Posts mit dem Label Scamorza werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Scamorza werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 15. Juli 2016

Kartoffeln oder Pizza, oder Kartoffelpizza mit Scamorza…

…so kurz vor dem Wochenende stellt sich wieder die berühmte Frage was bringe ich auf den Tisch, oder mit was könnte ich den Gatten gaumentechnisch verwöhnen.
Normal würde sich mir die Frage gar nicht stellen, denn es ist Sommer und normal ist Grillzeit. Grillen ist Sache von Herrn GB, aber der will bei Regen nicht raus und das Wetter ist in diesem Jahr sehr beständig, es regnet täglich und zwar ganz unvorhergesehen. Plötzlich ohne Vorankündigung zieht es sich zu und zack steht Du im dicksten Regenschauer. Wie gesagt, darauf hat der Gatte keine Lust und mit Regenschirm grillen findet er doof, ich auch.
Dabei hätte ich dieses Jahr so schöne Grillrezepte die ich unbedingt mal ausprobieren müsste. Ist mir eh aufgefallen, dass ich noch nicht viele Grillrezepte gebloggt habe. Okay, das eine oder andere, aber jetzt mal ehrlich, es gibt so viele Grillbücher, die könnten ganze Bücherregalreihen füllen und da soll bei mir im Büdchen bei 4 Rezepten schon das ganze Pulver verschossen sein!? Niemals, aber ich weigere mich im Backofen zu grillen, nur um meine Grillnachbastelliste abzuarbeiten. Nee, lieber mache ich Pizza.
Jetzt muss ich gestehen, in einem Nachbarort gibt es eine Pizzeria, die machen so eine geniale Pizza, da lohnt es sich eigentlich nicht sich selbst in die Küche zu stellen, es sei denn, man möchte eine Kartoffelpizza essen. Ja, Du hast richtig gelesen, Kartoffelpizza. Eine Kartoffelpizza hat er nicht auf der Speisekarte und ich könnte mir vorstellen er würde sich sogar weigern eine in seinen geliebten Pizzaofen zu schieben. Was so ein eingefleischter Italiener ist, legt sich keine Kartoffeln auf den Pizzateig, oder schmiert statt einem Tomatenmus Créme frâiché drauf. Ob er sich hinreißen lassen könnte Scamorza zu verwenden!? Gute Frage, aber ich möchte es nicht drauf ankommen lassen.
Also wie gesagt, selbst ist die Frau. Ich ignoriere den hervorragenden Pizzabäcker aus dem Nachbarort, den täglichen Regen der mir die Petersilie verhageln verregnen lässt und den Grillsommer der kein Sommer ist sowieso.
Also gibt es Kartoffelpizza, ach ja, und bitte keine Salami oder sonn Zeug drauf. Was meine Kartoffelpizza angeht, da bin ich genauso eigen wie der Pizzabäcker nebenan im Dorf. Den Teig machst Du bitte Stunden vorher, (das macht mein Pizzabäcker auch), denn der muss 4 bis 6 Stunden gehen (der Teig, nicht der Pizzabäcker). Also, ich denke das ist ein geniales Samstagsessen, morgens eben den Teig hergestellt und abends wird Pizza gebacken. Habe ich Dich auf den Geschmack gebracht? Dann leg mal los, die Zutaten sind schnell besorgt.
Kartoffelpizza mit Scamorza und Trüffelcreme
Teig:
5 g Hefe
25 ml lauwarmes Wasser
500 g Mehl
10 g feines Salz
Prise Zucker
Die Hefe im lauwarmen Wasser mit der Prise Zucker auflösen und 10 Minuten stehen lassen. Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen. In das Mehl eine Mulde drücken und das Hefewasser hineingießen. Alles zu einem Teig verkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche gute 15 Minuten durchkneten. Zur Kugel formen mit einem feuchten Tuch abdecken und 4 bis 6 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.
Belag:
10 kleine Kartoffeln (Drillinge) in dünne Scheiben gehobelt
½ Scamorza
200 g Créme frâiché
1 Esslöffel gehackte Trüffel
1 Esslöffel Olivenöl
Meersalz und Pfeffer frisch gemahlen
In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Kartoffelscheiben langsam darin von beiden Seiten braun braten.
Créme frâiché mit Trüffel vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Backofen auf 250°C vorheizen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig in der Größe des Backblechs ausrollen. Die Kartoffelscheiben auflegen und die Trüffelcreme aufstreichen.
Den Scamorza in dünne Scheiben schneiden und auch auf dem Teig verteilen. Nochmals alles salzen und pfeffern und 5 bis 10 Minuten im aufgeheizten Backofen goldbraun backen.

Sonntag, 12. April 2015

Nudeln, aber selbstgemachte z.B. Strozzapreti mit Lachs, Scamorza und Weintrauben…

Hab ich Dir von den Strozzapreti erzählt die keine Strozzapreti waren? Also da war bei Herrn Henze dieses Rezept im Buch von den Nudeln, bei denen ich vorher gar nicht wusste dass es Nudeln sind. Von Strozzapreti hatte ich im Leben noch nicht gehört, also musste ich erst einmal das WWW befragen. Klar brachte es mich schon mal einen Schritt weiter, aber die Dinger basteln, musste ich wohl doch selber. Herr Henze hat es sich ja einfach gemacht, er schreibt in sein Rezept einfach 500 g Strozzapreti hinein und fertig. Ich stelle da schon einen gewissen Anspruch an mich selbst und mache sie selbstverständlich selber. Und genau das war das Problem. Es gibt zwar so diverse Blogger, denen fallen ja förmlich die unmöglichsten Nudelformen quasi aus den Ärmeln, aber zu diesen Koniferen Koryphäen gehöre ich eben nicht. Den falschen Weg hatte ich schon mit dem Ausrollen des Nudelteiges eingeschlagen.
Kleine Würstchen hätte ich rollen sollen und die dann um Stricknadeln wickeln und genau da war das nächste Problem. Ganze Wollpakete habe ich gefunden, aber sag mir mal wo ich diese verdammten Nadeln hin gepackt habe? Stecknadeln, Stopfnadeln, Sticknadeln, ja die habe ich gefunden, aber eben nicht diese Stricknadeln, mindestens Nr. 8 hätten es sein sollen. Von den netten Kolleginnen bei Frazebuck bekam ich dann den Tipp Spieße zu verwenden, aber das hat auch nicht geklappt. Aber wie gesagt, ich hätte ja gar nicht ausrollen dürfen. Ich habe dann eben Klärchen-Strozzapreti gebastelt und der Gatte war ganz begeistert.
Wenigstens von ihm habe ich ein Fleißsternchen erhalten. Aber glaub nicht, dass ich das Projekt der Echten aufgegeben habe, in den nächsten Tagen werde ich es wieder versuchen und ggf. wieder und wieder, irgendwann wird es auch bei mir klappen und zur Not mache ich eben einen Nudelkurs.
Solltest Du einen guten Strozzapreti-Lieferanten haben, hast zu einen entscheidenden Vorteil, Du kannst mit dem Rezept ohne Nudelbasteln gleich anfangen, ebenso wie Herr Henze.
Strozzapretti mit Lachs, Scamorza und Weintrauben
500 g Strozzapretti
Salz
150 g Räucherlachs
Ca. 100 g kernlose Trauben (ich habe rote genommen)
4 Esslöffel Butter
2 Esslöffel Pinienkerne
1 Kugel Scamorza
Frische Kräuter, fein gehackt
Salz und Pfeffer
Die Strozzapretti in reichlich Salzwasser „al dente“ kochen. Abgießen und etwas Wasser auffangen.
Den Räucherlachs klein schneiden. Die Trauben waschen und halbieren. Die Butter in einem Topf erhitzen, die Pinienkerne zugeben und kurz anrösten. Den Räucherlachs, die Trauben und die Nudeln mit 3 Esslöffeln ebenfalls in den Topf geben und kurz schwenken. Die Kräuter zugeben, kurz durchmischen und anrichten.