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Sonntag, 19. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 10 – für Albanien gibt es eine Peté…

…heute ist Albanien dran, Plan ist Plan, ob ich will oder nicht. Nicht dass ich etwas gegen Albanien habe, ganz im Gegenteil, ich kenne jemanden der aus dem Kosovo kommt und er ist eine Seele von Mensch. Viel Leid hat er erfahren, nicht jetzt, sondern damals, Anfang der 90ger. 24 Jahre lebt er jetzt in Deutschland und ist hier bei uns sehr verwurzelt und wir haben ihn ins Herz geschlossen.
Kannst Du Dir sicher denken, dass ich ihn zwecks Rezepts angegraben habe, aber so ein richtiges, für mich machbares Rezept, hatte er nicht auf Lager. Seine Frau hat ein Rezeptbuch, handgeschrieben versteht sich, aber diese Familienrezepte zu übersetzen war dann doch etwas zu kompliziert.
Aber Albanien soll ja nun nicht leer ausgehen, also habe ich auf ein Rezept von Gustoaroma aus dem Jahre 2010 zurückgegriffen und diverse Änderungen ganz nach Geschmack vorgenommen.
Eine Art gefüllte Pizza die aus mehreren dünnen Hefeteigplatten besteht die mit einer Füllung aus Feta, Spinat und Frühlingszwiebeln in eine Form geschichtet wird. Die originale Form, die sogenannte Tepsi habe ich nicht, also musste eine Springform herhalten.
Peté mit Spinat und Feta:
Zutaten (für ca. 4 Personen):
250 g Mehl
10 g frische Hefe
1 TL Zucker
1 großzügige Prise Salz
3 Esslöffel lauwarme Milch
120 ml lauwarmes Wasser
Mehl in einen Schüssel geben, Hefe in die Mitte bröseln. Zucker drauf geben und mit der Milch angießen. Die Hefe 15 Minuten mit der Milch so stehen lassen und etwas schäumen lassen.
Nun das Wasser und das Salz zugeben und alles gut verkneten. Zu einer Kugel kneten.
Den Teig 1 Stunde mit einem feuchten Tuch abgedeckt gehen lassen.
Zwischenzeitlich die Füllung zubereiten.
Zutaten:
1 Packung Fetakäse (ca. 200 g)
250 g Blattspinat frisch oder TK
1 Zwiebel in Würfel
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
5 Frühlingszwiebeln in feine Ringe geschnitten
3 Esslöffel Öl
3 Esslöffel Milch

Zubereitung:
Das Öl in einer Pfanne erwärmen, Knoblauch, Zwiebelwürfel und Frühlingszwiebelringe im Öl dünsten. Spinat zugeben und weiter dünsten. Wasser verdunsten lassen. Mit Milch angießen und gut verrühren.
In einer Schüssel den Feta zerbröseln. Das Spinatgemisch zum Feta geben und gründlich vermischen.
etwa 50 bis 100 g zerlassene Butter
Nun wieder zum Teig. Eine Springform mit Backpapier auslegen. Den Teig in 16 kleine Kugeln teilen und jede einzelne Kugel zu einer Platte mit ca. Durchmesser von 15 – 20 cm ausrollen. Jede Platte mit Butter bepinseln. Den Boden der Form mit 8 Platten auslegen. Die Platten sollen ruhig übereinander liegen. Die Spinatmasse auf die Teigplatten geben. Die restlichen 8 Teigplatten ebenfalls mit Butter bepinseln und die Spinatfüllung damit abdecken. Die Form mit einem feuchten Tuch abdecken, zur Seite stellen und nochmal 30 Minuten gehen lassen.

Zwischenzeitlich den Backofen auf 250°C vorheizen.
Eh man die Form in den Backofen gibt, die Peté mit einem scharfen Messer in 8 Stücke  schneiden.
Die Form auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben, und sofort die Hitze auf etwa 200°-210° C reduzieren.
Sobald die Oberfläche goldbraun ist, das müsste so nach 30 Minuten sein, ist die Peté fertig. Eh die die Form aus dem Backofen herausgeholt wird, noch 3 Esslöffel Butter erwärmen und kräftig mit Salz würzen. Die Peté aus dem Ofen holen und sofort mit der geschmolzenen Butter bestreichen.
Jetzt so ca. 10 Minuten stehen lassen. Dann aus der Form nehmen und servieren.

Montag, 13. Juni 2016

Das Büdchen kocht für die EM – Tag 4 – Italien: keine Pizza – keine Pasta, dafür eine italienischen Gemüsepastete…

…ich weiß ja nicht was Du Dir unter einer Pastete vorstellst, meine Vorstellung darunter findet sich irgendwo im Bereich *leicht, locker, fluffig* wieder. Die Pastete die ich gebacken habe ist auch so, doch jetzt kommt das große Aber, sie machte ratz fatz pappsatt. Wenn man es genau nimmt, ist die Pastete auch eher ein gefülltes Brot. Sogar ein sehr großes gefülltes Brot.
Ich habe nur so bei mir gedacht, tja Klärchen, da haste Dich ja mal wieder auf was eingelassen. Mengenmäßig reicht sie locker für 6 - 8 Personen, quasi Mannschaftsessen. Zwei von diesen Bomben und alle von der ganzen Truppe sind abgespeist. Aber nehmen wir mal an, in Deinem Haushalt beköstigst Du in aller Regel keine Fußballmannschaft, dann machst Du sie einfach wie angegeben und kannst sie mal eben ganz locker am zweiten Tag auf den Tisch bringen. Gerade jetzt, wo ein Spiel nach dem anderen läuft ist man eh knapp mit Zeit für die Kocherei.
Außerdem, Du kannst sie sehr schön vorbereiten. Das eigentliche Backen ist anschließen dann nur noch ein Klacks und sie schmeckt warm oder kalt ganz vorzüglich.
Also, starte mal durch.
Italienische Pastete für ca. 6-8 Personen:
Teig:
7 g Trockenhefe
1 Prise Zucker
150 ml Wasser, lauwarm
250 g Weizenmehl Tipo 00 oder Type 550
Etwas Mehl zum Bestäuben
25 g weiche Butter
1 Prise Salz
Hefe mit der Prise Zucker in Wasser auflösen und stehen lassen bis sich etwas Schaum gebildet hat. Nun restliche Zutaten zufügen und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Zu einer Kugel formen und an einem warmen Ort, abgedeckt mit einem nassen Küchentuch, 2 Stunden gehen lassen. Als Alternative, den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

Füllung:
3 Esslöffel gutes Olivenöl
500 g Kartoffeln
Etwas Olivenöl für das Backblech und zum Beträufeln
Salz und schwarzer Pfeffer frisch gemahlen
1 Zwiebel in feine Streifen geschnitten
300 g Zucchini, in dünne Scheiben gehobelt
4 in Öl eingelegte Artischockenherzen
2 Esslöffel Öl von den eingelegten Artischocken
600 g jungen frischen Spinat, geputzt
2 Eier
100 g frisch geriebenen Parmesan
Den Backofen solltest Du schon einmal auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und dünn mit Olivenöl bepinseln. Die Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben hobeln. Die Kartoffelscheiben auf dem Backblech verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mit dem Olivenöl beträufeln und ca. 15 Minuten im Backofen garen.
In einer Pfanne die 3 Esslöffel Olivenöl erhitzen und die Zwiebelstreifen bei mittlerer Temperatur darin anschwitzen. Die Zucchinischeiben zugeben und beides 10 Minuten garen. Jetzt die Artischockenherzen und das Artischockenöl untermischen. Weitere 5 Minuten garen. Jetzt den Spinat in den Topf geben, verrühren, mit einem Deckel verschließen und nochmals 5 Minuten garen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Zur Seite stellen und abkühlen lassen. Die Eier in einer großen Schüssel verschlagen und mit dem Parmesan mischen. Das abgekühlte Gemüse zur Eierkäse-Mischung geben und vermischen.
Den Backofen nun auf 220°C hochschalten. Eine ofenfeste Form, idealer Weise eine Brotform, mit Backpapier auskleiden. Den Teig in zwei Teile teilen. Einen Teil des Teiges ausrollen und die Form damit so auskleiden, dass der Teig an den Rändern etwas hochsteht. Den Boden mit den Kartoffelscheiben auslegen, das Eier-Gemüsegemisch darauf geben. Nun den zweiten Teig ausrollen, er bildet den Deckel. Den Deckel aufsetzen und mit dem hochstehenden Teig zusammendrücken und nach innen schlagen. Die Oberseite mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit Olivenöl bestreichen.
Die Backform nun in dem vorgeheizten Backofen 30 bis 35 Minuten goldbraun backen. Kann heiß und kalt serviert werden.

Mittwoch, 18. März 2015

Das Auge isst mit, schön sollte es werden, Spinatcrêpes mit gebackener Quarkfüllung auf Gemüsevariation…

…man hatte ich mir Mühe gegeben und dann war es doch nicht so wie ich es gerne gehabt hätte. Herr GB war ganz begeistert, aber mir war es nicht genug frühlingsfröhlich. Wenn ich an Frühling denke kommt mir sofort ein helles leuchtendes Grün in den Sinn und so sollten auch eigentlich meine Crêpes werden. Aber dafür hätte ich dann wohl eher Lauch statt Spinat verwenden sollen. Aber der Spinat war jetzt fällig, also wurde er auch ins Spiel gebracht.
Vor ewigen Zeiten konnte ich die Schokoladenschwester von einem Dörrgerät überzeugen und jetzt macht sie nicht nur ihre Gemüsebrühe selber, sondern sämtliches Gemüse findet den Weg in den Dörrautomaten. So auch Spinat. Sie trocknete einen ganzen Schwung Spinatblätter und anschließend wurden die getrockneten Blätter zu feinem Pulver gemahlen. Ein Teil ihrer Ausbeute wanderte ins Büdchen und nun in meine Crêpes.
Das Spinatpulver war so farbintensiv, dass der Crêpesteig nach dem Abbacken ein tiefes dunkelgrün hatte, also nicht frühlingsfröhlich, aber durchaus ein guter Vorschlag für Karfreitag.
Ja, bald ist Ostern und so langsam kann man mal an ein Ostermenü denken, oder aber mal zumindest an ein Karfreitag-Essen.
Spinatcrêpes mit gebackener Quarkfüllung auf Gemüsevariation:
Crêpes:
1 Ei, groß
40 g Mehl
200 ml Milch
1 Esslöffel Spinatpulver
Salz
Die Milch mit dem Spinatpulver vermischen und aufkochen, abkühlen lassen und ca. 2 Stunden ziehen lassen. Die Milch durch ein Sieb geben.
Die restlichen Zutaten vermischen und nach und nach die grüne Milch zufügen. Mit Salz würzen. Mit einem Crêpes-Eisen oder in einer Crêpes-Pfanne vier Crêpes backen.

Quarkfüllung:
200 g Quark
1 Ei
100 g Frischkäse
1 Esslöffel Orangenöl
½ Teelöffel Orangenschale, gerieben.
Salz und Pfeffer
Alle Zutaten zu einer geschmeidigen Creme verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Crêpes einzeln jeweils auf ein großes Stück hitzebeständige Frischhaltefolie legen, Quarkcreme aufstreichen und mit Hilfe der Folie aufrollen. Jede Crêpesrolle stramm einzeln in Frischhaltefolie einpacken. Die eingepackten Rollen in ein Dampfkörbchen, oder wenn Du hast in einen Dampfgarer geben und 15 bis 20 Minuten dämpfen. Ich habe es im Dampfgarer bei 85°C gute 15 Minuten gemacht.
Für die Gemüsevariation benötigst Du folgende Zutaten:
1 große Aubergine
1 Thymianzweig
1 großen Zucchino
Zitronensalz
1 Teelöffel Rapsöl
200 g Prinzessbohnen
Bohnenkraut
50 g geräucherter Schinken, fein gewürfelt
Etwas Butter
500 g Tomatenwürfel, (unbedingt die Tomaten häuten und entkernen)
2 Esslöffel Basilikumstreifen
Zucker
Blütensalz
Fleur de Sel, Pfeffer
Olivenöl
Bergkäse oder Parmesan gerieben

Aubergine:
Aubergine in kleine Würfel schneiden und mit Zitronensalz mischen, den Thymian fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Auberginenwürfel zusammen mit dem Thymian gute 10 Minuten weich dünsten.

Zucchino:
Zucchino in kleine Würfel schneiden und in einen Topf geben. Mit Blütensalz vermischen und Wasser ziehen lassen, das dauert ungefähr 10 bis 15 Minuten. Rapsöl zugeben und ebenfalls wie die Aubergine gute 10 Minuten weich dünsten.
Bohnen:
Bohnen putzen und ca. 10 Minuten in Salzwasser garen. Abgießen und in kleine Stücke schneiden. Den Schinken mit ganz wenig Butter auslassen und die Bohnenstücke zufügen. Mit Bohnenkraut, Fleur de Sel und Pfeffer würzen.
Tomaten:
Etwas Olivenöl erhitzen und die Tomatenwürfel darin kurz anschmelzen bis sie warm sind. Mit einer Prise Zucker, Fleur de Sel und einem Hauch Pfeffer würzen. Kurz vor dem Servieren die Basilikumstreifen untermischen.
Teller anwärmen. Mit einem Dessertring jeweils von jedem Gemüse kleine Taler formen. Die Crêpesrollen schräg in Stücke schneiden und auf jedem Gemüsetaler ein Stück von der Crêpesrolle legen.
Leicht mit geriebenem Käse bestreuen. Schnell servieren denn es kühlt schnell aus.
PS: Soll es vegetarisch sein, einfach auf den Schinken verzichten ;-)

Donnerstag, 12. März 2015

Orangen, Orangen, Orangen mit Lachs und Spinat…

auf meinem Saisonkalender für Obst sind definitiv keine Orangen oder Apfelsinen auffindbar, aber ist ja auch logisch, es ist nicht nur ein saisonaler sondern auch regionaler Kalender. Also müssen Zitrusfrüchte eigentlich draußen bleiben. Eigentlich!!!
Doch dann ist mir der Lachs in den Korb geschwommen gekommen. Im Moment liegt uns der Fisch irgendwie sehr nahe und die saftigen Orangen auf dem Markt haben förmlich geschrien kauf mich! Lachs mit Orangen ist eine herrliche Kombination.
Ach schau mal selbst.
Orangenlachs auf Spinat (2 Portionen)
500 g Lachs
4 dünne Bio-Orangenscheiben mit Schale
1 Esslöffel Butterschmalz
Orangenfilets einer großen Orange (ca. 8 Filets)
300 g Babyspinat
2 Esslöffel Butter

Sauce:
2 feingehackte Schalotten
1 Esslöffel Butter
100 ml Orangensaft
100 ml Gemüsebrühe
75 ml Noilly Prat
Pfeffer, Cayennepfeffer, Zucker, Salz
150 g geschlagene Sahne
Schalotten in ausgelassener Butter glasig dünsten. Mit Noilly Prat ablöschen und den Orangensaft zugeben. Alles auf die Hälfte reduzieren. Die Gemüsebrühe zufügen und nochmals etwas einkochen lassen. Mit Pfeffer, Cayennepfeffer, Zucker und Salz würzen. Die geschlagene Sahne unterschlagen und mit einem Mixstab alles kräftig aufschlagen. Ggf. nochmals abschmecken.
Butter in einem Topf erwärmen, den Spinat zugeben und ganz kurz zusammenfallen lassen. Erst unmittelbar vor dem Servieren mit Salz würzen.
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, die Orangenscheiben in die Pfanne geben und auf jede Scheibe ein Stück Lachs legen. Anbräunen lassen und sofort umdrehen. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen und nur noch ganz kurz braten. Er sollte innen noch leicht glasig sein. Also nicht zulange, sonst wird er trocken.
Spinat auf einen Teller anrichten, einige Orangenfiletstücke um den Spinat verteilen und sie Sauce angießen. Den Lachs mit der Orangenscheibe oben auf legen.

Montag, 9. Juli 2012

Büdchentortilla…

Hast Du schon einmal Champignons zusammen mit Spinat gegessen? Wir auch noch nicht, deshalb musste ich das mal unbedingt ausprobieren. Irgendwo hatte ich mal von dieser Kombination gelesen und fand es sehr interessant. Da ich mir aber nicht aufgeschrieben hatte wo ich von dieser Zusammensetzung gelesen hatte, stellte es sich jetzt schwierig da, die passenden weiteren Zutaten hinzuzufügen.
Ich habe mich für Kartoffeln, Frühlingszwiebeln, Krabben, Eier und Höhlenkäse entschieden. Höhlenkäse, weil dieser Käse ganz offiziell von Herrn GB akzeptiert wird. Herausgekommen ist eine Art Tortilla.
Gestartet habe ich mit den Champignons die die geputzt und gewürfelt habe. Eine Zwiebel geschält und ebenfalls in Würfel geschnitten. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Champignons, Frühlingszwiebeln  und Zwiebelwürfel in etwas Öl andünsten.
Feinen geputzten Babyspinat zufügen und zusammen fallen lassen. Alles zusammen in eine gefettete, oder mit Backpapier ausgelegte, Auflaufform geben. Einige Pellkartoffeln häuten und in feine Scheiben schneiden. Die Kartoffelscheiben auf die Spinat-Champignons-Kombi legen und Nordseekrabben nach Geschmack auf den Kartoffelscheiben verteilen.
Eier mit etwas Sahne, Pfeffer, Salz, Muskatnuss und geraspelten Höhlenkäse vermischen und über die Krabben gießen. Die Tortilla bei 180°C im vorgeheizten Backofen 30 bis 40 Minuten stocken lassen.
Die Tortilla entweder Warm als Hauptmahlzeit servieren, oder abkühlen lassen und in kleine Häppchen schneiden. Zu einem Glas Wein ist das ein wirklich schöner kleiner Snack an einem lauen Sommerabend. Ob man diese Zusammenstellung in Spanien auch kennt, ist mir jetzt nicht bekannt und glaube ich auch nicht wirklich, denn Nordseekrabben sind sicher im Süden von Europa sicher eher eine Seltenheit.

Dienstag, 15. Mai 2012

Schnecken ohne Schnecken und süß sind sie auch nicht…

Ich müsste ja eigentlich mal wieder backen, doch irgendwie schreckt mich alles was süß ist ab. Im Moment ist mir alles was frisch und herzhaft ist sehr willkommen. Ganz begeistert bin ich derzeit vom frischen Spinat. Klar esse ich auch gerne Spargel, aber da Herr GB ja kein Spargelfan ist, gibt es den hier im Büdchen weniger. Spinat mag er gerne. Neulich habe ich mal durch einige Kochbücher nach Spinatrezepten geschnüffelt. Mensch was war ich erstaunt wie vielseitig Spinat daher kommt. Als Kind gab es bei uns Rahmspinat von Iglo, nein meine Mutter war kein Speziallist für Fertigprodukte, ganz im Gegenteil, sie konnte hervorragend kochen nur wir Kinder waren nicht anders wie die Kinder heute auch, in gewisser Weise, Werbunggeschädigt. Alle Welt hatte Rahmspinat mit dem Blubb auf dem Teller, also wollten wir den auch. Den frischen Selbstgekochten lehnten wir ab, wobei heute weiß ich ganz genau, er hätte garantiert den Vergleich mit Abstand gehalten.Viele Jahre gab es auch im Büdchen den Spinat in Blöcke und nicht als Blätter. Ich hätte gar nicht gewusst wie man einen echten Blubbspinat selber kocht. Irgendwann holte ich mir dann doch mal Nachhilfe bei meiner Mutter und siehe da, heute muss ich den Blockblubbspinat nicht mehr haben und Herr GB putzt den Frischen auch bis zum letzten Krümel weg.
Letztens musste ich mir für Gäste etwas einfallen lassen und ich wollte unbedingt Farbe auf die Teller bringen. Da lag es nahe, dass ich Spinat verwenden musste. Doch Büdchenblubbspinat wollte ich jetzt nicht gerade servieren, außerdem sollte es eine kleine Vorspeise sein. Eine Spinatrolle hatte ich vor Augen, nur in welchem Buch stand denn das Rezept noch gleich. Die Rollenanleitung habe ich nicht gefunden, deshalb musste ich jetzt aus meinem Gedächtnis basteln.
Meine Gäste waren begeistert, Herr GB schwärmte ähnlich wie die Gäste und ich war mit meiner Spinatschnecke, mit dem Schwärmen von Herrn GB und der Begeisterung von den Gästen rundum zufrieden. Ich wusste es, Schnecken mag doch jeder gerne.
500 g Babyspinat
2 würzige Zwiebeln, in feine Würfel geschnitten
2 Esslöffel Rapsöl
7 Eier
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
300 g Frischkäse
Saft und Schale einer unbehandelten Zitrone
100 g Radieschen, fein gehackt
Die Zwiebelwürfel im Rapsöl glasig dünsten. Den Spinat zugeben und zusammen fallen lassen. Spinat und Zwiebeln etwas weich dünsten. Den gegarten Spinat abkühlen lassen.
Die Eier in einen Mixer geben, mit Salz, Pfeffer und frischer Muskatnuss würzen. Den abgekühlten Spinat zugeben und alles zusammen auf höchster Stufe pürieren.
Die Spinat-Eiermasse auf ein, mit Backpapier ausgelegtem Backblech streichen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C 15 bis 20 Minuten backen.
Ein Auskühlgitter mit einem Geschirrtuch auslegen, die Spinatmatte darauf stürzen und ca. 20 Minuten abkühlen lassen.
Zwischenzeitlich den Frischkäse mit Zitronensaft und Zitronenschale und den feingehackten Radieschen gründlich vermischen.
Es sollte eine glatte gleichmäßige Creme ergeben. Mit einer Prise Zucker und Salz abschmecken. Die Frischkäsemasse auf die Eier-Spinatmatte streichen und fest aufrollen.
Die Spinatrolle ganz stramm in Frischhaltefolie einwickeln und im Kühlschrank, idealerweise über Nacht, kühlen.
Kurz vor dem Servieren in Scheiben schneiden und die hübschen Spinatschnecken z.B. mit Radieschenblüten, anrichten.