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Montag, 27. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 16 – England, Chicken Tikka Masala statt Fish and Chips…

…unsere Jungs haben gestern eine super Leistung hingelegt und das auf einem Sonntag, wobei der Sonntag doch eigentlich arbeitsfrei ist. Okay, nicht überall aber im Büdchen. Wobei anlässlich der EM werden hier die freien Tage ja auch ganz außer Acht gelassen und vor allem wenn unsere Jungs spielen, wird hier gekocht bis das Büdchen brummt.
Unsere Elf ist gestern ins Viertelfinale eingezogen und nun spielen sie am kommenden Samstag um 21:00 Uhr gegen Italien. Das muss ich erst einmal verdauen, irgendwie ist mir 2006 noch sehr gut in Erinnerung, aber okay, ich bin ja nicht nachtragend.
Jetzt muss ich echt etwas ganz besonderes zaubern, damit sie Ansporn zum Gewinnen bekommen und sich nicht wieder austricksen lassen. Denn nur Gewinner und faire Spieler bekommen aus dem Büdchen eine Belohnung.
Heute spielt England und für die habe ich noch nicht gekocht, also wird das jetzt wohl mal langsam Zeit und Du kannst Dir vorstellen was es heute gibt. Neeee, nicht Fish and Chips sondern Chicken Tikka Masala. Also ehrlich, bei den Engländern gibt es durchaus mehr als Fish and Chips.
Durch ihre Kolonien auf der ganzen Welt ist der Gewürzschrank gut gefüllt und das brauchen wir für das Chicken Tikka Masala. Dieses Gericht hat seine Wurzeln irgendwo in der Indischen Küche und wie Wiki zu berichten weiß, wurde es in Großbritannien 2001 als beliebtestes Gericht erhoben, also nix mit Fish an Chips. Vielleicht hilft es den Engländern ja heute bei ihrem EM-Spiel, wenn nicht kann ich es leider auch nicht ändern. Doch den eigentlichen Zweck hat es erreicht, uns hat es sehr gut geschmeckt.
Aber eine Anmerkung habe ich noch, auch wenn dieses Gericht heute den Engländern gewidmet ist, aber die sollen mal schön mit Island teilen und ich würde mich freuen, wenn wir Island in Viertelfinale wiedersehen.
Chicken Tikka Masala
3 Knoblauchzehen
frischer Ingwer (ca 4 cm lang und Daumen dick)
1 entkernte, rote Chilischoten
Olivenöl
1 Esslöffel Senfsaat
1 Teelöffel Paprikapulver, scharf
1 Teelöffel gemahlener Cumin (Kreuzkümmel)
1 Teelöffel gemahlener Koriander
2 Esslöffel Garam Masala
200 g Naturjoghurt
4 Putenschnitzel, in große Würfel geschnitten
1 Esslöffel Butter
2 mittelgroße Zwiebeln, geschält und in feine Würfel geschnitten
1 Esslöffel Tomatenmark
500 ml Wasser
eine Handvoll Cashewkerne (ganz oder sehr grob gehackt)
Meersalz
150 g Crème double
2 Esslöffel frischer Koriander, gehackt
Saft von 1 Limetten
Knoblauch und Ingwer fein reiben, oder hacken. Die Chili sehr fein hacken und mit dem Knoblauch und dem Ingwer mischen.
Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Senfsaat hineingeben. Sobald sie zu platzen beginnen, zusammen mit Cumin, Paprikapulver, dem gemahlenen Koriander und 1 Esslöffel Garam Masala zur Knoblauch-Ingwer-Mischung geben.
Die Hälfte der Mischung mit dem Joghurt vermengen, mit den Putenstücken in eine Schüssel geben, umrühren und ca. 30 Minuten marinieren.
Butter in einen Topf geben und erwärmen. Zwiebeln und die restliche Hälfte der Gewürzmischung bei sanfter Hitze ca. 15 min. dünsten. Tomatenmark, die Cashewkerne, 500 ml Wasser und einen halben Teelöffel Salz dazugeben. Gut verrühren und einige Minuten köcheln lassen. Die Soße etwas reduzieren und dabei dicklicher einkochen, anschließend zur Seite stellen.
Die marinierten Putenstücke in eine heiße Pfanne geben und anbraten.
Die Soße erwärmen, Crème Double und den restlichen Esslöffel Garam Masala hinzugeben. Die Putenstücke zugeben und gute 10 bis 15 Minuten auf kleinster Hitze garziehen lassen. Nach Geschmack mit gehacktem Koriander und Limettensaft abschmecken, evtl. nochmals etwas nachwürzen, bzw. salzen.
Mit Reis oder Naan-Brot servieren.

Dienstag, 21. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 12 – Kroatisches für unsere Jungs…

…es tut mir wirklich leid, aber heute spielten wieder die Jungs aus der deutschen Ecke und da kann ich nicht anders wie fast nur noch daran denken und an die Frage, schaffen sie es oder nicht.
Wie, Du fragst was sie schaffen sollen? Na Mensch, ob sie ins Achtel kommen oder nicht. Gibt es heute wichtigere Fragen? Na okay, vielleicht noch eine, was ich für sie kochen soll.
Gleich vorweg, sie haben es geschafft, sie kommen ins Achtel.
Eigentlich wollte ich heute für die Kroaten kochen, Du weißt schon, der Plan lautete an jedem Spieltag ein anderes Land.
Aber die Realität sieht dann doch ganz anders aus. Ich würde es an den Tagen, wenn MEINE Jungs spielen, gar nicht übers Herz bringen, nichts für sie auf den Tisch zu bringen.
Du kannst ruhig lachen, ich weiß auch selber, dass sie vor Ort fürstlich bekocht werden und ich mit meiner Büdchenküche nicht mithalten kann, aber jetzt stell Dir mal vor, ich koche nichts für sie und die Jungs hätten das Spiel vergeigt. Ja meinst Du ernsthaft ich könnte mit den Gewissensbissen unbeschwert weiterleben?
Außerdem, am Ende wird abgerechnet. Sollten sie, also meine Jungs, Europameister werden, kann ich mir auf die Schulter klopfen. Schließlich kann nicht jeder von sich behaupten für sie gekocht zu haben, ich dann aber schon.
Aber ich quatsche und quatsche wieder und Du weißt immer noch nicht was es auf die Gaben gibt.
Tatatataaaaaa: Cevapcici mit Djuvek und Ajvar. Natürlich alles hausgemacht, versteht sich von selbst. Und damit es auch für die kroatischen Buschen reicht eine große Portion. Die einzigen die es verfluchen werden, werden morgen die Kollegen sein, die sich in mein Büro trauen. Gut dass es noch kein Geruchsinternet gibt, denn mit Knoblauch habe ich nicht gespart.
Cevapcici mit Djuvek und Ajvar
500 g Rindergehacktes (die originalen werden aus vier verschiedenen Fleischsorten vom Rind gemacht, Schulter, Brust, Bauch und Hals)
100 g geräucherte Schinkenspeck
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer
Alles ganz gründlich verkneten und zu kleine ca. 8 cm lange Röllchen formen.
Die Röllchen langsam grillen bis sie rundherum schön braun sind.
Djuvec:
2 Tassen Langkornreis
1 Zwiebel in feine Würfel
2 Knoblauchzehen fein gehackt
1 rote Paprika, ebenfalls in Würfel geschnitten
4 Tassen Gemüsebrühe
2 Esslöffel Tomatenmark
½ Teelöffel Rosenpaprika
Salz
2 Esslöffel Öl
Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebelwürfel, Knoblauch und Paprikawürfel gute 2 Minuten andünsten. Reis, Tomatenmark, Rosenpaprika und Salz zufügen. Solange dünsten bis der Reis das Öl aufgesogen hat. Die Brühe angießen und einmal aufkochen lassen. Auf kleiner Hitze den Reis 20 Minuten gar ziehen lassen.
Ajvar:
4 rote Paprikaschoten
2 Esslöffel Öl
Salz
Paprikaschoten in Segmente schneiden und auf ein Backblech legen. Im Backofen unterm Grill rösten bis die Haut schwarz ist und aufplatzt. Aus dem Backofen nehmen und ein kaltes feuchtes Tuch auf die dunklen Schoten legen. Das Tuch abnehmen und dann die Haut abziehen. In einem Topf das Öl geben und erhitzen. Den Paprika zufügen und auf kleiner Stufe so lange kochen bis der Paprika komplett zerfällt. Den Paprika mit einem Pürierstab aufmixen und mit Salz abschmecken.
Das Mus in Gläser füllen und abkühlen lassen. Wenn Du es haltbar machen möchtest dann fülle das Mus in Schraubgläser und koche sie 20 Minuten ein.

Freitag, 17. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 8 – Paella für Spanien…

….also so ein richtiges Sommermärchen ist das im Moment ja noch nicht. Regen, Regen, Regen. Gestern gab es beim Spiel Ukraine gegen Nordirland sogar Hagelschauer. Drei volle Wochen EM-Vergnügen haben wir noch vor der Brust und ich quäle Dich weiter mit meiner EM-Küche.
Die Spanier machen heute ihr zweites Spiel und obwohl sie ja das letzte Mal gewonnen haben, koche ich heute für sie. Denn ich kann unmöglich auf eine Paella in meinem EM-Konzept verzichten und wenn Du Dir die Bilder anschaust, weißt Du warum, sieht doch lecker aus, oder!?
Ich weiß nicht ob meine Paella den klassischen Vorgaben, wie man halt so eine Paella vorschriftsmäßig machen müsste, entspricht, aber nachdem ich mehrere Spanische Kochbücher geblättert habe, stand der Endschluss fest, unsere Paella wird mit den Zutaten gefüttert die wir mögen.
Herrn GB eine Paella unterzuschieben war gar nicht so einfach, schließlich ist er von seinem Erlebnis von vor über dreißig Jahren, doch über lange Zeit geprägt. Damals in unserem allerersten Urlaub wollte ich ihm fremdländisches Essen nahe bringen. Vor lauter Verliebtheit hat er sich mir zuliebe durchgerungen Paella zu bestellen. Dem armen Kerl wurde eine grauenvolle total angebrannte Paella serviert, dann auch noch mit Garnelen und Muscheln, die mochte er damals gar nicht. Tapfer wie er war hat er sich die Erbsen herausgefischt und war der Meinung, Reis könnte seine Mutter definitiv besser kochen. Zwischenzeitlich hatten wir schon einige Male die Gelegenheit gute Paellas zu essen und ich habe auch mein Bestes gegeben.
Paella alla Gourmet-Büdchen für 4 Personen:
8 Kaisergranaten
1 doppeltes Hähnchenfilet in mundgerechte Würfel geschnitten
8 kleine Tintenfischtuben, oder 4 große Tuben
150 g Erbsen, frisch oder TK
1 Zitrone, geachtelt
400 g Paellareis
Pfeffer und Salz
1 - 1½  Liter Hühnerbrühe
2 rote Zwiebeln, in kleine Würfel
3 Knoblauchzehen fein gehackt
2 Esslöffel Olivenöl
1 rote Paprikaschote in kleine Würfel geschnitten
3 gehäutete Tomaten
Safranfäden ca. 1g
1 Esslöffel Olivenöl erhitzen Hähnchenfiletwürfel mit den Tintenfischtuben, diese evtl. einmal durchgeschnitten, zusammen anbraten. Heraus heben und beiseitestellen. Restliches Olivenöl in die Pfanne geben und Knoblauch zusammen mit den Zwiebeln glasig dünsten. Reis zufügen und kurz mit anbraten. Das Hähnchenfleich und die Tintenfischstücke zurück zum Reis geben.
Salz, Pfeffer, Safran , Paprikawürfel, Erbsen und Tomaten zufügen. Einmal kurz alles vermischen und nun mit einem Teil der Brühe ablöschen. Die Kaisergranaten oben auflegen. Nun gute 20 bis 30 Minuten garen bis der Reis gar ist. Ggf. nochmal etwas Brühe angießen. Der Reis kann unten ruhig etwas ansetzten und karamellisieren, aber nicht anbrennen. Kurz vor dem Servieren, so 5 Minuten, die Zitronenspalten auflegen und etwas mitgaren.
Wenn das Wetter auch noch schön ist, ist das auch ein herrliches Essen, das man sehr gut draußen zubereiten kann. 

Freitag, 25. Januar 2013

Brokkoli-Hähnchen mit Cashewnüssen aus DEM Asiabuch…

…das ist mir ja noch nie passiert, vor Monaten ist hier ins Büdchen ein Buch aus dem Kosmos-Verlag eingezogen und ich habe es vergessen. Wobei ich es gar nicht vergessen habe, wie sollte ich auch denn es ist eins der besten Asiakochbücher die ich kenne. Hier, hier und hier habe ich schon jeweils daraus gekocht und wenn Du mal den Blog durchkämmst, wirst Du noch mehr Speisen finden die ihre Anlehnung in diesem Buch finden. Wie Ihr wisst, stehe ich Kochbüchern mit dem Begriff asiatisch im Titel sehr kritisch gegenüber. Was ist mit asiatisch gemeint? Ich denke diese Küchen kann man genauso wenig in einen „Topf“ schmeißen, wie man von einer europäischen Küche sprechen kann. Du verstehst was ich mein!? In meinen Augen ein mutiges Projekt. Bei diesem wirklich schönen Buch das vor mir liegt verhält es sich etwas anderes.
Das Kochbuch mit dem Titel „asiatisch gut gekocht“ ist als Grundkochbuch für die verschiedenen Küchen Asiens gedacht. Die Idee ist gelungen. Elf Länder Asiens wurden kulinarisch, mal mehr  und mal weniger, durchreist und den örtlichen Gaumenfreuden entsprechend porträtiert. Sicher sind es nur kleine Einblicke, doch Du wirst weder die üblichen Küchenwerkzeuge, Küchentechniken, noch Erklärungen zu ortsüblichen Obst- und Gemüsesorten, oder gar die Erläuterungen zu den regionstypischen Aromen, Pasten und Gewürzen, vermissen. Du wirst über verschiedene Reissorten informiert und lernst die Vielseitigkeit der asiatischen Nudeln kennen.
Das Buch startet mit einer Länderübersicht und einem Vorwort, und setzt sich nach den bereits erwähnten Erläuterungen zu Werkzeuge und Techniken mit Rezepten der elf verschiedenen Länder fort. Jedem Land wurde ein Bild ihrer Länderkarte zugewiesen. Bei jedem augenscheinlich realen Rezept ist ein entsprechendes Bild des Landes abgedruckt, zu dessen Land das Rezept gehört. So kannst Du gleich sehen, ob es aus Thailand, Indonesien, China, oder, oder, oder stammt. Mein Kompliment hat Frau Szwillus. Der Autorin, MalisaSzwillus, ist ein sehr ansprechendes Buch gelungen. Mit interessanten Länderreportagen und eindrucksvollen Fotos. Die Fotografien stammen aus der Hand von Herrn Alexander Walter. Du wirst mitgenommen auf eine kleine Reise in unterschiedliche Kulturen. In den Berichten, wie auch in den Rezepten verdeutlicht die Autorin Asiens kulinarische Traditionen und versucht Überlieferungen zu veranschaulichen.
Das Buch „Asiatisch gut gekocht“ ist garantiert eine Bereicherung, gerade wenn Du frisch in die Thematik einsteigen willst.
Erschienen ist das Buch mit dem Titel: „Asiatisch gut gekocht“ im Kosmos-Verlag.
Autor: Malisa Szwillus
ISBN: 978-3-440-13271-5
Diese Kochlektüre hat einen flexiblen Einband und kommt mit 224 Seiten daher. Mein geliebtes Lesebändchen hat es übrigens auch. Im vorderen Teil gibt es ein Inhaltsverzeichnis nach Gruppierungen der Menüspeisen und im hinteren Teil ist das Register nach Alphabet zu finden. Wie üblich habe ich wieder Gedächniszettelchen in das Buch geklebt, damit ich nicht vergesse was ich noch alles nachkochen will.
Blog-Event LXXXIV - Ran an den Wok (Einsendeschluss 15. Februar 2013)
Bei dem Gedanken ans Nachkochen musste ich gleich an Zorra´s Kochtopf denken. In diesem Monat steht der Kochevent auf ihrem Blog unter dem Motto Wok. Ausrichter des Wok-Events ist Sandra von from-snuggs-kitchen. Sie hätte gerne ein Gericht das im Wok gegart wird. Nichts leichter als das. Gleich das erste tolle Rezept in dem vorgestellten Buch wird im Wok gemacht. Wie immer habe ich es abgewandelt, aber die Grundzüge bildeten das Gerüst. Außerdem ist es für Sandra vielleicht ein guter Tipp sich das Buch zu besorgen, dann hat ihr Wok vielleicht die Option aus dem Hinterzimmerdarsein hervorzutreten und der Star der Küche zu werden.
Mit Brokkoli-Hähnchen an Cashewnüssen müsste das doch eigentlich gelingen.
400 g Hähnchenbrustfilet, in Streifen geschnitten
500 g Brokkoli in kleine Röschen zerteilt
3 Schalotten grob gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
1 Stück Ingwer, daumendick und ca. 2 cm lang, geschält und auch in feine Würfel geschnitten
100 ml Hühnerbrühe
3 Esslöffel Sojasauce
2 Esslöffel Reiswein
100 g Cashewnüssen
2 Esslöffel Erdnussöl, es ist für hohe Temperaturen ideal
Salz, Pfeffer, Schnittknoblauch (wenn Du keinen Schnittknoblauch bekommst, könntest Du den Anteil an Knoblauch etwas erhöhen und dir mit gängigem Schnittlauch aushelfen)
Alle Zutaten hast Du hoffentlich wie angegeben vorbereitet. Das Einzige was beim Wokken dauert, ist das vorbereiten der Zutaten. Du solltest auch schon mal den Reis kochen, der kann ruhig auf das Hähnchen warten, umgekehrt ist eher schlecht.
Du heizt Deinem Wok ein und gibst das Erdnussöl hinein. Jetzt in das heiße Öl die Cashewnüsse von allen Seiten dünsten, herausheben, Öl in den Wok tropfen lassen und die Nüsse auf einem Teller zur Seite stellen.
Im verbliebenem Öl die Hähnchenstreifen anbraten, sobald sich das Fleisch vom Boden gelöst hat, wirbelst Du die Streifen durch den Wok bis sie von allen Seiten Farbe bekommen haben. Die Fleischstreifen schiebst Du an die Seitenwände des Woks hoch. Nun Brokkoli, Schalotten, Knoblauch und den Ingwer in den Wok. Mit schnellen Handbewegungen schubst Du auch diese Zutaten im Wok hin und her, ob den das jetzt passt oder nicht. Die Hühnerbrühe hast Du bereits mit der Sojasauce und dem Reiswein gemischt und gießt die Mischung jetzt in den Wok.
Du vermischt alles gründlich und gibst die wartenden Cashewnüsse dazu. Du lässt alles aufkochen und eine Minute garen. Diese Minute nutzt du indem Du Reis auf angewärmte Teller gibst und den Schnittknoblauch, den Du in feine Ringe geschnitten hast, großzügig auf und neben dem Reis verteilst. Jetzt noch das Brokkoli-Hähnchen zum Reis geben und servieren, fertig.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Es waren Trauben, keine Laus…

die Herr GB auf seinem Teller hatte als ich ihm neulich die Leber servierte. Ohhhh, hmmmm das musst Du nochmal machen, das ist sooo lecker, waren seine Worte. Doch ich wäre kein Foodblogger wenn ich Zeit hätte irgendetwas doppel zu kochen, aber das Thema hatten wir hier im Blog bereits und wie die Kommentare zeigen stehe ich mit dieser Meinung nicht alleine da.
Es gibt ja eine Menge Leute die die Nase verziehen, wenn sie Leber nur hören, doch ich sage immer das ist eine Sache der Zubereitung.
Solltest Du auch zu den gehören dessen Nase sich bei Wort Leber  in krause Falten legen sollte, dann versuch doch einfach mal die Kombination Leber und Weintrauben. Außerdem ist dieses Rezept total simpel und Alltagstauglich. Du musst wirklich nicht vielmachen einfach nur Putenleben in Mehl wenden. In einer beschichteten Pfanne Butter auslassen und die Leberstücke von beiden Seiten kurz, aber kräftig in ca. 2-3 Minuten anbraten.
Die Leber aus der Pfanne heben und zur Seite stellen. Den Bratensatz mit Gemüsebrühe, etwas Portwein und eins bis zwei Esslöffeln Sherry-Essig ablöschen. Alles etwas einkochen. Mit Pfeffer, Salz, einem Teelöffel Lavendelhonig und, ganz wichtig, frischen Thymian kräftig würzen. Die Leber zurück in die Sauce legen, eine gute Handvoll kleine kernlose rote Weintrauben zugeben und alles zusammen noch gute 10 Minuten ziehen lassen.
Auch wenn es auf den Fotos nicht so aussieht, aber Herrn GB musste ich die Leber mit reichlich Reis servieren. Er hätte im Leben nicht einen Tropfen der Sauce umkommen lassen. Gut dass ich genügend Reis gekocht hatte, sonst hätte er den Rest der Sauce womöglich noch mit dem Löffel essen müssen.


Montag, 16. Juli 2012

Jasminreis oder Kuchen?

Am Wochenende ist im Büdchen fast immer backen angesagt. Wäre ja auch ein echt doofer Sonntag so ganz ohne eine süße Leckerei. Auf jedem Fall für Herrn GB. Außerdem steht im August in der Familie ein etwas größeres Fest an für das ich einen Kuchen backen werde. Nein, nein, nicht wie Jutta gleich eine ganze Hochzeitstorte. Ich hab da Glück ich werde nur zwei Kuchen backen, die ich hoffentlich gut zum entfernten Festlichkeitsort transportiert bekomme.
Aber eh es soweit ist, muss ich erstmal noch einiges ausprobieren und testen welcher Kuchen/Torte die beste Wahl ist und den anderen Gästen auch schmecken könnte.
Ich habe schon eine ellenlange Liste mit einigen verschiedenen Kuchen die ich unbedingt ausprobieren muss, eh ich mich entscheide.
Ich kann euch erzählen, das sind Probleme bei denen Entscheidungen getroffen werden müssen. Da haben es die Festausrichterin und der Festausrichter wirklich einfacher, die müssen zu ihrer Entscheidung fürs Leben nur noch ja sagen, mehr auch nicht.
Na könnt Ihr Euch denken um welch ein Fest es sich handelt?
An einem der letzten Wochenenden habe ich mein Herz mal wieder mit Kuchen erobert. Weil Herr GB ausgesprochen gerne Milchreis mag, habe ich einen Milchreiskuchen gebacken. Aber nicht einfach Milchreis wie man ihn kennt, sondern mit duftendem Jasminreis.
Ich denke Milchreisfans werden ausgesprochen begeistert sein und es ist ein sehr schmackhafter Sommerkuchen, der auch durchaus auf einem Dessertbuffet Platz finden könnte und manch einem Nachtisch den Stammplatz abspenstig machen dürfte. Aber ob er es auf die Festtagstortenliste schafft muss ich mir nochmals überlegen.
Als Zutaten benötigt man folgendes:
Gebackene Jasminmilchreistorte
200g duftenden Jasminreis
750 ml Milch
250 ml Sahne
100 g Zucker
Schale einer abgeriebenen unbehandelten Zitrone
300 ml Schlagsahne
Ein Esslöffel Vanillezucker
6 Eigelbe
6 Eiweiße
(Obst, Minzeblätter und kleine Blüten für die Dekoration)
Einen Topf mit Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Den Jasminreis in das kochende Wasser geben und 2 Minuten kochen. Den Reis abgießen.
Während der Reis im Wasser kocht, die Milch mit 250 ml Sahne, dem Zucker, dem Vanillezucker und der Zitronenschale vermischen und den abgegossenen Reis zufügen. Alles zusammen unter gelegentlichem Rühren zum Kochen bringen. Auf kleiner Temperatur solange köcheln lassen bis die Milch komplett aufgezogen ist. Das Umrühren sollte wirklich nicht vergessen werden, denn je weniger Milch im Topf ist, umso mehr neigt der Reis zum anhängen bzw. anbrennen.
Nun den Backofen auf 170°C vorheizen und den Reis lauwarm abkühlen lassen. Die 300 ml Schlagsahne zusammen mit dem Vanillezucker unter den Reis mischen. Die Eigelbe nach und nach unter den Reis ziehen. Die Eiweiße mit einem Teelöffel Zucker und einer Prise Salz zu Schnee schlagen und löffelweise unter die Masse heben.
Die Reismassen in eine viereckige Backform geben und glattstreichen.
Bei 170° gute 50 Minuten backen. Sollte der Kuchen oben zu dunkel werden, die Form besser mit Alufolie abdecken.
Nach dem Backen den Kuchen vollständig über mehrere Stunden auskühlen lassen und kurz vor dem servieren den Tortenrand entfernen und in rechteckige Stücke schneiden.
Die Stücke einzeln mit Obst, Blüten und Blätter dekorieren und hübsch anrichten.


Montag, 16. April 2012

Spinatgarnelen auf Wildreis...

Sind die Osterferien tatsächlich schon wieder vorbei? Kaum zu glauben, aber spätestens auf dem Weg zur Arbeit ist es hundertprozentig sicher. Die Schulbusse sind wieder unterwegs und die Mamaprivattaxis, die die Straßen rund um Schulen blockieren, auch. Jetzt freue ich mich auf die Sommerferien und das heißt dann sechs Wochen an einem Streifen keine überfüllten Straßen und locker eine viertel Stunde weniger morgens unterwegs. Aber es heißt auch Sommerzeit und Badezeit. Tja und selbst das Klärchen hat dann auch irgendwann Urlaub und will in ihre Bademode wieder hineinwachsen, eigentlich wie jedes Jahr. Also wird der Speiseplan wieder bunt gestaltet. Dafür gibt’s wieder jede menge Gemüse und das ganze wird unterstützt mit Eiweiß.Na, schon gespannt was es gibt?
Spinatgarnelen auf Wildreis
200 g Wildreis
6 Tomaten
2 Blutorangen
2 Schalotten
1 Esslöffel geriebenen Ingwer
300 g feinen Blattspinat
1 Esslöffel Sonnenblumenöl
Salz und Pfeffer
Pro Person 4-6 küchenfertige Garnelen
Reis mit doppelter Menge gesalzenes Wasser garen.
Die Tomaten häuten, entkernen und in Stücke schneiden. Orangen schälen und filetieren, dabei den Saft auffangen. Schalotten fein Würfeln.
Das Öl erhitzen die Schalottenwürfel kurz anschwitzen, Spinat zugeben und zusammenfallen lassen. Tomatenwürfel, Orangenfilets mit Saft und Ingwer unterheben. Die Garnelen auflegen, mit einem Deckel schließen und bei geringer Temperatur 5 bis 10 Minuten garen. Den Reis auf Teller zusammen mit den Spinatgarnelen arrangieren.
Jetzt im Frühling mögen wir gerne einen spritzigen Weißwein dazu. So macht die Vorfreude auf den Sommer doch richtig Spaß…


Dienstag, 27. März 2012

Hühnchen mit Gemüse und Cashewnüsse aus dem Wok…

Kaum scheint die Sonne schon macht sich der Hunger auf leichte Gerichte bemerkbar, was der Frühling so alles mit sich bringt ist schon erstaunlich. Erstaunlich ist auch mit welchem Durchhaltevermögen in Deutschland seit Jahren im Frühling die Uhr umgestellt wird. Untersuchungen haben ergeben, dass die erhoffte Stromersparnis nicht eingetreten ist. Doch was erwiesen ist, dass die Umstellung so manch einem Zeitgenossen zu schaffen macht. Kinder sind abends zur angesagten Uhrzeit noch nicht müde und morgens, wenn sie raus müssen, weil Kindergarten und Schule rufen, hundekaputt und nörgelig, Ja, und in der Tierwelt ist es auch nichts anderes, der Hund einer Arbeitskollegin wusste am Montagmorgen gar nicht was Frauchen von ihm wollte, eigentlich weckt er doch sie und nicht umgekehrt. Außerdem war ich gestern Morgen auch verstimmt, wo bitte waren die Rehe die ich letzte Woche noch täglich auf dem Weg zur Arbeit gesehen habe? Unbedingt wollte ich ein Bild von ihnen machen sobald die Sonne richtig schön scheint. Jetzt scheint die Sonne wie Bolle nur leider eine Stunde später und die Rehe sind noch im Wald. Also kümmere ich mich jetzt um unseren frühlingshaften Appetit, mache weiter Bilder von meinen Kochmisserfolgen und warte bis sich die Rehe wieder blicken lassen und die Küchenknipse zweckentfremdet wird…
Hühnchen mit Gemüse und Cashewnüsse aus dem Wok
Zutaten für 2 Personen:
2 Teelöffel Pflanzenöl
1 Teelöffel Sesamöl
1 cm Ingwer, fein gerieben
1 Zehe Knoblauch, gehackt, oder eine confierte Zehe
2 Stangen Frühlingszwiebeln
300 g Hähnchenfilet
1 rote Paprika, in kleine Stücke
500 g Broccoli, in kleinen Röschen
2 EL Sojasauce
1 Esslöffel Cashewnüsse
Reis gekocht
Das Pflanzenöl in einem vorgeheizten Wok geben, Ingwer und Knoblauch zufügen und kurz anbraten. Das Hühnchen in Würfel schneiden und mit anbraten. Es sollte leicht bräunen. Anschließend aus dem Wok heben und zur Seite stellen.
Nun Paprika und Brokkoli in den Wok geben und mit dem Sesamöl beträufeln. Etwa 3 min. anbraten. Jetzt das Hühnchen wieder zugeben und ebenfalls die Sojasauce. Unter vorsichtigem Rühren garen.
Zum Schluss die Cashewnüsse zusammen mit den, in Röllchen geschnittenen, Frühlingszwiebeln auch in den Wok geben, Wenige Minuten unter rühren garen. Alles zusammen mit Reis auf angewärmten Tellern anrichten und servieren.