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Sonntag, 15. Mai 2016

Bei mir heißt der Spirali Lurchi, oder Zucchinispaghetti mit Erdbeeren und Honigdressing….

…nein, ich mache heute keine Werbung für irgendwelche Haushaltsgeräte, wobei es schon so einiges in der Büdchenküche gibt was mir sehr ans Herz gewachsen ist und viel zu selten benutzt, oder gar erwähnt wird.
Mein Lurchi ist kein Salamander er ist weder schwarz, noch hat er gelbe Flecke oder ist das Maskottchen eines Schuhherstellers, dessen Schuhe für Kinder geradezu Pflicht waren, also früher, wollte man "in" sein. Eltern die ihren Kindern und dessen Füße etwas ganz besonders Gutes tun wollten, kauften genau diese Schuhe und keine anderen. Obendrein gab es noch ein Heftchen für die Kinder mit den Abenteuern des Schuh-Lurchis. Na das alles ist für mich lange her und der Lurchi von dem ich heute erzähle ist von einer Firma mit fast demselben Namen und kann ganz super schöne Spaghetti aus Gemüse schneiden. Kompaktes Gemüse wie Gurken, Kartoffeln, Kohlraben, jegliche Art von Wurzelgemüse und natürlich die Zucchini eignen sich ganz hervorragend für dieses Gerät. Gemüsespaghetti sind derzeit eh der Renner. Außerdem ist es leichte Kost die sich im Sommer geradezu anbietet.
Neulich als es so warm war hatte man keine Lust auf großes Gedöns in der Küche, also ich auf jedem Fall nicht.
Wiedermal komplett ohne Plan zum Gemüsehändler und das am späten Nachmittag mitten in der Woche. Klar hat der so einiges im Angebot, aber vergleicht man das mit dem Angebot zum Wochenende, dann findet man freitags und samstags regelrechte Schätze vor. Mein Fang waren an diesem Tag Zucchini und Erdbeeren, nicht gerade die größte Ausbeute, aber schon einmal ein Anfang.
Der Fleischdealer (im Ruhrgebiet nennt man ihn auch Metzger) gleich in der Nähe hatte lächelnde Filetspieße in der Auslage liegen und wie Du sicher verstehst, wer so schön lächelt darf mit ins Büdchen.
Mit meiner Tagesbeute stürzte ich mich in die Küche und was dabei herausgekommen ist war ein Zucchinispaghettisalat mit Erdbeeren, Honigdressing und einem Filetspieß. Ach ja, und dann war da noch ein Rest der Käsecreme der neulich von der Tomatensuppe übriggeblieben ist.
Zucchinispaghettisalat mit Erdbeeren und Honigdressing (2 Personen)
Zutaten:
3 kleine Zucchini
250 g Erdbeeren
1 Esslöffel Rapshonig
3 Esslöffel Rapsöl
Saft einer Zitrone
2 Teelöffel rosa Pfefferbeeren
Pfeffer und Salz
Die Zucchini in Spagetti schneiden. Die Erdbeeren waschen und vierteln. Spagetti und Erdbeeren mischen.
Den Honig leicht erwärmen und mit den restlichen Zutaten kräftig mixen. Das Dressing erst ganz kurz vor dem Servieren über den Salat geben.
Als kleine Beilage gab es noch die restliche besagte Mozzarellacreme, etwas Brot und die lächelnden Fleischspieße.

Freitag, 15. Januar 2016

Was die Oma noch wusste - Hausmittel, oder Ingwer aufgepeppt…

…da kannst Du Dich jetzt drehen und wenden wie Du willst, der Ingwerwahnsinn geht hier im Büdchen weiter. Nach den sommerlichen Temperaturen im November und Dezember, zieht derzeit der Winter ein und ganz aktuell mit Schneefall. Draußen toben dicke Flocken vor meinem Fenster und ich sehne mich wie jedes Jahr, in der zweiten Woche vom Januar, nach dem Frühling. Sich im Januar nach dem Frühling sehnen hat im Büdchen Tradition. Irgendwie haben wir echt keine Lust mehr auf Winterküche, aber Zutaten für ein richtiges Frühlingsgericht sind auch noch nicht so wirklich auf dem Markt zu finden. Außerdem steckt in der kalten Jahreszeit hinter jeder kühlen Ecke die Erkältung. Eine der ganz üblen Zeitgenossinnen. Hinterhältig, arglistig und täuschend. Zack, liegst Du flach und quälst Dich mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Aber wir nicht – hoffe ich jetzt mal. Der Winter ist ja noch lang, wer weiß was uns noch erwartet. Soll ich Dir sagen warum? Weißt Du sicher schon, aber nur für den Fall wenn nicht, im Moment ist hier Ingwerwoche.
Ingwer ist bekannt für seine gesundheitlichen Wirkungen. Man spricht ihm zu bei Reiseübelkeit, nervösem Magen oder Verdauungsproblemen zu helfen. Durch seine Schärfe spendet er Wärme die wiederum bei der Erkältungsvorbeugung hilft. Der Stoffwechsel wird angekurbelt und das unterstützt das Immunsystem – sagt man.
Aber das alles ist zwar sehr interessant, hilft mir aber nicht wenn der Gatte Hunger hat. Und irgendwie ist es ja komisch, will der doch tatsächlich täglich etwas essen und dann steh ich da mit meinem kurzen Hemd meiner Ingwerwurzel und muss was Passendes finden. Etwas Leichtes, etwas Frisches, vielleicht etwas Fischiges. Gerade nach dem fleischlastigen Dezember keine schlechte Idee und nach Möglichkeit ohne Aufwand.
Räucherlachs ist ohne Aufwand. Avocado macht keine Arbeit, Ingwer und Chicorée sowieso genial schnell…...dachte ich.
Aus dem Lachs habe ich Röschen geformt, die Avocado, welch Wunder, musste für eine Creme herhalten. Diese Creme wurde mit geriebenen Ingwer aufgepeppt. Ich sag Dir jetzt schon, entweder du reibst den Ingwer und streichst ihn sofort durch ein Sieb, oder Du machst die ganze Avocadocreme fertig und streichst diese dann durch. Die erste Lösung ist auf jedem Fall kurzweiliger, aber wenn Du Beschäftigung brauchst, nimm die Zweite Variante. Das war der Harken am Rezept, also doch so ein ganz klitzekleines winziges bisschen Arbeit.
Durchs Sieb streichen würde ich den Ingwer aber unbedingt, es ist kein Vergnügen die Fasern des Ingwers auf der Zunge zu spüren, oder sogar die feinen Fäden zwischen den Zähnen zu haben. Außerdem geht der ganze Genuss flöten.
Schau Dir einfach mal das Rezept an, vielleicht ist es ja etwas für Dich. Die Erkältung, die Hinterhältige, die Du nicht haben willst, wird sicherlich kein Freund davon werden.
Lachsröschen an Avocado-Ingwercreme mit Chicorée:
250 g Räucherlachs (pro Person 3 dünne Scheiben)
2 Avocados
3 Esslöffel Crème fraîche
70 g fein geriebener Ingwer (durch ein Sieb gestrichen)
Saft einer Zitrone
2 Esslöffel Agavendicksaft
Salz und Pfeffer
2 Chicorée, in feine Streifen geschnitten
2 Esslöffel Balsamicoessig
1 Esslöffel Olivenöl
1 Esslöffel Honig
Von zwei Frühlingszwiebeln den grünen Teil, daraus 12 Blätter schneiden.
Salz und Pfeffer
Avocado mit Crème fraîche, Zitronensaft, Agavendicksaft und dem geriebenen Ingwer cremig pürieren und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Aus Balsamicoessig, Olivenöl und Honig ein Dressing rühren, ebenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Auf Teller den Chicorée anrichten und mit dem Balsamicodressing beträufeln.
Den Lachs in Röschen aufrollen und auf jeden Teller drei Röschen um den Salat drapieren. An die Röschen jeweils die Blätter aus den Frühlingszwiebeln anlegen.

Zu dem Salat die Avocadocreme und etwas Brot reichen.

Montag, 16. März 2015

Neulich bei der Schnitzeljagd oder Polentaschnitzel auf wildem Salat…

…letztens war ja diese Schnitzeljagd beim Peter und ich ließ es mir nicht nehmen und habe auch ein Schnitzel geliefert. Ein schönes zartes Kalbsschnitzel, der Gatte hatte seine helle Freude. Ein Schnitzel mit Wildsalat und Polentanocken kombiniert. Wie immer wenn es im Büdchen Polenta gibt, habe ich immer ungewöhnlich viel übrig. Ich verschätze mich da regelmäßig. Kannst Dir sicher vorstellen, dass es mir unmöglich war die restliche Polenta einfach mal so zu entsorgen.
Als erfahrener Büdchenleser weißt Du, Herr GB liebt Schnitzel!
Die restliche Polenta hatte ich in eine flache Schale, die ich vorher mit Frischhaltefolie ausgelegt hatte, gestrichen.
Über Nacht konnte die Polenta abgedeckt aushärten, um am nächsten Tag fest genug zu sein, um sie ausstechen zu können.
Okay, ich hatte jetzt keinen Schnitzelausstecher, aber ein Dessertring hat auch gute Dienste geleistet.
Also mit einem Dessertring wurde die Polenta ausgestochen und in ein aufgeschlagenes Ei gegeben. Gut mit Ei überzogen und anschließend rundherum mit Paniermehl bestreut. In einer Pfanne hatte ich bereits Butterschmalz erhitzt, in das ich die panierten Polentaschnitten legte und rundherum goldgelb, ebenso wie die Kalbsschnitzel, gebraten habe.
Den Salat habe ich genau wie hier gemacht, aber da denke ich, solltest Du ganz nach Deinem Gusto handeln.
Den Salat habe ich zusammen mit den Polentaschnitzel auf Teller angerichtet und Herrn GB servieren. Auch wenn ihm sofort auffiel dass es eindeutig keine Kalbsschnitzel waren, hat es ihm trotzdem sehr gut geschmeckt und als vegetarisches Gericht darf ich es ihm bei Gelegenheit durchaus mal wieder vorsetzen. Ging doch schnell und ist obendrein auch noch eine perfekte Polentaverwertung, oder?

Dienstag, 26. August 2014

Parmesanflan, die Käsewoche geht weiter…

…wie Du hier gelesen hast habe ich seit neuestem einen sizilianischen Käsedealer. Bei Giovanni bekomme ich nicht nur Burrata sondern auch erstklassigen Parmesan. Natürlich am Stück und der wird ganz nach Belieben gerieben oder auch Stückeweise gebrochen. Ebenso wie man ihn gerade braucht bzw. bevorzugt. Laut Giovanni ist er Monateeeee im Kühlschrank haltbar, aber es ist noch nie dazugekommen Giovannis Aussage auf die Probe zu stellen. Höchstens zwei Wochen hat bisher mal ein Stück überlebt, aber dann auch nur weil er weder Herrn GB noch mir in die Hände gefallen ist, also der Käse, nicht der Giovanni. Kaum zu glauben, dass Herr GB früher Käse komplett verschmäht hat, noch nicht einmal zerlaufen auf der Pizza hätte ihn der Käse locken können.
Diese käsefreie Zeit war echt Käse, keine Planung für eine Käseplatte nach Käseuhr oder Spagetti mit Spänen der Käseknolle, selbst ein Nudelauflauf mit zerlaufenen Käse überbacken, wie es heutzutage von Herrn GB geliebt wird, hätte zum Käseeklat geführt. Damals hätte Giovanni wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und etwas von nicht genussfähige Deutsche gefaselt, wir hätte nie wieder seinen Laden betreten dürfen und Italienische Genüsse wären uns zeitlebens verschlossen geblieben, auf jedem Fall die, die Giovanni in seinem Laden hat.
Doch zum Glück ist alles anders gekommen und in dem genussreichen Leben mit Herrn GB habe ich ihm dann irgendwann so peu à peu Käse untergeschoben. Angefangen habe ich mit Frischkäse, den ganz Milden. Es folgte zarter Butterkäse, natürlich auch der Milde usw. bis er sich irgendwann an die Kräftigen traute. Erst nur ein kleines Fisselchen, dann mal ein etwas Größeres bis heute immer etwas mehr und jetzt ist der Tag gekommen, ich serviere einen Käseflan um genau zu sagen einen Parmesanflan. Kräftig im Geschmack, cremig in der Konsistenz und in Verbindung mit Ruccola und Tomaten eine frische Vorspeise. Ach übrigens, Tomaten gingen früher auch nicht und von dem bitteren Ruccola will ich erst gar nicht reden…
Parmesanflan:
2 Schalotten
2 Esslöffel Butter
200 g Champignons
1 Zehe Knoblauch
Salz und Pfeffer (frisch gemahlen)
50 g schwarze Oliven
1 Zweig Zitronenthymian
80 g Parmesan
4 Eier
200 ml Milch
Muskatnuss frisch gerieben
Schalotten schälen, fein hacken und in der Butter weich dünsten. Die Champignons putzen, in kleine Würfel schneiden, und zu den Schalotten geben. Knoblauch schälen, auch fein hacken und zusammen mit Salz und Pfeffer zu den Champignons geben. Alles zusammen solange dünsten bis die ganze Flüssigkeit verdunstet ist.
Zwischenzeitlich die Oliven fein hacken und mit dem abgezupften Thymianblättchen zu den Pilzen geben. Alles etwas abkühlen lassen. Den Parmesan darüber reiben.
Souffléförmchen mit Butter einfetten.
Die Eier mit der Milch verquirlen und unter die Pilzmischung geben. Noch mit Muskatnuss würzen. Die Pilzmasse in die Förmchen füllen und mit Alufolie abdecken. Im Dampfgarer bei 90° C die Masse 30 Minuten stocken lassen. Kann auch im Backofen gemacht werden. Da musst Du in die Bratenpfanne Wasser füllen und die Förmchen hineinstellen. Bei 160° C Umluft ebenfalls 30 Minuten garen.
Die Flan etwas abkühlen lassen mit einem spitzen Messer vom Rand lösen und stürzen.
Die Flan auf Ruccola und mit Cherrytomaten anrichten.

Freitag, 1. August 2014

Der Salat wächst, die Pilze sprießen…

…und die Quote steigt. Im letzten Jahr im Juli waren es 39Komma-dingenskirchen und in diesem Monat, also ein Jahr später 54,8 %, na das nenne ich doch mal eine Steigerung. Woran das wohl liegt!? Ach Du weißt gar nicht von was ich hier gerade rede? Na von der Männerquote hier bei mir im Büdchen, also um genau zu sagen die männlichen Leser hier auf meinem Büdchen-Blog. Die Analyse hat es gezeigt. Ich sehe das zwar alles eher als einen Spaß an, aber ich frage mich was ist neuerdings für die männlichen Wesen so interessant an meinem Blog. Also, ich und meine Statistik freuen sich ja über jeden Click, aber wenn sich hier jetzt schon mehr Leute des anderen Geschlechts tummeln, dann will ich Ihnen ja auch was bieten. Und wenn wir mal ehrlich sind, schauen wir uns doch auch eigentlich nur das an, für das wir uns brennend interessieren, wieso sollte ich sonst immer wieder dort nachsehen und schnüffeln ob es etwas Neues gibt.
Also will ich die steigende männliche Leserschaft nicht enttäuschen und Euch mein zauberhaftes, von Herrn GB eigens für seinen Sonnenschein, also mich sein Klärchen, gebautes Gewächshaus zeigen.
Das A und O in meiner Küche sind die frischen Kräuter und die werden in solchen Mengen hier verarbeitet, so schnell kann man sie gar nicht heranschleppen. Also habe ich etwas gequengelt und bin Herrn GB  mit meinem Wunsch auf die Nerven gegangen. Frische Kräuter haben wir immer im Sommer, aber durch die unterschiedlichen Wetterlagen leiden sie auch sehr und sind schnell verbrannt oder haben bei Sturzregen zu viel Wasser abbekommen.
Mein Schatz hatte ein offenes Ohr für mich, las in meinen Augen im Prospekt und hat das Dingen für mich und die Kräuter gebaut.
Der fast ungenutzte Schlafzimmerbalkon wurde also umgestaltet. An die Brüstung hat mir mein Goldstück Balkonkästen angebracht, da wächst mein Salat, ach was sag ich, der sprießt da wie verrückt und in luftiger Höhe hat er auch Ruhe vor den Schnecken.
Im Häuschen gedeihen die Kräuter, die Tomaten und die Paprika, jetzt wird noch ein etwas größerer Kübel angeschafft, weil ich von einer ganz lieben Freundin Samen für „ewigen Lauch“ bekommen habe. Aber das mit dem Kübel weiß Herr GB noch nicht, davon werde ich ihn am Wochenende, wenn wir im Blumenmarkt sind, überzeugen.
Weil ich so stolz auf meinen Salat bin muss ich Euch das Grünzeug doch unbedingt mal präsentieren.
Gebratener Lachs an Salat und marinierten Pfifferlingen:
300 g Pfifferlinge
2 Schalotten fein gehackt
1 Esslöffel Olivenöl
50 ml Gemüsebrühe
3 Esslöffel weißen Balsam-Essig
3 Esslöffel Traubenkernöl
3 Esslöffel fein geschnittenen Schnittlauch
Pfeffer und Salz
Pfifferlinge sehr  sorgfältig säubern. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Pilze zusammen mit den Schalottenwürfeln im Olivenöl anbraten und mit den Gemüsebrühe ablöschen. Die Pilze gar ziehen lassen in eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen.
Wenn die Pilze gut abgekühlt sind können nun der Essig, das Traubenkernöl und die Schnittlauchröllchen zugegeben werden. Alles gut durchmischen und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Die Pilze einige Stunden, oder noch besser über Nacht marinieren.
Dazu ein Stück Lachsfilet braten und zusammen auf frischen Salatblättern anrichten. Für den Salat brauchst Du kein weiteres Dressing machen. Die Marinade der Pfifferlinge ist sehr geschmackvoll und völlig ausreichend.

Montag, 27. Januar 2014

Für mich soll´s täglich Rosen geben…

…naja täglich ist übertrieben, aber so gelegentlich nur schon alleine wegen dem Gesundheitswert hab ich sie schon ganz gerne auf dem Teller. Du glaubst ich stecke im Winterblues und vor lauter Verzweiflung esse ich jetzt schon Rosen?
Ja ich esse Rosen, aber nur die hübschen Köhlchen vom Rosenkohl. Das Wintergemüse das um einiges Vielseitiger ist als so manch einer  weiß.
Ganz klassisch gekocht und in Butter mit Brösel geschwenkt hat er in den meisten Küchen einen Stammplatz. Auch in weißer Milch- oder Sahnesauce ist er landesweit bekannt. Doch ich denke die wenigsten kennen ihn als Salat mit Öhrchennudeln.
Eine ganze Tüte mit Orecchiette lag noch im Schrank, handgefertigte aus Meran. Du weißt, ich liebe Südtirol und Meran sowieso und die kulinarischen Genüsse springen förmlich automatisch dort in mein Gepäck um zuhause verspeist zu werden.
Die Kombination von Rosenkohl und Nudeln ist für Italien nicht wirklich ungewöhnlich. Hier im Ruhrgebiet wüsste ich jetzt kein Rezept in dem Rosenkohl und Pasta vereint wurden. Dann wird es ja wohl Zeit, oder was meinst Du?
Rosenkohl ist regional. Kein Garten der früher von den Bergmannsfamilien betrieben wurde, wäre ohne Rosenkohl ausgekommen. Als Kind habe ich ihn nicht wirklich gemocht, doch meine Mutter hat mit etwas Zucker im Kochwasser getrickst und er wurde milder. Die heutigen Züchtungen haben längst nicht mehr die ausgeprägten Bitterstoffe die er früher hatte. Eigentlich sehr schade, denn gerade die Bitterstoffe in unserem Gemüse sollen so wichtig für Leber und Galle sein, weil diese die Gallenproduktion ankurbeln und das wiederum sehr wichtig für den Stoffwechsel wäre.
Gesunde Inhaltsstoffe her oder hin, es muss schmecken und ich denke, hätte meine Mutter mir früher den Rosenkohlsalat serviert den ich Dir heute präsentiere, wäre meine Lieblingsspeisenkarte mindestens um diese Gericht erweitert worden.
Rosenkohlsalat mit Öhrchennudeln
400 g Rosenkohl
250 g Orecchiette
75 g getrocknete Tomaten
2 Knoblauchzehen
50 g geriebenen Parmesan
50 g geröstete Pinienkerne
2 Schälchen Kresse
3 Esslöffel Olivenöl
4 Esslöffel Gemüsebrühe
Saft ein ½ Zitrone
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Einige rosa Pfefferbeeren für die Dekoration
Rosenkohl putzen und in Salzwasser garen. Ebenfalls die Orecchiette bissfest garen.
Die Tomaten fein würfeln und die Knoblauchzehen fein hacken. Gekochten Rosenkohl, gegarte Nudeln, Tomatenwürfel, Knoblauch, Parmesan und geröstete Pinienkerne vermischen.
Aus Olivenöl, Gemüsebrühe, Zitronensaft, Salz und Pfeffer ein Dressing herstellen. Das Dressing über die anderen Salatzutaten geben und alles vermischen. Die Kresse schneiden und ebenfalls zum Salat geben. Mit den Pfefferbeeren betreut auf Teller anrichten.
Mit einem kühlen Weißwein serviert ist es ein herrliches Gericht.

Dienstag, 14. Januar 2014

Kabeljau im Winter auch als Skrei bekannt…

…ist immer wieder total lecker. Wieso heißt er eigentlich Skrei, das hab ich mich ja so einige Male gefragt. Du kennst diese wiederkehrenden Fragen, die Dir einfach keine Ruhe lassen und Dir permanent im Kopf herumschwirren bis Du Dir endlich die Mühe gemacht hast und dem Geheimnis auf die Schliche gekommen bist? Ich habe für mich und auch für jeden den es interessiert das Rätsel gelöst.
Der Skrei ist ein Winterkabeljau und wird in Norwegen Skrei genannt. Er hat ein wundervoll zartes und ein sehr weißes, festes Fleisch. Das kommt daher, weil er eine lange Reise hinter sich hat. Wenn er ab Januar im Gewässer rund um die Lofoten ankommt ist er durchtrainiert. Schwimm Du mal jeden Tag! Seine Reise hat er hoch oben im Norden, in der kalten Barentssee, angetreten. Ich denke er wird wissen wie sehr er erwartet wird, zumal er im Januar den kulinarischen Höhepunkt des norwegischen Winters darstellt.
Soll ich Dir sagen was Skrei bedeutet? Es soll Wanderer heißen! Macht ja irgendwie Sinn zumal er ja auch eine ganze Ecke auf Achse ist. Tja und wie schon erwähnt, wenn er dann in den Lofotengewässern plantscht, freuen sich alle da oben und  nicht zuletzt auch wir hier unten. Er ist bekannt, mittlerweile weit über die Grenzen von Norwegen und beliebt ist er auch. Und was meinst Du was den kulinarischen Höhepunkt hier im Büdchen darstellte?
Genau, es gab den zarten, weißen Winterkabeljau, denn Wanderer, im Salat und zwar lauwarm. Sicher ganz anders als Du Dir vorstellen kannst. Ich habe ihm mediterrane Zutaten, wie Oliven und Kapern zugemutet. Und Herrn GB der keine Oliven ist, hat er ausgezeichnet geschmeckt. Sogar die aromatischen schwarzen Kalamataoliven hat er in den höchsten Tönen gelobt. Ich sag ja, auf die Zutaten und die Kombination kommt es an, dann eroberst Du Herzen im Sturm. Der Skrei die Norweger und ich Herrn GB….
Lauwarmer Kabeljausalat:
Pro Person 100 g Kartoffeln, vorwiegend mehlig
Pro Person 100 g Kabeljau, im Winter natürlich Skrei
Pro Person 10 g Kapern
Pro Person 5 Kalamataoliven, schwarz ohne Stein
Pro Person 40 g kleine rote Zwiebeln, (ich habe die Zwiebeln im Asialaden gekauft, das ist eine spezielle Sorte)
Saft einer frischen Zitrone
Salz, Pfeffer, frische Petersilie gehackt, Olivenöl, Butter
Friséesalat,
Feldsalat
Portulakblätter
Die Kartoffeln in der Schale kochen, pellen und in Achtel teilen. Die Oliven in kleine Stücke schneiden und zusammen mit den Kartoffeln und Olivenöl braten ohne dass die Kartoffeln Farbe bekommen.
Den Kabeljau in einer Pfanne in heißer Butter garziehen lassen.
Die Zwiebeln in einer weiteren Pfanne mit etwas Butter glasig dünsten.
Die Kapern fein hacken und zusammen mit dem Zitronensaft, mit Pfeffer und Salz vermischen.
Den Salat waschen und auf Teller verteilen. Das Zitronendressing auf den Salat verteilen, die Kartoffeln mit Oliven, die glasigen Zwiebeln und den Kabeljau auf den Salat geben.
Das Fett von den gebratenen Kartoffeln, wie auch das Fett von den Zwiebeln ist völlig ausreichend.

Sonntag, 17. November 2013

Letzter Tag in dieser Woche, letztes Buch in dieser Woche...

Alle Rechte: Ariane Bille
Ich weiß, ich bin spät dran, heute ist der letzte Tag für eine Buchvorstellung. Also das soll nicht heißen, dass jetzt keine Bücher mehr ins Büdchen einziehen, oder sogar nicht mehr gelesen werden! Nur bei der Vorstellung wird mir schon ganz schlecht. Nein, im Rahmen der Buchwoche "jeden Tag ein Buch" ist heute der letzte Tag für eine Buchbesprechung.
Für heute habe ich mir ein Buch von Angelo Sosa ausgesucht. Mit dem Titel "Geschmack entscheidet" ist es im Jan Thorbecke Verlag erschienen und an dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich für die Unterstützung des Verlages bedanken.
Es ist ein Buch das sich mal so ganz von anderen Kochbüchern abhebt. Es heißt wohl nicht umsonst im Untertitel „Meine außergewöhnliche Aromenküche“
Die Rezepte sind geprägt von asiatischen Zutaten bzw. Gewürzen. Ganz klar Angelo Sosa beweist in diesem Buch schon dass er eine DER Kochgrößen ist. Vielfältige Kombinationen die man sonst nirgends findet, werden in diesem Buch geballt geliefert. 
Alain Ducasse hat das Vorwort zu diesem Werk verfasst. Na wenn das kein Zeichen ist. Es muss wohl schon etwas ganz besonderes sein, wenn Alain Ducasse sich die Zeit dafür nimmt.
Wie auch schon Herr Ducasse bemerkte, wurde jedes Rezept mit einer kleinen Geschichte begleitet und steht unter dem Stern der Kreativität.
Die ansprechenden warmen Fotos wurden von William Brinson beigesteuert.
So machen nicht nur die Rezepte Appetit.
Der Aufbau der Lektüre ist mal so ganz anders, was mich im ersten ansehen zwar etwas überraschte, aber wenn man sich mit dem Konzept befass, durchaus Sinn macht.
Nach dem Vorwort und der Einleitung geht es mit süß weiter. Falls Du jetzt glaubst die Desserts kommen als erstes, liegst Du falsch. Süß ist nicht gleichzusetzen mit Dessert, sondern es geht lediglich um den Geschmack süß. Hier findest Du eine Süße Tomatensuppe mit Currysahne oder Gegrillte Entenbrust mit Honig-Pfeffer-Glasur.
Nach süß kommt salzig, rauchig, bitter, sauer, umami, scharf, erdig und zum guten Schluss nussig.
Gleich am Anfang in den Rezepten findest Du neben den Portionsangaben die Zubereitungszeit und Angaben zum Geschmack. Hier werden von Herrn Sosa immer drei Angaben gemacht die den Geschmack in dem folgenden Gericht bestimmen.
Hühnchen in Soja-Tee-Marinade wird von umami-erdig-duftend bestimmt.
Nach den genannten Angaben folgt immer die bereits schon erwähnte kleine Geschichte. Immer sehr interessant und informativ.
Ebenfalls die Rezepte selbst, sie sind gut beschrieben und die Erklärungen sind ausführlich und detailliert.
Allerdings habe ich auch eine Anmerkung die mir weniger gut gefällt. In einigen Rezepten wird bei Zutaten auf ein anderes Rezept verwiesen und oft findet man dort eine Beschreibung wie die Zutat hergestellt wird. Das finde ich eher unpraktisch denn im schlimmsten Fall muss ich erst einmal ein Rezept nacharbeiten um ein anderes Gericht zubereiten zu können.
Das schmale Hochkantformat ist ungewöhnlich 28,8 x 17,8 x 2,2 cm und mit einem Hardcover im zusätzlichen Schutzeinband.
Es hat 208 Seiten und die ISBN: 978-3799503792 und wie schon erwähnt, im Jan Thorbecke Verlag erschienen.
Das sympathische Buch endet mit einem alphabetischen Register und letztendlich mit Danksagungen an, ihm wichtige, Wegbegleiter.
Ich habe mich für ein Rezept mit dem Geschmack bitter-säuerlich-kräuterwürzig entschieden.
Würdest Du bei dieser Geschmacksvorgabe auf Kartoffelsalat tippen? Ich hätte es nicht vermutet, aber ob Du es glaubst oder nicht, es ist einer der besten Kartoffelsalate die ich bisher gegessen habe.
Also im Büdchen gibt es ja selten Wiederholungen, aber dieser Salat steht auf der Liste für Wiederholungstäter. Probier es aus, Du wirst mir sicher zustimmen.
Kartoffelsalat mit Senfkörnern und Dill:
450 g mehlige Kartoffeln (war für mich ungewöhnlich, ich verwende gewöhnlich festkochende)
Meersalz
55 g Butter
3 Esslöffel gelbe Senfkörner
3 Esslöffel Dijon-Senf
2 Esslöffel Mayonnaise
60 ml Reisessig
2 Esslöffel Zucker
50 g fein geschnittene Schalotten (oder feinwürzige rote Zwiebeln)
3 Esslöffel fein gehackter frischer Dill und einige Dillspitzen für das Anrichten.
Die Kartoffel mit der Schale im Salzwasser ca. 20 Minuten gar kochen. Kartoffeln abgießen, abkühlen lassen, pellen, in Stücke (Scheiben) schneiden und abgedeckt zur Seite stellen.
Die Butter in einer kleinen Pfanne zerlassen und die Senfkörner darin rösten bis sie anfangen aufzuplatzen.
Die Butter mit den Senfkörnern in eine Schüssel geben. Den Senf und die Mayonnaise ebenfalls zugeben. Alles zusammen über die Kartoffeln geben und vermischen. Den fein gehackten Dill ebenfalls unter die Kartoffeln mischen
Nun den Zucker mit Salz und dem Essig gründlich verrühren bis sich der Zucker und das Salz aufgelöst haben. Die fein geschnittenen Schalotten in das Essiggemisch geben und ziehen lassen. Nach einiger Zeit die Schalotten herausheben und zu den Kartoffeln geben.
Mit einigen Dillspitzen anrichten. Wir haben den Salat mit klassisch paniert gebratenen Kabeljau gegessen, ich denke schon alleine wegen dem Senfgeschmack passt gebratener Fisch hervorragend. Ein Glas spitziger Weißwein macht diesen Gang rund.