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Montag, 18. November 2013

Mein Cookie ist kein Hamster…

…nein ich bin nicht durchgeknallt und ich weiß auch das ein Cookie eigentlich ein Keks ist und das Krümelmonster in der Sesamstraße Kekse liebt. Das war früher schon so und ist heutzutage sicher nicht anders.
Klar gibt es dann auch noch die Cookies die sich auf Computern einrichten, natürlich alles nur zu Deinem Wohl…
Und dann gibt es da noch eine liebe Facebookfreundin deren Familie ihr Leben mit einem Hamster teilt und dieser kleine Wicht heißt ebenfalls Cookie, mal taucht er ab, mal taucht er auf, dabei wird es in der Familie nie langweilig.
Aber die Krönung aller Cookies ist jetzt ins Büdchen eingezogen. Essen kannst Du ihn nicht, in meinen Computer wird er sich mit Sicherheit auch nicht einnisten. Zum tauchen taucht er nicht und er taucht auch nicht ab wenn ich das nicht will. Aber jetzt halt Dich fest, er kann kochen. Um genau zu sagen, er kann schmoren. Klar, so ganz ohne Vorbereitung kommt er natürlich nicht aus, aber wenn Du ihm erst einmal alles zurechtgelegt hast, bekommst Du einen Gaumenschmaus der seines gleichen sucht.
Mein Cookie ist ein Slow Cooker.
Verursacher war Jutta, die mit ihrem Kochwahn! Bei Frazebuck musste sie ja unbedingt ein Bild von ihrem Slow Cocker veröffentlichen und damit herumprahlen wie klasse der ist, dass er förmlich ganz alleine kocht. So frei nach dem Motto „während Du schliefst strickst“ Nee, meine liebe Schnuppschnüss, das Stricken fang ich nicht wieder an.
Also die Jutta, die Alice und noch so ein paar andere Mädels machten da ganz schön ein auf dicke Hose mit ihren Slow Cocker. Jetzt kannste Dir ja vorstellen wie ich mir als Haushaltsgerätejunkie vorkam. Ausgerechnet ich, die an fast keinem Elektrogerät vorbei kommt, hat keine Ahnung um was es sich bei diesem Dingen dreht. Da die Mädels genauso geräteverrückt sind wie ich, war ich für sie ein gefundenes Fressen willkommenes Opfer. Ätschibätsch Du hast den nicht, ätschibätsch Du hast den nicht. Warum fühlte ich mich gerade in die Vergangenheit, so erste – zweite Schulklasse, versetzt!?
Dank Tante Google ist das ja heutzutage alles kein Problem, dreimal klick und das Teil ist auf dem Weg zu dir.
Es ist Samstag, ich bin mit Herrn GB unterwegs, per Smartphone beobachte ich die Anlieferung meiner neuen Haushaltshilfe.
„Die Ware wurde bei ihrem Nachbarn abgegeben.“ Sollte der Nachbar die Lieferung nicht rausrücken, benachrichtigen Sie uns und wir schicken einen Vollstrecker vorbei.
Mein Cookie ist angekommen und ich bin unterwegs!!! Welch ein Glück, denn dann kann Herr GB noch eben ein Stopp an dem von mir bevorzugten Laden einlegen und ich besorge mal eben Schweinebäckchen. Wenn Cookie die schafft, ist er klasse. Er hat sie geschafft!!!
Gut parierte Schweinebäckchen (650 g – 700 g) in einer Pfanne von allen Seiten gut anbraten. Von der Pfanne in den Keramikeinsatz des Slow Cookers legen.
Zwei Möhren, ein großes Stück Sellerie, eine Zwiebel, zwei Knoblauchzehen, und ein großes Stück Lauch, alles in kleine Würfel schneiden.
Das Gemüse im Bratensatz der Bäckchen kurz anschmoren, mit ½ Liter Gemüsebrühe ablöschen. Gemüse samt Brühe ebenfalls in den Keramikeinsatz geben. Nun noch einen halben Liter guten Rotwein angießen und mit Salz und Pfeffer würzen. Ein Lorbeerblatt, 3 Pimentkörner, je 5 schwarze und weiße Pfefferkörner, 1 Nelke mit etwas Salz zerreiben und ebenfalls in den Topf geben.
Deckel auf den Topf legen, Stecker einstecken, Schalter auf High und ab geht die Post nun kann er zeigen was er kann.
Es ist Samstagnachtabend 22:00 Uhr und er hat Zeit bis morgen früh.
Am Sonntagmorgen duftet es in der ganzen Wohnung als hätten Heinzelmännchen über Nacht gekocht, dabei war es kein Heinzelmann (Du kennst Loriot und den Staubsaugervertreter) sondern schlicht und einfach nur mein Cookie. Die Bäckchen sind zart, sehr zart, Herr GB teilt sie mit einer Gabel, nur mal so zum probieren. Einer muss das ja übernehmen und sich opfern.
Die restlichen Bäckchen kommen auf einen Teller, der Gemüsesatz in einen Blender. Der Gemüsesatz wird kräftig aufgemixt und es entsteht eine wunderbar sämige Sauce. Wer es besonders edel mag streicht die Sauce durch ein Sieb, wir mochten es besonders edel. Was Du dazu kochst bleibt Dir überlassen, uns gefiel eine festkochende Salzkartoffel dazu.
Urteil von Herrn GB: nur schon alleine wegen der Bäckchen eine lohnende Anschaffung.
Mein Urteil: die Bäckchen werden noch mal gekocht und jetzt schieße ich mich noch auf Grünkohl, gefüllte Paprika, Pfefferpothast und Kartoffelgratin ein. Wenn er all diese Disziplinen auch noch mit Bravur meistert, geht evtl. der Trend sogar in Richtung zweiten Cookie.
Danke Jutta und Alice und allen anderen Mädels bei diesem Kaufentscheid. Eine der besten Empfehlungen.

Montag, 21. Januar 2013

Schweinebäckchen auf Polenta als Belohnung für lange Wartezeit…

… da habe ich neulich am Samstag eine Telefonaktion starten müssen weil ich Freitagabends ein Rezept fand für das ich einen Ochsenschwanz brauchte. Außerdem hatte ich nur noch eins oder zwei Tage Zeit, denn ich hatte mir fest vorgenommen beim Elsass Event teilzunehmen. Also musste ich am Samstag den Ochsenschwanz besorgen. Mehrere Telefonate bei verschiedenen Metzgern waren nicht sehr erfolgreich bis ich dann endlich eine Zusage hatte. Doch dafür musste ich Herrn GB mobilisieren und wir fuhren in die Nachbarstadt. Eigentlich lohnt sich so eine „Reise“ nur für einen Ochsenschwanz natürlich nicht, aber ich wusste vorher schon der wird nicht alleine in den Einkaufskorb landen und richtig. Wunderschöne Schweinebäckchen von Duroc-Schweinen. Durocschweine ist eine Schweinerasse die ursprünglich aus USA kommt. In regionaler Aufzucht mit Futtermittel aus eigenem Anbau werden sie aber auch in Thüringen gezüchtet. Und genau von diesen Schweinen fielen mir jetzt die Bäckchen förmlich in die Hände. Jetzt sei mal ganz ehrlich, hättest Du die ignoriert? Jaaaa, echt jetzt? Das wäre ein Fehler, denn dann hättest Du etwas verpasst und Du hättest Dich mal megamäßig geärgert.
Ich erzähl Dir mal wie ich die Bäckchen gemacht habe und dann kannst Du immer noch sagen dass Du die im Leben nicht hättest essen wollen. Also Vegetarier mal außen vor.
Du kaufst natürlich nur ausgelöste Bäckchen. Alles was noch an Fett oder dünnen Häutchen an den Bäckchen ist schneidest Du vorsichtig ab. Das nennt man übrigens auch parieren. Die abgeschnittenen kleinen Fett- und Hautstückchen brätst Du in einer Pfanne kräftig an, die geben Geschmack für die Sauce. Die kleinen angebratenen krossen Stücke stellst Du zur Seite. Jetzt schnippelst Du zwei Möhren, 2 Petersilienwurzeln, eine Stange Porree und ein großes Stück Sellerieknolle in mittelgroße Stücke. Die Bäckchen legst Du in eine Schüssel mit Deckel. Den Deckel brauchst Du, weil Du die Schüssel verschließen musst. Ach habe ich Dir schon gesagt dass Du Zeit brauchst? Du brauchst Zeit!!! Du brauchst viel Zeit, mindestens eine Woche.
So jetzt im Rezept aber weiter. Also die Bäckchen in die besagte Schüssel und sämtliche Gemüsewürfel darauf verteilen. Jetzt gibst Du noch Pimentkörner, 5-8 Stück, einen Teelöffel schwarze Pfefferkörner, 3-4 Nelken, 3 Lorbeerblätter, Rosmarinzweig, reichlich Thymianzweige und wenn Du hast Majoranzweige in die Schüssel. Leg die Gewürze ruhig zwischen die Bäckchen, denn wenn sie nur obenauf schwimmen sind sie weniger wirkungsvoll. Nun kommt ein ganz besonderer Moment. Du gießt 500 ml Sherry an und locker ein Liter guten aromatischen Rotwein.

Jetzt fragst Du was ist besonderes an diesem Moment? Du probierst den Sherry und den Wein natürlich eh Du ihn in die Schüssel gibst. Nimm ruhig einen super Guten. Nein nicht Schluck sondern Wein.
Jetzt stellst Du die Schüssel, die Du mit dem Deckel verschlossen hast, für eine Woche in den Kühlschrank.
Nach einer Woche lässt Du Butterschmalz in einem Topf aus, fischt die Bäckchen aus der Marinade und die Marinade gießt Du durch ein Sieb und fängst diese köstliche Marinade auf.
Das Gemüse kannst Du leider für Nichts mehr gebrauchen. Du brätst die Bäckchen von allen Seiten braun an. Du hattest eine Woche Zeit um zwei Möhren, ein Stück Sellerie, ein kleines Stück Porree und eine Petersilienwurzel  in grobe Stücke zu schneiden. Du hast auch noch 5 Zwiebeln in kleine Würfel geschnitten. Die Zwiebelwürfel gibst Du zu den angebratenen Bäckchen und schmorst sie auch leicht an. Noch zwei Esslöffel Tomatenmark andünsten und dann ab mit den anderen Gemüsestücken in den Topf. Nun gießt Du die Marinade an und lässt die Bäckchen vier bis fünf Stunden auf kleiner Hitze schmoren. Du stellst Dir Gemüsebrühe parat, damit Du den Flüssigkeitsverlust ausgleichen kannst. Einfach ab und zu mal schauen und etwas brühe bei Bedarf angießen.
Nach der genannten Schmorzeit nimmst Du die Bäckchen aus der Soße. Gießt die Sauce durch ein Sieb, schüttest die Sauce wieder zurück in den Topf und dickst die Sauce bei Bedarf mit Stärkemehl oder mit Pfeilwurzelmehl an. Die Bäckchen zurück in die Sauce und warm halten.
Polenta geht schnell. 100 g Polentagrieß in 500 ml kochenden Wasser einrühren, kräftig salzen und quellen lassen. Zwei gute Esslöffel Butter unterrühren und die Polenta luftig aufschlagen.
Am besten passen Buttermöhren dazu. Dafür kochst Du kleine Möhren und legst sie im Anschluss nur ganz kurz in Butter, würzt mit etwas Salz und etwas Zucker und fertig.
Nun kannst Du alles zusammen anrichten und servieren. Leckere Sauerei oder was meinst Du!?