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Dienstag, 2. August 2016

Ein Millefeuille ist nicht so schwör, oder Apfel, Forelle und Rote Beete zum Geburtstag…

…jetzt brüte ich seit Tagen über ein Geburtstagsgeschenk und weiß einfach nicht, ob ich mich damit nicht womöglich mit Pauken und Trompeten blamiere.
Du musst wissen der Blog Obers trifft Sahne hat Geburtstag und wird am 07.August fünf. Seit fünf Jahren werden wir mit wundervollen Rezepten beschenkt.
1. Außergewöhnliche, 2. bodenständige, 3. traditionelle, 4. regionale, 5. klassische Leckerbissen werden uns präsentiert.
Den Schreiberling kenne ich persönlich und sie ist zu einer liebgewonnenen Kochfreundin geworden, die ich ins Herz geschlossen habe.
Mit ihr 1. zu kochen, 2. zu quatschen, 3. zu braten, 4. zu lachen, 5. zu grillen ist höchstes Vergnügen.
Einige Male hatten wir schon die Gelegenheit uns zu treffen. Die Treffen sind rar, uns trennen knappe 500 400 Kilometer und trotzdem haben wir uns schon recht gut kennengelernt. Ich weiß sie mag es 1. fischig, sie mag es 2. herzhaft, die mag es 3. fruchtig, sie mag es 4. Würzig, sie mag es 5. scharf.
Zum Bloggeburtstag hat sie sich etwas mit der Zahl 5 gewünscht.



Also bekommt sie eine Art Törtchen, ein herzhaftes Türmchen, ein Türmchen mit 5 Zutaten.
Äpfel mit geräucherter Forelle ist ja schon eine schöne Kombination, aber wenn dann auch noch rote Beete und ein Meerrettichquark dazukommen, dann ist das schon ein ganz spezieller Gaumenkitzel. Das i-Tüpfelchen stellt noch der Staudensellerie da.
Quasi mit Fünf Zutaten einen sommerlichen leichten Genuss zum Festtag.
Schau Dir mal das Rezept an, glaubst Du ich könnte damit einen Blumentopf bei dem Geburtstagskind gewinnen?
Apfelmillefeuille mit Forelle und Roter Beete
2 große Knollen Rote Beete
1 Knoblauchzehe
1 Teelöffel Kümmelsamen
1 Esslöffel Rapshonig
1 Esslöffel Himbeeressig
2 Esslöffel Rapsöl
125 g Quark 40%
3 Teelöffel Sahnemeerrettich aus dem Glas
Frisch gemahlener Pfeffer, Salz
Pro Person 125 g geräuchertes Forellenfilet
2 Äpfel, Granny Smith
Saft einer ½ Zitrone
2 Stangen Staudensellerie
Einige gewaschene Salatblätter
2 Esslöffel Olivenöl
Saft einer ½ Limette
Salz zum Würzen
Die Rote Beete in Salzwasser zusammen mit der Knoblauchzehe und dem Kümmelsamen gar kochen. Die Knolle abgießen und schälen. In feine Scheiben hobeln.
Ein Dressing aus dem Honig, dem Himbeeressig und dem Rapsöl mischen und die Roten Beetescheiben hineinlegen. Mindestens 1 Stunde marinieren.
Den Quark mit dem Sahnemeerrettich vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zur Seite stellen.
Die Äpfel schälen und das Kerngehäuse ausstechen. Die Äpfel in dünne Scheiben schneiden und mit dem Saft der Zitrone beträufeln.
Den Staudensellerie schräg in kleine Scheiben schneiden.
Die Salatblätter und die Selleriescheiben mit dem Olivenöl und dem Saft der Limette mischen.
Zum Anrichten in die Mitte eines Tellers zwei bis drei Apfelscheiben aufeinander legen und darauf einen Teelöffel Meerrettichquark streichen.
Nun einige Selleriestückchen zusammen mit Salatblättern, Stückchen Forellenfilets und Rote Beetscheiben darauf verteilen. Diesen Vorgang nochmals wiederholen und auf diese Art kleine Türmchen bauen. Als Abschluss eine halbe Apfelscheibe mit Meerrettichquark und einem Petersilienblatt aufsetzen.

Samstag, 28. Februar 2015

Halb Winter- und halb Frühlingsessen, Skrei auf mariniertem Wintergemüse mit Meerrettichmousse...

Also bei aller Liebe, aber der Februar ist definitiv ein Wintermonat und auch wenn die Schneeglöckchen sich der Sonne entgegen recken, es ist und bleib noch Winter. Ja, ich habe eigentlich auch keine Lust mehr auf Schnee und Kälte, aber zum Glück haben wir ja noch keine Wettermaschine an der man mal eben auf Frühling schalten kann. Sicherlich könnte man schon in der Küche das Frühlingsprogramm abspulen, aber das wollen wir nicht. Im Moment genießen wir noch Wintergemüse. Rote Beete, Steckrübe und als kleine Schmuggelware noch Kohlraben. Lange habe ich überlegt, ob ich tatsächlich Skrei kaufen will. Er hat schon ein ganz besonderes saftiges Fleisch, die Skreizeit ist kurz und es könnte sein, dass ich mich hinterher ärgere, wenn die Saison für Skrei vorbei ist.
Keine langen Diskusionen, ich habe ihn gekauft.
Bei dem Rote Bete-Kauf stand Herrn GB ganz geduldig neben mir. Ich möchte gar nicht wissen was er so dachte als ich total begeistert auf die Bete stürmte. Du weißt schon, er isst sie zwar mittlerweile, aber enge Freunde werden die zwei nie.
Aber ich kann Dir versichern, Herrn GB hat der Skrei samt Beilagen auch Spaß gemacht und selbst bei der roten Bete hat er Nachschlag verlangt.
Skrei auf mariniertem Wintergemüse mit Meerrettichmousse
Skrei, pro Person 200 g. mit Haut
Rote Beete, pro Person eine ½ Beete
Steckrübe, pro Person ca. eine Scheibe von 1 cm dicke
Kohlrabi, pro Person eine ½ Knolle
Rote Beete mit Schale in einem Topf mit Salzwasser garen. Achte darauf dass die Schale auf keinem Fall beschädigt ist, sonst blutet sie aus und wird unschön. Ist sie gar, schäle sie,, aber ziehe Dir vorher Handschuhe an!!! Das Zeug färbt! Geschält schneidest Du sie in fingerdicke Stücke.
Steckrübe und Kohlraben schälen und ebenfalls in fingerdicke Stifte schneiden. Wenn Du einen Dampfgarer hast dann gare sie 10 Minuten im Dampf, sonst wie gewohnt in wenig Wasser.
Für die Marinade vermischt Du einfach einen Teil Balsamessig mit 3 Teilen gutem Olivenöl. Diese Mischung würzt Du mit Salz und Pfeffer. Sobald das Gemüse gegart ist, gießt Du es ab und gibst es jeweils in eine Schale. Nun löffelst Du etwas von der Marinade über jede Gemüsesorte. Das kann man gut vorbereiten.

Für die Meerrettichmousse benötigst Du:
50 g Meerrettich aus dem Glas
100 g Joghurt mit hohem Fettanteil
150 g Sauerrahm
50 g geschlagene Sahne
2 Blatt Gelatine
Pfeffer und Salz
Alle Zutaten bis auf die Gelatine gründlich verrühren. Die Gelatine nach Anweisung in Wasser quellen lassen. Ausdrücken und im Wasserbad oder Mikrowelle kurz erwärmen bis sie flüssig ist. Etwas Meerrettichgemisch in die Gelatine geben, verrühren und zurück in die Meerrettichcreme geben. Gut untermischen, mit Folie abdecken und im Kühlschrank mindestens 3 Stunden erstarren lassen.

Petersilienöl:
200 ml Olivenöl
100 g Petersilienblätter
Beides in einen Mixer, oder Blender geben und fein pürieren.
Kleiner Tipp, in Petersilienöl kannst Du auch wunderbar Nudeltaschen schwenken, oder Du kannst es als Grundlage für eine Salatsauce verwenden.

Den Skrei schneidest Du in schmale Streifen. Er wird lediglich mit Salz und Pfeffer gewürzt und in Butterschmalz gebraten. Zuerst einige Minuten auf der Hautseite, dann 1-2 weitere Minuten auf der Fleischseite.

Fürs Anrichten hast Du auch noch pro Person eins bis zwei Büschchen Feldsalat besorgt.
Nun geht es los. Von jeder Sorte Gemüse legst Du 3 Stifte auf den Teller. Von der Meerrettichmousse stichst Du pro Person mit zwei Esslöffeln eine Nocke ab. Nun legst Du den Feldsalat an und träufelst über den Teller einige Tropfen von dem Petersilienöl.
Jetzt noch auf jedes Gemüsepäckchen ein Stück Fisch legen und schnell servieren eh der Fisch kalt ist.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Der Kopf ist leer und die Backen voll Roastbeef...

Ist es nicht grausig, ich sitze hier und mein Kopf ist leer. Die Zeit zu unserem Arbeitsurlaub rückt immer näher und ich merke so langsam geht mir der Zustand, tagsüber arbeiten, nach der Arbeit im Chaos Ordnung zu schaffen, auf die Nerven. Irgendwann hat man echt keine Lust mehr diese blöden Kartons, die im Weg stehen, von links nach rechts zu schieben.Außerdem wird mein Essensplan langweilig wenn ich wenig Zeit habe, allerdings Herr GB freut sich.
Ganz spontan gab es gestern nochmals dieses leckere Roastbeef aber nicht als Frühlingsgedöns, nööö, also etwas Abwechslung muss schon sein, ich habe zwar einen Salat dazu gemacht, aber Herr GB wollte auch eine Sauce dazu haben, Aber da es schnell gehen musste, gab es eine kalte Meerrettichsauce auf Mayonnaisebasis, schnell aber lecker.
Ein Ei mit 3 Teelöffeln Sahnemeerrettich in einen hohen Mixtopf geben. Salz und Pfeffer zugeben, 2 Esslöffel frisch geriebenen Meerrettich ebenfalls dazu. Mit ca. 150 ml Rapsöl auffüllen.
Mit dem Pürierstab alles zu einer Art Mayonnaise aufmixen.
Das Fleisch in feine Scheiben schneiden mit der Sauce anrichten und servieren.
Ich kann Euch sagen, da kann der Kopf ruhig mal leer sein, aber Hauptsache die Backen sind voll...


Freitag, 15. April 2011

Lachsterrinenherz auf marinierten Bärlauchblättern...

Ich weiß, einige Bloger-Kollegen und –kolleginnen boykottieren in diesem Jahr den Bärlauch und verweigern sich ihm. Macht mir aber nichts, dann bleibt eben fürs Büdchen mehr übrig. Erst war der Bärlauch ja komplett von jeder Speisekarte verschwunden, selbst in Kräuterbüchern wurde man nicht einmal mehr fündig und von Kochbüchern will ich erst gar nicht reden. Na evtl. bei Henriette Davidis (http://de.wikipedia.org/wiki/Henriette_Davidis) allerdings gebe ich zu, dass mir die eher etwas gehaltvollere Küche des 19. bzw. 20. Jahrhunderts nicht ganz so zusagt, da mir dort etwas der mediterrane Geist fehlt. Es ist auch ganz seltsam mit dem Bärlauch, bin ich z. B. am Wochenende unterwegs oder habe ich keine Zeit mich um den Bärlauch zu kümmern, sehe ich ganze Felder. Habe ich die schönsten Rezepte für ihn, ist er verschwunden, die bekannten Stellen sind abgeerntet und die Unbekannten kenn ich ja nicht. Ich sehe es schon kommen, ich gehöre irgendwann zu denen, die auf dem Markt nach Giersch fragen, oder dort Gänseblümchen kaufen.
Den letzten Bärlauch habe ich auf dem Markt gekauft, eigentlich ist es eine Schande, wo ich doch so ländlich wohne und mit der Natur per du bin.
Ja klar, ich könnte jetzt den Bärlauch auspflanzen, aber bei meinem Glück vereint er sich mit den zig Meter entfernten Maiglöckchen und die sollen ja doch nicht ganz so bekömmlich sein, bzw. nur zum einmaligen Verzehr und den sollte man wohl nicht überleben. Also Finger aus dem Blumenbeet!!!
Also alles selbst gekauft und daraus habe ich eine kleine Vorspeise gemacht. Eine Lachsterrine auf marinierten Bärlauchblättern:
150g Bio-Lachs ohne Haut und Gräten
150ml Sahne
Salz, Pfeffer
1 Teelöffel geriebenen Meerrettich
3-5 Bärlauchblätter pro Person
Je Person ein Teelöffel Holunderblütenessig
Frischer Pfeffer und einige Salzchips
Je Person ein Teelöffel Arganöl
Einige Röllchen Schnittlauch zur Deko
Den Lachs in kleine Würfel schneiden und für ca. 30 Minuten einfrieren. In einem hohen Gefäß den angefrorenen Lachs mit der Sahne und dem Meerrettich vermischen und mit einem Schneidstab gut pürieren, dass es eine geschmeidige Face wird. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Face in Silikonförmchen füllen und im Dampfgarer bei 85°C ca. 15 Minuten stocken lassen.
Die Bärlauchblätter säubern und auf Teller ausbreiten. Mit Holunderblütenessig und Arganöl beträufeln. Mit Pfeffer und Salz würzen. Jeweils in Lachsterrinenstück ebenfalls auf die Teller geben und servieren.