bei Dir war das früher sicher auch nicht anders, oder durftest Du vor dem Essen noch etwas essen?
Selbst mit Getränken wurde gehaushaltet, schließlich sollte man sich vorher nicht satt trinken.
Diese kleinen köstlichen Cracker sind durchaus als kleine Vorspeise mit etwas Schnittlauchcreme, oder einem anderen frischen Dip, geeignet. Aber Vorsicht, sie haben Suchtfaktor, sie wandern ab einem bestimmten Zeitpunkt buchstäblich von ganz alleine in den Mund.
Unser letztes Schnabulieren der Olivenölcracker war irgendwann im März oder April. Es waren die letzten langen Abende, eingekuschelt in der Wolldecke auf der Couch. Ein Glas Rotwein, ein Buch zum Schmökern und die heimtückischen Dinger in greifbarer Nähe. Spät am Abend war das Buch ausgelesen, der Wein getrunken und wie durch Zauberhand auch die Schale mit den Crackern geleert. Da stand fest, das geht nicht ständig.
Jetzt stehen aber die schönen lauen Sommerabende vor der Tür. Das Sitzplätzchen unter der Markise will erobert werden und der Terrassenschlüfwein ist schon lange parat. Jetzt mal ganz ehrlich, meinst Du nicht auch, die Cracker drängen sich förmlich ins Bild wenn Du Dein Kopfkino ablaufen lässt? Bei mir schon und genau deswegen lass ich auch mal das Rezept hier, denn die Cracker sind genial und die kannst Du sogar in der Sonne knabbern, denn die schmelzen nicht.
Olivenölcracker:
Nadeln von einem Zweig Rosmarin fein mörsern
1 Knoblauchzehe fein gehackt
20 g. Parmesan fein gerieben
125 g Mehl Typ 550
2-3 gute Prisen Salz
25 g Olivenöl
3 Esslöffel Sahne
Zum Bestreuen Maldon
Alle Zutaten in einen Blitzhacker, oder in eine Küchenmaschine mit Knetarm geben und gründlich zu einer Teigkugel kneten.
Die Teigkugel flach drücken und zwischen zwei Bögen Backpapier geben. Mit einer Teigrolle dünn ausrollen.
Die Teigplatte mit einem gewellten Teigrad in mundgerechte, rechteckige Stücke schneiden. Mit etwas Maldon bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C ca. 13 bis 15 Minuten backen.
Es könnte sein, dass die Cracker am Rand schnell etwas braun werden, diese dann früher aus dem Backofen nehmen.
Übrigens: die Cracker müssen vor dem Backen nicht auseinandergelegt werden, sie schrumpfen etwas und lassen sich nach dem Backen auch wunderbar auseinander brechen.

Mittwoch, 18. Mai 2016

Pfingsten ist vorbei aber der nächste Feiertag steht vor der Tür, oder Rhabarber-Schaumtorte zum Fest…

…Du weißt schon Feiertage und ihre Traditionsspeisen sind irgendwie ungeschriebene Gesetze. Natürlich erkennst Du sofort an den Gerichten die Jahreszeit und wer es richtig macht, wird sich an das halten was die Saison anbietet. Lang vor dem letzten Wochenende suchte ich nach typischen Pfingstspeisen. Was ich fand, waren Pfingstrosen, Pfingstferien, das Pfingstgedicht von Joachim Ringelnatz, Pfingstsingen und natürlich einiges über den berühmten Pfingstochsen. Wenn Du jetzt glaubst genau das wäre mein Pfingstgericht, irrst Du.
Der Pfingstochse gehört auch heute noch zu einer Prozession die in manchen Gegenden am Pfingstsonntag abgehalten wird. Das Vieh wird das erste Mal auf die Weide geführt. Allen voran das kräftigste Tier, das mit Blumen und Bändern reichlich geschmückt wird, also der sogenannte Pfingstochse.
Sicher kennst Du den Ausdruck *er/sie sieht aus wie ein Pfingstochse*, also hüte Dich davor Dich zu sehr aufzubrezeln, sonst könntest Du schnell mit Selbigen verglichen werden.
Natürlich wird es bei dem einen oder anderen auch ein Ochse auf den Spieß geschafft haben, aber wir haben im Büdchen überhaupt gar keinen so großen Spieß, und wollten wir einen braten und verzehren, müssten wir schon das ganze Dorf dazu einladen.
Ich habe mich für eine Torte entschieden und Herr GB hat sie kurzerhand zur ultimativen Pfingsttorte gekürt.
Eine Rhabarber-Schaumtorte die vor Leichtigkeit fast schwebt. Mal so ganz unter uns, er hat nicht so ganz unrecht. So cremig und doch so fluffig, und keinerlei sauer wie man es eigentlich vom Rhabarber kennt.
Übrigens auch das Biskuit der Torte war für mich Premiere. Unzählige Male habe ich schon Biskuit gebacken, aber noch nie vorher die Eier mit dem Zucker übers Wasserbad aufgeschlagen. Das kannte ich so nicht.
Aber schau mal selbst, vielleicht backst Du die Torte für den nächsten Feiertag oder Sonntag solange es noch Rhabarber gibt.
Rhabarber-Schaumtorte
Biskuit:
250 g Eier (ca. 4 Große)
150 g Zucker
75 g Maisstärke
75 g Weizenmehl
7 g Weinsteinbackpulver
45 g flüssige abgekühlte Butter
Eier mit Zucker über dem Wasserbad schaumig zu einer weißlichen Creme aufschlagen. Über ein Eiswürfelbad kalt schlagen. Maisstärke mit Mehl und Backpulver mischen und unter die Eiercreme heben. Langsam die flüssige Butter in die Masse rühren.
Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form füllen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C 20 bis 25 Minuten backen. Vorsichtshalber aber die Nadelprobe machen. Wenn kein Teig an der Nadel klebt, ist der Boden okay. Aus der Form nehmen, Backpapier abziehen und auskühlen lassen.

Rhabarberschaum:
200 g roter Rhabarber
Saft 1 Zitrone
40 g Zucker
2 Gelatineblätter
2 Eiweiß
40 g Puderzucker
250 ml Sahne
Den Rhabarber mit der roten Schale in kleine Stücke schneiden, mit Zitronensaft und Zucker weich kochen. Die Gelatineblätter in Wasser einweichen und 10 Minuten quellen lassen. Die Gelatine in dem gekochten Rhabarber auflösen und mit einem Mixstab den gekochten Rhabarber pürieren. Die Sahne steif schlagen. Das Eiweiß zu festem Schnee schlagen und den Puderzucker nach und nach unterschlagen. Das Rhabarbermus erst mit der Sahne vermischen, dann den Eischnee unterheben. Verrühren bis sich alles gut vermischt hat.

Mascarponecreme:
1 Eigelb
30 g Puderzucker
Abgeriebene Schale einer ungespritzten Orange
1 Blatt Gelatine
150 g Mascarpone
1 Eiweiß
30 g Puderzucker
Eigelb mit Puderzucker schaumig weiß aufschlagen. Die Gelatine in Wasser einweichen und 10 Minuten quellen lassen. Auch hier wieder das Eiweiß zu festem Schnee schlagen und den Puderzucker nach und nach unterschlagen. Die Gelatine ausdrücken und mit etwas kochenden Wasser auflösen. Zur Eigelcreme die Mascarpone geben und cremig rühren. Die aufgelöste Gelatine unterrühren, erst mit wenig Creme mischen, dann die Gelatine komplett zur Eier-Mascarponecreme geben. Jetzt noch die geriebene Orangenschale untermischen. Im Anschluss den geschlagenen Eischnee unterheben und alles verrühren.

Die Tortenbiskuite einmal durchschneiden. Tortenring um den Tortenboden legen. Auf den unteren Boden die Rhabarbercreme streichen. Darauf den zweiten Boden legen. Nun die Mascarponecreme aufstreichen und im Kühlschrank 2 bis 3 Stunden erstarren lassen.

Tortenring vorsichtig mit einem erwärmten Messer entfernen. Kakaopulver mit einem Sieb aufstäuben. Mit halbierten Erdbeeren und Schokoröllchen garnieren.

Wenn Du willst machst Du noch als Garnitur etwas Rhabarberkompott und Erdbeergel

Rhabarberkompott:
150 ml Weißwein mit 150 ml Wasser und 150 g Zucker vermischen und auf die Hälfte einkochen. 400 g Rhabarber schälen und in Stücke schneiden. Den Rhabarber in den warmen Sud geben und 1-2 Stunden ziehen lassen.
Rhabarberstücke abgießen und den Saft auffangen. Die Rhabarberstücke zur Seite stellen.

Erdbeergel:
200 g Erdbeeren mit 50 ml des aufgefangenen Saftes mischen und auf kleiner Hitze weich kochen. Sobald die Erdbeeren gar sind mit einem Mixstab pürieren. Die Erdbeermasse durch ein Sieb streichen. Bis zum Verzehr zur Seite stellen.

Jetzt viel Spaß beim Basteln und das nächste Pfingstfest kommt schneller als man denkt.

Montag, 20. April 2015

Gebäck am Sonntag oder aus Bananengugel wird Kirschtasche…

Eigentlich wollte ich Dir hier heute hübsche kleine Gugelhüpfchen mit Bananengeschmack und Bananeneis servieren. Aber das kannste Dir von der Backe putzen. Auf Hochdeutsch, daraus wird leider nichts.
Nicht dass es im Büdchen nichts zum Kaffee gab, nee, aber Bilder habe ich keine gemacht. Ein Rest Eis ist noch im Tiefkühler, aber die Gugelhupfen sind so doof geworden, dafür lege ich doch kein Film in die Kamera nehme ich die Kamera doch nicht zur Hand. Geärgert habe ich mich. Der Teig, in dem 2 Bananen gemixt wurden, war fluffig und sehr lecker. Das mit dem Lecker sagte Herr GB, Du weißt schon, er ist hier der Chefprobierer. Sie gingen auch wunderbar auf, die Hüpfchen, aber so schnell schrumpften sie beim Abkühlen auch wieder zusammen.
Zwei der Schönsten hatte ich herausgesucht um dem Gatten und mir jeweils einen hübschen Nachmittags Gebäckteller anzurichten, aber schwups waren sie weg. Herrn GB´s Ausrede, er dachte die könnten weg. Nach Kunst sahen sie wohl nicht aus.
Ach so schön hatte ich es mir vorgestellt. Je ein Hüpfchen mit etwas Puderzucker auf einer Minitortenspitze, gleich nebenan eine dicke Kugel Bananeneis mit Nutellacremesauce, alles hübsch dekoriert mit einer Physalis auf einer Bananenscheibe und, nicht zu vergessen, ein Zitronenmelissenblatt.
Das mit der Zitronenmelisse hatte sich übrigens auch ganz schnell erledigt, denn darauf hatte sich ein Schwarm weißer Fliegen gestützt und mit denen wollte ich nicht teilen.
Also gab es schmackhaftes, aber grausig aussehendes Bananengebäck mit Bananeneis ohne Melissenblattdeko und keine Fotos.
Doch neulich da habe ich kleine Hefetaschen mit Kirschfüllung am Sonntagnachmittag serviert und die waren fotogen. Ach schau doch einfach selbst.
Kirschtaschen aus Hefeteig:
20 g Hefe
110 ml lauwarme Milch
40 g Zucker
40 g Butter
1 Eigelb
250 g Mehl
Prise Salz
1 Eiweiß
Mehl in eine Schüssel geben eine Kuhle hineindrücken und die Hefe darein krümeln.
Zucker drüber streuen und die lauwarme Milch angießen. Etwas stehen lassen, bis die Hefe etwas schäumt. Zimmerwarme Butter und das Eigelb zugeben, mit der Prise Salz würzen und alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig mit einem nassen Tuch abdecken und gut 30 bis 45 Minuten gehen lassen.
Wenn sich der Teig verdoppelt hat nochmals kurz zusammenfalten und dann kleine Teigstücke abtrennen von je ca. 45 g.
Die Teigstücke jeweils zu kleinen Quadraten oder Kreisen ausrollen. Jeweils etwas Kirschenfüllung (siehe unten) auf den Teig geben, die Ränder mit Eiweiß einpinseln und in der Mitte zusammenfalten. Die Ränder fest aneinanderdrücken.
Das Gebäck im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft 15 bis 20 Minuten goldbraun backen.
 Kirschfüllung:
300 g TK-Kirschen
25 g Speisestärke
2 Esslöffel Zucker
50 ml roten Portwein
300 g TK-Kirschen aufgetaut
Die Kirschen in einen Topf füllen und einmal aufkochen. Die Kirschen durch ein Sieb geben und den Saft auffangen. Den Saft mit dem Portwein mischen und ggf. bis auf 250 ml mit Wasser auffüllen.
Die Speisestärke mit dem Zucker mischen, etwas Portweinsaftmischung zugeben und glatt rühren. Zwischenzeitlich die Portweinsaftmischung nochmals aufkochen und mit der angerührten Speisestärke andicken. Kirschen zugeben und komplett abkühlen lassen.
Ach ja übrigens. Ganz zum Schluss werden sie noch mit Puderzucker bestäubt, aber wenn Du eventuell auch noch am nächsten Tag ein Teilchen essen möchtest, dann rühre einen Zitronenguss  aus Puderzucker und etwas Zitronensaft an und bepinsel die Kirschtaschen damit. Der Guss hält die Frische in den Teilchen und sie trocken nicht so schnell aus.

Montag, 13. April 2015

Eis in der Gefriertruhe ist wie ein Joker im Ärmel, Amarettoeis mit Vanillegrissini…

Ja, er ist und bleibt ein Schleckermäulchen, Du weißt schon, der Gatte ist gemeint. Wenn der einen süßen Zahn hat, läuft er wie ein Tiger im Käfig von einem Schrank zum anderen, schaut mal hier und schaut mal dort. Klar ist dann die rettende Lösung ein Riegel Schokolade oder so, aber noch lieber sind ihm die kleinen Überraschungen die ich gelegentlich aus dem Ärmel schüttel Gefrierschrank, Kühlschrank oder Backofen zauber. Bisschen Eis mit etwas Gebäck geht immer, manche Schleckereien kann man hervorragend auf Vorrat herstellen und für Notsituationen bunkern. Eis steht da bei mir an erster Stelle, denn selbst wenn mal das komplette Gebäck ausgegangen sein sollte, kannst Du auf Eis etwas Fruchtsoße, irgendwelche Schokosoßen, oder Liköre drüber schütten. Glaub mir, damit besänftigst Du jeden Süßtiger, allerdings bist Du schnell in der Pflicht diese Überraschungen immer und immer wieder zu hexen.
Amarettoeis mit Vanillegrissini
Amarettoeis:
200 ml Sahne
200 ml Milch
Mark einer Vanillestange und die Schote
100 g weiße Kuvertüre
4 Eigelbe
70 g feinster Zucker
100 g Schokoladenraspel (bei mir musste ein Schokoladennikolaus herhalten, der musste weg, schließlich ist Ostern vorbei und er kann nicht mehr in einen Hasen umgewandelt werden.)
60 ml Amaretto
Sahne und Milch mischen. Das Vanillemark zusammen mit der ausgekratzten Vanilleschote zum Milchgemisch geben und aufkochen. Abkühlen lassen. Das kann man auch ganz gut einen Tag vorher machen, denn je länger die Schote in dem Gemisch liegt, je mehr aromatisiert sie die Sahnemilch. Die Eigelbe mit dem Zucker über ein Wasserbad schaumig schlagen. Die Schote aus der Sahnemilch nehmen. In den Eigelbschaum langsam die Sahnemilch geben und die Eiermilch zur Rose abziehen. Kuvertüre schmelzen und zur Eiermilch geben. Den Amaretto ebenfalls zugeben und kräftig unterrühren. Die Schokoladenraspeln unterheben und die gesamte Masse in die Eismaschine geben. Nach Gebrauchsanweisung der Eismaschine das Eis gefrieren. 
Vanillegrissini:
½ Würfel frischer Hefe
40 g Vanillezucker
125 ml lauwarmes Wasser
Mark einer Vanillestange
180 g Weizenmehl
1 Prise Salz
Hefe mit 20 g Vanillezucker und 125 ml lauwarmen Wasser vermischen und gute 15 Minuten stehen lassen bis die Hefe etwas anfängt zu schäumen. Die restlichen Zutaten, bis auf den übrigen Vanillezucker, zu dem Vorteig geben und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Gute 30 Minuten abgedeckt mit einem feuchten Tuch gehen lassen bis der Teig sich gut verdoppelt hat. Den Hefeteig nun auf einer bemehlten Arbeitsfläche gut 0,5 cm dick ausrollen. Eine Seite der Teigplatte sollte 25 cm lang sein. Nun aus dem Teig 25 cm lange Stangen schneiden. Du kannst die Stangen jetzt lang auf ein Backblech legen, das Du vorher mit Backpapier ausgelegt hast, oder Du machst es wie ich und drehst Schleifenstränge daraus. Egal wie, sie müssen jetzt im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober-/ Unterhitze, mittlere Schiene gute 15 Minuten knusprig backen. Die fertig gebackenen Stangen in dem restlichen Vanillezucker wälzen.
Eis zusammen mit den Vanillegrissini in Schalen anrichten und servieren.

Mittwoch, 1. April 2015

Ananas aus Caracas, oder so ähnlich…

…gibt es im Büdchen Ananas fällt mir gleich Vico Torriani ein. Wie den kennst Du nicht!? Einer der Schlagerstars in den 50er Jahren. Weiß ich aber auch nur von Erzählungen. Von meiner Familie wurde ich schon im Kinderbettchen mit flotten Schlagern bespaßt, also ist der Vico mit seinem Ananassong auch nicht an mir vorbeigekommen. Tja und jetzt muss ich mit den Folgen leben. Also wie gesagt, im Büdchen gibt es Ananas immer in Kombi mit einem Ohrwurm.
Vor zwei Wochen war es dann wieder soweit, als Dauerschleife spukte mir nur noch Olé, olé, kauft Ananas, Olé, olé, aus Caracas, durch den Kopf. Es war Sonntag und Sonntag ist Herrn GB´s Tag, Kuchentag, um genau zu sagen. Ob meine Ananas aus Caracas stammte weiß ich nicht, nur als ich sie verarbeiten wollte fiel mir ein, Ananas mit Gelatine geht ja gar nicht. Auf jeden Fall nicht als frische Frucht. Dabei wollte ich doch wieder mit frischen Zutaten basteln. Okay, also musste ich einen Arbeitsschritt für meine Ananasmascarponetörtchen mehr einplanen. Hübsche kleine aber feine und vor allem gehaltvolle Törtchen. Sehr schön für die Kaffeetafel, aber auch als Dessert sehr gut geeignet. Gut vorzubereiten und folglich auch eine schöne Idee für das bevorstehende Osterfest. Ach schau einfach selbst.
Ananas-Mascarpone-Törtchen
Biskuit:
3 Eier
3 Esslöffel heißes Wasser
150 g Zucker
1 Esslöffel Vanillezucker
100 g Mehl Typ 405
100 g Kartoffelmehl
3 Teelöffel Backpulver
Eier mit dem Wasser sehr schaumig schlagen. Zucker und Vanillezucker zugeben und weiterschlagen. Mehlsorten mit Backpulver mischen und auf die Eiermasse sieben. Das Mehl unterarbeiten bis eine fluffige homogene Masse entstanden ist.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig aufstreichen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober-/Unterhitze ca. 30 Minuten backen.
Nach der Backzeit aus dem Backofen heben, erkalten lassen und mit Dessertringen kleine Tortenböden ausstechen. 
250 g. fein gehackte Ananas (entweder als Konserve, oder frische Ananas gekocht)
100 ml Ananassaft
100 ml Marsala
1 Päckchen gemahlene Gelatine mit etwas Wasser quellen lassen
Ananassaft mit Marsala mischen und aufkochen. Die gequollene Gelatine in das Ananasgemisch rühren und auflösen. Die fein gehackte Ananas zu geben und alles gut verrühren. Kühl stellen und sobald das Gelee anzieht, in jeweils einen Dessertring einen Biskuitboden legen und darauf etwas von dem Gelee geben.
500 g Mascarpone
Etwas Ananassaft
1 Esslöffel Zucker
20 g Vanillezucker
300 ml Schlagsahne, steif schlagen
3 Blätter Gelatine, mit etwas Wasser quellen lassen.
Mascarpone mit Zucker und Vanillezucker mischen. Ggf. etwas Ananassaft zufügen damit es sich leichter verrühren lässt. Die gequollene Gelatine ausdrücken und erwärmen damit sie flüssig wird. Aber nicht kochen! Ach was sag ich da, das weißt Du ja eh!
Die flüssige Gelatine mischt Du löffelweise mit der Mascarponecreme bist Du die Gelatine komplett in die Creme gibst. Nun hebst Du die geschlagene Sahne noch unter die Creme. Jetzt verteilst Du die Marcarponecreme auf die Törtchen die sich in den Dessertringen befinden.
Die Törtchen müssen jetzt zum auskühlen/aushärten in den Kühlschrank.

Zum guten Schluss: Auf jedes Törtchen jeweils eine Scheibe Ananas auflegen und mit gehackten Pistazien bestreuen.

Dienstag, 17. März 2015

Daheim und unterwegs, oder der Kuchen des Monats, letztens Marcels Marmorkuchen...

…es passiert mir ja nicht oft, dass ich schon am Nachmittag Fernsehen schaue, aber wenn dann schalte ich sehr gerne die dritten Programme ein. Nachmittags ist mein Favorit eindeutig die Sendung im WDR *Daheim und unterwegs* und ganz besonders die kochende und backende Fraktion. Durch Zufall bin ich auf den Kuchen des Monats aufmerksam geworden und als neulich dort ein Marmorkuchen vorgestellt wurde und die Moderatoren in den höchsten Tönen schwärmten, war es um mich geschehen. Nun, ich bin ja jetzt keine Süße, ach ja das weißt Du ja, aber ich habe ein Herz für meinen Kuchenliebhaber. Am Wochenende bekommt er doch immer einen Kuchen und weil die dort im Fernsehen so schwärmten, habe ich nachgebacken.
Das Rezept habe ich also bei denen vom Fernsehen geklaut, allerdings habe ich es nach meinen Bedürfnissen zurechtgeschraubt. Ich weiß, der Herr Backprofi kann sicher besser backen als das Klärchen hier im Büdchen, aber mit seinen Backzeiten hätten wir den rohen Teig löffeln müssen. Also solltest Du auch einen haushaltsüblichen Backofen haben, versuch es mal lieber mit meinen Backofeneinstellungen und den angegebenen Zeiten.
Viel Spaß beim nachbacken.
Marcels Marmorkuchen aus dem WDR *Daheim und unterwegs*
Zutaten:
150 ml Sahne
250 g Zucker
250 g Butter, Zimmertemperatur
100 g Marzipanrohmasse
5 Eier
Mark einer Vanillestange
1 Prise Salz
etwas frischer Zitronensaft
300 g Weizenmehl
10 g Backpulver
100 g zartbitter Kuvertüre (70% Kakaogehalt)
100 g zartbitter Kuvertüre Drops
etwas Puderzucker
Die Sahne schlagen und kühl stellen. Die Kuvertüre schmelzen. Zucker, Butter, Marzipanrohmasse, Mark der Vanillestange, Salz und Zitronensaft in ein Schüssel geben und schaumig schlagen. Nach und nach die Eier zugeben und weiterschlagen. Die Eiermasse richtig gut schaumig schlagen. Nun die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben. Das Mehl zusammen mit dem Backpulver auf den Eierschaum sieben und vorsichtig unterheben. Ein Drittel von dem Teig abnehmen und in diesen Teig die flüssige Kuvertüre rühren.
In eine mit Backpapier ausgelegte Springform die Hälfte der weißen Teigmasse geben, einige Kuvertüredrops darauf verteilen, nun klecksförmig den dunklen Teig einfüllen, jetzt wieder Drops, dann den Rest des weißen Teiges obenauf füllen, jetzt wieder Drops. Alles mit einer Gabel kreisförmig grob unterziehen und die restlichen Drops darauf verteilen.

Ich habe den Kuchen im vorgeheizten Backofen auf Umluft bei 160°C gute 50 Minuten gebacken 

Freitag, 13. März 2015

Bananentorte mit Knusperboden unter Kirschen versteckt…

…eine ähnliche Kombination kennst Du sicher aus dem alkoholfreien Cocktailresort als KiBa.
Genau, gut gekühlter Kirsch- und Bananensaft in ein Glas geschüttet, aber weder gerührt noch geschüttelt.
Erst gibt man Bananensaft in ein Glas und dann lässt man über den Rücken eines Barlöffels den Kirschsaft ganz langsam ebenfalls in das Glas laufen.
Wenn Du jetzt hier ein Bild von dieser Komposition erwartest, hast Du leider Pech. Mir ist es bisher vielleicht so zwei oder drei Mal geglückt, ohne dass sich die Säfte gemischt haben und dann war natürlich keine Kamera zur Hand.
Mit meiner Torte ist das einfacher.
Du machst einen Boden, Du machst eine Creme und zum guten Schluss kommen noch die Kirschen drauf, fertig! Da läuft nichts zusammen, aber Du musst es richtig machen.
Also starten wir mal:
100 g Zartbitterkuvertüre
100 g Cornflakes
120 g Butter
50 g gehackte Mandeln
Die Kuvertüre zusammen mit der Butter schmelzen. Alle weiteren Zutaten in das Butter-Schokoladengemisch geben und verrühren. Eine Springform mit Backpapier auskleiden und die Schokoladenmasse auf dem Boden gleichmäßig verteilen.
Im Kühlschrank gut eine Stunde aushärten lassen.
Die Bananencreme:
250 g geschlagene Sahne
3 sehr reife Bananen
500 g Mascarpone
500 g Magerquark
4 Esslöffel Mineralwasser mit Kohlensäure
110 g Zucker
Mark einer ½ Vanillestange
Saft einer ½ Zitrone
9 Blätter Gelatine
Die Gelatine in kaltem Wasser ca. 10 Minuten quellen lassen.
Die Bananen fein pürieren. Mascarpone, Quark, Mineralwasser, Zucker Zitronensaft und Mark der Vanillestange zu dem Bananenpüree geben und alles gut vermengen. Die Gelatine ausdrücken und bei geringer Wärme auf dem Herd oder in der Mikrowelle auflösen. Erst etwas von der Bananencreme in die Gelatine geben, verrühren und anschließend zusammen zum Rest der Bananencreme geben.
Gut vermischen. Nun noch die geschlagene Sahne unterheben und die Creme auf den Schokoladenboden geben. Die Torte gute 2 Stunden im Kühlschrank erstarren lassen.
Der Kirschdeckel:
300 g Kirschen (gefrorene gut auftauen lassen)
Das gebildete Kirschwasser mit Wasser auf 250 ml auffüllen.
3 Blätter Gelatine.
Die Gelatine in kaltem Wasser ca. 10 Minuten quellen lassen. Den Kirschsaft zusammen mit den Kirschen aufkochen. Die Gelatine ausdrücken und in den warmen Kirschsaft geben. Die Kirschen bei Zimmertemperatur gut abkühlen lassen. Sie müssen gut abgekühlt sein, aber noch nicht gelieren. Nun die Kirschen mit dem Kirschsaft auf die gekühlte Torte geben. Die Torte wieder in den Kühlschrank stellen. Nochmals gut 1 Stunde kühlen. Idealerweise, wird die Torte einen Tag vor dem Verzehr gemacht.
Tipp: wenn Du die Torte mit mehr Kirschen abdecken möchtest, solltest Du die doppelte Menge an Kirschen nehmen, allerdings nicht mehr als 250 ml Kirschsaft.