Posts mit dem Label Ingwer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ingwer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 12. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 3 – die deutschen Jungs laufen ein, aber vorher gibt es noch ein Kartoffelsüppchen…

…quasi zur Stärkung. Aber leicht muss die Suppe sein, denn schließlich soll der Auftritt unserer Burschen ja keine Lachnummer werden. Des Deutschen liebste Knolle ist die Kartoffel, also was ist da näher als eine Kartoffelsuppe. Jetzt nicht einfach irgendeine, sondern eine schöne leichte Süßkartoffelsuppe. Mit einem Hauch Ingwer, damit sind sie auch gleich gegen Grippe gewappnet und der Knoblauch kommt auch noch rein, somit werden auch Entzündungsherde gleich im Keim erstickt. Der Tandoorispieß gibt noch die nötige Sättigung, macht aber nicht müde und der Orangensaft in der Suppe bringt Frische und beflügelt. Sie sollen über den Platz fliegen und nicht mit hängenden Flügeln über den Rasen schleichen.
Also so, oder so ähnlich sähe der Speiseplan aus, wenn ich was zu sagen hätte.
Ich meine ich habe ja was zu sagen, aber eben nur im Büdchen und nicht bei den Jungs. Ist vielleicht auch besser so, denn sollte es in die Hose gehen, also nicht die Suppe, sondern der Spielauftakt für unsere Burschen, bin ich fein raus, denn ich habe ja nicht für sie gekocht.
Also egal was sie heute machen, es sind und bleiben unsere Jungs. Wir schauen natürlich und drücken die Daumen.
Falls Du auch mal ein Gewinnersüppchen essen möchtest, hier das Rezept.
Süßkartoffelingwersuppe mit Tandoorihähnchenspieß:
Für die Süßkartoffel-Ingwer-Suppe:
1 Schalotte in feine Würfel geschnitten
1 Knoblauchzehe, gehackt
3 cm Ingwer fein gewürfelt
1 Esslöffel Rapsöl
500 g Süßkartoffeln
50 ml trockener Weißwein
500 ml Gemüsebrühe
1 Stange Zitronengras
1 Schale einer Bio-Zitrone
250 ml Sahne
100 ml frisch gepresster Orangensaft
1 Teelöffel Chilifäden
1 Prise Cayennepfeffer
Einige Korianderblätter, fein gehackt
1 Esslöffel rote Pfefferbeeren mit Fleur de Sel gemörsert
Geröstete Koriandersamen zu Pulver gemörsert
Bunter Pfeffer, aus der Mühle
Fleur de Sel
100 ml Sahne
Schalottenwürfel zusammen mit dem Ingwer und dem Knoblauch in dem Rapsöl kurz andünsten. Die Süßkartoffeln schälen und klein schneiden, zusammen mit den Chilifäden in den Topf geben und mit den anderen Zutaten ca. 5 Minuten weiterdünsten.
Mit Weißwein und Gemüsebrühe ablöschen. Zitronengras mit einem Messer anklopfen und ebenfalls zur Suppe geben. Nun die Kartoffeln gute 20 Minuten gar kochen. Zitronengras entfernen. Die Schale der Zitrone abreiben und zusammen mit dem Orangensaft und der Sahne zur Suppe geben. Kurz aufkochen lassen. Suppe mit dem Mixstab pürieren. Koriandersamen in einer Pfanne anbraten und anschließend mörsern. Suppe mit Koriandersamen, Cayennepfeffer, Fleur de Sel und bunten Pfeffer abschmecken.
Rote Pfefferbeeren mit Fleur de Sel mörsern. Die restlichen 100 ml Sahne steif schlagen. Koriander waschen, trocknen und fein hacken.
Tandoori Hähnchenspieße:
2 große Hähnchenbrustfilets
1 Esslöffel Tandoorigewürzpulver
1 Esslöffel Orangensaft
1 Esslöffel Rapsöl
Tandoorigewürz, Orangensaft und Öl mischen. Hähnchenbrustfilet in Würfel schneiden und auf Spieße stecken. Die Hähnchenspieße mit der Tandoorimischung bestreichen.
Eine beschichtete Pfanne mit etwas Öl auskleiden und die Spieße auf kleiner Heizstufe braten.
Die Suppe in Teller geben, jeweils einen Tandoorispieß anlegen. Einen Klecks Sahne aufgeben, mit dem Rote Pfefferbeerensalz bestreuen und den gehackten Koriander aufstreuen.

Donnerstag, 4. Februar 2016

Ohne ihn geht nichts, oder Auberginenröllchen in Paprikaingwerrahm…

…hast Du jetzt echt gedacht ich wäre schon fertig mit ihm? Mit ihm, der Dir die Erkältung vom Hals halten soll, Dich vor Reisekrankheit bewahrt und Dich jedes Bauchweh ruck zuck vergessen lässt, oder gar schon im Vorfeld der Verhinderer für Magendrücken ist!? Witzige Vorstellung!
Hehe, wir sind zwar schon im Februar angekommen – ja, echt jetzt, der Januar ist schon vorbei – aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.
Wer hat sich nicht schon alles in der fünften Jahreszeit, an den tollen Tagen, die dollste Grippe eingefangen.
Nee, nee, ich zieh das jetzt durch. Jeden Tag gibt es eine kleine Portion, mal im Essen, mal im Getränk.
Falls Du Dich fragst von wem ich spreche, ich habe den Ingwer noch immer nicht verbraucht.
Na so ganz ist das ja auch wieder nicht richtig, ich besorge mir eher ständig Nachschub, denn die Wurzeln sind nicht wirklich für lange Lagerung geeignet. Im Kühlschrank verschimmeln sie, draußen im Gewächshaus werden sie wie Gummi, im Keller werden sie holzig und eingefroren verlieren sie an Geschmack. Sand, oder Blumenerde mögen diese Diven auch nicht. Als nächstes werde ich sie einfach mal in Scheiben schneiden, in Gläser schichten, mit Wasser auffüllen und einkochen. Mal sehen wie das wird, ich werde berichten. Aber im Moment verwende ich ihn frisch!
Und frisch heiß, er wird fein gerieben und anschließend durch ein Sieb gestrichen. Ja, ich weiß, habe ich schon tausendmal erwähnt und nein, ich habe keine kaputte Schallplatte verschluckt (falls Du überhaupt weiß was eine Schallplatte ist) auch wenn es Dich nervt, nochmals, streiche den Ingwer durch ein Sieb, die Fasern zwischen den Zähnen zu haben ist KEIN Vergnügen.
Und noch eins, dosiere vorsichtig!!! Ich sag das nicht umsonst, Folgende Geschichte: Der Mitesser Lebensabschnittsbegleiter einer Kollegin, Bekannten, oder sonst irgendeiner mir bekannten weiblichen Person war der Meinung er müsste in den Töpfen der besagten weiblichen Person rühren. Gerne wird Ingwer in Kürbissuppen verwendet, wohl auch in diesem Fall ging es um Selbige.
Herr Lab (Lebensabschnittsbegleiter) fühlte sich fürs Würzen verantwortlich und meinte ein großes Stück Ingwer müsste in die Suppe. Frei nach dem Motto, nicht kleckern, sondern klotzen. Ende vom Lied. Die Familie war am………… Abend des Verzehrs echt übel dran. Die weibliche Person, dessen Kind wie auch der würzende Herr Lab mussten sich übergeben und seitdem ist der Ingwer, der Kürbis und die Kürbissuppe von den Herrschaften auf immer und ewig in die Verbannung geschickt.
Schade um ihn, also um den Ingwer.
Doch hier in der Büdchenküche kommt er weiterhin zum Einsatz, aber was erzähl ich Dir, Du liest es ja ständig.
Heute ist er mal wieder versteckt. Versteckt im Paprikarahmsößchen, wie genau kommt jetzt.
Auberginenröllchen in Paprikaingwerrahm
2 Auberginen in dünne Scheiben geschnitten
2 Esslöffel Balsamicoessig
Salz
50 ml Olivenöl
½ Liter Gemüsebrühe
70 g Polenta
200 g fein geriebener Parmesan
1 rote Paprikaschote
1/8 Liter Weißwein
1/8 Liter Sahne
1 Esslöffel geriebener Ingwer
Die Auberginenscheiben mit Salz und Balsamicoessig würzen. Mit Olivenöl beträufeln und auf ein Backbleck legen. Im Backofen bei 160°C Heißluft im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten weich garen. Zwischenzeitlich die Gemüsebrühe erhitzen und Polenta einstreuen. Etwas stocken lassen und anschließend, bis auf 3 Esslöffel, Parmesan in die Polenta rühren.

Die Auberginenscheiben mit der Polenta bestreichen und aufrollen.
Die Röllchen in eine Auflaufform legen. Die Paprikaschote putzen und in kleine Würfel schneiden. 
Den Weißwein zusammen mit der Sahne und den Paprika in einen Topf geben und aufkochen lassen. Etwas einkochen und den Paprika weich garen. Den Ingwer zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Über die Röllchen die Paprikarahmsauce gießen. Die restlichen 3 Esslöffel Parmesan aufstreuen. Die Auflaufschale in den vorgeheizten Backofen stellen und bei 190° C ca. 15 bis 20 Minuten backen. Zusammen mit Weißbrot und einem Glas Weißwein servieren.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Mit frischem Grün den Frühling locken, oder Spaghetti mit Basilikum im Winter…

…neulich hatte ich es eilig, ist ja jetzt auch keine Seltenheit bei mir. Ich glaube, ich lasse mich zu sehr vom Zahn der Zeit einwickeln. Wenn es um mich herum schnell zugeht, springe ich auf den Zug auf und fahre mit. Also ich bin jetzt nicht mit der Deutschen Bahn unterwegs gewesen, bei denen geht es ja eh etwas ruhiger zu *hüstel*, sondern ich meine mit Zug aufspringen, dass ich mich gerne anstecken lasse. Also jetzt nicht in allen Lebenslagen, nö, ganz im Gegenteil, da bin ich immer zum Leidwesen meiner Mitmenschen, sehr fest in meinem Standpunkt. Aber wenn ich z. B. auf der Autobahn bin, fahre ich selten rechts, immer bin ich auf der Überholspur. Mehr oder weniger angesteckt von den anderen Rasern. Du kannst jetzt denken, was Du willst, aber auf Butterfahrt habe ich nun wirklich keine Lust und auch keine Zeit. Und schwupp, sind wir wieder bei der lieben Zeit die einem quasi durch die Finger rinnt.
Ich habe oft einen straffen Zeitplan, nicht in der Küche, da hab ich Zeit. Auf dem Markt, da hab ich Zeit. Im Urlaub, da hab ich Zeit. Für meine Liebsten um mich herum, da hab ich Zeit. Für die Kollegin die ein offenes Ohr braucht, da hab ich Zeit. Aber eben nicht im alltäglichen Leben, wenn die Zeitfresser zuschlagen. Das macht mich ärgerlich und Zeitfresser versuche ich zu umschiffen umfahren. Staus z.B. sind manchmal total unerklärlich. Da stehen Autos angereiht kilometerweit auf der Autobahn herum, frei nach dem Motto *aber natürlich dürfen Sie hier parken, was sollte man sonst den ganzen Nachmittag machen* und Du kommst nicht vorbei und parkst stehst auch. Dann bekommst Du Hunger, gedanklich gehst Du den Kühlschrank durch und anschließend die Vorratsschränke. Auf Deiner Reise triffst Du Mozzarella und Spaghetti, auf der Fensterbank steht noch ein Töpfchen angewelkter Basilikum. Der Parmesan lungert sowieso immer in Deinem Kühlschrank rum, ein Stück Ingwer ist noch von der letzten Erkältungsabwehraktion übrig. Creme fraiche, Zitronen, Pinienkerne und Olivenöl gehören eh ins Standardvorratsprogramm. Vor meinem geistigen Auge sehe ich einen hübsch angerichteten Teller voller Spaghetti. Eigentlich genau das Richtige nach einem frustrierenden Stau auf der Autobahn. Unterwegs habe ich noch einen kurzen Stopp beim Gemüsehändler gemacht, um das gammelige Kraut zuhause mit frischem zu unterstützen. Okay, das Basilikum was ich erstehen konnte war jetzt nicht das, was ich mir vorgestellt hatte, aber wir haben eben auch noch Winter.
Jetzt kannst Du Dir vorstellen wie schnell ich das Essen fertig hatte, oder!? Und soll ich Dir was sagen, so ein Stau kann auch durchaus sehr bereichernd sein. Da fallen mir durchaus auch mal ganz gute Rezepte ein.
Spaghetti mit Basilikumingwerpesto in Zitronenrahm:
Spaghetti pro Person 125 g
Saft einer ½ Zitrone
150 g Creme frâiche
100 g Basilikum
30 g Pinienkerne
Ein Stück Ingwerknolle, daumengroß, fein gerieben
75 ml Olivenöl
3 Esslöffel fein geriebener Parmesan
Salz und Pfeffer
Pro Person einen kleinen Burrata
Spaghetti bissfest garen, abgießen und in den Topf zurück geben. Creme frâiche zusammen mit dem Zitronensaft zu den Spaghetti geben und gut verrühren.
Für das Pesto das Basilikum, die Pinienkerne, den geriebenen Ingwer, das Olivenöl mit dem Stabmixer zerkleinern. Den Parmesan unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Spaghetti zusammen mit dem Burrata und dem Pesto anrichten und servieren.


Freitag, 29. Januar 2016

Der triste Winter schreit nach Farbe, oder Möhren-Ingwer-Muffin mit Pfefferglasur …

…hatte ich ja angekündigt es kommt noch mehr vom Ingwer. Mein Ingwer-Repertoire ist nahezu unendlich und nachdem ich jetzt Diverses in herzhaft mit ihm präsentierte, muss jetzt logischer Weise die süße Variante noch aufgetischt werden.
Außerdem hustet und schnupft es weiter um mich herum und wir geben den Krankheitserreger keine Chance. Was macht mehr Spaß, wie Ungewolltes mit Süßem zu vertreiben. Wobei Süß muss auch nicht gleichbedeutend widerlich, oder klebrig heißen.
Du weißt, neulich die Freundin, die ein Fest plante half mir auf die Ingwer-Sprünge. Wir suchten nach Desserts mit Ingwer. Dann kam die Blitzidee, in einem Kochkurs den ich vor Jahren besuchte, wurden damals Möhren-Ingwer-Muffins gebacken, in meiner Erinnerung waren die so köstlich und passten jetzt genau in das Menü der Freundin. Das Rezept hatte ich in meiner alten Rezeptmappe von Anno Tobak, ich musste es ins Reine schreiben, die Kopie war so schlecht, weder scannen noch abfotografieren funktionierte. Während des Schreibens bekam ich richtig Lust die kleinen Dinger mal wieder zu backen. Und ich wäre nicht Klärchen aus dem Büdchen, wenn ich aus diesen hübschen Minikuchen nicht gleich ein ganzes Dessert fabriziert hätte.
In Kombination an Bananen-Kokosnusseis und Blutorgangengelee mit kandiertem Ingwer hatten sie dann hier im Büdchen ihren Auftritt. Und damit die kleinen Kuchen nicht trocken wurden, bekamen sie noch einen Lack Guss aus Puderzucker, Zitronensaft und Szechuanpfeffer.
Falls Du nachbasteln willst, hier die Anleitungen:
Möhren-Ingwer-Muffin mit Pfefferglasur
1 Ei
200 g Zucker
120 ml Öl
250 ml Buttermilch
½ Teelöffel Natron
½ Päckchen Backpulver
280 g Mehl
1 Teelöffel Zimt
220 g Karotten
50 g Ingwer
100 g Puderzucker
Limettensaft
1 Esslöffel Szechuanpfeffer (geschrotet)
Die Karotten und den Ingwer fein reiben und zur Seite stellen. Ei mit dem Zucker schaumig schlagen. Öl und Buttermilch unterrühren und weiter schaumig schlagen. Natron, Backpulver und Zimt mit dem Mehl vermischen und unter die Eiercreme heben. Nun die geriebene Karotten/Ingwermasse unter den Teig mischen. Den Teig sofort in die Muffinförmchen geben und im vorgeheizten Backofen bei 160°C Heißluft ca. 20 Minuten backen.
Den Puderzucker mit etwas Limettensaft verrühren und die fertiggebackenen Muffins mit damit verrühren. Den geschroteten Pfeffer in homöopathischer Dosis auf die Puderzuckerglasur streuen.
 Bananen-Kokosnusseis
2 sehr reife Bananen
200 ml Sahne (hoher Fettanteil)
150 g Mascarpone
250 ml Kokosnussmilch, cremig
100 g Palmzucker
4 Eigelbe
Die Eigelbe mit dem Palmzucker über dem Wasserbad aufschlagen. Anschließend alle anderen Zutaten zugeben und weiter aufschlagen bis die Creme ein Temperatur von 80°C erreicht hat. Die Masse abkühlen lassen und in die Eismaschine geben und bis zur gewünschten Festigkeit gefrieren lassen.
Blutorgangengelee
500 ml Blutorangensaft
6 Blatt Gelatine
1 Esslöffel Zucker
100 g kandierter Ingwer

Gelatine in etwas Wasser einweichen und quellen lassen. Den Saft erwärmen. Die Gelatine ausdrücken und in dem erwärmten Saft auflösen. Eine Schale mit Frischhaltefolie auslegen und den Blutorangen in die Schale geben. Das Blutorangengelee leicht anziehen lassen. Den Ingwer in kleine Würfel schneiden und in den halbflüssigen Saft geben. Das Blutorgangengelee im Kühlschrank aushärten lassen.


Mittwoch, 27. Januar 2016

Strudel-, Filo-, Yufkateig, oder Jakobsmuschel im Mäntelchen…

…ich habe es extra nicht gleich oben mit in die Überschrift genommen, aber ein Teilnehmer ist wieder dabei, der Ingwer. Der Gesunde. Diesmal ganz verschwiegen mit Jakobsmuschel und Filoteig im Einklang. Schau Dir die Bilder an, wie Du siehst, siehst Du nichts. Wandert Dein Blick weiter, fällt er auf den roten Paprika, der auf dem Teller ebenfalls einen glänzenden Auftritt hat. Angeschmiegt an Frühlingszwiebeln, Orangen und Reis. Gerade die Frühlingszwiebeln habe es mir angetan, wenigstens schon einmal etwas Frühling in Sicht. Ich weiß, ich bin mit meinen Wünschen früh dran. Aber das ist wie mit Weihnachten, lieber schon mal im Sommer Wünsche aussprechen, eh Du unterm Tannenbaum stehst und dann machste ein langes Gesicht, weil die Hände leer bleiben.
Ganz einfach, haste keinen Wunsch, bekommst Du auch kein Geschenk.
Deswegen wünsch ich mir im Winter schon mal den Frühling und der kommt, glaub es mir, das ist so wahr, wie die Frühlingszwiebeln auf meinem Teller.
Die sich übrigens auch immer sehr anpassungsfähig zeigen.
In jeder Jahreszeit drängeln sie sich in irgendwelche Rezepte, eigentlich genau wie der Ingwer. Was den Ingwer angeht, da habe ich ja noch ein ganzes Repertoire von Rezepten und Ideen. Vorspeisen, Hauptgerichte und auch Desserts, oder Gebäck. Ich werde den Ingwer also hier noch öfter ins Büdchen lassen, aber heute erstmal in vereinter Harmonie mit Jakobsmuschel und anderem Gedöns.
Jakobsmuschel im Filoteig mit schwarzem Sesam-Ingwer-Butter an Orangen-Paprika und Reis:
1 Packung Filoteig
100 g weiche Butter
Meersalz
2 Teelöffel schwarzer Sesam
1 Teelöffel Ingwerpulver (nur frisches Pulver verwenden)
6 Jakobsmuscheln
2 rote Paprikaschoten
Olivenöl
2 Orangen
Saft einer Saftorange
1 Bund Frühlingszwiebeln
Pfeffer und Salz
Die Jakobsmuscheln jeweils einmal quer durchschneiden.
Die Butter mit Meersalz, schwarzem Sesam und Ingwerpulver verrühren. Die Filoteigblätter in ca. 10 cm schmale Streifen schneide, auslegen und mit der Sesambutter einstreichen. Unten auf den Filoteig eine Jakobsmuschel legen. Nun die linke, untere Ecke nach oben, rechts umlegen. Dann die rechte untere Ecke gerade hoch legen. Jetzt die rechte untere Ecke nach oben links legen. Nun wieder mit links unten anfangen und solange falten bis der Filoteigstreifen aufgebraucht ist. Die restlichen Jakobsmuschen mit gleicher Falttechnik einpacken.
Die Dreiecke im vorgeheizten Backofen bei 180°C gute 15 Minuten goldgelb backen.
Die Paprikaschoten entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Orangen filetieren und den Saft dabei auffangen. Von vier Frühlingszwiebeln das Grün etwas einkürzen und die Frühlingszwiebeln zur Seite legen. Das eingekürzte Grün und die restlichen Frühlingszwiebeln in kleine Stücke schneiden. In einer Pfanne das Olivenöl erwärmen die Paprikastücke zusammen mit den Frühlingszwiebeln kurz gar dünsten. Mit Pfeffer und Salz würzen.
Das Gemüse aus der Pfanne nehmen, den Bratensatz mit dem Orangensaft ablöschen und stark reduziere. Das Gemüse in den Orangensud geben die vier „großen“ Frühlingszwiebeln ebenfalls in die Pfanne geben, nochmals kurz mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Gemüse kurz erhitzen, die Orangenfilets zugeben, kurz schwenken und anschließend alles zusammen mit den Filoteigecken auf Teller anrichten und sofort servieren.
Wir haben Reis dazu gegessen.

Freitag, 15. Januar 2016

Was die Oma noch wusste - Hausmittel, oder Ingwer aufgepeppt…

…da kannst Du Dich jetzt drehen und wenden wie Du willst, der Ingwerwahnsinn geht hier im Büdchen weiter. Nach den sommerlichen Temperaturen im November und Dezember, zieht derzeit der Winter ein und ganz aktuell mit Schneefall. Draußen toben dicke Flocken vor meinem Fenster und ich sehne mich wie jedes Jahr, in der zweiten Woche vom Januar, nach dem Frühling. Sich im Januar nach dem Frühling sehnen hat im Büdchen Tradition. Irgendwie haben wir echt keine Lust mehr auf Winterküche, aber Zutaten für ein richtiges Frühlingsgericht sind auch noch nicht so wirklich auf dem Markt zu finden. Außerdem steckt in der kalten Jahreszeit hinter jeder kühlen Ecke die Erkältung. Eine der ganz üblen Zeitgenossinnen. Hinterhältig, arglistig und täuschend. Zack, liegst Du flach und quälst Dich mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Aber wir nicht – hoffe ich jetzt mal. Der Winter ist ja noch lang, wer weiß was uns noch erwartet. Soll ich Dir sagen warum? Weißt Du sicher schon, aber nur für den Fall wenn nicht, im Moment ist hier Ingwerwoche.
Ingwer ist bekannt für seine gesundheitlichen Wirkungen. Man spricht ihm zu bei Reiseübelkeit, nervösem Magen oder Verdauungsproblemen zu helfen. Durch seine Schärfe spendet er Wärme die wiederum bei der Erkältungsvorbeugung hilft. Der Stoffwechsel wird angekurbelt und das unterstützt das Immunsystem – sagt man.
Aber das alles ist zwar sehr interessant, hilft mir aber nicht wenn der Gatte Hunger hat. Und irgendwie ist es ja komisch, will der doch tatsächlich täglich etwas essen und dann steh ich da mit meinem kurzen Hemd meiner Ingwerwurzel und muss was Passendes finden. Etwas Leichtes, etwas Frisches, vielleicht etwas Fischiges. Gerade nach dem fleischlastigen Dezember keine schlechte Idee und nach Möglichkeit ohne Aufwand.
Räucherlachs ist ohne Aufwand. Avocado macht keine Arbeit, Ingwer und Chicorée sowieso genial schnell…...dachte ich.
Aus dem Lachs habe ich Röschen geformt, die Avocado, welch Wunder, musste für eine Creme herhalten. Diese Creme wurde mit geriebenen Ingwer aufgepeppt. Ich sag Dir jetzt schon, entweder du reibst den Ingwer und streichst ihn sofort durch ein Sieb, oder Du machst die ganze Avocadocreme fertig und streichst diese dann durch. Die erste Lösung ist auf jedem Fall kurzweiliger, aber wenn Du Beschäftigung brauchst, nimm die Zweite Variante. Das war der Harken am Rezept, also doch so ein ganz klitzekleines winziges bisschen Arbeit.
Durchs Sieb streichen würde ich den Ingwer aber unbedingt, es ist kein Vergnügen die Fasern des Ingwers auf der Zunge zu spüren, oder sogar die feinen Fäden zwischen den Zähnen zu haben. Außerdem geht der ganze Genuss flöten.
Schau Dir einfach mal das Rezept an, vielleicht ist es ja etwas für Dich. Die Erkältung, die Hinterhältige, die Du nicht haben willst, wird sicherlich kein Freund davon werden.
Lachsröschen an Avocado-Ingwercreme mit Chicorée:
250 g Räucherlachs (pro Person 3 dünne Scheiben)
2 Avocados
3 Esslöffel Crème fraîche
70 g fein geriebener Ingwer (durch ein Sieb gestrichen)
Saft einer Zitrone
2 Esslöffel Agavendicksaft
Salz und Pfeffer
2 Chicorée, in feine Streifen geschnitten
2 Esslöffel Balsamicoessig
1 Esslöffel Olivenöl
1 Esslöffel Honig
Von zwei Frühlingszwiebeln den grünen Teil, daraus 12 Blätter schneiden.
Salz und Pfeffer
Avocado mit Crème fraîche, Zitronensaft, Agavendicksaft und dem geriebenen Ingwer cremig pürieren und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Aus Balsamicoessig, Olivenöl und Honig ein Dressing rühren, ebenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Auf Teller den Chicorée anrichten und mit dem Balsamicodressing beträufeln.
Den Lachs in Röschen aufrollen und auf jeden Teller drei Röschen um den Salat drapieren. An die Röschen jeweils die Blätter aus den Frühlingszwiebeln anlegen.

Zu dem Salat die Avocadocreme und etwas Brot reichen.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Ein Huhn kommt selten allein, oder Landhuhn trifft Ingwer…

…haa, Du denkst jetzt bestimmt ich will Dir was von einer Hühnersuppe berichten in der ich Ingwer ausgekocht habe, so frei nach dem Motto, doppelt gemoppelt hält besser.
In der Erkältungszeit Hühnersuppe zu essen ist ja nicht das verkehrteste und dann auch noch Ingwer, da halten keine Erkältungskrankheiten stand – sagt man.
Aber all die guten Gesundheitstipps will ich gar nicht weiter geben, da gibt es richtig schlaue Leute die das besser können.
Ich habe Dir ja gestern schon von so einigen netten Menschen in meinem Umfeld erzählt. Partout wollen sie Rezepte von mir haben. Ich zeige ihnen ein Bild von meinem Mittagessen und zack kommt die Frage *Gibt es ein Rezept?* Ganz Clevere würden sich am Liebsten direkt an meinen Tisch beamen und über Töpfe und Teller herfallen.
Nun das Büdchen ist ja kein Restaurant, auch wenn es da solche Experten gibt, die mir das immer noch nicht glauben.
Aber nehmen wir mal an es wäre anderes, dann hätte ich für mein Landhuhn einige Gäste locken können. Ob sie genauso begeistert wären wie der Gatte und ich kann ich ja nun nicht sagen, denn wir haben es ja alleine gegessen, aber auf einen Versuch käme es garantiert mal an. Also jetzt nicht hier bei mir, sondern Du kochst es und berichtest mir, ob es geschmeckt hat, oder nicht. Aber Du musst Dir schon mindestens die gleiche Mühe machen, die ich mir gemacht habe. Mein Huhn hat quasi eine Wellnessbehandlung vorher bekommen. Wie in einem Hühnerkosmetiksalon wurde es behandelt. Erst mit frischem GesichtsWasser gereinigt. Dann das die eine oder andere Haar Feder gezupft. Eine Massage mit Duftöl guter Butter bekommen, anschließend ein Peeling mit Meersalz.
Als Krönung wurde es auf einem Meer aus Rosen Kartoffeln, Karotten, Ingwer und Zitronen gebettet. Und damit die Wellnessbehandlung rund wurde, ging es eine Zeitlang gut temperiert auf dem Wasserbett mit Weißwein angegossen ins Solarium in den Backofen. Tiefenentspannt und knackig gebräunt konnte es anschließend seinem ganz großen Auftritt entgegenfiebern. Ach Fiebern ist ja doof, wir hatten doch mit Ingwer vorgebeugt. Also das Huhn faszinierte in seiner ganzen Darbietung, aber wie man es richtig zubereitet kommt jetzt:
Landhuhn mit Ingwerzitronenkartoffeln:
1 dickes geputztes Landhuhn
Meersalz
100 g Ingwer, geschält und in Stücke geschnitten
300 g Drillinge (kleine Kartoffeln) gründlich gewaschen, aber mit Schale
2 unbehandelte Zitronen, geviertelt
1 Bund kleine Möhren, geputzt und in 3 cm große Stücke geschnitten
1 Knoblauchzehe
1 Handvoll geschälte Perlzwiebeln
15 weiße Pfefferkörner
2 Esslöffel Olivenöl
50 g warme weiche Butter
¼ Liter Weißwein
Ingwer, Drillinge, Zitronen, Möhren, Knoblauchzehe, Perlzwiebeln und Pfefferkörner in einen Bräter mit Deckel geben. Den Weißwein angießen. Butter mit Olivenöl vermischen und in die Haut vom Huhn einmassieren. Nun das Huhn mit Meersalz einreiben und in den Topf auf das Gemüse legen. Den Bräter mit dem Deckel verschließen und in den auf 190°C vorgeheizten Backofen schieben. Im geschlossenen Topf das Huhn 1 Stunde garen, den Topf öffnen und 10 bis 15 Minuten unterm Grill nach bräunen.


Mittwoch, 13. Januar 2016

Jetzt ist es soweit, oder wir fangen mal mit Ingwer an…

…wenn Du jetzt denkst ich würde mit guten Vorsätzen das Büdchen wieder beleben wollen, kennst Du mich nicht. Ich opfere mich ja für viele Schandtaten, aber mit Sicherheit nicht für gute Vorsätze am Anfang eines Jahres. Was die Schreiberei angeht, so habe ich ja schon das eine oder andere Mal die Fortsetzungen angekündigt. Aber das es nicht richtig geklappt hat, lag eindeutig daran, dass ich die Kurve nicht bekommen habe. Du weißt schon, eine der wichtigen Zutaten um nicht zu sagen, mir fehlte der Hauptdarsteller des Rezepts. Aber am letzten Wochenende war es dann soweit, ein guter Freund hatte Einsicht mit mir und von ihm habe ich ganz spontan die Kurve bekommen, schaust Du hier:
Was meinst Du, das ist doch schon eine schöne Voraussetzung um in die Küche zu gehen und etwas zusammen zu kochen, oder!?
Aber mit so einer Kurve allein ist es ja jetzt auch nicht wirklich getan. Man muss schon noch einen weiteren Antrieb bekommen. Der kam eigentlich schon im Dezember. Immer wenn ich irgendetwas zusammengekocht, -gerührt, oder -gebacken habe, es auf einer dieser social networking sites zeigte, wurde oftmals nach dem Rezept gefragt. Das für sich ist ja eigentlich schon ein Grund diese Rezepte im Büdchen niederzuschreiben. Dann tauschte ich mich auch noch mit einer ganz lieben Freundin über Ingwerrezepte aus und während ich nach allem was mit Ingwer zutun hatte suchte, wurde mir bewusst wie vielseitig der Ingwer ist.
Dann probierte ich aus!
Wunderschöne schmackhafte Rezepte sind dabei zustande gekommen und auch welche von mir wiederendeckt worden. Na und wie gesund Ingwer ist, brauche ich Dir ja sicher nicht erzählen. Gerade jetzt in der Erkältungszeit ist er nahezu eine der Top-Ergänzung zu Hühnerbrühe und den üblichen Verdächtigen, die die Erkältungen schon im Keim vernichten. Ich habe kandierten Ingwer oder Ingwer mit Schokolade überzogen schon als Kind geliebt. Süß und scharf. Keiner meiner Freundinnen mochte ihn, selbst heute habe ich ihn meistens für mich ganz alleine, ich verstehe gar nicht warum. Auch Herrn GB kann ich von den Ingwerschokostäbchen nicht überzeugen. Er probiert mal, aber dann ist er auch damit durch. Doch ist der Ingwer, egal in welcher Form, in Speisen verarbeitet, schwärmt er geradezu. So auch am letzten Sonntag als ich ihm das Erdnusshähnchen mit Nudeln an Ingwer-Mango-Gemüse präsentierte. Ich hatte ja so meine Bedenken, weil frischer Koriander hinein sollte. Aber ich war clever, nur eine homöopathische Dosis kam direkt hinein ins Gemüse und Herr GB, der dem Koriander ausgelassen entgegen frönte, konnte ihn sich ungebremst aufs Essen schaufeln. Wenn Du auch kein Freund dieses unsäglichen Krauts bist, mach es so wie ich, ansonsten streue es Dir haufenweise oben auf.
Erdnusshühnchen mit Nudeln an Ingwer-Mango-Gemüse:
4 Hühnchenfilets (a´ca.130 -150 g)
Salz, Pfeffer
2 Esslöffel Sesamöl
1 rote Zwiebel
2 Esslöffel Olivenöl
200 g Erbsenschoten
1 große Mango
1 Chilischote, fein gehackt
2 Esslöffel Sojasoße
2-3 Esslöffel gehackten Koriander
50 g Ingwer (gerieben und durch ein Sieb gestrichen)
4 Teelöffel Erdnussbutter
4 Esslöffel gehackte Erdnüsse
150 g Mie-Nudel
Nudeln kochen und zur Seite stellen.
Die Hühnchenfilets salzen und pfeffern und in einer Pfanne in je einem Esslöffel Sesam- und Olivenöl von beiden Seiten bei milder Hitze braten. Aus der Pfanne nehmen, mit der Erdnussbutter bestreichen und warm stellen.
Die Zwiebel schälen, in Streifen schneiden und zusammen mit den restlichen Ölen in der Pfanne, im Bratensatz, anbraten.
Die Erbsenschoten halbieren und zu den Zwiebeln geben. Die Mango schälen und in Würfel schneiden, die Würfel auch in die Pfanne geben. Ebenfalls den Ingwer zusammen mit der gehackten Chilischote zugeben.
Alles zusammen kurz anbraten und mit Sojasoße ablöschen.
Nun noch die Nudeln zufügen und alles gut vermischen.
Jetzt kannst Du den Koriander noch untermischen, oder Du richtest das Nudelgemüse mit dem Hühnchenfilet an und streust zusammen mit den gehackten Erdnüssen den Koriander drüber.