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Donnerstag, 19. Mai 2016

Früher war es der Henkelmann heute gibt es den One Pot, oder NudelOnePot im Büdchen…

…solltest Du ein Kind sein das aus einer Region stammt in der Industrie zuhause ist, also ähnlich wie das Ruhrgebiet, dann kennst Du sicher von Eltern oder Großeltern noch den Henkelmann, oder zumindest den Begriff. Der Henkelmann war nichts anderes wie ein Behältnis aus Blech in dem Essen transportiert und in einem Wasserbad erwärmt wurde. Na und wer hat es erfunden? Die Schweizer waren es. Die Bergbauarbeiter (ätsch), also die vonne Zeche. Die Mama kochte lecker Essen, irgendetwas einfaches, Suppe oder Eintopf. Allerdings recht deftig. Das wurde dann in die Büchse gefüllt (somit bekommt Dosenfutter gleich eine ganz andere Bedeutung) und der Papa oder Opa nahm es am nächsten Tag mit auffe Schicht. Dann hat er sich das Büchschen im Wasserbad heiß gemacht und schon war die Mittagspause gerettet.
So und jetzt sag Du nochmal Dosenfutter taugt nichts. Mit Liebe und Hingabe wurde das früher gekocht, eigentlich nicht anders wie man es auch heute noch macht.
Quasi alles aus einem Topf, man könnte meinen die alte Form des one Pot Kochens.
Wenn da nicht dieser ganz kleine gewisse Unterschied wäre.
Früher wurde der Kappes auch mal ganz gerne von der Mama tot gekocht, das macht heute hoffentlich keiner mehr. Da wäre auch niemand auf die Idee gekommen die Nudeln gleich mit in der Soße zu garen. Oder die Zwiebel nicht anzudünsten.
Aber die Zeiten ändern sich. Heute geht keiner mehr mit dem Henkelmann zur Arbeit und macht das Essen im Wasserbad heiß, höchstens mit dem Plastedöschen und gewärmt wird in der Mikrowelle.
Bei diesem one Pot von dem ich rede läuft alles anders. Das hat eigentlich nichts mit dem ursprünglichen Kochen gemein. Aber mal so ganz unter uns. Es gibt diverse Leute die behaupten das machen nur Blogger, genauso wie ja auch nur Blogger Blogs anderer Blogger lesen, das macht sonst kein normaler Mensch.
Also kann ich dann jetzt davon ausgehen, wir sind unter uns und ich kann offen reden.
Also ich starte dann jetzt mal.
Für das one Pot Projekt benötigst Du einen Topf und eine Feuerstelle. Das kann Dein ganz normaler Herd in der Küche sein, Ceran, Gas oder Induktion, alles egal. Es reicht auch eine offene Feuerstelle oder ein Grill, wichtig du musst Deinen Topf auf der Hitzequelle platzieren können.
Soweit alles klar? Okay, kommen wir zum Rezept.
NudelOnePot (2 Pers.)
Zutaten:
600 ml Wasser
200 g Nudeln (ich bevorzuge kleine Makkaroni)
2 Zwiebeln in Würfel gehackt
1 Knoblauchzehe ebenfalls fein gehackt
250 bis 300 g Cherrytomaten, halbiert
1 Esslöffel Tomatenmark
Pfeffer, Salz
1-2 Esslöffel Oregano (kann auch getrockneter sein)
2-5 Frühlingszwiebeln in kleine Stücke geschnitten
Alle genannten Zutaten in einen Topf geben, durchrühren und einmal kurz aufkochen, nochmals durchrühren. Topf mit Deckel verschließen, Temperatur auf mittlere Stufe herunterschalten und gute 15-20 Minuten garen. Ich habe zwischenzeitlich immer mal kurz umgerührt.
Nach angegebener Garzeit den Nudeleintopf evtl. nochmals mit Pfeffer und Salz abschmecken. Wenn Du möchtest mischt Du noch kleine Mozzarellakugeln unter. Die gibt es mittlerweile auch von der Büffelkuh.
Nun gibst Du jeweils etwas von dem Nudelgericht auf Teller, mischt noch einige Basilikumblätter unter und hast hoffentlich einen guten Appetit.