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Montag, 11. Juli 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 23 am Sonntag das Finale, das Rennen machte Portugal und Frankreich…

…und für den Verlierer gibt es aus dem Büdchen ein Dessert. Einen süßen Balsam, so heißt die Creme eigentlich. Es ist eine Safrancreme mit Sauerkirschen. Die tut der Seele gut.
Aber seien wir doch mal ehrlich, glaubst Du Frankreich und Portugal wären soweit gekommen, hätte ich nicht für sie gekocht!? Gleich am Anfang der EM bekamen die Franzosen ein fantastisches Entrecote, damit habe nicht nur ich den Startschuss gemacht. Damit startete die Glückssträhne von den Franzosen.
Aber auch die Portugiesen wurden von mir verwöhn und zwar ganz gewaltig.
Erst mit Feijoada de Marisco und dann mit den sündhaft schmackhaften Vanilletörtchen Pastel de Nata.
Jetzt ist die EM vorbei und nach der EM heißt vor der WM. Auch wenn die erst 2018 ist, aber der Mensch braucht Ziele und Pläne. Mein Plan ist wieder zu kochen, dann wird es etwas komplexer, denn dann kommen Produkte bzw. Speisen aus der ganzen Welt in den Pott. Na warten wir mal ab, ich habe ja Zeit und kann vorher noch ins Trainingslager gehen, machen die Spieler ja auch.
Eins ist jedoch sicher, ich werde mich besser vorbereiten, die Rezepte frühzeitig sammeln, die Zutaten rechtzeitig besorgen und genügend Zeit fürs Kochen nehmen.
Ich bin schon voller Tatendrang, aber solltest Du noch etwas die Wunden lecken müssen weil Du noch zerknirscht vor Dich hin grollst, dann bereite Dir mal den süßen Balsam zu, der lässt Dich leicht Deinen Ärger vergessen.
Süsser Balsam
150 ml Milch
1 Vanillestange, aufgeschlitzt und ausgeschabt
2 Messerspitzen Safranfäden, gemörsert
200 ml Schlagsahne, geschlagen
500 g Quark
3 Esslöffel Ahornsirup
Abgeriebene Schale einer Zitrone
Milch mit der Vanillestange und dem Vanillemark aufkochen. Den Safran zufügen und lange ziehen lassen, ruhig 3-4 Stunden.
Die Schlagsahne aufschlagen. Den Quark in eine Schüssel geben, die Safranmilch durch ein Sieb zum Quark geben, ebenfalls den Ahornsirup und die Zitronenschale.
Alles cremig gut vermischen. Zum Schluss noch die Schlagsahne in die Creme rühren.
Sauerkirschen mariniert:
150 g entsteinte Sauerkirschen
50 ml Grenadine
Die Sauerkirschen einige Stunden mit der Grenadine marinieren.
Anrichten;
Sauerkirschen auf vier Gläser verteilen und darauf die Safrancreme verteilen. Zwei bis drei Stunden kalt stellen, noch besser über Nacht kühlen. Mit einer Kirsche und Minzblatt dekoriert servieren.

Freitag, 2. September 2011

Ich liebe meine höfliche Familie…

Neulich ist Herr GB mit dem Pilzschwager auf Pilzsuche gegangen. Im Schlepptau mit Theo, dem Hofhund und dem Schwager seine Tochter. Die Schwägerin und die Liebste von Herrn GB haben aufs Haus aufgepasst. Tja aber die haben nicht nur aufgepasst, die durften auch kochen. Irgendwie war das Ganze geschickt eingefädelt. Zeitsprung eine Woche zurück: Der Pilzschwager fragt nach einem Rezept für eine Rehkeule. Das Rezept war schnell gefunden, nun noch fix rüber schicken und fertig. Aber dann versagte die Technik. Das ist ja immer so, soll es mal schnell gehen, geht nichts! Eigentlich wollte ich das Rezept zum Schwager faxen, wie gesagt, ging es nicht. Dann hab ich das Scannen versucht, ging auch nicht. Zu guter Letzt musste dieser dösige Drucker neu installiert werden. Zwischenzeitlich rief der Schwager nochmal an und hatte die glorreiche Idee uns für kommenden Samstag einzuladen und das Rezept gleich mitzubringen. Coole Idee. Dann habe ich vorgeschlagen auch alles andere mitzubringen wie benötigte Kochzutaten, Gewürze und Beilagen. Auch eine coole Idee, fand der Schwager und wurde auch sofort angenommen. Irgendwie reihte sich dann noch die Idee des Pilze suchen ein und schwupp wurde mir die Keule anvertraut.
Ich kann aber auch echt Glück haben! Die Pilzesucher waren im Wald, die Schwester von Frau GB mit Gemüse klein schnippeln beschäftigt und ich machte mich mit einem fremden Backofen bekannt. Jeder der die Tücken eines fremden Backofens kennt weiß jetzt was ich meine. Tja was soll ich sagen, die Anderen hatten mindestens genauso viel Glück wie ich und zwar dass ich die Keule nicht komplett versemmelt habe. Ich hatte zwar den Eindruck sie wäre etwas trocken gewesen, aber die Tischgesellschaft hat das vehement abgestritten. Es war sooo lieb wie sie mir mehrfach versicherten, dass echt alles lecker schmeckt und dass wirklich nichts trocken geworden ist und die Sauce aromatisch ist und, und, und…. Ach, ich liebe meine höfliche Familie und sie Rehkeule mit viel Sauce…

Eine Rehkeule (die vom Schwager war locker 3,5 Kg)
Pfeffer, Thymian, Wachholderbeeren, alles gut gemörsert
Einige hauchdünn geschnittene Scheiben fetten Speck
1 große Zwiebel grob gehackt
2 Stangen Lauch in grobe Stücke geschnitten
2-3 Möhren, ca. ¼ Sellerieknolle beides gut geputzt und ebenfalls in grobe Stücke geschnitten.
1 großes Bund glatte Petersilie gehackt
ca. 250 ml trockener Rotwein
250 ml Wasser
2-3 Esslöffel Butter
Die Rehkeule mit den Gewürzen einreiben und mit dem Speck umwickeln, nun in einen Bräter legen. Das Gemüse inklusiv der Petersilie zufügen und das Fleisch damit bedecken, obenauf noch einige Butterflocken setzen. Mit einem kleinen Teil Rotwein angießen. Den Backofen auf 240°C vorheizen, die Keule im Bräter mit einem Deckel abdecken und in den Backofen geben. 25 Minuten bei hoher Hitze braten. Nun die Hitze reduzieren und auf 180°C herunterschalten. Auf dieser Temperatur die Keule gut 90 Minuten im geschlossenen Bräter garen, dabei gut alle 10 – 15 Minuten abwechselnd mit Rotwein und Brühe übergießen. Nun noch 20 bis 30 Minuten weiter garen, jedoch ohne Deckel, den Speck von der Keule nehmen damit die Keule braun wird. Die Keule heraus nehmen und in Alufolie geben und ruhen lassen.
Den Sud mit dem Gemüse durch die flotte Lotte geben und in einem Topf für die Sauce auffangen. Für die Sauce: 300 g Sauerkirschen entsteint 2-3 Esslöffel Wasser 125 ml Rotwein Korianderkörner zu feinem Pulver zermörsert 250 ml Wildfond auf 50 ml reduziert 50 g Schwarzbrotbrösel Pfeffer und Salz Kirschen mit dem Wasser aufkochen und den Saft, der dabei entsteht, zu dem Sud von der Rehkeule geben. Ebenfalls den Wein und den Wildfond zum Sud geben. Die Schwarzbrotbrösel einrühren und alles zusammen aufkochen.
Die Sauce etwas einkochen, mit Korianderpulver, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Kirschen in die Sauce geben und kurz mit erhitzen. Die Rehkeule in Scheiben schneiden mit Beilagen und der Sauce anrichten. Bei uns gab es Semmelknödel und Polenta dazu.