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Freitag, 15. Juli 2016

Kartoffeln oder Pizza, oder Kartoffelpizza mit Scamorza…

…so kurz vor dem Wochenende stellt sich wieder die berühmte Frage was bringe ich auf den Tisch, oder mit was könnte ich den Gatten gaumentechnisch verwöhnen.
Normal würde sich mir die Frage gar nicht stellen, denn es ist Sommer und normal ist Grillzeit. Grillen ist Sache von Herrn GB, aber der will bei Regen nicht raus und das Wetter ist in diesem Jahr sehr beständig, es regnet täglich und zwar ganz unvorhergesehen. Plötzlich ohne Vorankündigung zieht es sich zu und zack steht Du im dicksten Regenschauer. Wie gesagt, darauf hat der Gatte keine Lust und mit Regenschirm grillen findet er doof, ich auch.
Dabei hätte ich dieses Jahr so schöne Grillrezepte die ich unbedingt mal ausprobieren müsste. Ist mir eh aufgefallen, dass ich noch nicht viele Grillrezepte gebloggt habe. Okay, das eine oder andere, aber jetzt mal ehrlich, es gibt so viele Grillbücher, die könnten ganze Bücherregalreihen füllen und da soll bei mir im Büdchen bei 4 Rezepten schon das ganze Pulver verschossen sein!? Niemals, aber ich weigere mich im Backofen zu grillen, nur um meine Grillnachbastelliste abzuarbeiten. Nee, lieber mache ich Pizza.
Jetzt muss ich gestehen, in einem Nachbarort gibt es eine Pizzeria, die machen so eine geniale Pizza, da lohnt es sich eigentlich nicht sich selbst in die Küche zu stellen, es sei denn, man möchte eine Kartoffelpizza essen. Ja, Du hast richtig gelesen, Kartoffelpizza. Eine Kartoffelpizza hat er nicht auf der Speisekarte und ich könnte mir vorstellen er würde sich sogar weigern eine in seinen geliebten Pizzaofen zu schieben. Was so ein eingefleischter Italiener ist, legt sich keine Kartoffeln auf den Pizzateig, oder schmiert statt einem Tomatenmus Créme frâiché drauf. Ob er sich hinreißen lassen könnte Scamorza zu verwenden!? Gute Frage, aber ich möchte es nicht drauf ankommen lassen.
Also wie gesagt, selbst ist die Frau. Ich ignoriere den hervorragenden Pizzabäcker aus dem Nachbarort, den täglichen Regen der mir die Petersilie verhageln verregnen lässt und den Grillsommer der kein Sommer ist sowieso.
Also gibt es Kartoffelpizza, ach ja, und bitte keine Salami oder sonn Zeug drauf. Was meine Kartoffelpizza angeht, da bin ich genauso eigen wie der Pizzabäcker nebenan im Dorf. Den Teig machst Du bitte Stunden vorher, (das macht mein Pizzabäcker auch), denn der muss 4 bis 6 Stunden gehen (der Teig, nicht der Pizzabäcker). Also, ich denke das ist ein geniales Samstagsessen, morgens eben den Teig hergestellt und abends wird Pizza gebacken. Habe ich Dich auf den Geschmack gebracht? Dann leg mal los, die Zutaten sind schnell besorgt.
Kartoffelpizza mit Scamorza und Trüffelcreme
Teig:
5 g Hefe
25 ml lauwarmes Wasser
500 g Mehl
10 g feines Salz
Prise Zucker
Die Hefe im lauwarmen Wasser mit der Prise Zucker auflösen und 10 Minuten stehen lassen. Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen. In das Mehl eine Mulde drücken und das Hefewasser hineingießen. Alles zu einem Teig verkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche gute 15 Minuten durchkneten. Zur Kugel formen mit einem feuchten Tuch abdecken und 4 bis 6 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.
Belag:
10 kleine Kartoffeln (Drillinge) in dünne Scheiben gehobelt
½ Scamorza
200 g Créme frâiché
1 Esslöffel gehackte Trüffel
1 Esslöffel Olivenöl
Meersalz und Pfeffer frisch gemahlen
In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Kartoffelscheiben langsam darin von beiden Seiten braun braten.
Créme frâiché mit Trüffel vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Backofen auf 250°C vorheizen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig in der Größe des Backblechs ausrollen. Die Kartoffelscheiben auflegen und die Trüffelcreme aufstreichen.
Den Scamorza in dünne Scheiben schneiden und auch auf dem Teig verteilen. Nochmals alles salzen und pfeffern und 5 bis 10 Minuten im aufgeheizten Backofen goldbraun backen.

Donnerstag, 7. Juli 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 22 die gestärkten Jungs spielen gegen die Franzosen…

…der Essensplan wurde gleich schon nach dem letzten Spiel geschrieben und wenn Du jetzt denkst „das Klärchen ist bescheuert, die kocht mitten im Sommer Sauerkraut“ würde ich Dir unter normalen Umständen sofort zustimmen, aber nicht wenn das Thermometer die 20°C nicht übersteigen will.
Der Salat sprießt ohne Ende, aber ich glaube das Einzige was mir damit gefallen würde, wäre ein heißes Salatsüppchen. Ein Süppchen das so richtig aufwärmt.
Heute wird es ein heißes Spiel, das lässt sicher keinen kalt. Ich bin schon gespannt wie das Spiel ausgehen wird und ob die Jungs raus sind, oder ob ich Sonntag nochmals für sie kochen muss.
Heute habe ich für sie Frühlingsrollen mit Leberwurst an Sauerkraut und Kartoffelpüree gemacht. Bisschen was Neues, aber trotzdem gewohnte Geschmäcker, ein wenig Heimat. Das Gefühl an Zuhause beruhigt, gibt Vertrauen, Zuversicht und steigert die Konzentration.
Also kann doch eigentlich nichts schief gehen.
Ich freue mich auf ein hoffentlich schönes Spiel und wünsche beiden Mannschaften, der Bessere soll gewinnen.
Frühlingsrollen mit Leberwurst an Sauerkraut und Kartoffelpüree:
Sauerkraut:
500 g frisches Sauerkraut
150 ml Gemüsebrühe
50 ml Riesling
2 Lorbeerblätter
Pfeffer, Salz
100 g Schinkenwürfel
1 Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
1 große oder 2 kleine geriebene Kartoffeln (mehlige Sorte)
Das Sauerkraut abwaschen und zusammen mit allen anderen Zutaten in einen Topf geben. Alles gut vermischen. Aufkochen und auf kleine Hitze Schalten. Mit einem Deckel verschließen und gute 30 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch gelegentlich umrühren.
Frühlingsrollen:
Frühlingrollenteig als Blätter ca. 10 x 10 cm (im Asialaden)
½ Bund gehackte Petersilie
1 Teelöffel Butter
5 Schalotten in feine Würfel geschnitten
200 g feine Leberwurst
1 gute Messerspitze Koriandersamen gemahlen
Salz, Pfeffer
1 Ei verschlagen
Rapsöl zum Frittieren
Die Leberwurst in eine Schüssel geben und mit der Petersilie verrühren. Die Butter in einer Pfanne schmelzen, die Schalottenwürfel in die Butter geben und glasig dünsten.
Etwas abkühlen lassen und mit der Leberwurst vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Korianderpulver würzen.
Die Teigblätter auslegen, jeweils ein Esslöffel der Leberwurstmasse auf ein Blatt geben und einmal einrollen, die Seiten einschlagen, mit dem verschlagenen Ei bestreichen und zusammendrücken.
Das Rapsöl erhitzen und die Röllchen von allen Seiten knusprig frittieren.
Kartoffelpüree:
500 g Kartoffeln
Salz
150 ml lauwarme Milch
2 Esslöffel Butter
Muskatnuss gerieben
Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser garen. Abschütten, kurz ausdämpfen und mit einem Kartoffelstampfer solange stampfen bis keine Stücke mehr drin sind. Die Milch und die Butter zugeben und weiter stampfen. Mit Salz und Muskatnuss würzen.

Sauerkraut zusammen mit dem Kartoffelpüree auf Teller anrichten und die Frühlingsröllchen anlegen.

Mittwoch, 6. Juli 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 21 Portugal gegen Wales mit Gedämpften Huhn an Zitronensabayon und Zucchinispaghetti…

…eiskalt hat es mich erwischt, gedanklich war ich in den letzten Tagen nur bei den Isländern und natürlich bei unseren Jungs. Und dann sagt Herr GB so ganz beiläufig: wir müssen heute noch tippen und Du musst noch kochen. Weißt Du schon ob Du für Portugal oder Wales kochst?
Hääää, wieso für Portugal oder Wales? Deutschland spielt gegen Frankreich!
Und dann kam dieser Satz: Ja, aber…..
Sätze die mit „Ja, aber…“ anfangen verheißen nichts Gutes.
Und so war es dann auch, ich hatte Portugal und Wales komplett ausgeblendet und genau in dieser besagten Minute holte es mich wieder ein.
Jetzt war guter Rat teuer. Wenn es nach dem Gatten gegangen wäre hätte ich ihm die Vanilletörtchen von neulich nochmal servieren können, oder auch die vegetarischen Röllchen, aber das geht ja nun nicht. Das wäre eindeutig ein Foul Ziel verfehlt. An Portugal habe ich schon zweimal gedacht, jetzt war wieder Wales dran und ich hatte keinen Schimmer.
Zu meiner Entschuldigung muss ich gestehen, es blieb nach Büroschluss nicht viel Zeit sich Gedanken über Walser-Küche zu machen und deswegen gibt es heute auch kein wirklich echtes Waliserrezept. Doch wenn Du ehrlich bist, es könnte durchaus aus der Inselküche stammen, schau Dir mal das Rezept an. Außerdem, seien wir doch mal ehrlich, der Bessere soll doch eh gewinnen und ob es die Waliser sind wird sich noch herausstellen müssen.
Gedämpftes Huhn an Zitronensabayon und Zucchinispaghetti (2 Personen)
6 Stiele glatte Petersilie
6 Halme Schnittlauch
2 Stiele Estragon
Jeweils 1 Messerspitze Kreuzkümmel, Fenchel, Koriander, Anis (Gewürze gemörsert)
Salz und Pfeffer
2 Hähnchenfilets
Frischhaltefolie
Die Filets würzen, jedes Filet auf eine Stück Frischhaltefolie legen, die Hälfte der Kräuter auf jeweils ein Filet legen und das Filet stramm in Folie aufrollen. Mit dem zweiten Filet genauso verfahren.
Die Filets in der Folie entweder im Dampfkörbchen garen, oder noch besser wenn Du einen Dampfgarer hast. Die 80°C nicht überschreiten, sonst flockt das Eiweiß aus. Gute 30 Minuten garen.
Zucchinispaghetti:
2 mittelgroße Zucchini
1 Esslöffel Öl
1 Esslöffel Butter
Salz und Pfeffer
Geriebene Schale einer halben Zitrone
Zucchini erst in dünne Scheiben schneiden, dann die Scheiben in dünne Streifen schneiden. Wenn Du einen Lurchi hast, kannst Du auch den verwenden.
In einer Pfanne die beiden Sorten Fett erwärmen, die Spaghetti dazugeben und ganz langsam garen. Mit Salz, Pfeffer und der geriebenen Zitronenschale würzen.
Zitronensabayon:
3 Eigelbe
50 ml Gemüsebrühe, warm
50 ml Noilly Prat
Pfeffer, Salz
Abgeriebene Schale einer halben Zitrone
Die Eigelbe weißschaumig über ein Wasserbad aufschlagen. Tröpfchenweise die Gemüsebrühe mit dem Noilly Prat einschlagen. Mit Pfeffer, Salz und der geriebenen Zitronenschale abschmecken.
Das gegarte Filet aus der Folie nehmen und mit den Kräutern auf Teller anrichten. Die Zucchinispaghetti anlegen und ebenfalls einen Löffel Sabayon auf die Teller geben. Mit einigen rosa Pfefferbeeren betreuen.
Die restliche Zabaione in eine Glasschüssel geben und dazu reichen.

Sonntag, 3. Juli 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 20 für Island gibt es gefesselten Lachs im Zucchiniboot…

…da hatte ich aber jetzt ein echtes Problem, kein einziges Rezept der isländischen Küche habe ich gefunden. Also das eine oder andere zwar schon, aber keins das ich hätte umsetzen können. Irgendwie scheiterte das an den Zutaten. Ich dachte mir mit Fisch liege ich nicht ganz so falsch und da es sogar Reiseanbieter gibt die geplante Lachsangelreisen nach Island durchführen, ist die beste Wahl ein Lachs. Der nächste Punkt, das Land ist komplett mit Wasser umgeben, also wäre ein Boot nicht schlecht. Jetzt kannst Du es Dir sicher schon denken, ich habe meinen Lachs ans Boot gefesselt, damit er mir nicht alleine davon schwimmen kann.
Aber jetzt mal ehrlich und Butter bei die Fische.
Die isländischen Jungs sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe heute meinen ganzen Ehrgeiz ins Gericht investiert, als würden unsere eigenen Jungs spielen. Gestern haben sie sich ja etwas schwer getan, aber ich denke es lang eindeutig an dem Kartoffelsalat, da war zu viel Pesto drin und deshalb hatten die Italiener etwas Rückenhalt.
Das passiert mir heute nicht, Tomaten und Zucchini sind keine typisch französischen Zutaten und Lachs ja sowieso nicht.
Also schau mal selber, was meinst Du, ist doch eine Speise die leicht ist, nicht beschwert und auch einem Isländer schmecken müsste, oder!?
Wir drücken die Daumen und wünschen den Isländern viel Erfolg, aber nichts desto trotz, der Bessere soll gewinnen.
Gefesselter Lachs im Zucchiniboot (die Idee habe ich aus einem Kochbuch von Otto Koch)
1 Fleischtomate, gehäutet und in Würfel geschnitten
Pro Person eine mittelgroße Zucchini
Pro Person ein langes Lauchblatt
Pro Person ein Lachsfilet á ca. 150 g
250 ml würzigen Gemüsefond
1 Schalotte in kleine Würfel geschnitten
1 großen Esslöffel Butter
1 Esslöffel Petersilie, fein gehackt
1 Esslöffel Basilikum, fein gehackt
1 Esslöffel Kerbel, fein gehackt
Pfeffer, Salz
Aus den Zucchini jeweils einen Bogen schneiden, das ein kleines Boot entsteht. Nun noch einen glatten Boden schneiden, damit die Boote stehen bleiben. Die Zucchiniabschnitte in kleine Würfel schneiden und zur Seite stellen.
Die Lauchblätter und die Zucchiniboote in kochendem Salzwasser für 3 Minuten blanchieren. Herausnehmen und in Eiswasser abkühlen. Den Lachs etwas salzen und pfeffern und mit Hilfe der Lauchblätter an die Zucchiniboote binden.
Die Gemüsebrühe erhitzen und die Zucchiniboote mit dem Lachs in der Gemüsebrühe auf kleiner Wärme garziehen lassen.
Zwischenzeitlich die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Tomatenwürfel, die gehackte Schalotte mit den Zucchiniwürfeln in der Butter schwenken bis sie gar sind. Mit Salz, Pfeffer und den Kräutern würzen.
Die Boote zusammen mit dem Gemüse auf Teller anrichten und servieren.

Samstag, 2. Juli 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 19 unsere Jungs sind dran und bekommen Kartoffeln…

…aber nicht einfach nur Kartoffel. Nööö, einen Kartoffelsalat mit Pestodressing und mariniertem Filetsteak Hüfte. Eigentlich sollte es Filetsteak dazu geben, aber das war aus und da mein Metzger des Vertrauens nicht grenzenlos Filets hat, musste die Hüfte herhalten, schließlich muss das ganze Tier verwurstet verkauft werden.
Heute ist ein ganz großer Spieltag. Heute spielen unsere Jungs gegen die Italiener und so leid es mir ja vielleicht auch tun könnte, aber heute ist es leider soweit. Heute bricht eine Serie, sorry liebe Italiener, aber Ihr spielt schließlich gegen die amtierenden Weltmeister.
Ich möchte mir nicht ausmahlen wie ich mir meine Wunden lecke, sollten meine Jungs das heute vergeigen. Aber wenn die sich das trauen, dann lass die mal nach Hause kommen, ab morgen gibt es dann 5 x die Woche Graupensuppe.
Also Jungs, haut ein rein, dann könnt Ihr Euch auf mariniertes Hüftsteak an Kartoffelsalat mit Pestodressing freuen.
Jetzt lasse ich euch mal in Ruhe. Also konzentriert Euch, macht die Tore, denn schließlich bekommt ihr genauso Bütterkes geschmiert wie die Anderen. Ich hoffe wir sehen uns im Halbfinale.
Mariniertes Hüftsteak an Kartoffelsalat mit Pestodressing
Pro Person 180 g Hüftsteak
2 Teelöffel schwarze Pfefferkörner
1 Teelöffel Wacholderbeeren
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
100 ml Olivenöl
1 Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
1 Messerspitze Kreuzkümmel
Blätter von 4 Zweigen Thymian, fein gehackt
Nadeln von 2 Zweigen Rosmarin, fein gehackt
Pfefferkörner mit den Wacholderbeeren mörsern. Mit allen anderen Gewürzen vermischen.  Das Öl in eine Schüssel geben, die Gewürzmischung unterrühren und das Fleisch in die Marinade legen, mehrmals wenden bis das Fleisch gut mit der Marinade umhüllt ist. Zur Seite stellen und mindestens eine Stunde marinieren.
500 g festkochende Kartoffeln
Salz
1 kleine Zwiebel, sehr fein gehackt
Ca. 125 ml Gemüsebrühe
3 Esslöffel Weißweinessig
3 Esslöffel mildes Olivenöl
1 Teelöffel scharfen Senf
Prise Zucker
Pfeffer
3 Esslöffel Basilikumpesto (1 Handvoll Basilikum, 2 Esslöffel geröstete Pinienkerne, 1 Esslöffel geriebenen Parmesan, Olivenöl)
1 gehäutete und entkernte Fleischtomate in Würfel geschnitten
Kartoffel in der Schale kochen. Kurz abkühlen lassen und pellen. Nach Möglichkeit die Kartoffeln etwas länger stehen lassen, damit sie gut abbinden können.
Die Kartoffeln in Scheiben schneiden und mit den Tomatenwürfel mischen. Aus den restlichen Zutaten ein Dressing mischen und löffelweise untermischen. Die Kartoffeln sollen nicht im Dressing schwimmen. Evtl. mit Pfeffer und Salz abschmecken. Sollte Dressing übrig bleiben, zur Seite stellen und ggf. später nochmals etwas beimengen.
Kurz vor dem Servieren die Hüftsteaks abwaschen, trocken tupfen und in etwas Butterschmalz von allen Seiten gut anbraten. Auf kleiner Hitze garen. Ideale Kerntemperatur für uns ist 56°C, dann ist es schön rosa.
Das gegarte Fleisch in Tranchen schneiden und zusammen mit dem Kartoffelsalat anrichten.
Viel Spaß beim Spiel.

Freitag, 1. Juli 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 18 für Wales gibt es vegetarisches…

…und zwar Wurst. Also keine echte Wurst, aber wenn ich Sausages übersetzte heißt das Wurst. Es soll ein traditionelles Rezept sein was ist da gefunden habe für Glamorgan Sausages. Und jetzt kommt es noch besser, in der Wurst ist Käse. Ein Käse von dem ich vorher noch nie etwas gehört habe, aber vielleicht kennst Du den Caerphilly-Käse. Laut Wiki ist es ein Kuhmilchkäse, aber lies doch hier einfach selbst.
Für die Waliser zu kochen war echt nicht einfach und den Käse habe ich natürlich nicht bekommen. Also kein originales Rezept was ich Dir hier serviere.
Diese Würstchen sollen in ganz Wales in vielen Restaurants angeboten werden, da ich noch nie in Wales war, kann ich dazu nichts sagen.
Für die Belgier etwas zu kochen wäre sicher einfacher gewesen, aber die waren schon dran und die Waliser eben noch nicht und ein vegetarisches Gericht war doch auch irgendwie mal fällig.
Aus meinem Rezept bekommt man 16 kleine Würstchen und so eine Mannschaft sind ja eigentlich nur 11, also rein theoretisch könnten welche übrig bleiben. Bei uns ist nichts übrig gewesen von den Würstchen, obwohl ich den empfohlenen Tomatensalat dazu gemacht habe. Also eine kleine Portion war das nicht. Aber schau mal selber:
Ich wünsche den Walisern so ein gutes Spiel, wie wir ein gutes Essen hatten. Die Belgier müssen sich anstrengen und ich bin überzeugt, der Bessere wird gewinnen.
Glamorgan Sausages 16 kleine Würste
225 g frische Semmelbrösel
125 g geriebener Käse (ich habe auf Parmesan zurück gegriffen)
3 Eier
Milch nach Bedarf
Salz und weißer Pfeffer
1/4 Teelöffel Senfmehl
175 g Lauch, fein geschnitten
1 gehäufter Esslöffel frische, gehackte Petersilie
etwas Butter

Panade
100 g frische Semmelbrösel
1 Ei
4 Esslöffel Sahne
Rapsöl

Etwas Butter auslassen und den Lauch darin weich dünsten.
Die Eier verquirlen, Semmelbrösel, Käse, Senf und Petersilie zu den Eiern geben.
Den abgekühlten Lauch untermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alle Zutaten so verkneten bis ein fester Teig entsteht. Sollte der Teig zu fest sein etwas Milch unter mischen. Den Teig in 16 Portionen teilen und aus jeder Portion eine kleine Wurst formen.
Für die Panade In einen Teller die Semmelbrösel geben und in einem anderen Teller die Sahne mit dem Ei verschlagen. Die Würstchen erst durch das verschlagene Ei ziehen und anschließend in den Semmelbrösel wälzen.
In eine Bratpfanne Rapsöl geben, erwärmen und die Würstchen rundherum langsam braun braten.
Man sollte die Würstchen schön langsam braten damit sie auch innen gut gar werden.

Wie ich gelesen habe serviert man sie mit einem Tomatensalat der mit roten Zwiebeln, Olivenöl, Balsamico-Essig und schwarzen frischen Pfeffer serviert wird.

Montag, 27. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 16 – England, Chicken Tikka Masala statt Fish and Chips…

…unsere Jungs haben gestern eine super Leistung hingelegt und das auf einem Sonntag, wobei der Sonntag doch eigentlich arbeitsfrei ist. Okay, nicht überall aber im Büdchen. Wobei anlässlich der EM werden hier die freien Tage ja auch ganz außer Acht gelassen und vor allem wenn unsere Jungs spielen, wird hier gekocht bis das Büdchen brummt.
Unsere Elf ist gestern ins Viertelfinale eingezogen und nun spielen sie am kommenden Samstag um 21:00 Uhr gegen Italien. Das muss ich erst einmal verdauen, irgendwie ist mir 2006 noch sehr gut in Erinnerung, aber okay, ich bin ja nicht nachtragend.
Jetzt muss ich echt etwas ganz besonderes zaubern, damit sie Ansporn zum Gewinnen bekommen und sich nicht wieder austricksen lassen. Denn nur Gewinner und faire Spieler bekommen aus dem Büdchen eine Belohnung.
Heute spielt England und für die habe ich noch nicht gekocht, also wird das jetzt wohl mal langsam Zeit und Du kannst Dir vorstellen was es heute gibt. Neeee, nicht Fish and Chips sondern Chicken Tikka Masala. Also ehrlich, bei den Engländern gibt es durchaus mehr als Fish and Chips.
Durch ihre Kolonien auf der ganzen Welt ist der Gewürzschrank gut gefüllt und das brauchen wir für das Chicken Tikka Masala. Dieses Gericht hat seine Wurzeln irgendwo in der Indischen Küche und wie Wiki zu berichten weiß, wurde es in Großbritannien 2001 als beliebtestes Gericht erhoben, also nix mit Fish an Chips. Vielleicht hilft es den Engländern ja heute bei ihrem EM-Spiel, wenn nicht kann ich es leider auch nicht ändern. Doch den eigentlichen Zweck hat es erreicht, uns hat es sehr gut geschmeckt.
Aber eine Anmerkung habe ich noch, auch wenn dieses Gericht heute den Engländern gewidmet ist, aber die sollen mal schön mit Island teilen und ich würde mich freuen, wenn wir Island in Viertelfinale wiedersehen.
Chicken Tikka Masala
3 Knoblauchzehen
frischer Ingwer (ca 4 cm lang und Daumen dick)
1 entkernte, rote Chilischoten
Olivenöl
1 Esslöffel Senfsaat
1 Teelöffel Paprikapulver, scharf
1 Teelöffel gemahlener Cumin (Kreuzkümmel)
1 Teelöffel gemahlener Koriander
2 Esslöffel Garam Masala
200 g Naturjoghurt
4 Putenschnitzel, in große Würfel geschnitten
1 Esslöffel Butter
2 mittelgroße Zwiebeln, geschält und in feine Würfel geschnitten
1 Esslöffel Tomatenmark
500 ml Wasser
eine Handvoll Cashewkerne (ganz oder sehr grob gehackt)
Meersalz
150 g Crème double
2 Esslöffel frischer Koriander, gehackt
Saft von 1 Limetten
Knoblauch und Ingwer fein reiben, oder hacken. Die Chili sehr fein hacken und mit dem Knoblauch und dem Ingwer mischen.
Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Senfsaat hineingeben. Sobald sie zu platzen beginnen, zusammen mit Cumin, Paprikapulver, dem gemahlenen Koriander und 1 Esslöffel Garam Masala zur Knoblauch-Ingwer-Mischung geben.
Die Hälfte der Mischung mit dem Joghurt vermengen, mit den Putenstücken in eine Schüssel geben, umrühren und ca. 30 Minuten marinieren.
Butter in einen Topf geben und erwärmen. Zwiebeln und die restliche Hälfte der Gewürzmischung bei sanfter Hitze ca. 15 min. dünsten. Tomatenmark, die Cashewkerne, 500 ml Wasser und einen halben Teelöffel Salz dazugeben. Gut verrühren und einige Minuten köcheln lassen. Die Soße etwas reduzieren und dabei dicklicher einkochen, anschließend zur Seite stellen.
Die marinierten Putenstücke in eine heiße Pfanne geben und anbraten.
Die Soße erwärmen, Crème Double und den restlichen Esslöffel Garam Masala hinzugeben. Die Putenstücke zugeben und gute 10 bis 15 Minuten auf kleinster Hitze garziehen lassen. Nach Geschmack mit gehacktem Koriander und Limettensaft abschmecken, evtl. nochmals etwas nachwürzen, bzw. salzen.
Mit Reis oder Naan-Brot servieren.