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Samstag, 13. August 2016

Grillen oder nicht Grillen das ist hier die Frage, Hähnchenspieße mit Orangen Papaya Chutney…

…wir haben uns für nicht grillen entschieden und die Spieße wurden in der Pfanne gemacht, fertig.
Du glaubst doch nicht im Ernst dass ich diese Hampelei mit Geschirr und Stühle draußen – Geschirr und Stühle drinnen – mitmache, oder!?
Jetzt sag mal, wie oft hat Dich der Regen in diesem Jahr schon beim Grillen erwischt? Gerade ist der Grill gut aufgeheizt, das erste Stückchen Grillgut wird aufgelegt und quasi synchron dazu taucht die erste fette Gewitterwolke am Himmel auf. Fette als alles was Du jemals auf den Grill gelegt hast. Das linke Auge ist auf das Grillzeuchs gerichtet, das Rechte auf den schwarzen Himmel. Mit der Grillzange in der Hand presst Du die ersten Gebetstöße gen Himmel und Du betest auf Düvel komm raus um Dein Leben Grillgedöns was da vor Dir regelrecht tiefenentspannt auf dem Rost liegt. Dein Instinkt sagt Dir, Du musst es beschützen. Beschützen vor dieser tief dunkelgrauen Bedrohung. Trotz allem Beten passiert es dann trotzdem, Du packst was Du zu packen kriegst und ab rein in die vier Wände, in Sicherheit vor dem bedrohenden Nass.
Der nächste Schritt heißt Überlegen! Genau jetzt musst Du ganz genau nachdenken wie Du es am besten anstellst, dass Du Dein Grillgut doch noch schmackhaft zubereitet bekommst.
Und weil ich genau auf diese ganze Rödelei keine Lust habe, höre ich in letzter Zeit immer häufiger auf den Wetterbericht, und soll auch nur die Rede von irgendwelchen örtlichen Schäuerchen die Rede sein, wird nicht draußen gekocht. Ja, so einfach ist das. Gleich von Anfang an wird die Pfanne auf den Herd gestellt und auf klassische altertümliche Art und Weise werden die Spieße gebraten. Aber sollte es trocken bleiben, ist der Sitzplatz unter der Markise auf jedem Fall reserviert.
Hähnchenspieße mit Orangen Papaya Chutney
500 g Hähnchenbrust, in lange Streifen geschnitten
1 Esslöffel Tandooripaste
1 Esslöffel Honig
1 rote Chilischote, fein gehackt
100 g Joghurt
Frisch gemahlener Pfeffer
Etwas Salz
Rapsöl zum Braten
Holzspieße
Die Hähnchenbruststreifen auf Spieße stecken. Die Tandooripaste mit dem Honig, der gehackten Chilischote und dem Joghurt verrühren. Mit Salz und Pfeffer würden. Die Spieße mit der Joghurtcreme bestreichen und abgedeckt mindestens 60 Minuten marinieren. Noch besser über Nacht ziehen lassen.
Orangen Papaya Chutney
2 Orangen
1 rote Chilischote, fein gehackt
1 rote Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
1 Esslöffel Olivenöl
3 Esslöffel Weißweinessig
50 g Zucker
300 g Papaya
1 Esslöffel Minze, fein gehackt
Die Orangen so schälen, dass das Weiße ebenfalls abgeschnitten ist. Die Orangen in Würfel schneiden.
Das Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel zusammen mit der gehackten Chili anschwitzen. Mit Essig ablöschen. Den Zucker zusammen mit den Orangenwürfel zufügen und bei mittlerer Wärme langsam einkochen bis der größte Teil der Flüssigkeit verkocht ist. Zwischenzeitlich die Papaya schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Die Papayawürfel mit der Minze zu den Orangen geben und gut untermischen. In eine Schüssel geben, abdecken und zum abkühlen in den Kühlschrank stellen.
Das Chutney kann man wunderbar vorbereiten.
Die Hähnchenspieße aus der Marinade heben. In einer Pfanne etwas Rapsöl erhitzen und die Spieße von allen Seiten schnell und zügig braten.
Zusammen mit dem Chutney servieren.

Donnerstag, 12. März 2015

Orangen, Orangen, Orangen mit Lachs und Spinat…

auf meinem Saisonkalender für Obst sind definitiv keine Orangen oder Apfelsinen auffindbar, aber ist ja auch logisch, es ist nicht nur ein saisonaler sondern auch regionaler Kalender. Also müssen Zitrusfrüchte eigentlich draußen bleiben. Eigentlich!!!
Doch dann ist mir der Lachs in den Korb geschwommen gekommen. Im Moment liegt uns der Fisch irgendwie sehr nahe und die saftigen Orangen auf dem Markt haben förmlich geschrien kauf mich! Lachs mit Orangen ist eine herrliche Kombination.
Ach schau mal selbst.
Orangenlachs auf Spinat (2 Portionen)
500 g Lachs
4 dünne Bio-Orangenscheiben mit Schale
1 Esslöffel Butterschmalz
Orangenfilets einer großen Orange (ca. 8 Filets)
300 g Babyspinat
2 Esslöffel Butter

Sauce:
2 feingehackte Schalotten
1 Esslöffel Butter
100 ml Orangensaft
100 ml Gemüsebrühe
75 ml Noilly Prat
Pfeffer, Cayennepfeffer, Zucker, Salz
150 g geschlagene Sahne
Schalotten in ausgelassener Butter glasig dünsten. Mit Noilly Prat ablöschen und den Orangensaft zugeben. Alles auf die Hälfte reduzieren. Die Gemüsebrühe zufügen und nochmals etwas einkochen lassen. Mit Pfeffer, Cayennepfeffer, Zucker und Salz würzen. Die geschlagene Sahne unterschlagen und mit einem Mixstab alles kräftig aufschlagen. Ggf. nochmals abschmecken.
Butter in einem Topf erwärmen, den Spinat zugeben und ganz kurz zusammenfallen lassen. Erst unmittelbar vor dem Servieren mit Salz würzen.
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, die Orangenscheiben in die Pfanne geben und auf jede Scheibe ein Stück Lachs legen. Anbräunen lassen und sofort umdrehen. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen und nur noch ganz kurz braten. Er sollte innen noch leicht glasig sein. Also nicht zulange, sonst wird er trocken.
Spinat auf einen Teller anrichten, einige Orangenfiletstücke um den Spinat verteilen und sie Sauce angießen. Den Lachs mit der Orangenscheibe oben auf legen.

Montag, 21. April 2014

Vorfreude auf die Grillzeit…


…auch wenn wir vom Sommer noch weit entfernt sind und das Osterfest auf Hochtouren in vollem Gange ist, werfe ich schon mal den einen oder anderen Blick auf Grillrezepte die ich schon ewig ausprobieren will.
Eins dieser Rezepte sind glasierte Orangenspareribs. Mit Schweinerippchen brauch ich Herrn GB eigentlich nicht kommen, viel zu fett und nix dran, meint er. Aber jetzt mal ehrlich, der richtige Geschmack kommt doch erst durch das Fett das so ganz langsam verbrutzelt. Wie gesagt, langsam muss das geschehen, da darf nichts verbrennen sondern wirklich nur ganz langsam ausbraten, deshalb gelingt das auch nicht mit jedem Grill. Und vor allem kann das auch nicht jeder. Ich weiß, es gibt so Überflieger die glauben sie können alles, die hauen zwei Eier in die Pfanne und behaupten sie können kochen. So ähnlich ist das auch mit dem Grillen, es gibt da Helden, die sind gerade dazu in der Lage eine Grillzange zu halten und schon sind es Weltmeister.
Die echten Meister schmunzeln meistens darüber. Aber jetzt mal ein Geheimtipp hier aus dem Büdchen an alle Grillzangenhalter, schaut doch einfach mal bei Silvia und Thomas vorbei, die haben die Anleitung um Euch aus Eurem Dilemma zu befreien. Oder einfach für den Anfang mein Rezept nachbasteln und erst einmal mit langsamen garen im Backofen anfangen. Übrigens, Herr GB der absolut kein fettes Fleisch mag, liebt die fettfreien Rippchen.
Glasierte Orangenspareribs
Zutaten Marinade:
8 Esslöffel Orangenmarmelade
2 Esslöffel flüssigen Akazienhonig
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
8 Esslöffel Sojasauce
300 ml Cidre (Apfelwein)
3 Esslöffel Limettensaft frisch gepresst
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zutaten zu einer Marinade verrühren. Evtl. kurz aufkochen lassen, damit sich alles besser auflöst bzw. verbindet. Mischung abkühlen lassen

1,8 kg Schweinerippchen (Spare Ribs) in kleinere Segmente teilen und überschüssiges Fett abtrennen. Die Rippchen in eine Schale geben und mit der Mariniermischung übergießen. Gut 12 bis 24 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Gelegentlich wenden damit sie von allen Seiten mariniert werden.
Den Backofen auf 160°C vorheizen, die Rippchen zusammen mit der Marinade in einen Bräter geben. Den Bräter mit einem Deckel oder Alufolie abdecken. Die Rippchen eine Stunde garen. Den Bräter öffnen und eine weitere Stunde garen. Die Rippchen müssen solange gegart werden bis beim Einstich mit dem Messer nur klarer Bratensaft austritt.
Den Bräter auf die Herdplatte stellen und die Rippchen unter Rühren und Wenden bei starker Hitze garen, bis sie mit der dickflüssigen Marinade umzogen, und appetitlich gebräunt sind.
Wenn Dir das Rezept im Backofen wie aus dem Eff-Eff gelingt kannst Du es ja mal in einer Aluschale auf dem Grill versuchen. Aber denk dran, langsam, wirklich ganz langsam. Holzkohle solltest Du kaufen, nicht selbst herstellen.
Wenn Du hast, servierst Du die Rippchen mit Limettenscheiben.
Übrigens, auch wenn die Rippchen auf dem Bild sehr dunkel aussehen, waren sie aber nicht, ehrlich...

Montag, 22. Juli 2013

Jetzt was kühles helles, Safran-Orangen-Drink…

…der Appetit auf Nahrungsaufnahme beschränkt sich bei 30°C Sommertemperaturen hier bei uns im Büdchen meistens auf flüssige Nahrung. So eine richtige Esslust kommt nicht auf, aber man kann sich ja auch nicht den ganzen Tag nur von Wasser ernähren. Auch wenn jede Tätigkeiten der Nahrungszubereitung immense Anstrengungen erfordern, etwas Einsatz muss man schon bringen. Wie heißt es doch so schön: Ohne Fleiß kein Preis.
Ich bin ja noch immer mit dem (Ge)Würze Buch beschäftigt, da sind so tolle Anregungen drin, ich glaube es wird sich zu meiner „Gewürzanregungsbibel“ entwickeln. Na, mal sehen. Aber der Orangendrink den ich heute vorstelle, wird es garantiert auf die Sommergetränkeliste schaffen. Wenn Du Lust hast probiere ihn doch einfach mal!
Safran-Orangen-Drink:
2 Messerspitzen Safranfäden
500 ml frisch gepresster Orangensaft
1 unbehandelte Orange
2 Esslöffel Ahornsirup
300 g Naturjoghurt
1 Esslöffelfrisch gepresster Limettensaft
1-2 Prisen Cayenne
1 Prise Salz
einige Eiswürfel
4 kleine Zweige Minze
Safranfäden im Mörser zerreiben, mit etwas Orangensaft vermischen und ziehen lassen. Orange heiß abwaschen, Schale in dünnen Streifen abschälen, Saft auspressen und zu dem anderen Orangensaft geben.
250 ml Orangensaft abmessen, mit dem Ahornsirup und der Orangenschale aufkochen und zu einem Sirup einkochen.Abkühlen lassen, Schale entfernen. Den Sirup mit Saft, Safranmischung, Eiswürfel und Joghurt zusammen in einen Blender (Standmixer) geben und kräftig mixen.
Mit Limettensaft, Cayenne und Salz abschmecken. Den Drink auf Gläser verteilen, die Minze gründlich reinigen und die Drinks mit der Minze verzieren.



Donnerstag, 11. Juli 2013

Genussmoment der Stille fällt aus, Sauer macht lustig „Citrus“ Buch Nummer vier…

Du glaubst Du bist hier bei mir im Büdchen in der Erlebnisschleife, wie einst Bill Murray im Film „…und täglich grüßt das Murmeltier“, gelandet. Jeden Tag ein Buch! Nein ich kann Dich beruhigen, du bist hier bei mir genau richtig. Es grüßt zwar in dieser Woche täglich ein Buch, aber natürlich ist es nicht immer das Selbe. Du weißt doch, die Aktion die in dieser Woche läuft, Lesewoche, jeden Tag ein Buch. Animiert von Arthurs Tochter. Schöne Sache diese Aktion. Und soll ich Dir was sagen, heute stelle ich ein Buch aus ihrem Lieblingsverlag vor. Sind schon tolle Bücher die der Verlag herausgibt. Die beim Collection Rolf Heyne Verlag haben es aber auch echt drauf. Diesmal ist denen wieder so ein klasse Werk gelungen. Citrus heißt die Lektüre. Ist wohl schon irgendwie klar, dass der Name eindeutig den Inhalt des Buches vorgibt, oder? Du glaubst es geht ausschließlich um Zitronen, und über Zitronen und deren Geschwister weiß Du eh schon alles? Ha, da hast Du aber bei deiner Vorstellung mit Zitronen gehandelt. Mit diesem Buch bekommst Du erst einmal Nachhilfeunterricht in Sachen Zitrusfrüchte. Nicht nur wie Du sie verarbeiten kannst, oder gar dass Dir lediglich die unterschiedlichsten Früchte vorgestellt werden, nein!!! Du bekommst eine Schulung über ihre Entstehung, Herkunft, Geschmacksrichtungen und nicht zuletzt in geschmacklichen Hochgenüssen, wenn Du sie gekonnt in Deinen Speisen einsetzt. Den drei Damen Luzia Ellert als Spitzenfotografin, Gabriele Halper als Foodstylistin und Katharina Seiser als Gourmet-Schreiberin ist mit diesem Werk ein Rundumschlag gelungen. Die Bilder erinnern mich an die 50.ger Jahre. Halt! Moment! Da hab ich ja noch gar nicht gelebt. Na is egal, also Bilder mit vornehmer Klasse und mit Motiven aus einem Jahrzehnt das verdammt lange her ist, aber deshalb nicht weniger stillvoll. Dann wieder der bildliche Sprung in das Hier und Jetzt. Frau Halpert hat es verstanden die Speisen, oder auch Zutaten so zu arrangieren, dass Frau Ellert „nur noch“ mit ihrer Knipse kommen musste, man verzeihe mir meine lockere Beschreibung, aber die beiden Mädels hätten sich noch so sehr ins Zeug legen können, wenn da nicht Frau Seiser mit ihrer spitzen Feder und dem Sachverstand für gute Rezepte gewesen wäre. Sie hat alles so genial zu Papier gebracht, dass wir, die unerkannten Kochgenies, mit den Rezepten auch etwas anfangen können. Also kurzum, die Bilder sind klasse und die Rezepte auch. Wobei mir es vor allem immer wichtig ist, dass auch die Zutaten einfach zu bekommen sind. Auch daran wurde scheinbar gedacht. Nicht eine Bastelanleitung für das ich das halbe Ruhrgebiet bereisen musste ist mir untergekommen. Dafür aber Rezepte deren Ergebnis der reinste Gaumenkitzel war.
Marinierter Senfschweinebraten mit geschmorten Orangen, oder Brandteigkrapferl mit Limoncellocreme (okay, die habe ich leicht abgewandelt) und heute habe ich für Dich Marshmallowcreme mit Orangen-Lavendel-Kompott.
LUZIA ELLERT
GABRIELE HALPER
KATHARINA SEISER
CITRUS
DIE ANDERE KULINARISCHE BIBLIOTHEK
192 Seiten
16,5 x 24,5 cm
100 Abbildungen
Flexcover, Überzug bedrucktes Leinen, Leseband meins hat keins, durchgehend vierfarbig
Erscheinungstermin: 28.03.2013
ISBN-13: 978-389910574-2
€(D) 16,90 / €(A) 17,40 / sFr 24,50

Marshmallowcreme mit Orangen-Lavendel-Kompott
125 ml Vollmilch
1 Prise Salz
1 Vanilleschote
250 g weiße Marshmallows in kleine Würfel geschnitten
200 g Magerquark
200 g geschlagene Sahne
Die Vanilleschote aufschlitzen und in die Milch geben. Die Milch mit einer Prise Salz erhitzen. Die Vanillestange in der Milch 5 Minuten ziehen lassen. Die Schote entfernen. Die Milch nochmals erwärmen.
Nun die Marshmallowswürfel in die Milch geben und in der Vanillemilch unter rühren auflösen.
Die Marshmallowmilch in eine Schüssel geben und den Quark unterrühren. Die Quarkcreme etwas stehen lassen bis die Creme anfängt zu gelieren (in den Marshmallows ist Gelatine) Jetzt die geschlagene Sahne unterrühren und im Kühlschrank erstarren lassen.
Nun kommt das Orangen-Lavendel-Kompott an die Reihe.
5 Orangen
2 Esslöffel brauner Zucker
½ Teelöffel getrocknete Lavendelblüten
2-3 Esslöffel Orangenlikör
Die Orangen filetieren und dabei auch den Saft auffangen. Den Zucker in einen Topf karamellisieren und mit dem aufgefangenen Orangensaft ablöschen und aufkochen. Die Orangenfilets zusammen mit den Lavendelblüten zu dem Orangenkaramell geben Den Topf vom Herd nehmen, den Orangenlikör hineinrühren und das Kompott abkühlen lassen. Das Orangenkompott zusammen mit der Marshmallowcreme anrichten.


Samstag, 22. Juni 2013

Orangengratin, irgendwo ist jetzt Orangenzeit…

Ich habe in dieser Woche ja noch gar nichts Süßes fabriziert. Das muss ich schnellstens nachholen, nicht das uns der Zuckerspiegel in den Keller fährt und wir den Boden unter den Füssen verlieren. Es reicht schon wenn der Schwindel durch die hohen Außentemperaturen gefördert wird. Ja, ja, ist ja schon gut. Ich freue mich auch über den Sommer und hab auch nichts gegen sommerliche Temperaturen. Das Einzige was mich stört, dass ich wenig Lust zum kochen habe. Nur so kleine Kleinigkeiten, schnell gemacht und schnell gegessen.
Ich hatte ja mal eine Liste, sortiert nach Jahreszeiten, auf der sämtliche Dinge zu finden waren, die ich unbedingt mal, zu passenden Anlässen, ausprobieren wollte.
Dann ereilte mich mein Festplattenabsturz!!!
Manche Gegebenheiten machen es einem total einfach sich mal wieder neu zu strukturieren, oder etwas auszuprobieren.
So ging es mir nicht nur mit meinen verlorenen Daten, so geht es mir auch gelegentlich wenn ich meine Vorräte betrachte.
So erst neulich, mit den zu viel gekauften Orangen. Eigentlich brauchte ich nur eine Orange, aber wie der Teufel Supermarkt es so will, musste ich ein Netz mit fünf Orangen kaufen. Normal kaufe ich mein Obst auf dem Markt einzeln, aber manchmal geht es nicht anders. Soviel zu meiner Verteidigung.
Also ich hatte genau vier Orangen übrig und ein Rezept für das ich vier Orangen benötigte. Es passt zwar nicht direkt jetzt in die Jahreszeit, aber irgendwo auf der Welt ist gerade Orangenzeit und da passt es dann wieder.
Orangengratin mit Eierschaum
4 Orangen
2 Esslöffel Orangenlikör
Butter für die Förmchen
3 Eier
Salz
50 g Zucker
3 Esslöffel Speisestärke
150 g Crème fraìche
1 zusätzlichen Esslöffel Orangenlikör
Die Orangen komplett abschälen, inkl. der weißen Haut und einzelne Filets heraustrennen. Den Saft dabei auffangen und auch den Saft aus den Orangenhäuten mit der Hand kräftig ausdrücken. Den aufgefangenen Saft mit dem Likör mischen und über die Orangenfilets geben. Ruhig einige Zeit marinieren.
Die Filets mit Saft auf vier gefettete Förmchen verteilen. Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.
Die Eier trennen. Die Eiweiße mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Die Eigelbe zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen. Die Speisestärke über den Eigelbschaum sieben und unterheben. Die Crème fraìche und den Löffel Orangenlikör untermischen. Den Eischnee auf die Eigelbcreme geben und vorsichtig unterheben.
Die Eierschaummasse auf die Orangenfilets geben und im Backofen in der Mitte auf einem Rost 15 Minuten goldbraun gratinieren. Heiß servieren.
Als Alternative bieten sich reife, weiche Früchte der Saison an und Beeren sowieso.



Freitag, 11. Januar 2013

Honigwalnusstörtchen, Melomakárona in klein…

…ob Ihr wollt oder nicht, aber jetzt gibt es erst einmal noch den einen oder anderen Rückblick auf die Büdchenküche im Dezember. Ich habe noch so viele schöne Rezepte auf Lager, die muss ich Euch mitteilen. Außerdem ist einiges dabei das auch gut im Januar schmeckt. Januar ist ein Wintermonat und Dezember auch und das alleine schon verbündet diese beiden Monate. In der Adventszeit habe ich wunderschöne Honigwalnusstörtchen gebacken und als ich jetzt den Vorratsschrank inspizierte fielen mir Walnüsse in die Hände. Ich könnte die jetzt an die Eichhörnchen, die uns regelmäßig besuchen, verfüttern, oder aber nochmals diese leckeren Honigwalnusstörtchen backen. Ich habe mich fürs Backen entschieden. Ein fein gewürztes Küchlein dessen Rezept auf den kleinen griechischen Honigkuchen Melomakárona basiert. Das Gebäck das ich aus Griechenland kenne ist eigentlich immer recht süß, jetzt glaub nicht das ist bei diesen Törtchen anders. Nein, ist es nicht, aber in diesem Fall wird die Süße bei den Gebäckstückchen von einer fruchtigen Orangennote unterstützt. Für jede Süssschnute wird es ein Fest der Sinne werden, denn Zimt und Nelken geben sein Übriges hinzu. Ach was erzähl ich Euch, ich hab eh keine Zeit für lange Reden, ich muss backen. Ihr wisst doch Herr GB hat immer einen süßen Zahn.
Honigwalnusstörtchen
85 g Mehl
1 Teelöffel Backpulver
¼ Teelöffel Zimt gemahlen
1 kräftige Prise Nelken
1 kräftige Prise Muskatnuss frisch gerieben
85 g weiche Butter
85 g feiner Zucker
1 Esslöffel aromatischer flüssiger Honig
Schale einer abgeriebenen unbehandelten Orange
2 Eier, etwas verschlagen
4 Esslöffel fein gehackte Walnüsse
Butter und Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen. Orangenschale und den Honig zu der Butter geben und untermischen. Nach und nach die Eier unterschlagen. Mehl, Backpulver und die Gewürze vermischen. Die Mehlmischung unter die Eier-Buttercreme rühren. Die Walnüsse einrühren und den Teig auf Papierförmchen verteilen.
Der Teig reicht locker für 12 Muffinförmchen wenn nicht, ja, wenn nicht ein Schleckermäulchen den Rest aus der Rührschüssel schleckern will.
Die Törtchen werden im Backofen 20 Minuten bei 190° C gebacken. Den Backofen solltest Du vorheizen.
Sind die Törtchen fertig gebacken, solltest Du sie auskühlen lassen.
Zwischenzeitlich kannst Du eine Art Guss herstellen, womit die Törtchen getränkt werden.
Dafür mischt Du den Saft einer Orange mit zwei Esslöffel flüssigen Honig und ¼ Teelöffel gemahlenen Zimt. Jetzt noch 1 ½ Esslöffel gehackte Walnüsse dazu und dann auf geringer Temperatur erwärmen. Die Oberfläche der Törtchen mit einer Gabel einstechen und mit der warmen Honigmischung tränken.
Die Törtchen kann man lauwarm oder kalt servieren.


Mittwoch, 7. November 2012

Das Immunsystem mit Zitrusfrüchten im Gewürzsirup aufpeppen…

Wir stecken mittendrin!!! Ich hatte es geahnt, eigentlich neulich schon. Wo Menschenmengen auftauchen, da tummeln sich die Erkältungsviren, ja und wir mittendrin. Du hast jetzt genau drei Möglichkeiten diesen Viren den Kampf anzusagen. Du schmeißt Dich ins Menschengetümmel auf Kappesmärkten, Herbstfesten oder sonstige Herbstgroßveranstaltungen und hoffst auf Dein Immunsystem, Du bleibst mit Kind, Kegel und Gesundheit in Deinen vier Wänden und wendest Dich den Plätzen wo das Leben tobt ab, oder Du verkonsumierst nichtregionales Obst und labst Dich an Vitamin C reichen Früchten aus den Tropen. Ach ja die Tropen, wer würde in unserem schangeliggen November nicht gerne in den Tropen abtauchen und die Früchte regional essen. Aber in den Tropen brauchst Du nicht wirklich den massiven Vitamin C Aufbau den Du hier bei uns zur Abwehr benötigst. Also ist diese Idee auch irgendwie nicht so perfekt.
Herr GB und ich vegetieren jetzt eher weniger als Einsiedler im Büdchen vor uns hin und weil wir auch an die Plätze der Welt wollten wo eben dieses besagte Leben tobt, haben wir uns für die Immunsystem-Aufbaukur mit Zitrusfrüchten entschieden. Zitrusfrüchte im Gewürzsirup, sag ich doch, Gesundheit geht auch lecker…
Zitrusfrüchte im Gewürzsirup
Den Gewürzsirup fabrizierst Du in dem Du vier Kardamonkapseln mit einem Messer kräftig andrückst bis sie aufspringen. Die angequetschten Kapseln kochst Du dann mit vier Esslöffel Limettensaft, 150 ml Wasser und einem Esslöffel Palmzucker auf. Du fügst noch ½ Teelöffel Vanillemark, zwei Sternanis, eine Zimtstange und zwei Gewürznelken hinzu. Alles gut verrühren. Den Sirup lässt Du gute 10 Minuten einkochen.
Zwischenzeitlich filetierst Du ca. 800 g gemischte Zitrusfrüchte, eine Mischung aus Orangen, Grapefruit und Pomelos schmecken besonders gut.
Die Zitrusfilets verteilst Du samt aufgefangenen Saft auf Portionsgläser und übergießt die Filets dann mit dem Gewürzsirup. Kurz vor dem Servieren streust Du einige Chilifäden als Dekoration auf.