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Freitag, 19. August 2016

Herr der Gartengemüse, oder Zucchinilasagne…

…jedes Jahr aufs Neue. Ich kenne kaum einen Gartenbesitzer der keine Zucchini im Garten hat, also vorausgesetzt er hat nicht nur ein Herz für Blumen, sondern auch ein kleines Eckchen Gemüsegarten.
Glaub mir, ich kenn so den einen oder anderen Gemüsegärtner, der immer sehr verblüfft ist, wenn wieder über Nacht eine Zucchinibombe herangereift ist. Meistens ist es nicht nur eine Frucht die von jetzt auf gleich zur Keule mutiert, in aller Regel machen sie sich als Familienbande im Gemüsebeet breit. Zum Ärger des Gärtners, denn so schnell kann er sie meistens gar nicht aufessen. Das wiederum ist oft eine freudige Nachricht für Nichtgartenbesitzer wie mich.
Letztens hatte ich wieder das große Glück eine Zucchini abzustauben und sie hatte genau das richtige Format für mein Mittagessen. 800 g brauchte ich und die geschenkte Rakete brachte stolze 892 g auf die Waage.
Man muss schon wissen was man mit der Frucht anstellen möchte, denn ist die Schale zu fest, das passiert leicht bei sehr großen Zucchini, dann sollten schnelle Garmethoden, oder Salatversionen, eher die letztere Wahl sein.
Die kleinen zierlichen hingegen eignen sich total super für Salat. Und wenn Du sie dann auch noch mit Radieschen, aromatischen Tomaten und einem Kresse-Senf-Dressing kombinierst, sind sie fast unschlagbar.
Aber Salat gab es im Büdchen nicht, denn das Zucchinigeschenk war größentechnisch etwas aus der Form geraten.
Wie bereits erwähnt, stolze 800und Gramm brachte sie auf die Waage. Wobei das Tolle ist, so ein Monsterdingen hat kaum Kalorien. Du kannst quasi essen bis zum Platzen, wenn die anderen Zutaten nicht zu Buche schlagen würden.
Ich habe die Zutaten soweit es ging recht kalorienarm gehalten, denn es sollte ja ein genussvolles leichtes Sommeressen werden.
Der Genuss war auf jedem Fall da und Zucchini zwischen Nudelblättern versteckt wird es garantiert demnächst wieder geben……allerdings nur, wenn mir nichts anderes einfallen sollte, denn oberstes Gebot im Büdchen *Keine Zeit ein Gericht zweimal zu kochen*.
Zucchinilasagne mit Schinken
800 g Zucchini (ich hatte eine stattliche große Gelbe)
1 Bund Petersilie, fein gehackt
1 Kugel Mozzarella (evt. fettreduziert)
200 g Kräuterfrischkäse (evt. fettreduziert)
200 ml Milch (evt. fettreduziert)
Salz, Pfeffer
200 g gekochten Schinken
200 g Hartweizengrieß, ganz fein als Mehl
2 Eier
1 Teelöffel Salz
Mehl mit den Eiern und dem Salz zu einem geschmeidigen Nudelteig verkneten. In Klarsichtfolie einwickeln und ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Anschließend entweder mit einem Nudelholz hauchdünn ausrollen, oder per Nudelmaschine zu dünnen Nudelplatten verarbeiten. Ich habe 8 dünne Platten daraus bekommen.
Die Nudelplatten etwas mit Mehl einstäuben und zur Seite legen.
Für die Zucchinimasse raspelst Du die Zucchini in feine dünne Stückchen. In einer recht großen Schüssel wird der Kräuterfrischkäse mit der Milch und der gehackten Petersilie gut vermischt. Mit Salz und Pfeffer reichlich würzen.
Die Mozzarellakugel in kleine Würfelchen schneiden und unter die Frischkäsecreme mischen. Ebenfalls die geraspelten Zucchini zum Käsegemisch geben und gut untermischen.
Den gekochten Schinken in kleine Würfelchen schneiden.
Nun alles in eine gefettete Auflaufform einschichten. Die Auflaufform sollte ca. 20x30 cm groß sein.
Zuerst mit etwas Zucchinigemisch den Boden der Auflaufform ganz dünn bedecken. Dann mit Nudelblätter das Gemisch komplett abdecken. Auf die Nudelblätter etwas Schinken verteilen. Dann wieder Zucchinimatsch.
Von nun an abwechselnd Nudelblätter, Schinken, Zucchinimatsch. Den Abschluss muss auf jedem Fall Zucchinimatsch machen.
Die Auflaufschale schiebst Du in den Backofen, der vorher auf 180°C vorgeheizt wurde. Nach ca. 30-35 Minuten ist der Auflauf fertig.

Samstag, 13. August 2016

Grillen oder nicht Grillen das ist hier die Frage, Hähnchenspieße mit Orangen Papaya Chutney…

…wir haben uns für nicht grillen entschieden und die Spieße wurden in der Pfanne gemacht, fertig.
Du glaubst doch nicht im Ernst dass ich diese Hampelei mit Geschirr und Stühle draußen – Geschirr und Stühle drinnen – mitmache, oder!?
Jetzt sag mal, wie oft hat Dich der Regen in diesem Jahr schon beim Grillen erwischt? Gerade ist der Grill gut aufgeheizt, das erste Stückchen Grillgut wird aufgelegt und quasi synchron dazu taucht die erste fette Gewitterwolke am Himmel auf. Fette als alles was Du jemals auf den Grill gelegt hast. Das linke Auge ist auf das Grillzeuchs gerichtet, das Rechte auf den schwarzen Himmel. Mit der Grillzange in der Hand presst Du die ersten Gebetstöße gen Himmel und Du betest auf Düvel komm raus um Dein Leben Grillgedöns was da vor Dir regelrecht tiefenentspannt auf dem Rost liegt. Dein Instinkt sagt Dir, Du musst es beschützen. Beschützen vor dieser tief dunkelgrauen Bedrohung. Trotz allem Beten passiert es dann trotzdem, Du packst was Du zu packen kriegst und ab rein in die vier Wände, in Sicherheit vor dem bedrohenden Nass.
Der nächste Schritt heißt Überlegen! Genau jetzt musst Du ganz genau nachdenken wie Du es am besten anstellst, dass Du Dein Grillgut doch noch schmackhaft zubereitet bekommst.
Und weil ich genau auf diese ganze Rödelei keine Lust habe, höre ich in letzter Zeit immer häufiger auf den Wetterbericht, und soll auch nur die Rede von irgendwelchen örtlichen Schäuerchen die Rede sein, wird nicht draußen gekocht. Ja, so einfach ist das. Gleich von Anfang an wird die Pfanne auf den Herd gestellt und auf klassische altertümliche Art und Weise werden die Spieße gebraten. Aber sollte es trocken bleiben, ist der Sitzplatz unter der Markise auf jedem Fall reserviert.
Hähnchenspieße mit Orangen Papaya Chutney
500 g Hähnchenbrust, in lange Streifen geschnitten
1 Esslöffel Tandooripaste
1 Esslöffel Honig
1 rote Chilischote, fein gehackt
100 g Joghurt
Frisch gemahlener Pfeffer
Etwas Salz
Rapsöl zum Braten
Holzspieße
Die Hähnchenbruststreifen auf Spieße stecken. Die Tandooripaste mit dem Honig, der gehackten Chilischote und dem Joghurt verrühren. Mit Salz und Pfeffer würden. Die Spieße mit der Joghurtcreme bestreichen und abgedeckt mindestens 60 Minuten marinieren. Noch besser über Nacht ziehen lassen.
Orangen Papaya Chutney
2 Orangen
1 rote Chilischote, fein gehackt
1 rote Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
1 Esslöffel Olivenöl
3 Esslöffel Weißweinessig
50 g Zucker
300 g Papaya
1 Esslöffel Minze, fein gehackt
Die Orangen so schälen, dass das Weiße ebenfalls abgeschnitten ist. Die Orangen in Würfel schneiden.
Das Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel zusammen mit der gehackten Chili anschwitzen. Mit Essig ablöschen. Den Zucker zusammen mit den Orangenwürfel zufügen und bei mittlerer Wärme langsam einkochen bis der größte Teil der Flüssigkeit verkocht ist. Zwischenzeitlich die Papaya schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Die Papayawürfel mit der Minze zu den Orangen geben und gut untermischen. In eine Schüssel geben, abdecken und zum abkühlen in den Kühlschrank stellen.
Das Chutney kann man wunderbar vorbereiten.
Die Hähnchenspieße aus der Marinade heben. In einer Pfanne etwas Rapsöl erhitzen und die Spieße von allen Seiten schnell und zügig braten.
Zusammen mit dem Chutney servieren.

Freitag, 12. August 2016

Im August Temperaturen wie an Heiligabend, oder Himbeerkokoseis im Neujahrshörnchen…

…im Radio haben sie gesagt, dass es am letzten Heiligabend morgens um 6 Uhr 8,2° C kalt war und gestern war es sage und schreibe morgens um 6 Uhr 7,2° C warm. Im Sommer sagt man doch warm, oder? Und weil wir Sommer haben gibt es Eis und zwar im Neujahrshörnchen, das sind die Besten. Den Temperaturen ist es egal welche Jahreszeit wir haben und mir auch und den Hörnchen erst recht.
Frag mich nicht wie viele Hörnchenrezepte ich schon ausprobiert habe, aber die Hörnchen die es eigentlich immer an Neujahr gibt, die sind so gut, da gibt es nichts zu verbessern.
Das einzige Problem, Du benötigst dafür ein Hörncheneisen. Ob sie vielleicht auch auf dem Backblech im Backofen etwas werden, wäre vielleicht ein Versuch wert. Der Teig ist etwas dicklich und kompakt genug, um ihn auf Backpapier aufzustreichen.
Aber eigentlich geht es heute gar nicht um die Hörnchen, der Hauptdarsteller ist eigentlich das Himbeereis.
Ein Himbeerkokoseis mit einem kleinen Klecks Cassissauce. Allerdings gibt es das Rezept von der Sauce erst in der nächsten Woche, dann wird es mit dem Eis kombiniert das ich ursprünglich damit servieren will. Also lass Dich überraschen was da noch kommen wird.
Herr GB liebt Eis, deswegen gibt es im Sommer auch jede Woche irgendeinen anderen Eis-Joker den ich aus dem Ärmel ziehe.
Gerade jetzt gibt es Beeren, alle Sorten, gerade so wie es das Herz begehrt. Mein Sein Herz begehrte Himbeeren und weil im Keller die Kokosmilch weg musste stand der Plan ganz schnell fest.
Himbeerkokoseis im Hörnchen.
3 Eigelbe
150 g Zucker
Mark einer Vanillestange
250 ml Kokosmilch
500 g Himbeeren
75 ml Likör (bevorzugt Batida de Coco, Bananenlikör oder ein Sahnecremelikör)
Die Himbeeren zusammen mit dem Likör pürieren und durch ein Sieb streichen. Das Püree zur Seite stellen.
Die Eigelbe mit dem Zucker über einem Wasserbad schaumig schlagen, nach und nach die Kokosmilch zugeben und solange schlagen bis es bindet. (Zur Rose abziehen)
Das Püree mit der Eiercreme vermischen und in die Eismaschine geben.
Nach Anleitung der Maschine das Eis bis zur gewünschten Festigkeit gefrieren lassen.
Das Eis in einem Hörnchen servieren.

Bei mir gab es als Topping eine sehr aromatische Cassissauce.

Dienstag, 2. August 2016

Ein Millefeuille ist nicht so schwör, oder Apfel, Forelle und Rote Beete zum Geburtstag…

…jetzt brüte ich seit Tagen über ein Geburtstagsgeschenk und weiß einfach nicht, ob ich mich damit nicht womöglich mit Pauken und Trompeten blamiere.
Du musst wissen der Blog Obers trifft Sahne hat Geburtstag und wird am 07.August fünf. Seit fünf Jahren werden wir mit wundervollen Rezepten beschenkt.
1. Außergewöhnliche, 2. bodenständige, 3. traditionelle, 4. regionale, 5. klassische Leckerbissen werden uns präsentiert.
Den Schreiberling kenne ich persönlich und sie ist zu einer liebgewonnenen Kochfreundin geworden, die ich ins Herz geschlossen habe.
Mit ihr 1. zu kochen, 2. zu quatschen, 3. zu braten, 4. zu lachen, 5. zu grillen ist höchstes Vergnügen.
Einige Male hatten wir schon die Gelegenheit uns zu treffen. Die Treffen sind rar, uns trennen knappe 500 400 Kilometer und trotzdem haben wir uns schon recht gut kennengelernt. Ich weiß sie mag es 1. fischig, sie mag es 2. herzhaft, die mag es 3. fruchtig, sie mag es 4. Würzig, sie mag es 5. scharf.
Zum Bloggeburtstag hat sie sich etwas mit der Zahl 5 gewünscht.



Also bekommt sie eine Art Törtchen, ein herzhaftes Türmchen, ein Türmchen mit 5 Zutaten.
Äpfel mit geräucherter Forelle ist ja schon eine schöne Kombination, aber wenn dann auch noch rote Beete und ein Meerrettichquark dazukommen, dann ist das schon ein ganz spezieller Gaumenkitzel. Das i-Tüpfelchen stellt noch der Staudensellerie da.
Quasi mit Fünf Zutaten einen sommerlichen leichten Genuss zum Festtag.
Schau Dir mal das Rezept an, glaubst Du ich könnte damit einen Blumentopf bei dem Geburtstagskind gewinnen?
Apfelmillefeuille mit Forelle und Roter Beete
2 große Knollen Rote Beete
1 Knoblauchzehe
1 Teelöffel Kümmelsamen
1 Esslöffel Rapshonig
1 Esslöffel Himbeeressig
2 Esslöffel Rapsöl
125 g Quark 40%
3 Teelöffel Sahnemeerrettich aus dem Glas
Frisch gemahlener Pfeffer, Salz
Pro Person 125 g geräuchertes Forellenfilet
2 Äpfel, Granny Smith
Saft einer ½ Zitrone
2 Stangen Staudensellerie
Einige gewaschene Salatblätter
2 Esslöffel Olivenöl
Saft einer ½ Limette
Salz zum Würzen
Die Rote Beete in Salzwasser zusammen mit der Knoblauchzehe und dem Kümmelsamen gar kochen. Die Knolle abgießen und schälen. In feine Scheiben hobeln.
Ein Dressing aus dem Honig, dem Himbeeressig und dem Rapsöl mischen und die Roten Beetescheiben hineinlegen. Mindestens 1 Stunde marinieren.
Den Quark mit dem Sahnemeerrettich vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zur Seite stellen.
Die Äpfel schälen und das Kerngehäuse ausstechen. Die Äpfel in dünne Scheiben schneiden und mit dem Saft der Zitrone beträufeln.
Den Staudensellerie schräg in kleine Scheiben schneiden.
Die Salatblätter und die Selleriescheiben mit dem Olivenöl und dem Saft der Limette mischen.
Zum Anrichten in die Mitte eines Tellers zwei bis drei Apfelscheiben aufeinander legen und darauf einen Teelöffel Meerrettichquark streichen.
Nun einige Selleriestückchen zusammen mit Salatblättern, Stückchen Forellenfilets und Rote Beetscheiben darauf verteilen. Diesen Vorgang nochmals wiederholen und auf diese Art kleine Türmchen bauen. Als Abschluss eine halbe Apfelscheibe mit Meerrettichquark und einem Petersilienblatt aufsetzen.

Freitag, 29. Juli 2016

Für die nächste Hitzewelle geübt, oder Grüne Gazpacho mit Garnelen…

…letzte Woche bist Du bei dem Gedanken Dich zu bewegen schon förmlich dahin geschmolzen und diese Woche sind fast schon wieder Temperaturen, um an den nächsten Schmorbraten zu denken. Aber ganz so schnell lass ich den Sommer nicht aus den Fängen. Ich locke ihn nochmal hier im Büdchen mit einer grünen Gazpacho. Die hatte ich am letzten Samstag gekocht zubereitet. Es war recht schwül und Herr GB hatte genauso wenig Appetit wie ich. Wir waren den ganzen Tag unterwegs, im Büdchen startet die nächste Renovierungswelle und nächsten Monat ist es dann wieder soweit. Im letzten Jahr wurde hier die Hälfte des Büdchens von links nach rechts umgekrempelt und renoviert und jetzt ist die andere Hälfte dran. Aber das Schlimmste haben wir hinter uns, das was jetzt kommt ist erträglich.
Bei der letzten Renovierung wurden die Handwerker gebührend bewirtet und somit bei Laune gehalten. Da hatte ich allerdings auch Zeit, ich hatte Urlaub. Diesmal sieht das Ganze etwas anders aus, diesmal habe ich nicht so viel Zeit, da wird das Beköstigungsprogramm nebenher absolviert.
Ich hoffe auf warme Tage und wenn ich Glück habe, kommt die Gazpacho von letztem Samstag nochmal zum Einsatz.
Grüne Gazpacho mit Garnelen
1 kleine Salatgurke
1 grüne Paprikaschote
2 Stangen Staudensellerie
½ Bund Basilikum
½ Bund glatte Petersilie
½ Bund Brunnenkresse
½ Päckchen Kresse
2 Zehen Knoblauch
500 ml Gemüsebrühe
Saft und abgeriebene Schale einer Zitrone
2 Teelöffel Olivenöl
3 Esslöffel Apfelessig
3 Esslöffel Zucker
1 Teelöffel Chilisauce, asiatisch
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Alle Zutaten in kleinere Stücke schneiden und in einen leistungsstarken Mixer/Blender geben. Auf höchster Stufe zu einer cremigen, homogenen Suppe pürieren. In eine geeignete Kanne füllen und einige Stunden im Kühlschrank herunter kühlen.
Kurz vor dem Anrichten pro Person 3-4 küchenfertige Garnelen in etwas Öl in wenigen Minuten von beiden Seiten braten. Die gegarten Garnelen zusammen mit der Suppe anrichten und servieren.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Schwitzen ist angesagt, oder Apfelsüppchen mit Joghurthonigwürfel, Melonenbällchen und Basilikumeis…

…nein, ich werde jetzt nicht herumnörgeln, dass es zu warm ist. Ich schwitze geduldig vor mich hin, ich sehne mich nach höchstens 25°C und ich singe Last Christmas, weil ich die Hoffnung habe, dass es bei einem Weihnachtslied gleich um 4-5° C kühler wird.
Man kann es versuchen, bringt aber nix.
Natürlich liebe ich den Sommer und auch Temperaturen um 30°C, aber nicht hier im Pott, sondern am Meer. Hier im Pott staut sich die Wärme, es wird stickig. Jede Bewegung fällt schwer und der Lorenz brennt von oben – gnadenlos und unerbittlich.
Es geht kein Lüftchen, die Räume heizen sich auf. Selbst die Schränke werden nicht verschont und die Hitze kriecht in jeden Winkel. Woher ich das weiß? Im letzten Jahr habe ich es erlebt. Alle Räume waren aufgeheizt, die Schranke natürlich auch. Übernacht gab es einen Temperatursturz und wir haben das Büdchen komplett durchgelüftet. Tagespäter habe ich einen Schrank geöffnet den ich selten öffne. Beim Aufsperren kam mir ein Schwall warmer Sommerluft entgegen. Also hatte ich den Sommer quasi gefangen. Den Sommer einzusperren ist jetzt ja auch keine so schlechte Idee, man könnte sich einen Sommervorrat anlegen. Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Könnte man doch mit dem Sommer auch so machen. Wobei ich bin ja froh, dass er vor diversen Schränken haltmacht. In den Kühlschrank und in die Gefriertruhe traut er sich nicht, ich denke er weiß das das Bereiche sind die ihm ein gnadenloses Aus bescheren würden.
Das ist auch sein Glück, denn schließlich muss auch er Respekt zollen. Wenn er allerdings wüsste welche Köstlichkeiten ich dort vor ihm verstecke, wäre ich mir nicht mehr so sicher ob meine Schätze sicher wären.
Genau dort lagere ich die erfrischenden Leckerbissen die uns durch die Hitze bringen. Diesmal verstecke ich dort ein Apfelsüppchen mit Joghurthonigwürfel, Melonenbällchen und Basilikumeis.
Exakt das was wir zur Abkühlung benötigen, vielleicht ist es auch etwas für Dich.
Apfelsüppchen mit Joghurthonigwürfel, Melonenbällchen und Basilikumeis:
Joghurthonigwürfel
2 Esslöffel Honig
250 g Joghurt mit hohem Fettanteil
3 Blätter Gelatine
Gelatine nach Anweisungen in kaltem Wasser einweichen. Den Honig gut erwärmen. Die gequollene Gelatine ausdrücken und im warmen Honig auflösen. Den Joghurt gut durchschlagen, es sollen keine Klümpchen im Joghurt sein. Etwas Joghurt zum Honig geben und glattrühren. Jetzt das Joghurthoniggemisch unter den Joghurt rühren.
Silikonformen oder Behälter die mit Frischhaltefolie ausgelegt wurden mit der Joghurtmasse füllen. Mindestens 3-4 Stunden im Kühlschrank erstarren lassen.
Apfelsüppchen 
400 ml Apfelsaft
2 säuerliche Äpfel (Granny Smith)
2 süßliche Äpfel (Cox Orange)
Saft ½ Zitrone
200 ml Riesling, lieblich spritzig
Ein größeres Stück Wassermelone
Den Apfelsaft zusammen mit dem Riesling und dem Zitronensaft zum Kochen bringen und auf die Hälfte reduzieren.
Jeweils einen Apfel jeder Sorte schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Apfelstückchen in den reduzierten Apfelsaft geben und darin garkochen. Mit einem Mixstab pürieren in eine Schüssel füllen und mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen.
Aus dem Melonenfruchtfleisch und den restlichen Äpfeln mit Melonenausstecher unterschiedlicher Größe Perlen ausstechen. Ebenfalls in den Kühlschrank stellen.
Basilikumeis:
250 ml Sahne
200 g Creme fraiche
1 großes Bund Basilikum, sehr fein gehackt
50 g Zucker
50 ml Honig
Saft und Schale einer unbehandelten Zitrone
4 Eigelbe
Sahne schlagen und zur Seite stellen. Den Honig leicht erwärmen und mit der Creme fraiche cremig rühren. Die Eier zusammen mit dem Zucker über einem Wasserbad aufschlagen und zur Rose abziehen. In die Eiermasse die Creme fraiche rühren, Zitronenschale und Saft zusammen mit dem Basilikum zufügen und alles zügig vermischen. Zum Schluss die geschlagene Sahne unterheben. Die luftige Eismasse in eine Eismaschine geben und nach Bedienungsanleitung der Maschine, das Eis gefrieren lassen.
Zum Anrichten das Jogurthoniggelee stürzen und in 1x1cm große Würfel schneiden.
Die Apfelsuppe in eine Schale geben, einige Melonen- und Apfelkugeln zusammen mit einigen Joghurthonigwürfeln in die Suppe geben.
In einem separaten Schälchen das Basilikumeis geben.
Evtl. mit Basilikumblättern verzieren.

Sonntag, 3. Juli 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 20 für Island gibt es gefesselten Lachs im Zucchiniboot…

…da hatte ich aber jetzt ein echtes Problem, kein einziges Rezept der isländischen Küche habe ich gefunden. Also das eine oder andere zwar schon, aber keins das ich hätte umsetzen können. Irgendwie scheiterte das an den Zutaten. Ich dachte mir mit Fisch liege ich nicht ganz so falsch und da es sogar Reiseanbieter gibt die geplante Lachsangelreisen nach Island durchführen, ist die beste Wahl ein Lachs. Der nächste Punkt, das Land ist komplett mit Wasser umgeben, also wäre ein Boot nicht schlecht. Jetzt kannst Du es Dir sicher schon denken, ich habe meinen Lachs ans Boot gefesselt, damit er mir nicht alleine davon schwimmen kann.
Aber jetzt mal ehrlich und Butter bei die Fische.
Die isländischen Jungs sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe heute meinen ganzen Ehrgeiz ins Gericht investiert, als würden unsere eigenen Jungs spielen. Gestern haben sie sich ja etwas schwer getan, aber ich denke es lang eindeutig an dem Kartoffelsalat, da war zu viel Pesto drin und deshalb hatten die Italiener etwas Rückenhalt.
Das passiert mir heute nicht, Tomaten und Zucchini sind keine typisch französischen Zutaten und Lachs ja sowieso nicht.
Also schau mal selber, was meinst Du, ist doch eine Speise die leicht ist, nicht beschwert und auch einem Isländer schmecken müsste, oder!?
Wir drücken die Daumen und wünschen den Isländern viel Erfolg, aber nichts desto trotz, der Bessere soll gewinnen.
Gefesselter Lachs im Zucchiniboot (die Idee habe ich aus einem Kochbuch von Otto Koch)
1 Fleischtomate, gehäutet und in Würfel geschnitten
Pro Person eine mittelgroße Zucchini
Pro Person ein langes Lauchblatt
Pro Person ein Lachsfilet á ca. 150 g
250 ml würzigen Gemüsefond
1 Schalotte in kleine Würfel geschnitten
1 großen Esslöffel Butter
1 Esslöffel Petersilie, fein gehackt
1 Esslöffel Basilikum, fein gehackt
1 Esslöffel Kerbel, fein gehackt
Pfeffer, Salz
Aus den Zucchini jeweils einen Bogen schneiden, das ein kleines Boot entsteht. Nun noch einen glatten Boden schneiden, damit die Boote stehen bleiben. Die Zucchiniabschnitte in kleine Würfel schneiden und zur Seite stellen.
Die Lauchblätter und die Zucchiniboote in kochendem Salzwasser für 3 Minuten blanchieren. Herausnehmen und in Eiswasser abkühlen. Den Lachs etwas salzen und pfeffern und mit Hilfe der Lauchblätter an die Zucchiniboote binden.
Die Gemüsebrühe erhitzen und die Zucchiniboote mit dem Lachs in der Gemüsebrühe auf kleiner Wärme garziehen lassen.
Zwischenzeitlich die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Tomatenwürfel, die gehackte Schalotte mit den Zucchiniwürfeln in der Butter schwenken bis sie gar sind. Mit Salz, Pfeffer und den Kräutern würzen.
Die Boote zusammen mit dem Gemüse auf Teller anrichten und servieren.