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Mittwoch, 20. Juli 2016

Büdchen Hot Pott, oder Gemüsesuppe mit Fisch…

…man soll es doch nicht glaubt, kaum habe ich den Speiseplan den Wetterbedingungen angepasst, schon kommt der Wechsel auf schön. Also beim Wetter auf schön, der Speiseplan ist selbstverständlich immer super - sagt die Köchin und das bin ich.
Die Temperaturen um die 20°C herum ließen jetzt nicht wirklich Rückschlüsse darauf zu, dass wir Sommer haben.
Was macht man dann in solchen Situationen? Man passt sich an.
Auch wenn ich eine Gänsekeule hätte verputzen können, habe ich das logischerweise natürlich nicht gemacht. In die Aufpolsterungsabteilung geht es frühestens erst wieder ab November.
Jetzt ist leichte Küche angesagt, wie z.B. einen Hot Pott. Ich meine hier im Pott geht es ja immer heiß zu, selbst bei frischen Temperaturen, doch ist die Umgebungstemperatur zu kühl hilft man halt mit etwas Heißem nach.
Dieser Hot Pott steht schon seit einiger Zeit auf meinem Ofen Nachkochwunschzettel, er ist jetzt auch nichts super Außergewöhnliches, aber bei 30°C stürze ich mich lieber auf Salat statt auf eine heiße Suppe. Außerdem wird mein Hot Pott erst so richtig gut mit Fisch und verschiedenen Meerestieren wie mit Jakobsmuscheln, Garnelen, Tintenfisch und Miesmuscheln. Okay, die Miesmuscheln streichen wir wieder, die werden hier im Büdchen nicht von jedem geliebt.
Aber Du weißt sicher schon worauf ich hinauswill, heiße Suppe mit Fisch bei 30°C muss man nicht unbedingt haben. Aber!!!!!! Der nächste kalte Temperaturschock kommt bestimmt und dann weißt Du was Du kochen kannst. Natürlich nur, wenn Du weiterließt und das Rezept verinnerlichst. Einen Tipp habe ich noch, und mal so ganz unter uns man sieht es auch auf den Bildern, die Konsistenz ist nicht ganz so schön. (Ist übrigens auch einer lieben Freundin im Social Net aufgefallen, nochmal Danke) Möchtest Du die Suppe homogener haben, mache Dir die Mühe und streiche sie durch ein Sieb, es lohnt sich wirklich.
Büdchen Hot Pott
1 Stange Lauch, in Scheiben
2 mittelgroße Möhren, in kleine Würfel
3 Zwiebeln, fein gehackt
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Knolle Fenchel mit Grün, in kleine Stücke geschnitten
Ca. 70 g Knollensellerie in kleine Würfel
2 Stangen Staudensellerie, in kleine Scheibchen
Ca. 1 kg. San Marzano Tomaten, in kleine Stücke geschnitten
Ca. 500 g Fisch / Meerestiere (Seeteufel, Jakobsmuscheln, Garnelen)
0,1 g Safranfäden
1 Teelöffel Sternanis, ganz
2-3 Stiele Oregano
2-3 Stiele Bohnenkraut
2-3 Stiele Thymian
2 Lorbeerblätter
1 Chilischote, ohne Kerne fein gehackt
Pfeffer frisch gemahlen
Salz
100 ml Noilly Prat
500 ml Fischfond
500 ml Gemüsebrühe
2 Esslöffel Tomatenmark
Olivenöl
Essbare Blüten
Knoblauchmayonnaise
Brot z.B. Ciabatta oder Baguette
Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebeln zusammen mit dem Knoblauch unter Rühren glasig dünsten. Anis zusammen mit dem Tomatenmark zufügen und kurz mit dünsten.
Mit 50 ml Noilly Prat ablöschen und weiterdünsten. Nun alles Gemüse, außer die Tomaten, zugeben und anbraten. Nach einigen Minuten den restlichen Noilly Prat, wie auch den Fischfond und die Gemüsebrühe angießen. Jetzt die Tomaten zusammen mit den Gewürzen und den Kräutern zufügen. Alles auf kleiner Hitze im geschlossenen Topf gute 25 Minuten garen.
Anis, Lorbeerblätter und die Stiele der Kräuter entfernen.
Die Suppe gründlich pürieren und ggf. durch ein Sieb passieren (Du weißt schon, sie wird dann geschmeidiger) Die Suppe wieder zurück in den Topf und nochmals erhitzen. Den Seeteufel und die geputzten Garnelen in die Suppe legen, die Suppe nicht mehr kochen lassen, der Fisch und die Garnelen sollen jetzt nur noch garziehen.
Zwischenzeitlich in etwas Olivenöl die Jakobsmuscheln braten.
Die Suppe in tiefen Tellern anrichten, einen Klecks Knoblauchmayonnaise hineingeben, den Fisch mit Garnelen und Jakobsmuscheln in die Mitte setzten und als Deko z.B. noch eine Kapuzinerblüte. Etwas Brot dazu.

Glaub mir, damit rettest Du jeden kühlen Sommertag.

Montag, 11. Juli 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 23 am Sonntag das Finale, das Rennen machte Portugal und Frankreich…

…und für den Verlierer gibt es aus dem Büdchen ein Dessert. Einen süßen Balsam, so heißt die Creme eigentlich. Es ist eine Safrancreme mit Sauerkirschen. Die tut der Seele gut.
Aber seien wir doch mal ehrlich, glaubst Du Frankreich und Portugal wären soweit gekommen, hätte ich nicht für sie gekocht!? Gleich am Anfang der EM bekamen die Franzosen ein fantastisches Entrecote, damit habe nicht nur ich den Startschuss gemacht. Damit startete die Glückssträhne von den Franzosen.
Aber auch die Portugiesen wurden von mir verwöhn und zwar ganz gewaltig.
Erst mit Feijoada de Marisco und dann mit den sündhaft schmackhaften Vanilletörtchen Pastel de Nata.
Jetzt ist die EM vorbei und nach der EM heißt vor der WM. Auch wenn die erst 2018 ist, aber der Mensch braucht Ziele und Pläne. Mein Plan ist wieder zu kochen, dann wird es etwas komplexer, denn dann kommen Produkte bzw. Speisen aus der ganzen Welt in den Pott. Na warten wir mal ab, ich habe ja Zeit und kann vorher noch ins Trainingslager gehen, machen die Spieler ja auch.
Eins ist jedoch sicher, ich werde mich besser vorbereiten, die Rezepte frühzeitig sammeln, die Zutaten rechtzeitig besorgen und genügend Zeit fürs Kochen nehmen.
Ich bin schon voller Tatendrang, aber solltest Du noch etwas die Wunden lecken müssen weil Du noch zerknirscht vor Dich hin grollst, dann bereite Dir mal den süßen Balsam zu, der lässt Dich leicht Deinen Ärger vergessen.
Süsser Balsam
150 ml Milch
1 Vanillestange, aufgeschlitzt und ausgeschabt
2 Messerspitzen Safranfäden, gemörsert
200 ml Schlagsahne, geschlagen
500 g Quark
3 Esslöffel Ahornsirup
Abgeriebene Schale einer Zitrone
Milch mit der Vanillestange und dem Vanillemark aufkochen. Den Safran zufügen und lange ziehen lassen, ruhig 3-4 Stunden.
Die Schlagsahne aufschlagen. Den Quark in eine Schüssel geben, die Safranmilch durch ein Sieb zum Quark geben, ebenfalls den Ahornsirup und die Zitronenschale.
Alles cremig gut vermischen. Zum Schluss noch die Schlagsahne in die Creme rühren.
Sauerkirschen mariniert:
150 g entsteinte Sauerkirschen
50 ml Grenadine
Die Sauerkirschen einige Stunden mit der Grenadine marinieren.
Anrichten;
Sauerkirschen auf vier Gläser verteilen und darauf die Safrancreme verteilen. Zwei bis drei Stunden kalt stellen, noch besser über Nacht kühlen. Mit einer Kirsche und Minzblatt dekoriert servieren.

Montag, 13. Januar 2014

Der Sommer der ein Winter war und nun das…

…genau umgekehrt, der Winter der ein Sommer ist. Ich weiß, im Moment rechnest Du nicht mehr mit einem richtigen Winter, genauso wenig wie Du hier und heute mit meinem Safran-Mandel-Kulfi gerechnet hast. Aber glaub mir, nicht nur mit mir musst Du immer rechnen, nein auch dass es jetzt in den nächsten Tagen kälter wird. Nee, bei mir ist weder ein Frosch mit Leiter eingezogen, noch ist mir zwischenzeitlich ein Hühnerauge gewachsen und im Wetterinstitut hab ich auch nicht angefangen.
Aber früher sagte man, das Wetter von USA ist 14 Tage bis 3 Wochen später bei uns. Na hoffentlich weiß das Wetter das auch und hat es im kommenden Sommer nicht vergessen, ich möchte dann bitte die Temperaturen von Florida haben.
Du glaubst ich spinne und will nur mal eben schnell mit Dir einen kleinen Smalltalk halten? Wochenlang melde ich mich nicht und jetzt plausche ich Dir die Ohren vom Wetter voll. Es ist ein ganz kleines bisschen anders, ich glaub ich brauche einen Ghostwriter. Ich denke ich stehe zu viel in der Küche. Die schönsten Dinge habe ich ausprobiert, Herrn GB habe ich verwöhnt mit Keksen, Kuchen, Süppchen, Salaten und was weiß ich nicht noch und ich komme einfach nicht zum Schreiben. Kaum habe ich Zeit mich an mein Schreibdingens zu setzen, schon kann ich mich nicht erinnern was ich da zusammengekocht hatte. Hübsche Bilder hab ich ja gemacht, aber was ist mit den Rezepten? Das war doch der Grund warum ich meinen Blog angefangen hatte zu schreiben. Ich wollte hier meine Rezepte sammeln! Gut dass ich mich daran erinnert habe sonst hätte ich jetzt mit Sicherheit auch dieses schöne Rezept von dem Safran-Mandel-Kulfi vergessen und das wäre wirklich eine Schande gewesen. Übrigens wenn Du nicht weißt was Kulfi ist, kann ich es Dir mal eben schnell noch erklären. Kulfi ist ein Milchdessert das gefroren und in Indien sehr verbreitet ist. Es ist eigentlich nichts anderes als ein milchhaltiges Parfait. Du brauchst keine Eismaschine und es ist einfach herzustellen.
Aber was mir aufgefallen ist, es wird überwiegend mit Kondensmilch gemacht. Natürlich kannst Du jetzt das Gesicht verziehen und dich schütteln, aber ob Du es glaubst oder nicht, es nicht auszuprobieren wäre echt schade, denn Du würdest wirklich etwas verpassen.
Safran-Mandel-Kulfi mit gerösteten Nüssen und marinierten Orangenfilets:
2 g Safranfäden
75 ml frische Milch
1 Esslöffel Reismehl (zur absoluten Not geht auch Speisestärke)
½ Esslöffel fein gemahlene Mandeln
225 g Kondensmilch (10%)
250 g Crème double
2 Esslöffel Zucker
2 Esslöffel gehackte Mandeln/Haselnüsse
2 Orangen
4 Esslöffel Orangenlikör
2 Teelöffel Honig
Die Safranfäden in einer Pfanne ohne Fett auf hoher Hitze anrösten, bis sie ihren Duft entfalten. Die Fäden sofort aus der Pfanne nehmen. Die Hitze reduzieren und in die Pfanne die frische Milch geben, den Safran wieder zufügen und erwärmen, bis sich am Rand kleine Bläschen bilden. 
Die Safranmilch gute 15 Minuten abkühlen lassen. Zwischenzeitlich die Kondensmilch unter Rühren erhitzen. Das Reismehl mit dem Zucker und den gemahlenen Mandeln vermischen, die Safranmilch durch ein Sieb in die Mandelmischung gießen und gut verrühren. Darauf achten dass keine Klümpchen in der Mischung zurückbleiben. Nun die Mehlmischung in die heiße Kondensmilch einrühren. Alles etwas abkühlen lassen und nun Crème double unterrühren. Die Mandelcreme auf kleine Formen verteilen und einige Stunden gefrieren lassen.
Die gehackten Mandeln oder Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett leicht goldgelb rösten und zur Seite stellen.
Die Orangen filetieren. Den Honig in dem Orangenlikör auflösen und über die Orangenfilets geben. Die Orangen gut durchziehen lassen.Das Kulfi mit den Orangenfilets auf Teller geben, mit den gerösteten Nüssen bestreuen, einen Hauch Zimtzucker auf die Orangen und solltest Du noch irgendwo ein Minzeblättchen haben, würde sich das auch noch sehr gut als Farbenspiel einbringen können.

Montag, 22. Juli 2013

Jetzt was kühles helles, Safran-Orangen-Drink…

…der Appetit auf Nahrungsaufnahme beschränkt sich bei 30°C Sommertemperaturen hier bei uns im Büdchen meistens auf flüssige Nahrung. So eine richtige Esslust kommt nicht auf, aber man kann sich ja auch nicht den ganzen Tag nur von Wasser ernähren. Auch wenn jede Tätigkeiten der Nahrungszubereitung immense Anstrengungen erfordern, etwas Einsatz muss man schon bringen. Wie heißt es doch so schön: Ohne Fleiß kein Preis.
Ich bin ja noch immer mit dem (Ge)Würze Buch beschäftigt, da sind so tolle Anregungen drin, ich glaube es wird sich zu meiner „Gewürzanregungsbibel“ entwickeln. Na, mal sehen. Aber der Orangendrink den ich heute vorstelle, wird es garantiert auf die Sommergetränkeliste schaffen. Wenn Du Lust hast probiere ihn doch einfach mal!
Safran-Orangen-Drink:
2 Messerspitzen Safranfäden
500 ml frisch gepresster Orangensaft
1 unbehandelte Orange
2 Esslöffel Ahornsirup
300 g Naturjoghurt
1 Esslöffelfrisch gepresster Limettensaft
1-2 Prisen Cayenne
1 Prise Salz
einige Eiswürfel
4 kleine Zweige Minze
Safranfäden im Mörser zerreiben, mit etwas Orangensaft vermischen und ziehen lassen. Orange heiß abwaschen, Schale in dünnen Streifen abschälen, Saft auspressen und zu dem anderen Orangensaft geben.
250 ml Orangensaft abmessen, mit dem Ahornsirup und der Orangenschale aufkochen und zu einem Sirup einkochen.Abkühlen lassen, Schale entfernen. Den Sirup mit Saft, Safranmischung, Eiswürfel und Joghurt zusammen in einen Blender (Standmixer) geben und kräftig mixen.
Mit Limettensaft, Cayenne und Salz abschmecken. Den Drink auf Gläser verteilen, die Minze gründlich reinigen und die Drinks mit der Minze verzieren.



Mittwoch, 26. Juni 2013

Ich gebe es zu, persisches Safranhuhn ist nicht regional…

…aber das Huhn kam aus der Region, nur die Gewürze nicht. Die Walnüsse hätte ich gerne aus der Region genommen, wenn ich nur wüsste wo im Ruhrgebiet ein Walnussbaum steht. Aber jetzt mal was Anderes, hast Du schon mal eine Sauce mit Walnüssen gebunden? Nicht? Dann solltest Du jetzt weiterlesen, denn Du könntest genauso viel lernen wie ich. Das Rezept das ich aufgegabelt habe stammt aus der Persischen Küche. Würzig aber unglaublich rund im Geschmack. Herr GB der einen sehr guten Geschmackssinn hat musste als Versuchskaninchen herhalten. Aber er konnte die einzelnen Zutaten nicht herausschmecken, die ganze Zeit schwärmte er lediglich von dem Zusammenspiel der einzelnen Komponenten.
Bisher war mir die Persische Küche nicht so geläufig, klar ist es mir bekannt, dass in der Persischen Küche edle Gewürze verwendet werden, aber dass ich schon mal ein Rezept nachgebastelt haben könnte, ist mir jetzt nicht bewusst. Dafür bin ich jetzt auf den Geschmack gekommen und ich werde wohl mal meine Augen nach einem Persischen Kochbuch aufhalten. Solltest Du den ultimativen Kochbuchkauftipp haben, nehme ich den natürlich auch gerne entgegen. Aber jetzt schau Dir mal das Rezept an, vielleicht gefällt Dir die Persische Küche ja auch.

Persisches Safranhuhn mit Walnuss-Chili-Sauce:
2 Chilischoten
3 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
100 g Walnusskerne fein gemahlen.
½ Teelöffel Safranfäden
4 Hähnchenbrüste
2 Esslöffel Olivenöl
Salz
Pfeffer schwarz, frisch gemahlen
200 ml Geflügelbrühe
200 ml Orangensaft
Kerne von einem ½ Granatapfel
1 Esslöffel brauner Zucker
½ Bund glatte Petersilie
Chilischoten entkernen und fein hacken. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken.

Safranfäden im Mörser zerreiben und mit zwei Esslöffeln warmes Wasser vermischen, ziehen lassen. Hähnchenfilets in einem Esslöffel Öl goldgelb anbraten, salzen, pfeffern und warm stellen. Restliches Öl in die Pfanne geben, Zwiebeln, Knoblauch und Chili darin andünsten. Walnussmehl zugeben und mit anrösten.

Brühe angießen und die Sauce etwas einkochen lassen. Nach und nach den Orangensaft zugeben und einkochen. Die Granatapfelkerne unterrühren und ebenfalls erwärmen.
Die Filets in die Sauce geben, mit einem Deckel abdecken und auf kleiner Temperatur gute 15 Minuten ziehen lassen. Die Sauce mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Zum guten Schluss noch die Petersilie fein hacken und untermischen. Das Gericht mit Reis anrichten.

NACHTRAG:
Nachdem schon alles gegessen geschrieben war, wurde ich von einer lieben Leserin auf Zorra´s Walnussevent aufmerksam gemacht. Das kann ich mir unmöglich entgehen lassen, vielleicht flattert mein persisches Huhn ja auch auf den Kalender. Auch wenn dieses Gericht irgendwie in jede Jahreszeit passt, denke ich, es ist so schön leicht, also wie ein richtiges Sommergericht.

Freitag, 19. August 2011

Safrannudeln mit Fenchel in Safran-Anis-Sauce mit Jakobsmuscheln und Garnelen

Fenchel ging bis neulich ja fast gar nicht...Hier im Büdchen ist es ja manchmal gar nicht so einfach etwas auf den Tisch zu bringen, gerade wenn es so in Richtung Gemüse geht. Das Gemüse von Herrn GB heißt Fleisch und das Fleisch von mir heißt Gemüse. Ist ja allgemein bereits bekannt, dass ich Herrn GB das eine oder andere unterjuble, aber es gibt auch Dinge mit denen geht das nicht. Entweder sie sind zu aussagekräftig in der Farbe, wie die rote Bete, oder zu dominant im Geschmack wie der Fenchel.
Beim letzteren habe ich das auf jedem Fall immer so gedacht. Im Gärtnerblog hatte ich den Aufruf von Sus zum Blogevent für August gesehen "Fenchel“ na klasse.
Garten-Koch-Event August 2011: Fenchel [31.08.2011]
Erst kam mir in den Sinn, ob man aus Fenchel vielleicht Sirup machen kann, denn es gibt ja auch Fenchelhonig, aber da ich ja nur dat Klärchen bin und keine Kräuterhexe, war dieser Gedanke auch schnell wieder verworfen. Aber es kann doch nicht sein, dass mir nichts einfällt, ich wollte doch so gerne mal wieder mitmachen. Es ist schon fast eine Katastrophe, mal bin ich zu spät, mal verfehlt die angesagte Zutat unseren Geschmack, mal fällt mir nichts ein! Dann plötzlich die Idee, ich brauche dominante Aromen. Herr GB mag Fenchelhonig, also musste es in die süßliche Richtung gehen. Anis ist auch sehr eigen, aber in Verbindung mit Fenchel wieder gefällig.
Cayennepfeffer bringt Schärfe. Schärfe mit süß kombiniert macht es wieder runder. Safran ist ein großartiges Gewürz, zwar auch sehr eigen, aber z.B. in Verbindung mit Nudeln sehr apart.
Jetzt hatte ich mein Gericht, Safrannudeln in Fenchel-Anis-Sauce mit Jakobsmuscheln und Garnelen. Soll ich euch was sagen, wenn ich dem Gatte Fenchel immer so serviere, wird er noch zum Fenchelfreund...
Die Safrannudeln habe ich von hier genommen und in Salzwasser gar ziehen lassen. Die Jakobsmuscheln und die Garnelen waren Pipifax, einfach nur mit Cayennepfeffer bestäubt und in etwas Butter mit Öl braten. Doch für die Sauce habe ich mir etwas mehr Zeit genommen.
250 g Safrannudeln
Pro Person 2 Jakobsmuscheln, idealerweise frisch
5-6 Garnelen pro Person
Zutaten für die Sauce:
2g Safranfäden
1 frische Fenchelknolle
3 Schalotten
2 cl Anislikör
Olivenöl
Butter
Salz, Pfeffer
Cayennepfeffer
1 gestrichener Esslöffel Gemüsebrühe als Pulver
150 ml Wasser
Schalotten schälen und in kleine Würfel schneiden. Ebenfalls die Fenchelknolle in kleine Würfel schneiden. Beides zusammen in etwas Butter andünsten. Mit dem Wasser und dem Anislikör ablöschen und die Gemüsebrühe zugeben. Die Safranfäden zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Alles ca. 15 Minuten einkochen.
Nudeln mit der Fenchelsauce, den Jakobsmuscheln und den Garnelen anrichten.


Mittwoch, 17. August 2011

Die Farbe der Rose, oder einfach nur Safrannudeln...

Nudeln könnte man ja hier im Büdchen zu allen Tages- und Nachtzeiten auf den Tisch bringen. Bevorzugt werden von den Schleckermäulchen natürlich die selbst gemachten. Was ich besonders schön an selbst gemachten Nudeln finde, ist die Individualität der Geschmacksrichtungen, des Aussehens, der Dicke, die Größe und auch die Länge.Nudeln färben hat etwas von -mit Farben panschen- gemein. Erinnerungen an meinen ersten Wasserfarbmalkasten kommen auf, aber auch an Stunden des Werkunterrichts, damals als es chic war mit Ton zu werkeln. Der Vielseitigkeit sind keine Grenzen gesetzt und es ist schon klasse mit Sepiatinte rumzumatschen, oder wie heute mit Safran zu färben. Spontan kam mir in den Sinn BVB-Nudeln zu machen, aber Herr GB würde evtl. dann das Essen boykottieren. Nur zur Info, BVB ist der Fußballbundesligaverein aus Dortmund. Welcher Verein ihm u. a. ans Herz gewachsen ist, sage ich hier lieber nicht. Verein hin oder her, ich habe mich dann doch nur auf die schöne gelbe Farbe beschränkt die hervorragend zu den Tischrosen passte.

Dass es dann doch noch ein buntes Essen wurde, erzähle ich Euch in den kommenden Tagen, heute gibt’s erstmal nur Safrannudeln...
200 g Hartweizengrieß (ich nehme natürlich das tolle Mehl das ich beim Italiener bekam)
1 Ei
1 Teelöffel Salz
2 g Safranfäden
4-6 Esslöffel heißes Wasser
Das Ei mit dem Mehl in eine Schüssel geben. Das Salz direkt in das Eigelb geben. Das verstärkt die Gelbe Farbe. Safranfäden Mörsern und mit 1-2 Esslöffel heißem Wasser zu einer Paste verrühren. Diese Paste ebenfalls zum Mehlgemisch geben. Alle Zutaten kräftig durchkneten bis man einen geschmeidigen Teig erhält.

Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie verpacken und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Die Kugel in 4 Teile schneiden und nacheinander durch die Nudelmaschine geben. In feine schmale Streifen schneiden (oder von der Nudelmaschine schneiden lassen) und die Streifen kräftig in Mehl wälzen. Mit einer zweizinkigen Gabel zu Nestern drehen und auf Backpapier trocknen lassen. Wenn die Nudeln komplett trocken sind sollte man sie gut verpacken. So sind sie trocken gelagert einige Wochen haltbar.
Kleiner Tipp: Diese Nudeln gekocht, anschließend in Butter geschwenkt, mit gedünsteten Cocktailtomaten serviert und bestreut mit fleur de sel ist ein absoluter Hochgenuß!