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Freitag, 8. November 2013

C'est la vie oder Paris auf die Schnelle…

Du fragst Dich wie ich auf Paris bzw. Frankreich komme, wo ich doch neulich erst in Italien, oh pardon, in Südtirol war!?
Nun mal ganz langsam, erst war ich in Südtirol und dann in Frankreich, aber diesmal berichte ich nicht in Reihenfolge, sondern nach Länge des Aufenthaltes.
Die Freundin hat ja schon von unserem 24 Stunden Marktbesuch in Paris bzw. in Rungis berichtet. Ich sag Dir, ich schaue mir gerade die Bilder an und bin mehr denn je begeistert. Ich könnte Dich schon wieder kreuz und quer zutexten, aber ich versuche es mal mit Konzept. Wer mich persönlich kennt weiß dass es ein Wasserfall gegen mich schwer hat. Frag mal die Freundin.
Angefangen hatte alles im April, oder war es gar März???? Also jetzt nicht mit meiner Quasselei, sondern mit unserer Planung für Paris. Ich glaube es war doch eher März und der große Sizilienaufenthalt der Freundin stand noch bevor als sie mich fragte, ob ich mit nach Paris zum Markt fahre. Freundin, welch eine Frage, ich fahre mit dir zu jedem Markt mit!!!
Wie bedeutsam diese Frage war wusste ich da natürlich noch nicht.
Okay, dass Paris sicherlich einen größeren Markt haben wird als Bochum hinterm Bannhoff ist schon klar, aber hier war nicht die Rede von einem schlichten einfachen Markt in der berühmten Großstadt für Verliebte, hier ging es um den in Paris, um genau zusagen in Rungis!!! Es soll der größte Frischemarkt der Welt sein!!! Was sagste jetzt? Für mich war dieser Markt auf jedem Fall bisher in meinem Leben der Größte, schließlich sind wir über
7 Kilometer gelaufen. Die Tour wurde organisiert von Fa. Niggemann aus Bochum und in Paris wurde uns wieder einmal klar, mit welch einer frischen Ware Fa. Niggemann seine Kunden versorgt.
Treffpunkt war um 15:00 Uhr, Abfahrt gegen 16:30 Uhr. Wir waren ein überschaubares Trüppchen von 13 Personen, zwei Mädels und der Rest von der männlichen Gattung. In einem sehr komfortablen Bus sind wir dann los auf die Autobahn…..
Paris, Paris, wir fahren nach Paris…..
Die Freundin und ich ganz vorne im Bus wir wollten halt die Ersten sein, die nach dem Busfahrer, in Rungis ankommen.
Wir kamen an und zwar gegen 23:00 Uhr, oder war es doch früher?
Also Du kannst mir sagen was Du willst, aber ich glaube die Busfahrer sind heutzutage immer schneller unterwegs. Die Fahrtzeit reichte gar nicht für den ganzen Gesprächsstoff den die Freundin und ich hatten. Während der Fahrt wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt. Nur die Getränkeauswahl war nicht so ganz auf die Ladys ausgerichtet, ob der Verantwortliche gedacht hat weil wir ganz vorne saßen dürften wir nichts trinken? Hallo??? Wir mussten doch nicht fahren. Kein Sekt, kein Wein? Nur Wasser, Cola und Bier. Bier ist ja bekanntlich in dem einen oder anderem Bundesland kein Alkohol.
Also die Mädels kamen in Rungis sturznüchtern und mit klarem Kopf an. Und jetzt kam der Moment!!!
Wir wurden erwartet. Rungis ein Stadtteil  für sich nahm uns in Empfang und zwar genauso wie ich es mir vorstellte. Cool, einfach nur cool dieses Marktnachtleben. Ich will einfach nur sitzen und schauen.
Wir sitzen. Aber wir essen und trinken auch und schauen und reden. Wir sind begeistert und beschäftigen uns mit der besten Fischplatte die je vor mir stand.
Okay das Schlürfen der Austern habe ich jetzt den Anderen überlassen, nach zwei Stück war mein Bedarf an Meerwasser schlucken gedeckt.
So ganz nebenbei haben wir uns mit dem Wein beschäftigt und einfach nur alles genossen.
Gegen zwei Uhr verließen wir die nette Brasserie und peilten die Hallen an.
Wir stürzen uns als erstes in die Fischhalle, sie ist auch die Erste die öffnet.

Einfach nur gigantisch, hier liegen die hübschen Meeresbewohner in einer Qualität und Menge herum, wie man es nur erahnen kann.

Um drei Uhr ging es weiter in die nächsten Hallen. Hier standen Geflügel

Schweine, Kälber, Lämmer auf dem Programm. Das reinste Rinderballet stand für uns Kopf. Naja, sie waren eher etwas kopflos.

Ich denke so manch eine Wellnessbehandlung ist ihnen auf den einen oder anderen Magen geschlagen und ihre Innereien waren nicht mehr ganz so sehr im Einklang.

Die Freundin war in ihrem Element. Ihre Augen wurden bei so schönen "Zutaten" immer größer. Ein Schauspiel das seines Gleichen sucht.
Nach soviel nacktem Fleisch brauchten wir einen Kaffee und ein kleines Päuschen. Die Zeit raste, wir auch…

Es ging weiter mit dem Bespaßungsprogramm zwei Hallen. Aber glaub nicht dass nach Feinkost und Käse Schluss war!

Nein, noch lange nicht.

Jetzt peilten wir Gemüse und Obst an. Die nächsten sieben Hallen gehörten uns.

Eine Halle jeweils so groß, dass man das Ende der Halle nur erahnen konnte.


Frische Datteln, Feigen und Birnenquitten.

Walnüsse und Maronen, Preiselbeeren und bunter Blumenkohl. Wir haben Herbst.

Wir staunen, sind einfach nur begeistert, selbst nach Stunden ebbt die Faszination nicht ab. Die Füße schmerzen etwas. Kein Klagen, denn wir hatten es ja so gewollt.
Nach ca. 7 Kilometern, 422 Bildern, einem leeren Akku und 24 Stunden auf den Beinen, peilten wir die uns liebgewordene Brasserie an.
Ein traumhafter Sonnenaufgang mit Kaffee und Croissant, ja genauso habe ich es mir gewünscht. Auch wenn die Äuglein langsam müde wurden, jeder einzelne Teilnehmer hat es auf seine Art genossen.
Der Weg von der Brasserie zum Bus war lang, die 20 Meter mit platten Füßen entpuppten sich zu 20 gefühlten Kilometern.
Danach war nur relaxen und verarbeiten angesagt, okay die Augen brauchten jetzt auch eine kleine Ruhepause und ruck zuck waren wir wieder in Bochum.
Meine Güte, wie dicht Paris an Bochum liegt!

Es war ein Erlebnis das ich nicht missen möchte, wie heißt es doch gleich noch so schön: C'est la vie