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Sonntag, 14. August 2016

Echt scharfes Wochenende, oder Pfeffereis mit Madeirakirschgrütze…

…Du weißt, Wochenende ist Eiszeit und im Moment sind Versuchswochen angesagt. Ich meine, eigentlich ist das Büdchen ja eh Versuchslabor, aber derzeit hat Herr GB einen erhöhten Eiskonsum und der will schließlich gestillt werden. Der Herr des Hauses ist ja genügsam verwöhnt und Du weiß, hast Du erst einmal so ein Exemplar heran gezüchtet, kannst Du keinen Rückwärtsgang mehr einlegen. Er ist es gewohnt, dass er Vielseitigkeit serviert bekommt. Da kann ich ihm doch jetzt nicht jede Woche Vanilleeis servieren.
Vor einigen Wochen habe ich mal eine Liste mit meinen Eis-Phantasien angelegt und aus dieser Liste kann er sich jetzt immer sein Wunscheis wählen. Wenn ich die Zutaten bekomme ist es kein Problem, dann wird der Wunsch des Herrn erfüllt, ansonsten wird ein Anderes gewählt und das Wunscheis gibt es später.
Bei dem heutigen Wunschprogramm passte alles. Die Eiszutaten waren im Haus, die Kirschen für die Begleitung hatte ich neulich schon bekommen und sofort zu Grütze verarbeitet.
Übrigens ein Begleiter der sich wunderbar einkochen lässt. Einige Gläser sind in das Vorratsregal gewandert und im Winter werden sie uns garantiert die langen Abende versüßen.
Die Kombination Pfeffereis mit den süßen Kirschen war ein ganz besonderer Gaumengenuss. Im ersten Moment schmeckt das Eis recht mild, aber dann, wenn das Eis schon lange im Mund geschmolzen ist, schmeckst Du ganz hinten am Gaumen die Schärfe. Die süße Kirschgrütze rundet den Geschmack ab und der feurige Eindruckt ebbt wieder ab.
Sicherlich kein Alltagseis, aber ein Erlebnis das man wirklich mal probieren sollte.
Du weißt schon, nur für den Fall dass Du es ausprobieren willst habe ich mal das Rezept aufgeschrieben.
Pfeffereis mit Madeirakirschgrütze
Madeirakirschgrütze:
400 g Kirschen, entsteint
100 g Gelierzucker 3:1
100 ml Madeira
Die Kirschen vierteln und zusammen mit dem Gelierzucker und dem Madeira in einen Topf geben. Das Kirschgemisch 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend aufkochen und ca. 5 Minuten sprudelnd kochen lassen.
Entweder in Twist-off Gläser füllen, oder in eine Schale zum abkühlen umfüllen und bis zur Verwendung zur Seite stellen.
Pfeffereis:
10 g schwarze Pfefferkörner
250 ml Sahne
250 ml Vollmilch, (mind. 3,5%)
75 g Läuterzucker
Abrieb einer Bio-Zitrone
5 Eigelbe
50 g Vollmilchschokolade
Die Pfefferkörner in einem Mörser andrücken. Die Sahne mit der Milch und dem Läuterzucker mischen. Die angedrückten Pfefferkörner zugeben und das Gemisch aufkochen. 10 Minuten ziehen lassen. Nach und nach die Eigelbe unterrühren und nochmals langsam erwärmen. Dabei kräftig rühren und nicht zu heiß werden lassen, denn sonst flocken die Eigelbe und Du hast Rührei. Sobald die Mischung bindet und cremig wird noch schnell die Schokolade darin auflösen und gut unterrühren. Nun vom Herd nehmen und durch ein Sieb streichen.
Die Creme in die Eismaschine füllen und nach Bedienungsanleitung der Maschine gefrieren lassen.
Das Eis zusammen mit der Madeirakirschgrütze servieren.

Dienstag, 19. Juli 2011

Dieses Dingsda nach Teufelsart…

Ich hatte es ja schon erwähnt, gestern als ich die marokkanischen Möhren gemacht habe. Im Moment koche ich aus den Heftchen von Marmite.
Tolle Dinger diese Heftchen und auch die Hefte, muss ich echt sagen. Wirklich sehr schöne Rezepte und selbst ich kapiere was ich machen soll. Ihr braucht jetzt nicht die Augen zu verdrehen oder missverständlich zu schauen, das ist mein voller ernst. Schließlich arbeite ich nach Rezepten in einer Fremdsprache. Der Verlag der Zeitschrift befindet sich in der Schweiz und die Auflage wird überwiegend auch in der Schweiz vertrieben. Natürlich gibt es auch Auslands-Abos, aber im Zeitschriftenhandel ist sie in Deutschland nicht erhältlich. Im großen “Hauptheft“ widmet man sich um Themen die den ganzen kulinarischen Bedarf abdecken.
Einzelne Produkte oder auch Produktgruppen, dessen Ursprungsland bzw. Herkunftsland, Anbau und Verarbeitung werden dem Leser nahe gebracht. Das passende Rezept fehlt natürlich auch nicht.
Doch das ganz Besondere an diesen Heften sind für mich diese kleinen eigentlichen Rezept-Heftchen die auf den großen Heften mit einer lösbaren Klebemasse angesteckt sind. Ich mag diese Heftchen deshalb ganz besonders gerne, weil sie so ein herrliches Format haben. Das ist mal schnell in die Tasche gesteckt und der Einkaufszettel ist überflüssig. Auch beim kochen liegt nichts Unnützes in der Gegend, das man von eine Ecke in die Andere schiebt. So regional die eigentliche Zeitschrift daher kommt, so weltoffen sind die Rezepte. Sicherlich ist einiges sehr gewöhnungsbedürftig, z.B. die Maßangaben. Da ist es nicht schlecht zu wissen was dl ist, oder was ist Vollrahm und was ist Halbrahm? Ich habe beschlossen wenn mir das Internet auch nicht mehr helfen kann, spreche ich einfach "meinen persönlichen" Übersetzer, den Robert an, der hilft mir sicher weiter und ich wie ich weiß, kennt er die Zeitung und vielleicht auch dieses Rezept, dieses Dingsda nach Teufelsart...
Rindsfilet nach Teufelsart mit Kartoffelgratin
500g Kartoffeln
150 ml Milch
200 ml Sahne
1 Esslöffel Butter
1 Knoblauchzehe
2 Thymianzweige
2 Rosmarinzweige
Pfeffer, Chili (Piment d’Espelette), Muskatnuss gerieben
Die Kartoffeln schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. In Salzwasser angaren. Milch, sahne, Butter, Knoblauch und Gewürze mischen und aufkochen. Die Kartoffelscheiben abgießen und in eine gefettete Auflaufform schichten. Die Sahnemilch durch ein Sieb auf die Kartoffelscheiben gießen. Die Auflaufform in den vorgeheizten Backofen geben und auf 160° C ca. 20 Minuten überbacken, anschließend den Backofen auf 100° C herunterschalten und weiter 30 Minuten garen.
4 Esslöffel Traubenkernöl erhitzen und ein Stück Rinderfilet (bei 4 Personen 800 g) rundherum darin braun anbraten.
Das Fleisch in eine hitzebeständige Form geben und 30 Minuten zusammen mit dem Kartoffelgratin bei 100°C im Backofen garen.
Zwischenzeitlich einen Esslöffel schwarze Pfefferkörner grob mahlen, oder mörsern und in einer Pfanne anrösten, bis der Pfeffer zu riechen beginnt. Dann 50 g Butter darin schmelzen und mit 40 ml Noilly Prat und 40 ml trockenen Weißwein ablöschen. Leicht einkochen lassen und nun 100 ml Creme fraiche einrühren. Nochmals etwas einkochen lassen. Die Sauce mit dem Fleischsaft anreichern.
Das Fleisch, das nach dem Aufenthalt im Backofen in Alufolie zum Entspannen eingeschlagen wurde, wird jetzt in Scheiben geschnitten und mit der Sauce auf Teller angerichtet. Dazu reiche ich das Kartoffelgratin.