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Mittwoch, 15. Oktober 2014

Tatatataaaaaaa, Pulled Pork aus dem Slow Cooker…

…seit Tagen habe ich es ja angedroht, hier im Büdchen gibt es Fast Food, Brötchen auf die Faust und damit auch Herr GB essenstechnisch auf seine Kosten kommt, mit viel Fleisch.
Gelegentlich habe ich ja schon im Slow Cooker gekocht und für Gerichte die lange und langsam garen sollen ist der Slow Cooker in meinen Augen einfach genial.
Das Original Pulled Pork wird im Smoker gemacht. Zwar auch lange, aber ganz ohne Flüssigkeit. Das ist im Slow Cooker anders. Außerdem bekommt das Fleisch im Smoker ganz automatisch dieses rauchige Aroma das für das Pulled Pork bezeichnend ist. Logisch das das im Slow Cooker nicht funktioniert. Also muss etwas getrickst werden. Nichts leichter wie das, wer hat nicht schon einmal beim Kochen getrickst!? Den Rauchgeschmack bekommt man über geräuchertes Paprikapulver in das Fleisch, wie genau steht unten. Sicher streiten sich die Gelehrten, ob es ein Pulled Pork überhaupt aus dem Slow Cooker geben kann, oder ob es ausschließlich aus dem Smoker kommen muss. Schließlich soll es ja ein Gericht des klassischen Barbecues nach nordamerikanischem Vorbild sein. So sagt wikipedia.
Eigentlich ist mir das alles egal und ich bin auch nicht die Einzige die das Gepullte Schwein im Slow Cooker zubereitet. Eine andere Alternative ist noch das Garen im Backofen, dafür kannst du übrigens auch die Marinade nehmen die Du unten im Rezept findest.
Nur alleine schon wegen der langen Garzeit lohnt es sich direkt ein großes Stück Fleisch zu garen. Kannst dir ja die Freude vorstellen die Herr GB hatte. Ich mein mal so ganz unter uns, das Büdchen ist ja nun wirklich kein veganer Zufluchtsort, auch wenn ich immer wieder die Hoffnung habe, Herrn GB zur ultimativen Gemüsepflanze umzuerziehen, aber derartige Maßlosigkeit an Fleisch hat Herr GB im Büdchen auch nicht alle Tage. In vollen Zügen hat er es genossen und jetzt freut er sich schon auf seinen Geburtstag, jetzt lass ich Dich mal raten was er als Geburtstagsessen mit in die Firma nehmen möchte. Kann man Geburtstagskinder etwas abschlagen?
Pulled Pork aus dem Slow Cooker
1,2 bis 1,3kg Schweinenackenbraten ohne Knochen (ca. 1.7 bis 1,8kg mit Knochen und dann auslösen lassen)

Marinade:
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 Schalotten, fein gehackt
1 Esslöffel Majoran
1 Esslöffel Thymian
1 Esslöffel Pimentón de la Vera (Geräuchertes spanisches Paprikapulver, scharf)
1 Teelöffel Chilifäden, fein gehackt
1/2 Teelöffel schwarzen gemahlenen Pfeffer
1 Teelöffel Salz
1 Esslöffel Mascobado (brauner Vollrohrzucker)
¼ Liter Apfelsaft
50 ml Balsamicoessig, weiß
Alle Zutaten vermischen und den Schweinenacken 2 bis 7 Tagen marinieren.
Den Schweinenacken aus der Marinade heben und mit Küchenpapier trocknen. Die Marinade durch ein feines Sieb filtern und die gefilterte Flüssigkeit auffangen. Den abgetrockneten Schweinenacken von allen Seiten gut anbraten, er muss richtig braun sein, da er im Slow Cooker nicht nachbräunt.
Den gut angebratenen Nacken in den Slow Cooker legen und mit der aufgefangenen Marinade angießen. Den Cooker auf medium stellen und den Nacken 16 bis 18 Stunden garen.
Sobald die Zeit um ist, den Schweinenacken aus dem Sud heben und sofort mit zwei Gabeln zerfasern. Auf das zerpflückte Fleisch drei bis fünf Esslöffel vom Sud geben und alles gut vermischen. Mit dem Sud nur ganz leicht aromatisieren, nicht ertränken!!!
Sonstiges:
Krautsalat
Die Brötchen aufschneiden, Krautsalat auf die untere Brötchenhälfte geben, darauf das zerpflückte Fleisch häufen und gut zwei volle Esslöffel der Barbecuesauce auf dem Fleisch geben, oder nach Geschmack. Die obere Brötchenhälfte auflegen und hineinbeißen.
Das Fleisch kann warm oder auch kalt serviert werden.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Auf dem Weg zum Pulled Pork, Barbecuesauce…

…glaub es mir, es ist gar nicht so einfach an so einen fertigen Pulled Pork Burger zu kommen. Dieser, oder besser, unser PP-Burger, das PP steht nicht für persönliches Pech, besteht aus vier Komponenten, also quasi ein Bausatz.
Die Brötchen, die in der PP-Fachsprache mit Sicherheit ganz anderes heißen und auch garantiert ganz anders gebacken werden, habe ich gestern hier vorgestellt.
Heute sollte eigentlich der Krautsalat dran sein.
ABER, Du liest es schon, ein großes aber! Ich habe ihn nicht fotografiert, also den Krautsalat!
Komponente zwei des Bausatzes musst Du also kaufen, Dein Lieblingskrautsalat Rezept verwenden, oder Du wartest einige Wochen bis ich nochmals Krautsalat mit Bilder poste.
Machen wir also mit Baustein drei, ähhh nee, mit vier weiter. Drei ist das Pulled Pork und das kommt zum Schluss.
Heute Part vier, die Barbecuesauce. Du solltest Dir wirklich die Mühe, wenn man überhaupt von Mühe reden kann, machen und diese leckere Sauce ganz frisch selber basteln.
Ich habe überall in den Rezepten so ein ganz klein wenig geklaut und das Ergebnis passte, also uns auf jedem Fall und den Kollegen von Herrn GB. Doch das ist wieder eine ganz andere Geschichte und jetzt bekommst Du erst einmal das Rezept von der Sauce, die übrigens auch sehr gut zu Braten und Gegrilltem jeder Art passt.
Barbecuesauce:
180 g Zwiebeln in feine Würfel
3 Knoblauchzehen fein gehackt
30 ml Olivenöl
½ Teelöffel Kreuzkümmel gemahlen
1/2 Stange Zimt
1 Sternanis
1 Messerspitze Cayenne
1 Esslöffel Senfkörner, hell
1 Esslöffel Thymian, fein gehackt
1 Esslöffel Pimentón de la Vera, geräuchertes Paprikapulver
1 Flasche Malzbier 0,33
100 ml Tomatenketchup
50 ml Sojasauce, dunkel, Thailändische
1 Prise Zucker
Olivenöl in einem Topf erhitzen und Zwiebelwürfel zusammen mit dem Knoblauch bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Alle Gewürze zugeben und kurz mit andünsten.
Mit Malzbier ablöschen und aufkochen. Ketchup und Sojasauce einrühren und bei milder Hitze 10 Min. einkochen lassen. Die Zimtstange und den Sternanis herausfischen. Die Sauce mit dem Pürierstab mixen und anschließend durch ein Sieb streichen. Wenn Du die Sauce jetzt nochmals aufkochst, in Twist-off-Glaser füllst und sofort verschließt, ist sie locker 6 Monate haltbar. Du kannst aber auch auf Nummer sicher gehen und die Gläser obendrein 20 Minuten im Backofen oder im Dampfgarer einkochen.