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Freitag, 15. Juli 2016

Kartoffeln oder Pizza, oder Kartoffelpizza mit Scamorza…

…so kurz vor dem Wochenende stellt sich wieder die berühmte Frage was bringe ich auf den Tisch, oder mit was könnte ich den Gatten gaumentechnisch verwöhnen.
Normal würde sich mir die Frage gar nicht stellen, denn es ist Sommer und normal ist Grillzeit. Grillen ist Sache von Herrn GB, aber der will bei Regen nicht raus und das Wetter ist in diesem Jahr sehr beständig, es regnet täglich und zwar ganz unvorhergesehen. Plötzlich ohne Vorankündigung zieht es sich zu und zack steht Du im dicksten Regenschauer. Wie gesagt, darauf hat der Gatte keine Lust und mit Regenschirm grillen findet er doof, ich auch.
Dabei hätte ich dieses Jahr so schöne Grillrezepte die ich unbedingt mal ausprobieren müsste. Ist mir eh aufgefallen, dass ich noch nicht viele Grillrezepte gebloggt habe. Okay, das eine oder andere, aber jetzt mal ehrlich, es gibt so viele Grillbücher, die könnten ganze Bücherregalreihen füllen und da soll bei mir im Büdchen bei 4 Rezepten schon das ganze Pulver verschossen sein!? Niemals, aber ich weigere mich im Backofen zu grillen, nur um meine Grillnachbastelliste abzuarbeiten. Nee, lieber mache ich Pizza.
Jetzt muss ich gestehen, in einem Nachbarort gibt es eine Pizzeria, die machen so eine geniale Pizza, da lohnt es sich eigentlich nicht sich selbst in die Küche zu stellen, es sei denn, man möchte eine Kartoffelpizza essen. Ja, Du hast richtig gelesen, Kartoffelpizza. Eine Kartoffelpizza hat er nicht auf der Speisekarte und ich könnte mir vorstellen er würde sich sogar weigern eine in seinen geliebten Pizzaofen zu schieben. Was so ein eingefleischter Italiener ist, legt sich keine Kartoffeln auf den Pizzateig, oder schmiert statt einem Tomatenmus Créme frâiché drauf. Ob er sich hinreißen lassen könnte Scamorza zu verwenden!? Gute Frage, aber ich möchte es nicht drauf ankommen lassen.
Also wie gesagt, selbst ist die Frau. Ich ignoriere den hervorragenden Pizzabäcker aus dem Nachbarort, den täglichen Regen der mir die Petersilie verhageln verregnen lässt und den Grillsommer der kein Sommer ist sowieso.
Also gibt es Kartoffelpizza, ach ja, und bitte keine Salami oder sonn Zeug drauf. Was meine Kartoffelpizza angeht, da bin ich genauso eigen wie der Pizzabäcker nebenan im Dorf. Den Teig machst Du bitte Stunden vorher, (das macht mein Pizzabäcker auch), denn der muss 4 bis 6 Stunden gehen (der Teig, nicht der Pizzabäcker). Also, ich denke das ist ein geniales Samstagsessen, morgens eben den Teig hergestellt und abends wird Pizza gebacken. Habe ich Dich auf den Geschmack gebracht? Dann leg mal los, die Zutaten sind schnell besorgt.
Kartoffelpizza mit Scamorza und Trüffelcreme
Teig:
5 g Hefe
25 ml lauwarmes Wasser
500 g Mehl
10 g feines Salz
Prise Zucker
Die Hefe im lauwarmen Wasser mit der Prise Zucker auflösen und 10 Minuten stehen lassen. Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen. In das Mehl eine Mulde drücken und das Hefewasser hineingießen. Alles zu einem Teig verkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche gute 15 Minuten durchkneten. Zur Kugel formen mit einem feuchten Tuch abdecken und 4 bis 6 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.
Belag:
10 kleine Kartoffeln (Drillinge) in dünne Scheiben gehobelt
½ Scamorza
200 g Créme frâiché
1 Esslöffel gehackte Trüffel
1 Esslöffel Olivenöl
Meersalz und Pfeffer frisch gemahlen
In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Kartoffelscheiben langsam darin von beiden Seiten braun braten.
Créme frâiché mit Trüffel vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Backofen auf 250°C vorheizen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig in der Größe des Backblechs ausrollen. Die Kartoffelscheiben auflegen und die Trüffelcreme aufstreichen.
Den Scamorza in dünne Scheiben schneiden und auch auf dem Teig verteilen. Nochmals alles salzen und pfeffern und 5 bis 10 Minuten im aufgeheizten Backofen goldbraun backen.

Donnerstag, 7. Juli 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 22 die gestärkten Jungs spielen gegen die Franzosen…

…der Essensplan wurde gleich schon nach dem letzten Spiel geschrieben und wenn Du jetzt denkst „das Klärchen ist bescheuert, die kocht mitten im Sommer Sauerkraut“ würde ich Dir unter normalen Umständen sofort zustimmen, aber nicht wenn das Thermometer die 20°C nicht übersteigen will.
Der Salat sprießt ohne Ende, aber ich glaube das Einzige was mir damit gefallen würde, wäre ein heißes Salatsüppchen. Ein Süppchen das so richtig aufwärmt.
Heute wird es ein heißes Spiel, das lässt sicher keinen kalt. Ich bin schon gespannt wie das Spiel ausgehen wird und ob die Jungs raus sind, oder ob ich Sonntag nochmals für sie kochen muss.
Heute habe ich für sie Frühlingsrollen mit Leberwurst an Sauerkraut und Kartoffelpüree gemacht. Bisschen was Neues, aber trotzdem gewohnte Geschmäcker, ein wenig Heimat. Das Gefühl an Zuhause beruhigt, gibt Vertrauen, Zuversicht und steigert die Konzentration.
Also kann doch eigentlich nichts schief gehen.
Ich freue mich auf ein hoffentlich schönes Spiel und wünsche beiden Mannschaften, der Bessere soll gewinnen.
Frühlingsrollen mit Leberwurst an Sauerkraut und Kartoffelpüree:
Sauerkraut:
500 g frisches Sauerkraut
150 ml Gemüsebrühe
50 ml Riesling
2 Lorbeerblätter
Pfeffer, Salz
100 g Schinkenwürfel
1 Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
1 große oder 2 kleine geriebene Kartoffeln (mehlige Sorte)
Das Sauerkraut abwaschen und zusammen mit allen anderen Zutaten in einen Topf geben. Alles gut vermischen. Aufkochen und auf kleine Hitze Schalten. Mit einem Deckel verschließen und gute 30 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch gelegentlich umrühren.
Frühlingsrollen:
Frühlingrollenteig als Blätter ca. 10 x 10 cm (im Asialaden)
½ Bund gehackte Petersilie
1 Teelöffel Butter
5 Schalotten in feine Würfel geschnitten
200 g feine Leberwurst
1 gute Messerspitze Koriandersamen gemahlen
Salz, Pfeffer
1 Ei verschlagen
Rapsöl zum Frittieren
Die Leberwurst in eine Schüssel geben und mit der Petersilie verrühren. Die Butter in einer Pfanne schmelzen, die Schalottenwürfel in die Butter geben und glasig dünsten.
Etwas abkühlen lassen und mit der Leberwurst vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Korianderpulver würzen.
Die Teigblätter auslegen, jeweils ein Esslöffel der Leberwurstmasse auf ein Blatt geben und einmal einrollen, die Seiten einschlagen, mit dem verschlagenen Ei bestreichen und zusammendrücken.
Das Rapsöl erhitzen und die Röllchen von allen Seiten knusprig frittieren.
Kartoffelpüree:
500 g Kartoffeln
Salz
150 ml lauwarme Milch
2 Esslöffel Butter
Muskatnuss gerieben
Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser garen. Abschütten, kurz ausdämpfen und mit einem Kartoffelstampfer solange stampfen bis keine Stücke mehr drin sind. Die Milch und die Butter zugeben und weiter stampfen. Mit Salz und Muskatnuss würzen.

Sauerkraut zusammen mit dem Kartoffelpüree auf Teller anrichten und die Frühlingsröllchen anlegen.

Samstag, 2. Juli 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 19 unsere Jungs sind dran und bekommen Kartoffeln…

…aber nicht einfach nur Kartoffel. Nööö, einen Kartoffelsalat mit Pestodressing und mariniertem Filetsteak Hüfte. Eigentlich sollte es Filetsteak dazu geben, aber das war aus und da mein Metzger des Vertrauens nicht grenzenlos Filets hat, musste die Hüfte herhalten, schließlich muss das ganze Tier verwurstet verkauft werden.
Heute ist ein ganz großer Spieltag. Heute spielen unsere Jungs gegen die Italiener und so leid es mir ja vielleicht auch tun könnte, aber heute ist es leider soweit. Heute bricht eine Serie, sorry liebe Italiener, aber Ihr spielt schließlich gegen die amtierenden Weltmeister.
Ich möchte mir nicht ausmahlen wie ich mir meine Wunden lecke, sollten meine Jungs das heute vergeigen. Aber wenn die sich das trauen, dann lass die mal nach Hause kommen, ab morgen gibt es dann 5 x die Woche Graupensuppe.
Also Jungs, haut ein rein, dann könnt Ihr Euch auf mariniertes Hüftsteak an Kartoffelsalat mit Pestodressing freuen.
Jetzt lasse ich euch mal in Ruhe. Also konzentriert Euch, macht die Tore, denn schließlich bekommt ihr genauso Bütterkes geschmiert wie die Anderen. Ich hoffe wir sehen uns im Halbfinale.
Mariniertes Hüftsteak an Kartoffelsalat mit Pestodressing
Pro Person 180 g Hüftsteak
2 Teelöffel schwarze Pfefferkörner
1 Teelöffel Wacholderbeeren
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
100 ml Olivenöl
1 Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
1 Messerspitze Kreuzkümmel
Blätter von 4 Zweigen Thymian, fein gehackt
Nadeln von 2 Zweigen Rosmarin, fein gehackt
Pfefferkörner mit den Wacholderbeeren mörsern. Mit allen anderen Gewürzen vermischen.  Das Öl in eine Schüssel geben, die Gewürzmischung unterrühren und das Fleisch in die Marinade legen, mehrmals wenden bis das Fleisch gut mit der Marinade umhüllt ist. Zur Seite stellen und mindestens eine Stunde marinieren.
500 g festkochende Kartoffeln
Salz
1 kleine Zwiebel, sehr fein gehackt
Ca. 125 ml Gemüsebrühe
3 Esslöffel Weißweinessig
3 Esslöffel mildes Olivenöl
1 Teelöffel scharfen Senf
Prise Zucker
Pfeffer
3 Esslöffel Basilikumpesto (1 Handvoll Basilikum, 2 Esslöffel geröstete Pinienkerne, 1 Esslöffel geriebenen Parmesan, Olivenöl)
1 gehäutete und entkernte Fleischtomate in Würfel geschnitten
Kartoffel in der Schale kochen. Kurz abkühlen lassen und pellen. Nach Möglichkeit die Kartoffeln etwas länger stehen lassen, damit sie gut abbinden können.
Die Kartoffeln in Scheiben schneiden und mit den Tomatenwürfel mischen. Aus den restlichen Zutaten ein Dressing mischen und löffelweise untermischen. Die Kartoffeln sollen nicht im Dressing schwimmen. Evtl. mit Pfeffer und Salz abschmecken. Sollte Dressing übrig bleiben, zur Seite stellen und ggf. später nochmals etwas beimengen.
Kurz vor dem Servieren die Hüftsteaks abwaschen, trocken tupfen und in etwas Butterschmalz von allen Seiten gut anbraten. Auf kleiner Hitze garen. Ideale Kerntemperatur für uns ist 56°C, dann ist es schön rosa.
Das gegarte Fleisch in Tranchen schneiden und zusammen mit dem Kartoffelsalat anrichten.
Viel Spaß beim Spiel.

Donnerstag, 16. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 7 – eigentlich Piroggen für Polen…

…so leid wie es mir für die Polen ja auch tut, aber heute spielen sie gegen meine Jungs und da kann ich nicht anders, da sitzt das Hemd einfach näher als der Rock. Zwar stehen Piroggen auf dem Speiseplan, aber die sind ausschließlich für Jogis Mannschaft und natürlich für Herrn GB. Sollten die polnischen Jungs allerdings so grottenschlecht spielen, dass sie haushoch verlieren, lasse ich gerne mit mir reden und evtl. gehe nochmals in die Küche und bastle für sie auch nochmals eine Rutsche von diesen leckeren Täschchen.
Sie sind ähnlich wie Ravioli – sollte man meinen – sind sie aber nicht. Der Teig ist viel lockerer und fluffiger. Außerdem kannst Du ihn auch nicht durch die Nudelmaschine jagen, nur, weil Du vielleicht zum Ausrollen zu faul bist. Vom Teig her würde ich vielleicht Ravioli mit Maultaschen vergleichen.
Aber jetzt mal ganz ehrlich, für mich sind es alles ganz unterschiedliche Gerichte. Eigentlich genauso unterschiedlich wie jede einzelne Fußballmannschaft bei der EM. Wie jeder einzelne Fan aus welchem Land auch immer. Nur bei einem bin ich mir ziemlich sicher, die Piroggen, die mag jeder.
Piroggen:
250 g Mehl
1 Ei
1 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Öl
100 ml warmes Wasser
300 g mehlig kochende Kartoffel
130 g Schichtkäse
1 große Zwiebel, in Würfel geschnitten
1 Esslöffel Butter
Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser gar kochen.
In der Zwischenzeit wird der Teig zubereitet.
Das Mehl in eine Schüssel geben. Das Ei verquirlt und mit einem Teelöffel Salz, dem Wasser und dem Öl zum Mehl geben. Alle Zutaten kräftig verkneten. Der Teig soll geschmeidig und glänzen sein. Das dauert einige Zeit, bestimmt gute 10 Minuten.
Nun den Teig für 30 Minuten in Frischhaltefolie eingepackt ruhen lassen.
In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten.
Die gekochten Kartoffeln abgießen, ausdämpfen und stampfen. Anschließend abkühlen lassen.
Die Butter in der Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel in die Butter geben und glasig dünsten. Die Zwiebeln können ruhig etwas Farbe annehmen. Die Zwiebeln zur Kartoffelmasse geben.
Den Schichtkäse zufügen und alles gut vermischen. Noch mit Salz und kräftig Pfeffer würzen. Die Füllung zur Seite stellen.

Nun den Teig mit einem Nudelholz ca. 2 mm dick ausrollen.
Mit einem Glas oder einem Ausstecher Kreise (Durchmesser ca. 10 cm) ausstechen. Ich habe 33 Stück bekommen.
Auf jeden Kreis jeweils einen Teelöffel der Füllung geben, den Rand mit etwas Wasser, oder Eiweiß befeuchten und zu einem Halbmond zusammenklappen. Die Ränder fest aneinanderdrücken. Hinterher kann man auch nochmal mit einer Gabel nachhelfen. Habe ich aber nicht gemacht, sie hielten auch so.
In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Die Piroggen langsam in das kochende Wasser gleiten lassen und mit der Hitze heruntergehen. Das Wasser darf jetzt nicht mehr kochen. Die Piroggen sind fertig, wenn sie oben schwimmen, dann aber noch so gute 3 Minuten garen.
Piroggen mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und abtropfen lassen.
Für das Toping:
1 Esslöffel Butter
1 Zwiebel in kleine Würfel
In einer Pfanne die Butter auslassen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Als Alternative kann man auch kleine Speckwürfelchen anbraten oder beides.
Jetzt die Piroggen noch in die Pfanne geben und kurz schwenken. Mit etwas Schnittlauch bestreut servieren.

Montag, 13. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 4 – Italien: keine Pizza – keine Pasta, dafür eine italienischen Gemüsepastete…

…ich weiß ja nicht was Du Dir unter einer Pastete vorstellst, meine Vorstellung darunter findet sich irgendwo im Bereich *leicht, locker, fluffig* wieder. Die Pastete die ich gebacken habe ist auch so, doch jetzt kommt das große Aber, sie machte ratz fatz pappsatt. Wenn man es genau nimmt, ist die Pastete auch eher ein gefülltes Brot. Sogar ein sehr großes gefülltes Brot.
Ich habe nur so bei mir gedacht, tja Klärchen, da haste Dich ja mal wieder auf was eingelassen. Mengenmäßig reicht sie locker für 6 - 8 Personen, quasi Mannschaftsessen. Zwei von diesen Bomben und alle von der ganzen Truppe sind abgespeist. Aber nehmen wir mal an, in Deinem Haushalt beköstigst Du in aller Regel keine Fußballmannschaft, dann machst Du sie einfach wie angegeben und kannst sie mal eben ganz locker am zweiten Tag auf den Tisch bringen. Gerade jetzt, wo ein Spiel nach dem anderen läuft ist man eh knapp mit Zeit für die Kocherei.
Außerdem, Du kannst sie sehr schön vorbereiten. Das eigentliche Backen ist anschließen dann nur noch ein Klacks und sie schmeckt warm oder kalt ganz vorzüglich.
Also, starte mal durch.
Italienische Pastete für ca. 6-8 Personen:
Teig:
7 g Trockenhefe
1 Prise Zucker
150 ml Wasser, lauwarm
250 g Weizenmehl Tipo 00 oder Type 550
Etwas Mehl zum Bestäuben
25 g weiche Butter
1 Prise Salz
Hefe mit der Prise Zucker in Wasser auflösen und stehen lassen bis sich etwas Schaum gebildet hat. Nun restliche Zutaten zufügen und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Zu einer Kugel formen und an einem warmen Ort, abgedeckt mit einem nassen Küchentuch, 2 Stunden gehen lassen. Als Alternative, den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

Füllung:
3 Esslöffel gutes Olivenöl
500 g Kartoffeln
Etwas Olivenöl für das Backblech und zum Beträufeln
Salz und schwarzer Pfeffer frisch gemahlen
1 Zwiebel in feine Streifen geschnitten
300 g Zucchini, in dünne Scheiben gehobelt
4 in Öl eingelegte Artischockenherzen
2 Esslöffel Öl von den eingelegten Artischocken
600 g jungen frischen Spinat, geputzt
2 Eier
100 g frisch geriebenen Parmesan
Den Backofen solltest Du schon einmal auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und dünn mit Olivenöl bepinseln. Die Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben hobeln. Die Kartoffelscheiben auf dem Backblech verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mit dem Olivenöl beträufeln und ca. 15 Minuten im Backofen garen.
In einer Pfanne die 3 Esslöffel Olivenöl erhitzen und die Zwiebelstreifen bei mittlerer Temperatur darin anschwitzen. Die Zucchinischeiben zugeben und beides 10 Minuten garen. Jetzt die Artischockenherzen und das Artischockenöl untermischen. Weitere 5 Minuten garen. Jetzt den Spinat in den Topf geben, verrühren, mit einem Deckel verschließen und nochmals 5 Minuten garen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Zur Seite stellen und abkühlen lassen. Die Eier in einer großen Schüssel verschlagen und mit dem Parmesan mischen. Das abgekühlte Gemüse zur Eierkäse-Mischung geben und vermischen.
Den Backofen nun auf 220°C hochschalten. Eine ofenfeste Form, idealer Weise eine Brotform, mit Backpapier auskleiden. Den Teig in zwei Teile teilen. Einen Teil des Teiges ausrollen und die Form damit so auskleiden, dass der Teig an den Rändern etwas hochsteht. Den Boden mit den Kartoffelscheiben auslegen, das Eier-Gemüsegemisch darauf geben. Nun den zweiten Teig ausrollen, er bildet den Deckel. Den Deckel aufsetzen und mit dem hochstehenden Teig zusammendrücken und nach innen schlagen. Die Oberseite mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit Olivenöl bestreichen.
Die Backform nun in dem vorgeheizten Backofen 30 bis 35 Minuten goldbraun backen. Kann heiß und kalt serviert werden.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Ausgefallener Karnevalsumzug, oder wie bringe ich meine Rollmöpse unter die Leute…

…tja ich kann Dir was sagen, das hat ja vielleicht gestürmt. Nicht jetzt unbedingt am Rosenmontag, aber so überhaupt und im Allgemeinen. Laut Wetterbericht sollte es winden, sehr sogar, so stark, dass die Umzugswagen der Rosenmontagszüge weg stürmen sollten. Und was ist passiert, nichts ist wegeflogen, in Köln nicht und auch nirgends wo anders. Zum Glück.
Aber ging ja auch nicht, über Köln lachte die Sonne und über Düsseldorf lachte Köln und ihrem Umzugsausfall gab es Diskussionen. Nicht nur die Düsseldorfer haben ihren Umzug abgesagt, auch bei uns im Pott war nix los. Da haben Städte ihren Korso storniert, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt, also jetzt nicht die Städte, sondern die Rosenmontagszüge.
Aber ob Du es glaubst oder nicht, selbst die sturen Westfalen aus dem Münsterland feiern Karneval, sogar mit Festzügen. Aber in diesem Jahr auch nicht. Münster hat auch abgeblasenmeldet.
Ist ja schön wie sich die Verantwortlichen alle einig waren, aber hat sich irgendeiner mal Gedanken gemacht was jetzt mit den ganzen Rollmöpsen passieren soll? Schließlich habe ich mich auf die Tage danach eingerichtet. Selbst an den Gatten, der die Bratrollmöpse bevorzugt, habe ich gedacht. Muss ich ja jetzt nicht extra erwähnen, dass ich eigens für ihn einen Vorrat an Bratrollmöpsen angelegt habe, oder!? Ich bin ja eher der saure Rollmopsesser, nur bei den Beilagen sind wir uns einig.
Pellkartoffeln oder Bratkartoffeln, nix anderes. Gibt es Bratkartoffeln, dann lege ich gerne noch ein saures Gürkchen dazu, bei den Pellkartoffeln muss Mayonnaise, Butter oder sonst irgendetwas Gehaltvolles das Ganze rund machen.
Klar Du kannst jetzt sagen der Rollmops ist doch schon rund und als Hering bringt er auch genügend Fett mit, doch das Runde was ich meine passiert im Mund, an den Geschmacksknospen. Der saure Fisch benötigt etwas Geschmeidiges, wie schon erwähnt, ruhig etwas Fettes. Also Bratkartoffel oder Pellemänner (so heißen die Pellkartoffeln im Ruhrgebiet) mit z.B. Remoulade
Ich hatte noch einen Rest Remoulade, aber der hätte Herrn GB nicht satt gemacht und ich hätte vor lauter Anstand, weil ich ihm nichts wegessen möchte, eh in die Röhre geguckt.
Also habe ich den Rest Remoulade verlängert. Nachdem Verzehr habe ich dann mal noch so ein kleines bisschen in der Internetwelt geschaut, wie man die Remoulade noch hätte verändern können. Und was musste ich feststellen, ich habe auf kurzem Weg eine Sauce Tartar fabriziert. Also ist eine Sauce Tartar nichts Anderes wie eine aufgepimte Remoulade. Irgendwie genauso ein Blender die der nicht dagewesene Sturm am Rosenmontag.
Rezept von heute:
Rollmops an Pellkartoffeln mit aufgepimter Remoulade:
Die Grundlage für meine Remoulade ist eine Mayonnaise
Mayonnaise:
2 Eigelb
1 Teelöffel Senf
Salz und Pfeffer
1 Teelöffel Zitronensaft
1 Teelöffel Apfelessig
150 ml Rapsöl
Alle Zutaten, das Öl ganz zum Schluss, in einen hohen Schlagbecher gebe. Mit dem Stabmixer langsam aufschlagen. Wie man das richtigmacht, dazu gibt es übrigens einige Videos im Internet.

Remoulade:
Die fertige Mayonnaise
Je ½ Esslöffel Petersilie, Estragon und Kerbel.
1 Esslöffel Kapern
2-3 Sardellenfilets
5 kleine Cornichons, in kleine Würfel geschnitten
Alles zusammen nochmals mit dem Stabmixer aufschlagen.
Und nun kommen wir zur aufgepimten Version:

Grundlage, logisch, die Remoulade:
2 Esslöffel Créme Frâiche
5 gekochte Eier
5 weitere kleine Cornichons
3 kleine Schalotten
Pfeffer und Salz
1-2 Esslöffel Gurkenwasser
Die Eier, die Schalotten und die Gurken feinhacken und in die Remoulade geben. Gurkenwasser und Créme Frâiche zufügen und untermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wir haben die Sauce mit Rollmops, Bratrollmops und Pellkartoffeln gegessen. Doch ich kann mir auch einen Tafelspitz, Roastbeef oder dünn aufgeschnittenen Kalbsbraten dazu vorstellen. Selbst panierter und gebratener Rotbarsch oder Kabeljau wären geniale TischTellernachbarn.

Dienstag, 21. April 2015

Ich sage es jetzt nicht, dass es schon wieder kein Fleisch gab - Blumenkohl in roter Sauce an Kräuterkartoffelpüree mit Backofentomaten…

Eigentlich wäre der Blumenkohl heute noch gar nicht dran gewesen. Aber ich habe eins der bunten Bilder vom Blumenkohl bei Frazebuck veröffentlicht und damit war schon klar, das Rezept muss so schnell wie möglich online.
Jeder kennt sicher Blumenkohl mit brauner Butter oder einer Holländischen Sauce, auch Schinkensahnesauce ist nicht unbekannt, aber wer isst Blumenkohl schon in Tomatensauce!? Tja, und dann auch noch mit einem Kräuterkartoffelpüree. Ein hübscher Teller in den Farben Italiens. Aber es hat nicht nur hübsch ausgesehen, der Geschmack war ebenfalls sehr außergewöhnlich gut und nicht zu Letzt alles in allem recht Figur freundlich und gesund. Ich würde mal sagen, so geht vegetarische Küche, endlich das Zeitalter vorbei, wo Gemüse paniert in Fritteusen baden musste, oder bis zur Unkenntlichkeit in Auflaufschalen geschichtet und mit dicker Sahnesauce überbacken wurden. So jetzt aber genug der Ansprache, hier endlich das Rezept:
Blumenkohl in roter Sauce an Kräuterkartoffelpüree mit Backofentomaten
Kräuterkartoffelpüree:
600 g Kartoffeln
2 Esslöffel gehackte Petersilie
1 Esslöffel gehackte Basilikumblätter
1 Esslöffel fein geschnittener Schnittlauch
1 Teelöffel Thymianblätter, fein gehackt
100 ml Olivenöl
Pfeffer und Salz
Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser garen. Die Kräuter mit etwas Salz, Pfeffer und Olivenöl mischen und mit einem Mixstab fein pürieren. Die Kartoffeln abgießen und etwas Kartoffelwasser auffangen.
Die Kartoffeln stampfen und die Kräuterölcreme zu den gestampften Kartoffeln geben.
Alles gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ggf. etwas Kartoffelwasser angießen und unter das Kartoffelpüree rühren. Aber wirklich nur so viel zugeben, bis das Püree schön geschmeidig und eine einheitliche Masse ist.
Blumenkohl in Tomatensauce:
1 Blumenkohl
1 Zwiebel
1 Esslöffel Öl
1 Esslöffel Butter
500 ml passierte Tomaten
1 Esslöffel Öl
Pfeffer und Salz
Den Blumenkohl putzen und in kleine Röschen teilen, gute 100 g Blumenkohlröschen zurückhalten und in ganz kleine Röschen teilen. Den Blumenkohlstrunk schälen und in kleine Würfel schneiden.
1 Esslöffel Öl mit der Butter in einen Topf geben und erwärmen. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und im Ölbuttergemisch glasig dünsten. Die Passierte Tomaten zugeben und mit den Zwiebeln vermischen. Nun die großen Blumenkohlröschen in die Tomatensauce geben und auf kleiner Hitze gar kochen.
Das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen und die kleinen Blumenkohlröschen mit den Blumenkohlwürfeln zugeben. Mit Pfeffer und Salz würzen und kräftig anbraten und anschließen gar ziehen lassen.
Backofentomaten:
Ca. 20 Cherrytomaten
Einige Blätter Basilikum
2 Esslöffel Thymianblätter
3-4 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer, Zucker
Olivenöl, oder noch besser wäre Knoblauchöl
Tomaten mit heißem Wasser überbrühen, abgießen und sofort in Eiswasser geben. Abgießen und die Haut der Tomaten abpellen.
Die Tomaten in eine Auflaufschale dicht nebeneinander legen. Die Kräuter aufstreuen, mit Pfeffer, Salz und Zucker würzen. Die geschälten Knoblauchzehen zwischen die Tomaten stecken und mit dem Öl beträufeln. Bei 130°C im vorgeheizten Backofen gute 60 Minuten garen. (Übrigens, die Tomaten kann man auch sehr gut auf Vorrat machen, die schmecken auch so sehr lecker)

Anrichten:
Das Kräuterkartoffelpüree in die Mitte eines Tellers geben. Darauf die Blumenkohlwürfel geben. Den Blumenkohl mit der Tomatensauce rund herum zum Püree geben. Darauf noch kleine gebratene Blumenkohlröschen verteilen. Zwischen den Blumenkohl noch die Tomaten anrichten. Fertig, Essen kommen!!!