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Dienstag, 14. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 5 – Österreich–Frittatensuppe, eine Speise der Alpenküche…

…jetzt sag mal selbst, dieser Tage redet alle Welt von der Fußball-EM da kommt doch keinem die Alpenküche in den Sinn, oder?
Du schüttelst auch mit dem Kopf und schwenkst schon wieder Deine Landesfähnchen?
Da vertue Dich mal nicht und werfe mal einen Blick in Zora´s Kochtopf. Da redet ja jeder nur noch von den guten Schmankerln die man mit den Alpen verbindet.

Blog-Event CXX - Alpenkueche (Einsendeschluss 15.
Juni 2016)

Verzapft hat das Ganze kebo. Sie ist die Ausrichterin in diesem Monat und sie trägt die Verantwortung dafür, dass ich im Moment eine Winterlandschaft vor Augen habe und das mitten im Sommer.
Wenn ich an die Alpen denke, fallen mir die unzähligen Wintertage ein die wir in den Bergen verbracht haben. Wie sehr erholsam ein Winterurlaub mit Skifahren und Wandern ist, weißt Du erst, wenn Du es ausprobiert hast. Mir fallen die deftigen Jausen in Südtirol ein und der eine oder andere Apre ski ist auch noch in bleibender Erinnerung. Egal ob Sommer wie Winter um eins komme ich nie herum wenn ich in den Bergen bin, um meine heißgeliebte Frittatensuppe.
Und passend zum Spiel ist sie heute auch. Ich hoffe die Spieler aus Österreich haben sich ebenfalls mit einem Süppchen gestärkt. Verkehrt wäre das nicht, denn mit so einer Suppe ist man immer auf der Gewinnerseite, oder was meinst Du.
Frittatensuppe:
2 Eier
1/8 Liter Milch
¼ Teelöffel Salz
80 g Mehl
1 Esslöffel Schnittlauchröllchen
3 x 10 g Butter zum Braten
1 Liter heiße Fleischbrühe
Einige Schnittlauchröllchen für die Dekoration
Die Eier mit der Milch und dem Salz verquirlen, nach und nach das Mehl zugeben. Zum Schluss noch die Schnittlauchröllchen hinein.
Alle zu einem klumpen freien Teig vermischen.
In einer Pfanne die ersten 10 g Butter zerlassen und ein Drittel des Teiges in die Pfanne geben. Die Pfanne hin und her schwenken bis der Teig auf dem Pfannenboden dünn verteilt ist. Den Teig stocken lassen und hellbraun backen. Mit einem Pfannenheber den Teig leicht anheben und schauen. Ist der Boden leicht braun, den Teig mit Hilfe des Pfannenhebers umdrehen und von der anderen Seite braten. Die Frittaten auf ein Brett geben, aufrollen und abkühlen lassen.
Den beschriebenen Bratvorgang noch zweimal wiederholen, dann dürfte der Teig aufgebraucht sein.
Die Frittatenrollen in dünne Streifen schneiden, jeweils einige Frittatenschnecken auf Suppenteller verteilen und mit der heißen Fleischbrühe aufgießen. Mit Schnittlauchröllchen bestreuen und servieren.

Freitag, 17. Oktober 2014

Von Missverständnissen, Kindheitserinnerung und Biersuppe…

…Herr GB ist von uns derjenige, der häufiger zum Lebensmitteldealer geht als ich. Der Einkaufzettel wird zusammen abgestimmt damit nicht nur Süßkram und Fleisch drauf stehen. Neulich hatten wir mal wieder so ein Abstimmungsgespräch…

Herr GB: soll ich noch etwas Bestimmtes mitbringen?
Ich: ah ja, gute Idee, ich brauche eine Flasche Bier für Biersuppe!
Herr GB: Pils oder Alt?
Ich: Wie Pils oder Alt? Dunkles!
Herr GB: Also egal?
Ich: Ja eigentlich egal, ich wusste ja gar nicht das es da auch noch Unterschiede gibt!? Nee, also wirklich, ist eigentlich egal!
Wobei, man kann sie mit hellem oder mit dunklem machen, aber ich mache sie lieber mit Dunkelbier! (Dunkelbier!!! Man achte auf die feine Ausdrucksweise!!!)
Herr GB fragt noch ob ein oder zwei Flaschen, ich entscheide mich für eine!
Stunden nach dem Einkauf schaue ich auf den gutgefüllten Flaschenkorb in der Küche. Stelle irritiert fest dass zwei Flaschen Alt im Korb stehen.
Ich: Ach du hast auch noch Alt mitgebracht!? Können wir ja mal ein Krefelder trinken. (Krefelder ist bei uns Alt mit Cola)
Herr GB: ja, wenn Du nicht alles brauchst.
Ich: ich brauche doch kein Alt. *kicher*
Herr GB: wieso brauchst Du denn jetzt doch keins? Gibt’s jetzt doch keine Biersuppe?
Ich: Ähhh, doch schon, aber doch nicht mit Alt, ich brauche Dunkelbier! Aber ist kein Problem, mach ich es halt damit.
Herr GB: Wie jetzt!? Du hast doch von dunklem Bier gesprochen!
Ich: Iiiich???? ich habe von Dunkelbier gesprochen, nicht von dunklem Bier.
Herr GB: ich habe Dich doch noch extra gefragt ob Du Alt haben willst, war Dir doch egal.
Ich: ich wollte doch nur schlichtes einfaches Dunkelbier, auch Malzbier genannt.
Herr GB: ach das! Das haben wir noch im Keller!
Wie Du siehst sind Herr GB und ich bekennende Nichtbiertrinker, wir schlürfen also weiterhin Wasser und Wein. Doch sollte es mal Bier im Hause Kompott geben, dann nur als Suppe.
Biersuppe mit Schneeklösschen:
1 Liter Milch
80 g Speisestärke
2 Esslöffel Zucker
1 Handvoll Rosinen, aber nur wenn Du magst
Mark einer Vanillestange
1 Flasche Dunkelbier (Malzbier) 0,33 l
2 Eier, getrennt
1 Prise Salz
Milch, Rosinen und die Prise Salz zum Kochen bringen. Vorher einige Esslöffel Milch abnehmen, die werden zum Anrühren der Speisestärke benötigt. Speisestärke mit den Eigelben, dem Zucker und der Milch gründlich verrühren.
Sobald die Milch kocht, den Topf zu Seite ziehen und die angerührte Speisestärke in die Milch rühren. Zurück auf die Herdquelle und nochmals aufkochen. Nun das Dunkelbier einrühren, aber langsam, das schäumt.
Nebenher musst Du das Eiweiß zu steifen Schnee schlagen. Der Eischnee wird löffelweise auf die Suppe gegeben und untergehoben.
Jetzt nochmals für 5 Minuten einen Deckel auflegen dass die Schneeklößchen so leicht gar ziehen.
Kleine Anmerkung: Herr GB ist Rosinenverächter, deshalb habe ich die Rosinen nicht in die Milch gegeben!!! Also unsere Biersuppe war Rosinenfrei!
Aaaaaaber, ich mag Rosinen in der Biersuppe und deshalb habe ich mir ne halbe Handvoll obenauf geschmissen, lecker wars.
Tja und Herr GB war auch ganz begeistert, aber auch etwas fassungslos! Er konnte es nicht glauben, dass ich ihm diese Suppe bisher vorenthalten habe, zumal ich ihm immer vorgeschwärmt hatte wie gerne ich diese Suppe als Kind schon mochte.

Montag, 15. Oktober 2012

Was Biertrinker wohl dazu sagen, wir haben Bier gegessen...

könnt Ihr Euch noch erinnern, hier habe ich Euch versprochen dass ich Euch mit noch weiteren Rezepten, aus einem wirklich schönen, modernen und handlichem Backbuch verwöhnen werde.
Und genau heute werde ich Euch ein weiteres sehr schönes Rezept, aber auch das Buch selbst, vorstellen.
Als ich in diesem charmanten Buch von den Bier-Cremeschnitten las, erinnerte ich mich, dass meine Mutter früher für uns Kinder Biersuppe machte. Nein, wir wurden nicht zu Alkoholikern erzogen, die Biersuppe wurde mit alkoholfreien Dunkelbier gekocht. Die Grundlage der Biersuppe ist Milch. Unverzichtbar waren die Rosinen. Als Kind möchte ich die weichen Rosinen sehr gerne, heute ist mir die Konsistenz eher unangenehm. Herr GB mag eh keine Rosinen, also bleiben sie im Packet. Die Suppe habe ich selbst noch nie gekocht, aber zum Glück konnte ich mir das Rezept vor ewigen Zeiten sichern. Ihr könnt gespannt sein, ich werde es Euch demnächst verraten.
Doch jetzt sind die Bier-Cremeschnitten an der Reihe, oder bessergesagt dieses schöne neue Backbuch mit dem netten Titel „Komm zum Kaffeeklatsch“.
Komm zum Kaffeeklatsch ist im Kosmos-Verlag erschienen und die Autorin Dagmar Reichel hat sogar einen eigenen Blog

Das Kochbastelbuch ist handlich und hat ein ansprechendes, romantisches Cover in der Trendfarbe –flieder- gehalten. Der Inhalt des Buches präsentiert sich in gleicher sympathischer Art. Wer gerne dem derzeitigen nostalgischem Trend des Kaffeklatsches wie zu Omas Zeiten folgt, findet in diesem Buch den richtigen Partner. Nicht das es altbacken ist, nein ganz im Gegenteil. Es ist voll mit klassischen Rezepten die modern überarbeitet sind und an dem heutigen Geschmack angepasst sind. Im Vorwort wird schon klar auf was die Lektüre hinaus will. Carpe Diem!!! Man entschleunigt schon beim durchblättern und bekommt mal wieder richtig Lust einen Mädelsnachmittag mit Gebäck und Likörchen zu veranstalten. Für mich ist es genau zur passenden Zeit erschienen. Warum zur richtigen Zeit? Ich schaue gerade aus dem Fenster und es ist klar, wir stecken mitten im Herbst. Mit Puschelsocken, heißem Tee und Wolldecke macht es mir in dieser Zeit besonders Spaß solche Seelenbalsambücher zu blättern. Allerdings wäre ich nicht das Klärchen das Ihr kennt, wenn jetzt nicht die berühmten Lesezeichen ins Buch geklebt würden und ich das eine oder andere nachbasteln würde, oder!? Wie Ihr merkt, ich freunde mich immer mehr mit dem Backen an. Wobei eigentlich ist diese Buch kein reines Backbuch, denn es wartet nicht nur mit Torten und Gebäck auf. Auch mit grandiosen Rezepten zu Likören, Desserts wie Banoffee oder Maronenbratapfel und außergewöhnlichen Kaffee- und Teezubereitungen trumpft es auf. Hübsche Dekorationsideen für die Kaffeetafel zaubert die Autorin auch noch so ganz nebenbei aus dem Ärmel.
Die Publikation ist in den Kategorien >Hast Du morgen Zeit<, >Klatsch am Buffet<, >Wir wollen feiern<, >Lass die Sonne rein<, >Wir machen es uns gemütlich<, >Komm zur Backparty< eingeteilt und jede Rubrik hat gleich interessante Anleitungen.

Wie schon erwähnt, mich haben unter anderen die Bier-Cremeschnitten gelockt. Ein Genuss bei dem meine Neugierde und mein Appetit mal richtig befriedigt wurden.
Was den Geschmack angeht war ich so skeptisch, doch ich wurde eines Besseren belehrt. Genauso schmackhaft wie die Biersuppe von damals, die habe ich auch so sehr gerne gemocht.
Eh ich Euch das Rezept verpetze möchte ich Euch noch eben schnell verraten was der Verlag zu diesem Buch zu sagen hat:

Komm zum Kaffeeklatsch
Einladen, Dekorieren, Genießen
144 Seiten, Integralband
120 Farbfotos
€/D 14,95 / €/A 15,40 / sFr 21,90
ISBN 978-3-440-13286-9
Kosmos Verlag, Stuttgart
ET: August 2012

Ein gemütlicher Nachmittag mit Freunden, eine festlich gedeckte Kaffeetafel oder eine fröhliche Backparty – wer hätte darauf nicht Lust? Wie man so eine Runde mit Freunden gekonnt zelebriert, verrät Dagmar Reichel in ihrem neuen Buch Komm zum Kaffeeklatsch. Eine bunte Mischung leckerer Rezeptideen – von traumhaften Torten über moderne Backtrends wie Cake-Pops bis hin zu Kuchenklassikern – bieten für jeden Anlass und jeden Geschmack genau die richtige Leckerei. Und auch für den Trinkgenuss ist gesorgt: In die Gläser kommen neben Kaffee- und Teevariationen auch selbstgemachte Limonaden, fruchtige Drinks und leckere Liköre. Zusätzlich sorgen zahlreiche liebevolle Ideen für schön gestaltete Einladungen, stilvolle Tischdekorationen und ein stimmungsvolles Ambiente dafür, dass schon die Vorbereitung des Nachmittags zum vollen Genuss wird.

Dagmar Reichel ist Oecotrophologin und Foodstylistin. In ihrem Blog www.einbisschensonntag.de ist sie ständig den neuesten Genusstrends auf der Spur und legt besonders viel Wert auf die kulinarischen Kleinigkeiten, die den Alltag lebens- und liebenswert machen. 

Jetzt aber endlich zu den Bier-Cremeschnitten…
2 Packungen TK-Blätterteig (á 275g)
300 ml Milch
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
2-3 Esslöffel Zucker
100 ml dunkles Bier (alkoholfreies Malzbier)
200 g Schmand

150 g Puderzucker
3 Esslöffel dunkles Bier bzw. Malzbier

Den Backofen auf 200° C Umluft aufheizen.
Die Blätterteigplatten in 7 x 6 cm große Stücke schneiden. Die Stücke auf Backbleche legen die vorher mit Backpapier belegt wurden. Im heißen Backofen 10-12 Minuten backe, herausnehmen und abkühlen.
Jetzt ist die Biercreme dran. Dafür das Puddingpulver mit dem Zucker mischen und mit etwas Milch glattrühren. Die restliche Milch erwärmen, dann das Puddingpulver einrühren und kurz aufkochen lassen. Das Bier sorgfältig untermischen und den Pudding etwas abkühlen lassen. Erst wenn er gut abgekühlt ist den Schmand unterrühren.
Aus dem Puderzucker und dem Bier einen Zuckerguss herstellen. Die Abgekühlten Blätterteigkissen quer durchschneiden.
Die obere Hälfte mit dem Zuckerguss verzieren und den Guss antrocknen lassen. Auf die Unterhälfte die Biercreme streichen, die verzierte Oberhälfte aufsetzen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.

Zwei Anmerkungen habe ich:
1. Statt Puddingpulver ist mir 40 g Speisestärke, ein Eigelb und echte Vanille angenehmer.
2. Erwarte nicht dass der Zuckerguss so dunkel wird wie auf den Bildern im Buch. Dort hat er die Färbung wie Schokoladenzuckerguss, will man diese Farbe erreichen muss man entweder mit Schokolade arbeiten, oder mit Lebensmittelfarbe tricksen. Ich habe auf beides verzichtet.





Freitag, 24. August 2012

Keine Zeit zum Schreiben, ich musste Käse machen…

Ich hatte Euch ja letztens von diesem wunderbaren "Bastelbuch" erzählt. Unverändert bin ich begeistert. Ich weiß gar nicht wie ich es Euch beschreiben soll, es weckt eine ungeheure Lust in der Küche zu werkeln und zu probieren. Es weckt meinen "Jugend forscht Instinkt"! Man bin ich von diesem Wälzer angefixt. Ja hol mich nur auf den Teppich der Tatsachen zurück, ich weiß was mein Personalausweis sagt und ja, er hat mir schon lange bestätigt, dass ich für diesen Jugenbd-Wettbewerb zu alt bin, doch was spricht dagegen den jungen Forscherdrang leben zu lassen? ;-)
Herr GB kennt das noch aus den 80gern von mir, okay da war ich um einiges jünger, aber auch da musste ich schon ausprobieren was die Küche hielt. Vom Jean Pütz und seiner Hobbythek habe ich Euch ja erst erzählt. Das waren so geniale Sendungen die durfte ich auf keinen Fall verpassen, zur Not wurden sie auf Video aufgenommen. Man was habe ich in meiner kleinen Küche alles veranstaltet, Brot gebacken, Eis mit Salz und Eiswürfel fabriziert, nix da die Eismaschine anschmeißen. Hustentees und –säfte gemischt, Müslimischungen entwickelt, verschiedene Trocknungsarten für Kräuter ausprobiert, Körperpflegemittel aus Milchprodukte und anderem selbstgemachten Zeugs angerührt. Die Pflegeprodukte wurden dann im Kühlschrank gelagert. Die eigene Kosmetikproduktion hatte allerdings ein schnelles Ende. Meine Haut mochte sie nicht und Herr GB mochte die Cremes auch nicht, sie schmeckte ihm wohl nicht so wirklich. Warum probiert er auch alles was im Kühlschrank steht.
Irgendwann habe ich mir einen Joghurtzubereiter auf anraten des Herrn Pütz zugelegt. Jetzt konnte ich nicht nur meinen Joghurt selber machen, nein auch meinen eigenen Käse verzapfen. Okay, dafür brauch ich jetzt nicht unbedingt einen Joghurtzubereiter. Ja, ja, Du liest schon richtig, ich meinte nichts anderes als den Käse den man essen kann.
Also zurück zu dem Joghurtzubereiter. Um aus Milch Käse zu machen benötigte ich damals diesen Joghurtzubereiter und einen speziellen Stecker, ich glaube das hatte etwas mit Widerstand und so zutun genauer erfährst Du es hier. Lab und verschiedene Aromen hatte ich mir natürlich auch besorgt. Das ich das passende Hobbythekbuch hatte, in dem die Anleitung bestens erklärt war, muss ich jawohl nicht expliziert erwähnen, oder!? Na, es war schon ein ganz schöner Aufwand den ich da betrieben hatte, denn der Käsebruch musste noch gepresst und anschließend in Salzlake gelegt werden. Nach drei oder vier Tagen war der Käse fertig.
Doch jetzt ist alles anders, ich habe ja dieses schöne "Bastelbuch" und da ist das so einfach, da brauchst Du kein Lab oder irgendwelche Aromen, da reicht es wenn Du Milch (natürlich die Gute), Buttermilch, Zitronensaft und Salz hast. Sicher kommst Du nicht ganz ohne Zubehör aus. Du brauchst noch eine leere Konservendose die innen weiß beschichtet ist, ein Filtertuch, eine weitere Konserve die in die andere passt, allerdings mit Inhalt damit sie schön schwer ist. Einen Teller, ein Sieb und im Buch ist noch die Rede von einem kräftigen Gummiband. Ich hatte noch einige Utensilien von Damals.
Du vermischt den Liter Milch mit dem Liter Buttermilch und gibst beides in einen großen Topf. Das Gemisch bringst Du zum kochen und rührst etwas Zitronensaft hinein. Mit steigender Wärme gerinnt die Milch und es bildet sich der Käsebruch
Einen Teelöffel Salz solltest Du auch auf jedem Fall einrühren, vielleicht sogar etwas mehr. Alles zusammen aufkochen, das Filtertuch in das Sieb legen und die Käsemilch in das Filtertuch schütten.
Gut ablaufen lassen. Du kannst die Molke übrigens auffangen und trinken, soll sehr gesund sein. Mal so unter uns, ich mag das Zeug nicht.
Nun hebst Du das Tuch samt dem Käsebruch aus dem Sieb und gibst es in die größere Dose, deckst den Bruch mit dem Tuch zu und stellst die kleinere Konserve darauf. Die Dose(n) stellst Du nun auf einen Teller, jetzt ziehst Du das Gummiband um den Teller und um die Dose damit die obere Dose Druck auf den Käse gibt der sich in der unteren Dose befindet.
Diese Konstruktion stellst Du für zwei Stunden in den Kühlschrank, jetzt hast Du schon richtig feinen Frischkäse.
Wenn Du ihn jetzt noch 2-3 Tage in eine Salzlake legst wird es Schnittkäse.
Doch bleiben wir erst einmal bei unserem Frischkäse, den kannst Du mit Kräutern Deiner Wahl mischen und sollte er etwas sehr fest geworden sein, lässt er sich gut mit einem Schuss Sahne glattrühren. Ist Dein Tatendrang, ähnlich wie bei mir unverändert nicht zu bremsen, dann legst Du das gepresste Stück Käse für maximal 3 Tagen in Salzlake.
Dafür löst Du 1 Teelöffel Salz in 500 ml Wasser, legst den Käse in eine Schüssel und übergießt ihn mit der Salzlake. Wie bereits erwähnt, wirklich maximal 3 Tage eingelegt lassen, nicht dass er zu salzig wird. Du hebst den Käse aus der Lake, trocknest ihn und kannst ihn aufschneiden,
oder Du schneidest ihn in Würfel, gibst die Würfel in ein Schraubglas, fügst Basilikum zu und füllst alles mit gutem Olivenöl auf.
Diese Käsewürfel auf Weißbrot mit einem guten Glas Wein holt Dir den Süden nach Hause.
Gelegentlich Käse machen bereitet so viel Spaß!


Dienstag, 17. Juli 2012

Brezeln in Lauge versenkt…

Das war mal so richtig cool. In der Küche stehen, herum experimentieren und nicht wissen ob es nicht ein winziges kleines Bisschen gefährlich ist. Nein, ich habe meine Küche nicht zur neuesten Raketenabschussbahn umfunktioniert, ich habe lediglich ein paar Laugenbrezeln gebacken. Das Herzhafte liegt mir eh viel mehr, als diese süßen Törtchen.
Noch nie habe ich in meiner Küche etwas mit Lauge gemacht und auf der Packungsanleitung des Kaiser-Natrons wurde auch ausdrücklich hingewiesen, dass es sich um LAUGE handelt und man mit ihr bedächtig umgehen sollte.
Wie Ihr lesen könnt, das Büdchen steht noch, Herrn GB geht es gut und mir ist auch nichts passiert, allerdings habe ich jetzt wieder einen weiteren Auftrag bekommen. Zukünftig werden Laugenbretzeln nicht mehr gekauft, sondern nur noch selber gebacken.
Ich finde es ja langsam echt lustig, ich entwickle mich in Sachen Backen immer mehr und es gelingt auch immer besser.

Gez hat die Tochter vom Atthur (mecker nich, so sachse eben im Pott wennse vom Atthur, oder auch vom Atthur seine Tochter sprichs.)
Also nochma, Atthur seine Tochter macht ma widda sonn Event, jetzt hätte se gerne ein Geschenk und zwar ne 3. Ich hätte gez das Lied singen können, wähle drei, drei, drei auffem Telefon, wähle drei, drei, drei und Du hast mich schon…..lalalalala… und dann glaube mir, ich bin ein, zwei, drei schon bei Dir…usw.

Und gez bin ich hier mit meinem Geschenk, ich hab ihr nämlich ne 3 gebacken!!! Genau, aus Hefeteig, dann kunstvoll eine drei geformt und zur Krönung noch in Lauge aufgekocht. Der Abschluss war dann das Backen im Backofen und gez siehsse se hier auffem Foto, die Drei nich die Tochter...
Na, Tochter, freusse Dich?
Für süßes Gebäck bisse ja nich so, abber vielleicht willse ja auch mal was Herzhaftes backen und damitte nich lange nachem Rezept suchen muss, schreibbich das mal gez hier gleich auf. Ach ja, und zu Deinen 3 Anlässen, auch hier aussem Büdchen alle lieben Wünsche und natürlich herzliche Glückwünsche...

Also Laugendreienbrezeln machse so:
1 Würfel Hefe
300 ml Milch
1 Teelöffel Zucker
500 g Weizenmehl
1 Teelöffel Salz
40 g Schmalz oder Butter

1 Liter Wasser
3 Esslöffel Kaiser-Natron

Die Hefe in etwas Milch auflösen und den Zucker unterrühren. Diesen Vorteig gut 15 Minuten ziehen lassen bis er etwas schäumt.
Nun die restliche Milch mit dem Mehl, dem Salz und der Butter vermischen und den Hefeansatz zufügen. Alles zu einem weichen elastischen Teig verkneten, diesen mit einem feuchten Tuch abdecken und gute 30 bis 40 Minuten gehen lassen bis er sich gut verdoppelt hat. Dann noch mal auf einer bemehlten Unterlagen den Teig kräftig durchkneten.
Den Teig in 15 gleichgroße Stücke teilen und jedes einzelne Stück zu einem langen Strang rollen. Dieser Strang sollte sich zu den Enden hin verjüngen.
Aus den Strängen 15 gleiche Brezeln oder Dreien formen und diese weitere 20 Minuten, auch wieder abgedeckt unter einem feuchten Tuch, gehen lassen.
Zwischenzeitlich das Wasser in einem hohen Topf zum Kochen bringen und 3 Esslöffel Kaiser-Natron darin auflösen. Aber Vorsicht!!! Wenn das Natron in das Wasser kommt braust es zunächst gewaltig auf. Dann jeweils eine Brezel oder Drei auf einen Schaumlöffel legen und jede Brezel oder Drei 30 Sekunden ins kochende Natronwasser geben und abkochen.
Die Brezeln oder Dreien nach dem Natronwasserbad abtropfen lassen, auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech geben und mit groben Salz betreuen.
Wenn alle Brezeln oder Dreien auf dem Backblech liegen, dieses in den kalten Backofen schieben und bei 220 °C eine gute Viertelstunde schön goldbraun backen.
Ich hatte noch eingefrorene Bärlauchbutter die ganz hervorragend dazu passt, aber Dir fällt doch sicher auch etwas ein.


Dienstag, 19. Juli 2011

Dieses Dingsda nach Teufelsart…

Ich hatte es ja schon erwähnt, gestern als ich die marokkanischen Möhren gemacht habe. Im Moment koche ich aus den Heftchen von Marmite.
Tolle Dinger diese Heftchen und auch die Hefte, muss ich echt sagen. Wirklich sehr schöne Rezepte und selbst ich kapiere was ich machen soll. Ihr braucht jetzt nicht die Augen zu verdrehen oder missverständlich zu schauen, das ist mein voller ernst. Schließlich arbeite ich nach Rezepten in einer Fremdsprache. Der Verlag der Zeitschrift befindet sich in der Schweiz und die Auflage wird überwiegend auch in der Schweiz vertrieben. Natürlich gibt es auch Auslands-Abos, aber im Zeitschriftenhandel ist sie in Deutschland nicht erhältlich. Im großen “Hauptheft“ widmet man sich um Themen die den ganzen kulinarischen Bedarf abdecken.
Einzelne Produkte oder auch Produktgruppen, dessen Ursprungsland bzw. Herkunftsland, Anbau und Verarbeitung werden dem Leser nahe gebracht. Das passende Rezept fehlt natürlich auch nicht.
Doch das ganz Besondere an diesen Heften sind für mich diese kleinen eigentlichen Rezept-Heftchen die auf den großen Heften mit einer lösbaren Klebemasse angesteckt sind. Ich mag diese Heftchen deshalb ganz besonders gerne, weil sie so ein herrliches Format haben. Das ist mal schnell in die Tasche gesteckt und der Einkaufszettel ist überflüssig. Auch beim kochen liegt nichts Unnützes in der Gegend, das man von eine Ecke in die Andere schiebt. So regional die eigentliche Zeitschrift daher kommt, so weltoffen sind die Rezepte. Sicherlich ist einiges sehr gewöhnungsbedürftig, z.B. die Maßangaben. Da ist es nicht schlecht zu wissen was dl ist, oder was ist Vollrahm und was ist Halbrahm? Ich habe beschlossen wenn mir das Internet auch nicht mehr helfen kann, spreche ich einfach "meinen persönlichen" Übersetzer, den Robert an, der hilft mir sicher weiter und ich wie ich weiß, kennt er die Zeitung und vielleicht auch dieses Rezept, dieses Dingsda nach Teufelsart...
Rindsfilet nach Teufelsart mit Kartoffelgratin
500g Kartoffeln
150 ml Milch
200 ml Sahne
1 Esslöffel Butter
1 Knoblauchzehe
2 Thymianzweige
2 Rosmarinzweige
Pfeffer, Chili (Piment d’Espelette), Muskatnuss gerieben
Die Kartoffeln schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. In Salzwasser angaren. Milch, sahne, Butter, Knoblauch und Gewürze mischen und aufkochen. Die Kartoffelscheiben abgießen und in eine gefettete Auflaufform schichten. Die Sahnemilch durch ein Sieb auf die Kartoffelscheiben gießen. Die Auflaufform in den vorgeheizten Backofen geben und auf 160° C ca. 20 Minuten überbacken, anschließend den Backofen auf 100° C herunterschalten und weiter 30 Minuten garen.
4 Esslöffel Traubenkernöl erhitzen und ein Stück Rinderfilet (bei 4 Personen 800 g) rundherum darin braun anbraten.
Das Fleisch in eine hitzebeständige Form geben und 30 Minuten zusammen mit dem Kartoffelgratin bei 100°C im Backofen garen.
Zwischenzeitlich einen Esslöffel schwarze Pfefferkörner grob mahlen, oder mörsern und in einer Pfanne anrösten, bis der Pfeffer zu riechen beginnt. Dann 50 g Butter darin schmelzen und mit 40 ml Noilly Prat und 40 ml trockenen Weißwein ablöschen. Leicht einkochen lassen und nun 100 ml Creme fraiche einrühren. Nochmals etwas einkochen lassen. Die Sauce mit dem Fleischsaft anreichern.
Das Fleisch, das nach dem Aufenthalt im Backofen in Alufolie zum Entspannen eingeschlagen wurde, wird jetzt in Scheiben geschnitten und mit der Sauce auf Teller angerichtet. Dazu reiche ich das Kartoffelgratin.

Donnerstag, 21. April 2011

Kapern-Event verpasst...

Im März hatte der Gärtnerblog zum Kapern-Event aufgerufen. Nein es wollte und sollte keiner einen Event kapern, sondern diese kleinen schmackhaften eingelegten Perlen, die man entweder mag oder hasst, sollten in einem leckeren Essen untergebracht werden.
Mensch Meier, habe ich überlegt, im Internet geschnüffelt und Bücher geblättert. Ergebnis, Vitello Tonnato war bereits hier schon in meinem Blog vertreten und Königsberger Klopse wollte ich den überlassen, die sich evtl. etwas besser mit der geschichtlichen Vergangenheit der Klopse auskennen. Okay, nicht etwa dass ich ihnen gleich ein Denkmal setzten will, aber Ehre wem Ehre gebührt und lecker sind diese kleinen (oder manchmal auch etwas sehr großen, wenn Herr GB geholfen hat Klopse zu formen) Dinger allemal. Sie schmecken auch hier im Pott der zweifelsohne verdammt weit von Königsberg entfernt ist. Aber wen die Geschichte interessieren sollte, kann hier etwas finden.
So nun aber wieder zurück in die Gegenwart, also Klopse gibt’s dann eben auch nicht. Jetzt Tage später serviere ich meinem Schatz herrliche Käse-Zwiebel-Törtchen mit einem Fenchelsalat und während wir so essen schaue ich auf, na was? Richtig, Kapern die im Fenchelsalat herumliegen. Boah, so ein Pech, das hätte ich mal letzten Monat machen sollen. Schade, aber nun ist es vorbei und ich habe den Kapern-Event verpasst...
6 Käse-Zwiebel-Törtchen mit Fenchelsalat
3 Blätter Blätterteig ca. 150 g
Füllung:
200 g rote Zwiebeln
150 g Zucchini
1 Esslöffel Olivenöl
Pfeffer, Salz, Zucker
Guss:
2 Esslöffel Frischkäse
1 Ei
3 Esslöffel Milch
Pfeffer, Salz, gemahlener Kümmel
Salat:
1 Fenchel
2 Orangen
½ rote Zwiebel
1 Esslöffel Kapern
2 Teelöffel Kapernlake
Pfeffer, Salz, Akazienhonig
Zubehör: 6 Muffinförmchen
Die Blätterteigplatten so groß ausrollen, bis eine Platte für zwei Muffinvertiefungen reicht. Die Sechs Formen mit dem Teig auskleiden.
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel in schmale Streifen schneiden und die Zucchini halbieren und in schmale Scheiben schneiden. Zwiebelstreifen mit Zucchinischeiben im erhitzen Öl 3 bis 4 Minuten dünsten. Mit Pfeffer, Salz und Zucker abschmecken. Abkühlen lassen und in die Muffinformen verteilen.
Für den Guss den Frischkäse, das Ei mit der Milch verschlagen bis eine recht cremige Masse entsteht. Mit Pfeffer, Salz und Kümmel gut abschmecken, es kann ruhig etwas würziger sein.
Die Käsecreme über das Zwiebel-Zucchinigemisch geben und im vorgeheizten Backofen bei ca. 180° Heißluft 25 bis 30 Minuten backen.
Zwischenzeitlich eine Orange filetieren und die andere Orange auspressen. Den Saft mit der Kapernlake mischen und mit Pfeffer, Salz und etwas Akazienhonig würzen. Den Fenchel in kleine Stücke schneiden, mit den Orangenfilets und den Kapern mischen. Das Orangendressing zum Fenchel geben, alles gut durchmischen und etwas ziehen lassen.
Den Salat mit den Törtchen auf Teller anrichten und servieren.